Linke Die Partei ist alles – aber was bin ich?

Gregor Gysi steht vor den Trümmern seines Lebenswerks: Die Linke zerlegt sich – und er ist hilflos.

Gregor Gysi

Gregor Gysi

Gregor Gysi hat alles für seine Partei getan. Seit 22 Jahren ist er ihr Gesicht. Er hat Freunde vor den Kopf gestoßen, seine Gesundheit ruiniert und sich vieles schöngesungen, was ihm eigentlich gegen den Strich geht. Mehrfach hat er die Partei, die heute Die Linke heißt, vor dem Untergang gerettet. 1989, als er die SED nicht sterben ließ, sondern in die PDS überführte, deren Vorsitzender er wurde. 2007, als er die PDS mit der westdeutschen WASG fusionierte. 2010, als er in aller Öffentlichkeit seinen Freund, den damaligen Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch opferte, um einen Burgfrieden zwischen Reformern und Dogmatikern zu erreichen, der dann nie kam.

Jetzt liegt Die Linke am Boden. Im Osten stirbt die Partei an Altersschwäche, im Westen kommt nichts Neues dazu. Der Rest verkeilt sich alle zwei Wochen in irgendeinem bizarren Streit, verklagt sich vor Gericht, verschickt untereinander Hassmails. In Berlin fliegt Die Linke aller Voraussicht nach aus der Regierung mit der SPD. In Mecklenburg-Vorpommern, wo sie bis vor wenigen Monaten stärkste Partei zu werden hoffte, rechnet man für die Landtagswahlen am kommenden Sonntag nur noch mit maximal 17 Prozent. Andere Parteien machen Politik, Die Linke macht Geschichtspolitik: Kommunismus, Stalinismus, Mauerbau – man verhält sich wie die Piraten im Asterix-Comic, die sich angesichts der herannahenden Gallier immer schon selbst zerlegen. Ausgerechnet in einer Finanzkrise, in der sich sogar Konservative fragen, ob Marx nicht doch recht hatte, ist Die Linke zur Bedeutungslosigkeit verkümmert.

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22 Jahre nachdem Gregor Gysi zum ersten Mal Vorsitzender der PDS wurde, steht er vor den Trümmern seines Lebenswerks. Niemand anders, kein Oskar Lafontaine und kein Lothar Bisky, hat die Partei so geprägt wie er. Die Krise muss etwas mit ihm zu tun haben. Gregor Gysi hat seine Partei kaputtgerettet.

Die Geschichte, die erklärt, was ihn treibt, streut er beim Gespräch in seinem Bundestagsbüro harmlos kichernd zwischen einige Bemerkungen zur Tagespolitik ein. Es ist eine haarsträubende Geschichte aus der Mitte des Zweiten Weltkriegs, der entscheidende Moment im Leben seiner Eltern. Sein Vater, Klaus Gysi, und seine Mutter Irene, zwei linke deutsche Juden, bekommen kurz nach Hitlers Überfall auf Polen von der Kommunistischen Partei einen geradezu selbstmörderischen Befehl: Sie sollen aus dem französischen Exil nach Deutschland zurückkehren, in die waffenstarrende Hauptstadt des Dritten Reichs, und dort in der Illegalität die Parteiarbeit organisieren. Ein Himmelfahrtskommando.

Sie nehmen den Zug nach Berlin, mit gut gefälschten Papieren. Kaum haben sie sich gesetzt, geht die Tür auf und sechs SS-Leute treten ein. Klaus Gysi erzählt ihnen einen Judenwitz nach dem anderen. Er redet um sein Leben.

