New England Diners Der amerikanische Raum

Pioniergeist, Gemeinschaftssinn bei einer warmen Mahlzeit – diese Ideale verkörpern die American Diners. In Neuengland findet man sie bis heute

Das Diner Miss Mendon wurde von der Worcester Dining Car Company gebaut.

Das Diner Miss Mendon wurde von der Worcester Dining Car Company gebaut.

Im Haven Brothers Diner bekommt man in einer halben Stunde mehr Tattoos zu sehen als sonst in Wochen. Da ist zum Beispiel der robuste junge Mann, der gerade die drei Stufen zu dem auf einen Truck geladenen Imbiss im Sprung nimmt, um an der Theke seinen Murder Burger zu bestellen. Bei ihm gehen die Drachen auf dem schwarzen T-Shirt in die Zeichnungen auf der Haut über. Stark sein macht hungrig: Der Murder Burger hat neben dem Fleisch drei Schichten aus Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Käse, dazwischen ist noch ein Ei gequetscht. Wenn der vertilgt wird, schaut man besser nicht zu.

Aber es hilft alles nichts. Dieses blitzende Stück Chromstahl, in dem sich die Straßenlaternen spiegeln und das, umgeben von der wuchtigen City Hall und den Hochhäusern der Geschäftsstadt Providence, so winzig aussieht: Es ist eine lebendige Erinnerung daran, dass genau hier ein zentrales Stück amerikanischer Esskultur seinen Anfang nahm. Rühmt sich das Haven Brothers doch, der "älteste Diner der Welt auf Rädern" zu sein. Und eben die Räder waren entscheidend fürs Entstehen der Institution American Diner.

Anzeige

Fast 140 Jahre ist es her, dass hier in Providence, der am Atlantik gelegenen Hauptstadt von Rhode Island, ein junger Mann namens Walter Scott die Idee hatte, nicht mehr nur von einem Handkarren herunter Sandwiches zu verkaufen. Er spannte sein Pferd vor ein Wägelchen und zog abends vor die Fabriken, um den Arbeitern der Nachtschicht für einen Nickel warme Pies, Chicken Sandwiches oder gekochte Eier anzubieten. Damit legte er den Grundstein für das, was bis heute den American Diner auszeichnet: hausgemachtes Essen und ausgedehnte Öffnungszeiten. Der Absatz war reißend, die Arena offen für Konkurrenten, die den mobilen Imbiss im Handumdrehen weiterentwickelten.

Neuengland: Anreise

Flug nach Boston; von dort gute Zugverbindungen nach Providence und Worcester, www.amtrak.com. Mietwagen: www.enterprise.com

Unterkunft

Das Chandler Inn in Bostons South End, fünf Gehminuten von Boston Back Bay (Zugstation) entfernt, ist eine angenehme Unterkunft, von der aus sich die Diners in Worcester und Rowley bequem erreichen lassen, Tel. 001-617/4823450, www.chandlerinn.com. DZ ab 123 Euro. In Providence liegt zentral das Westin Hotel, Tel. 001-401/5988000, www. westinprovidence.com. DZ ca. 115 Euro

Diners

In Providence findet man das Haven Brothers (jede Nacht von 17 bis 3 Uhr geöffnet) an der Dorrance Street, neben der City Hall. In Pawtucket, im Norden von Providence, liegt der Modern Diner, 364, East Avenue (täglich von 6 bis 14 Uhr). In Boston, Nähe Cambridge, wäre der Town Deluxe Diner, 627 Mount Auburn Street, zu empfehlen. 24 Stunden geöffnet (außer So von 15 bis 17 Uhr!) hat der "Boulevard Diner" in Worcester, 155 Shrewsbury Street. Der Agawam Diner, an der Route 1 und 133 bei Rowley, Mass., gelegen, öffnet morgens um 5 und schließt nachts um 22 bzw. 23 Uhr.

