Finanzkrise : Europa hat nur einen Ausweg

George Soros ist der bekannteste Spekulant der Welt. Hier fordert er: Plant mit dem Euro-Austritt Griechenlands, Portugals und Irlands!
George Soros bei einem Spenden-Forum in New York © Spencer Platt/Getty Images

Die Eurokrise ist eine direkte Folge des großen Crashs von 2008. Als Lehman Brothers unterging, musste das ganze Finanzsystem an die Herz-Lungen-Maschine gehängt werden. Staatliche Kreditvergabe musste die nun ausfallende Kreditvergabe von Banken und anderen Institutionen ersetzen.

Im November 2008 versprachen die Europäischen Finanzminister, dass sie das System vor weiteren Pleiten schützen würden. Angela Merkel erklärte damals aber, dass solche Garantien nicht von der EU oder der Euro-Zone insgesamt ausgesprochen werden sollten, sondern von einzelnen Staaten. Damals wurde schon klar, was der Euro-Zone fehlt: ein gemeinsames Finanzministerium.

George Soros

George Soros ist ein amerikanisch-ungarischer Finanzinvestor. Berühmt wurde Soros, als er 1992 mit seinen Fonds auf die Abwertung des seiner Ansicht nach im Europäischen Währungssystem überbewerteten britischen Pfund setzte, eine Spekulationswelle in Gang setzte und damit rund eine Milliarde Dollar verdiente.

Die Euro-Krise ist der amerikanischen Subprime-Krise, die den Crash von 2008 auslöste, recht ähnlich. In beiden Fällen verlor ein angeblich risikofreies Wertpapier – verbriefte Immobilienkredite damals und europäische Regierungsanleihen heute – an Wert. Die Euro-Krise ist allerdings schwerer zu bewältigen, eben weil ein gemeinsames Finanzministerium fehlt, welches zur Reaktion auf die Krise gebraucht würde. Ohne den politischen Willen, ein solches einzurichten, ist auch eine Lösung nicht abzusehen. Und weil das so ist, haben die Verantwortlichen in der Zwischenzeit versucht, Zeit zu schinden.

Nun ist Zeitschinden normalerweise gar keine schlechte Taktik: Im Lauf der Zeit verschwindet die Panik wieder, und die Zuversicht kehrt zurück. In diesem Fall aber nicht. Unter dem Druck der Krise unternehmen die Verantwortlichen zwar sämtliche Schritte, die nötig sind, um das System zusammenzuhalten – aber immer nur das Minimum, und das wiederum empfinden die Finanzmärkte als unzureichend. So scheint Europa zu einer Krise ohne Ende verdammt. Selbst Schritte, die etwas früher im Krisenverlauf noch gewirkt hätten, erweisen sich als inadäquat, wenn sie endlich politisch möglich werden.

Das ist der Schlüssel, um die Euro-Krise zu verstehen.

Wo stehen wir nun in diesem Prozess? Ansätze zu einem gemeinsamen europäischen Finanzministerium sind immerhin zu erkennen: in der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) und ihrem Nachfolger ab 2013, dem E uropäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) . Die EFSF hat aber nicht genügend Kapital zur Verfügung, und ihre Funktionen sind nicht vernünftig definiert. Sie ist groß genug, um Griechenland, Portugal und Irland zu retten, aber nicht groß genug für Spanien, Italien oder gar das Banksystem. Ihr größter Mangel ist, dass sie bloß ein Geldeintreibe-Mechanismus ist; die Beschlussmacht zur Geldvergabe liegt bei den Regierungen der Mitgliedstaaten. Deshalb ist die EFSF zur Reaktion auf Krisen ungeeignet; sie muss ja abwarten, bis sie Anweisungen aus den einzelnen Staaten erhält.

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Kommentare

198 Kommentare Seite 1 von 23 Kommentieren

Wieso ist er ein Gauner?

Er hat spekuliert und Recht gehabt. Im Gegensatz zu vielen anderen hat er seine Spekulationen offen gelegt. Er hat gegen das britische Pfund spekuliert und einfach Recht gehabt. Es war überbewertet. Dazu musste man jedoch kein Hellseher sein.

Er hat vor der Finanzkrise in den USA gewarnt. Natürlich hat er auch darauf spekuliert. Er hatte auch hier recht.

John Paulson hat das auch gemacht. Er hat 3.7 Mrd. Dollar verdient... nicht von den Sub Prime Kreditopfern, sondern von Leuten, die sich verspekuliert haben und versucht haben, vom Immobilienboom weiter zu profitieren.

Spekulanten beobachten den Markt und versuchen ihn vorherzusehen. George Soros und John Paulson haben die US Sub Prime Krise vorhergesehen... vielleicht sollte man solchen Leuten (entgegen Ihrer Forderung) etwas mehr Platz in den Medien bieten. Auf jeden Fall haben diese Menschen mehr Ahnung als irgendwelche Soziologen und Philosophen, die ohne jegliche Fakten die Finanzkrise wie zu Zeiten anno 1850 beurteilen... nämlich mit den bösen, zähneflätschenden, Spekulanten mit roten Augen... die sich nur die Taschen vollstopfen wollen. Das zeigt nur, dass jemand wütend ist, keine Ahnung von Wirtschaft hat und eine einfache Lösung inkl. Sündenbock braucht. Das ist nämlich dann echtes Bildzeitungsniveau.

Nachdem wir so viele Lebenskünster gehört haben, die uns sagen wie scheiße alles ist, kann man doch auch mal so jemanden zu Wort kommen lassen. Lesen Sie lieber genau, was er schreibt...