Gregor Gysi hat aus dieser Episode eines gelernt: Du bist nichts, die Partei ist alles. Mehr als der Vater, mehr als die Mutter. Es ist diese klirrende Kernüberzeugung, die den kommunistischen Widerstand gegen Nazideutschland am Leben hielt. Vor dem Todesmut des Vaters und der Kampfgenossen, die nicht so viel Glück hatten, sah alles, was die DDR mit politischen Gegnern machte, wie kleines Karo aus. »Die DDR war nicht demokratisch, keine Frage«, hat Gysi einmal gesagt. »Die Frage ist: War sie antifaschistisch?«

Der Antifaschisten wegen verbietet sich der vollständige Bruch mit der Vergangenheit, weil er wie Verrat an den Märtyrern der Bewegung wirken würde. Wie unter Zwang muss die Partei immer wieder Rekurs nehmen auf die Zeit, als man moralisch noch im Recht war, ob in der Stalinismus-Debatte oder im automatisch erstellten Brief an Fidel Castro: ein historisches Tourette-Syndrom, ein Tick. Als Gregor Gysi 1989 nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der PDS gefragt wurde, warum ausgerechnet er – ein Intellektueller, ein weltgewandter Anwalt mit großbürgerlicher Lebensart – sich zum Fürsprecher der Apparatschiks wählen ließ, sagte er: »Wer bin ick denn, det ick der Partei, die Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht jegründet haben, det Licht ausknipse?«

Eine zweite Lektion hat ihm ausgerechnet ein Konservativer beigebracht. Warum, so hatte Gysi einen Mann von der CDU-Spitze gefragt, ist mein Vater der Partei gegenüber nie so mutig gewesen wie im Zug mit den SS-Leuten? »Das verstehen Sie nicht?«, fragte der zurück. »Wenn die Nazis ihn umgebracht hätten, wäre er als Märtyrer und als Teil einer großen Familie gestorben, man hätte sein Gedenken in Ehren gehalten. Wenn er der Partei den Rücken gekehrt hätte, wäre er vereinsamt. Kein Hahn hätte mehr nach ihm gekräht.«

Leser-Kommentare
  1. Möglich das ich schon zu lange im Ausland bin, aber mir scheint, als hätte das Wort "Trümmer" nur im Dativ ein "n" am Ende. Wenn korrigiert, können Sie diesen Kommentar entfernen.

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    Er steht tatsächlich vor dem Dativ Mehrzahl.
    vor den Trümmern ist korrekt

    Er steht tatsächlich vor dem Dativ Mehrzahl.
    vor den Trümmern ist korrekt

  2. Das ist doch genau das was die grossen Parteien wollen und hinterfotzig unterstützen. Und sie schaffen es mit Hilfe der Medien, dass sich Linke und Rechte in eine Art Auflösungszustand versetzen. Und noch eine Frage: warum sollen immer Parteien uns sagen wo es lang geht? Ist das deutsche Volk unmündig zu überleben? Ich will bestimmt keine Anarchie aber ein wenig mehr Demokratie für alle die Freiheit und Gerechtigkeit lieben. Der momentane Zustand in dieser DDR 2.0 ist auch mit einem Maulkorberlass nicht aufrecht zu erhalten.

    20 Leser-Empfehlungen
    • this.
    • 04.09.2011 um 9:04 Uhr

    Ist es ein Verlust wenn die Linke von der Bildfläche verschwindet?
    Im Bundestag sind doch schon alle Parteien "links der Mitte"..

    Soziale Gerechtigkeit ist wichtig, aber die bekommt man nicht wenn man sich am Sozialklimbim von (vor)gestern festhält und immer nur auf einer Stelle tritt.

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    Ihr Resümee gibt genau das wieder, was der Krebsschaden in der Politik unseres Landes ist. Die Parteien zeigen kein eigenes Profil mehr. Jede will das Spektrum unserer Gesellschaft vollständig abdecken, was natürlich völliger Unsinn ist. Daran leidet die Politik, die sich immer mehr von der Gesellschaft und ihren Realitäten entfernt. "Alternativlos" wird eine Politik betrieben, die den Untergang unseres Landes heraufbeschwören wird. Es gibt auch keine echte Opposition mehr, die klar Text redet. Die Götterdämmerung im Reichstag hat schon lange eingesetzt. Das Ergebnis wird eine Postdemokratie sein, in der unserer demokratischen Werte allmählich verfaulen. Armes Deutschland.

    • Derika
    • 04.09.2011 um 11:01 Uhr

    ...Geschichte.

