Reichensteuer Lasst die "Reichen" in Ruhe

Die oberen zehn Prozent bezahlen schon die Hälfte der Steuern. Darunter der Mittelstand, der für Jobs sorgt.

Die Reichen werden reicher, und deshalb gehören sie geschröpft. Klar doch – umso mehr heute, da Regierungen Banken und Pleitestaaten retten, mithin Aktionäre und Investoren. Diese Lesart ist plausibel. Auch Marktliberale sprechen von » moral hazard«, vom »Anreiz zum Fehlverhalten«. Die Botschaft lief so: »Bereichert euch. Kauft Risikoanleihen, die viel mehr bringen als deutsche. Oder hochverzinste Derivate. Geht’s schief, springt Vater Staat ein. Denn es gilt too big to fail.«

Das wissen die Absahner, also werden sie weiter zocken. So belohnt der Staat das Laster. Daraus folgt allerlei Kapitalismuskritik, diesmal nicht gegen die Dickbäuche mit der Zigarre, sondern gegen die »Märkte«. Wenn »die da« so reich geworden sind, und zwar unter dem Schirm der Allgemeinheit, dann sollen sie auch abgeben.

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Bloß: Wen wollen wir eigentlich schröpfen? Die Versicherung, die unsere Policen ausgestellt hat? Die Banken, deren Aktienfonds wir gekauft haben? Hmm, die vielleicht nicht, aber warum nicht die Reichen als solche, die sowieso zu wenig Steuern zahlen. Was ist »zu wenig«? Bezogen auf das Jahr 2007, hat eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung festgestellt: Das unterste Fünftel der Steuerpflichtigen zahlt praktisch keine Steuern – jene, die weniger als 8.200 Euro pro Jahr an Rente oder Lohn beziehen. Interessanter ist das »reichste Zehntel«: Das zahlt über die Hälfte (52 Prozent) des Steueraufkommens. Und die ganz Reichen – ein Prozent? Die waren (2002) für mehr als ein Fünftel des Steueraufkommens gut.

Wie reich sind denn die »Reichen«, die Top-Ten-Prozent? Nicht besonders. Ihr Jahreseinkommen betrug 2007 im Durchschnitt knapp 90.000 Euro. Zahlen sie auch genug? Auf den ersten Blick nein, denn der effektive Steuersatz lag nicht etwa beim höchsten (heute: 42 Prozent), sondern bei 24 Prozent, die dadurch zustande kommen, dass allerlei (legale) Abzüge die Steuerpflicht verringern. Hinterziehen die auch? Das Spiel ist heute schwerer geworden: Kapitalerträge werden inzwischen genau wie der Lohn »an der Quelle« besteuert – neuerdings auch das Gebunkerte in der Schweiz.

Steueraufkommen in Deutschland. Klicken Sie bitte auf das Bild, um die Grafik zu öffnen

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Dennoch möge die Kluft zwischen Höchst- und Effektivsatz bedenken, wer die »Geldsäcke« schröpfen will. Je mehr Einkommen einer hat, desto besser weiß er, wie man es dem Fiskus vorenthält. So entstand in Deutschland eine ganze Abschreibungs- und Subventionsindustrie, die Kapital nicht gerade in produktive Zweige lenkte. Grundsätzlich: je höher die Steuern, desto niedriger der effektive Ertrag. Das gilt vorweg für die gesenkte Unternehmenssteuer (25 Prozent). Wer sie anheben will, sollte wissen, dass Kapital scheu wie ein Reh und flüchtig wie eine Gazelle ist – jedenfalls in der globalisierten Welt. Das Kapital, das im Ausland arbeitet, schafft hier weder Jobs noch Steuererträge.

Statistiken lassen sich nach Belieben auslegen. Deshalb zum größeren Bild, den »Märkten«, die märchenhaften Reichtum produziert haben. Zügeln und schröpfen wir sie also. Märkte aber verhalten sich zum »Unterbau« wie Rauch zum Feuer, und der hat sich revolutionär verändert.

