"Religionen bieten uns metaphysische Placebos an"
ZEITmagazin: Ebendarum wäre ich vorsichtig damit, zu behaupten, dass wir durch Introspektion Wissen über uns selber gewinnen können: Wir machen Erfahrungen, das ist etwas anderes.
Metzinger: Sehe ich genauso. Aber die radikale Skepsis ist ebenfalls keine Lösung. Natürlich kann uns nichts dazu zwingen, die Berichte über veränderte Bewusstseinszustände und spirituelle Erfahrungen aus allen Menschheitstraditionen ernst zu nehmen. Vielleicht waren es wirklich alles nur Halluzinationen, komplexe Selbsttäuschungen, die später als Begründung für Religion und Moral dienten. Doch sich mit diesem Urteil zufriedenzugeben hat eine gewisse Qualität des absichtlichen Sich-dumm-Stellens. Die wirklich spannende Frage ist heute: Kann es eine ideologiefreie, völlig säkulare Form von Spiritualität geben?
ZEITmagazin: Was meinen Sie?
Metzinger: Eine radikal individuelle Praxis, ein Handeln mit dem eigenen Bewusstsein, bei dem es um Erkenntnis und nicht um schöne Gefühle geht, um Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber. Die Religionen bieten uns metaphysische Placebos an: den Glauben an die eigene Unsterblichkeit oder daran, dass man in seiner Existenz von einem personalen Gott gewollt sei. Nach heutigem Wissen spricht wenig dafür. Können wir also in der momentanen Übergangsphase aufgeschlossen bleiben für das, was wir einfach nicht wissen, ohne dabei in ein weiteres Wahnsystem zu verfallen? Vielleicht stellen unsere Nachfahren dann in 50 oder auch 200 Jahren fest, dass mystische Erfahrungen unter bestimmten Bedingungen eben doch eine Form von Wissen sind, aber eine ganz andere, als wir dachten.
ZEITmagazin: Ich bezweifle allerdings, ob Menschen ein solches Ziel ganz ohne Glauben erreichen können. Regelmäßig zu meditieren beispielsweise verlangt viel Selbstdisziplin. Und die Erfahrungen sind keineswegs nur angenehm, sondern mitunter regelrecht verstörend. Man muss bequeme Gewissheiten und schließlich auch seine Vorstellungen vom eigenen Ich hinter sich lassen. Da brauchen Sie schon eine starke Motivation, um dabeizubleiben.
Metzinger: Und religiöse Selbsttäuschung steigert diese Motivation. Allerdings zeigt Meditation auch viele überprüfbare Wirkungen: Psychosomatische Krankheiten, Konzentrationsfähigkeit oder auch Lebenszufriedenheit bessern sich. Und es gibt seit Jahrhunderten einen klassischen Maßstab, den sogar die Außenwelt anlegen kann: Macht die spirituelle Praxis einen Menschen moralischer? Altruismus zeichnet angeblich ja auch die Heiligen aus.
ZEITmagazin: Nur sind die wenigsten über Nacht heilig geworden – wenn überhaupt. Die Effekte, die Sie beschreiben, stellen sich oft erst nach vielen Jahren der Übung ein. So lange muss man daran glauben, dass die Mühe sich lohnt.
Metzinger: Statt blind den Dogmen irgendwelcher Lehrmeister zu folgen, ließen sich aus der Kombination von Wissenschaft, Philosophie und jahrhundertealtem Erfahrungswissen möglicherweise bessere Formen von Meditation entwickeln. Die ganz grundsätzliche Frage, ob wir in Zukunft ohne Glauben auszukommen vermögen, bleibt allerdings offen. Ich selbst bin da eher pessimistisch. Können Menschen das Richtige tun, ohne auf eine Belohnung zu hoffen? Es zu lernen wäre eine große Herausforderung.









Es ist wirklich schade, da hat mal ein Wissenschaftler ein außerkörperliches Erlebnis und kommt dann - auf Grund des Zeitgeistes - zu so falschen Schlüssen.
Die Seele kann tatsächliche Exkursionen außerhalb des Körpers unternehmen und zuverlässig die materielle Umgebung wahrnehmen. Monroe schildert das in seinen Büchern. Es wird aber auch immer wieder von anderen zweifelsfrei berichtet.