    Die Politik der Linken war gerade in den frühen Zeit Deutschlands nämlich schlichtweg Mitte. Mehr fordern die nicht.

    Was andere Parteien als linken Schwachsinn bezeichnen, ist eigentlich die Vernunft der Mitte, während diese längst radikal nach rechst abgedriftet sind.

    Institute wie INSM dürfen Zwangsarbeit für alle fordern und all vier Regierungsparteien der letzten Jahre machen dabei mit.

    Natürlich: Weil die Sklavenhalter in diesem Land das Geld und die fetten Posten haben und jeder kann ja sehen, dass eben diese Partein und deren Politiker Geld und Posten bekommen und dafür Land und Volk verkaufen.

    Das ist keine Meinung, das ist historischer Fakt, das geschieht schon genau so seit Jahren. Aber "ihr", also ein Großteil des Volkes, findet das eben toll und das ist nunmal Demokratie. Die freie Entscheidung, auch gemeinsam zur Hölle zu fahren.

    Das Nervigste wird am Ende sein, wenn dann wieder das große Heulen anfängt, wie es so weit kommen konnte und man doch nichts gewusst hat...

    Das ist der neue Politikstil. Die CDU ist auch nicht zur Atomausstiegspartei geworden, weil die Grünen sie in harten politischen Debatten dorthin getrieben haben. Die CDU scheitert am Zuverlässigsten an der Realität.

    Ich glaube nicht, dass die Liberalen und die Konservativen Deutschlands gelehriger wären, wenn die Linke ihnen vorkauen würde, woran's hapert und wo man hin könnte. Die Realität ist dabei, den Liberalen und Konservativen ein paar Lehren zu erteilen, die sie vermutlich am aufnahmebereitesten erreicht, wenn sie nicht zuvor von den "besserwisserischen" Linken in Harnisch gebracht wurden.

    So sind sie, die Linken des 21. Jahrhunderts. Zum Wohle des Volkes halten sich auch mal nobel zurück, wenn sie erkennen, dass sie sich zwar leicht an den finanzkapitalistischen Trümmerhaufen profilieren könnten, aber die politischen Lösungen evtl. durch die Sturköpfigkeit der Regierenden verzögert werden könnten, wenn sie sie auch noch in matadorische Schaukämpfe verwickeln.

    Frau Mariam Lau ficht einen Schaukampf. Nur ist der dazu da vom sukzessiven Scheitern der Liberalen und Konservativen abzulenken.

    Wie in Fukushima das Uran, hat weltweit das Kapital und die korrespondierenden Schulden eine kritische Masse erreicht. Den Akteuren bleibt nichts, als geliehenes Geld und immer noch mehr geliehenes Geld auf den Brandherd zu schütten, um die äußeren Reaktionen zu dämpfen, das genau führt aber zu noch mehr Kapital- und Schuldenanhäufung.

    Die Linke kann vernünftiger Weise nicht mehr tun als abwarten.

    ..und dann definieren Sie alle Parteien als "links von der Mitte" : was bitteschoen, soll denn rechts von der CSU sein (oder der Hessen-CDU,..) ?

    • joG
    • 04.09.2011 um 12:33 Uhr

    ....verschwindet?"

    Das wäre es ganz sicher. Die Linke vertritt die Interessen einer relativ großen Gruppe Bürger viel genauer als irgend eine andere Partei. Für diese wachsende Gruppe von jetzt ca 20% wäre es ein Verlust.

    "Im Bundestag sind doch schon alle Parteien "links der Mitte""?

    Ich will ja hier keinen Grundkurs in räumlicher Wahrnehmung des politischen Spektrums eröffnen - aber wo um alles in der Welt verorten Sie denn bitte die politische Mitte???

    "Im Bundestag sind alle Parteien links der Mitte"
    Den Satz verstehe ich nicht.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, dann gibt es nur noch Linksparteien. Keine Paretei, nicht die CSU, nicht die FDP, steht in der Mitte sondern links der Mitte?

    Ich muß aber auch nicht alles verstehen.