Das beste Beispiel ist Amerika: 1947 war die Industrie für ein Viertel des BIP gut, der Finanzsektor für ein Zehntel. Heute ist es fast umgekehrt: 11 vs. 22 Prozent. Was ist passiert? Ein Grund ist der Aufstieg Asiens. Die Folge: Überkapazitäten und sinkende Profitraten im Westen insgesamt. Zur Globalisierung der Produktion kam die Entfesselung der Kapitalmärkte. Und schließlich die Politik des billigen Geldes seit rund 30 Jahren, die Vollbeschäftigung zu finanzieren hatte. Kein Wunder, dass Banken, Versicherungen und Hedgefonds sich an diesem Füllhorn zu laben begannen. General Motors, General Electric, aber auch Siemens wurden zu Banken.

Gelegenheit macht Diebe, aber wer »Haltet die Märkte!« schreit, übersieht den Staat als Begünstiger. Obszön reich geworden sind die Finanzakrobaten mit dubiosen US-Derivaten, die auf Hypotheken ohne Bonität beruhten. Warum der kriminelle Leichtsinn? Weil der Staat in Gestalt der Hypo-Anstalten Fannie Mae und Freddie Mac Aberhunderte von Milliarden garantierte – Hausbesitz als sozialer Ausgleich. Das waren doch die Amis? Nicht nur. Ausgerechnet die deutschen Landesbanken, die der Gerechtigkeitsagentur »Staat« untertan sind, agierten noch blöder und gieriger als die Privaten – bis zur Pleite. Leider können wir die nicht schröpfen, sondern müssen sie retten.

Die tiefere Moral: Wer die »Blutsauger« stoppen will, muss ihnen das Blut nehmen. Das sind die mächtigen Geldströme, die der Staat entfesselt hat. Leider will die EZB keinesfalls den Liquiditätshahn zudrehen – aus Angst vor der Weltwirtschaftskrise. Die Politik könnte auch die Mauern des Nationalstaates wieder hochziehen, um die Ströme zu bremsen, würde aber so die wichtigste Quelle des deutschen Wachstums – den Export, die Investitionen von außen – zuschütten. Der Westen könnte die Produktivität erhöhen, um im Wettbewerb mit Asien zu bestehen. Aber hohe Kapital- und Unternehmenssteuern sind Gift für die notwendigen Investitionen. Die Frage ist also: Wen schröpfen wir, wenn wir die Reichen schröpfen?

Eine »Reichensteuer« ist gut fürs Gemüt, aber nicht unbedingt für den Organismus – und bestimmt nicht für den deutschen, der wie kein anderer in die Weltwirtschaft integriert ist. Zum Schluss ganz praktisch: Warum Abertausende von Mittelständlern, die in den Top Ten den allgemeinen Wohlstand nähren, für die Exzesse der Finanzakrobaten bestrafen? Sie gehören zu der Gruppe, die ohnehin die Hälfte der Steuern zahlt.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. aber es ist Fakt, dass die Steuereinnahmen mit hoeheren
    Beitragssaetzen nicht mehr steigen, weil die Steuer-Resistenz im gleichen Mass zunimmt. Es ist einfach eintraeg-
    licher das zu deklarierende Einkommen zu mindern (z. B.
    in dem man weniger Kunden bedient) als immer mehr weg-
    steueren zu lassen.

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    Wie wäre es, wenn alle Beschäftigungsverhältnisse z.B. sozialversicherungspflichtig gemacht werden? Hier droht uns das größte Ungemach der nächsten Jahrzehnte, weil sich die Bestverdiener aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben und die Minijobber aus den Sozialversicherungen hinausgedrängt wurden. Sowohl die GKV, als auch die Rentenversicherung stünden sofort wieder auf sicheren Beinen.

    Wie wäre es, wenn alle Beschäftigungsverhältnisse z.B. sozialversicherungspflichtig gemacht werden? Hier droht uns das größte Ungemach der nächsten Jahrzehnte, weil sich die Bestverdiener aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben und die Minijobber aus den Sozialversicherungen hinausgedrängt wurden. Sowohl die GKV, als auch die Rentenversicherung stünden sofort wieder auf sicheren Beinen.