Ich gebe Ihnen Recht....

wobei ich mir einfach nicht mehr ganz sicher bin, ob Soros die Situation aus USamerikanischer oder europäischer
Interessenlage aus beurteilt.
Er wird hier als Spekulant vorgestellt, weil er damit
sein Vermögen gemacht hat. Er ist aber zuallererst ein
immens politischer Mensch, jemand der Bush jr. mit aller
Kraft bekämpft und Obama mit aller Kraft gefördert hat.
Ich persönlich wünsche mir, gerade vor den haarsträubenden
politischen Entwicklungen in den USA, ein Europa, das politisch und wirtschaftlich so stark und unabhängig von
den USA ist wie nur eben möglich.
Ob das auch die Zielsetzung des Ratschlags von Soros ist,
ich weiß es nicht.
Vor einigen Wochen hat er noch ganz anders zu dem Thema
geschrieben.

Ich weiß nicht, ob er hinkt.

Wen hat er denn gekillt?

Das britische Pfund wäre so und so gefallen, der Immobilienboom wäre so und so gecrashed. Er hat gewarnt und nebenbei daran verdient.

Wenn Autofahrer ab jetzt ohne Licht fahren dürfen, dann kann ich als Pharmaunternehmer darauf spekulieren, dass ich mehr Verbandzeug brauche. Ich werde damit viel Geld machen. Aber ich fahre niemanden um. Das moralisch skurrile ist sogar, dass ich eigentlich den Menschen damit helfe, denn ich biete viel Verbandsmaterial an...

Sein Weltbild ist das der "Open Society",

das er von Popper während seiner Studienzeit in London
übernommen und verinnerlicht hat.
Seine Stiftungen fördern diese Idee rund um die Welt.
Sein Vermögen fließt zum überwiegenden Teil in derartige politische Projekte, weswegen ich sämtliche Äußerungen
von ihm zum Thema "Euro" auch nicht unter dem Aspekt
"Spekulanten Interesse", sondern "Politisch motiviert"
interpretieren würde.
Ich habe seine zahlreichen Ausführungen zum Thema verfolgt,
dieser Artikel hier paßt nicht wirklich zu den vorausgegangenen Ratschlägen/Analysen von ihm.....
offen gesagt, ich verstehe ihn nicht ganz :)

Spekulanten haben ihre Daseinsberechtigung

Spekulanten beobachten den Markt. Beispielsweise spekuliert man schon lange darauf, dass Nahrungsmittel knapp werden. Die Folgen sind, dass die Preise für Nahrungsmittel steigen. Das hat zur Folge, dass Bauern jetzt mehr für ihre Erzeugnisse bekommen. Das hat zur Folge, dass man die
Produktion steigert. Das hat zur Folge, dass es mehr Nahrung gibt. Und das ist ein sehr großer Verdienst meines Erachtens. Natürlich verdient der Spekulant daran auch. Aber es gibt nicht nur einen Spekulanten. Es gibt viele. Das ist doch allemal besser, als eine Planwirtschaft, in der nur
gemacht wird, was einer sagt. Wenn der nämlich falsch liegt, wird’s hart.
In einem Land wurde das schon demonstriert - 1921. Die Menschen sind verhungert, während Bauern die Ernte verbrannt haben, weil niemand den Preis der Nachfrage angepasst hat. Es hat Jahre gedauert, bis die Wirtschaft reagiert hat. Ohne Spekulanten würde der Markt erst reagieren, wenn es zu spät ist nämlich, wenn die Nachfrage steigt und die Menschen hungern. Ich weiß, dass es Hunger gibt. Aber angesichts unseres Ökosprits (10%) und des wachsenden Mittelstands in China, die jetzt alle Fleisch essen wollen (1 kg Schweinefleisch benötigt 15 kg Getreide) hat der Markt doch gut reagiert. Besser, als wenn nichts unternommen worden wäre.

Sorry für das Doppelposting heute, aber das ist nunmal ein Beispiel, dass sehr gut zeigt, dass diese Medaile noch eine andere Seite besitzt.

Hallo Afa

Vor 40 Jahren gab es die Fächer Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftserdkunde. Das war damals sehr interessant zu lernen, wie die Marktwirtschaft funktioniert und wie die Planwirtschaft eben nicht funktioniert.

Mittlerweile war ich in einigen Unternehmen tätig. Glauben Sie mir, da gibt es 1 Jahrespläne, 2 Jahrspläne und 5 Jahrespläne...

Die Kosten werden geplant, die Umsätze werden geplant, die Arbeitskräfte werden geplant, Ersatzinvestitionen werden geplant. Und wenn dann die geplanen Gewinne nicht kommen, erfindet man z.B. für die Autoindustrie die Abwrackprämie.
Und schon geht die Planung wieder auf.

Und noch was. vor 40 Jahren verhungerten (Prozentual zur Bevölkreungszahl) genauso viele Menschen wie heute. Nicht trotz Marktwirtschaft sonder wegen der Marktwirtschaft.

Die BASF liefert Düngemittel, Bayer die Spritzmittel, Deutz die Traktoren. Und dann wird Baumwolle angepflanzt. die Menschen dort erkranken oder verhungern und bei uns erhält man ein Shirt für 3 €. Toll, das hätte die Planwirtschaft nie geschafft.

Lieber Afa81

"....Spekulanten [...] ... die sich nur die Taschen vollstopfen wollen." sagen Sie ... ja das sind diese aber ohne Zweifel, denn sonst würden sie es nicht tun, diese Soros und Paulsons.

Aber wenn sie ihre "Helden" nur an der Menge ihrer Wettgewinne auswählen - bitteschön. Jedem das seine und viel Spass bei der nächsten Steuererhöhung, weil Herr Soros wieder gewonnen hat.

