Mexiko Der dümmste Krieg der Welt
Hilft gegen Drogenkartelle nur die Legalisierung von Rauschgift? Erkundungen in Mexiko und den USA
Die Gassen von San Cristóbal im Bundesstaat Guanajuato sind gepflastert, seit der Altpräsident sich auf seinen Landsitz am Rande des Dorfes zurückgezogen hat. Im glasverschalten Kulturzentrum, das seinen Namen trägt, präsentiert er sein Porträt in einer Reihe mit Gandhi, Martin Luther King und Mutter Teresa. Vicente Fox hat nicht abgewartet, ob andere ihm ein Denkmal errichten.
Jetzt sitzt der Ex-Präsident an seinem Schreibtisch, eine kleine Bronzestatue seiner selbst im Rücken, und behält den Cowboyhut auf, während er mit ausladenden Armbewegungen skizziert, was er für sein Land tun würde, hätte die mexikanische Verfassung ihm nicht nach sechs Jahren Amtszeit das Ende seines Mandats vorgeschrieben. Warum, fragt der ehemalige Präsident, soll der Staat Kinder und Jugendliche daran hindern, Drogen zu nehmen? »Das ist die Verantwortung der Eltern, nicht die der Regierung. Die Zeit der Verbote ist vorbei.« Vicente Fox fordert die Legalisierung des Drogenmarktes, in Mexiko und im Rest der Welt – jetzt, nachdem er selbst eine ganze Amtsperiode Zeit dafür gehabt hätte.
Welche Drogen, Herr Präsident?
Alle, alle, alle. Vom Anbau über den Vertrieb bis zum Konsum.
In den siebziger Jahren war der Ruf »Legalize it!« vornehmlich auf den Heckklappen verbeulter VW-Busse zu lesen und auf Häuserwänden, im reichen Norden. 40 Jahre später ist er in Studien und Leitartikeln angekommen, auf Titelseiten respektabler Magazine wie des britischen Economist. »Der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert«, erklärte im vergangenen Juni die Global Commission On Drug Policy, der unter anderem die Ex-Präsidenten César Gaviria (Kolumbien), Fernando Henrique Cardoso (Brasilien), Ernesto Zedillo (Mexiko), Ex-EU-Generalsekretär Javier Solana und Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan angehören.
Wo Regierungen hingegen versuchten, durch die kontrollierte Legalisierung von Drogen gegen das Organisierte Verbrechen vorzugehen, heißt es in der Resolution, solle man ihnen Unterstützung gewähren. Der Grundgedanke der Befürworter ist schlicht, aber logisch: Wer dem Organisierten Verbrechen die Einkünfte nimmt, nimmt seinen Betreibern die Möglichkeit, Schmiergelder zu zahlen, Waffen zu kaufen, Mörder zu schicken. Er nimmt ihnen die Macht.
Kaum ein Staat eignet sich besser für das Gedankenexperiment der Legalisierung von Drogen als Mexiko. Im Unterschied zu ihren kolumbianischen Vorfahren oder den Taliban in Afghanistan handeln die mexikanischen Kartelle weitgehend frei von gesellschaftlichen oder ideologischen Interessen. Sie sind postpolitisch. Das Geschäft ist ihre einzige Flanke.
Bislang läuft dieses Geschäft glänzend, komme, was da wolle. Die Welt mag sich über fallende Börsenkurse sorgen, um die Verschuldung von Staaten und die Tragfähigkeit von Rettungsschirmen; der Handel mit Rauschgiften bleibt davon unberührt. Auch weil Drogenökonomien nach einem simplen Prinzip funktionieren: Der niedrige Preis der Ware im Anbauland steigt auf dem Weg zum Konsumenten mit dem Risiko für die Zwischenhändler und Weiterverarbeiter der illegalen Substanzen.
So schwankt der Preis für ein Kilogramm Cannabis, laut aktuellem UN-Drogenreport 2011 die weltweit am häufigsten genutzte illegale Droge, in den Straßen von Mexico City zwischen 1.200 und 1.500 Peso, 70 bis 88 Euro. Der Preis steigt, je näher die Ware dem Rio Grande kommt. Jenseits der Grenze, in den Vereinigten Staaten, wird der Preis dann nicht mehr pro Kilo, sondern pro Unze (etwa 28 Gramm) berechnet. Das Cannabis-Magazin High Times veröffentlicht monatliche Marktstatistiken, in denen die Preise je nach Sortenqualität zwischen 104 Euro pro Unze »Mids« in Maryland und 374 Euro pro Unze »NYC Diesel« in New York schwanken.
