Thilo Sarrazin"Boah ey, der Sarrazin!"

Begegnungen mit "Kopftuchmädchen" und anderen Fans: Der Bestsellerautor und Sozialdemokrat Thilo Sarrazin über das Jahr, das sein Leben verändert hat.

Thilo Sarrazin während einer Diskussionsrunde nach der Veröffentlichung seines Buchs (Archivbild)

Thilo Sarrazin während einer Diskussionsrunde nach der Veröffentlichung seines Buchs (Archivbild)

Äußerlich ist es wie bei unserem Interview vor genau einem Jahr: Thilo Sarrazin kommt allein ins Hauptstadtbüro der ZEIT. Dieses Mal hat er keinen Rucksack dabei, sondern einen braunen Aktenkoffer, darin sein Buch und einen roten Leitz-Ordner mit Aufsätzen über Intelligenz, mit Presseartikeln. Material, um, wie er sagt, für alle Fragen gewappnet zu sein. Doch den Ordner wird Sarrazin nur einmal aufklappen. Wir wollten nicht wieder über seine Thesen streiten, sondern etwas anderes von ihm wissen: Wie hat er das vergangene Jahr erlebt? Und, nebenbei: Was hat er mit seinem Geld gemacht? Was wohl im Jahr der Energiewende? Er hat sein Haus zum Ökohaus umgebaut.

DIE ZEIT: Hat die Sarrazin-Debatte Thilo Sarrazin verändert?

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Thilo Sarrazin: Ja, natürlich. Jeder freut sich, wenn er Erfolg hat. Allerdings hätte ich nie gedacht – auch noch nicht, als ich vergangenes Jahr zum Interview bei Ihnen war –, dass Fragen, die mich beschäftigen, noch so viele andere Leute beschäftigen. Ob ich die richtigen Antworten gegeben habe, ist eine ganz andere Sache.

DIE ZEIT: Aber wie hat Sie diese Debatte verändert?

Sarrazin: Ich bin ein Stück illusionsloser geworden, was die Frage angeht, ob der Mensch gut ist oder nicht. Ich bin auch härter geworden.

DIE ZEIT: Gegenüber dem Thema Integration?

Sarrazin: Gegenüber mir selbst, in Bezug auf die Welt und wie sie funktioniert. Vorher hatte ich noch ein paar weiche Ecken. Die sind jetzt etwas abgenutzt.

DIE ZEIT: Haben Sie heute mehr Freunde oder weniger Freunde als vor Erscheinen des Buches ?

Sarrazin: Ich habe noch alle meine alten Freunde, und ein paar neue habe ich auch gewonnen. Als wenige Tage nach Beginn des Vorabdrucks Bundesbankpräsident Axel Weber meine Entlassung aus dem Vorstand der Bundesbank betrieb und der SPD-Parteivorstand meinen Ausschluss beschloss, als sich der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin negativ äußerten, das hat mich schon mitgenommen. Ich hatte ja nie vorgehabt, meinen bürgerlichen Ruf und meine Tätigkeit bei der Bundesbank zu gefährden. Ich habe alte Freunde angerufen und gefragt: Hast du schon mein Buch gekauft? Lies doch mal und gib mir eine ehrliche Rückmeldung. Alle Rückmeldungen hatten den Tenor: Das eine oder andere sehen wir anders, aber wir finden jedenfalls nichts Anstößiges oder Schlimmes daran.

DIE ZEIT: Noch nie ist in der Bundesrepublik so viel über Deutsche und Muslime und so viel zwischen Deutschen und Muslimen gesprochen worden wie in diesem Sarrazin-Jahr. Haben Sie sich um die Integration verdient gemacht?

Sarrazin: Dafür gibt es interessante Indizien. Mein Parteigenosse und Fast-Freund Heinz Buschkowsky...

DIE ZEIT: ...der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln...

Sarrazin: ...war in weiten Teilen der Berliner SPD ein Geächteter und Verlachter. In SPD-Führungsrunden machte man ihn und seine Sorgen gern lächerlich. Als man mich aus der Partei ausschließen wollte, brauchte man aber einen anerkannten Integrationskritiker. Das war das Revival von Heinz Buschkowsky. Er hat mir dafür gedankt.

DIE ZEIT: Haben Sie denn im letzten Jahr die Muslime besser kennengelernt?

Sarrazin: Darüber haben wir uns doch schon im letzten Interview ausgetauscht.


DIE ZEIT: Das war aber vor Erscheinen Ihres Buches.

Sarrazin: Richtig. Damals habe ich Ihnen gesagt, dass die Analyse statistischer Indikatoren des Integrationsverhaltens unabhängig davon ist, ob man aus der Grundgesamtheit einzelne der Untersuchten persönlich kennt oder nicht. Verzeihen Sie mir den etwas gewagten Vergleich: Wenn Edward O. Wilson etwas über das Sozialverhalten von Ameisen schreibt, dann muss er dazu mit keiner Ameise persönlich gesprochen haben.

DIE ZEIT: Wir wollen heute nicht über Ihre Thesen streiten , sondern nur erfahren, wie Sie das vergangene Jahr erlebt haben.

Sarrazin: Ich habe nicht systematisch die Bekanntschaft mit Muslimen gesucht, aber ich hatte eine Reihe von Erlebnissen. Ich war ja viel unterwegs, und an Bahnhöfen sind mir zwei, drei Mal junge Männer, offenkundig türkischer oder arabischer Herkunft, aggressiv begegnet. Als sie mich in der Bahn sahen, haben sie mit der Faust gegen die Fensterscheibe geschlagen.

Viel häufiger aber lief es anders. Da hieß es dann: »Boah, ey, sind Sie der Sarrazin?« Ich weiß nicht, wie viele Handyfotos von mir mit jungen muslimischen Männern existieren.

