Mode-Vegetarismus: Das Leiden an der Tofubulette
Jakob Hein brilliert in der noblen Disziplin des Mode-Vegetarismus.
© Patrick Lin/AFP/Getty Images

Tofu
Keine Ideologie ohne Parodie. Es war absehbar, dass sich die aktuelle Vegetarismuswelle in einer Satire überschlägt. Aber dass diese so schnell und ausgerechnet unter der Hand des wunderbaren Humoristen Jakob Hein entstehen würde, das war nicht vorhersehbar. Und ist natürlich ein Glücksfall. Denn der Berliner Jakob Hein, im Hauptberuf Mediziner, ist ein Spötter bester Art: exzentrisch in der Pointe, aber nie plump.
Außerdem weiß der Mann, wovon er redet. Der Klappentext seines Büchleins teilt mit, Jakob Hein sei »bekennender Mode-Vegetarier«. Also einer von den Leuten, die mit Wurst- und Fleischnahrung aufgewachsen sind, von allein nie auf die Idee gekommen wären, an dieser Gewohnheit etwas zu ändern, dann aber die Bestseller Tiere essen von Jonathan Safran Foer und Anständig essen von Karen Duve lasen, daraufhin ins Grübeln kamen und außerdem feststellten, dass sämtliche ihrer Freunde und Bekannte die gleichen zwei Bücher lasen und genauso grübelten. Eines Tages fühlten sie sich einfach nicht mehr wohl beim Verzehr einer prallen Rindsroulade. Sie sahen durch die Roulade hindurch ein noch kürzlich lebendes Rind. So wurden sie Mode-Vegetarier. Ein Typus, dessen Idealismus von Opportunismus schwer zu trennen und der deswegen stark rückfallgefährdet ist. Ein Mode-Vegetarier wacht nachts auf, träumt von Wiener Schnitzeln und Gänsekeulen und kommt um vor Schuldgefühlen. Eben davon berichtet Jakob Hein in seiner Satire Wurst und Wahn.
Sie spielt in der nahen Zukunft, in einer weitgehend durchvegetarisierten Gesellschaft. Fleisch und Wurst sind nur noch unter konspirativen Bedingungen zu erwerben, die letzten Süchtigen treffen sich nachts bei einem Imbiss mit Namen Fettluke. Dort treibt es irgendwann auch den Ich-Erzähler hin. Er ist physisch und psychisch am Ende. Das Leben mit Tofubuletten, Nudeln in Dinosaurierform und Gemüsebrühen zum Abendessen hat eine grausame Kehrseite. Die Liste der pathologischen Nebenwirkungen reicht von geistigen Ausfällen bis zu kompletter Impotenz. Der Vegetarier entschließt sich zum Renegatentum. Als er endlich wieder ein saftiges Steak nach Hause trägt, fühlt er sich wie neugeboren. Potenz und Verstand kehren augenblicklich zurück. Nur reicht dieser nicht aus, um die Machenschaften jener geheimen Karnivoren-, also Fleischessersekte zu durchschauen, an die der Ex-Vegetarier im Internet geraten ist. Wurst und Wahn eskaliert zur Untergrund- und Verschwörungsfarce und endet schließlich als Kriminalfall.
Denn es handelt sich bei diesem Text um ein Geständnis, das der Ich-Erzähler ablegt. Als er merkt, dass die Sekte ihn nur benutzt hat, bringt er einen ihrer Führer, »Tom Tofu«, eigenhändig um. Nun sitzt er als Mörder vor einem Kommissar, dem stummen Zuhörer dieses Vegetarismusmonologs, als dessen Pate Franz Kafkas Bericht an eine Akademie gelten darf. Ein Affe klagt über seine Dressur zum Menschen, wie hier ein Fleischesser über die zum Mode-Vegetarier. Es kann diese Mode so schädlich nicht sein, wenn sie solch brillante Komik in Prosaform hervorbringt.





Ein Kumpel von mir trug letztens ein T-Shirt mit der Aufschrift:
"Vegetarier" kommt aus dem Indianischen und bedeutet "Zu blöd zum jagen"
Ganz schön armselig ist das.