  2. Wohlhabende Bürger tragen nicht nur einen weit überproportionalen Anteil an den Soziallasten. Sie sind auch ein Vorbild für die "Noch-nicht-Spitzenleister" und tun oftmals durch ihre Stiftungen viel mehr Gutes als öffentlich bekannt wird.
    Außer in Deutschland.
    [...]

    Bitte achten Sie auf einen sachlich argumentierten Diskussionsbeitrag und verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/lv

    10 Leser-Empfehlungen
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    ...mit dem Schoßhündchen spazieren.

    Fragt sich nur, warum sie nichts auf die Reihe bekommen!

    Bin ich falsch informiert oder ist der Sozialversicherungspflicht an Höchstgrenzen gebunden?
    Ist es nicht so das wer mehr verdient als das nicht mehr Sozialabgaben zahlt?
    Und ist es nicht so das Besserverdienende überproportional oft überhaupt aus der Sozialversicherung aussteigen?

    Entweder sie lügen sich selbst etwas in die Tasche oder sie wollen hier ganz dreist anderen einen Bären aufbinden.

    • sfgrw
    • 03.09.2011 um 10:24 Uhr

    Einer Ihrer letzten Kommentare konnte mit gewissem Wohlwollen noch als Satire durchgehen, weil man sich einfach nicht vorstellen mochte, dass solche Einlassungen ernst gemeint sein könnten.
    Nun ist es heraus.
    Entweder freut man sich, ein Untertan zu sein, oder man wünscht sich eine untertane Umgebung.
    Beides ist geistiges 19. Jahrhundert.
    Kaum jemand stellt in Frage, dass Leistung unterschiedlich entlohnt werden soll, weil die Erfahrung zeigt, dass Gleichmacherei jedwede Entwicklung einfriert.
    Dass aber es aber in unserem System möglich ist, mehr als das tausendfache des Durchschnittseinkommens zu raffen ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
    Daran ändert auch nichts ein bisschen 'Charity'.
    Die Kritik daran als Sozialneid zu diffamieren ist erbärmlich.
    Ich weiss sehr wohl, wer ein Vorbild sein kann.
    Diederich Heßling nicht.

    • drxt
    • 03.09.2011 um 12:53 Uhr

    Ich hasse Reiche nicht. Ich hasse blindwütige Neid- und Hasskampagnen jeder Art. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Reiche stärker besteuert werden sollten, weil sie damit einen größeren Beitrag für die Gemeinschaft leisten könnten.
    Wo ist das Problem?

    gehört !!!
    "Wohlhabende Bürger tragen nicht nur einen weit überproportionalen Anteil an den Soziallasten..." Seit wann das denn ? Diese "wohlhabenden" Bürger haben sich schon lange aus der Solidargemeinschaft verabschiedet ! Sie sind privat kranken und rentenversichert und rechnen sich beim Gesamtbetrag der Einkünfte arm ! Was sie nicht ins Ausland schicken können oder an wohlmeinende Lobbyisten/Politiker "spenden", wird an die Wand gehängt oder am Arm getragen. Ich bin vom Fach, sie brauchen nicht zu versuchen mir etwas anderes zu erzählen !