Wenn jemand aus der Dummheit der anderen hemmungslos Gewinn schlagen kann, weil das System auf die "Produktion" und Ausbeutung der Dummen und Wehrlosen aufsetzt, dann hat der natürlich allen Respekt verdient, der die selbstgerechten Spielregeln auch genauso hemmungslos ausnutzt und sich bereichert. Gerechtigkeit wird dabei zum Anachronismus und Vernunft wird zur eigenen Blödheit , wenn man nicht mittut - ja richtig - ich vergass - wir leben in Schilda, und Krieg ist in Wirklichkeit Frieden und die Sklaverei ist unsere Freiheit ... ich nehme an sie arbeiten bei einer Investment Bank.

Das Problem ist, dass Sie die Sachen nicht trennen können...

Spekulanten decken eher auf. Sie sind die Assfresser. Die fressen das Ass, sie töten aber nicht die Tiere. Ein Spekulant, der in der Griechenlandkrise Gewinn machen will, kaufte schon früh, bevor das mit Griechenland zum Thema wurde, CDS (Kreditausfallversicherungen).
Jetzt bricht das Kartenhaus zusammen, Griechenland kann seine Schulden nicht bezahlen... und die Gläubiger hätten jetzt gerne eine Versicherung. Die hat der Spekulant anzubieten. Er ist nicht dafür verantwortlich, dass der eine so dumm war und dem anderen, nur weil er jetzt Mitglied der Eurozone ist, Geld leiht. Und er ist auch nicht dafür verantwortlich, dass der, der sich Geld leiht es nicht in eine reale Steigerung des BIPs investiert. Er ist auch nicht dafür verantwortlich, dass die Staatsanleihen irgendwann auslaufen und umgeschuldet werden müssen. Und er ist schon garnicht dafür verantwortlich, dass der, der umschulden muss jetzt nicht mehr ganz so vertrauenswürdig wirkt. Natürlich hat er durch den Kauf vieler CDS gezeigt, dass er der Sache nicht traut und daher beschleunigt er den Prozess... er verursacht oder verstärkt ihn aber nicht.

Schuld hatten die Manager der Banken, die Verluste eingefahren haben, weil sie nicht weitsichtig gehandelt haben. Und das waren in erster Linie die staatlichen Landesbanken.

Würde man mehr auf Spekulanten schauen könnte man manche Trends vorhersehen und handeln. Aber die Politiker die in den Aufsichtsräten sitzen denken in erster Linie nur im Wahlzyklus-Rythmus.

......

[Schuld hatten die Manager der Banken, die Verluste eingefahren haben, weil sie nicht weitsichtig gehandelt haben. Und das waren in erster Linie die staatlichen Landesbanken.]

Was für ein Märchen wollen Sie uns hier erzählen?

Die Landesbanken waren die "bigger fools", die zu spät auf den Zug aufgesprungen sind. Das die anderen Banken (Goldmann Sachs. Lehman Brothers, etc.) auf Kosten anderer gezockt haben, vergessen Sie aber.

Oder wollen Sie uns weiß machen, dass die Kreditvergabe für die sog. "Ninja" weitsichtig war? Genau so wie die Bestechungen der Politiker...

Die Planung in der Marktwirtschaft

Es ist eine irrige Ansicht, dass in einer "Markt"wirtschaft nicht geplant werden müsse und dass Planung etwas Schlechtes sei. Im Gegenteil. Innerhalb der Unternehmen einer Marktwirstchaft wird in Summe mehr geplant als in einer "Plan"wirtschaft. Nur gibt es keinen alles umfassenden Wirtschaftsplan. Die Koordination der Pläne erfolgt dezentral durch den Markt mit einem Güterknappheitsindikator: Dem Preis.

Sie schreiben von Großunternehmen: Die haben meist genau das Problem, dass ihr Plan (und das ganze Unternehmen) zu groß und unübersichtlich wird. Das kann dann schnell in einer Planwirtschaft in kleinem Maßstab enden.

Hallo Ironpolem

Sie haben recht, aber auch wieder nicht. Wir müssen die Sache differenzierter betrachten. Im Detail ist das vielleicht nicht korrekt, aber ich möchte an dieser Stelle allgemein behaupten, dass dem Spekulanten das Preisniveau der Baumwolle egal ist. Ihn interessiert es, ob der Preis steigen wird, oder fällt. Dafür muss er die Welt verstehen und einschätzen können, wie sich die Nachfrage in der Zukunft verhalten wird.
Das Preisniveau ist für alle Spekulanten gleich, nämlich der aktuelle Preis auf der Rohstoffbörse. Dass es da auch zu Manipulationen kommen kann, will ich nicht beurteilen.

Was Sie beschreiben sind die grausamen Seiten des Kapitalismus. Die Deutschen wollen nicht mehr als 3€ für ein T Shirt ausgeben, weil es ihnen der billigste Anbieter so vertreibt. Deshalb müssen Firmen, die nach Produktions- und Mitarbeiterkosten noch Gewinne machen wollen (und diese natürlich möglichst hoch) versuchen, die Rohstoffe möglichst billig einzukaufen. Der Unterdrückung der Arbeiter haben wir uns automatisch entledigt, weil in Deutschland wird das eh nicht produziert. Aber wieviel Gewinn Kik am Ende machen interessiert den Spekulanten nicht.

Leider werden diese Begriffe in Mitteleuropa gerne durcheinander geworfen. Aber wen wundert es. Fragt mal Eure Kinder, bevor sie zur Krisen - Demo gehen, was ein Derivat ist. Ich bin gespannt. Aber neben 10 Jahren Mathe, wieviel Wirtschaftsunterricht hat man da so in der Schule? Die Unwissenheit wird dann gerne instrumentalisiert.