.......so mit Pfeil und Bogen das vakuumverpackte Stück schon totes Tier im Supermarkt! Und dahin fahren sie gewiss mit dem Auto, obgleich Sie zu ihrem Allesfresser-Gebiss auch 2 Beine zum Laufen haben und der Mensch von seiner Anatomie nicht zum Fahren geschaffen ist, sonst hätte er Räder statt Beinen!
ist viel besser.
Ganz schön armselig ist das.
.......so mit Pfeil und Bogen das vakuumverpackte Stück schon totes Tier im Supermarkt! Und dahin fahren sie gewiss mit dem Auto, obgleich Sie zu ihrem Allesfresser-Gebiss auch 2 Beine zum Laufen haben und der Mensch von seiner Anatomie nicht zum Fahren geschaffen ist, sonst hätte er Räder statt Beinen!
ist viel besser.
Nichts gegen eine gute gemachte Satire, das Thema hat mit Sicherheit das Zeug dazu. Auch wenn vieles der aktuellen Vegetarismuswelle eine Modeerscheinung sein sollte, kann ich dem allerdings nichts Schlechtes abgewinnen. Im Gegenteil sogar, eine intensivste Auseinandersetzung mit dem Thema "Fleisch und wo und wie es überhaupt herkommt" ist längst überfällig.
Dass am Ende der Diskussion nur stehen soll, woher das Fleisch kommt, ist das Problem des Modevegetarismus. Am Ende müsste stehen, sich generell damit auseinanderzusetzen was auf den Teller und wo es her kommt.
Keine Ernährungsform, die Raubbau an der Natur duldet und / oder betreibt (Achtung, der Mensch gehört auch zur Natur!), hat das Recht, sich moralisch über eine andere zu erheben. Genau das ist aber beim (Mode-)Vegetarismus der Fall, dem es völlig wurst (?!) ist, wo die Nahrung her kommt und wie sie entstanden ist, Hauptsache man kann sich selbst moralisch überhöhen.
Die Diskussion um Fleischfreiheit ist ohne die gleichzeitige Diskussion mindestens auch über exzessive Landwirtschaft und Fairmade / Fairtrade eine höchst scheinheilige!
Vegetarier verbrauchen mehr Tiere als Fleischesser:
Nur Kühe geben Milch, männliche Kälber werden getötet.Nur Hühner geben Eier, männliche Küken werden beilebendigem Leibe zerhackt.
Je höher der Anteil von Eiern und Milchprodukten am Gesamtverzehr tierischer Proteine ist, desto mehr Tiere müssen unnötigerweise sterben.
Vegetarier haben einen höheren Anteil von Tiermord zu verantworten als Fleischesser.
Anm.: Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
1. Das Empathische
"Lebensraum von der größe einer Buchseite", "Puten, die das Gewicht ihrer eigenen Brust nicht mehr tragen können", etc, etc... Die Bilder sind bekannt und jedem, der nicht aktiv wegschauen möchte, kann bewusst sein, wie es um die Zustände in Betrieben zur Massentierhaltung bestellt ist. Widerlich ist mehr ein Euphemismus als eine treffende Beschreibung. Wichtig dabei, es geht primär nicht darum, dass Tiere zum Verzehr gehalten und getötet werden, sondern wie.
2. Das Politische
Wesentliche Teile der weltweiten Aggrarfläche werden für die Aufzucht und Versorgung von Schlacht- und Nutzvieh verwendent. Die Schätzungen gehen auseinander, aber 50% kann als Richtwert dienen. Dieses Land, vorrangig genutzt zum Anbau von Soja u.ä. für Kraftfutter, steht der Bevölkrung in Ländern der dritten Welt nicht zur Verfügung eine nennenswerte Eigenversorgung mit Agrarprodukten zu betreiben. Gleichzeitig erlaubt der Preisdruck der Aggrarkonzerne und die dadurch geringen Löhne keine sichere Existenz in abhängiger Beschäftigung. Unser Fleischkonsum ist also mittelbar verantwortlich für die die desaströse humaniäre Lage in anderen Teilen der Welt.
Hinzukommt, dass die Überreste unseres Hangs vorzugsweise nur auserlesene Teile eines Tieres zu verspeisen, in eben jene Länder der dritten Welt exportiert werden und dort mit subventionierten Billigpreisen die letzten Reste lokaler Eigenversorgung demontieren.
tbc.
