Zehn Jahre nach 9/11Der Spuk ist vorbei

Nach zehn verlorenen Jahren eröffnen sich der Welt neue Chancen. von 

Wie lange das alles her ist, wie tief vergangen. Weil die Welt schon nicht mehr so ist, wie sie damals wurde. Das ist im Rückblick das Ungeheuerlichste der vergangenen zehn Jahre: dass sie ihren ungeheuerlichen Anfang laufend noch überboten haben. Der Afghanistan- und der Irakkrieg, die globale Finanzkrise und die arabische Revolution haben unsere Zeit erst richtig umgepflügt. 9/11, das wie das ultimative Drama aussah, ist auf einmal nur noch ein Vorspiel gewesen. Wir leben nicht mehr in der Welt nach dem 11. September 2001. Sondern in der Welt nach der Welt nach dem 11. September 2001.

Denn wie sah die Ära aus, die am 12. September 2001, nach den Al-Qaida-Anschlägen auf New York und Washington, anzubrechen schien? Sie sollte ein großes Thema haben: den Kampf des Westens gegen den Terrorismus und den radikalen Islam. Und eine große Macht: die Vereinigten Staaten, die bis aufs Blut gereizt waren, aber auf der Höhe ihrer Kraft und zum Gegenschlag bis hin zur offenen Weltherrschaft bereit. Doch es ist anders gekommen, ganz anders.

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Die USA sind heute angeschlagen, womöglich gebrochen; sie stecken in einer Depression, wie niemand sie vor zehn Jahren für möglich gehalten hätte. Und der »Global War on Terror«, wie die Strategen der Bush-Regierung ihren Feldzug gegen das Böse nannten, ist mitnichten der Schlüssel zur Geschichte des 21. Jahrhunderts geworden. Osama bin Laden ist tot, der schlimmste Feind des Westens sind seine eigenen Schulden, und für »die muslimische Welt« spricht eine neue, rebellische Generation von Tunesien bis Syrien.

Zeitleiste
Was seit 9/11 geschah
Der 11. September 2001

© Spencer Platt/Getty Images

Um 8.46 Uhr stürzt ein Passagierflugzeug in den Nordturm des World Trade Centers in New York. Als um 9.03 Uhr eine zweite Maschine den Südturm trifft, ist klar: Amerika wird angegriffen. In Washington rast um 9.37 Uhr ein weiteres Flugzeug ins Pentagon. Ein viertes, welches wohl das Kapitol treffen sollte, stürzt um 10.03 Uhr in der Nähe von Pittsburgh ab. Zu den Anschlägen bekennt sich al-Qaida. Mindestens 2989 Menschen sterben.
 

Krieg in Afghanistan

© Scott Olson/Getty Images

Am 7. Oktober 2001 beginnt der Krieg in Afghanistan. Er ist gegen die Taliban und al-Qaida gerichtet, die in Afghanistan Ausbildungslager unterhält. Der Einsatz stützt sich auf die UN-Resolution 1368. Ende 2001 beginnt die Isaf-Mission, ein friedenserzwingender Einsatz mit UN-Mandat, der bis heute andauert. Bislang fielen mehr als 2.700 Soldaten, darunter 53 deutsche. Noch viel höher ist die Zahl der getöteten Zivilisten; allein 2010 starben 2.777

Patriot Act

Als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September sowie eine Anthrax-Anschlagsserie auf Nachrichtensender und Senatoren verabschiedet der US-Kongress am 25. Oktober 2001 ein neues Bundesgesetz. Die Abgeordneten nennen es "USA PATRIOT Act" (Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act): "Gesetz zur Stärkung und Einigung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu blockieren". Im November 2001 verschärft Bush das Bundesgesetz durch den Zusatz, dass Terrorverdächtige, die nicht die US-Staatsbürgerschaft besitzen, von nun an zu unbeschränkter Haft verurteilt werden können. Das Gesetz wurde seither mit zahlreichen Erweiterungen ausgestattet und ist noch heute gültig.