- Datum 29.08.2011 - 06:32 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.8.2011 Nr. 35
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größte Markt für diese Drogen aus Mexiko sind die USA. Eine Legalisierung harter Drogen würde das Problem nicht lösen.
Wenn es von Mexikanischer Seite Überlegungen gibt den Drogenhandel zu legalisieren so ist dies durchaus verständlich, allerdings löst es nicht das Problem der Konsum Eindämmung. Wenn man die aus dem Drogenkonsum entstehenden Sozial- und Gesundheitskosten in Mexiko und den USA gegen die illegalen Umsatzerlöse des Drogenhandels aufrechnen würde, dieses Geld für eine rigorose Bekämpfung der Kriminalität einsetzen könnte dann sähe die Rechnung wahrscheinlich günstiger, zu Gunsten der Mexikaner und der Amerikaner aus.
Wenn man davon ausgeht das der Markt in den USA eine Jahres Umsatz von ca. 100 Milliarden USD beträgt, dann ist es vornehmlich die Aufgabe der US Regierung die Mexikanische Regierung bei der Bekämpfung des Drogenhandels zu unterstützen. Da helfen keine Zäune gegen Einwanderung von Mexikanischen Landarbeitern sondern hier ist strukturelle Hilfe notwendig.
Strukturelle Hilfe zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensumstände der Mexikanischen Bevölkerung und strukturelle Hilfe beim Ausbau der Exekutive in Mexiko. Zur Zeit beschränken sich die USA offenbar auf reine Abschottung. Maßnahmen die den Drogenhandel, das Drogenproblem in Mexiko und den USA niemals lösen können.
wie z.B. Alkohol?
In meinem Leben habe ich auch nicht legale Drogen konsumiert und die Gefahren sind nicht anders als bei Alkohol. Naja, wenn die Drogen natürlich, wie bei Heroin oft üblich, mit Rattengift gestreckt werden, dann sterben die Konsumenten halt, an Rattengift.
Wie war es bei der Prohibition? Dort sind Tausende Konsumenten an gepanschten Alkohol gestorben.
Zu den Horrormeldungen in den Zeitungen über Drogen und besonders neue oder verbesserte Drogen, kann man glaube ich nach einigen Jahrzehnten Leseerfahrung nur eines schreiben:
Dumpfe Panikmache, danach hätte die Menschheit doch schon längst aussterben müssen.
Also was bleibt? Drogen wurden schon immer genommen und irgendwelche Gruppen meinen immer, das sie im Besitz der Wahrheit sind. Sehen Sie sich doch die Verfolgung der Raucher an, inzwischen wird langsam auf die Dicken "losgegangen".
Wir sind alles Menschen, die einen saufen, die anderen rauchen, wieder andere fressen und wieder andere ziehen sich was durch die Nase und Millionen deutscher Frauen sind von Tabletten abhängig, andere treiben Extremsport und andere verhöhnen den Homo Sapiens und verweigern Fleisch.
Wir können da doch ruhig noch ein paar andere Gruppen suchen, die sich gegen die, von wem auch immer bestimmten, Norm richten und alles verbieten.
Aber sind wir nicht eigentlich eine freie Gesellschaft?
Was gesamtgesellschaftlichen Schaden angeht, liegt Alkohol immer noch weit vorne: http://www.google.de/sear...
Wenn man also von den Sozial- und Gesundheitskosten ausgeht, müsste man als allererstes den Alkoholkonsum bekämpfen.