3. Das Ökologische
51% der weltweiten CO2-Emmissionen entstehen bei der Herstellung von tierischen Lebensmitteln. Angefangen bei Waldrodungen für Ackerland zum Futteranbau, über den Antrieb von Ernte-, Mast- und Schlachtanlagen mit fossilen Brennstoffen und dem Methanausstoß der Masttiere, bis hin zu den Abgasen des Futtertransports aus Südamerika nach Europa und des Exports der Überreste unseres Konsums auf afrikanische Märkte. Selbst bei Zweifeln an der obrigen Zahl impliziert sie dennoch, dass eine Reduktion unseres Fleischkonsums ein genauso wichtigen Beitrag zum Umweltschutz ist, wie jede (trotzdem unentbehrliche) Energiewende.
4. Das Gesundheitliche
So wichtig tierisches Eiweiß für die menschliche Evolution gewesen sein mag, unserer Fleischkonsum geht um ein Vielfaches über die notwendige Versorgung mit Nährstoffen hinaus. Neben einer Überversorung mit Zucker, ist die Sucht nach tierischem Fett der Hauptgrund für Übergewicht und Herzerkrankungen.
Konsequenz aus diesen Arguementen muss nicht sein, dem Fleisch gänzich abzuschwören, sondern eine Umstellung auf lokale, artgerechte Produktion würde schon viel bewirken. Die höheren Preise setzen natürlich eine Reduktion des eigenen Konsums voraus. Wenn jeder Bundesbürger seinen Konsum auf 500g Fleisch pro Woche begrenzte, brächte dies die Lösung einer Vielzahl von Problemen einen riesigen Schritt näher.
Quelle: NDRinfo, Das Forum: "Wahnsinn Fleisch"
Dass am Ende der Diskussion nur stehen soll, woher das Fleisch kommt, ist das Problem des Modevegetarismus. Am Ende müsste stehen, sich generell damit auseinanderzusetzen was auf den Teller und wo es her kommt.
Keine Ernährungsform, die Raubbau an der Natur duldet und / oder betreibt (Achtung, der Mensch gehört auch zur Natur!), hat das Recht, sich moralisch über eine andere zu erheben. Genau das ist aber beim (Mode-)Vegetarismus der Fall, dem es völlig wurst (?!) ist, wo die Nahrung her kommt und wie sie entstanden ist, Hauptsache man kann sich selbst moralisch überhöhen.
Die Diskussion um Fleischfreiheit ist ohne die gleichzeitige Diskussion mindestens auch über exzessive Landwirtschaft und Fairmade / Fairtrade eine höchst scheinheilige!
Vegetarier verbrauchen mehr Tiere als Fleischesser:
Nur Kühe geben Milch, männliche Kälber werden getötet.Nur Hühner geben Eier, männliche Küken werden beilebendigem Leibe zerhackt.
Je höher der Anteil von Eiern und Milchprodukten am Gesamtverzehr tierischer Proteine ist, desto mehr Tiere müssen unnötigerweise sterben.
Vegetarier haben einen höheren Anteil von Tiermord zu verantworten als Fleischesser.
Anm.: Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
1. Das Empathische
"Lebensraum von der größe einer Buchseite", "Puten, die das Gewicht ihrer eigenen Brust nicht mehr tragen können", etc, etc... Die Bilder sind bekannt und jedem, der nicht aktiv wegschauen möchte, kann bewusst sein, wie es um die Zustände in Betrieben zur Massentierhaltung bestellt ist. Widerlich ist mehr ein Euphemismus als eine treffende Beschreibung. Wichtig dabei, es geht primär nicht darum, dass Tiere zum Verzehr gehalten und getötet werden, sondern wie.
2. Das Politische
Wesentliche Teile der weltweiten Aggrarfläche werden für die Aufzucht und Versorgung von Schlacht- und Nutzvieh verwendent. Die Schätzungen gehen auseinander, aber 50% kann als Richtwert dienen. Dieses Land, vorrangig genutzt zum Anbau von Soja u.ä. für Kraftfutter, steht der Bevölkrung in Ländern der dritten Welt nicht zur Verfügung eine nennenswerte Eigenversorgung mit Agrarprodukten zu betreiben. Gleichzeitig erlaubt der Preisdruck der Aggrarkonzerne und die dadurch geringen Löhne keine sichere Existenz in abhängiger Beschäftigung. Unser Fleischkonsum ist also mittelbar verantwortlich für die die desaströse humaniäre Lage in anderen Teilen der Welt.
