IPad im Unterricht "Hefte raus" war gestern
An der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln werden im Unterricht jetzt auch iPads eingesetzt
© Lex Van Lieshout/AFP/Getty Images

iPads im Klassenzimmer - hier in einer niederländischen Schule.
DIE ZEIT: Schreiben Sie noch etwas an die Wandtafel?
André Spang: Immer seltener. Ich arbeite tatsächlich darauf hin, das ganz überflüssig zu machen. Ich lasse alles, was ich an die Tafel schreibe, mitfilmen. Den Clip stelle ich bei YouTube ein. Dann muss ich die grundlegenden Dinge nicht in jedem neuen Kurs wiederholen. So bleibt mehr Zeit, um im Unterricht zu diskutieren.
ZEIT: Die KAS ist das erste Gymnasium in Deutschland, das seit einem halben Jahr iPads im Klassenzimmer zulässt. Wo liegen die Vorteile?
Spang: Ich nenne nur mal die wichtigsten Pluspunkte: Die Schüler werden eigenständiger. Sie finden es richtig gut, alles sofort im Internet recherchieren zu können. Die Schüler arbeiten konzentrierter, sie sind nicht mehr so abgelenkt. Der Unterricht wird individueller. Die Schüler sagen, sie hätten den Eindruck, mehr und schneller zu lernen.
44, unterrichtet Religion und Musik an der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln
ZEIT: Gehört dem digitalen Klassenzimmer die Zukunft?
Spang: Ich denke Ja. Das ist nicht mehr aufzuhalten, und die Schüler werden es einfordern. Damit ändert sich zwangsläufig die Rolle des Lehrers. Aber niemand muss fürchten, dass der klassische Unterricht passé ist. Die iPads sind lediglich ein neues Werkzeug, ein neues Unterrichtsmittel. Man muss einen Mittelweg finden.
ZEIT: Sind alle Kollegen von den Tablets so begeistert wie Sie?
Spang: Nicht alle. Das war bei einem 80-köpfigen Kollegium auch nicht zu erwarten. Es gibt ganz klar Vorbehalte. Ich bin in der Frage »iPad im Unterricht« aber nicht missionarisch. Ich helfe und berate, wenn es gewünscht wird. Das Interesse nimmt auch zu.
ZEIT: Was wird kritisiert?
Spang: Über eine Aussage habe ich mich unlängst ein wenig geärgert. Die lautete: »Wenn ich das iPad im Unterricht einsetze, hängen die Schüler ja den ganzen Tag über den Dingern.« Das trifft es nicht. Die Gleichung lautet meiner Meinung nach nicht: »Das Buch ist gut und das Tablet böse.«
ZEIT: Ist das Tablet für jedes Fach geeignet?
Spang: Grundsätzlich ja, auch für jede Altersstufe. Ich habe es jetzt sogar im Musik-abitur eingesetzt. Gut wäre es, wenn möglichst viele Schulbuchverlage Texte in einem iPad-Format zur Verfügung stellen würden.
- Datum 06.09.2011 - 15:01 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 1.9.2011 Nr. 36
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Zustand jetzt in den Schulen: MS Monokultur.
Zustand bald: Apple Monokultur dank IGitt
Zustand des Artikels: Sinnlos
Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
Wenn Sie so toll in die Zukunft sehen können, haben Sie sicher schon trotz des hohen Kurses weitere Apple-Aktien gekauft.
Aber vielleicht bringen irgendwann ja auch andere Hardware-Hersteller schultaugliche Tablets auf den Markt?
Dieses ständige Apple-Bashing wenn irgendwo irgendwer zu irgendeinem Zweck einen Computer mit Apfel-Logo einsetzt übersteigt den Kult der Fanboys in seinem Wahn bei weitem.
Apple ist bei aller Größe immer noch ein Nischen-Hersteller, dessen gesamte Produktpalette ohne Quetschen mit Bildern und Beschreibungen auf eine einzige DIN-A4-Seite passt.
Get. over. it.
Wenn Sie so toll in die Zukunft sehen können, haben Sie sicher schon trotz des hohen Kurses weitere Apple-Aktien gekauft.
Aber vielleicht bringen irgendwann ja auch andere Hardware-Hersteller schultaugliche Tablets auf den Markt?
Dieses ständige Apple-Bashing wenn irgendwo irgendwer zu irgendeinem Zweck einen Computer mit Apfel-Logo einsetzt übersteigt den Kult der Fanboys in seinem Wahn bei weitem.
Apple ist bei aller Größe immer noch ein Nischen-Hersteller, dessen gesamte Produktpalette ohne Quetschen mit Bildern und Beschreibungen auf eine einzige DIN-A4-Seite passt.
Get. over. it.
Wie wäre es mit einem offenen Format und einer offenen Plattform?
Wie passend, dass André Spang Musik und Religion unterrichtet.