Ein Großteil der erheblichen Sozial- und Gesundheitskosten ist eine direkte Folge der Illegalisierung. Von reinem Heroin etwa sind keine organischen Schadwirkungen bekannt. Der auf der Straße erhältliche Stoff enthält oft weniger als 10% reines Heroin, der Rest besteht aus teils giftigen Streckmitteln. Zudem gibt es regelrechte Goldener-Schuss-Wellen, wenn einmal Drogen mit höherem Heroinanteil im Umlauf sind - die Konsumenten unterschätzen dann den Wirkstoffgehalt. Eine Legalisierung könnte nicht nur die gesundheitsschädlichen Folgen der Streckmittel verhindern, sondern auch das Absinken in die Kriminalität und damit an den Rand der Gesellschaft. Damit werden nicht nur die Biografien der Konsumenten geschont (keine Vorstrafen, keine gesellschaftliche Ächtung, kein Absacken in der Szene), sondern indirekt auch die Gesellschaft (da die Konsumenten einen geregelten Alltag leben können und zur Drogenbeschaffung und zum Lebensunterhalt nicht auf kriminelle Handlungen zurückgreifen müssen).
wie z.B. Alkohol?
In meinem Leben habe ich auch nicht legale Drogen konsumiert und die Gefahren sind nicht anders als bei Alkohol. Naja, wenn die Drogen natürlich, wie bei Heroin oft üblich, mit Rattengift gestreckt werden, dann sterben die Konsumenten halt, an Rattengift.
Wie war es bei der Prohibition? Dort sind Tausende Konsumenten an gepanschten Alkohol gestorben.
Zu den Horrormeldungen in den Zeitungen über Drogen und besonders neue oder verbesserte Drogen, kann man glaube ich nach einigen Jahrzehnten Leseerfahrung nur eines schreiben:
Dumpfe Panikmache, danach hätte die Menschheit doch schon längst aussterben müssen.
Also was bleibt? Drogen wurden schon immer genommen und irgendwelche Gruppen meinen immer, das sie im Besitz der Wahrheit sind. Sehen Sie sich doch die Verfolgung der Raucher an, inzwischen wird langsam auf die Dicken "losgegangen".
Wir sind alles Menschen, die einen saufen, die anderen rauchen, wieder andere fressen und wieder andere ziehen sich was durch die Nase und Millionen deutscher Frauen sind von Tabletten abhängig, andere treiben Extremsport und andere verhöhnen den Homo Sapiens und verweigern Fleisch.
Wir können da doch ruhig noch ein paar andere Gruppen suchen, die sich gegen die, von wem auch immer bestimmten, Norm richten und alles verbieten.
Aber sind wir nicht eigentlich eine freie Gesellschaft?
Was gesamtgesellschaftlichen Schaden angeht, liegt Alkohol immer noch weit vorne: http://www.google.de/sear...
Wenn man also von den Sozial- und Gesundheitskosten ausgeht, müsste man als allererstes den Alkoholkonsum bekämpfen.
Ein Großteil der erheblichen Sozial- und Gesundheitskosten ist eine direkte Folge der Illegalisierung. Von reinem Heroin etwa sind keine organischen Schadwirkungen bekannt. Der auf der Straße erhältliche Stoff enthält oft weniger als 10% reines Heroin, der Rest besteht aus teils giftigen Streckmitteln. Zudem gibt es regelrechte Goldener-Schuss-Wellen, wenn einmal Drogen mit höherem Heroinanteil im Umlauf sind - die Konsumenten unterschätzen dann den Wirkstoffgehalt. Eine Legalisierung könnte nicht nur die gesundheitsschädlichen Folgen der Streckmittel verhindern, sondern auch das Absinken in die Kriminalität und damit an den Rand der Gesellschaft. Damit werden nicht nur die Biografien der Konsumenten geschont (keine Vorstrafen, keine gesellschaftliche Ächtung, kein Absacken in der Szene), sondern indirekt auch die Gesellschaft (da die Konsumenten einen geregelten Alltag leben können und zur Drogenbeschaffung und zum Lebensunterhalt nicht auf kriminelle Handlungen zurückgreifen müssen).
[...]
das zweite ist die einstellung zu drogen.
in deutschland sterben jährlich ca. 70000 an den folgen des alkoholmissbrauchs.
von canabis kennt man überhaupt keine toten.
grundsätzlich muss das problem auf beiden seiten entspannt werden. der markt der konsumenten muss teilentkriminalisiert werden, der anbau als einzige soziale existenz mit alternativen für die bevölkerung gekontert werden.
das sind lange wege, der krieg und verbot eine sackgasse.
Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke die Redaktion/mo.