Hinzukommt, dass die Überreste unseres Hangs vorzugsweise nur auserlesene Teile eines Tieres zu verspeisen, in eben jene Länder der dritten Welt exportiert werden und dort mit subventionierten Billigpreisen die letzten Reste lokaler Eigenversorgung demontieren.
tbc.
3. Das Ökologische
51% der weltweiten CO2-Emmissionen entstehen bei der Herstellung von tierischen Lebensmitteln. Angefangen bei Waldrodungen für Ackerland zum Futteranbau, über den Antrieb von Ernte-, Mast- und Schlachtanlagen mit fossilen Brennstoffen und dem Methanausstoß der Masttiere, bis hin zu den Abgasen des Futtertransports aus Südamerika nach Europa und des Exports der Überreste unseres Konsums auf afrikanische Märkte. Selbst bei Zweifeln an der obrigen Zahl impliziert sie dennoch, dass eine Reduktion unseres Fleischkonsums ein genauso wichtigen Beitrag zum Umweltschutz ist, wie jede (trotzdem unentbehrliche) Energiewende.
4. Das Gesundheitliche
So wichtig tierisches Eiweiß für die menschliche Evolution gewesen sein mag, unserer Fleischkonsum geht um ein Vielfaches über die notwendige Versorgung mit Nährstoffen hinaus. Neben einer Überversorung mit Zucker, ist die Sucht nach tierischem Fett der Hauptgrund für Übergewicht und Herzerkrankungen.
Konsequenz aus diesen Arguementen muss nicht sein, dem Fleisch gänzich abzuschwören, sondern eine Umstellung auf lokale, artgerechte Produktion würde schon viel bewirken. Die höheren Preise setzen natürlich eine Reduktion des eigenen Konsums voraus. Wenn jeder Bundesbürger seinen Konsum auf 500g Fleisch pro Woche begrenzte, brächte dies die Lösung einer Vielzahl von Problemen einen riesigen Schritt näher.
Quelle: NDRinfo, Das Forum: "Wahnsinn Fleisch"
Dass Fleisch essen endlich illegal wäre, dann würde ich mich sehr freuen. Aber in einer Welt, in der etwas irrationales und weltfremdes wie Religion so großen Stellenwert hat, darauf zu hoffen, dass Tieren ausreichend Respekt zugebracht wird, bleibt wohl nur eine Hoffnung.
@Kommentar 1: Und das T-Shirt war ihm nicht peinlich? Komisch.
Ich bin dafür wir verbieten auch das Essen von Pflanzen.
Wer sind wir zu meinen ,dass wir uns herausnehmen beurteilen zu können welche Art von Organismus Leben verdient hat und welche nicht.
für die, die sich anders nicht zu helfen wissen.
Überzeugungsversuche von Leuten, die mit Ersatzstoffen Lebensmittel nachahmen wollen, die sie angeblich verabscheuen, die finde ich wenig überzeugend. Ich sag nur "Tofuwürstchen" und ähnlicher "Fleischersatz".
Aha, Fleischessen soll also illegal werden. Die typische Arroganz so einiger Vegetarier. Mit welchem Recht soll eine Minderheit (Vegetarier/Veganer) der Mehrheit (Nicht-Vegetarier) vorschreiben dürfen, was die Mehrheit essen darf? Wie und wer soll ein Verbot politisch und rechtlich umsetzen? Es gibt keine Vegetarierpartei in DE. Und selbst wenn, wie erklären Sie ein Verbot unseren eh schon geplagten Bauern? Wie erklären Sie die desaströsen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Landwirtschaft? Ich esse selbst auch sehr wenig, bis gar kein Fleisch würde mir aber nie die Arroganz herausnehmen, anderen das Fleischessen zu verbieten.
warum wollen manche immer alles verbieten wan ihnen nicht gefällt - macht der Verzicht auf Fleisch intolerant?
...