DIE ZEIT: Sie sind offenbar eine Kult- und Integrationsfigur geworden!

Sarrazin: Es ist sehr differenziert. Ich bekomme viele positive Rückmeldungen von integrierten Türken. Als ich kürzlich für eine Fernsehsendung in Berlin-Neukölln war, kamen ein paar junge Mädchen mit Kopftuch auf mich zu. Wieder: »Sie sind doch der Sarrazin? Sie glauben doch, dass wir dümmer sind als andere?« Ich sagte dann, das habe ich nie gesagt. Jedenfalls fingen sie dann an zu scherzen: »Dürfen wir ein Foto machen?«

DIE ZEIT: Klingt, als hätten die Mädchen es geschafft, Sie durcheinanderzubringen.

Sarrazin: ( lacht ) Ich komme meist ziemlich gut aus mit den Frauen.

DIE ZEIT: Wie fanden Sie es denn, dass gerade »Kopftuchmädchen« Sie angesprochen haben?

Sarrazin: Das fand ich lustig.

DIE ZEIT: Es hat Ihnen gefallen, geben Sie es ruhig zu.

Sarrazin: In meiner Vorlesung in Speyer hörte auch eine junge Frau mit Kopftuch zu. Am Ende des Semesters kam sie zu mir und sagte, das sei eine gute Vorlesung gewesen, aber ob ich das mit dem Kopftuch nicht vielleicht doch auch anders sehen könne. Ich habe ihr gesagt: »Wenn Sie mit 26 Jahren Kopftuch tragen wollen, werde ich Sie nicht daran hindern.«

DIE ZEIT: Haben Sie gedacht: Na ja, vielleicht werden die »Kopftuchmädchen« doch nicht »produziert«, vielleicht werden die hin und wieder mit Liebe gemacht?

Sarrazin: Kinder entstehen, wie sie entstehen...

DIE ZEIT: ...Ach so...

Sarrazin: ...Es gab noch eine interessante Begegnung. Ende Dezember brachte mich die Bundeszentrale für politische Bildung zu einem Gespräch mit acht arabischen und türkischen Abiturienten von der Otto-Hahn-Gesamtschule in Neukölln zusammen. Vier Mädchen, vier Jungen. Alle vier Mädchen trugen ein Kopftuch. Eine von ihnen guckte mich keck an und fragte mich, was sie denn tun könne, um sich besser zu integrieren. Ich sagte daraufhin: »Sie sprechen perfekt Deutsch. Wenn Sie Ihr Kopftuch abnehmen, sehen Sie aus wie eine Italienerin oder Spanierin. Da sind Sie in Deutschland automatisch integriert. Sie heben sich durch die Art Ihrer Kleidung bewusst von der Mehrheitsgesellschaft ab, Sie wollen ja, dass man wahrnimmt, dass Sie anders sind.« Sie antwortete, nein, das Kopftuch gebiete ihr der Glaube. Mit meiner Halbbildung erwiderte ich: »Der Koran gebietet das Kopftuch nicht. Man kann auch ohne Kopftuch eine gute Muslimin sein.« In die acht Abiturienten geriet Bewegung, alle verneinten das, man müsse die Bekleidungsvorschriften genau beachten. Schließlich fragte ich: »Sie meinen also, alle Vorschriften des Koran seien uneingeschränkt gültig?« Alle acht bejahten. Daraufhin ich wieder: »Im Koran steht auch, dass ein Mann auch vier Frauen haben kann«, und fragte die Kecke: »Was ist denn, wenn Ihr Mann neben Ihnen drei weitere Frauen hat? Sie: »Wenn er uns alle gleich gut behandelt, ist das in Ordnung.« Die Direktorin, die etwas abseits saß, versank fast in den Boden. Die vier Jungen fanden das auch unheimlich gut. »Klar, dass ihr das gut findet«, rief ich zu ihnen hinüber. Da grinsten sie. Und danach wollten sie alle ein Foto mit mir. Schon wieder.

DIE ZEIT: Welchen Eindruck hat die Revolution in der arabischen Welt auf Sie gemacht?

Sarrazin: Grundsätzlich finde ich, dass alles, was die versteinerten Verhältnisse im Nahen Osten lockert, nicht schlecht sein kann. Wie man eine Revolution bewertet, kann man aber immer erst am Ende sehen.

DIE ZEIT: Waren Sie überrascht, dass Muslime ihre Diktatoren abschütteln?

Sarrazin: Ich fürchte eher, dass in der Mehrheit dieser Länder islamistische Regierungen gebildet werden. Es ist ja schließlich keine intellektuelle und gebildete Schicht, die da aufsteht. Die Hefe des Aufstandes sind junge Leute, die nicht wollten, dass es immer so weiterging, die Zugang zum Internet und zu Facebook haben.

DIE ZEIT: Die gebildet sind, die Englisch sprechen...

Sarrazin: Wie gesagt, es war aber nicht nur die gebildete und intellektuelle Schicht, die da aufbegehrte. In der zweiten Phase einer Revolution kommen immer die zum Zuge, die radikaler, skrupelloser und besser organisiert sind. Ich kann keine Prognose machen, aber ich halte es für wahrscheinlich, dass wir bald islamistisch dominierte Regierungen sehen werden.

DIE ZEIT: Ist für Sie die Frage nach der Demokratiefähigkeit des Islams offen oder nicht?

Sarrazin: Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass in der Türkei die Demokratie eher auf dem Rückmarsch ist und der Einfluss der fundamental Religiösen zunimmt. Ich lese Ihnen ein Zitat von Premierminister Erdoğan vor (zieht den roten Leitz-Ordner aus seinem Aktenkoffer): »Demokratie ist wie eine Straßenbahn. Wenn du an deiner Haltestelle angekommen bist, steigst du aus. Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia. Unser Ziel ist der islamische Staat.«

DIE ZEIT: Was zitieren Sie da?