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Ihren Argument, dass der Optiker sich freuen dürfte, mag man vielleicht noch recht geben, wobei ein Buch in einem halben Meter Entfernung für die Augen genauso gut oder schlecht ist wie eine iPod-Oberfläche! Es geht hier um ein Hilfsmittel, dass neben einem klassischen Schulbuch eingesetzt werden soll, und da sind Ihre beiden Argumente fehl am Platz. Neurobiologisch hat das Gehirn überhaupt kein Problem oder Nachteil damit, Informationen aus dem Internet statt aus einem Buch bzw von einem Bildschirm statt einem Blatt Papier abzulesen. Was Sie vielleicht meinten oder implizit kritisieren wollten, ist ein eventuell soziales Problem, nämlich eine rückgängige Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern. Soetwas wurde aber nicht erwähnt. Natürlich kann man befürchten, dass die Schüler nur noch über ihren IPads hängen und der Lehrer die Schüler mehr alleine arbeiten lässt als mit ihnen arbeitet, aber das liegt nicht am iPad! Diesselbe Gefahr bestünde und besteht bei Lehrern, die einen Arbeitsauftrag am Anfang der Stunde erteilen und bis zum Rest nur noch Zeitung lesen. Und solche Lehrer gibt es zur Genüge.
Man muss schon wenigstens versuchen, der Sache positiv gegenüberzustehen und da hat ein internettaugliches Stück Hardware vor einem klassischen Buch zumindest für eine 45-Minuten-Einheit ganz klare Vorteile. Auch Neurobiologisch ;)
Ihren Argument, dass der Optiker sich freuen dürfte, mag man vielleicht noch recht geben, wobei ein Buch in einem halben Meter Entfernung für die Augen genauso gut oder schlecht ist wie eine iPod-Oberfläche! Es geht hier um ein Hilfsmittel, dass neben einem klassischen Schulbuch eingesetzt werden soll, und da sind Ihre beiden Argumente fehl am Platz. Neurobiologisch hat das Gehirn überhaupt kein Problem oder Nachteil damit, Informationen aus dem Internet statt aus einem Buch bzw von einem Bildschirm statt einem Blatt Papier abzulesen. Was Sie vielleicht meinten oder implizit kritisieren wollten, ist ein eventuell soziales Problem, nämlich eine rückgängige Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern. Soetwas wurde aber nicht erwähnt. Natürlich kann man befürchten, dass die Schüler nur noch über ihren IPads hängen und der Lehrer die Schüler mehr alleine arbeiten lässt als mit ihnen arbeitet, aber das liegt nicht am iPad! Diesselbe Gefahr bestünde und besteht bei Lehrern, die einen Arbeitsauftrag am Anfang der Stunde erteilen und bis zum Rest nur noch Zeitung lesen. Und solche Lehrer gibt es zur Genüge.
Man muss schon wenigstens versuchen, der Sache positiv gegenüberzustehen und da hat ein internettaugliches Stück Hardware vor einem klassischen Buch zumindest für eine 45-Minuten-Einheit ganz klare Vorteile. Auch Neurobiologisch ;)
oder wie ist sonst so ein sinnloses, inhaltsfreies Interview zu verstehen? Oder doch wieder nur Product Placement?
Ts, ts...
Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
zur Zeit:
- Geographie: Got !t Afrika
- Astronomie: Star Walk
- Geschichte: This Day in History
Ich hab richtig Spaß dabei und lernen gerne auf meinem iPad. Einen guten Artikel zum Thema: http://www.faz.net/artike...
zur Zeit:
- Geographie: Got !t Afrika
- Astronomie: Star Walk
- Geschichte: This Day in History
Ich hab richtig Spaß dabei und lernen gerne auf meinem iPad. Einen guten Artikel zum Thema: http://www.faz.net/artike...
...mit dem iPad Formeln schreiben ist sicherlich kein Zuckerschlecken. Klar kann man das iPad sinnvoll im Musikunterricht einsetzen. Bücher sollte man allein aus energetischen Gründen, wenn schon digital, auf einem geeigneten Lesegerät bereitsstellen, am besten auf einem, dass auch effizientes Machen von Notizen erlaubt.
.... vielleicht auch ein Gerät, das etwas billiger ist, als die überteuerten Geräte von Apple.
Dass einerseits über fehlende Mitteln an Schulen geklagt wird und andererseits nun Kinder an iPads unterrichtet werden sollen halte ich für empörend.
Derzeitiger Preis des alten (!) iPad 1 in der W-Lan-Variante (d.h. ohne Internet via Mobilfunkanbieter): 496,06 € (Sonderangebot!).
Derzeitiger Preis des iPad 2: 799 €.
Was kommt als nächstes? Dass Schulen sich umweltfreundliche Heizungen zulegen, die mit der Verfeuerung von Banknoten betrieben werden?
.... vielleicht auch ein Gerät, das etwas billiger ist, als die überteuerten Geräte von Apple.
Dass einerseits über fehlende Mitteln an Schulen geklagt wird und andererseits nun Kinder an iPads unterrichtet werden sollen halte ich für empörend.
Derzeitiger Preis des alten (!) iPad 1 in der W-Lan-Variante (d.h. ohne Internet via Mobilfunkanbieter): 496,06 € (Sonderangebot!).
Derzeitiger Preis des iPad 2: 799 €.
Was kommt als nächstes? Dass Schulen sich umweltfreundliche Heizungen zulegen, die mit der Verfeuerung von Banknoten betrieben werden?
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