Netz-Sicherheit Baut ein neues Internet!
Die wichtigste Infrastruktur unserer Zeit wird zur Gefahr für Wohlstand und Sicherheit.
Der 5. November 2011 soll ein Tag werden, den niemand vergisst. Hacker haben angekündigt, dass sie Facebook aus dem Internet verbannen wollen. Großspurig schreiben sie: »Bürger der Welt, das Medium der Kommunikation, das Sie alle so lieben, wird vernichtet.« Mehr als 600 Millionen Menschen nutzen das Soziale Netzwerk. Es ist eine der wichtigsten Drehscheiben für den Austausch von Nachrichten, Fotos und Terminen geworden, und nun wollen ein paar Hacker darüber entscheiden, ob Facebook existieren darf – weil es ihnen nicht passt, dass die Firma gelegentlich mit dem FBI zusammenarbeitet?
Noch gibt es Zweifel, ob es dazu kommt. Hacker-Aktivisten verwirklichen nicht alle ihre Pläne. Aber wenn, dann heben sie die vertraute Internetwelt aus den Angeln. Zuletzt haben sie das fast jede Woche getan.
Es begann, als Konzerne wie MasterCard und Amazon im Dezember 2010 bei der erdumspannenden Jagd auf den WikiLeaks-Gründer Julian Assange halfen. Kurz darauf traf sie ein spektakulärer Großangriff aus dem Internet: Von einer Sekunde auf die andere standen ihre Netze und Computer unter Datenbeschuss, und viele Dienste fielen tagelang aus. Aktivisten vom losen Zusammenschluss Anonymous bekannten sich zu dieser »Operation Payback«, und bald suchten sie sich neue Ziele. Eines war der Unterhaltungskonzern Sony. Sein beliebtes Playstation-Spielenetzwerk wurde im April von Hackern unterwandert, und Daten seiner Benutzer wurden offengelegt, sodass der Konzern das vernetzte Spielen mehrere Wochen lang abschalten musste.
Facebook zahlt für gefundene Sicherheitslücken
Die Sache ist also ernst, und das wissen auch die Verantwortlichen bei Facebook. Sicherheitschef Joe Sullivan belohnt deshalb gutwillige Hacker, die eine Sicherheitslücke entdecken, seit vier Wochen mit Prämien. Bug bounty nennt er sie, und 40.000 Dollar hat er inzwischen bezahlt. Zuvor zahlte Facebook nichts, sondern lobte die Helfer nur und trug sie auf einer Ruhmesliste ein, die gar nicht so rühmlich ist, weil sie tief im Netzauftritt versteckt ist. Warum? Die Liste ist mit 52 Namen schon verflixt lang, und es soll nicht jeder sehen, dass die populärste Kommunikationsplattform der Welt ihre Nutzer nicht allein schützen kann.
Wer sich in diesen Tagen an den Treffpunkten der Hackeraktivisten im Internet herumtreibt, bekommt ein gemischtes Bild von der »Operation Facebook« . Nicht alle Aktivisten halten die Sache für aussichtsreich; längst nicht alle halten sie für eine gute Sache; dafür ereifern sich andere umso mehr. Zurzeit stacheln sie sich vor allem im spanischen und englischen Sprachraum an.
»Am 5. November zeigt Anonymous der Welt: Dies ist die Rache der Unschuldigen!«, schreibt ein gewisser VetaTato.
»DESTROOOOOOOOOOOOOOY!«: Fabricio Mendez reicht ein Wort. »Zerstört!«
»Ich kenne mehrere Sicherheitslücken, die im Augenblick auf Facebook funktionieren. Ich sammele sie für den richtigen Moment«, schreibt ganz kühl leec85.
Halbstarke Computerfreaks mit Großunternehmen im Visier sind im Herbst 2011 zu einer Bedrohung für jeden Konzern geworden, der sich bei der Abwicklung seiner Geschäfte auf das Internet stützt. Und doch sind sie eine vergleichsweise kleine Gefahr. Mächtiger ist das Organisierte Verbrechen, mächtiger sind Hacker in staatlichen Diensten. Die Zwischenfälle, die ihnen zugeschrieben werden, wiegen mittlerweile so schwer, dass sie die Sicherheit und den Wohlstand der westlichen Welt bedrohen.
So mussten Verteidigungsexperten der USA eingestehen, dass Baupläne für das neueste Kampfflugzeug der amerikanischen Streitkräfte über elektronische Datenkanäle gestohlen worden waren. Sie gaben chinesischen Hackern die Schuld.
Dann zerstörten Staatshacker mithilfe eines Computerwurms Tausende Zentrifugen im iranischen Atomprogramm, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte: Der digitale Erstschlag ist erfolgt.
Kurze Zeit später wurde im Frühjahr 2011 die New Yorker Technologiebörse Nasdaq zum Ziel eines Cyberangriffs. Gleichzeitig klauten Hacker in mehreren europäischen Ländern Zertifikate zur Klimagasemission und verkauften sie für nahezu 50 Millionen Euro blitzschnell an der einschlägigen Spezialbörse weiter.
Seither vergeht praktisch keine Woche, in der nicht eine große Firma oder Behörde zugeben muss: Daten sind abhandengekommen, wir wurden gehackt, unsere Onlinedienste sind ausgefallen, unsere Kunden sollten sich zur Sicherheit neue Kreditkarten zulegen. Getroffen hat es: die Finanzgruppe Citigroup und die Hotelgruppe Hilton, Neckermann und Nintendo, die CIA und den Senat der USA. Auch die deutsche Bundespolizei ist unter den Opfern.
Für die heutige Nutzung ist das Netz gar nicht ausgelegt
»Ist da eigentlich eine Hackerepidemie ausgebrochen?«, fragte kürzlich Bruce Schneier, ein renommierter Sicherheitsexperte aus der amerikanischen Hauptstadt Washington.
Eine andere, viel wichtigere Frage lautet: Wie konnten diese Hacker überhaupt so erfolgreich sein?
Die unbequeme Antwort lautet: Die wichtigste Infrastruktur unseres Planeten ist zu schwach für das, was sie leisten soll. Die Computer, das Netz, ja die ganze Informationstechnik versagt nun im großen Stil. Nie war das Internet dafür vorgesehen, solche Massen hochgradig privater, wirtschaftlich unentbehrlicher und überlebenswichtiger Daten zu befördern und zu verwalten. Seine Protokolle und Programme sind nicht dafür ausgelegt. Seine Benutzer haben nicht gelernt, die Risiken zu beherrschen, weder Unternehmen noch Bürger, noch Staaten – und vielleicht werden sie es auch nie tun. Der Mensch ist nicht als Computerexperte geboren.
- "Zeitbombe Internet"
Dieses Internet-Spezial beruht auf dem neuen Buch Zeitbombe Internet. Warum unsere vernetzte Welt immer störanfälliger und gefährlicher wird von Thomas Fischermann und Götz Hamann (Gütersloher Verlagshaus; 255 S., 19,95 €).
Inzwischen benutzen schätzungsweise 2 der 6,7 Milliarden Menschen das Internet. Im Westen könnte niemand das Internet abschalten und dann erwarten, dass sein Leben einfach wie gewohnt weitergeht. Kabelstränge und Computer vernetzen Verkehrsleitsysteme, Handys, Stromzähler, Kriegsflugzeuge; sie verbinden Menschen im Büro, Soldaten im Kampfeinsatz und Teenager beim Flirt.