Kein Raubtier...

...hat ein "Interesse" daran, die Beutetierbestände auszurotten oder auch nur zu dezimieren.

Im Gegensatz zu Raubtieren wissen das Spekulanten, jedenfalls, wenn sie in einer globalen Liga spielen.

Die Forderung einer Euro-Austrittsregelung und einer geregelten Staatsinsolvenz klingt nach erfrischend gesundem Menschenverstand.
Insofern ist es sehr erfreulich, dass hier jemand Denkverbote aufzuheben hilft.

Auch die uneinheitliche europäische Finanzpolitik ist nicht eben die Ausgeburt eines zähnefletschenden, bösen Spekulanten.

Ob tatsächlich eine Bank in Griechenland oder Italien immer sakrosankt sein muß, sei dahingestellt. Eine Bankenpleite hätte sicherlich - bei allen Horrorszenarien - eine ähnlich disziplinierende Wirkung wie ein Staatsbankrott.

Und es geht ja letztlich um verantwortungsvolles Wirtschaften, oder?

naive Sicht

Sie vertreten eine recht naive Sicht der Dinge. Spekulation ist ein Wettgeschäft, soweit haben Sie recht. Aber die größten Spekulanten spielen zumeist mit gezinkten Karten. Nehmen wir Ihr Beispiel mit der Nahrungsmittelknappheit. Dort wird ja jeweils auf einzelne Produkte, nicht auf die Nahrung insgesamt spekuliert. Wenn diese Spekulation dann von den Food-Giganten wie Cargill, Kraft etc. ausgeht, dann steht das Ergebnis bereits vor der Wette fest, weil diese Unternehmen es in der Hand haben, das Ergebnis zu manipulieren.
Selbst die Wette auf den sinkenden Kurs des Pfundes muss nicht unbedingt eine „freie“ Wette gewesen sein. Ein heißer Draht zur FED reicht da völlig aus, auf eine ohnehin geplante Abwertung zu wetten.
Die großen Spekulanten spekulieren nicht ins Blaue hinein, sondern haben Insiderwissen. Das hatte Merckle auch als er auf den sinkenden Kurs der VW-Aktie wettete und sich dabei auf Wiedekind verlassen hat. Er wusste also nicht, dass Piech, obwohl zum Porsche-Clan gehörend (angeheiratet), ihm durch massiven Ankauf von VW-Aktien einen Strich durch die Rechnung machen würde.

dann können Sies halt nur schwer nachvollziehen...

jeder Spekulant, der an seinen Spekulationen verdient, ist ein Gauner, denn er partizipiert am Wohlstand, der von den arbeitenden Menschen erarbeitet wird, ohne dass er ihn mehrt. Er schmarotzt an der Realwirtschaft und geht keiner gewünschten, wichtigen Arbeit nach (wie Geisteswissenschaftler, andere Dienstleister die von der Allgemeinheit angemessen bezahlt werden)

Er ist bestimmten Fällen ein Verbrecher, weil er den Nahrungsmittelpreis (Getreide in Südamerika, Anbauflächen in Afrika) hochspekuliert, die Folge, dass drei Millionen Menschen verhungern.

Er unterscheidet sich fast nicht von einem Bankräuber, der eine Bank ausraubt, höchstens dadruch, dass er mit seinen Spekulationen Probleme aufdeckt und richtige ökonomische Prognosen ausgibt.
Aber belohnt man einen Bankräuber dafür, dass er Schwachstellen im Sicherheitssystem einer Bank aufdeckt?

Er ist was er ist

Zitat aus diesem Artikel: (an Redaktion: das war die Quellenangabe)

"Berühmt wurde Soros, als er 1992 mit seinen Fonds auf die Abwertung des seiner Ansicht nach im Europäischen Währungssystem überbewerteten britischen Pfund setzte, eine Spekulationswelle in Gang setzte und damit rund eine Milliarde Dollar verdiente."

Rein hypothetisch und das soll nicht den Autor betreffen: wenn es jemandem gelingt, Investoren darueber zu verunsichern ob eine gewisse Waehrung ueberbewertet ist, werden sie ihr Geld dort herausziehen und in andere Waehrungen investieren. Das resultierende Ueberangebot an der betroffenen Waehrung fuehrt zu einem Kursabsturz. Wenn dieser jemand in diesem Spiel auf diese Abwertung gewettet hat, gewinnt er die Wette.

Jetzt bin ich neugierig wie die Zensur begruendet wird :D

man kann mit viel Geld selbst den Devisenmarkt manipulieren

... und auch mal eine Milliarde gewinnen, wenn man eine Lawine lostritt, indem man im grossen Stil gegen/fuer eine Devise wettet. Die Banken ver/kaufen diese Devise, um das Risiko dieser Wette fuer sich zu verringern. Investoren werden unsicher und agieren in die gleiche Richtung, vor allem wenn der Marktmanipulator ein Sprachrohr in den Medien findet. Als Ergebnis bewegt sich der Preis immer mehr in die Richtung, die fuer den Spekulanten guenstig ist. Porsche tat das 2007/2008 mit VW Aktien und gewann. Leerverkaeufer taten es im Oktober 2008 gegen VW Aktie, was aber dummerweise fuer sie schief lief, weil Porsche fast alle verfuegbaren Optionen aufkaufte und die Leerverkaeufer in die Zwangslage versetzte, etwas zurueckzukaufen, was nicht mehr da war :)

1992 lief es fuer diesen Herrn gut, weil niemand den "verfuegbaren Bestand" an britischen Pfund aufkaufen wuerde.