Sarrazin: Aus einem Faltblatt von Pax Europa.

DIE ZEIT: Herr Sarrazin, mit Verlaub – sind rechtspopulistische Internetplattformen Quellen, mit denen Sie arbeiten? Das ist unter Ihrem Niveau.

Sarrazin: Aber das Zitat ist richtig, auch wenn es in einem Schmähblatt abgedruckt wurde. Ich kenne solche Äußerungen von Erdoğan auch aus anderen Zusammenhängen.

DIE ZEIT: Was haben Sie empfunden, als Sie von dem Attentat in Norwegen erfuhren? Und was haben Sie gedacht, als SPD-Chef Sigmar Gabriel Ihren Namen in diesem Zusammenhang erwähnt hat?

Sarrazin: Das Attentat kam bei mir an wie bei allen anderen: Ich war geschockt. Kurz danach flog ich nach Australien, wo ich zwei Vorträge hielt. Die Bild-Zeitung hat mich dort angerufen und mir die Bemerkung von Gabriel vorgelesen. Ich habe nur so viel gesagt: Offenbar hat Sigmar Gabriel seine peinliche Niederlage vor dem Parteigericht nicht überwunden.

DIE ZEIT: »Ätsch!«

Sarrazin: Gut, aber zur Sache selber habe ich mich nicht geäußert. Der Schriftsteller Chaim Noll hat kürzlich geschrieben: Wenn der Bundespräsident sagt, der Islam gehört zu Deutschland, dann gehört auch die Islamkritik zu Deutschland. Das fand ich ein sehr gutes Wort. Denn erst wenn Islamkritik nicht möglich ist, entstehen diese dumpfen Atmosphären, wo sich jemand mit seinen Meinungen verfolgt, ausgegrenzt und unterdrückt fühlt. Wo man sich streitet, herrscht zumindest Durchzug. Und wo Durchzug ist, gibt es auch keine Nischen, in denen es stinkt.

DIE ZEIT: Bei Ihren Lesungen wurden Ihre Gegner auch nicht immer tolerant behandelt. Haben Sie manchmal ein Unbehagen mit Ihren eigenen Unterstützern empfunden?

Sarrazin: Ich habe großenteils ein mir sehr, teilweise auch fanatisch gewogenes Publikum. Darunter gibt es bisweilen auch rechtsgewirkte Figuren. Das merke ich aber an den Fragen sofort und lasse sie ins Leere laufen. Eine typische alberne Frage lautet, ob man die Ausländer rückführen sollte. Da sage ich dann immer: Die Türken, die hier sind und arbeiten, haben ein Aufenthaltsrecht. Die sind rechtmäßig hier.

Ich erinnere mich nur an eine Veranstaltung, wo ein Opponent niedergeschrien wurde. Das war bei einer Podiumsdiskussion in München. Daran beteiligt waren der Soziologe Armin Nassehi und der Chefredakteur des Handelsblattes, Gabor Steingart. Dieser hatte mein Buch erkennbar nicht gelesen, was ich ihm natürlich übelnahm. Sein Tenor war: Die Sache mit der Intelligenz und der Vererbung sei völliger Unfug. Darauf habe ich ihm relativ scharf geantwortet, natürlich unter Beifallsbekundungen. Die Leute im Publikum verstanden nicht die Feinheiten von Intelligenzforschung, sie haben nur eines wahrgenommen: Der Steingart pinkelt den Sarrazin an, und Sarrazin schießt scharf zurück. Steingart wurde niedergebrüllt. Ich schaute mir das gelassen an und fand, dass müsse er aushalten.

DIE ZEIT: Noch mal »Ätsch!«

Sarrazin: Ich bin in meinem Leben öfter niedergebrüllt worden, das kann man aushalten.

DIE ZEIT: Bereuen Sie irgendwas?

Sarrazin: Ich war auch deshalb ein starker Finanzsenator, weil ich es gut aushalten konnte, wenn fast alle anderen anderer Meinung waren. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Nach diesem vergangenen Jahr habe ich kapiert, wie die Sowjetunion der Stalinzeit ihre Gefangenen umgedreht und sie zu falschen Geständnissen gezwungen hat: Man muss den Menschen nur lange genug isolieren und immer wieder bestimmten Vorwürfen aussetzen, dann gesteht er am Ende die verrücktesten Dinge. Anfangs fühlte ich schon einen großen Druck, bis ich merkte, dass ich auch eine Reihe starker Unterstützer hatte. Ich habe immer wieder geprüft: Wo hat mich jemand bei einem gedanklichen Fehler erwischt? Wo habe ich in der Sache geirrt? Das ist nicht passiert.

DIE ZEIT: Wenn wir kein Interview, sondern ein Porträt machen würden, käme darin vor: Thilo Sarrazin sieht sich als unwiderlegt an, ist aber ein kleines bisschen bitter und einsam.

Sarrazin: Bitter bin ich eigentlich nicht, und auch nicht einsam.

DIE ZEIT: Sie haben gesagt, Sie seien heute illusionslos.

Sarrazin: Ja, aber das ist keine Bitterkeit. Man weiß viele Dinge, möchte sie aber nicht gerne wahrhaben, weil die Welt anders schöner ist.

DIE ZEIT: Aber die deutsche Welt steht eigentlich nicht so schlecht da, schauen Sie sich doch mal bei unseren europäischen Nachbarn um. Auch in Sachen Integration.

Sarrazin: Das bezweifele ich. Außerdem: Wenn die Deutschen gut dastehen, dann deshalb, weil sie zum Pessimismus und zur Selbstkritik neigen. Sie sehen Probleme, wo andere sie noch gar nicht ahnen. Deshalb sind deutsche Ingenieure so gut. Die Menschen, die in Deutschland am meisten grübeln und Selbstmord begehen, sind die Schwaben. Nicht umsonst waren sie, was Innovationen und Reformgeist angeht, immer ganz vorne.