    Was bei diesen betrachtungen auch oft ausser Acht gelassen wird, ist zweierlei. Zum einen wäre es doch sehr interessant zu wissen, welchen Anteil am Volksvermögen und an den Einkommen die reichsten Gruppen besitzen, nur damit lässt sich absehen, was ihre ach so hohen Steuern bedeuten. Nur damit ist das zu bewerten, nicht mit Zahlen ohne Kontext. Zum Zweiten wird so gerne verschwiegen, dass gerade die Ärmsten Menschen, da Sie fast alle ihre Einkommen sofort wieder ausgeben müssen, um zu leben und in geringem Maße am sozialen Leben teilhaben zu können, immerzu wieder ausgeben. Das bedeutet bei jeder Transaktion, ausser Miete, 19%! Mehrwertsteuern und zwar auf das gesamte ausgegebene Geld. Und jetzt mal gegenüberstellen mit Leuten, die einen großen Teil Ihres Geldes nicht wieder reinvestieren sondern anlegen, worauf sie kaum oder gar kein Steuern entrichten. Beides zusammen, und das übersieht auch ein Herr Joffe, bewirken die sich erweiternde Schere in der sozialen Ungleichheit. Und das, genau das, zeigt, dass die Steuerlast für die Reichen Menschen eben ganz viel weniger schlimm und entscheidend ist, als für andere Einkommensgruppen. Zum zweiten bewirkt es mittel- und langfristig den zerfall der Gesellschaft, auch einen zusätzlichen Stress auf individueller Ebene. Das sind die Fakten (s.a. Studien "Gleichheit ist Glück" oder "Kaum Bewegung, viel Ungleichheit". Und solange die wichtigsten Journalisten nicht zusammenhängend denken, kann das Volk sie als Quelle nicht gebrauchen.

    ...mit dem Schoßhündchen spazieren.

    Fragt sich nur, warum sie nichts auf die Reihe bekommen!

    Bin ich falsch informiert oder ist der Sozialversicherungspflicht an Höchstgrenzen gebunden?
    Ist es nicht so das wer mehr verdient als das nicht mehr Sozialabgaben zahlt?
    Und ist es nicht so das Besserverdienende überproportional oft überhaupt aus der Sozialversicherung aussteigen?

    Entweder sie lügen sich selbst etwas in die Tasche oder sie wollen hier ganz dreist anderen einen Bären aufbinden.

    • sfgrw
    • 03.09.2011 um 10:24 Uhr

    Einer Ihrer letzten Kommentare konnte mit gewissem Wohlwollen noch als Satire durchgehen, weil man sich einfach nicht vorstellen mochte, dass solche Einlassungen ernst gemeint sein könnten.
    Nun ist es heraus.
    Entweder freut man sich, ein Untertan zu sein, oder man wünscht sich eine untertane Umgebung.
    Beides ist geistiges 19. Jahrhundert.
    Kaum jemand stellt in Frage, dass Leistung unterschiedlich entlohnt werden soll, weil die Erfahrung zeigt, dass Gleichmacherei jedwede Entwicklung einfriert.
    Dass aber es aber in unserem System möglich ist, mehr als das tausendfache des Durchschnittseinkommens zu raffen ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
    Daran ändert auch nichts ein bisschen 'Charity'.
    Die Kritik daran als Sozialneid zu diffamieren ist erbärmlich.
    Ich weiss sehr wohl, wer ein Vorbild sein kann.
    Diederich Heßling nicht.

    • drxt
    • 03.09.2011 um 12:53 Uhr

    Ich hasse Reiche nicht. Ich hasse blindwütige Neid- und Hasskampagnen jeder Art. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Reiche stärker besteuert werden sollten, weil sie damit einen größeren Beitrag für die Gemeinschaft leisten könnten.
    Wo ist das Problem?

    gehört !!!
    "Wohlhabende Bürger tragen nicht nur einen weit überproportionalen Anteil an den Soziallasten..." Seit wann das denn ? Diese "wohlhabenden" Bürger haben sich schon lange aus der Solidargemeinschaft verabschiedet ! Sie sind privat kranken und rentenversichert und rechnen sich beim Gesamtbetrag der Einkünfte arm ! Was sie nicht ins Ausland schicken können oder an wohlmeinende Lobbyisten/Politiker "spenden", wird an die Wand gehängt oder am Arm getragen. Ich bin vom Fach, sie brauchen nicht zu versuchen mir etwas anderes zu erzählen !

