Mercedes-Benz SLK 250 Blue Efficiency: Fahren und föhnen
Christine Brinck und Josef Joffe fahren den Mercedes-Benz SLK 250 blue Efficiency
Der SLK ist der ideale Drittwagen für den urbanen Menschen mit etwas Extrageld: die S-Klasse für Büro und Brut, der Smart für die Parklücken, das Cabrio für die Landpartie zu zweit. Der Kofferraum des SLK bietet selbst bei eingeklapptem Dach reichlich Platz für die Wochenend-Grundausstattung. Bei manchen anderen Roadstern ist nach zwei Kulturbeuteln Schluss.
Überhaupt das Dach: ein Wunderwerk. In 20 Sekunden schnurrt es auf oder zu, millimetergenau auf Nut und Feder, ohne sich je zu verhaspeln. Wer 2.400 Euro drauflegt, kriegt "Magic Sky Control", ein Glasdach, das per Knopfdruck Licht reinlässt oder abblockt. Eine Sonnenbrille für die zarte Kopfhaut. Oder Ausguck zu den Sternen.
Apropos zart und romantisch: Seit dem berühmten schwarzen 190 SL der 1957 ermordeten Frankfurter Lebedame Rosemarie Nitribitt galten die Benz-Roadster als Frauen-Gefährte. Die jüngste Variante versucht sich im machomäßigeren Auftritt; davon zeugen die stilistischen Zitate vom Flügeltürer 300 SL, der seine Karriere als Rennwagen begann. Die Jungs können sich für 3.300 Euro das AMG-Sportpaket kaufen: tieferes Fahrwerk, straffere Dämpfung, brutalere Bremsen. Vor allem: rote Sitzgurte, die womöglich den Coolness-Koeffizienten hochtreiben. Die Damen aber bleiben im Rennen, sehr wohlfeil sogar. Bestellen sie Designo-Zirkonrot, gibt’s den passenden Nagellack kostenlos mit dazu. Das Herz jauchzt, denn lang ist die Aufpreisliste. Der nackte SLK kostet 42.000 Euro, die Testversion mehr als 66.000 Euro.
Ein Roadster ist kein Carrera; deshalb nehme man Haarnadelkurven nicht ganz so schnell. Aber dieser ist ein passabler Ersatz, jedenfalls, wenn man ihn im Sportmodus fährt. Dann packt er zu und ist in sieben Sekunden auf hundert. Im Eco-Modus verzögert sich der Spaß und bremst den Wagemut beim Überholen. Das offene Dach erlaubt Sprachverkehr bis 130 km/h. Bei flotter Fahrt laufen über zehn Liter aus dem Tank.
Ob Mann oder Frau, beide freuen sich über die Warmluftdüsen in den Kopfstützen, eines der meistgeorderten Extras. Der "Airscarf" überwindet das härteste Problem der Mitteleuropäer: nur 1.500 Sonnenstunden im Jahr. Aber auch in kältester Dunkelheit fächelt der Nackenföhn Wärme und Geborgenheit – für nur 487 Euro (ohne MwSt). Ein Flug in den Sunshine State Florida plus Cabrio-Miete ist nicht ganz so billig.
Technische Daten
Motorbauart: 4-Zylinder-Benzinmotor
Leistung: 150 kW (204 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 6,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 244 km/h
CO2-Emission: 160 g/km
Durchschnittsverbrauch: 6,9 Liter
Basispreis: 41.828 Euro
Christine Brinck ist Autorin bei der ZEIT
Josef Joffe ist Herausgeber der ZEIT










Ein Drittwagen für 66.000 €? Bei der Zeit scheint man wohl reichlich zu verdienen! ;-)
... davon verstehen wir nichts.
... davon verstehen wir nichts.
... davon verstehen wir nichts.
Immer dann, wenn J. Joffe beim "Autotest" als (folglich Co-) Autor zeichnet, ist noch jemand dabei. Hat J. Joffe keinen Führerschein?
Vielleicht die Ghostwriterin? ;-)
Vielleicht die Ghostwriterin? ;-)
Daher fährt ihn auch meine Gattin - und ich nur den SL
Vielleicht die Ghostwriterin? ;-)
Haben wirklich die beiden genannten Autoren diesen Artikel geschrieben?
Oder, lassen Sie mich die Frage anders stellen. In welcher Hinsicht, bitteschön, wäre der Text anders, wenn er von Daimlers PR-Leuten verfasst gewesen wäre? Gut, er wäre holpriger, angelsächsischer, marketingmüffeliger, aber wäre er vom Aufbau und vom Inhalt wesentlich anders? Ich glaube, nicht.
Ein klitzekleines Bisschen Kritik macht sich gut, damit der Anschein nicht allzu aufdringlich wird, man würde einen Gefälligkeitsbeitrag dafür schreiben, daß man schöne Autos für Wochenendausflüge vorbeigebracht bekommt.
In "weiß" möchte ich den SLK nicht geschenkt bekommen, in "blau" würde ich einem solchen Geschenk nicht abgeneigt sein.
Ihn selber zu kaufen, wäre so oder so nicht drin.
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