Hier habe ich ein Erlebnis aus dem 19. Jahrhundert gefunden:
"Ein Auswanderer nach Amerika besuchte Hahn bei einem Aufenthalt in Deutschland. Er meinte, Hahn solle ihn nun auch einmal in Amerika besuchen. Worauf der erwiderte, dass er im Geist bereits dort gewesen sei.
Nun schilderte ihm genau das Aussehen seines Hauses und die Umgebung, auch die Einrichtung seiner Wohnung mit ihren Zimmern, Öfen und Möbeln. Auch sagte er ihm, welche Personen in welchen Zimmern schliefen." ( http://glaubeunderkenntni... )
Auch die [url=http://derteacher.blogspot.com/2011/02/auszuge-aus-nahtoderlebnissen.html]Nahtoderlebnisse[/url] beweisen, dass die Seele tatsächlich unabhängig vom Körper ist. Von den [url=http://geheimnisdesmenschen.blogspot.com/2008/10/die-wissenschaftliche-erforschung-der.html]Reinkarnationserlebnissen[/url] ganz zu schweigen.
Mit der interdisziplinären Forschung scheint es noch nicht so recht zu klappen. Sonst würde man nicht Forschungsgelder verschleudern für Fragen, die längst befriedigend beantwortet sind.
Da zwei links nicht direkt angeklickt werden können, hier nochmals:
Nahtoderlebnisse: http://derteacher.blogspo...
Reinkarnation: http://geheimnisdesmensch...
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Wie wahr, wie wahr und wunderlich!
Wie kommt das eigentlich, dass die Wissenschaft so unfassbar intelligente Leute wie unseren Herr ersten Kommentator nicht mit Kusshand einladet?
Immerhin braucht die wissenschaftliche Landschaft doch genau diese Raritäten, Personen die eben das alles schon wissen, was die Wissenschaft nicht herausfindet, egal wie sehr sie sich bemüht. Herr erster Kommentator, ich bin ebenso enttäuscht wie Sie über diese unmöglichen Verhältnisse, die dort vorherrschen. Das stelle sich doch mal einer vor!
Da haben wir doch schon alles herausgefunden, aber keiner will es wissen!
Eine Unverschämtheit!
Mein Beileid, ich stehe vollkommen auf ihrer Seite, und wenn Sie einmal Zeit haben würde ich gerne aus ihrer unerschöpflichen Wissensquelle einen Tropfen Weisheit genießen,
Ganz liebe Grüße
Kommentator 2
Angenehm oder Unangenehm Überrascht, wenn es ein Leben nach dem Tod gäbe!
Angenehm oder unangenehm? -
Aber unabhängig vom eigenen Verhältnis - was ist objektive Tatsache?
Heute können wir mit völliger Gewissheit davon reden, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Fakten dazu sind überwältigend. Wenn das trotzdem noch nicht bis zu jedem Menschen durchgedrungen ist, liegt das daran, dass die Menschen mit ihren vielfältigen Interessen (z.B. viel Geld verdienen) ins Laufrad materialistischer Weltinterpretation und der damit verbundenen Notwendigkeit wissenschaftlich zu forschen verstrickt sind.
Wenn man erst nimmt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, fallen viele Forschungszweige und Berufe weg. Und auch noch manch`anderes. Also haben viele ein Interesse diese Wahrheit zu verleugnen.
Sofern Sie Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Bitte vermeiden Sie Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mo.
Angenehm oder unangenehm? -
Aber unabhängig vom eigenen Verhältnis - was ist objektive Tatsache?
Heute können wir mit völliger Gewissheit davon reden, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Fakten dazu sind überwältigend. Wenn das trotzdem noch nicht bis zu jedem Menschen durchgedrungen ist, liegt das daran, dass die Menschen mit ihren vielfältigen Interessen (z.B. viel Geld verdienen) ins Laufrad materialistischer Weltinterpretation und der damit verbundenen Notwendigkeit wissenschaftlich zu forschen verstrickt sind.
Wenn man erst nimmt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, fallen viele Forschungszweige und Berufe weg. Und auch noch manch`anderes. Also haben viele ein Interesse diese Wahrheit zu verleugnen.
Sofern Sie Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Bitte vermeiden Sie Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mo.
Angenehm oder unangenehm? -
Aber unabhängig vom eigenen Verhältnis - was ist objektive Tatsache?