Wir verlassen uns darauf, dass die Rechenhirne immer da sind, immer antworten und wahlweise den freundlichen Helfer, die Inspirationsquelle, das Nachschlagewerk, den Nachrichtensprecher, den Botschafter oder das kollektive Gedächtnis geben. Selbst wer zu Hause noch ein altes Telefon mit Drehscheibe der Bundespost nutzt, dessen Telefonate gehen spätestens an der nächsten Straßenecke in den riesigen, unsichtbaren Datenstrom ein. Wer seine Bankfiliale aufsucht, schaut im Zweifelsfall einem Menschen dabei zu, wie dieser Daten aufnimmt, nickt und sie in einen Computer speist. Wer ein modernes Handy mit sich herumträgt, muss schon sehr gewieft damit umgehen können, damit das Ding nicht ständig im Internet surft. Wer Energie sparen will und sich vom Elektrizitätswerk einen »smarten Stromzähler« in den Keller hängen lässt, teilt unter Umständen bereits seine Verbrauchsdaten über das weltweite Computernetz mit.
Zusammenbruch in der Größenordnung von Fukushima ist denkbar
Tiefer, immer tiefer gräbt sich das Netz in unseren Alltag und in unser Leben hinein. Und schneller denn je verbreitet es sich um den Globus, wird zum Weltnetz, das seine Tentakel wahrhaft in alle Winkel ausstreckt. »Die heutigen Schwellenländer werden bis 2025 mehr als die Hälfte der Internetwirtschaft ausmachen«, sagt das kalifornische Unternehmen Cisco voraus, das den Großteil der Internetinfrastruktur gebaut hat. Cisco leitet daraus gigantische Wachstumsprognosen für sich selbst, für die Internet- und Elektronikwirtschaft und überhaupt für die Welt ab. Schon heute setze die digitale Wirtschaft zehn Billionen Dollar im Jahr um, schätzt die Washingtoner Denkfabrik Information Technology & Innovation Foundation. Damit trüge sie mehr zum zählbaren Wohlstand bei als der Verkauf von Arzneimitteln, die Investitionen in erneuerbare Energien und die staatlichen Forschungsausgaben zusammen.
Visionäre der Branche bereiten sich schon auf die Geburt eines Homo internet vor. »Je mehr wir diesen Megacomputer benutzen, der uns überall umgibt«, schreibt der amerikanische Zukunftsforscher Kevin Kelly, »desto mehr wird er die Verantwortung für unser Wissen übernehmen. Dann wird er unser Gedächtnis. Und dann unsere Identität.«
Doch nicht alle glauben, dass das schon ausgemachte Sache ist.
Viktor Mayer-Schönberger steht in einer weißen Leinenhose am See und spricht über den Zusammenbruch des Internets. Seine nackten Füße sind vom Tau noch feucht, so früh ist es. »Ich glaube, dass es einen Zusammenbruch geben kann, der die Größenordnung von Fukushima hat und die Debatte über das Netz so verändern würde, wie Fukushima die Debatte über die Atomkraft verändert hat«, sagt der Wissenschaftler.
Mayer-Schönberger stammt aus Zell am See, einem idyllischen Ort südlich von Salzburg. Von dort ist er aufgebrochen und zu einem der führenden Internetexperten geworden: Softwareunternehmer, Professor in Singapur, Harvard-Professor, heute leitet er das Internet Institute im englischen Oxford. Er ist gerade mal 46 Jahre alt, ein schlanker Mann, dessen Haare grau werden, aber in dessen Augen die Neugier leuchtet.
Auch im Sommer, zu Hause am See, begleiten ihn die großen Fragen: Was wird aus dem Internet? Und brauchen wir ein neues? »Wir haben das Netz nach dem Good enough-Prinzip gebaut«, urteilt Schönberger. »So, dass es stets gerade noch funktioniert. Das hat die Kosten gedrückt und die schnelle Ausbreitung erst ermöglicht.«
Die Architekten der Knoten- und Netzwerkstrukturen verfahren gleich; Facebook, Amazon, Sony, ja sogar die Militärs dieser Welt arbeiten oft auf diese Weise.
Doch wie lange ist »good enough« noch gut genug? »Das Internet ist kaputt.« Das sagt nicht irgendein selbst ernannter Experte, sondern David D. Clark, ein Gründervater des Internets und Professor am angesehensten Technologieinstitut der Welt, dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) bei Boston. Eine andere graue Eminenz, Larry Petersen von der Universität Princeton, nennt das Netz ein »zunehmend komplexes und zerbrechliches System«. Und Vint Cerf, auch ein Geburtshelfer des Internets, hat sich angesichts explodierender Internetkriminalität zu seiner Angst bekannt, dass »die internationale Gemeinschaft eines Tages sagt, online zu sein lohnt sich nicht mehr«.
Beim Onlinebanking, glaubte Marion Schmidt-Rutenbeck (Name geändert) immer, man könne ihr nicht viel vormachen. Die Vertriebsassistentin aus Frankfurt erzählt von ihren Vorsichtsmaßnahmen: »Ich habe eine Firewall auf meinem Rechner und ein aktuelles Antivirenprogramm.« Ihr WLAN hatte sie auch verschlüsselt. »20 Jahre lang mache ich schon Onlinebanking«, sagt sie. »Und es ist nie etwas geschehen.« Bis der 14. Juni 2010 kam.
Ihr Kontoauszug von der Deutschen Bank in Frankfurt wies an diesem Tag eine Überweisung von 4.375 Euro an eine Person namens Mindia Kashibadze aus, wohnhaft in Prag. Schmidt-Rutenbeck kannte nicht mal jemanden in Prag. Und noch merkwürdiger: Die Obergrenze für Überweisungen hatte sie selbst auf 1.500 Euro festgesetzt. Aus Sicherheitsgründen. Wie konnte das alles geschehen?
Heimliche Überweisungen
Schmidt-Rutenbeck war erst einmal blank. Die betrügerische Überweisung hatte ihr Guthaben und ihren Überziehungskredit abgegriffen. Ihr Sommerurlaub musste ausfallen, weil auch die Deutsche Bank ihr kühl mitteilte, »dass die Deutsche Bank PGK AG nach Überprüfung des Sachverhaltes sich an dem Ihnen entstandenen Schaden nicht beteiligen wird«.
Die computererfahrene Frau brachte ihren Rechner zur Frankfurter Polizei, wo er von einer Spezialabteilung untersucht wurde, und die fand schließlich 14 Trojanische Pferde auf dem Rechner. Es handelte sich um Software, die ihr schaden sollte, alles trotz Virenschutz. Eines der Programme hatte sich beim Onlinebanking raffiniert und unbemerkt zwischen Kundin und Bank mogeln können.
Am 14. Juni 2010 muss es so gelaufen sein: Schmidt-Rutenbeck machte eine Reihe kleinerer Überweisungen, gab die entsprechenden Geheimnummern ein, aber der Schädling in ihrem Rechner führte heimlich eine ganz andere Überweisung aus. Er erhöhte eigenmächtig ihr Überweisungslimit, und dann überwies er alles verfügbare Geld nach Tschechien.
