AfghanistanRückzug im Bombenrauch

Nach dem jüngsten Anschlag fürchten Kabuls Bewohner vor allem eines: den Abzug der Nato

Ein Hubschrauber der Nato landet in Kabul, um Verletzte zu transportieren.

Ein Hubschrauber der Nato landet in Kabul, um Verletzte zu transportieren.

Die deutsche Botschaft in Kabul, ohnehin von hohen Barrikaden umgeben, lässt gerade eine eine Millionen Euro teure Spezial-Schutzmauer gegen Selbstmordattentäter um das eigene Gebäude bauen. Fast hätte man das Ungetüm jetzt gebraucht. Am Dienstag dieser Woche drang ein Trupp schwer bewaffneter Taliban-Kämpfer am hellichten Tag in den innersten Sicherheitsbereich der afghanischen Hauptstadt vor. Sie führten einen Lastwagen voll Waffen mit sich. Mit Panzerfäusten und Raketenwerfern ausgestattet, versteckten sich die Kämpfer, vermutlich ein Dutzend an der Zahl, in einem 13-stöckigen Hotel-Rohbau und beschossen von dort US-Botschaft , Nato-Hauptquartier und das Viertel der deutschen Botschaft.

Die deutschen Diplomaten hörten die Einschläge in ihrer Nähe, vernahmen, wie Glas klirrte und Metall schepperte. Sie hörten nahes Maschinengewehrfeuer. Der größte Teil des Botschaftspersonals verkroch sich in Schutzräumen im Bunker. Einige Diplomaten aber sahen zu, wie draußen der Bombenrauch aufstieg wie zu alten Kriegszeiten, Hubschrauber griffen die Attentäter aus der Luft an, einige stürzten sich mit ihren Sprengstoffwesten vom Dach des Rohbaus in den Tod. »Unsere Schutzmauer«, resümierte einer der Diplomaten, »ist keine Hysterie.«

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Die Einsicht, dass nur allergrößte und teuerste Anstrengungen Schutz vor den Anschlägen der Taliban bieten, steht in bizarrem Kontrast zur offiziellen Kommentierung ebendieser Angriffe. Die Kämpfe in Kabul dauerten noch an, da ließ Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen aus Brüssel vernehmen, die Allianz halte am Zeitplan für die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Armee und Polizei fest.

Derweil beruhigte ein US-General die Zuschauer von CNN, dass diesmal nur wenige Tote zu beklagen seien. Ins gleiche Horn stieß man in deutschen Botschaftskreisen: Der Angriff sei gescheitert, es habe nur wenige Tote gegeben, keine Blutbäder wie früher im Irak. Das ist die offizielle Linie. Denn alle – Nato, Amerikaner, Deutsche – wollen bis spätestens 2014 aus Afghanistan raus . Also werden Attentate wie das vom vergangenen Dienstag nach herrschender Lesart als Aufbäumen eines geschwächten Gegners dargestellt, der militärisch sonst nicht mehr viel auf die Beine bekomme.

Kabuls Einwohner sehen das anders. Der Angriff vom Dienstag weckt bei ihnen Erinnerungen an die neunziger Jahre, als die Hauptstadt in einem jahrelangen Bürgerkrieg zerschossen und zerbombt wurde. Seit dem Einmarsch der Nato vor gut zehn Jahren genossen die Kabulis eine Phase des Friedens und der Ruhe, der Krieg gegen die Taliban fand anderswo im Land statt.

Doch am Dienstag waren über die Hälfte aller Straßen gesperrt. Wer im Zentrum arbeitete, kam abends nicht nach Hause. In der sonst so lebendigen Basarstadt herrschte Totenstille. Zwar hatten die Taliban auch in Kabul zuletzt häufiger verheerende Anschläge verübt – unter anderem auf das Hotel Intercontinental und das britische Kulturzentrum. Doch noch nie war es ihnen gelungen, die ganze, riesige Stadt lahmzulegen.

Leserkommentare
    • Atan
    • 14.09.2011 um 15:07 Uhr

    "Same procedure as every time" möchte man fast anhängen, wenn es nicht unfreiwillig zynisch klingen würde. Zehntausende westliche Offiziere, Strategen, Planer und Abgeordnete wurden erwartungsgemäß durch durch die historischen, geographischen ethnischen und kulturellen Gegebenheiten der afghanischen Gesellschaft widerlegt, [...]