Aber es gibt auch dort Zeichen des Verfalls. Der Bildungsforscher Jürgen Baumert hat jüngst geschrieben: Die Bildungsleistung in Baden-Württemberg wird wegen des stark ansteigenden Migrantenanteils zurückgehen.

DIE ZEIT: Wenn das stimmt, so kann das doch nur eine Konsequenz haben: dass wir uns alle zusammen noch mehr anstrengen müssen. Wie geht Ihr Leben jetzt weiter? Sie können Ihren Bestseller nicht toppen. Wollen Sie trotzdem ein neues Buch schreiben?

Sarrazin: Ich werde in meinem Leben sicher noch mal etwas schreiben. Aber wann und was, lasse ich an dieser Stelle offen.

DIE ZEIT: Wie wäre es mit »Deutschland schafft sich doch nicht ab«?

Sarrazin: ( lacht ) Das kriegen Sie jetzt nicht aus mir raus.

 
Leserkommentare
  1. gibt doch dem Mann kein Forum.

    Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk

    51 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Brandstifter nun auch weiterhin ein Forum bieten, um seine verbalen Bransätze weiter zu verbreiten.

    Hierbei schafft dieser hochqualifizierte und rhetorische versierte Profipolitiker/-beamte es immer wieder sich als Märtyrer und Opfer einer vermeintlichen suppressiven Kampagne dar zu stellen und diffamiert seine Kritiker als unwissenden Mob.

    Er selber läßt andere Meinungen allerdings nicht gelten und fällt seinen Gesprächspartnern beständig ins Wort, wie man es gestern im vermeintlichen Streitgespräch mit Christian Ströbele im ZDF verfolgen konnte. Hierbei hat Herr Sarrazin die Sendung fast alleine unterhalten und Herrn Ströbele kaum zu Wort kommen lassen.

    Er benutzt die Taktik und die Argumente eines Rechten und darf sich nun dank gescheitertem Parteiausschlussverfahren dennoch weiterhin hinter einem roten Parteibuch verstecken.

    Warum nicht? Sind Sie für die Unterdrückung unangenehmer Themen?
    Ein aktuelles Streitgespräch der besseren Art hier: Grünpopulistische Erregungskultur versus Realität.
    http://www.zdf.de/ZDFmedi...

    "Ja, genau, lieber nicht reden, sondern aburteilen und gut ist !"
    "Nicht, dass noch mehr böse Gedanken durchs Internet schweben und sich in den Hirnen der dummen, bösen Deutschen festsetzen und sie zu Attentaten treiben ! "

    Wie gesagt, dass ist jetzt satirisch gemeint.

    Ich zitiere wörtlich:

    Überschrift:

    "Ach du lieber Gott Zeit-Online"

    Fortsetzung in Zeile 1:

    "gibt doch dem Mann kein Forum."

    Nochmal, zusammengefügt:

    "Ach du lieber Gott Zeit-Online
    gibt doch dem Mann kein Forum."

    Wollten Sie - philologisch korrekt (also in puncto Zeichensetzung und vor allem Modus: "gibt" !)- vielleicht sagen:

    "Ach du lieber Gott,(Komma!) Zeit-Online,(Komma!) g e b t dem Mann doch kein Forum" ?
    Ich vermute das mal. Vermute ich richtig, dann ist meiner Meinung nach der Inhalt Ihrer Kundgabe ähnlich dürftig (reflexhafte, symptomatische, multikulti-typische Vertuschungsstrategie, Zensur-Tendenzen) wie Ihre sprachliche Formulierung. Und da hilft halt dann auch kein "lieber Gott" mehr weiter.

    Auf Grund des falschen Modus könnte man natürlich mit viel Phantasie auch eine andere Lesart elaborieren, dergestalt, dass geklagt wird, ZEIT-ON gebe S. kein Forum. Das "doch" spricht jedoch ebenso eindeutig dagegen wie die nackte Tatsache, dass S. hier ja in der Tat ein Forum erhielt. Und es - ganz offenkundig zum Verdruss seiner Gegner - brilliant genutzt hat und die Interviewer ein wenig bescheuert aussehen ließ.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik und diskutieren ohne Beleidigungen zum Artikelthema. Danke, die Redaktion/mk

    Brandstifter nun auch weiterhin ein Forum bieten, um seine verbalen Bransätze weiter zu verbreiten.

    Hierbei schafft dieser hochqualifizierte und rhetorische versierte Profipolitiker/-beamte es immer wieder sich als Märtyrer und Opfer einer vermeintlichen suppressiven Kampagne dar zu stellen und diffamiert seine Kritiker als unwissenden Mob.

    Er selber läßt andere Meinungen allerdings nicht gelten und fällt seinen Gesprächspartnern beständig ins Wort, wie man es gestern im vermeintlichen Streitgespräch mit Christian Ströbele im ZDF verfolgen konnte. Hierbei hat Herr Sarrazin die Sendung fast alleine unterhalten und Herrn Ströbele kaum zu Wort kommen lassen.

    Er benutzt die Taktik und die Argumente eines Rechten und darf sich nun dank gescheitertem Parteiausschlussverfahren dennoch weiterhin hinter einem roten Parteibuch verstecken.

    Warum nicht? Sind Sie für die Unterdrückung unangenehmer Themen?
    Ein aktuelles Streitgespräch der besseren Art hier: Grünpopulistische Erregungskultur versus Realität.
    http://www.zdf.de/ZDFmedi...

    "Ja, genau, lieber nicht reden, sondern aburteilen und gut ist !"
    "Nicht, dass noch mehr böse Gedanken durchs Internet schweben und sich in den Hirnen der dummen, bösen Deutschen festsetzen und sie zu Attentaten treiben ! "

    Wie gesagt, dass ist jetzt satirisch gemeint.