Es ist seit langem völlig klar, daß der "Krieg gegen die Drogen" von Beginn an zum vollständigen Scheitern verurteilt war und das die vollständige Legalisierung aller psychoaoktiven Substanzen der einzige gangbare Weg ist, mafiöse Strukturen zu bekämpfen, gesundheitlichen Folgewirkungen zu begegnen, ganze Bevölkerungsgruppen zu entkriminalisieren, Justizsysteme zu entlasten, Knäste zu leeren, Steuergeld zu sparen, Steuereinnahmen zu erhöhen, Aufklärung zu betreiben etc. etc. Voraussetzung wäre dazu allerdings, daß in alkoholumnebelten Politikergehirnen ein Wandel vom ideologieorientierten hin zum vernunftgeleiteten Denken einsetzt und dafür kann ich leider keine Anzeichen erkennen....
wie z.B. Alkohol?
In meinem Leben habe ich auch nicht legale Drogen konsumiert und die Gefahren sind nicht anders als bei Alkohol. Naja, wenn die Drogen natürlich, wie bei Heroin oft üblich, mit Rattengift gestreckt werden, dann sterben die Konsumenten halt, an Rattengift.
Wie war es bei der Prohibition? Dort sind Tausende Konsumenten an gepanschten Alkohol gestorben.
Zu den Horrormeldungen in den Zeitungen über Drogen und besonders neue oder verbesserte Drogen, kann man glaube ich nach einigen Jahrzehnten Leseerfahrung nur eines schreiben:
Dumpfe Panikmache, danach hätte die Menschheit doch schon längst aussterben müssen.
Also was bleibt? Drogen wurden schon immer genommen und irgendwelche Gruppen meinen immer, das sie im Besitz der Wahrheit sind. Sehen Sie sich doch die Verfolgung der Raucher an, inzwischen wird langsam auf die Dicken "losgegangen".
Wir sind alles Menschen, die einen saufen, die anderen rauchen, wieder andere fressen und wieder andere ziehen sich was durch die Nase und Millionen deutscher Frauen sind von Tabletten abhängig, andere treiben Extremsport und andere verhöhnen den Homo Sapiens und verweigern Fleisch.
Wir können da doch ruhig noch ein paar andere Gruppen suchen, die sich gegen die, von wem auch immer bestimmten, Norm richten und alles verbieten.
Aber sind wir nicht eigentlich eine freie Gesellschaft?
...letztlich aber auch eine demokratische Gesellschaft (bzw. sollten es sein) und wenn wir mehrheitlich der Meinung sind, dass bestimmte Drogen bekämpft werden sollten, gibts auch Gründe dafür.
Mir gehts dabei weniger darum, dass man die Leute am Gängelband führt, als vielmehr darum, dass man Drogenkarrieren von Anfang an erschwert. Denn bestimmte Drogen nehmen eben eher selten gefestigte und gebildete Personen, sondern leichtsinnige und neugierige Jugendliche, vielleicht sogar unter einem gewissen Gruppenzwang. Nachher bereuen sie das, nachher, wenn es zu spät ist. Der Schaden für die Gesundheit, die Gesellschaft, evtl. die eigenen Kinder, längst angerichtet wurde. Und Alkohol beweist nur, dass viele Menschen eben nicht kontrolliert und rational mit Drogen umgehen können. Noch nichtmal mit sogenannten *weichen* wie Alkohol oder Tabak. Auch wenn die traditionell frei verfügbar sind.
Von mir aus könnte man, aus freiheitlichen Gründen, alle Drogen unter streng kontrollierten Bedingungen abgeben, allerdings würde das den Schwarzmarkt vermutlich eher beleben. Denn wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird künftig die Kontrolle zu meiden versuchen bzw, meiden müssen (je nachdem wie abhängig bereits).
"Wir sind alles Menschen, die einen saufen, die anderen rauchen"
Relativierung die bei *harten* Drogen schlecht zieht. Es gibt vermutlich nur wenige Heroin-Spritzer die das nur sporadisch und aus Spaß machen. Das ist der große Unterschied zu *saufen, rauchen, fressen*.
...letztlich aber auch eine demokratische Gesellschaft (bzw. sollten es sein) und wenn wir mehrheitlich der Meinung sind, dass bestimmte Drogen bekämpft werden sollten, gibts auch Gründe dafür.