    Ihr Resümee gibt genau das wieder, was der Krebsschaden in der Politik unseres Landes ist. Die Parteien zeigen kein eigenes Profil mehr. Jede will das Spektrum unserer Gesellschaft vollständig abdecken, was natürlich völliger Unsinn ist. Daran leidet die Politik, die sich immer mehr von der Gesellschaft und ihren Realitäten entfernt. "Alternativlos" wird eine Politik betrieben, die den Untergang unseres Landes heraufbeschwören wird. Es gibt auch keine echte Opposition mehr, die klar Text redet. Die Götterdämmerung im Reichstag hat schon lange eingesetzt. Das Ergebnis wird eine Postdemokratie sein, in der unserer demokratischen Werte allmählich verfaulen. Armes Deutschland.

    • Derika
    • 04.09.2011 um 11:01 Uhr

    ...Geschichte.

    Die Politik der Linken war gerade in den frühen Zeit Deutschlands nämlich schlichtweg Mitte. Mehr fordern die nicht.

    Was andere Parteien als linken Schwachsinn bezeichnen, ist eigentlich die Vernunft der Mitte, während diese längst radikal nach rechst abgedriftet sind.

    Institute wie INSM dürfen Zwangsarbeit für alle fordern und all vier Regierungsparteien der letzten Jahre machen dabei mit.

    Natürlich: Weil die Sklavenhalter in diesem Land das Geld und die fetten Posten haben und jeder kann ja sehen, dass eben diese Partein und deren Politiker Geld und Posten bekommen und dafür Land und Volk verkaufen.

    Das ist keine Meinung, das ist historischer Fakt, das geschieht schon genau so seit Jahren. Aber "ihr", also ein Großteil des Volkes, findet das eben toll und das ist nunmal Demokratie. Die freie Entscheidung, auch gemeinsam zur Hölle zu fahren.

    Das Nervigste wird am Ende sein, wenn dann wieder das große Heulen anfängt, wie es so weit kommen konnte und man doch nichts gewusst hat...

    Das ist der neue Politikstil. Die CDU ist auch nicht zur Atomausstiegspartei geworden, weil die Grünen sie in harten politischen Debatten dorthin getrieben haben. Die CDU scheitert am Zuverlässigsten an der Realität.

    Ich glaube nicht, dass die Liberalen und die Konservativen Deutschlands gelehriger wären, wenn die Linke ihnen vorkauen würde, woran's hapert und wo man hin könnte. Die Realität ist dabei, den Liberalen und Konservativen ein paar Lehren zu erteilen, die sie vermutlich am aufnahmebereitesten erreicht, wenn sie nicht zuvor von den "besserwisserischen" Linken in Harnisch gebracht wurden.

    So sind sie, die Linken des 21. Jahrhunderts. Zum Wohle des Volkes halten sich auch mal nobel zurück, wenn sie erkennen, dass sie sich zwar leicht an den finanzkapitalistischen Trümmerhaufen profilieren könnten, aber die politischen Lösungen evtl. durch die Sturköpfigkeit der Regierenden verzögert werden könnten, wenn sie sie auch noch in matadorische Schaukämpfe verwickeln.

    Frau Mariam Lau ficht einen Schaukampf. Nur ist der dazu da vom sukzessiven Scheitern der Liberalen und Konservativen abzulenken.

    Wie in Fukushima das Uran, hat weltweit das Kapital und die korrespondierenden Schulden eine kritische Masse erreicht. Den Akteuren bleibt nichts, als geliehenes Geld und immer noch mehr geliehenes Geld auf den Brandherd zu schütten, um die äußeren Reaktionen zu dämpfen, das genau führt aber zu noch mehr Kapital- und Schuldenanhäufung.

    Die Linke kann vernünftiger Weise nicht mehr tun als abwarten.

    ..und dann definieren Sie alle Parteien als "links von der Mitte" : was bitteschoen, soll denn rechts von der CSU sein (oder der Hessen-CDU,..) ?

    • joG
    • 04.09.2011 um 12:33 Uhr

    ....verschwindet?"