    Ich zitiere wörtlich:

    Überschrift:

    "Ach du lieber Gott Zeit-Online"

    Fortsetzung in Zeile 1:

    "gibt doch dem Mann kein Forum."

    Nochmal, zusammengefügt:

    "Ach du lieber Gott Zeit-Online
    gibt doch dem Mann kein Forum."

    Wollten Sie - philologisch korrekt (also in puncto Zeichensetzung und vor allem Modus: "gibt" !)- vielleicht sagen:

    "Ach du lieber Gott,(Komma!) Zeit-Online,(Komma!) g e b t dem Mann doch kein Forum" ?
    Ich vermute das mal. Vermute ich richtig, dann ist meiner Meinung nach der Inhalt Ihrer Kundgabe ähnlich dürftig (reflexhafte, symptomatische, multikulti-typische Vertuschungsstrategie, Zensur-Tendenzen) wie Ihre sprachliche Formulierung. Und da hilft halt dann auch kein "lieber Gott" mehr weiter.

    Auf Grund des falschen Modus könnte man natürlich mit viel Phantasie auch eine andere Lesart elaborieren, dergestalt, dass geklagt wird, ZEIT-ON gebe S. kein Forum. Das "doch" spricht jedoch ebenso eindeutig dagegen wie die nackte Tatsache, dass S. hier ja in der Tat ein Forum erhielt. Und es - ganz offenkundig zum Verdruss seiner Gegner - brilliant genutzt hat und die Interviewer ein wenig bescheuert aussehen ließ.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik und diskutieren ohne Beleidigungen zum Artikelthema. Danke, die Redaktion/mk

  2. Ich würde mich ernsthaft freuen, wenn ich mich mit Thilo Sarrazin über Bildungspolitik unterhalten dürfte.

    11 Leserempfehlungen
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    ...jemand, der wie Sarrazin nur die Aspekte betrachtet, die seine These stützen und alle anderen unter den Tisch fallen lässt, wird sich auch von einer Diskussion mit jemandem einer anderen Meinung nicht beeindrucken lassen, auch wenn ich Ihren Ansatz ausgezeichnet finde und eine entsprechende Petition sofort unterschreiben würde ;).
    Vielleicht sollte jemand mal ein Buch über Engsitrnigkeit und Selbstverblendung schreiben. Käme wahrscheinlich in der breiten Masse nicht so gut an - am Ende ist man noch selbst Schuld an den schlimmen Zuständen! -, es wäre aber auf jeden Fall eine gute Tat.

    Ansonsten bleibt nur noch das gute, alte, unwiderlegbare Argument: Vor 70 Jahren waren es die Juden, die die Schuld an Pest, dem Verfall der Jugend, miesem Wetter, verfaultem Obst und diesem gemeinen, juckenden Hautausschlag, den Horst Müller im Frühjahr immer am Rücken bekommt trugen. Heute halt die Moslems.

    Migranten. Der (Dritte-Generation-Pole) kann sich auf deutsch sehr schlecht artikulieren. In sein BBC-Interview "Word have your say" stottert er sich von einem unverständlichen Satz zum Nächsten. So stellt man doch fest, dass der Sarrazin die latte bei sich ziemlich tief setzt.
    Apropos Migranten: Jeder Relegion und alle Menschen sollte man kritisieren dürfen. Doch die Art und Weise Sollte Angemessen sein. Wenn der Maßenmorder aus Denemark sich auf die Aussagen von Herren Sarrazin beziehen könnte, würde ich mir in der Stelle von Herren Sarrazin gedanken machen.

    ...jemand, der wie Sarrazin nur die Aspekte betrachtet, die seine These stützen und alle anderen unter den Tisch fallen lässt, wird sich auch von einer Diskussion mit jemandem einer anderen Meinung nicht beeindrucken lassen, auch wenn ich Ihren Ansatz ausgezeichnet finde und eine entsprechende Petition sofort unterschreiben würde ;).
    Vielleicht sollte jemand mal ein Buch über Engsitrnigkeit und Selbstverblendung schreiben. Käme wahrscheinlich in der breiten Masse nicht so gut an - am Ende ist man noch selbst Schuld an den schlimmen Zuständen! -, es wäre aber auf jeden Fall eine gute Tat.

    Ansonsten bleibt nur noch das gute, alte, unwiderlegbare Argument: Vor 70 Jahren waren es die Juden, die die Schuld an Pest, dem Verfall der Jugend, miesem Wetter, verfaultem Obst und diesem gemeinen, juckenden Hautausschlag, den Horst Müller im Frühjahr immer am Rücken bekommt trugen. Heute halt die Moslems.

    Migranten. Der (Dritte-Generation-Pole) kann sich auf deutsch sehr schlecht artikulieren. In sein BBC-Interview "Word have your say" stottert er sich von einem unverständlichen Satz zum Nächsten. So stellt man doch fest, dass der Sarrazin die latte bei sich ziemlich tief setzt.
    Apropos Migranten: Jeder Relegion und alle Menschen sollte man kritisieren dürfen. Doch die Art und Weise Sollte Angemessen sein. Wenn der Maßenmorder aus Denemark sich auf die Aussagen von Herren Sarrazin beziehen könnte, würde ich mir in der Stelle von Herren Sarrazin gedanken machen.

    • M_P
    • 29.08.2011 um 8:27 Uhr
    3. Falsch

    "Ich habe immer wieder geprüft: Wo hat mich jemand bei einem gedanklichen Fehler erwischt? Wo habe ich in der Sache geirrt? Das ist nicht passiert."

    Schon da irrt er sich. Genug Wissenschaftler haben sich beschwert, dass er ihre Ergebnisse schlicht zurechtgedreht hat.