Ich finde wirklich komisch, dass die meisten Vegetarier sich als Individualisten verstehen, tatsächlich aber oft zum Staat schielen, der soll das erledigen. Nein, keine freiheitliche Entscheidung, keine gesellschaftliche Entwicklung sonder GESETZE. Prohibitionen sind ja auch sehr erfolgreich, hat beim Alkohol in den USA der 20er großartig funktioniert, bei Drogen ebenso, wer nimmt den schon verbotene Substanzen? Also mal im ernst: Fleischlose Ernährung ist ein Luxus den wir uns ausschließlich in einigen Teilen der Welt leisten können ohne Mangel zu leisten. Traditionelle vegetarische Kulturen findet man nur in bestimmten Klimazonen. Ein Bekannter von mir ist z. B. Vegetarier und Orienalologe (so heißt das glaube ich), wenn er in Syrien war (vor der Revolution) hat er immer Hühnchen gegessen, da nur Fleisch lange genug im Darm bleibt und somit eine dauerhafte Mineralstoffquelle biete, er versuchte es zuerst ohne und dehydrierte. Menschen in sehr kalten Klimazonen brauchen auch diese lange im Organismus bleibende Nahrungsquelle und ES GIBT KEINEN ERSATZ dafür. Das heißt die absolute ethische Verdammung von Fleischessern hätte wieder jede Menge Ausgrenzung zur Folge und die Möglichkeit Kulturen moralisch abzuwerten... so was machen wir Menschen immer wieder gerne. Es gibt ein Grund, weshalb meine vegan lebende Freundin sich vehement gegen Veganer abgrenzt welche ihre Lebensweise u. a. dazu nutzen sich moralisch über andere zu stellen.
Ich bin dafür wir verbieten auch das Essen von Pflanzen.
Wer sind wir zu meinen ,dass wir uns herausnehmen beurteilen zu können welche Art von Organismus Leben verdient hat und welche nicht.
für die, die sich anders nicht zu helfen wissen.
Überzeugungsversuche von Leuten, die mit Ersatzstoffen Lebensmittel nachahmen wollen, die sie angeblich verabscheuen, die finde ich wenig überzeugend. Ich sag nur "Tofuwürstchen" und ähnlicher "Fleischersatz".
Aha, Fleischessen soll also illegal werden. Die typische Arroganz so einiger Vegetarier. Mit welchem Recht soll eine Minderheit (Vegetarier/Veganer) der Mehrheit (Nicht-Vegetarier) vorschreiben dürfen, was die Mehrheit essen darf? Wie und wer soll ein Verbot politisch und rechtlich umsetzen? Es gibt keine Vegetarierpartei in DE. Und selbst wenn, wie erklären Sie ein Verbot unseren eh schon geplagten Bauern? Wie erklären Sie die desaströsen Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Landwirtschaft? Ich esse selbst auch sehr wenig, bis gar kein Fleisch würde mir aber nie die Arroganz herausnehmen, anderen das Fleischessen zu verbieten.
warum wollen manche immer alles verbieten wan ihnen nicht gefällt - macht der Verzicht auf Fleisch intolerant?
...
Ich finde wirklich komisch, dass die meisten Vegetarier sich als Individualisten verstehen, tatsächlich aber oft zum Staat schielen, der soll das erledigen. Nein, keine freiheitliche Entscheidung, keine gesellschaftliche Entwicklung sonder GESETZE. Prohibitionen sind ja auch sehr erfolgreich, hat beim Alkohol in den USA der 20er großartig funktioniert, bei Drogen ebenso, wer nimmt den schon verbotene Substanzen? Also mal im ernst: Fleischlose Ernährung ist ein Luxus den wir uns ausschließlich in einigen Teilen der Welt leisten können ohne Mangel zu leisten. Traditionelle vegetarische Kulturen findet man nur in bestimmten Klimazonen. Ein Bekannter von mir ist z. B. Vegetarier und Orienalologe (so heißt das glaube ich), wenn er in Syrien war (vor der Revolution) hat er immer Hühnchen gegessen, da nur Fleisch lange genug im Darm bleibt und somit eine dauerhafte Mineralstoffquelle biete, er versuchte es zuerst ohne und dehydrierte. Menschen in sehr kalten Klimazonen brauchen auch diese lange im Organismus bleibende Nahrungsquelle und ES GIBT KEINEN ERSATZ dafür. Das heißt die absolute ethische Verdammung von Fleischessern hätte wieder jede Menge Ausgrenzung zur Folge und die Möglichkeit Kulturen moralisch abzuwerten... so was machen wir Menschen immer wieder gerne. Es gibt ein Grund, weshalb meine vegan lebende Freundin sich vehement gegen Veganer abgrenzt welche ihre Lebensweise u. a. dazu nutzen sich moralisch über andere zu stellen.