    Das wäre es ganz sicher. Die Linke vertritt die Interessen einer relativ großen Gruppe Bürger viel genauer als irgend eine andere Partei. Für diese wachsende Gruppe von jetzt ca 20% wäre es ein Verlust.

    "Im Bundestag sind doch schon alle Parteien "links der Mitte""?

    Ich will ja hier keinen Grundkurs in räumlicher Wahrnehmung des politischen Spektrums eröffnen - aber wo um alles in der Welt verorten Sie denn bitte die politische Mitte???

    "Im Bundestag sind alle Parteien links der Mitte"
    Den Satz verstehe ich nicht.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, dann gibt es nur noch Linksparteien. Keine Paretei, nicht die CSU, nicht die FDP, steht in der Mitte sondern links der Mitte?

    Ich muß aber auch nicht alles verstehen.

  3. richtig gemacht haben, sonst wäre sie ja nicht so im Blickfeld einiger Medien und der veröffentlichten Meinung. Scheinbar nimmt man die Linke wohl als Partei war, die Konzepte entwickelt, die eine Alternative darstellt zum Einheitsbrei der übrigen Parteien.

    44 Leser-Empfehlungen
    • iDog
    • 04.09.2011 um 9:16 Uhr

    Gute Güte, es scheint eher als müsse "die Linke" erst noch mit Hilfe solcher lächerlich polemischer Artikel zertrümmert werden. Solche Artikel könnte man über jeden Politiker verfassen.

    Richtig ist sicher: die Konservativen und Marktliberalen stehen vor den Trümmern der kapitalistischen "Freiheit", in denen die Demokratie am seidenen Faden hängt, und haben nichts besseres zu tun als die einzigen im Lande lauthals zu diskreditieren, die ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen noch aussprechen, was die realpolitische Stunde geschlagen hat.

    Denn nur die Vertreter dieser Partei werden den kapitalautoritären Angriff auf die demokratische Souveränität des Volkes noch abzuwehren bereit sein bei entsprechendem Votum durch die Souveräne Bevölkerung. Freilich muss da vorsorglich Stimmung gemacht werden - das ist Wahlkampf!

    Ein schönes Beispiel mithin, zu was die Public-Relation Industrie im Namen ihrer Eigentümer bereit ist: Es wird nicht analysieret warum die Demokratie vor die Hunde geht, sondern man tritt noch beredt hinterher, indem man kopfschüttelnd die eigene Inkompetenz an politische Gegner weiterreicht. Schmierenkomödie!

    65 Leser-Empfehlungen
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    auch wenn dieser Artikel suggeriert, es sei sinnlos, die Linke als Alternative zu denken, da sie in Schutt und Asche daniederliege.

    Es war sicherlich sehr ungeschickt, mit Diskussionen über "sensible" Nebenschauplätze an die Öffentlichkeit zu treten, statt grundsätzliche politische und sozialpolitische Themen und Ziele vorzustellen und zu reflektieren.

    "Streit" innerhalb einer Partei empfinde ich eher als demokratische Kultur.

    Und wenn man mich fragen würde, mit wem ich lieber einen Abend in netter Runde verbringen würde, Westerwelle, von der Leyen, Schäuble, Lindner oder Gysi, dann würde ich mich ganz klar für Gysi entscheiden.

    Er ist intelligent.

    Ich stimme ihnen zu, verfolgt man ein wenig die Berichtserstattung über die Linkspartei drängt sich der Verdacht auf, dass hier eine mediale Diskreditierungskampagne betrieben wird.

    Fakt ist, die Parteiführung sorgt selbst oft genug dafür, dass man negativ auffällt und das nicht unbedingt im besten Sinne. Dabei werden gerne manche Dinge ausgeblendet.
    Wie z.B. das Merkel dem vietnamesischem Diktator zur "Wiederwahl" gratuliert und das völlig normal ist, bis die Linken dem kubanischem Diktator gratulieren, dann ist es natürlich nicht akzeptabel.
    Fakt ist aber auch, dass die Berichtserstattung allgemein sich stets an SPD und Union orientiert, seit kurzem auch an den hochfliegenden Grünen nicht vorbei kommt.
    Der FDP kommt noch extra Aufmerksamkeit zu, da diese Partei in aller Offenheit tatsächlich Selbstzerfleischung und direkt peinliche Selbstschädigung durch ihre Führung betreibt. Die Aufmerksamkeit für die Schwankungen zwischen den 6-3% gibt es immer.