    33 Leserempfehlungen
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    "Wissenschaftler" wie Dr. Naika Foroutan? Die war nämlich eine der wenigen, welche "Zahlen und "Fakten" gegen Sarrazin geliefert hat - nur leider komplett erstunken und erlogene, bzw. aus der Nase gezogen:

    http://www.youtube.com/wa... (Dauer 1:35)

    http://www.youtube.com/wa... (Dauer 2:15)

    "Schon da irrt er sich. Genug Wissenschaftler haben sich beschwert, dass er ihre Ergebnisse schlicht zurechtgedreht hat."

    Wie oft muß eigentlich noch posten, daß Sarrazin niemandes Ergebnisse zurechtgedreht hat und daß seine Aussagen von den "richtigen" Wissenschaftlern im wesentlich bestätigt wurden.

    http://www.faz.net/artike...

    "Wissenschaftler" wie Dr. Naika Foroutan? Die war nämlich eine der wenigen, welche "Zahlen und "Fakten" gegen Sarrazin geliefert hat - nur leider komplett erstunken und erlogene, bzw. aus der Nase gezogen:

    http://www.youtube.com/wa... (Dauer 1:35)

    http://www.youtube.com/wa... (Dauer 2:15)

    "Schon da irrt er sich. Genug Wissenschaftler haben sich beschwert, dass er ihre Ergebnisse schlicht zurechtgedreht hat."

    Wie oft muß eigentlich noch posten, daß Sarrazin niemandes Ergebnisse zurechtgedreht hat und daß seine Aussagen von den "richtigen" Wissenschaftlern im wesentlich bestätigt wurden.

    http://www.faz.net/artike...

  3. Auf welcher Journalistenschule lernt man es eigentlich, einem Interviewten mit "Ätsch" zu antworten? Findet das die ZEIT-Redaktion besonders witzig oder einfallsreich? Für mich ein Tiefpunkt eines intelligenten Interviews.

    51 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Pardon, aber offenbar meinten Sie den "intellektuellen Tiefpunkt" dieses Interviews...

    Denn was war daran überhaupt "intelligent"?

    aus Neukölln und die Interviewenden weisen – verzeihen Sie die deutlichen Worte – verblüffende Gemeinsamkeiten auf: elementare Defizite in den Grundlagen politischer Bildung.

    Erstere, aus Arabien stammend, haben auch kurz vor dem Abitur das Geschenk der Freiheit und der Menschenrechte weder verstanden noch angenommen. (Angesichts des arabischen Frühlings eigentlich ein Treppenwitz.) Sie folgen gern den Parolen von Imamen und Islamfunktionären z.B. des „Zentralrats der Muslime“ e.V., den bisher niemand in seine Schranken weist:

    http://www.islam.de/1641....

    „Die Heirat einer zweiten, dritten oder vierten Frau“ ist demnach nicht etwa unanständig, sondern „stellt keine islamische Pflicht dar.“ Wie großzügig gegenüber dem Grundgesetz, dem man nicht etwa feindlich gesonnen ist. Man will es nur lächerlich machen.

    Ö. Topcu und B. Ulrich halten unbedingte Toleranz für einen Selbstzweck. Beide können wehrhafte Demokraten wie T.S. nicht von Rassisten unterscheiden. Sie können noch nicht einsehen, dass auch die Religionsfreiheit keine Freiheit von allen Bindungen ist. Vor allem nicht von der Bindung an die demokratische Grundordnung.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag

    • tecnyc
    • 29.08.2011 um 11:15 Uhr

    Laut Wikipedia wendet sich Die Zeit an "Zielgruppen mit gehobenem Bildungsstandard". Wenn sie jetzt einem Interviewten mehrmals mit "Ätsch" antwortet, stützt sie automatisch Sarrazins These von der Verdummung Deutschlands.

    • Afa81
    • 29.08.2011 um 12:32 Uhr

    Sorry!

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    zeigt Sarrazin sein Intelligenz die schon an Weisheit grenzt gespickt mit einer Prise Humor die auch zur Weisheit gehört..der Interviewer der ZEIT wirkt geradezu peinlich lächerlich und seine stümperhaften Provokationen laufen ins Leere....

    Jepp Sarrazin hat in seinem Buch die richtigen Fragen gestellt ......

    Pardon, aber offenbar meinten Sie den "intellektuellen Tiefpunkt" dieses Interviews...

    Denn was war daran überhaupt "intelligent"?

    aus Neukölln und die Interviewenden weisen – verzeihen Sie die deutlichen Worte – verblüffende Gemeinsamkeiten auf: elementare Defizite in den Grundlagen politischer Bildung.

    Erstere, aus Arabien stammend, haben auch kurz vor dem Abitur das Geschenk der Freiheit und der Menschenrechte weder verstanden noch angenommen. (Angesichts des arabischen Frühlings eigentlich ein Treppenwitz.) Sie folgen gern den Parolen von Imamen und Islamfunktionären z.B. des „Zentralrats der Muslime“ e.V., den bisher niemand in seine Schranken weist:

    http://www.islam.de/1641....

    „Die Heirat einer zweiten, dritten oder vierten Frau“ ist demnach nicht etwa unanständig, sondern „stellt keine islamische Pflicht dar.“ Wie großzügig gegenüber dem Grundgesetz, dem man nicht etwa feindlich gesonnen ist. Man will es nur lächerlich machen.

    Ö. Topcu und B. Ulrich halten unbedingte Toleranz für einen Selbstzweck. Beide können wehrhafte Demokraten wie T.S. nicht von Rassisten unterscheiden. Sie können noch nicht einsehen, dass auch die Religionsfreiheit keine Freiheit von allen Bindungen ist. Vor allem nicht von der Bindung an die demokratische Grundordnung.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag

    • tecnyc
    • 29.08.2011 um 11:15 Uhr

    Laut Wikipedia wendet sich Die Zeit an "Zielgruppen mit gehobenem Bildungsstandard". Wenn sie jetzt einem Interviewten mehrmals mit "Ätsch" antwortet, stützt sie automatisch Sarrazins These von der Verdummung Deutschlands.