Durch einen Zufall hat Schmidt-Rutenbeck später noch einen Teil ihres Geldes wiedergesehen: Tschechische Mittelsleute wurden von der dortigen Polizei festgesetzt, und sogar das Geld wurde sichergestellt; ein äußerst seltener Fall. Auf Anwalts- und Gerichtskosten von mehr als 2.000 Euro blieb sie freilich sitzen.
Auch mTAN ist kein sicheres Verfahren
Homebanking kommt für die hessische Bankkundin heute nicht mehr infrage. Und ihr werden andere folgen. Bei Bankgeschäften bricht das Internet gerade zusammen.
44 Prozent aller erwachsenen Deutschen wickeln Überweisungen und mehr übers Internet ab. Man kann sagen, mit dem Onlinebanking haben viele erst einen Sinn im Internet entdeckt – so auch Marion Schmidt-Rutenbeck. Doch nun werden die Gefahren unkalkulierbar, und die Banken haften seltener als früher. Es ist wie verhext, Kriminelle knacken jede gängige Sicherheitstechnologie: »Mit einem Trojaner kann man fast jedes System aushebeln«, sagt Markus a Campo, ein Computerexperte aus Aachen. »Auch die neuerdings verbreiteten mTANs, bei denen Ihnen eine Geheimnummer vor jeder Transaktion per SMS aufs Smartphone geschickt wird. Auch die Authentifizierung mit dem neuen Personalausweis und so weiter.«
A Campo weiß das alles aus praktischer Anschauung. Er gehört in Deutschland zu den führenden Experten, die bei Gerichtsverfahren rings um Bankgeschäfte als Sachverständige geladen werden. A Campo sagt, er persönlich betreibe auch kein Onlinebanking mehr. Zu gefährlich.
Inzwischen manipulieren Kriminelle sogar das Verhalten der Bankkunden. Die neueste Masche: Infiltrierte Computer melden ihrem Benutzer mitten im Homebanking, dass ihre Bank dem Kunden fälschlicherweise 2.500 Euro überwiesen habe. Das müsse nun korrekterweise rückgängig gemacht werden – und viele Kunden tun das. »Solche Angriffe sind der Trick der Zukunft, davon gehen Banken und Polizei aus«, sagt Professor Georg Borges, der IT-Recht an der Uni Bochum lehrt. Er warnt: »Wenn man so geschickt getäuscht wird und dafür unbegrenzt haftet, dann kann das Internet zu einem unkalkulierbaren Risiko werden.«
Das Risiko lässt sich nur vermeiden, wenn man es sein lässt mit dem Onlinebanking. Und mit anderen Dingen auch. Die Computersicherheitsfirma Symantec meldet, dass sie 2010 mehr Softwareschädlinge gefunden habe als zusammengerechnet in allen Jahren zuvor. Die Schädlinge lauern überall: in E-Mails, auf Webseiten, in Chaträumen, in Suchergebnissen bei Google. Eingeschmuggelt zwischen Nachrichten, versteckt zwischen Klatsch und Tratsch auf Facebook. Man kann ihnen kaum entgehen.
Wer völlig schutzlos und unbekümmert in diesem Netz herumsurft, erlebt ein blaues Wunder: Im April stellte die Polizei im niedersächsischen Rotenburg auf einem einzigen Rechner 3.800 Schadprogramme fest; die Besitzerin konnte wohl von Glück sagen, dass ihr am Ende bloß 650 Euro abhandengekommen waren.
»Angesichts der Computerkriminalität kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass Informationssicherheit gerade scheitert«, sagt Adam Shostack, ein ehemaliger Hacker, der heute als Sicherheitsexperte bei Microsoft arbeitet.
Ob das Internet als Waffe gedacht war oder als drogenfreier Trip für langbärtige Ingenieure, ist nicht ganz ausdiskutiert. Tatsache ist: Das amerikanische Verteidigungsministerium hat die Entwicklung bezahlt. Tatsache ist auch: Es hat dafür ein paar denkbar ungewöhnliche Typen angeheuert.
Vint Cerf. Larry Roberts. Robert Kahn. John Postel. David D. Clark. Es ranken sich viele Geschichten um diese Männer – die Erfinder des Internets. Jene Gruppe von Ingenieuren, die in den sechziger und siebziger Jahren die Sammlung technischer Übereinkünfte entwarfen, die man heute das »Internet-Protokoll« nennt. Bis heute gibt es den Rahmen für jeden Datenaustausch im Netz vor, ob es nun um den Versand einer Kurznachricht geht, die Übertragung eines Films auf YouTube, um Geschäfts- oder Staatsgeheimnisse.
Gründerväter ließen Anarchie zu
Das Pentagon wollte ein Netzwerk für seine Computer haben, das unter den widrigsten Bedingungen funktioniert. Die Antwort der Gründerväter auf diese Herausforderung lautete: Anarchie zulassen! Schon im Vorläufer des Internets (Arpanet) wurden Daten aller Art in kleine Pakete zerhackt, und die fanden ihr Ziel, ohne dass eine zentrale Poststelle ihre Strecke geplant und überwacht hätte. Sie suchten sich ihren Weg durchs Netz.
So etwas konnte nur in den Sechzigern passieren: Ausgerechnet im Dienste der Armee schufen die Gründerväter eine Welt frei von Hierarchien.
Die Eliten aus Akademikern und Ingenieuren behielten lange Zeit die Kontrolle. »Wir lehnen Könige und Präsidenten ab«, sagte Gründervater David D. Clark großkotzig, »und Abstimmungen auch. Wir glauben an groben Konsens und an funktionsfähige Programme.«
Erst als in den neunziger Jahren der große Internetboom begann, übernahmen Staaten und die schnell gewachsenen Internetkonzerne das Sagen. Aber die bis dahin geschaffenen Grundlagen haben sich im Kern nicht verändert.
Aus Teenagern werden Riesen
Was die Gründerväter unterlassen haben, damit ärgert sich Kriminalrat Helmut Picko heute regelmäßig herum. Er kennt sie gut, die Saboteure des Internets. Verhöre mit frisch ertappten Hackern könnten gut und gerne zehn Stunden am Stück dauern, und hinterher sind sämtliche Beteiligte vollkommen am Ende. Manchmal kann der Düsseldorfer Kriminalbeamte, der das Dezernat für schwere Cyberverbrechen leitet, gar nicht fassen, wer seine Widersacher sind. »Da sitzt dann vielleicht ein junger Mensch vor Ihnen«, sagt er und fügt dann schnell hinzu, dass das aber keineswegs etwas zu bedeuten habe.
Wenn man den Erzählungen von Picko und seinen Kollegen lauscht, dann werden aus Teenagern Riesen mit Muskelpaketen, sobald man ihnen in der Parallelwelt des Cyberspace begegnet. Dann sind das anonyme Bösewichte, die binnen 15 Minuten ein Hintertürchen programmieren, in Computer eindringen und riesige Schäden anrichten. »Es wird heute nicht nur ein bisschen gehackt«, sagt der Kriminalrat.
Sein Kollege, der leitende Kriminaldirektor Markus Röhrl, ergänzt: »Es sollte bei niemandem der Eindruck entstehen, wir hätten es hier überwiegend mit jungen Leuten zu tun, die nur spielen wollen. Hinter denen stehen auch andere, ältere Leute. Wir reden auch von Organisierter Kriminalität. Wir reden von Straftaten und Straftätern.«
Picko und Röhrl arbeiten beim Landeskriminalamt in Düsseldorf – das jetzt einen großen, demonstrativen Schritt tut: Die Behörde gab bekannt, dass Nordrhein-Westfalen ein polizeiliches Cyber-Abwehrzentrum bekommt. Gut 100 Beamte aus bisher fünf verstreuten Abteilungen werden einer neuen Einheit unterstellt. Das Personal wird aufgestockt.