Ich bin dafür wir verbieten auch das Essen von Pflanzen.
Wer sind wir zu meinen ,dass wir uns herausnehmen beurteilen zu können welche Art von Organismus Leben verdient hat und welche nicht.
'Ich bin dafür wir verbieten auch das Essen von Pflanzen.
Wer sind wir zu meinen ,dass wir uns herausnehmen beurteilen zu können welche Art von Organismus Leben verdient hat und welche nicht.'
Genau! So sehe ich das auch.
Wir müssen aber auch den Tieren noch ausreichend Respekt vor anderen Tieren (und Pflanzen) beibringen. Es kann ja nicht angehen, daß so ein Löwe in Afrika andere Tiere und gelegentlich auch Menschen, womöglich gar Vegetarier frißt.
'Ich bin dafür wir verbieten auch das Essen von Pflanzen.
Wer sind wir zu meinen ,dass wir uns herausnehmen beurteilen zu können welche Art von Organismus Leben verdient hat und welche nicht.'
Genau! So sehe ich das auch.
Wir müssen aber auch den Tieren noch ausreichend Respekt vor anderen Tieren (und Pflanzen) beibringen. Es kann ja nicht angehen, daß so ein Löwe in Afrika andere Tiere und gelegentlich auch Menschen, womöglich gar Vegetarier frißt.
bei diesem Thema folgt. Ich kann schon fast sagen, ich liebe dieses Thema bei der Zeit. Gut ich werde mal den Stein ins Rollen bringen:
Meat is murder. Wer gibt einem das Recht ein anderes Lebewesen zu töten. Folgende Argumente sind nicht zugelassen:
* haben wir schon immer getan
* die Natur will es so (da der Mensch die Evolution und Ernährungswissenschaft kennt, zählt das auch nicht)
* schmeckt gut
Auf eine faire Diskussion!
Als Fleischesser lasse ich die Tiere erstmal leben bevor ich sie verzehre.
Vegetarier wollen nicht das Tiere leben und sind leider keine Tierfreunde, sondern eingefleischte Tierfeinde weil sie den Tieren das Recht zum Leben absprechen, nur weil sie selber mit dem Tod nicht klarkommen.
Wenn Vegetarier Bauernhoefe aufkaufen und in Tierheime verwandeln und wie gehabt diese Tiere in den selben Mengen gezuechtet werden und bis ans Lebensende versorgt wuerden, dann werden ich ihnen glauben das sie wirklich Tiere lieben.
Bis dahin ist mein lebensbejahendes Motto:
Choose life -- enjoy meat! :)
"Vegetarier wollen nicht das Tiere leben und sind leider keine Tierfreunde, sondern eingefleischte Tierfeinde weil sie den Tieren das Recht zum Leben absprechen, nur weil sie selber mit dem Tod nicht klarkommen..."
Nicht schlecht, das Argument kenne ich noch nicht. Ist aber höchst unlogisch, da Vegetarier meisten aus ethischen Gründen keine Tiere essen. Hab noch nie davon gehört, dass Vegetarier Tiere hassen und deswegen sie nicht essen. Eher würden sie diese auf den Weiden lassen und statt Geld für Tötungsmaschinerie eher Geld für Pflegemaschinerie ausgeben. Ist günstiger und wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus.
Trotzdem guten Appetit.
"meat is murder".
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Erkenntnis! Warum nicht weiterdenken?
Erst vor kurzem lief mal wieder auf Arte eine Reportage die nahelegte, dass auch Pflanzen eine Seele haben, schlafen können und durchaus als Lebewesen empfindsam sind. Da wirds jetzt aber eng für Ihren Löwenzahnsalat und Ihre Ethikkeule! Nur weil der Salat nicht so süße Kulleraugen hat soll er keine Lobby bekommen?