    • Afa81
    • 29.08.2011 um 12:32 Uhr

    Sorry!

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    zeigt Sarrazin sein Intelligenz die schon an Weisheit grenzt gespickt mit einer Prise Humor die auch zur Weisheit gehört..der Interviewer der ZEIT wirkt geradezu peinlich lächerlich und seine stümperhaften Provokationen laufen ins Leere....

    Jepp Sarrazin hat in seinem Buch die richtigen Fragen gestellt ......

  4. die offenkundig nicht imstande waren, Sarrazin Fragen mit Substanz zu stellen.

    Stattdessen Antworten wie im Kindergarten:

    "Ätsch."

    Gott schütze Deutschland vor einem derartigen Journalismus!

    45 Leserempfehlungen
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    "Verzeihen Sie mir den etwas gewagten Vergleich: Wenn Edward O. Wilson etwas über das Sozialverhalten von Ameisen schreibt, dann muss er dazu mit keiner Ameise persönlich gesprochen haben."

    Die Ameisen können bekanntlich nicht sprechen. Wenn man schon einen Vergleich mit Ameisen macht, sollte man von Türken nicht mehr verlangen, dass sie Deutsch oder irgend eine Sprache sprechen!

    Fazit: Die Deutschen haben ihren langersehnten Führer gefunden, Er ist banal, mit Vorurteilen agierend und hat keine Gefühle, die an Menschsein erinnert! Gratulation für beide Seiten...

    Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    "Verzeihen Sie mir den etwas gewagten Vergleich: Wenn Edward O. Wilson etwas über das Sozialverhalten von Ameisen schreibt, dann muss er dazu mit keiner Ameise persönlich gesprochen haben."

    Die Ameisen können bekanntlich nicht sprechen. Wenn man schon einen Vergleich mit Ameisen macht, sollte man von Türken nicht mehr verlangen, dass sie Deutsch oder irgend eine Sprache sprechen!

    Fazit: Die Deutschen haben ihren langersehnten Führer gefunden, Er ist banal, mit Vorurteilen agierend und hat keine Gefühle, die an Menschsein erinnert! Gratulation für beide Seiten...

    Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

  5. Pardon, aber offenbar meinten Sie den "intellektuellen Tiefpunkt" dieses Interviews...

    Denn was war daran überhaupt "intelligent"?

    13 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Journalismus"
    • Eiju
    • 29.08.2011 um 8:44 Uhr

    Aber natürlich sollte ein Thilo Sarrazin ein Forum bekommen, die verkauften Exemplare seines Buches sprechen eine eindeutige Sprache und verlangen, daß er gehört wird.
    Schade ist nur, daß das Interview so unprofessionell geführt wurde; ein "Wie geht es Ihnen?" über 4 Seiten ist ja wohl etwas zu ausufernd.

    Ich finde es sehr schade, daß die Thesen Sarrazins in der letzten Zeit in emotional aufgeheizten Debatten niveaulos heruntergeschrien wurden.

    Meinungen und angebliche wissenschaftlichen Tatsachen werden durch die Gesellschaft konstruiert, nicht durch Einzelne wie Sarrazin. Er war lediglich derjenige, der die Popularität hatte, ein breites Publikum zu erreichen.

    Und was fehlt bei dieser Debatte völlig? Daß sich all die Wissenschaften, die sich eigentlich mit den Sachverhalten von Sarrazins Rundumschlag beschäftigen, sich kritisch mit dem Buch in einer Art interdisziplinären Kolleg zusammensetzen und die offensichtlichen Fehler ausarbeiten. Natürlich in Anwesenheit des Autors.

    Sarrazin mag vielleicht ein guter Wirtschaftler gewesen sein, ein guter Soziologe ist er nicht. Aber das hätte man auch ohne großes Geschrei und politische Selbstbestätigungsrituale feststellen können. Rechts ist Sarrazin sicher nicht; er beherrscht nur leider nicht die feinen Nuancen einer wissenschaftlichen Recherche und Disputation. Sein Buch war wohl eher so erfolgreich, weil der die gängige Stammtischdiskussion durch seine gesellschaftliche Position auf ein höheres Niveau gestellt hat. Schade.

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    - wie man auch an die Gegenkommentaren bzw. Anwürfen und Diskussions-Vermeidungen sehen kann.
    Und ja, es ist sicher das Problem, dass hier einer mal versucht hat, verschiedene Einzelprobleme zusammenzubringen. Die meisten Wissenschaftler sehen hier aber nur ihr eigenes kleineres Feld. Und keiner will sich hier ins politische begeben, zumal mit von einem Großteil der Elite eher ungewollten Positionen!

    Die "Zeit" selbst ist es ja, die hier zeigt, dass sie die Sachdiskussion eher bzw. lieber meidet indem sie eher anderes abfragt - man hätte hier doch beides kurz tun können - Herr Sarrazin war darauf ja vorbereitet.

    Bei der Frage der genetischen Vererbundg der Intelligenz z.B. hat Sarrazin wohl schon richtig zitiert - seine Gegner weisen dies ganz einfach nur plump von sich! Die eine Pädagogik-Professorin, die er zitiert, (Name ist mir leider entfallen) hat dies so auch in der "Teleakademie" gesagt, die, glaub ich, noch vor dem Sarrazin-Buch gedreht worden ist.