Selbst ein Milliardenbudget reicht nicht zum Schutz
Deutschland errichtet seine Internetwacht am Rhein. 40 Autominuten von Düsseldorf entfernt, in der alten Bundeshauptstadt Bonn, baut das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein brandneues »Lagezentrum«. Von dort aus will es laufend die strategisch wichtigen Internetverbindungen des Landes prüfen. »Manipulationsversuche auf die Hard- und Software unserer deutschen Infrastruktur? Die gibt es«, sagt Harald Niggemann, der Cyber Security Strategist des BSI, ein Mann mit kurzen, grauen Haaren, fleischigen Lippen und einer randlosen Brille; ein Hackerschreck im Dienste des Bundes.
In einem Bonner Vorort betreibt das BSI außerdem mit dem Katastrophenschutz, dem Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt, dem Bundesnachrichtendienst, dem Zoll und anderen Behörden ein Informationsdrehkreuz für Netzbedrohungen. Und im malerischen Rheinbach schult die Bundeswehr um die hundert Mann in den neuesten Methoden des Cyberkriegs. Dort wird die Doktrin inzwischen so formuliert: »Der Cyberspace ist neben Land, Luft, See und Weltraum zum fünften Operationsraum geworden.«
100 neue Cyberwächter sind gut. 1.000 wären besser. Aber die Wahrheit ist: Selbst ein 15-Milliarden-Budget zur Verteidigung des Cyberspace, wie es sich die USA leisten, schützt nicht.
Die USA konnten auch damit nicht verhindern, dass ihr Baupläne für ein neues Kampfflugzeug gestohlen wurden. Dass dort Stromnetze gehackt werden. Dass Cyberkriminelle bei ihren Einbrüchen Jahr für Jahr höhere Summen erbeuten. Richard A. Clarke, der ehemalige Cybersicherheitsberater von George W. Bush, sagt: »In jedem großen Konzern haben Hacker ihre Türchen in den Computersystemen hinterlassen, damit sie dort aus- und eingehen können.«
Experten fordern Trennung der Netze
Das alles ist nur möglich, weil Industrieanlagen, Finanzinstitute, Militärs und das große weite Internet überhaupt an so vielen Stellen miteinander verbunden sind. Aus Kostengründen wurden all diese Dienste und Funktionen auf die gleiche wacklige, aber vorhandene Infrastruktur aufgeladen.
Jeden Tag werden mehr Menschen und noch mehr Dinge daran angeschlossen. Kein Tag vergeht, an dem nicht frisch erfundene Internetdienste online gehen. Täglich wird eine neue Softwareschicht auf die alten Schichten gelegt.
So geht es nicht weiter. »Wir müssen die unterschiedlichen Informationsflüsse unterschiedlich schützen. Eine Möglichkeit ist die Trennung der Netze«, sagt der Leiter des Oxford Internet Institute Mayer-Schönberger.
Die Internetgesellschaft und ihre Visionäre sind schon einmal abgestürzt. Ende der neunziger Jahre, im überschwänglichsten Boom des vergangenen Jahrhunderts, übersahen Unternehmer, Politiker und Intellektuelle den großen Schwachpunkt des Booms: Die hochgejubelten Unternehmen schrieben keinen Gewinn. Ihren Geschäftsplänen fehlte das Fundament.
Im Spätsommer 2011 wird deutlich, dass dem ganzen Internet das Fundament fehlt. Es könnte zum neuerlichen Rückschlag kommen.
Diesmal braucht die Welt keine anderen, stabileren Unternehmen, sie braucht ein neues Netz.
Ab 13 Uhr diskutieren die beiden Autoren ihre These gern mit Ihnen in den Kommentaren.
- Datum 12.09.2011 - 15:23 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 8.9.2011 Nr. 37
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Wenn ich "Wohlstand" und/oder "Sicherheit" lese, dann frage ich mich unwillkürlich: Wessen "Wohlstand"?
Und wessen "Sicherheit"
auch deine.
die Finanzgruppe Citigroup und die Hotelgruppe Hilton, Neckermann und Nintendo, die CIA und den Senat der USA. Auch die deutsche Bundespolizei ist unter den Opfern.
auch deine.
die Finanzgruppe Citigroup und die Hotelgruppe Hilton, Neckermann und Nintendo, die CIA und den Senat der USA. Auch die deutsche Bundespolizei ist unter den Opfern.
"Der 5. November 2011 soll ein Tag werden, den niemand vergisst. Hacker haben angekündigt, dass sie Facebook aus dem Internet verbannen wollen."
Wer braucht diesen Schrott wirklich?
Ansonsten gilt: Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Punkt.
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder? Sie erfüllt offenbar ein Bedürfnis. Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören.
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder? Sie erfüllt offenbar ein Bedürfnis. Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören.
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder? Sie erfüllt offenbar ein Bedürfnis. Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören.
ENTWEDER Telefonnetz ODER Facebook abschalten!
Zwei Kommunikations-Netze verbrauchen doppelt Energie, belasten die Umwelt, ... und das ausschließlich wegen der Bequemlichkeit der Nutzer.
Es muss sich mental noch viel ändern in dieser Welt.
Dabei interessiert auch nicht, ob Facebook eine geringfügig andere Aufgabe erfüllt, andere Zielgruppen, etc.
Dieser geringe Mehrwert steht in keinem Verhältnis zu den zusätzlichen Schäden.
Der Staat sollte das Monopol auf Telekommunikation und Infrastruktur haben.
500 bis 600 Millionen Menschen mögen diese Plattform nutzen, ob die das alle sinnvoll finden, oder fürs Überleben brauchen, steht auf einem anderen Blatt.
Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/sc
Ob jetzt jemand Facebook für einen Tag, eine Woche, einen Monat... abstellt ist doch nicht wichtig.
Dadurch erleidet niemand einen wirklichen Schaden.
Eine Gefahr für Wohlstand und Sicherheit ist das schon mal überhaupt nicht.
Da sind die wirklichen Online-Probleme mit den Banken schon eine ganz andere Sache.
Allerdings ob man dazu ein neues "Internet" braucht glaube ich nicht. Die Benutzer müssen nur mal Ihre "Naivität" zurückstecken und das bestehende System sicherer machen.
An der Naivität der Nutzer ist übrigens auch Facebook und Twitter etc. mit-Schuld.
Ich benutzte seit kurzem das chipTAN-Verfahren und würde gerne ein Angriffsverfahren wissen, was nicht auf absoluter Dummheit beruht.
Es gibt die Möglichkeit (bei der Sparkasse) eine Einzelüberweisung in eine Sammelüberweisungen zu packen, deren Inhalt nicht mehr auf dem Display des chipTAN-Generators nachzuprüfen ist, aber das sollte einem auffallen. Ein gewisses Maß Eigenverantwortung ist da schon ganz nett!
Und wenn ich schon lese, man solle doch "aus Versehen überwiesenes Geld" zurücküberweisen, dann ist das wohl ein Intelligenztest für die dümmsten unter uns!