    Die Geschichte wird aber wohl doch nur wieder ihre alte Tragödie aufführen: die Stämme werden bis zum letzten Blutstropfen um die Vorherrschaft im Land kämpfen, wobei am Ende dem am wenigsten erschöpften Krieger ein total zerschossenes Kabul als Symbol des Sieges in die Hände fällt.
    Teil entfernt. Bitte verzichten Sie auf zynische Äußerungen. Danke. Die Redaktion/wg

    3 Leserempfehlungen
  1. das funktioniert nicht in 10 Jahren - in 30 Jahren vielleicht. Die Extremisten werden es wieder schaffen, dieses Land in das Chaos zurückzubomben! Ist dann der Westen außen vor? Solange kein Extremist wieder eine westliche Großstadt angreift, geht es uns nichts an? Warum geben wir Milliarden aus, um dann doch "den Schwanz" einzuziehen? Die Führer der Stämme in diesem Land sind sich darüber einig, erst verschwinden die Soldaten, dann wird das Land aufgeteilt, wenn nötig mit Gewalt. Während dessen wird die Opiumproduktion hochgefahren - es mus ja jemand bezahlen! Die einfachen Leute bleiben die verführten Lämmer sie sterben für "ihr Land" - so gehts!

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    haben sie mit ihrer Einschätzung völlig Recht. Jedoch kann sich der Westen dass kaum noch leisten.Das liegt nicht einmal daran dass der Einsatz so teuer ist sondern dass wir lieber die deutschen Banken und Griechenland retten zu tun. Die USA und andere Staat sollten zumindest einen kleinen Teil ihrer Truppen dalassen um Schulen zu finanzieren und Unis zu errichten. Dafür brauch man nicht viele Soldaten vielleicht insgesamt 50.000 für ganz Afghanistan. wenn sich also 10 Staaten daran beteiligen sind das 5000 pro Nase. Das kostet 4,8 Milliarden Euro pro Staat der dabei ist wie der Afghanistan krieg offenbart hat (Deutschland). Das würde bedeuten 4,8 Milliarden über 10 Jahre. Dass kann sich jeder westliche Staat leisten...

    was sind sie für ein dummschwetzer. ich bin afghaner und bin sehr oft in afghanistan. das was sie hier von sich geben, haben sie aus den medien aufgeschnappt. wenn die nato weiter hin in dem land bleibt, wird das land aufgeteil und nicht umgekehrt. der westen geht total falsch vor. die unterstützen nichtmal 30 % der bevölkerung von afghanistan und kämpfen gegen 70%. obwohl die pashtunen mehr als 65% der afghanisceh bevölkerung aus macht, sind sie niergends in afghanistan vertreten und deswegen kämpfen die. in afghanistan ist islam zweit rangieg, die lüge von extremisten wird hier in den medien erzählt um die bevölkerung ahnungslos zu halten. wissen sie was eigentlich im süden los ist? wissen sie wieviele unschuldiege zivilisten im süden durch nato tag täglich umgebracht wird? wann haben wir hier zulande irgendwas von süden gehört? ich kann mich nicht daran errinneren. wenn sie wirklich die warhheit wissen wollen, das sollten sie was von Dr.Reinhardt Erös, Dr. Todenhöffer oder Herr Christoph Hörstel hören. informieren sie sich mal was die wahren afghanistan kenner sagen. das sind hilfsbereite menschen die schon seit über 30 jahren mindesten 3-6 monaten jährlich in afghanistan sind und zwar da, wo kein möchtegern journalisten hin kommen.

    haben sie mit ihrer Einschätzung völlig Recht. Jedoch kann sich der Westen dass kaum noch leisten.Das liegt nicht einmal daran dass der Einsatz so teuer ist sondern dass wir lieber die deutschen Banken und Griechenland retten zu tun. Die USA und andere Staat sollten zumindest einen kleinen Teil ihrer Truppen dalassen um Schulen zu finanzieren und Unis zu errichten. Dafür brauch man nicht viele Soldaten vielleicht insgesamt 50.000 für ganz Afghanistan. wenn sich also 10 Staaten daran beteiligen sind das 5000 pro Nase. Das kostet 4,8 Milliarden Euro pro Staat der dabei ist wie der Afghanistan krieg offenbart hat (Deutschland). Das würde bedeuten 4,8 Milliarden über 10 Jahre. Dass kann sich jeder westliche Staat leisten...