Mir gehts dabei weniger darum, dass man die Leute am Gängelband führt, als vielmehr darum, dass man Drogenkarrieren von Anfang an erschwert. Denn bestimmte Drogen nehmen eben eher selten gefestigte und gebildete Personen, sondern leichtsinnige und neugierige Jugendliche, vielleicht sogar unter einem gewissen Gruppenzwang. Nachher bereuen sie das, nachher, wenn es zu spät ist. Der Schaden für die Gesundheit, die Gesellschaft, evtl. die eigenen Kinder, längst angerichtet wurde. Und Alkohol beweist nur, dass viele Menschen eben nicht kontrolliert und rational mit Drogen umgehen können. Noch nichtmal mit sogenannten *weichen* wie Alkohol oder Tabak. Auch wenn die traditionell frei verfügbar sind.
Von mir aus könnte man, aus freiheitlichen Gründen, alle Drogen unter streng kontrollierten Bedingungen abgeben, allerdings würde das den Schwarzmarkt vermutlich eher beleben. Denn wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird künftig die Kontrolle zu meiden versuchen bzw, meiden müssen (je nachdem wie abhängig bereits).
"Wir sind alles Menschen, die einen saufen, die anderen rauchen"
Relativierung die bei *harten* Drogen schlecht zieht. Es gibt vermutlich nur wenige Heroin-Spritzer die das nur sporadisch und aus Spaß machen. Das ist der große Unterschied zu *saufen, rauchen, fressen*.
Es geht mir nicht in den Kopf rein das man aus der in den dreißiger Jahren in der USA erlassene alkohol- Prohibition nichts gelernt hat. Eine bessere parallele gibt es doch gar nicht!..also legalisieren und aufklären.
Grüße von Al Capone:-)
mit den eingenommen Gledern die Schulden bezahlt werden könnten. War nach der Prohibition auch so.
mit den eingenommen Gledern die Schulden bezahlt werden könnten. War nach der Prohibition auch so.
ist das atom erst ausrangiert, legalisiert sichs ungeniert.
gruß
h.kohl
"Und soll die Gemeinschaft die Kosten dafür tragen, wenn der Einzelne sich mit Rauschgift zugrunde richtet und medizinische Kosten verursacht?"
Und soll die Gemeinschaft die Kosten dafür tragen, wenn der Einzelne sich mit Überstunden zugrunde richtet und medizinische Kosten verursacht? - burn out, herzinfakte
Und soll die Gemeinschaft die Kosten dafür tragen, wenn der Einzelne sich mit Sport zugrunde richtet und medizinische Kosten verursacht? - Sportunfälle kosten auch den nicht- sportler
Und soll die Gemeinschaft die Kosten dafür tragen, wenn der Einzelne sich mit schlechter ernährung zugrunde richtet und medizinische Kosten verursacht?
Gemeinschaftskassen habe nunmal den Sinn, gemeinschaftlich die individuellen Risiken der Gemeinschaftsmitglieder zu tragen. im übrigen tragen die krankenkassen auch jetzt die kosten für entzüge jeglicher art.
... über die 'Gemeinschaftskosten' schreien, haben selbst ein Laster, die sie als solches nicht anerkennen. Zu viel Kaffee, ungesunde Ernährung, zu wenig Sport, womöglich Alkohol - das alles sind Risikofaktoren, die, aus einer unhumanen Sicht gesehen, jeder selbst zu verantworten hat.
Wenn es nach solchen Leuten ginge, würde es im Krankenhaus heißen: "Herzinfakt? Patient konsumiert regelmäßig zu viel zuckerhaltige Getränke, Fettanteil leicht erhöht, außerdem wurde kein Ausdauersport betrieben. Da können die Krankenkassen leider nicht zahlen. Patient muss selbst bezahlen und sich verschulden oder kann den Tod aus dieser Misere als Ausweg suchen."
Ich hoffe, dass es nie soweit kommt, befürchte es jedoch, dass dieser Gemeinschaftsgedanke pervertiert und jedes Individuum als Kostenfaktor degradiert und abgelehnt wird. Schließlich muss man ja an die Gemeinschaft denken. Das so etwas fatal für uns alle, insbesondere für die soziale Sicherheit ist, erschließt sich solchen Menschen nicht. Wäre ja sonst ungerecht wenn der Staat mal für etwas selbstverschuldetes zahlt.