Natürlich könnten Sie Sich rein von Obst und dem was die Natur so übriglässt ernähren, wenn Sie ganz ethisch korrekt sein wollen. Sie könnten aber auch einfach akzeptieren, dass Sie ein Raubtier sind. Wenn Sie das mittels Evolution ändern wollen, werden Sie mindestens tausende von Jahren brauchen.
Soll jeder essen was er will und was ihm schmeckt. Inkonsistenzen sehe ich hauptsächlich zwei:
- Menschen die meinen Mortadella wächst im Supermarkt und anfangen zu heulen wenn sie einer Schlachtung beiwohnen,
- Menschen die meinen sie wären ethisch überlegen und andere erziehen müssten und dabei Pflanzen ermorden.
Bitte bleiben Sie bei einer sachlichen Diskussion. Danke. Die Redaktion/sc
Und bitte bei einer erkennbaren Interpunktion.
Als Fleischesser lasse ich die Tiere erstmal leben bevor ich sie verzehre.
Vegetarier wollen nicht das Tiere leben und sind leider keine Tierfreunde, sondern eingefleischte Tierfeinde weil sie den Tieren das Recht zum Leben absprechen, nur weil sie selber mit dem Tod nicht klarkommen.
Wenn Vegetarier Bauernhoefe aufkaufen und in Tierheime verwandeln und wie gehabt diese Tiere in den selben Mengen gezuechtet werden und bis ans Lebensende versorgt wuerden, dann werden ich ihnen glauben das sie wirklich Tiere lieben.
Bis dahin ist mein lebensbejahendes Motto:
Choose life -- enjoy meat! :)
"Vegetarier wollen nicht das Tiere leben und sind leider keine Tierfreunde, sondern eingefleischte Tierfeinde weil sie den Tieren das Recht zum Leben absprechen, nur weil sie selber mit dem Tod nicht klarkommen..."
Nicht schlecht, das Argument kenne ich noch nicht. Ist aber höchst unlogisch, da Vegetarier meisten aus ethischen Gründen keine Tiere essen. Hab noch nie davon gehört, dass Vegetarier Tiere hassen und deswegen sie nicht essen. Eher würden sie diese auf den Weiden lassen und statt Geld für Tötungsmaschinerie eher Geld für Pflegemaschinerie ausgeben. Ist günstiger und wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus.
Trotzdem guten Appetit.
"meat is murder".
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Erkenntnis! Warum nicht weiterdenken?
Erst vor kurzem lief mal wieder auf Arte eine Reportage die nahelegte, dass auch Pflanzen eine Seele haben, schlafen können und durchaus als Lebewesen empfindsam sind. Da wirds jetzt aber eng für Ihren Löwenzahnsalat und Ihre Ethikkeule! Nur weil der Salat nicht so süße Kulleraugen hat soll er keine Lobby bekommen?
Natürlich könnten Sie Sich rein von Obst und dem was die Natur so übriglässt ernähren, wenn Sie ganz ethisch korrekt sein wollen. Sie könnten aber auch einfach akzeptieren, dass Sie ein Raubtier sind. Wenn Sie das mittels Evolution ändern wollen, werden Sie mindestens tausende von Jahren brauchen.
Soll jeder essen was er will und was ihm schmeckt. Inkonsistenzen sehe ich hauptsächlich zwei:
- Menschen die meinen Mortadella wächst im Supermarkt und anfangen zu heulen wenn sie einer Schlachtung beiwohnen,
- Menschen die meinen sie wären ethisch überlegen und andere erziehen müssten und dabei Pflanzen ermorden.
Bitte bleiben Sie bei einer sachlichen Diskussion. Danke. Die Redaktion/sc
Und bitte bei einer erkennbaren Interpunktion.
Vielleicht ist es das erste Buch zum Thema, welches auch mir gefällt. Durch "Tiere essen" und "Anständig essen" ist es in Deutschland total in geworden, Vegetarier zu sein.
Manche wollen anscheinend Fleischkonsum gleich ganz verbieten (siehe Kommentar #3), Verbote sind in Deutschland ja eh sehr beliebt.
Mich persönlich nervt das schon und ich werde daher sicher nie (Mode-) Vegetarier.
Verbote sind "international" und werden gerne von denen betrieben, die sich ein wenig mächitger fühlen wollen....