Wenn jemand an der Haustür klingelt und sagt er hätte einem aus Versehen Geld überwiesen, wer würde ihm einfach so das Geld bar in die Hand drücken? Vorsicht: Bargeld ist unsicher!
Ansonsten:
- Facebook (vielleicht) mal kurz down? Dann posten halt die Menschen einen Tag später wie oft sie an dem Tag auf dem Klo waren. Die echten Freunde rufe ich an.
- Industriespionage: Gabs auch früher schon, auf anderem Wege und ist zum Teil einfach auf die sagenhafte Unfähigkeit der Firmen zurückzuführen Sicherheitslücken zu schließen, die seit Monaten bekannt waren. Auch bei Sony, waren ja angeblich Sicherheitslücken, die jeder 10-jährige mit ein bisschen Software ausnutzen konnte. Ist das die "Schuld" des Internets oder die Schuld dessen, der den Schlüssel im Auto stecken lässt und sich wundert, dass es nach 2 Wochen nicht mehr da steht?
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder? Sie erfüllt offenbar ein Bedürfnis. Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören.
Werter Herr Hamann,
bei dem durchschnittlichen Gehalt eines Telefonats würden viele Menschen dem Telefonnetz keine Sekunde nachweinen. Ebenso wünschen sich viele telefongeschädigte Berufstätige mitunter einen Ausfall des Telefonnetz - Motto: Endlich mal kein nervtötender Chef am Sonntag am Abend. Was also bei dem Szenario bedauerlich wäre, wäre der Verlust der Notruf-Funktion.
Nur würde mir selbst im größten Suff nicht einfallen Facebook im Internet mit der Notruffunktion des Telefonnetz zu vergleichen. Überhaupt gab und gibt es weit wichtigere Anwendungen im Cyberspace als Facebook.
1) Geschätzte >50% der Deutschen kennen dieses 'Fääßbuck' nicht einmal.
2) Von den anderen <50% hält ein erheblicher Teil wohlweislich Abstand vom 'Fratzenbuch'
3) Bei dem nutzenden Teil werden überproportional häufig gravierende psychische Störungen festgestellt, denen Facebook weiteren Vorschub leistet (im Gegensatz zu den allfälligen Killerspiele-Hypothesen tatsächlich belegt!).
Insofern ist das Vorhaben Facebook aus dem Netz kegeln zu wollen, zwar mit Sicherheit illegal, aber für den Normalbürger nicht wirklich tragisch. Ein Beitrag zur Volksgesundheit wäre es allemal...
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?
Um Sinn eines sozialen Netzwerkes sollte es in dieser Diskussion gar nicht so sehr gehen. Man sollte sich nur fragen, ob es so sinnvoll ist, dass ein einziges(!) Unternehmen Zugriff auf die persönlichen Daten von 500-600 Millionen Menschen hat. Ein soziales Netzwerk kann man schließlich auch dezentral gestalten.
Mein Problem ist vor allem, dass niemand den Nutzern auf die Finger klopft, was den Umgang mit Informationen angeht. Die Politik scheint zu schlafen, was das anbelangt. Man kann den Umgang mit Daten in einem sozialen Netzwerk in meinen Augen ja noch insoweit rechtfertigen, dass jeder über seine eigenen Daten bestimmt. Das gebietet das Recht der informationellen Selbstbestimmung. Ich finde es jedoch beispielsweise unerhört, dass ich keine Möglichkeit bekomme, zu verhindern, dass jemand sein Adressbuch an Facebook übergibt, in dem meine E-Mail-Adresse und mein vollständiger Name steht. Das Recht über die Kenntnis und die Speicherung der Information der Existenz und der Art der Beziehungen, die ich zu Menschen pflege gehört in meinen Augen auch zu meinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Dieses Recht kann ich nicht wahrnehmen, weil ein Großteil meiner Bekannten und Freunde nie den verantwortungsvollen Umgang mit Daten erlernt haben. Ich kann nur ohnmächtig zuschauen.
Ich schrieb: Man sollte sich nur fragen, ob es so sinnvoll ist, dass ein einziges(!) Unternehmen Zugriff auf die persönlichen Daten von 500-600 Millionen Menschen hat.
Bei Volkszählungen gehen die Menschen auf die Straße, gegen ehemalige Stasi-Mitarbeiter wird jahrelang ermittelt, aber unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit ist die größte Personendatenbank der Welt, die weit über das hinaus geht, was Regierungen jemals im Sinn hatten, problemlos möglich? Ich finde das erschreckend.
In einem Netzwerk in dem sich die Nutzer unterhalten können, ohne sich in die Augen zu schauen, ist es leichter, jemanden zu denunzieren, zu schikanieren, Intrigen zu spinnen und Personen mit ungeliebten Meinungen in die Ecke zu drängen. Ich habe das bei anderen und auch bei mir persönlich schon erlebt. Ich habe durch Facebook den Kontakt zu einem langjährigen Freund verloren, weil er nicht den nötigen Anstand und Sensibilität besaß, um ein ernstes Gespräch lieber im vertraulichen, persönlich führen zu wollen. Ein persönliches Gespräch lebt nicht nur von Worten, sondern auch von Mimik und Gestik. Im persönlichen Gespräch können Missverständnisse viel leichter erkannt und geklärt werden. All das sind Dinge, die Facebook nicht leistet und in meinen Augen die Menschen eher auseinandertreiben wird anstatt sie näher zu bringen.
Liebe Redaktion,
++++ HALLO!!! TOCKTOCKTOCK ++++
Wo lebt Ihr denn? Alle Grundsätze vergessen?
"Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?"
++ SELBSTVERSTÄNDLICH ++muss man darüber reden.
Wo bleibt der kritische, konstruktive Journalismus???
D.h. ja ansonsten: wir springen dann alle dem SuperBlödsinn hinterher?
"Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören."
Äpfel und Birnen.
Da scheint mir ein F###book-Abhängiger und Sympathisant (also voreingenommen) Meinung zu bekunden.
Liebe Leute - so gehört es sich nicht!
Bitte bleiben Sie sachlicher, wenn Sie Ihre Kritik äußern. Danke, die Redaktion/se
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf NS-Vergleiche. Danke, die Redaktion/se
Ein schöner Vergleich den Sie da anführen, das Telefon. Wenn jemand alle Telefongespräche mitprotokollieren würde, offenlegt, wer wen im Telefonbuch stehen hat, Ihnen Briefe geschrieben würden, wer alles Adresse hat und ob sie nicht auch bal Telefonieren wollen, dann wäre der Aufschrei wohl groß. Bei Facebook wird genau das gemacht und es scheert sich niemand darum.
Facebook ist nicht Schrott, Facebook ist eine ernsthafte Bedrohung und anstatt sich immer nur um die "Hacker" zu sorgen solle man sich auch mal über die börsennotierten Internetverbrecher kümmern.
ENTWEDER Telefonnetz ODER Facebook abschalten!
Zwei Kommunikations-Netze verbrauchen doppelt Energie, belasten die Umwelt, ... und das ausschließlich wegen der Bequemlichkeit der Nutzer.
Es muss sich mental noch viel ändern in dieser Welt.
Dabei interessiert auch nicht, ob Facebook eine geringfügig andere Aufgabe erfüllt, andere Zielgruppen, etc.