    Was bei diesen betrachtungen auch oft ausser Acht gelassen wird, ist zweierlei. Zum einen wäre es doch sehr interessant zu wissen, welchen Anteil am Volksvermögen und an den Einkommen die reichsten Gruppen besitzen, nur damit lässt sich absehen, was ihre ach so hohen Steuern bedeuten. Nur damit ist das zu bewerten, nicht mit Zahlen ohne Kontext. Zum Zweiten wird so gerne verschwiegen, dass gerade die Ärmsten Menschen, da Sie fast alle ihre Einkommen sofort wieder ausgeben müssen, um zu leben und in geringem Maße am sozialen Leben teilhaben zu können, immerzu wieder ausgeben. Das bedeutet bei jeder Transaktion, ausser Miete, 19%! Mehrwertsteuern und zwar auf das gesamte ausgegebene Geld. Und jetzt mal gegenüberstellen mit Leuten, die einen großen Teil Ihres Geldes nicht wieder reinvestieren sondern anlegen, worauf sie kaum oder gar kein Steuern entrichten. Beides zusammen, und das übersieht auch ein Herr Joffe, bewirken die sich erweiternde Schere in der sozialen Ungleichheit. Und das, genau das, zeigt, dass die Steuerlast für die Reichen Menschen eben ganz viel weniger schlimm und entscheidend ist, als für andere Einkommensgruppen. Zum zweiten bewirkt es mittel- und langfristig den zerfall der Gesellschaft, auch einen zusätzlichen Stress auf individueller Ebene. Das sind die Fakten (s.a. Studien "Gleichheit ist Glück" oder "Kaum Bewegung, viel Ungleichheit". Und solange die wichtigsten Journalisten nicht zusammenhängend denken, kann das Volk sie als Quelle nicht gebrauchen.

  3. Lieber Herr Joffe - wenn ich ihren Kommentar lese, dann höre ich heraus, dass es keinerlei Mittel gibt, die sich aus der Finanz- und Währungskrise ergebenen Probleme zu beheben - es sei denn, man schröpfe diejenigen, die sowieso schon nichts haben. Alle anderen fliehen immer dahin, wo es ihnen am sichersten scheint. Nur: Geld ist nur Papier, Geld kann man entwerten - man kann es nicht essen.

    Ich stelle hier einmal die provokante Frage: brauchen wir die Globalisierung? Brauchen wir den Finanzkapitalismus der gegenwärtigen Spielart? Ich sage ihn eines: wir brauchen ihn nicht und sollten uns schon einmal nach Alternativen umsehen.

    Übrigens: eine überwältigende Mehrheit der Gutverdienenden und Vermögenden ist bereit, sein Schärflein zu einem funktionierenden Gemeinwesen beizutragen - denn ein funktionierendes Gemeinwesen garantiert nämlich Inneren Frieden - und Rechtssicherheit.

    99 Leser-Empfehlungen
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    wir haben ja alles was man zum Leben braucht selbst:
    Erdöl, Erdgas, Computer, Handys, Rohstoffe für die Autoproduktion, Baumwolle, Südfrüchte, ....

    • an-i
    • 01.09.2011 um 23:28 Uhr

    ...brauchen wir das tatsächlich? für appel und ei...
    hei mann das sind doch werte, und nicht wegwerfware...

    Ganz sicher sogar sind die Reichsten bereit, ihr "Scherflein" beizutragen, bedeutet es doch "kleinstmögliche Münzeinheit".

    "Kapitalerträge werden inzwischen genau wie der Lohn »an der Quelle« besteuert – neuerdings auch das Gebunkerte in der Schweiz."
    Diese Thema was Vermögenssteuer usw. einschließt in einem Satz abzuhandeln ist zu einfach.
    Nachweislich sind die besten Wege zu Geld zu kommen es zu heiraten oder zu erben.
    Der Commerzbankdeal und viele weitere Beispiele verdeutlichen doch das die Staatengemeinschaft die Finanzwirtschaft stärker Regulieren muss. Dieser Spruch mit dem scheuen Reh ist irgendwann auch mal ausgelutscht. Der stammt von Marx und da gab es noch keine Globalsierung,OCD`s und Kapitalmärkte der heutigen Form. Die Rating-Agenturen wissen nächste Woche nicht mal was mit ihren Triple A gerateten Produkten passiert aber Marx wusste wie sich das Kapital in 100 Jahren verhält.