    Wäre bei den Linken die Berichterstattung über die produktiven Vorschläge eben so zahlreich wie die negative Berichtserstattung, dann würde ich ja nichts sagen, aber dem ist nicht so.

    Dabei sind die Linken so ziemlich die einzige Partei die im Moment glaubhaft machen kann, dass sie nicht von der Wirtschaft gekauft ist und auch Vorschläge macht, die tiefer greifen und dieses krankhafte System, dass sich gerade selbst zerstört, ändern würden.
    Die anderen Parteien scheinen nur den Niedergang verwalten zu wollen!

    Eher sind es die sogenannten "etablierten Parteien" die sich im Moment zerlegen.

    Die FDP steuert die 3% an...
    Die CSU hat sowieso immer weniger Bedeutung...
    Die CDU versucht Deutschland zu verscherbeln und nur weil die innerparteilichen Probleme nicht ausgesprochen werden heißt das lange nicht dass es sie gibt. (Ende September dürfte der Partei wohl politisch entgültig das Genick brechen....)
    Die Grüne ist die einzige Partei, die im Moment überhaupt noch einigermaßen "erfolgreich" ist aber nur aufgrund ihres Oppositionsstatus+Populismus
    Und die SPD zerlegt sich seit Jahren selbst und steuert die U20 an.

    Die LINKE hingegen gibt es erst seit Wenigen Jahren und sie hat trotzdem sehr schnell Zuspruch erfahren.

    Und diese Woche wieder ein hetzerischer Artikel über die LINKE, das war klar dass die Zeit sowas bringen musste.

    Wer linke Politik in Deutschland bei DIE LINKE propagieren will und nüchtern analysiert, der könnte eigentlich darüber sich im Klaren sein, dass hier ihn nicht unabhängige Journalisten a la Lau abschmieren lassen, sondern Altstalinisten, autoritäre Parteikommunisten und Sektierer aus den eigen Reihen, die immer noch über diese Partei den Schatten des gescheiterten DDR-Kommunismus werfen. Gysi und Lafontaine haben überdies ihre Ämter als Minister und Senatoren auch nicht eine Beharrlichkeit gezeigt, die man eigentlich von einem umsetzungsstarken Politiker verlangen darf.

    auch wenn dieser Artikel suggeriert, es sei sinnlos, die Linke als Alternative zu denken, da sie in Schutt und Asche daniederliege.

    Es war sicherlich sehr ungeschickt, mit Diskussionen über "sensible" Nebenschauplätze an die Öffentlichkeit zu treten, statt grundsätzliche politische und sozialpolitische Themen und Ziele vorzustellen und zu reflektieren.

    "Streit" innerhalb einer Partei empfinde ich eher als demokratische Kultur.

    Und wenn man mich fragen würde, mit wem ich lieber einen Abend in netter Runde verbringen würde, Westerwelle, von der Leyen, Schäuble, Lindner oder Gysi, dann würde ich mich ganz klar für Gysi entscheiden.

    Er ist intelligent.

    Ich stimme ihnen zu, verfolgt man ein wenig die Berichtserstattung über die Linkspartei drängt sich der Verdacht auf, dass hier eine mediale Diskreditierungskampagne betrieben wird.