Die Eurokrise ist eine direkte Folge des großen Crashs von 2008.

"Die Eurokrise ist eine direkte Folge des großen Crashs von 2008."

Der 1. wahre Satz der bisher in den Medien, der Politik, der Wirtschaft hartnäckigst geleugnet wurde.

So gesehen sind auch Länder wie GR, Portugal, Spanien, Italien, Irland etc.

ein Opfer der weltgrößten Betrügerei um die cds.

Während GR stets des Betrugs engeklagt wird, haben ich noch keinen Finanzmanager oder Banker wegen Betrugs durch cds im Gefängnis gesehen.

Während es heftigste Aggressionen gegen GR gibt, sind mir derartige Aggressionen gegen die Finanzindustrie nicht aufgefallen, welche weltweit immerhin

50 000 000 000 000

Dollar verbrannt hat. In GR geht es um weniger.

Tabuthema - auch die Medien schweigen

Im gegensatz zu den Foren wird in den Medien die Diskussion über die CDS geradezu tabuisiert. Dabei sind die CDS ja das perfideste Foterwerkzeug, da es destruktive Spekulation erlaubt. Weiterhin sind die CDS in zweierlei Hinsicht Betrug:

1. Die Emittenten der CDS müssen keinerlei Rücklagen für den Versicherungsfall vorhalten. Sie müssen nicht einmal glaubhaft machen können, dass sie im Versicherungsfall die Versicherungssumme, oder auch nur einen Teil davon, auszahlen können.

2. Obwohl Staatsanleihen ein Risiko bergen, wird die Versicherung der Staatsanleihen durch CDS a priori als risikolos eingestuft. Dadurch kann eine Bank Massen von Schrottanleihen auf Pump kaufen und durch Kauf der entsprechenden CDS der Bankaufsicht weismachen, sie sei versichert. Und das, obwohl die Emittenten der CDS wie in 1. beschrieben keine Deckung nachuweisen brauchen!

Darüber hinaus kann man beliebig CDS kaufen, auch wenn man die entsprechenden Staatsanleihen gar nicht hält. Bei Ausfall wird die Versicherungssumme auf nicht existente Papiere fällig!

Über dieses gigantische Spekulations- und letztendlich Betrugsschema will die Presse nicht ausführlich schreiben. Politiker verdrängen es so weitwie möglich.

Man beschwert sich über die Hitze in der Wüste, nimmt aber die Sonne nicht zur Kenntnis.

Der große Betrug mit den verbrieften Schrotthypotheken,

die wissentlich und vorsätzlich verkauft wurden, wird ebenfalls totgeschwiegen. Dabei kann man in den FOMC-Protokollen nachlesen, dass dieser Betrug mit Wissen und Wohlwollen der FED stattgefunden hat. Nicht nur das, die Fed durfte auch (entgegen üblichen Regeln) in den Markt für ABS eingreifen, also aktiv den Kurs manipulieren.
All dies ist sehr gut dokumentiert von G. Zoche auf "Welt Macht Geld":

http://weltmachtgeld.tnpa...

Das Geschäftsmodell der USA besteht seit langem darin, überall auf der Welt Güter und strategische Ressourcen einzukaufen und diese mit Dollars zu bezahlen, für die dann Wertpapiere gekauft werden, deren Werthaltigkeit äußerst zweifelhaft ist. Dieses Spiel wird mit politischer und militärischer Erpressung aufrechterhalten, außerdem durch Erpressung mit Rohstoffen (Grundnahrungsmittel, Erdöl usw., deren Preis als strategische Waffe benutzt wird), sowie durch Betrug.

Wenn eine Blase platzt, wird kein "Geld verbrannt", das Geld ist immer noch da, bloß der Anspruch des Gläubigers, der die mittlerweile entwerteten Papiere gekauft hat, ist weggeschmolzen. Jedesmal, wenn eine Aktien-, Dotcom-, Immobilien- oder sonstige Blase platzt, bedeutet das, das die USA ganz viel geliehenes Geld nicht mehr zurückzahlen müssen.

Der „Exportweltmeister“ Deutschland ist besonders begierig darauf, wertvolle Güter in buntes Papier umzutauschen. „Exportweltmeister“ = Weltmeister im Liefern von stupid money!

6. Orden für Betrug

Die "cds" wurden durch eine Uniabgängerin erfunden - also jemand ohne jegliche Banken- und Finanzenerfahrung. Hier war wohl nur die Gier Vater des Gedankens. JP Morgan war auch schon bei der Weltwirtschaftskrise 1929 maßgeblich.

Die Konstruktion der cds ist so angelegt, dass sie niemals dauerhaft funktionieren kann. Der Crash erfolgt zwangsweise. Wer also Einfluss hat, kann bestimmen, wann die cds Blase platzt und wird gigantische Gewinne erzielen.

Warren Buffet nannte die cds die "Massenvernichtungswaffen der Finanzindustrie". Niemand aus der Finanzfachwelt sah sich genötigt das nachzuprüfen. Oder es war die bösartige hemmungslose Gier hier Billionen Dollars über den Tisch ziehen zu können bzw. durch Betrug und das Leid der anderen auf Kosten dieser reich zu werden.

In der Tat: Die gesamte Medienlandschaft erweist sich bis heute als eine "staatliche Einheitsmedienlandschaft", welche das Thema ignoriert. Man kann davon ausgehen, dass das bisher der weltgrößte Betrug war. Je größer der Betrug, je größer die kriminelle Energie, desto weniger Risiken auf Strafbarkeit.