    Sarrazin, der sicher etwas Überhebliches hat, und (somit) eben auch nicht ganz die nötige Sensibilität in der Integrationsfrage, hat schon recht, wenn er meint, dass er hier z.T. wie von Verhörern dikatorischer Regime behandelt wird. Nur die Masse der Buchverkäufe, also ein großer Teil des Volkes(!), hat verhindert, dass man ihn ganz und gar verdrängt hat!

    Es sollte sich die Zeit immer wieder fragen: Wie konnten
    bzw. können wir hier nur so weit daneben liegen, mit all unserem Gutmenschentum...!

    • Derika
    • 30.08.2011 um 12:18 Uhr

    Das, was er sagt, ist es aber, bis ins radikale hinein. Das wird nicht deswegen besser, weil er es in feiner Worte kleidet und nicht einfach nur "Scheiß *****, Raus!" schreit.

    Das Subtile macht es nur umso gefährlicher, denn viele Menschen bemerken es dann gar nicht mehr.

    Ich lebe hier in Berlin am Rand von Mitte-Kreuzberg, tausende Ausländer auf den Straßen, noch nie irgend ein Problem mit diesen gehabt, aber Sarrazin aus dem wohl gepamperten Bankerturm hat natürlich den Durchblick auf einem Gebiet, wo er keinerlei Bildung aufweist.

    Genausogut könnte Lothar Matthäus eine Kernphysikarbeit schreiben, die wäre wohl genauso laienhaft.

    Anderer Leute Daten klauen und die solange verdrehen, bis man ein gewünschtes Ergebnis hat, das ist das genaue Gegenteil von wissenschaftlichem Arbeiten und zieht dieses in den Dreck.

    Verständlich, dass sich die Zitierten aufregen, aber dafür, im Gegensatz zu ihm, keine oder nur eine kleine Bühne bekommen.

    - wie man auch an die Gegenkommentaren bzw. Anwürfen und Diskussions-Vermeidungen sehen kann.
    Und ja, es ist sicher das Problem, dass hier einer mal versucht hat, verschiedene Einzelprobleme zusammenzubringen. Die meisten Wissenschaftler sehen hier aber nur ihr eigenes kleineres Feld. Und keiner will sich hier ins politische begeben, zumal mit von einem Großteil der Elite eher ungewollten Positionen!

    Die "Zeit" selbst ist es ja, die hier zeigt, dass sie die Sachdiskussion eher bzw. lieber meidet indem sie eher anderes abfragt - man hätte hier doch beides kurz tun können - Herr Sarrazin war darauf ja vorbereitet.

    Bei der Frage der genetischen Vererbundg der Intelligenz z.B. hat Sarrazin wohl schon richtig zitiert - seine Gegner weisen dies ganz einfach nur plump von sich! Die eine Pädagogik-Professorin, die er zitiert, (Name ist mir leider entfallen) hat dies so auch in der "Teleakademie" gesagt, die, glaub ich, noch vor dem Sarrazin-Buch gedreht worden ist.

    Sarrazin, der sicher etwas Überhebliches hat, und (somit) eben auch nicht ganz die nötige Sensibilität in der Integrationsfrage, hat schon recht, wenn er meint, dass er hier z.T. wie von Verhörern dikatorischer Regime behandelt wird. Nur die Masse der Buchverkäufe, also ein großer Teil des Volkes(!), hat verhindert, dass man ihn ganz und gar verdrängt hat!

    Es sollte sich die Zeit immer wieder fragen: Wie konnten
    bzw. können wir hier nur so weit daneben liegen, mit all unserem Gutmenschentum...!

    • Derika
    • 30.08.2011 um 12:18 Uhr

    Das, was er sagt, ist es aber, bis ins radikale hinein. Das wird nicht deswegen besser, weil er es in feiner Worte kleidet und nicht einfach nur "Scheiß *****, Raus!" schreit.

    Das Subtile macht es nur umso gefährlicher, denn viele Menschen bemerken es dann gar nicht mehr.

    Ich lebe hier in Berlin am Rand von Mitte-Kreuzberg, tausende Ausländer auf den Straßen, noch nie irgend ein Problem mit diesen gehabt, aber Sarrazin aus dem wohl gepamperten Bankerturm hat natürlich den Durchblick auf einem Gebiet, wo er keinerlei Bildung aufweist.

    Genausogut könnte Lothar Matthäus eine Kernphysikarbeit schreiben, die wäre wohl genauso laienhaft.

    Anderer Leute Daten klauen und die solange verdrehen, bis man ein gewünschtes Ergebnis hat, das ist das genaue Gegenteil von wissenschaftlichem Arbeiten und zieht dieses in den Dreck.

    Verständlich, dass sich die Zitierten aufregen, aber dafür, im Gegensatz zu ihm, keine oder nur eine kleine Bühne bekommen.

  6. 8. [...]

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    3 Leserempfehlungen
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    "[D]er Verfassungsschutzbericht 2004 des Bundes stellt fest, die JF sei „selbst nicht Gegenstand der nachrichtendienstlichen Beobachtung durch das BfV“ [...]; gleichwohl trügen Redakteure und Stammautoren „gängige rechtsextremistische Argumentationsmuster oder positive Kommentare zu rechtsextremistischen Organisationen, Personen oder Publikationen“ bei. [...] Der Verfassungsschutz Bayerns erklärte 2005, die JF habe Rechtsextremisten ein Forum geboten". Etc. pp.

    "[D]er Verfassungsschutzbericht 2004 des Bundes stellt fest, die JF sei „selbst nicht Gegenstand der nachrichtendienstlichen Beobachtung durch das BfV“ [...]; gleichwohl trügen Redakteure und Stammautoren „gängige rechtsextremistische Argumentationsmuster oder positive Kommentare zu rechtsextremistischen Organisationen, Personen oder Publikationen“ bei. [...] Der Verfassungsschutz Bayerns erklärte 2005, die JF habe Rechtsextremisten ein Forum geboten". Etc. pp.

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