Eigentlich begrüßenswert, dieser Optimismus, dass man zu 100% gesund lebt und nieee ein Kostenfaktor darstellen würde. Ist klar.
... über die 'Gemeinschaftskosten' schreien, haben selbst ein Laster, die sie als solches nicht anerkennen. Zu viel Kaffee, ungesunde Ernährung, zu wenig Sport, womöglich Alkohol - das alles sind Risikofaktoren, die, aus einer unhumanen Sicht gesehen, jeder selbst zu verantworten hat.
Wenn es nach solchen Leuten ginge, würde es im Krankenhaus heißen: "Herzinfakt? Patient konsumiert regelmäßig zu viel zuckerhaltige Getränke, Fettanteil leicht erhöht, außerdem wurde kein Ausdauersport betrieben. Da können die Krankenkassen leider nicht zahlen. Patient muss selbst bezahlen und sich verschulden oder kann den Tod aus dieser Misere als Ausweg suchen."
Ich hoffe, dass es nie soweit kommt, befürchte es jedoch, dass dieser Gemeinschaftsgedanke pervertiert und jedes Individuum als Kostenfaktor degradiert und abgelehnt wird. Schließlich muss man ja an die Gemeinschaft denken. Das so etwas fatal für uns alle, insbesondere für die soziale Sicherheit ist, erschließt sich solchen Menschen nicht. Wäre ja sonst ungerecht wenn der Staat mal für etwas selbstverschuldetes zahlt.
Eigentlich begrüßenswert, dieser Optimismus, dass man zu 100% gesund lebt und nieee ein Kostenfaktor darstellen würde. Ist klar.
EIn Hauptproblem ist das Quantum Irrationalität das die Politik bestimmt.
Unsere Politik und Gesellschaft stellen leider nicht den Höhepunkt der Entwicklung dar, wie immer wieder vorgegeben wird.
Beim Bier-Anstich drängeln sich die Politiker um mit dem Maßkrug auf das Pressefoto zu kommen. Wenn sie zu Cannabis befragt werden wird rumgedruckst," ..aber ich habe nicht inhaliert!". (Nebenbei: im Artikel heisst es Cannabis sei kaum schädlicher als ein Alkohol-rausch. Tatsächlich ist der Alkoholrausch weit schädlicher!)
Dies ist dumpfe Rückständigkeit, die natürlich auch in Teilen der Bevölkerung zu finden ist.
Eine noch schlimmere Irrationalität liegt in der ständig wachsenden Tendenz die Vorstellung von guten Reichen ("Leistungsträger", Adel) und schlechter Unterschicht (Asoziale, Transferempfänger) zu pflegen.
Wer stehen bleibt, fällt zurück
Und unsere Gesellschaft ist definitiv stehen geblieben.
Es fehlen scheinbar die Intellektuellen die sich einig sind das Land, nicht nur vordergründig ökonomisch, sondern allgemein zivilisatorisch voran zu bringen.
Mir stellt sich da allerdings ein wenig die Frage, was passiert wenn sich jetzt ein hochrangiger Politiker von SPD oder CDU hinstellen würde und die Legalisierung von Cannabis fordern würde.
Die Argumente der Legalisierungsgegner von wegen gefährlich, Einstiegsdroge etc. sind zwar schon lange widerlegt, nur ist es in der Politik leider so, das Recht hat wer lauter schreit und nicht wer die besseren Argumente vorträgt. Anderre Länder wie die Niderlande und die Schweiz, machen ja schon lange vor wie es geht.
Mir stellt sich da allerdings ein wenig die Frage, was passiert wenn sich jetzt ein hochrangiger Politiker von SPD oder CDU hinstellen würde und die Legalisierung von Cannabis fordern würde.
Die Argumente der Legalisierungsgegner von wegen gefährlich, Einstiegsdroge etc. sind zwar schon lange widerlegt, nur ist es in der Politik leider so, das Recht hat wer lauter schreit und nicht wer die besseren Argumente vorträgt. Anderre Länder wie die Niderlande und die Schweiz, machen ja schon lange vor wie es geht.
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