    was sind sie für ein dummschwetzer. ich bin afghaner und bin sehr oft in afghanistan. das was sie hier von sich geben, haben sie aus den medien aufgeschnappt. wenn die nato weiter hin in dem land bleibt, wird das land aufgeteil und nicht umgekehrt. der westen geht total falsch vor. die unterstützen nichtmal 30 % der bevölkerung von afghanistan und kämpfen gegen 70%. obwohl die pashtunen mehr als 65% der afghanisceh bevölkerung aus macht, sind sie niergends in afghanistan vertreten und deswegen kämpfen die. in afghanistan ist islam zweit rangieg, die lüge von extremisten wird hier in den medien erzählt um die bevölkerung ahnungslos zu halten. wissen sie was eigentlich im süden los ist? wissen sie wieviele unschuldiege zivilisten im süden durch nato tag täglich umgebracht wird? wann haben wir hier zulande irgendwas von süden gehört? ich kann mich nicht daran errinneren. wenn sie wirklich die warhheit wissen wollen, das sollten sie was von Dr.Reinhardt Erös, Dr. Todenhöffer oder Herr Christoph Hörstel hören. informieren sie sich mal was die wahren afghanistan kenner sagen. das sind hilfsbereite menschen die schon seit über 30 jahren mindesten 3-6 monaten jährlich in afghanistan sind und zwar da, wo kein möchtegern journalisten hin kommen.

  2. so wie in Südvietnam, so auch in Kabul.

    Unverantwortliche USA. Kriegstreiber und Weltverbrecher.

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv und sachlich dan der Diskussion. Danke, die Redaktion/mk

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf beleidigende Äußerungen. Danke. Die Redaktion/wg

    Nun gut. Normalerweise spricht man bei nicht so ganz passenden Vergleichen davon, dass sie hinken würden.

    Dieser Vergleich hinkt nicht mehr, der liegt auf der Intensivstation und kann nur mit maschineller Hilfe am Leben gehalten werden.

    • Remay
    • 14.09.2011 um 16:55 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.

    > Kriegstreiber und Weltverbrecher.

    Meistens sind es Verbrecher, die die USA als Verbrecher bezeichnen, z.B. Hussein, Chavez, Hitler, Stalin, Osama, Kim, die Hamas, Achmadinedschad etc. Aber jeder hat halt die Freunde, die er hat.

    Und bei allen fällt einem eines auf: Allesamt sind sie veritable Antisemiten. Zufall?

    eigentlich sind es ja auch eher die Opfer, de die USA als Weltverbracher und Kriegstreiber betrachten, es gibt so viele davon.

    bei Ihnen fällt auf, dass Sie für die Verwendung des Begriffs Antisemitismus keine Kriterien brauchen.
    Denn viele Juden in den USA haben weit überdurchschbittlichen Einfluss auf die amerik. Außenpolitik, diese Tatsache ist nicht antisemitisch, wie aber dann derjenige, der sie erwähnt?
    (American Enterprise Institute stellt Paul Wolfowitz ein, AIPAC)

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf beleidigende Äußerungen. Danke. Die Redaktion/wg

    Nun gut. Normalerweise spricht man bei nicht so ganz passenden Vergleichen davon, dass sie hinken würden.

    Dieser Vergleich hinkt nicht mehr, der liegt auf der Intensivstation und kann nur mit maschineller Hilfe am Leben gehalten werden.

    • Remay
    • 14.09.2011 um 16:55 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.

    > Kriegstreiber und Weltverbrecher.

    Meistens sind es Verbrecher, die die USA als Verbrecher bezeichnen, z.B. Hussein, Chavez, Hitler, Stalin, Osama, Kim, die Hamas, Achmadinedschad etc. Aber jeder hat halt die Freunde, die er hat.

    Und bei allen fällt einem eines auf: Allesamt sind sie veritable Antisemiten. Zufall?

    eigentlich sind es ja auch eher die Opfer, de die USA als Weltverbracher und Kriegstreiber betrachten, es gibt so viele davon.

    bei Ihnen fällt auf, dass Sie für die Verwendung des Begriffs Antisemitismus keine Kriterien brauchen.
    Denn viele Juden in den USA haben weit überdurchschbittlichen Einfluss auf die amerik. Außenpolitik, diese Tatsache ist nicht antisemitisch, wie aber dann derjenige, der sie erwähnt?
    (American Enterprise Institute stellt Paul Wolfowitz ein, AIPAC)

  3. haben sie mit ihrer Einschätzung völlig Recht. Jedoch kann sich der Westen dass kaum noch leisten.Das liegt nicht einmal daran dass der Einsatz so teuer ist sondern dass wir lieber die deutschen Banken und Griechenland retten zu tun. Die USA und andere Staat sollten zumindest einen kleinen Teil ihrer Truppen dalassen um Schulen zu finanzieren und Unis zu errichten. Dafür brauch man nicht viele Soldaten vielleicht insgesamt 50.000 für ganz Afghanistan. wenn sich also 10 Staaten daran beteiligen sind das 5000 pro Nase. Das kostet 4,8 Milliarden Euro pro Staat der dabei ist wie der Afghanistan krieg offenbart hat (Deutschland). Das würde bedeuten 4,8 Milliarden über 10 Jahre. Dass kann sich jeder westliche Staat leisten...