"Schuhbomber" gestoppt

© Saul Loeb/AFP/Getty Images

Am 22. Dezember 2001 scheitert der Versuch des Briten Richard Reid, ein Flugzeug auf dem Weg von Paris nach Miami zum Absturz zu bringen. Die Menge an Plastiksprengstoff, die er dazu in seinem Schuh versteckte, hätte dafür ausgereicht. Doch als Reid den Sprengsatz zünden will, wird er überwältigt. Reid sagt später aus, im Namen von al-Qaida gehandelt zu haben. Er wird zu dreimal lebenslang plus 200 Jahren Haft verurteilt. 

Die Bundeswehr in Afghanistan

© Miguel Villagran/Getty Images

Mit der Schlacht um den Höhlenkomplex Tora Bora beginnt im Dezember 2001 der deutsche Afghanistan-Einsatz. Die Spezialkräfte leisten im Rahmen der Operation Enduring Freedom Aufklärungs- und Abriegelungsarbeiten. Im Januar 2002 beginnt für die Bundeswehr der Isaf-Einsatz. Im Juli 2005 übernimmt Deutschland die Führung des Regionalkommandos Nord. Rund 5.000 Bundeswehrsoldaten sind in Afghanistan stationiert

Guantánamo-Erweiterung

© John Moore/Getty Images

Im Januar 2002 lässt die Bush-Regierung den Marinestützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba um ein Internierungslager erweitern. Dort werden Terrorverdächtige festgehalten – ohne Anklage und oft ohne Rechtsbeistand. Geständnisse werden bisweilen unter Folter oder ihrer Androhung erpresst. Im Januar 2009 verfügt Barack Obama die Schließung des Lagers. Der Plan scheitert. 171 Gefangene sind noch in Guantánamo.

Bombenanschlag auf Djerba

© Fethi Belaid/AFP/Getty Images

Am 11. April 2002 sterben durch einen Anschlag auf der tunesischen Insel Djerba 21 Touristen, darunter 14 Deutsche. Die Urlauber besuchen die al-Ghriba-Synagoge, als ein Lastwagen mit rund 5000 Litern Flüssiggas das Gebäude rammt und explodiert. Später bekennt sich al-Qaida zu dem Anschlag. Im Januar 2009 beginnt in Paris ein Prozess, unter anderem gegen den Deutschen Christian Ganczarski. Er wird zu 18 Jahren Haft verurteilt.

Ground Zero vom Schutt befreit

© Eric J. TIlford/U.S. Navy/Getty Images

Die Räumung des Trümmerfeldes am Ground Zero wird im Mai 2002 nach acht Monaten Arbeit offiziell für beendet erklärt. Ausgewählte Überreste der zerstörten Türme, Autowracks und Flugzeugteile werden aufbewahrt. Gemeinden, Hilfsorganisationen und Privatpersonen können einzelne Erinnerungsstücke beantragen und ausstellen. Eines der Trümmerteile wird bald in Oberviechtach in der Oberpfalz stehen. 

Bombenanschläge auf Bali

© Choo Youn-Kong/AFP/Getty Images

Durch den bislang schwersten Terroranschlag in der indonesischen Geschichte werden auf der Insel Bali am 12. Oktober 2002 insgesamt 202 Menschen getötet. 209 Personen werden zum Teil schwer verletzt. Ein Selbstmordattentäter zündet eine Bombe direkt in einer Bar, eine Autobombe vor einem zweiten Lokal reißt weitere Menschen in den Tod. Zu der Tat bekennt sich die radikalislamistische Terrororganisation Jemaah Islamiyah.

Kriegsbeginn im Irak

© Mirrorpix/Getty Images

George W. Bush stellt dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein am 18. März 2003 ein Ultimatum, das Land zu verlassen. Als Hussein nicht reagiert, greift die so genannte Koalition der Willigen unter Führung der USA den Irak an. Es ist ein völkerrechtswidriger Krieg. Am 9. April nehmen die Streitkräfte die irakische Hauptstadt Bagdad ein. Seit 2003 starben im Irak fast 4.500 US-Soldaten und mehr als 100.000 Zivilisten. 

Anschlagsserie in Istanbul

© Sean Gallup/Getty Images

Binnen einer Woche erschüttern zwei islamistisch motivierte Terroranschläge Istanbul. Am 15. November 2003 explodieren zwei Autobomben vor dem größten jüdischen Gotteshaus Neve Shalom und vor der Beth-Israel-Synagoge. Es sterben 24 Menschen, 240 werden verletzt. Fünf Tage später explodiert ein Kleinlaster vor einer britischen HSBC-Bank. 33 Menschen kommen ums Leben, 400 weitere werden verletzt.