Tipp: Richard Gutmans interessantes Culinary Arts Museum in Providence ist Di bis So (10–17 Uhr) geöffnet, www.culinary.org

Auskunft

Discover New England, c/o Get It Across Marketing & PR, Köln, Tel. 0221/2336409, www.neuenglandusa.de (deutschsprachig), www.discovernewengland.org (englisch)

Als die Haven Brothers ihr Unternehmen 1888 starteten, waren die lunch cars schon begehbar geworden; die Kunden sollten nicht im Regen stehen müssen. Weitere zehn Jahre später bedienten die Imbisswagen schon 275 amerikanische Städte. Sie hielten abends an zentralen Punkten, um morgens ihren Platz wieder zu räumen. Wie der Haven Brothers Diner heute noch. Im immergleichen Rhythmus seit 1949 rollt dieser Wagen um 17 Uhr auf seinen Platz, den er pünktlich um drei Uhr morgens verlässt. Dann kann der Autoverkehr wieder im Tempo des 21. Jahrhunderts durch die Straße rasen.

Ein rollender Anachronismus also? Ein Bürgermeister von Providence hat das so empfunden. Im Zuge einer Stadtverschönerung in den neunziger Jahren sollte der Fresszirkus weichen. Ein Proteststurm verhinderte es. Denn der American Diner verkörpert Pioniergeist, unternehmerischen Elan, Gemeinschaftssinn. An ihm hängt das amerikanische Herz.

Wobei, ganz ehrlich – ist das Haven Brothers ein richtiger Diner? Müsste man ihn, der vom traditionell hausgemachten, frischen Essen mörderisch weit entfernt ist, nicht eher zu den greasy spoons rechnen?

"Wir kommen, wenn es was zu feiern gibt. Und wenn nicht, erst recht"

Eine Frage, die Richard Gutman, 62, ungern beantwortet. Ein hässliches Wort, findet er, das vom "fettigen Löffel", auch wenn er zugibt, dass man den Haven Brothers Diner nicht wegen des Essens besuchen muss. Um Richard Gutman, den Diner-Experten in Amerika, am Tag darauf zu treffen, kann man in Providence bleiben. Das von ihm geleitete Culinary Arts Museum gehört zu einer der hiesigen Universitäten. Gutman ist ein fröhlicher Mensch, dem man die genussreiche Seite seines Berufs zwar nicht am Körperumfang, aber am Gesichtsausdruck ablesen kann. "Für uns Amerikaner war der Diner um die Ecke immer das Selbstverständlichste der Welt. Dass er etwas Besonderes ist, merkte ich erst, als mir ein englischer Gastprofessor in den sechziger Jahren erstaunt sagte, er habe so etwas noch nie gesehen." Für Gutman wurde das Staunen des Kollegen zum Startschuss einer immer noch andauernden Diner-Recherche, die ihn durch das ganze Land führte. "Ich begann, Vorträge zu halten, und einer davon wurde im New Yorker groß besprochen – was für ein Glück! Da war ich erst 23." Mittlerweile hat Gutman vier Bücher zum Thema geschrieben. Eine ganze Abteilung seines Culinary Arts Museum hat er dem Diner gewidmet. Hier gibt es Diner-Küchen zu bestaunen, ganze Diner-Wagen und viele Dokumente zur Geschichte einer Institution, die durchs ganze 20. Jahrhundert den amerikanischen Alltag begleitet hat. Bis heute.

"Gehen wir frühstücken?", fragt Richard Gutman. Frühstück am Nachmittag? Er lacht. Breakfast all day ist ein Angebot, das den Diner auszeichnet wie die Serviettenbox auf dem Tisch und die Jukebox in der Ecke. Der Modern Diner ist einer von Gutmans Favoriten. Stahlglänzend mit gerundeten Ecken steht der sogenannte Streamliner von 1941 am Stadtrand von Providence, wie das Relikt aus einem alten Science-Fiction-Film. Als erster Diner überhaupt wurde er Ende der siebziger Jahre ins National Register of Historic Places eingetragen und damit auf alle Zeiten vor dem Eingestampftwerden bewahrt. Gut so! Denn hier wird klar, dass neben dem Charme einer eigenwilligen Architektur auch gutes, günstiges Essen zur Diner-Kultur gehört.