    Eine Leserempfehlung
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    Der Einsatz in Afghanistan kostet die USA ca. 0,2% des BNPs und die BRD ca. 0,02% des BNPs.

    Zum Vergleich, Vietnam kostete 12% des BNPs und der zweite Weltkrieg 45%.

    • colca
    • 14.09.2011 um 15:52 Uhr

    Ein bisschen Krieg zu führen ist ebenso wenig möglich wie ein bisschen schwanger zu sein.
    Wenn Sie die Zentralregierung militärisch stützen und die Modernisierung des Landes mit militärischen Mitteln schützen wollen, müssen Sie ihre Gegner bekämpfen. Dabei ist es unerheblich, ob 50 000 oder 200 000 westliche Soldaten im Land verbleiben. Die Taliban und andere Widerstandsgruppen wurden in den letzten 10 Jahren eher stärker als achwächer und das geht auch so weiter, so lang bewaffnete "Ungläubige" im Land sind. Inneren Frieden und Stabilität können die Afghanen nur aus eigener Kraft erreichen - und sei es um den Preis eines neuen Bürgerkriegs. Der würde dann wenigstens am Ende für klare Verhältnisse sorgen.
    Der Westen hat in diesem Land nichts zu suchen, kann nichts gewinnen und wird auch nichts von Dauer hinterlassen. Wir müssen uns endlich von unserer Hybris verabschieden, die ganze Welt nach unseren Wertvorstellungen formen zu wollen.
    Das scheitert am laufenden Band und verursacht nur sinnlose menschliche und materielle Opfer.
    Abzug jetzt!

    Der Einsatz in Afghanistan kostet die USA ca. 0,2% des BNPs und die BRD ca. 0,02% des BNPs.

    Zum Vergleich, Vietnam kostete 12% des BNPs und der zweite Weltkrieg 45%.

    • colca
    • 14.09.2011 um 15:52 Uhr

    Ein bisschen Krieg zu führen ist ebenso wenig möglich wie ein bisschen schwanger zu sein.
    Wenn Sie die Zentralregierung militärisch stützen und die Modernisierung des Landes mit militärischen Mitteln schützen wollen, müssen Sie ihre Gegner bekämpfen. Dabei ist es unerheblich, ob 50 000 oder 200 000 westliche Soldaten im Land verbleiben. Die Taliban und andere Widerstandsgruppen wurden in den letzten 10 Jahren eher stärker als achwächer und das geht auch so weiter, so lang bewaffnete "Ungläubige" im Land sind. Inneren Frieden und Stabilität können die Afghanen nur aus eigener Kraft erreichen - und sei es um den Preis eines neuen Bürgerkriegs. Der würde dann wenigstens am Ende für klare Verhältnisse sorgen.
    Der Westen hat in diesem Land nichts zu suchen, kann nichts gewinnen und wird auch nichts von Dauer hinterlassen. Wir müssen uns endlich von unserer Hybris verabschieden, die ganze Welt nach unseren Wertvorstellungen formen zu wollen.
    Das scheitert am laufenden Band und verursacht nur sinnlose menschliche und materielle Opfer.
    Abzug jetzt!

  4. Also nichts für ungut aber ein Gegner, der eine Bauruine einnimmt, anschliessend in der Gegend herumballert und ein paar Mauern beschädigt und dann fein säuberlich bis zum letzten Mann abgeschlachtet wird,

    So ein Gegner ist einfach nur ein kompletter Vollidiot.

    Es gibt Aufständische die wirklich Leistung zeigen, Territrium langfristig kontrollieren und zu halbwegs umfangreichen Raumoperationen in der Lage sind.

    Die Ballerfreunde aus Kabul gehören hier nicht dazu. Die hätten genau so gut den Kopf in einen Mähdrescher stecken können.

    Seit 4000 Jahren gilt: Wer eine Strasse nur so lange kontrollieren kann bis die Soldaten des Königs am Horizont erscheinen ist ein Strauchdieb.