Der Folterskandal von Abu Ghraib

© Behrouz Mehri/AFP/Getty Images

Im Mai 2004 werden Fotos und Filme aus dem Militärgefängnis Abu Ghraib im Irak bekannt. US-amerikanische Geheimdienst- und Gefängnismitarbeiter quälten dort Gefangene mit brutalen Methoden. Das Gefängnis war bereits unter Saddam Hussein berüchtigt, nach der Besetzung wurde es von der US-Armee zum Teil als Basis umgebaut. Die Bilder aus Abu Ghraib fügen dem Ruf der USA vor allem in muslimischen Ländern erheblichen Schaden zu. 

Saddam Hussein wird festgenommen

© Stefan Zaklin-Pool/Getty Images

In einem Erdloch in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit fassen amerikanische Besatzungstruppen den ehemaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein. Nach Darstellung der USA hatte ihnen ein ehemaliger irakischer Geheimdienstler das Versteck des Diktators verraten. Saddam Hussein wird am 5. November 2006 in Bagdad zum Tode durch Erhängen verurteilt. Am 30. Dezember 2006 wird das Urteil in der Stadt al-Kadhimiya vollstreckt.

Anschläge auf Pendlerzüge in Madrid

© Getty Images

Der islamistische Terrorismus erreicht Europa. Am 11. März 2004 kommen durch Bombenanschläge auf vollbesetzte Pendlerzüge in der spanischen Hauptstadt Madrid 191 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 werden verletzt. Der damalige spanische Regierungschef José María Aznar hält eisern an der These fest, die Anschläge seien von baskischen Eta-Separatisten verübt worden. Seine Partei verliert die Wahl drei Tage später. 

Luftsicherheitsgesetz in Deutschland

© Alex Grimm/Getty Images

Die Bundesregierung beschließt immer neue Anti-Terror-Gesetze. Das Luftsicherheitsgesetz vom Januar 2005 wird schon ein Jahr später durch das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Ebenfalls vom höchsten deutschen Gericht kassiert wird die Regelung zur Vorratsdatenspeicherung. In Kraft sind dagegen weiterhin das Terrorismusbekämpfungsgesetz sowie die Neuregelung des BKA-Gesetzes. 

Anschläge auf die Londoner U-Bahn

© Stephen Munday/Getty Images

Eine weitere europäische Metropole wird zum Ziel islamistischer Terroristen: In den frühen Morgenstunden des 7. Juli 2005 sprengen sich in London vier "Rucksackbomber" in die Luft – drei von ihnen in vollbesetzten U-Bahnzügen, einer in einem Doppeldeckerbus. Sie reißen 52 Menschen mit in den Tod und verletzen mehr als 700. Nur wenige Tage später, am 21. Juli, scheitert eine weitere Anschlagserie in der Londoner U-Bahn. Die Sprengsätze detonieren nicht.

Der Fall Murat Kurnaz

© Sean Gallup/Getty Images

Ende 2005 wird der Fall des Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz bekannt. Der aus Bremen stammende Türke reiste kurz nach 9/11 nach Pakistan. Er gerät in US-Gefangenschaft, wird als Gotteskrieger beschuldigt und nach eigenen Angaben in Guantánamo gefoltert. Der Fall bringt den damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Erklärungsnot, weil es bereits 2002 Angebote zur Freilassung Kurnaz' gab. Erst 2006 kommt er frei.

Terroranschläge auf Mumbais Nahverkehr

© STR/AFP/Getty Images

Mitten im Feierabendverkehr des 11. Juli 2006 erschüttern sechs Explosionen in Nahverkehrszügen die indische Millionenmetropole Mumbai. 209 Menschen sterben dabei, 714 werden verletzt. 2008 wird Mumbai nochmals Schauplatz eines Terroranschlags: Terroristen greifen mit Handgranaten und Schnellfeuerwaffen zehn Ziele in der Stadt an, besetzen das Luxushotel "Taj Mahal" und nehmen Geiseln. Fast 200 Menschen verlieren dabei ihr Leben.