    Die Menschen sind sauer. Wenn man Banken wieder mehr reguliert und sie dann nur noch im Ausland Geschäfte machen dann sind die Medien und die Politik gefragt. Diese multinationalen Finanzkonzerne müssen angeprangert werden mit aller Kraft. Dann werden die Bürger schon ihr Kapital da rausziehen und diese Unternehmen vom Deutschem Markt vertrieben. Es gibt in D ca.5 Billionen Euro Privatkapital. Es wird schon Unternehmen geben die die entstandene Lücke füllen werden.
    Ich glaube nicht das alle Reichen oder Unternhemen nach Südamerika auswandern; Wo sie jeden Monat Millionen für Security und Bestechung ausgeben müssen. In Deutschland lebt es sich gut; auch für reiche Mitbürger.

    wir haben ja alles was man zum Leben braucht selbst:
    Erdöl, Erdgas, Computer, Handys, Rohstoffe für die Autoproduktion, Baumwolle, Südfrüchte, ....

    • an-i
    • 01.09.2011 um 23:28 Uhr

    ...brauchen wir das tatsächlich? für appel und ei...
    hei mann das sind doch werte, und nicht wegwerfware...

    Ganz sicher sogar sind die Reichsten bereit, ihr "Scherflein" beizutragen, bedeutet es doch "kleinstmögliche Münzeinheit".

    "Kapitalerträge werden inzwischen genau wie der Lohn »an der Quelle« besteuert – neuerdings auch das Gebunkerte in der Schweiz."
    Diese Thema was Vermögenssteuer usw. einschließt in einem Satz abzuhandeln ist zu einfach.
    Nachweislich sind die besten Wege zu Geld zu kommen es zu heiraten oder zu erben.
    Der Commerzbankdeal und viele weitere Beispiele verdeutlichen doch das die Staatengemeinschaft die Finanzwirtschaft stärker Regulieren muss. Dieser Spruch mit dem scheuen Reh ist irgendwann auch mal ausgelutscht. Der stammt von Marx und da gab es noch keine Globalsierung,OCD`s und Kapitalmärkte der heutigen Form. Die Rating-Agenturen wissen nächste Woche nicht mal was mit ihren Triple A gerateten Produkten passiert aber Marx wusste wie sich das Kapital in 100 Jahren verhält.

    Die Menschen sind sauer. Wenn man Banken wieder mehr reguliert und sie dann nur noch im Ausland Geschäfte machen dann sind die Medien und die Politik gefragt. Diese multinationalen Finanzkonzerne müssen angeprangert werden mit aller Kraft. Dann werden die Bürger schon ihr Kapital da rausziehen und diese Unternehmen vom Deutschem Markt vertrieben. Es gibt in D ca.5 Billionen Euro Privatkapital. Es wird schon Unternehmen geben die die entstandene Lücke füllen werden.
    Ich glaube nicht das alle Reichen oder Unternhemen nach Südamerika auswandern; Wo sie jeden Monat Millionen für Security und Bestechung ausgeben müssen. In Deutschland lebt es sich gut; auch für reiche Mitbürger.

  4. die Banken nach Größe besteuern? die Größeren mehr weil die ein erhötes Risiko für den Staat bilden.
    Und ist Dt untergegangen als wir noch über 50 % Spitzensteuersatz hatten. Wahr ist doch das sich die Vermögen immer mehr konzentrieren und dem muß entgegengewirkt werden! Nicht wegen der Gerechtigkeit, sondern weil Geld Macht bedeutet und um die Macht auszublancieren sollte es immer wieder gut verteilt werden, wenn es der Markt nicht tut sollte der Staat die Anreize schaffen.

    33 Leser-Empfehlungen
  5. Herr Joffe, ich muss einmal nachfragen. Zahlen die obersten zehn Prozent der Einkommensverteilung tasächlich 52% des Gesamtsteueraufkommens, oder nur 52% der Einkommenssteuer? Sollte ihre Darstellung nur die Einkommenssteuer betreffen, bitte ich dies zu korrigieren. Außerdem würde mich die Steuerbelastung gemessen am Gesamtvermögen interessieren. Liegen die obersten 10% da auch an der Spitze. Die Hartz 4 Empfänger und Geringverdiener bezahlen nämlich gemessen an ihrem Einkommen Unmengen an Konsumsteuern und finanzieren damit ebenfalls unseren Staatshaushalt. Beste Grüße.