Heute können wir mit völliger Gewissheit davon reden, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Fakten dazu sind überwältigend. Wenn das trotzdem noch nicht bis zu jedem Menschen durchgedrungen ist, liegt das daran, dass die Menschen mit ihren vielfältigen Interessen (z.B. viel Geld verdienen) ins Laufrad materialistischer Weltinterpretation und der damit verbundenen Notwendigkeit wissenschaftlich zu forschen verstrickt sind.
Wenn man erst nimmt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, fallen viele Forschungszweige und Berufe weg. Und auch noch manch`anderes. Also haben viele ein Interesse diese Wahrheit zu verleugnen.
Sofern Sie Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Bitte vermeiden Sie Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mo.
Komme ich in den Himmel oder in die Hölle. Ich Bevorzuge die Hölle, da sind die Frauen Hübscher! Achtung - Ironie.
Komme ich in den Himmel oder in die Hölle. Ich Bevorzuge die Hölle, da sind die Frauen Hübscher! Achtung - Ironie.
Komme ich in den Himmel oder in die Hölle. Ich Bevorzuge die Hölle, da sind die Frauen Hübscher! Achtung - Ironie.
Ich finde es ermutigend, wie Thomas Metzinger sich den wohl wichtigsten Fragen im Leben stellt. Selbsttäuschung als Aufhänger zu wählen finde ich gelungen. Persönlich hatte ich bislang Selbstlüge gewählt, aber das würde eigentlich voraussetzen, Wahrheit zu kennen.
Ich habe auch Erlebnisse gehabt, außerhalb des Körpers zu schweben, und kein Orgasmus oder anderes Erlebnis hat solch tiefe Glücksgefühle erzeugen können, diese unglaubliche Leichtigkeit des Seins. Der Zustand ließ sich allerdings weder erarbeiten noch erzwingen, er entstand spontan in Momenten von Klarheit und Hingabe, und vielleicht sagt das etwas über unseren natürlichen Seinszustand aus.
Obwohl Herr Metzinger sich bemüht herauszufinden, was wahr ist, dürfte er wohl lediglich Antworten finden für das, was nicht wahr ist, und das ist doch gut so! Denn Wahrheit ist subjektiv, die Sinne nehmen nur etwas wahr, sie filtern und täuschen sich und den Geist in unterschiedlichem Grad. Nisargadatta und einige meiner Lehrer haben es schön formuliert: Du wirst nie wissen, wer du bist. Du kannst aber herausfinden, wer du nicht bist.
[...]
Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass laut Netiquette das Profil für die Veröffentlichung des privaten Blogs vorgesehen ist. Danke. Die Redaktion/vn
...mir wird kalt um's Herz und meiner Seele wird bange.
Bei etwas genauerer Recherche habe ich im Zusammenhang mit dem Philosophen Thomas Metzinger gewisse Verknüpfungen entdeckt: Philosophie - Theologie - Hirnforschung - Neuroethik - Neuro-und Kognitionswissenschaften - Arzneimittelforschung, mit dem Ziel, durch Arzneimittel die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern - Neue Technologien im Rahmen der Robotik...
Es gab in meinem Leben Momente, da schwebte meine Seele über meinem Körper. Wie es dazu kam? Extreme Gewalt!
Die im Interview behandelte Thematik erscheint mir emotional eiskalt. Reiner, kalter Intellekt - Kopf, und sonst "emotionales Brachland". Erschreckend! Zeitgeist.
Das Interview erscheint gerade zeitlich passend zu dem anstehenden Papstbesuch in Deutschland!...
Die Verknüpfung von Forschung (millionenschweres, von der EU aufgelegtes Forschungsprogramm), wo versucht wird, "das Ich-Gefühl in einen virtuellen Doppelgänger und langfristig sogar in Roboter zu überführen", läßt mich innerlich vor Angst erstarren. Wenn ich dann weiter überdenke, dass dies mit Philosophie, Theologie und Pharmaindustrie verknüpft ist, dann möchte ich flüchten.
Ich empfinde mich als denk- und entscheidungsfähigen Menschen. Als Gesamtheit aus Körper, Geist und Seele. Mit einem freien Willen, ebenso wie mit Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein für mich und andere. Ich bin so "irdisch", aus beseeltem Fleisch und Blut.
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