Die "Kofferbomber" scheitern

© Friedemann Vogel/Getty Images

Ein Konstruktionsfehler verhindert am 31. Juli 2006 zwei Bombenexplosionen in Deutschland. Die beiden Täter hatten am Kölner Hauptbahnhof Gepäckstücke, die mit Sprengsätzen präpariert waren, in zwei Regionalzügen deponiert. Die Zerstörungskraft der Bomben war vergleichbar mit denen, die 2005 in London eingesetzt wurden. Einer der Täter wird in Deutschland zu lebenslanger, der zweite in Beirut zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Die Sauerland-Gruppe fliegt auf

© Kirsten Neumann/Getty Images

Am 4. September 2007 setzen Fahnder die vier Mitglieder einer deutschen Terrorzelle fest. Sie wird unter dem  Namen "Sauerland-Gruppe" bekannt, weil sie in dieser Region festgenommen wird. Im Dienst der Islamischen Dschihad Union (IJU) planten sie Anschläge auf US-Soldaten, dies geben sie später vor Gericht zu. Ihr Ziel sei der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gewesen. Sie werden zu teils langen Haftstrafen verurteilt.

Machtwechsel in den USA

Nach acht Jahren George W. Bush wählt Amerika am 2. November 2008 einen Neuanfang. Barack Obama erbt von seinem Vorgänger zwei Kriege. Jenen im Irak, gegen den er sich schon als Senator ausgesprochen hatte, will er möglichst rasch beenden. Im Laufe des Jahres 2010 lässt er die letzten Kampftruppen abziehen. Obama legt sein Augenmerk stattdessen mehr auf Afghanistan. Eine massive Truppenaufstockung auf 130.000 Soldaten soll die Wende bringen. Anfangs gelingt das Unterfangen, viele Taliban-Führer werden festgenommen oder getötet. Doch im Laufe des Jahres 2010 wird der Krieg blutiger denn je. Die Taliban vermeiden offene militärische Auseinandersetzungen. Stattdessen verüben sie Anschläge und legen Sprengfallen. Beobachter halten einen ausufernden Bürgerkrieg für möglich.

Der verhinderte "Unterhosenbomber"

© U.S. Marshals Service via Getty Images

Am 25. Dezember 2009 versucht der Nigerianer Umar Faruk Abdulmutallab, einen Airbus mit 289 Menschen an Bord auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit in die Luft zu sprengen. 80 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffes PETN hat er in seiner Unterhose versteckt. Er wird überwältigt, als er den Sprengsatz zünden will. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf Jemen, wo Abdulmutallab zum Al-Qaida-Kämpfer ausgebildet wurde.

WikiLeaks-Veröffentlichungen

© Dan Kitwood/Getty Images

Die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht am 25. Juli 2010 fast 92.000 Dokumente über den Krieg in Afghanistan. Die US-Regierung kritisiert die Veröffentlichung der Aktenstücke scharf. Insbesondere das amerikanisch-pakistanische Verhältnis wird in der Folge dadurch belastet. Am 23. Oktober 2010 veröffentlicht WikiLeaks rund 400.000 Dokumente aus dem Irak-Krieg sowie wenig später tausende Botschaftsdepschen.

Bomben in Frachtflugzeugen

© Karim Sahib/AFP/Getty Images

In zwei Frachtflugzeugen aus dem Jemen finden Ermittler in Nottingham und Dubai am 29. Oktober 2010 Paketbomben, die die Maschinen über der Ostküste der USA zur Explosion bringen sollten. Al-Qaida bekennt sich dazu und verkündet, künftig verstärkt Frachtmaschinen attackieren zu wollen. Die vereitelten Attentate offenbaren eine Schwachstelle im Kampf gegen den Terror: den Luftfrachtverkehr. Zusätzliche Kontrollen sind die Folge

Anschlag am Frankfurter Flughafen

© Daniel Roland/AFP/Getty Images

Ein radikalislamistischer Kosovare erschießt am 2. März 2011 auf dem Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten. Der 21 Jahre alte Mann zückt vor einem Militärbus der amerikanischen Luftwaffe plötzlich eine Pistole und feuert neun Mal auf die Insassen. Er tötet zwei Soldaten und verletzt zwei weitere schwer. Es ist der erste geglückte islamistische Terroranschlag in Deutschland. Ende August beginnt in Frankfurt der Prozess gegen den Attentäter. 