Dieser geringe Mehrwert steht in keinem Verhältnis zu den zusätzlichen Schäden.
Der Staat sollte das Monopol auf Telekommunikation und Infrastruktur haben.
500 bis 600 Millionen Menschen mögen diese Plattform nutzen, ob die das alle sinnvoll finden, oder fürs Überleben brauchen, steht auf einem anderen Blatt.
Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke. Die Redaktion/sc
Ob jetzt jemand Facebook für einen Tag, eine Woche, einen Monat... abstellt ist doch nicht wichtig.
Dadurch erleidet niemand einen wirklichen Schaden.
Eine Gefahr für Wohlstand und Sicherheit ist das schon mal überhaupt nicht.
Da sind die wirklichen Online-Probleme mit den Banken schon eine ganz andere Sache.
Allerdings ob man dazu ein neues "Internet" braucht glaube ich nicht. Die Benutzer müssen nur mal Ihre "Naivität" zurückstecken und das bestehende System sicherer machen.
An der Naivität der Nutzer ist übrigens auch Facebook und Twitter etc. mit-Schuld.
Ich benutzte seit kurzem das chipTAN-Verfahren und würde gerne ein Angriffsverfahren wissen, was nicht auf absoluter Dummheit beruht.
Es gibt die Möglichkeit (bei der Sparkasse) eine Einzelüberweisung in eine Sammelüberweisungen zu packen, deren Inhalt nicht mehr auf dem Display des chipTAN-Generators nachzuprüfen ist, aber das sollte einem auffallen. Ein gewisses Maß Eigenverantwortung ist da schon ganz nett!
Und wenn ich schon lese, man solle doch "aus Versehen überwiesenes Geld" zurücküberweisen, dann ist das wohl ein Intelligenztest für die dümmsten unter uns!
Wenn jemand an der Haustür klingelt und sagt er hätte einem aus Versehen Geld überwiesen, wer würde ihm einfach so das Geld bar in die Hand drücken? Vorsicht: Bargeld ist unsicher!
Ansonsten:
- Facebook (vielleicht) mal kurz down? Dann posten halt die Menschen einen Tag später wie oft sie an dem Tag auf dem Klo waren. Die echten Freunde rufe ich an.
- Industriespionage: Gabs auch früher schon, auf anderem Wege und ist zum Teil einfach auf die sagenhafte Unfähigkeit der Firmen zurückzuführen Sicherheitslücken zu schließen, die seit Monaten bekannt waren. Auch bei Sony, waren ja angeblich Sicherheitslücken, die jeder 10-jährige mit ein bisschen Software ausnutzen konnte. Ist das die "Schuld" des Internets oder die Schuld dessen, der den Schlüssel im Auto stecken lässt und sich wundert, dass es nach 2 Wochen nicht mehr da steht?
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder? Sie erfüllt offenbar ein Bedürfnis. Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören.
Werter Herr Hamann,
bei dem durchschnittlichen Gehalt eines Telefonats würden viele Menschen dem Telefonnetz keine Sekunde nachweinen. Ebenso wünschen sich viele telefongeschädigte Berufstätige mitunter einen Ausfall des Telefonnetz - Motto: Endlich mal kein nervtötender Chef am Sonntag am Abend. Was also bei dem Szenario bedauerlich wäre, wäre der Verlust der Notruf-Funktion.
Nur würde mir selbst im größten Suff nicht einfallen Facebook im Internet mit der Notruffunktion des Telefonnetz zu vergleichen. Überhaupt gab und gibt es weit wichtigere Anwendungen im Cyberspace als Facebook.
1) Geschätzte >50% der Deutschen kennen dieses 'Fääßbuck' nicht einmal.
2) Von den anderen <50% hält ein erheblicher Teil wohlweislich Abstand vom 'Fratzenbuch'
3) Bei dem nutzenden Teil werden überproportional häufig gravierende psychische Störungen festgestellt, denen Facebook weiteren Vorschub leistet (im Gegensatz zu den allfälligen Killerspiele-Hypothesen tatsächlich belegt!).
Insofern ist das Vorhaben Facebook aus dem Netz kegeln zu wollen, zwar mit Sicherheit illegal, aber für den Normalbürger nicht wirklich tragisch. Ein Beitrag zur Volksgesundheit wäre es allemal...
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?
Um Sinn eines sozialen Netzwerkes sollte es in dieser Diskussion gar nicht so sehr gehen. Man sollte sich nur fragen, ob es so sinnvoll ist, dass ein einziges(!) Unternehmen Zugriff auf die persönlichen Daten von 500-600 Millionen Menschen hat. Ein soziales Netzwerk kann man schließlich auch dezentral gestalten.
Mein Problem ist vor allem, dass niemand den Nutzern auf die Finger klopft, was den Umgang mit Informationen angeht. Die Politik scheint zu schlafen, was das anbelangt. Man kann den Umgang mit Daten in einem sozialen Netzwerk in meinen Augen ja noch insoweit rechtfertigen, dass jeder über seine eigenen Daten bestimmt. Das gebietet das Recht der informationellen Selbstbestimmung. Ich finde es jedoch beispielsweise unerhört, dass ich keine Möglichkeit bekomme, zu verhindern, dass jemand sein Adressbuch an Facebook übergibt, in dem meine E-Mail-Adresse und mein vollständiger Name steht. Das Recht über die Kenntnis und die Speicherung der Information der Existenz und der Art der Beziehungen, die ich zu Menschen pflege gehört in meinen Augen auch zu meinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Dieses Recht kann ich nicht wahrnehmen, weil ein Großteil meiner Bekannten und Freunde nie den verantwortungsvollen Umgang mit Daten erlernt haben. Ich kann nur ohnmächtig zuschauen.
Ich schrieb: Man sollte sich nur fragen, ob es so sinnvoll ist, dass ein einziges(!) Unternehmen Zugriff auf die persönlichen Daten von 500-600 Millionen Menschen hat.
Bei Volkszählungen gehen die Menschen auf die Straße, gegen ehemalige Stasi-Mitarbeiter wird jahrelang ermittelt, aber unter dem Deckmantel der Freiwilligkeit ist die größte Personendatenbank der Welt, die weit über das hinaus geht, was Regierungen jemals im Sinn hatten, problemlos möglich? Ich finde das erschreckend.
In einem Netzwerk in dem sich die Nutzer unterhalten können, ohne sich in die Augen zu schauen, ist es leichter, jemanden zu denunzieren, zu schikanieren, Intrigen zu spinnen und Personen mit ungeliebten Meinungen in die Ecke zu drängen. Ich habe das bei anderen und auch bei mir persönlich schon erlebt. Ich habe durch Facebook den Kontakt zu einem langjährigen Freund verloren, weil er nicht den nötigen Anstand und Sensibilität besaß, um ein ernstes Gespräch lieber im vertraulichen, persönlich führen zu wollen. Ein persönliches Gespräch lebt nicht nur von Worten, sondern auch von Mimik und Gestik. Im persönlichen Gespräch können Missverständnisse viel leichter erkannt und geklärt werden. All das sind Dinge, die Facebook nicht leistet und in meinen Augen die Menschen eher auseinandertreiben wird anstatt sie näher zu bringen.
Liebe Redaktion,
++++ HALLO!!! TOCKTOCKTOCK ++++
Wo lebt Ihr denn? Alle Grundsätze vergessen?
"Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?"
++ SELBSTVERSTÄNDLICH ++muss man darüber reden.
Wo bleibt der kritische, konstruktive Journalismus???
D.h. ja ansonsten: wir springen dann alle dem SuperBlödsinn hinterher?
"Würden für genauso viele Menschen das Telefonnetz abgeschaltet, würden sich doch wohl geschlossen alle über die Täter empören."
Äpfel und Birnen.
Da scheint mir ein F###book-Abhängiger und Sympathisant (also voreingenommen) Meinung zu bekunden.
Liebe Leute - so gehört es sich nicht!
Bitte bleiben Sie sachlicher, wenn Sie Ihre Kritik äußern. Danke, die Redaktion/se
Bei einer Plattform, die 500 bis 600 Millionen Menschen sinnvoll finden, muss man nicht über den Sinn ihrer Existenz reden, oder?
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf NS-Vergleiche. Danke, die Redaktion/se
Ein schöner Vergleich den Sie da anführen, das Telefon. Wenn jemand alle Telefongespräche mitprotokollieren würde, offenlegt, wer wen im Telefonbuch stehen hat, Ihnen Briefe geschrieben würden, wer alles Adresse hat und ob sie nicht auch bal Telefonieren wollen, dann wäre der Aufschrei wohl groß. Bei Facebook wird genau das gemacht und es scheert sich niemand darum.
Facebook ist nicht Schrott, Facebook ist eine ernsthafte Bedrohung und anstatt sich immer nur um die "Hacker" zu sorgen solle man sich auch mal über die börsennotierten Internetverbrecher kümmern.
Ich benutze das Internet seit ca. 1996 und habe dadurch viele Entwicklungen miterlebt. Obwohl ich kein IT-Experte bin, habe ich doch viel mit programmieren und Anwendungen zu tun, die über eine intelligente Schreibmaschine hinausgehen. Gerade deshalb habe ich noch nie online-banking betrieben, weil mir klar war, dass es nicht sicher sein kann. Es trift zwar nur sehr wenige, aber wenn es einen trifft kann man eben nicht beweisen, dass andere Schuld waren. Aus diesem Grund lehne ich auch den e-Perso ab. Wer glaubt, dass es ein sicheres Internet geben kann, der träumt. Trotzdem kaufe ich im Internet ein. Das sind ganz verschiedene Dinge. Das größte Problem ist das mangelnde Verständnis der Nutzer, aber eben nicht nur der Endnutzer sondern auch der Banken, der Regierung und in Polizei und Justiz. Man will billige, bequeme Lösungen und dann heißt die Antwort sofort Internet, dass ist zu kurz gedacht. Das genannte Beispiel mit der Überweisung gefällt mir, es entspricht in ungefähr der Versendung von Geld im Briefumschlag. Der Briefumschlag ist geschlossen und "eigentlich" kommt doch keiner ran! In diesem Fall gibt es aber auf allen Seiten genug Problembewußtsein, dass diese Methode oft funktioniert aber eben Schwächen hat.
Das Internet ist nicht auf Sicherheit ausgelegt, das ist völlig richtig, aber das ist nicht die Schuld des Internets und die Forderung baut ein neues ist unsinnig.
Eine Trennung der Netze mag sinnvoll sein, aber auch das bietet natürlich keinen 100%igen Schutz.
@fanta4 Das ist natürlich völlig richtig. 100prozentige Sicherheit geht nicht, und drum kann man sie auch schlecht fordern. Das Gegenteil ist aber auch nicht gut genug: Wacklige Infrastrukturen, unsicheres Homebanking, unzuverlässiges Onlineshopping - bloß weil das Internet nicht so ausgebaut wird, wie es sein müsste. Aus Faulheit, aus Kostengründen.
Da sind wir ziemlich empfindlich, und das haben wir im Artikel und in unserem Buch dazu mit konkreten Vorschlägen untermauert.
Sollen wir uns auf 95 Prozent sicher einigen? :)
Hallo, Systeme kann man zu 99,99% sicher machen, dies kostet aber Geld das weder Firmen noch Kunden bereit sind aufzubringen.
Bestes Beispiel beim Online-Banking, nutzt HBCI oder iTAN.
und bei der Systembetreuung laßt Euch von Fachleuten helfen, auch wenn diese teuer sind.
Ihr laßt doch auch eure Bremsen am Auto nicht vom Sohn eures Nachbarn reparieren, oder?
Gruß
audin
Hallo, Systeme kann man zu 99,99% sicher machen, dies kostet aber Geld das weder Firmen noch Kunden bereit sind aufzubringen.
Bestes Beispiel beim Online-Banking, nutzt HBCI oder iTAN.
und bei der Systembetreuung laßt Euch von Fachleuten helfen, auch wenn diese teuer sind.
Ihr laßt doch auch eure Bremsen am Auto nicht vom Sohn eures Nachbarn reparieren, oder?
Gruß
audin
den Artikel so liest, scheint nicht das Internet das Problem zu sein sondern die DAU. Und wenn hier geschrieben wird das eine computererfahrene Frau 14 Trojanische Pferde auf dem Rechner hat, dann kann man das nur unter Realsatire verbuchen. Und wenn die Banken und andere Institutionen ihre Systeme nicht entsprechend absichern können, dann sollten sie mal ihre Einstellungspolitik überdenken. Denn auch dort gilt Geiz ist nicht immer geil und Outsourcing birgt noch mehr Risiken. Oder wie es ein Prof. mal im Systems Engineering für Hydrologen formulierte "Garbage in garbage" out.
In der Endkonsquenz fordern die Autoren die totale Überwachung, Herr Schäuble lässt grüßen.
Und die Visionäre der Neunziger sind nicht abgestürzt, da wurde gezockt und zwar von Banken, Privatanlegern etc. die das Potential nicht einschätzen konnten, über das warum lässt sich sicherlich vortrefflich diskutieren.
Bin selber täglich beruflich und privat im Internet unterwegs und hatte in den letzten 17 Jahren nicht einen Virus oder Trojaner auf dem Rechner, kann Glück sein aber vielleicht auch nur common sense.
... das wäre schön (naja, nicht schön, aber zumindest beruhigend) wenn die Trojaner und Viren und Würmer einen umsichtigen Internetsurfer nicht treffen würden. Ist nachweislich nicht so. Googlen Sie "Zero Day Attack", und recherchieren Sie ein bisschen, welche unangenehmen Zeitgenossen diese un-blockbaren Angreifer einkaufen und anwenden.
Woher wissen Sie das?
Allein die Aussage, dass sie noch nie einen Trojaner auf ihren Computern hatten zeigt, dass sie nicht wirklich Ahnung von der Materie haben.
Denn sonst würden Sie niemals so eine Aussage mit dieser Überzeugung tätigen.
Recherchieren Sie mal nach "Stuxnet". Gegen solche Dinger hat Ottonormalanwender schlicht und ergreifend keine Chance. Und er merkt dabei noch nicht mal, dass er keine Chance hat, denn er merkt nicht, dass er einen Virus/Trojaner auf der Platte hat.
Jeder Anwender muss sich darüber im klaren sein, dass die Schutzmechanismen immer einen Schritt hinten dran sind.