Lobbyismus:

Bis heute sind die cds nicht verboten, obwohl sie ursächlich für das Verbrennen von 50 000 000 000 000 Dollar waren.

Auch hier haben sie recht: Keine Bank wußte zB wie hoch die UBS mit cds eingedeckt war, weil niemand cds Bestände bilanzieren muss. Wer also UBS Papiere hatte, war in dem Glauben erstklassige Werte zu haben -

bis die cds platzten und die UBS Papiere gegen 0 (9) fielen.

Vollkommen richtig!

Der Handel mit CDS ist ein äußerst zwielichtiges Geschäft unter der Führung des "Money Trust" himself, die staatstragende New York Times schreibt dazu:
"A Secretive Banking Elite Rules Trading in Derivatives"

http://www.nytimes.com/20...

Besonders erwähnenswert dabei ist die Tatsache, dass die AIG-Riesenpleite im wesentlichen durch CDS verursacht war. Der amerikanische Steuerzahler hat CDS-Schulden von AIG, die unter äußerst zwielichtigen und sittenwidrigen Umständen zustande gekommen sind, in Milliardenhöhe übernommen.

Geschäftsmodell: verkaufe CDS an ein systemrelevantes Institut zu manipulierten Phantasiepreisen, wenn die Preise crashen, ist ein Konkurrent pleite und die ungedeckte Phantasieforderung ist jetzt eine Staatsanleihe.

Die beiden Exportweltmeister im Vergleich

Bei den Chinesen bin ich mir nicht ganz so sicher, wer am Ende wem eine lange Nase zeigen wird. Sicher werden die Chinesen einen großen Teil ihrer Dollarforderungen nicht in werthaltige Ressourcen umwandeln können (schon gar nicht in den USA, das wird politisch verhindert), trotzdem glaube ich, dass hinter der chinesischen Vorgehensweise eine wohldurchdachte Strategie steht.

Hauptziel der chinesischen Wirtschaftspolitik ist momentan das Anlocken ausländischer Direktinvestitionen, deren Hauptzweck im Know-How-Transfer liegt. Wenn der abgeschlossen ist (und das könnte schneller gehen als Wall-Street dachte), beginnt ein neues Spiel.

Immerhin bedeuten die großen chinesischen Dollarreserven schon jetzt, dass Volkswirtschaften, die erfolgreich in die Zahlungsunfähigkeit getrieben wurden, schon jetzt nicht mehr exklusiv vom Westen erpresst werden können. Auch den Chinesen bieten sich interessante Zugriffsmöglichkeiten, diese werden vor allem in Afrika geschickt genutzt. Chinas Rohstoffpolitik in der Dritten Welt ist effizient und vor allem sehr viel preiswerter als die amerikanische, die auf militärische Gewalt, Erpressung und Scheinheiligkeit basiert.
Die Chinesen verfolgen eine globale Erdöldiplomatie, mit der sie den Amerikanern um einiges voraus sind. Sie bestellen ihr eigenes Feld:

http://www.youtube.com/wa...

Der Hauptunterschied zwischen Deutschland und China: China ist souverän und hat (höchstwahrscheinlich) ein durchdachtes Konzept.

Opfer und Täter

Es mag sein, dass die Bankenrettung ihren Teil zur Schuldenkrise in Europa beigetragen hat, doch ist das bei weitem nicht die Ursache des Problems.

Über Jahrzehnte haben viele europäische Staaten immer neue Kredite aufgenommen. Das war sehr bequem, denn welcher Wähler freut sich schon über Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Deswegen wird kein Politiker wiedergewählt. Das hat zu hoher Schuldenlast geführt, die aber wegen den niedrigen Zinsen noch nicht problematisch war.

Nach der Krise sind die Investoren und Spekulanten vorsichtiger geworden und schauen genauer hin wem sie ihr Geld anvertrauen. Wer würde Griechenland heute sein privates Geld leihen oder seine Lebensversicherung verpfänden? Freiwillige vor!

Wahrscheinlich sind Staaten und Banken sowohl Opfer als auch Täter. Denn durch unsolides wirtschaften vieler Staaten sind deren Kredite erst "faul" geworden. Die Banken hätten wiederum diesen unsolide wirtschaftenden Staaten niemals Kredite zu so günstigen Konditionen geben dürfen.

Es mussten immer neue Kredite aufgenommen werden,

denn wir leben in einem Schuldgeldsystem.

[Über Jahrzehnte haben viele europäische Staaten immer neue Kredite aufgenommen.]

Natürlich, oder wie sonst könnten Sie und jeder andere hier sparen, ohne die Wirtschaft in die Rezession zu schicken? Woher kommt wohl das Sparpotential (2010 lag das Sparvolumen bei ~150 Mia. EUR)?

Damit einer sparen kann, muss sich ein anderer verschulden.

Und zur Schuldfrage:

Jeder ist hier schuldig. Vom einzelnen Banker, bis zum unmündigem Wähler.

Die Banken hatten ihre Chancen gehabt das System zu verändern. Sie haben sich aber lieber durch Bestechung ihre Politiker aber gekauft.

Die Wähler waren dumm sich wieder den Parteien zuzuwenden, die diese Bestechungsgelder annahmen. Dafür haben sie aber immer wieder die Unfähigkeit und Unkenntnis der kleinen Parteien angeprangert.

Das das System jetzt zusammenbricht, sollte da kein Wunder sein.

Geldverbrennung

Ich weiß nicht woher Sie die Zahl von 50 Billionen $ haben und es soll wohl auch nur eine Schätzung sein, aber welche Aussage wollen Sie damit machen?