Das Ende der Jagd auf bin Laden

© Pete Souza/The White House via Getty Images

Am 2. Mai 2011 erschießen US-Navy-Seals Osama bin Laden in dessen Anwesen im pakistanischen Abbottabad. Barack Obama verfolgt die von ihm befohlene Aktion zusammen mit Außenministerin Hillary Clinton und Mitarbeitern live. Unmittelbar nach der Bekanntgabe von bin Ladens Tod versammeln sich Tausende Menschen vor dem Weißen Haus in Washington und am Ground Zero in New York, um den Tod des Terroristenführers zu feiern. 

Dass die Erwartungen so getäuscht wurden, dass die Welt über ihre Zukunft derart falsch lag, ist wie eine Kippfigur: Es stecken zugleich ein Desaster und eine Hoffnung darin. Den Terror und die muslimischen Radikalen zu bekämpfen, auch militärisch, war und ist richtig. Doch diesen Kampf für den neuen Weltkrieg zu halten, für einen Epochenkonflikt wie die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus oder der Sowjetunion, war ein schwerer Fehler. Es war kein niedriger, würdeloser Fehler, es steckte die Sehnsucht darin, eine historische Herausforderung zu bestehen, wie Churchill und Roosevelt sie gegen Hitler bestanden hatten – aber ein Fehler war es trotzdem.

Leserkommentare
  1. Und passender Schluss:

    "Es geht um die Überwindung der historischen Faulheit."

    Daumen hoch!

  2. Die "zehn verlorenen, zerstörerischen Jahre seit dem 11. September 2001" vermag ich nicht zu erkennen. Seit 9/11 war der Kampf gegen den Terrorismus zumindest in der westlichen Welt ziemlich erfolgreich. Während noch vor wenigen Jahrzehnten regelmäßige Gewaltorgien der RAF, der IRA, der ETA, der Roten Brigaden, ... fast schon zum unvermeidlichen Alltag gehörten, sind derlei Exzesse relativ selten geworden.
    Kein Zweifel: Jeder Anschlag ist ein Anschlag zu viel, aber die optimierten Sicherheitsvorkehrungen nach 9/11 haben doch eine sehr positive Auswirkung auf die innere Sicherheit in Deutschland, Europa und Nordamerika gehabt.
    9/11 war eine Tragödie, aber eine, aus der sehr viele positive Schlüsse gezogen wurden. So war der Tod der knapp 3.000 Opfer vielleicht nicht ganz sinnlos (auch wenn die Angehörigen das aus nachvollziehbaren Gründen sicher anders sehen).

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • FahadA
    • 09. September 2011 20:25 Uhr

    "Seit 9/11 war der Kampf gegen den Terrorismus zumindest in der westlichen Welt ziemlich erfolgreich. ... So war der Tod der knapp 3.000 Opfer vielleicht nicht ganz sinnlos."

    Haben Sie mal den Preis dafuer beruecksichtigt?
    Ich neige dazu, kalt aufzurechnen.

    Der Preis für den KAmpf gegen den Terror war viel zu hoch. Ich spreche nicht nur von den Hunderttausenden Zivilisten die in Zuge dessen gestorben sind. Sondern das Abwenden von der Vereinigung unserer Staaten hier in Europa und auch weltweit. Vom Krieg gegen den Terror haben nur Kriegstreiber und Rohstoffhändler profitiert. Durch den Krieg gegen den Terror gab es mehr Terroranschläge als es ohne diesen jemals gegeben hätte. Ich weiß nicht ob sie die knapp 100.000 toten Iraker und Tausende Soldaten verdrängen. Diese sind alle Opfer von Terror geworden den es sonst in dieser Form nie gegeben hätte. Die USA wollte doch diesen Krieg langfristig aufziehen. Eigentlich genial. Ein Feind der nie besiegt werden kann, da es durch jeden Krieg gegen den Terror mehr Kinder gibt die sehen wie ihre Eltern zerfezt und vergewaltigt werden. Daraus folgen immer neue Krieger gegen den Westen.
    So lebte die Welt in Angst bestimmte Gruppen bereichern sich an Kriegen. Das sind Waffenhersteller(Militärindustrie), Rohstoffhändler und Banken.
    Alle diese Branchen fahren seit dem Beginn des sogenannten "War on Terror" Rekordgewinne ein. Schwache Regierungen ließen sie machen und die Zeche zahlen wir und die Muslime. Sie zahlen mit Blut, Leid und unsicheren Lebensverhältnissen. Wir zahlen mit der Euro,Dollar, Wirtschaft,Sozial und Gesellschafts-Krise.
    So wie sich die Welt von 90-2000 entwickelt hat (Internet etc.) muss man von 10 verloren Jahren sprechen...