    4 Leserempfehlungen
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    waren als Terroristen unterwegs. Terroristen wollen nicht erobern, sondern verunsichern, Angst schüren usw. Das wird mit dieser Art Operationen, die in Kabul ständig passieren, erreicht.

    waren als Terroristen unterwegs. Terroristen wollen nicht erobern, sondern verunsichern, Angst schüren usw. Das wird mit dieser Art Operationen, die in Kabul ständig passieren, erreicht.

  5. Der Einsatz in Afghanistan kostet die USA ca. 0,2% des BNPs und die BRD ca. 0,02% des BNPs.

    Zum Vergleich, Vietnam kostete 12% des BNPs und der zweite Weltkrieg 45%.

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    • kauda8
    • 14.09.2011 um 23:58 Uhr

    schon richtigt, aber da ging es dem Land noch gut und die toten waren nicht so schlimm. Schließlich gab es keine "blöde" Presse und niemand in der Heimat wusste so genau was da eigentlich vor sich ging...

    Die Zeiten ändern sich eben.

    • kauda8
    • 14.09.2011 um 23:58 Uhr

    schon richtigt, aber da ging es dem Land noch gut und die toten waren nicht so schlimm. Schließlich gab es keine "blöde" Presse und niemand in der Heimat wusste so genau was da eigentlich vor sich ging...

    Die Zeiten ändern sich eben.

    • Krakz
    • 14.09.2011 um 15:52 Uhr

    Bei uns in den Medien siegen sich die Interventionstruppen ja von Erfolg zu Erfolg. In Wirklichkeit traut sich kaum eine 12er Gruppe aus dem Camp, wenn nicht unmittelbare Luftunterstützung zur Verfügung steht.

    Dieser Angriff beweist, dass es den Aufständischen nicht an entschlossenen Kämpfern mangelt, die bereit sind, jedes Opfer einzugehen. Es darf bezweifelt werden, dass die Truppen der Karsai-Clique ebenso überzeugt sind. Wenn nicht, werden sie das Land ohne die USA nie halten können.

    Eine Leserempfehlung
    • colca
    • 14.09.2011 um 15:52 Uhr

    Ein bisschen Krieg zu führen ist ebenso wenig möglich wie ein bisschen schwanger zu sein.
    Wenn Sie die Zentralregierung militärisch stützen und die Modernisierung des Landes mit militärischen Mitteln schützen wollen, müssen Sie ihre Gegner bekämpfen. Dabei ist es unerheblich, ob 50 000 oder 200 000 westliche Soldaten im Land verbleiben. Die Taliban und andere Widerstandsgruppen wurden in den letzten 10 Jahren eher stärker als achwächer und das geht auch so weiter, so lang bewaffnete "Ungläubige" im Land sind. Inneren Frieden und Stabilität können die Afghanen nur aus eigener Kraft erreichen - und sei es um den Preis eines neuen Bürgerkriegs. Der würde dann wenigstens am Ende für klare Verhältnisse sorgen.
    Der Westen hat in diesem Land nichts zu suchen, kann nichts gewinnen und wird auch nichts von Dauer hinterlassen. Wir müssen uns endlich von unserer Hybris verabschieden, die ganze Welt nach unseren Wertvorstellungen formen zu wollen.
    Das scheitert am laufenden Band und verursacht nur sinnlose menschliche und materielle Opfer.
    Abzug jetzt!

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    bin generell für einen Abzug. Allerdings sollte der nicht zu überhastet sein. Natürlich kann man einen weiteren Bürgerkrieg starten lassen aber wofür waren dann 4,8 Milliarden? Das wichtigste ist dass nach dem Abzug Bildung weiterhin Garantie ist bzw. noch wird. wenn dass die Afghanen bis 2014 schaffen ok aber ich bin mir nicht sicher ob sie dass schaffen und ob das Geld was die USA weiterhin überweisen wird wirklich in Bildung geht. Dafür brauch man dann nicht zwangsläufig Soldaten sondern Beobachter und NGOs..

    bin generell für einen Abzug. Allerdings sollte der nicht zu überhastet sein. Natürlich kann man einen weiteren Bürgerkrieg starten lassen aber wofür waren dann 4,8 Milliarden? Das wichtigste ist dass nach dem Abzug Bildung weiterhin Garantie ist bzw. noch wird. wenn dass die Afghanen bis 2014 schaffen ok aber ich bin mir nicht sicher ob sie dass schaffen und ob das Geld was die USA weiterhin überweisen wird wirklich in Bildung geht. Dafür brauch man dann nicht zwangsläufig Soldaten sondern Beobachter und NGOs..

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