Dass alle Volkswirtschaften der Welt ohne Finanzkrise Güter im Werte von 50 Billionen $ mehr hätten produzieren können? Oder das plötzlich der Wert aller Güter um diese Summe abgenommen hat? Ist die VW AG real von heute auf morgen 10 Millionen Euro weniger Wert, nur weil der Aktienkurs (die momentane Bewertung des Marktes) um ein paar Euro gesunken ist?

In der Geschichte des "marktwirtschaftens" hat es immer wieder Zyklen von Unter- oder Überbewertungen von Vermögensgegenständen gegeben. Wer investiert oder einen Kredit vergibt, der spekuliert auf zukünftige Einzahlungen. Oft sind diese Einschätzungen falsch. Dann gibt es Korrekturen. Und wer zu weit daneben lag, der geht Pleite und muss sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.

Gesamtwirtschaftlich gesehen ergibt sich aus diesen individuellen Entscheidungen ein chaotischer Prozess, dessen Entwicklung nur schwer zu vorauszusehen ist.

Also wer ist "Schuld"? Und ist das überhaupt die richtige Frage?

Es gibt Situationen, in denen jeder für sich "rational" und "vernünftig" handelt, die Gesamtheit aller Entscheidungen aber weniger wünschenswerte Ergebnisse hervorbringen.

Genau dort könnte die Politik ansetzen, anstatt sich als Retter in der Not mit der Gießkanne voller Geld zu betätigen. Das ist wie Öl ins Feuer gießen, denn die neuen Schulden machen alles nur noch schlimmer.

Geldverbrennungen: Basis des Kapitalismus

"Ich weiß nicht woher Sie die Zahl von 50 Billionen $ haben "

---------

Es gibt verschiedene weltweit agierende Institute - in diesem Falle ein Asia Institut und andere - welche ausgerechnet haben, wieviel Geld in den jeweils aufeinanderfolgenden Finanzkrisen vernichtet wurde. Die 50 Bio. ist die Summe der letzten Krise weltweit.

Was ich damit sagen will, ist klar.
Es sind 50 000 000 000 000 Dollar, welche im System fehlen, weil es einer anderen Verwendung zugeführt wird.

Wenn das Geld bei Milliardären zugeschlagen wird, fehlt es im Kreislauf.

Wenn es bei den Rentnern fehlt, müssen diese wie in den USA mit 75 wieder arbeiten gehen - oder in Deutschland wie in einem dokumentierten Bsp. mit 85 noch arbeiten gehen -

ggf. muss der Staat also ggf. Sie als Folge für eine Grundsicherung etc. eintreten oder Bankenrettungsschirme aufspannen, die wir alle bezahlen, aber nicht die Schuldigen.
Schuldig sind Betrüger. Und das trifft für bestimmte Anlageformen zu bei denen nicht über die Möglichkeit des Totalverlustes informiert wurde.

Das Geld fehlt dann in der Wirtschaft dh Firmen schließen = Arbeitslose. Firmen kommen in Probleme = Kurzarbeit. Wer bezahlt das?

Bei der jetzigen Krise - verursacht durch die Finanzindustrie - geht es offensichtlich nicht um ein paar Euro hin oder her - so wie es bei 50 000 000 000 000 Dollar auch nicht um ein paar Dollar hin oder her geht.

In diesen Fällen geht das Kapital dorthin wo es der Wirtschaft und dem Volk keinen Nutzen bringt.

Eine späte Antwort zu später Stunde

""Die Eurokrise ist eine direkte Folge des großen Crashs von 2008."

Der 1. wahre Satz der bisher in den Medien, der Politik, der Wirtschaft hartnäckigst geleugnet wurde."

Ich wage es zu widersprechen. Die Eurokrise ist eine direkte Folge, dass die Politik nach der Finanzkrise 2008 untätig blieb, die Finanzmärkte nicht regulierte und es den Finanzmärkten gestattete, in der gleichen Art auf Staatsanleihen zu spekulieren, wie sie es auf Immobilien taten.

"Im November 2008 versprachen die Europäischen Finanzminister, dass sie das System vor weiteren Pleiten schützen würden."

Dies war genau die Ansage, die Spieler an den Finanzmärkten geradezu einlud auf Staatsanleihen der Eurozone zu spekulieren. Nun haben wir das Ergebnis.

Nicht die Finanzkrise ist Ursache der Eurokrise, sondern die verantwortungslose Untätigkeit, bzw. die Vergesellschaftung der Schulden, durch die politischen Akteure.

MfG
AoM

@Lars Galtung - richtig und weiter denken...

""Die Eurokrise ist eine direkte Folge des großen Crashs von 2008." Der 1. wahre Satz..."....

"So gesehen sind auch Länder.. ein Opfer der weltgrößten Betrügerei um die cds."...

Und gerade Herr George Soros ist die Mutter und der Vater des CDS Geschäftes, und zwar als nur ein Teil des Instruments der Leerverkäufen ohne Deckung.

Weil was sind die CDS?

Eine Versicherung die nicht ausgezahlt werden kann, aber trotzdem spielt wichtige Rolle bei der Blasenbildung der psychologischen Motoren der Krise und Instrument für die spekulative leichte Bereicherung durch neben anderem Verschlucken von gedrücktem Geld.

Das wichtigste ist die Funktionsweise des Finanzsystems selbst nach der Aufhebung seit 1999 der Glass - Steagall Gesetze.

Herr Goerge Soros ist ein von wichtigsten Konstrukteure dieser Idee der totalen Monopolbildung der Finanzmärkte die einfach zum Bau der Schneeballsystemen vorprogrammiert sind. Die mangelnde Konkurrenz und Spekulationsraum gewährleisten einen immer vorhandenen und immerwerdenden Spekulationsraum der letztendlich immer erneut die neue Krisen diktieren kann.