    • FahadA
    • 09. September 2011 20:25 Uhr

    "Seit 9/11 war der Kampf gegen den Terrorismus zumindest in der westlichen Welt ziemlich erfolgreich. ... So war der Tod der knapp 3.000 Opfer vielleicht nicht ganz sinnlos."

    Haben Sie mal den Preis dafuer beruecksichtigt?
    Ich neige dazu, kalt aufzurechnen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • bayro79
    • 09. September 2011 21:44 Uhr

    ""Seit 9/11 war der Kampf gegen den Terrorismus zumindest in der westlichen Welt ziemlich erfolgreich. ... So war der Tod der knapp 3.000 Opfer vielleicht nicht ganz sinnlos."
    Haben Sie mal den Preis dafuer beruecksichtigt?
    Ich neige dazu, kalt aufzurechnen."

    gut kommentiert Fahad. Wenn ich so ein Kommentar vom Vorposter lese, gehen bei mir die Fingernägel hoch.
    Wie unterschiedlich wertvoll ein Menschenleben auf der Welt sein kann. Gratulation Freiheitsfreund

  3. Na, da haben wir wirklich wieder mal Glück gehabt: Die Zeit, in Person von Herrn Jan Ross, beendet den weltweiten Krieg gegen den Terror und umgekehrt.
    Geht es auch etwas kleiner?

  4. Je öfter man diesen Text liest, um so verwirrter wirkt er. Die vergangenen zehn Jahre standen nur für texanische Cowboys und ihre Freunde im Zeichen des Kampfes gegen den Terror. Das war nur ein Nebenschauplatz, der aus dem vorigen Jahrhundert ererbt war.
    Die vergangenen zehn Jahre standen vor allem im Zeichen des Aufstiegs Chinas zur Weltmacht. Die Sezession in Sudan, die Arabellion und insbesondere die Eroberung Libyens war nichts weiter die versuchte Herrschaftssicherung zugunsten von Big Oil und zu Lasten Chinas.

  5. Dass Obama in Arabien derzeit andere machen lässt, zeugt von seiner Schwäche und seiner Intelligenz (gegenüber seinen Vorgängern). Einstweilen pumpen die Saudis Milliarden nach Ägypten, um das Land wirtschaftlich im westlichen Herrschaftsbereich und politisch-ideologisch unter die Herrshcaft der Salafisten zu bringen.
    Sollte das schief gehen, stünden die USA am nächsten Tag am Suez-Kanal.

    • bayro79
    • 09. September 2011 21:44 Uhr

    ""Seit 9/11 war der Kampf gegen den Terrorismus zumindest in der westlichen Welt ziemlich erfolgreich. ... So war der Tod der knapp 3.000 Opfer vielleicht nicht ganz sinnlos."
    Haben Sie mal den Preis dafuer beruecksichtigt?
    Ich neige dazu, kalt aufzurechnen."

    gut kommentiert Fahad. Wenn ich so ein Kommentar vom Vorposter lese, gehen bei mir die Fingernägel hoch.
    Wie unterschiedlich wertvoll ein Menschenleben auf der Welt sein kann. Gratulation Freiheitsfreund

    Antwort auf "Wirklich?"
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    • FahadA
    • 09. September 2011 22:06 Uhr

    In diesen Tagen schaue ich mir gerne Videos an:

    http://www.youtube.com/wa...

    und das hier:

    http://www.youtube.com/wa...

    Schauen Sie doch einmal auf meinem blog vorbei:

    http://aliqapoo.wordpress...

  6. 8. na ja

    Entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/mk

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