Donnerstalk Donau-Piraten

Hisst die Totenkopfflagge an allen öffentlichen Gebäuden: Zeit zum Ändern, die Piraten in Berlin haben es bewiesen. Mehr Freiheit auf den unendlichen Ozeanen des Netzes, fordern sie. Und ... ja, eigentlich nur das. Aber das genügte, um einige Sitze im Rathaus zu kapern. Kaum auszudenken, würde in Österreich Ähnliches passieren. Abgebrühte Profis des politischen Betriebes meinen zwar, hier sei keine eigene Piratenpartei nötig. In den letzten Jahren hätten ohnehin die Vertreter aller Parteien bereits jede Menge öffentlicher Mittel wie die Freibeuter aufgebracht.

Mag sein. Doch, und das sei allen Parteien ins Blogbuch geschrieben, politische Piraten wären tatsächlich eine Bereicherung. Wenn sie beispielsweise E-Mails ohne Atomstrom fordern, brechen sie in die Ökocommunity ein. Dann begehren sie ein Twitter-Volksbegehren: Jeder Volksvertreter muss minütlich Bericht erstatten, was er gerade so treibt. »Texte schnell mal ein Inserat« würde sofort Argwohn bei allen Followern wecken. Internetforen sollten Parlamentsdebatten ersetzen. Wikipedia müsste endlich als neues Maturafach die öde Mathematik ablösen.

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Weg mit unnützem Wissen, korrektem Deutsch etwa; Facebookisch heißt die Sprache der Zukunft, erfreulicherweise hat sich diese Lingua franca der Internetsurfer teilweise schon durchgesetzt. Österreichische Piraten müssten wie ihre deutschen Kumpanen aber auch ihrem Namen Ehre erweisen. Das heißt: Keine Weiber an Bord! Bringen nur Unglück. Seltsam, in jedem wilden Piraten steckt doch auch eine biedere Landratte.

 
Leser-Kommentare
  1. klar, dass ein "Meinungsbeitrag" nicht das journalistische Niveau eines echten Artikels erreichen soll und kann, aber das?

    Scheint eine plumpe Aneinanderreihung der Internetfirmen und - Communities, deren Namen der Autor schon einmal gehört hat zu sein.

    Naja....

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    • Hoek
    • 28.09.2011 um 9:44 Uhr

    Soll das irgendwie .. witzig sein?

    Was meint der Autor überhaupt mit "Freiheit" im Internet? Was für eine Freiheit ist hier gemeint?

    Was ist mit dem Wunsch nach Säkularisation? Der Entkriminalisierung von Hanfkonsumenten? Der Abschaffung der Studiengebühren? Steuerliche Anerkennung von unehelichen Partnerschaften? Kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel?

    Dem Autor nicht bekannt?

    Aber dann enthält man doch der Welt seine "Meinung", bis man wenigstens behaupten kann, sich schon mal - zumindest oberflächlich - mit dem Thema beschäftigt zu haben. In diesem Beispiel also dem Parteiprogramm.

    Was das mit dem "Facebookisch" soll ist mir wirklich unklar.
    Die Piraten und ihre Zielgruppe sind vorwiegend männliche Akademiker. Gerade die Piraten wissen, wie wichtig Medienkompetenz ist - und gerade die Piraten würden sich an die Mathematik und die korrekte deutsche Rechtschreibung krallen, wenn man versuchen würde, sie ihnen wegzunehmen.

    Und zu dem abgedroschenen Frauenthema, bitte mal dieses hier lesen:
    http://berlin.piratenpart...

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