    89 Leser-Empfehlungen
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    hier nur um die Einkommensteuer. Die aktuelle Diskussion nicht nur in Deutschland dreht sich um eine zusätzliche Belastung der Einkommen der Wohlhabenden. Wir haben diese zusätzliche Belastung vor einigen Jahren ja bereits in Form der sog. Reichensteuer (47% plus Soli) eingeführt. Sie betrifft allerdings nur wirklich sehr hohe Einkommen ab EUR 250.000 für Ledige

    Die Wohlhabenden zahlen natürlich auch Verbrauchsteuer, absolut sicher mehr als ein Armer, relativ wahrscheinlich weniger, weil mehr Geld gespart werden kann und dem Konsum (zunächst) nicht zur Verfügung steht.

    Schon im Radio wurde wieder diese Falschmeldung gesendet, die Steuereinnahmen wären so gestiegen, der Löwenanteil käme aus Einkommens- und Vermögenssteuern.

    Dabei gibt es letztere gar nicht mehr bis auf eine kümmerliche Erbschaftssteuer, die nochmals gesenkt wurde. Die Tabaksteuer bringt mehr ein! Auch in der Grafik oben ist klar ersichtlich, dass Deutschland ein Steuerparadies für Vermögende ist, mit Sätzen weit unter denen von GB und USA.

    Der Schwerpunkt liegt heute auf den Verbrauchssteuern, die jeder zahlt, darum ist diese Aussage falsch:

    "Das unterste Fünftel der Steuerpflichtigen zahlt praktisch keine Steuern"

    http://www.bpb.de/wissen/...

    Lohn- und Einkommenssteuern betragen nur ca. 1/3 der Steuereinnahmen.

    "Bei Steuereinnahmen von insgesamt 523.986 Mio. Euro liegt also der Anteil der Lohn- und Einkommenssteuer an den gesamten Steuereinnahmen also nur bei rd. 30 Prozent. Der Eindruck, den Solms erwecken will, dass nämlich die „zehn Prozent der Bestverdienenden“ über 50 Prozent „des Steueraufkommens“ erbringen, ist also eine glatte Täuschung.

    Regelmäßig wird aber dann vergessen, hinzuzufügen, dass diese obern 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen eben auch einen Anteil von 37,9 Prozent am zu versteuernden Einkommen haben."

    http://www.nachdenkseiten...

    "Steuerparadies Deutschland"

    http://www.spiegel.de/wir...

    hier nur um die Einkommensteuer. Die aktuelle Diskussion nicht nur in Deutschland dreht sich um eine zusätzliche Belastung der Einkommen der Wohlhabenden. Wir haben diese zusätzliche Belastung vor einigen Jahren ja bereits in Form der sog. Reichensteuer (47% plus Soli) eingeführt. Sie betrifft allerdings nur wirklich sehr hohe Einkommen ab EUR 250.000 für Ledige

    Die Wohlhabenden zahlen natürlich auch Verbrauchsteuer, absolut sicher mehr als ein Armer, relativ wahrscheinlich weniger, weil mehr Geld gespart werden kann und dem Konsum (zunächst) nicht zur Verfügung steht.

    Schon im Radio wurde wieder diese Falschmeldung gesendet, die Steuereinnahmen wären so gestiegen, der Löwenanteil käme aus Einkommens- und Vermögenssteuern.

    Dabei gibt es letztere gar nicht mehr bis auf eine kümmerliche Erbschaftssteuer, die nochmals gesenkt wurde. Die Tabaksteuer bringt mehr ein! Auch in der Grafik oben ist klar ersichtlich, dass Deutschland ein Steuerparadies für Vermögende ist, mit Sätzen weit unter denen von GB und USA.

    Der Schwerpunkt liegt heute auf den Verbrauchssteuern, die jeder zahlt, darum ist diese Aussage falsch:

    "Das unterste Fünftel der Steuerpflichtigen zahlt praktisch keine Steuern"

    http://www.bpb.de/wissen/...