Ohne die Lösung dieser Frage wird eine notwendige Konkurrenz und marktwirtschaftliche Verhältnisse innerhalb der Finanzindustrie fehlen und dadurch immer erneut die Blasenbildung hervorrufen.

@152 Freiheit und Spekulation

Askay:

"Spekulation ist der Garant für die Freiheit des Einzelnen, denn sie stellt eine der wenigen Arbeitsmöglichkeiten dar, in denen man nur seinen Kopf und einen Computer braucht."..

...

Wenn die Spekulation las Garant der Freiheit angenommen wird, verursacht diese Freiheit den Zwang für die überwältige Mehrheit der Menschen.

Es ist zwar die Freiheit für die wenige alles zu tun was sie wollen, aber auf Kosten der großen Mehrheit ohne der rechtlichen Grundlage sich vom Diktat zu währen.

Konkret sind die EFSF und ESM die Folgen so angenommener Freiheit, wo die Bürgen für die fremde Verschuldung zwangsläugig und ohne Bestimmungsrecht die nicht beteiligte Mehrheit der Bürger gemacht wird.

Es handelt sich um eine notwendige Willkür für die Stabilisierung der Finanzen und der Banken die in finanzpolitischen Rahmen eigener unbegrenzter Freiheit gerade solche Entwicklung ermöglicht haben.

So angenommene Freiheit braucht angemessene Regulierung um der Mehrheit der Bürger ihre eigene Freiheit der Wahl gewährleisten zu können. Übrigens die Bürger haben dieses Recht in den konstitutionellen Verfassungen zur Verfügung.

George Soros ist kein Demokrat und kein Befürworter der konstitutionellen rechtlichen und damit bürgerlichen Freiheiten nach Chancengleichheit und rechtlicher Gleichstellung für alle.

Sehen wir der Wahrheit einmal ins Auge

Weite Teile des Finanzsystems sind betrügerisch. Und damit meine ich nicht nur die Banken.

Wie Geld entsteht ist an sich schon sehr fragwürdig. Banken "erschaffen" Geld - den überwiegenden Anteil - und nicht die EZB. Dabei könnte Geld vom Staat erschaffen werden oder zumindest in einem weit größerem Umfang.

Ein anderes Thema sind die Zinsspekulationen der Gemeinden u.a. bei der dt. Bank. Eigentlich ist es für Gemeinden zwar verboten Spekulationsgeschäfte abzuschließen, aber es wird trotzdem nicht strafrechtlich verfolgt. Ein Glück, dass wir eine "unabhängige" Justiz haben - die zwar in weiten Teilen politisch Abhängig ist, aber was soll's. Staatsanwälte sin Weisungsbefugt.

In den Medien wird auch kaum darüber diskutiert - zuviele Anzeigenkunden aus der Finanzbranche - außerdem kontrollieren die wahren Herren die Unternehmen durch Kreditlinien und Co. Alleine wenige unverschuldtete Großunternehmen wie Bosch können hier einmal die Wahrheit ansprechen.

Dabei ist das ganze aktulle Drama ein schlechter Witz. Die EZB könnte einfach Geld am PC erschaffen und neue Banken damit ausstatten, sollten die "Alten" aufgrund von Staatspleiten zusammenbrechen. Die Neuen könnten von den Alten die Soliden Geschäfte übernehmen (z.B. Hausbaukredite) - nur müssten Sie nicht jede Bonuszahlung begleichen.

Es ist schlicht eine Verteilungsfrage. Das kann man alleine an den Vermögen der Reichsten erkennen. Vieles wäre möglich - doch alleine die Diskussion darüber ist "GEFÄHRLICH" - für Manche.

Die Schuldenksise ist die Folge fortgesetzten Schuldenmachens!

Die Finanzkrise hat die Schuldenkrise der Staaten nur verschärft, aber nicht ausgelöst.

Das eigentliche Übel ist das über Jahrzehnte hinweg betriebene ununterbrochene Schuldenmachen der meisten Industriestaaten.

Wenn diese nicht eine immer höhere Schuldenlast aufgetürmt, sondern grundsätzlich weniger Schulden gemacht und ab und zu auch mal Schulden abgebaut hätten, dann hätte es erst gar keine Staatsverschuldung gegeben, die durch die Bankenrettung hätte eskaliert werden können.

Siehe Deutschland: Das Schuldenmachen geht immer weiter. Jedes Jahr wird der Schuldenberg weiter erhöht - in 2010, in 2011 und auch für 2012 ist weiteres Schuldenwachstum fest eingeplant. Glaubt etwa irgendjemand, dass dies ewig so weiterginge? Nein? Und interessiert das irgendjemanden???

Wenn Sie diese letzte Frage beantworten, sind Sie ganz dicht am Problem!

Soros ist ein Währungsspekulant

Der Autor ist ein weltbekannter Spekulant.
Währungsspekulationen sind seine Spezialität. Soros wettete in den 90er erfolgreich gegen das britische Pfund und machte einen Gewinn von rund einer Milliarde. Soros ließ verlauten dass das Pfund abgewertet werden soll. Es folgte eine Flucht aus dem Pfund und die Währung stürzte ab.

Schon zu Beginn 2010 sprach Soros als erster von einem möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone. Am 8 Februar trafen sich einige Hedgefound-Manager in New York und verabredeten die Spekulation gegen Griechenland und den Euro.

Vor diesem Hintergrund ist der Kommentar von Soros zu verstehen. Die Zeit macht dies sicherlich auch deutlich!