Alle Tischnischen sind besetzt. Wortfetzen fliegen hin und her, Gelächter. Nick Demou, der Besitzer, ist von Tisch zu Tisch unterwegs, er scheint hier alle zu kennen. "Wir kommen immer, wenn es was zu feiern gibt. Und wenn nicht, erst recht", ruft die umfängliche Dame vom Nebentisch herüber. Im Diner spricht man miteinander – und guckt sich auf die Teller. "Die Leute essen erst mal mit den Augen", sagt Demou. "Wenn ihnen gefällt, was gerade vorbeigetragen wird, bestellen sie dasselbe." Etwa den French Toast Custard der feiernden Dame: eine typische Frühstücksspezialität, beladen mit Blaubeeren, Erdbeeren, Kiwi, Nüssen und einer Mascarpone-Cognac-Creme, so köstlich wie reichhaltig.

Geht das auch ohne Nüsse? Sicher! Extrawünsche sind kein Problem. Nur beim dazu bestellten Latte macchiato stutzt die freundliche Bedienung. Richard Gutman hilft aus: "Latte ist nicht Diner-Sprache. Beschreiben Sie ihr einfach, was Sie wollen!" Wenig später steht der Kaffee mit viel Milch auf dem Tisch. Und wird aufgefüllt, sooft man mag. Die Dame vom Nebentisch lehnt sich noch einmal herüber: "Sehen Sie? Nirgends ist die Atmosphäre so wie im Diner. Wie zu Hause – nein, besser als zu Hause!"

Es geht um schnelles Essen, aber nicht um Fast Food

Will man nun auf Diner-Tour gehen, hat man reiche Auswahl. "Ganz Neuengland ist Diner-Landschaft", sagt Richard Gutman zum Abschied. "Von den noch verbliebenen circa 2.200 alten Diners im Land steht hier sicher mehr als ein Drittel." Das liegt wohl auch daran, dass sie alle hier in der Gegend gebaut worden sind. Im Bundesstaat Massachusetts und vor allem in der Stadt Worcester entstanden von 1891 an die Fabriken, in denen die Diner-Gehäuse zusammengeschweißt wurden.

Für die Zugreise dorthin, weg vom Geburtsort des Diners, weg auch vom kleinsten Neuengland-Staat Rhode Island, wäre man vor hundert Jahren bequemer dran gewesen. Damals beförderte die Providence & Worcester Railroad, heute nur noch eine Frachtbahn, auch Personen zwischen den beiden nur 56 Kilometer voneinander entfernten Industriestädten. Heute führen alle Zugwege über Boston. So kann man zwar an einem Tag einen Blick auf die drei größten Städte Neuenglands werfen. Aber die hügelige grüne Schönheit der Landschaft zeigt sich nur selten und die berühmte Küste überhaupt nicht.

Worcester also! Erschreckend zunächst, wie sehr diese mit 180.000 Einwohnern immer noch große Stadt im Schatten ihrer Vergangenheit steht. Eine Industriewüste: Alte Riesen aus rotem Backstein mit verzierten Friesen aus dem 19. Jahrhundert stehen halb abgerissen, zerfallend. In hohlen Fensterlöchern flattern zerrissene Planen. Erst auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass in Teilen von ihnen Colleges oder Forschungsinstitute untergebracht sind. Nicht nur der prächtige Bahnhof zeugt von einstiger Pracht. Auch vom wichtigsten Dokument der Diner-Geschichte ist ein Stück zu sehen: Die 1906 gegründete Worcester Lunch Car Manufacturing Company war mal ein schönes Werksgebäude. Über 600 Diners gingen hier vom Band – vor allem anfangs wahre Prachtstücke, bei deren Bleiglasfenstern, Emailmalereien und Holztäfelungen sich die Unternehmen zu übertrumpfen versuchten.

Um 1913 hatte der American Diner seine Form gefunden. Diese den Eisenbahnwagen nachempfundenen kleinen Restaurants mit gewölbtem Dach, Tresen und festgeschraubten Barhockern dürfe man nicht mehr lunch cars nennen, befand bald darauf ein Journalist aus Chicago: "Das sind echte dining cars" – abgekürzt: Diners. Wobei sie schon längst keine Räder mehr hatten. Für die meisten blieb die Verladung zum Bestimmungsort ihre einzige Fahrt. Aber im Design verkörperten sie immer noch Aufbruch und Mobilität.