    Lohn- und Einkommenssteuern betragen nur ca. 1/3 der Steuereinnahmen.

    "Bei Steuereinnahmen von insgesamt 523.986 Mio. Euro liegt also der Anteil der Lohn- und Einkommenssteuer an den gesamten Steuereinnahmen also nur bei rd. 30 Prozent. Der Eindruck, den Solms erwecken will, dass nämlich die „zehn Prozent der Bestverdienenden“ über 50 Prozent „des Steueraufkommens“ erbringen, ist also eine glatte Täuschung.

    Regelmäßig wird aber dann vergessen, hinzuzufügen, dass diese obern 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen eben auch einen Anteil von 37,9 Prozent am zu versteuernden Einkommen haben."

    http://www.nachdenkseiten...

    "Steuerparadies Deutschland"

    http://www.spiegel.de/wir...

  6. ...2/3 des Volksvermögens, während die ärmsten 2/3 des Volkes wenig oder garnichts besitzen. Und das sind Zahlen aus 2007 (DIW) - die heutigen werden noch etwas katastrophaler ausfallen.

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  7. Das Geld was sie besitzen, wird dann ehe praktisch wertlos sein. Und ob diese Herren und Damen dann sich die Sicherheitskräfte leisten können, die von Nöten sind - ist auch unwahrscheinlich.

    Lassen wir es, aber kommt mir später nicht mit dem Mob. Sowas kommt eben davon, wenn man Teile der Gesellschaft aus dem Gesellschafts- und Wirtschaftsleben rauswirft.

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    • fauler
    • 01.09.2011 um 18:32 Uhr

    Die Reichen brauchen sich keine Sorgen zu machen. Der Überschuss an Menschen wird wieder reduziert indem man wieder einen Krieg anfängt. Gehört zum Kapitalismus. Alles zerstören damit die Menschen wieder neu konsumieren.....

    • fauler
    • 01.09.2011 um 18:32 Uhr

    Die Reichen brauchen sich keine Sorgen zu machen. Der Überschuss an Menschen wird wieder reduziert indem man wieder einen Krieg anfängt. Gehört zum Kapitalismus. Alles zerstören damit die Menschen wieder neu konsumieren.....

    • Egoldr
    • 01.09.2011 um 16:59 Uhr

    wie ein solch wenig durchdachter, von Sachverstand nicht getrübter Beitrag auf Zeit-online erscheinen kann - ein ähnlich schwacher Beitrag zum Alkoholverbot in öffentl. Verkehrsmitteln - findet sich in der Printausgabe der Zeit, wirft die Frage auf, ob man Derartiges durch ein Zeitabonnent noch unterstüzen sollte.
    Inhaltlich äußere ich mich nicht zu diesem Produkt von Halbbildung. Denn Sachkritik drückt ja immer auch Wertschätzung gegenüber dem Kritisierten aus.

    50 Leser-Empfehlungen
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    Es wäre schön, wenn Sie den Foristen trotzdem sagen könnten, warum Sie den Artikel nicht gut finden.

    erfordert eben Argumente :-)

    Wer behauptet, sollte in der Lage sein zu belegen. Sie kotzen sich aus, sinnentleert.

    ...der ZEIT sind, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass Herr Joffe regelmaessig mit sinnfreien Veroeffentlichungen "glaenzt". Er fungiert gewissermaßen als Journalist fuer das grossbuergerlicher Klientel dieser Zeitung.

    Es wäre schön, wenn Sie den Foristen trotzdem sagen könnten, warum Sie den Artikel nicht gut finden.

    erfordert eben Argumente :-)

    Wer behauptet, sollte in der Lage sein zu belegen. Sie kotzen sich aus, sinnentleert.

    ...der ZEIT sind, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass Herr Joffe regelmaessig mit sinnfreien Veroeffentlichungen "glaenzt". Er fungiert gewissermaßen als Journalist fuer das grossbuergerlicher Klientel dieser Zeitung.

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