Verbote sind "international" und werden gerne von denen betrieben, die sich ein wenig mächitger fühlen wollen....
Hm, ich hatte mir in dem Artikel einen schmackhafteren Humor erhofft, aber das scheint in die platte "Vegetarier essen meinem Essen..." Richtung zu gehen...
In meinen bisherigen langen Vegetarierjahren habe ich nicht einmal versucht, einen Fleischesser vom Vegetariertum zu überzeugen.
Musste aber zwei immer wiederkehrende Reaktionen feststellen, wenn die MEnschen von meiner Ernährung erfuhren:
- Typ1: Rechtfertigt sich a la "Du hast echt Recht und ich esse auch nur noch gaaanz wenig Fleisch und auch nur BIO" (Wo der Unterschied ist, WIE das viech getötet wird, verstehe ich nicht, es stirbt ja trotzdem, um auf deinem Teller zu landen...)
- Typ2: Der gröhlende stumpfe "Könnt ich echt nicht, Fleisch ist voll geil und lecker!" und dann immer wieder der Versuch, MICH zum Fleischessen zu überreden. Wie gesagt, ich habe nie versucht, meine Ernährung zu verbreiten.
Das T-Shirt aus Kommentar 1 ist wirklich sehr peinlich.
Ich lache gerne über Witze, die auf Kosten uns Vegetarier gehen, aber solch platten Dinger, sind halt eher Kirmes-Niveau.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/wg
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/wg
Wenn vegetarisches Essen so toll und gesund und alles andere auch ist und Fleisch so schlecht, warum heißt es dann Tofubulette und Sojaschnitzel und nicht nur das, was es ist, nämlich Tofumixbällchen und Sojapampsscheibe ?
warum manches Fleischgericht nicht gewürzter und aromatisierter Schlachtabfall heißt.
Boulette ist französischen für „Kügelchen“,
Schnitzel hat den Wortstamm schneiden, und kommt aus dem Mittelhochdeutschen "sniz" für „Schnitt“.
Also Tofukügelchen und Sojascheibe. Ich hoffe ihre Irritationen sind jetzt geklärt.
der Supermärkte und Imbissbuden. Was da als Fleisch gekennzeichnet wurde, ist mir ein wenig zu euphemistisch. "Konzentrationsmastbetriebsabfall" wäre die korrekte Bezeichnung.
"Wenn vegetarisches Essen so toll und gesund und alles andere auch ist und Fleisch so schlecht, warum heißt es dann Tofubulette und Sojaschnitzel und nicht nur das, was es ist, nämlich Tofumixbällchen und Sojapampsscheibe ?"
Warum heißt es überhaupt Kalbsschnitzel und Fleischbulette und nicht Panierter Kalbsmuskel und Geschredderte Muskeln und Innereneien halb und halb?
Ob mit planzlichem oder tierlichen Protein: Schnitzel und Bulette sind eine Art der Zubereitung, und die hat einen bestimmten Namen.
..und nicht Separatorendreck???
warum manches Fleischgericht nicht gewürzter und aromatisierter Schlachtabfall heißt.
Boulette ist französischen für „Kügelchen“,
Schnitzel hat den Wortstamm schneiden, und kommt aus dem Mittelhochdeutschen "sniz" für „Schnitt“.
Also Tofukügelchen und Sojascheibe. Ich hoffe ihre Irritationen sind jetzt geklärt.
der Supermärkte und Imbissbuden. Was da als Fleisch gekennzeichnet wurde, ist mir ein wenig zu euphemistisch. "Konzentrationsmastbetriebsabfall" wäre die korrekte Bezeichnung.
"Wenn vegetarisches Essen so toll und gesund und alles andere auch ist und Fleisch so schlecht, warum heißt es dann Tofubulette und Sojaschnitzel und nicht nur das, was es ist, nämlich Tofumixbällchen und Sojapampsscheibe ?"
Warum heißt es überhaupt Kalbsschnitzel und Fleischbulette und nicht Panierter Kalbsmuskel und Geschredderte Muskeln und Innereneien halb und halb?
Ob mit planzlichem oder tierlichen Protein: Schnitzel und Bulette sind eine Art der Zubereitung, und die hat einen bestimmten Namen.
..und nicht Separatorendreck???
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