    Fakt ist, die Parteiführung sorgt selbst oft genug dafür, dass man negativ auffällt und das nicht unbedingt im besten Sinne. Dabei werden gerne manche Dinge ausgeblendet.
    Wie z.B. das Merkel dem vietnamesischem Diktator zur "Wiederwahl" gratuliert und das völlig normal ist, bis die Linken dem kubanischem Diktator gratulieren, dann ist es natürlich nicht akzeptabel.
    Fakt ist aber auch, dass die Berichtserstattung allgemein sich stets an SPD und Union orientiert, seit kurzem auch an den hochfliegenden Grünen nicht vorbei kommt.
    Der FDP kommt noch extra Aufmerksamkeit zu, da diese Partei in aller Offenheit tatsächlich Selbstzerfleischung und direkt peinliche Selbstschädigung durch ihre Führung betreibt. Die Aufmerksamkeit für die Schwankungen zwischen den 6-3% gibt es immer.

    Wäre bei den Linken die Berichterstattung über die produktiven Vorschläge eben so zahlreich wie die negative Berichtserstattung, dann würde ich ja nichts sagen, aber dem ist nicht so.

    Dabei sind die Linken so ziemlich die einzige Partei die im Moment glaubhaft machen kann, dass sie nicht von der Wirtschaft gekauft ist und auch Vorschläge macht, die tiefer greifen und dieses krankhafte System, dass sich gerade selbst zerstört, ändern würden.
    Die anderen Parteien scheinen nur den Niedergang verwalten zu wollen!

    Eher sind es die sogenannten "etablierten Parteien" die sich im Moment zerlegen.

    Die FDP steuert die 3% an...
    Die CSU hat sowieso immer weniger Bedeutung...
    Die CDU versucht Deutschland zu verscherbeln und nur weil die innerparteilichen Probleme nicht ausgesprochen werden heißt das lange nicht dass es sie gibt. (Ende September dürfte der Partei wohl politisch entgültig das Genick brechen....)
    Die Grüne ist die einzige Partei, die im Moment überhaupt noch einigermaßen "erfolgreich" ist aber nur aufgrund ihres Oppositionsstatus+Populismus
    Und die SPD zerlegt sich seit Jahren selbst und steuert die U20 an.

    Die LINKE hingegen gibt es erst seit Wenigen Jahren und sie hat trotzdem sehr schnell Zuspruch erfahren.

    Und diese Woche wieder ein hetzerischer Artikel über die LINKE, das war klar dass die Zeit sowas bringen musste.

    Wer linke Politik in Deutschland bei DIE LINKE propagieren will und nüchtern analysiert, der könnte eigentlich darüber sich im Klaren sein, dass hier ihn nicht unabhängige Journalisten a la Lau abschmieren lassen, sondern Altstalinisten, autoritäre Parteikommunisten und Sektierer aus den eigen Reihen, die immer noch über diese Partei den Schatten des gescheiterten DDR-Kommunismus werfen. Gysi und Lafontaine haben überdies ihre Ämter als Minister und Senatoren auch nicht eine Beharrlichkeit gezeigt, die man eigentlich von einem umsetzungsstarken Politiker verlangen darf.

  4. .....und die Kommunisten hoffentlich weg vom Fenster. Einer, der dank dem west deutschen System es zu was brachte, dennoch sich, neben dem ultra nationalisten ehemaligen israelischen Ministerpraesidenten Schamier, vehement gegen die Wiedervereinigung aeusserte, darf und kann die Aufwartung der Buerger dieses Landes nicht bekommen.

  5. Im Westen ist das eine völlig andere Partei als im Osten.

  6. ... wird nur feststellen, dass Demokratie genau so funktioniert, wie sie soll:

    Keine Änderung. Keine Volksteilnahme.

    Über demokratische Parteien lassen sich keine Probleme lösen. Die Piraten-Partei wird nicht vor 2030 über 30% kommen. Bis da hin ist es sowieso schon zu spät. Welche Demokratie hat jemals eine signifikante und kurzfristige Veränderung gebracht? Keine. Es gibt sogar kaum eine Demokratie, in der nicht die selben beiden Blockparteien sich abwechseln...

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    "Welche Demokratie hat jemals eine signifikante und kurzfristige Veränderung gebracht?"

    Die US-merikanische. Oft genug.

    "Welche Demokratie hat jemals eine signifikante und kurzfristige Veränderung gebracht?"

    Die US-merikanische. Oft genug.

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