... das wäre schön (naja, nicht schön, aber zumindest beruhigend) wenn die Trojaner und Viren und Würmer einen umsichtigen Internetsurfer nicht treffen würden. Ist nachweislich nicht so. Googlen Sie "Zero Day Attack", und recherchieren Sie ein bisschen, welche unangenehmen Zeitgenossen diese un-blockbaren Angreifer einkaufen und anwenden.
Woher wissen Sie das?
Allein die Aussage, dass sie noch nie einen Trojaner auf ihren Computern hatten zeigt, dass sie nicht wirklich Ahnung von der Materie haben.
Denn sonst würden Sie niemals so eine Aussage mit dieser Überzeugung tätigen.
Recherchieren Sie mal nach "Stuxnet". Gegen solche Dinger hat Ottonormalanwender schlicht und ergreifend keine Chance. Und er merkt dabei noch nicht mal, dass er keine Chance hat, denn er merkt nicht, dass er einen Virus/Trojaner auf der Platte hat.
Jeder Anwender muss sich darüber im klaren sein, dass die Schutzmechanismen immer einen Schritt hinten dran sind.
@bernd64 "Das ist nicht die Schuld des Internets und die Forderung baut ein neues ist unsinnig"? Errm, das sehen wir anders. Die Netze können und müssen getrennt werden; das ist praktikabel, bezahlbar und beschützt uns vor bitterbösen Überraschungen.
Das 100-Prozent-Argument zieht hier (sorry, leichte Dramatisierung) genauso wenig wie bei Fukushima. Oder beim Kollaps des Finanzsystems 2008. Da sagt man ja auch nicht: 100prozentig sichere Banken, 100prozentig sichere Atomkraftwerke gibt es nicht, drum lassen wir alles schleifen!
Nein, wir stellen hier einen Missstand dar, und der kann unserer Meinung nach behoben werden.
... das wäre schön (naja, nicht schön, aber zumindest beruhigend) wenn die Trojaner und Viren und Würmer einen umsichtigen Internetsurfer nicht treffen würden. Ist nachweislich nicht so. Googlen Sie "Zero Day Attack", und recherchieren Sie ein bisschen, welche unangenehmen Zeitgenossen diese un-blockbaren Angreifer einkaufen und anwenden.
Liebes Schreiberteam,
wir sehen ja an ihren Antworten, dass sie große facebook-fans sind. Trotz all den Mainstream-Urban-legends, mit denen sie argumentieren, sollten sie doch bitte die realen Userzahlen betrachten, die um ca. eine Größenordnung (gucken sie bei wikipedia nach) niedriger liegen.
Ansonsten ist über ihren Artikel alles in dem Satz enthalten:
"»Ist da eigentlich eine Hackerepidemie ausgebrochen?«, fragte kürzlich Bruce Schneier, ein renommierter Sicherheitsexperte aus der amerikanischen Hauptstadt Washington."
Herr Schneier ist einer DER Sicherheitsexperten, und leider, leider unterschlagen sie uns die Antworten, die er gibt - denn die machen ihren Artikel völlig überflüssig weil am Thema vorbei.
"The apparent recent hacking epidemic is more a function of news reporting than an actual epidemic"
"It’s not that things are getting worse; it’s that things were always this bad."
und ganz besonders:
"But the recent news epidemic also illustrates how safe the Internet is. Because news articles are the only contact most of us have had with any of these attacks."
Übersetzen muss ich ihnen dieses nicht, oder?
setzen meist immer noch voraus, dass wie beim Zoll irgendein DAU der von ihren s..g Profis vom BSI betreut wird, dort etwas öffnet, was man eigentlich nicht öffnen sollte.
Und nein ich muss nicht alles klicken und mich auf obskuren Seiten herumtreiben. Oder wenn doch dann entweder in Privat Mode oder mit Abwehrmassnahmen im Gepäck.
Auch liegt es da wieder an des Sysops die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Sei es SPA daemons, Whitelisting, IPS oder ACL. Und auch Nutzer sind gefragt sich über die Sache mit der sie spielen kundig zu machen. Selsbt meine Eltern in D-land beide über 70 sind anscheinend sicherheitsaffiner als ihre computererfahrene Frau.
Tut mir leid es steht und fällt mit den DAUs und teilweise inkompenten Sysops. Und der von ihnen zitierte Fall Stuxnet dort brauchte man auch ein removable drive, den irgend ein Schmock auf Arbeit mitbringen musste. Da lag es also wieder am DAU Selbst mit seperaten Netzen hätte es die Ausfälle und Angriffe gegeben.
Und wenn ich schon mit Windows arbeiten muss, dann gehören für die Privat Personen Scanner und Firewalls mit zur Standardausrüstung und man muss sie auch benutzen, ja das kostet teilweise Geld, ist es aber Wert und in Linux gibt es da noch mehr Spielereien, die den "Hackern" das Leben schwer machen.
Liebes Schreiberteam,
wir sehen ja an ihren Antworten, dass sie große facebook-fans sind. Trotz all den Mainstream-Urban-legends, mit denen sie argumentieren, sollten sie doch bitte die realen Userzahlen betrachten, die um ca. eine Größenordnung (gucken sie bei wikipedia nach) niedriger liegen.
Ansonsten ist über ihren Artikel alles in dem Satz enthalten:
"»Ist da eigentlich eine Hackerepidemie ausgebrochen?«, fragte kürzlich Bruce Schneier, ein renommierter Sicherheitsexperte aus der amerikanischen Hauptstadt Washington."
Herr Schneier ist einer DER Sicherheitsexperten, und leider, leider unterschlagen sie uns die Antworten, die er gibt - denn die machen ihren Artikel völlig überflüssig weil am Thema vorbei.
"The apparent recent hacking epidemic is more a function of news reporting than an actual epidemic"
"It’s not that things are getting worse; it’s that things were always this bad."
und ganz besonders:
"But the recent news epidemic also illustrates how safe the Internet is. Because news articles are the only contact most of us have had with any of these attacks."
Übersetzen muss ich ihnen dieses nicht, oder?
setzen meist immer noch voraus, dass wie beim Zoll irgendein DAU der von ihren s..g Profis vom BSI betreut wird, dort etwas öffnet, was man eigentlich nicht öffnen sollte.
Und nein ich muss nicht alles klicken und mich auf obskuren Seiten herumtreiben. Oder wenn doch dann entweder in Privat Mode oder mit Abwehrmassnahmen im Gepäck.
Auch liegt es da wieder an des Sysops die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Sei es SPA daemons, Whitelisting, IPS oder ACL. Und auch Nutzer sind gefragt sich über die Sache mit der sie spielen kundig zu machen. Selsbt meine Eltern in D-land beide über 70 sind anscheinend sicherheitsaffiner als ihre computererfahrene Frau.
Tut mir leid es steht und fällt mit den DAUs und teilweise inkompenten Sysops. Und der von ihnen zitierte Fall Stuxnet dort brauchte man auch ein removable drive, den irgend ein Schmock auf Arbeit mitbringen musste. Da lag es also wieder am DAU Selbst mit seperaten Netzen hätte es die Ausfälle und Angriffe gegeben.
Und wenn ich schon mit Windows arbeiten muss, dann gehören für die Privat Personen Scanner und Firewalls mit zur Standardausrüstung und man muss sie auch benutzen, ja das kostet teilweise Geld, ist es aber Wert und in Linux gibt es da noch mehr Spielereien, die den "Hackern" das Leben schwer machen.
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