Beim Gang durchs raue Worcester hat man keine Mühe, sich vorzustellen, dass zu ihrer besten Zeit hier 22 Diners standen – Zufluchtsorte für die einsamen Nachteulen, die in den späten dreißiger, den frühen vierziger Jahren neben einer Mahlzeit auch menschliche Nähe suchten. Viele hatten während der Großen Depression ihre Arbeit verloren; die Zahl der Diners aber hatte sich verdoppelt. Um Alkohol ging es dabei übrigens nie. Noch heute hat die Mehrzahl der Diners keine Lizenz zum Alkoholausschank.

Dann kam der Zweite Weltkrieg und mit ihm ein akuter Mangel an manpower. Der Diner fand zu dem, was seither nicht mehr wegzudenken ist: seinen Kellnerinnen. "F-R-A-U-E-N: So buchstabiert sich Erfolg", titelte das Branchenmagazin The Diner und beschrieb in erstaunlicher Schamlosigkeit die Vorzüge einer weiblichen Bedienung: "Frauen sind billiger, sie trinken weniger und melden sich seltener krank, sie arbeiten härter als Männer, sind ehrlicher und meist gut gelaunt – und sie gehören sowieso in die Küche."

Jim Georges Boulevard Diner ist eines der letzten alten Worcester Lunch Cars, die an der belebten Shrewsbury Street übrig geblieben sind. In dem zierlichen, schmucken Diner ist alles original: die Sitznischen aus dunklem Eichen- und Eukalyptusholz, die dreiteiligen Fenster mit dem bleigefassten Rand aus rotem Buntglas, die tonnengewölbte Holzdecke, der Marmortresen, der Mosaikfußboden. Tradition verkörpert auch sein Besitzer. Jim George, 49, ist ein diner man von Kindesbeinen an. "Seit ich elf war, habe ich bei meinem Vater mitgeholfen. Immer harte Arbeit, nie Feierabend." George lächelt zwar, wenn er das sagt; aber es gab einen Zeitpunkt, vor 17 Jahren, als er zu jedem Job bereit war, nur um endlich den Diner hinter sich zu lassen. "Diese Arbeit verbraucht einen total", sagt George, "und doch konnte ich nicht ohne." Sieben Jahre später kaufte er den Diner seiner Mutter und den Brüdern ab. "Ich wollte ihn wieder in Schuss bringen, 24 Stunden offen haben. Wenn schon, dann richtig!"

"Ach was", scherzt ein alter Bekannter, der das Gespräch vom Barhocker mitverfolgt. "Ich komme seit Ewigkeiten her und gebe überall an mit eurem Essen und euren Öffnungszeiten, – und was passiert? Letzten Sonntagnachmittag bringe ich meinen Kollegen aus England her: geschlossen." Großes Gelächter. Zwei Stunden pro Woche schließt Jim George seinen Diner für den Wochenputz. Auch Barmann John grinst. Mit echter showmanship tanzt er zwischen Tresen und Grill, nimmt Bestellungen entgegen, wendet sich dann wieder zum Grill, der großen Bratfläche, dem Herzstück jedes Diners. Omeletts liegen da neben Brokkoli, Pilzen, Burgern und Corned Beef. "Sausage and home fries? Great." John hat seine Augen überall. Die hausgemachte Wurst ist eine Spezialität im Boulevard, die Bratkartoffeln dazu brutzeln schon in einer Ecke des Grills vor sich hin. Ein Sandwich mit Preiselbeeren und Walnüssen? Oder lieber doch den Klassiker "BLT" – bacon, lettuce, tomato ?

So hatte es Richard Gutman gesagt: "Diners are hustle-bustle places, action-packed." Diners sind turbulente Orte, lebenssprühend, hektisch. Zwar geht es um schnelles Essen, dies aber ist nicht zu verwechseln mit Fast Food: "Fast Food ist zu hundert Prozent vorhersehbar. Das Essen im Diner ist individuell, geprägt von der Herkunft der Besitzer, von der regionalen Küche."

Die Fahrt in Richtung Norden führt zurück an die Küste und nun endlich durch beschauliche Dörfer mit zierlichen Holzhäusern und Ateliers im Zentrum. Dahinter ist das Meer zu ahnen. Einer dieser reizenden Orte ist Rowley. Silbern glitzernd zwischen Bäumen steht da der Agawam Diner. 1954 hat ihn die griechischstämmige Familie Galanis erworben und 1970 von einem anderen Standort hierher transportiert. Man zwängt sich in diesen Diner, der doch von außen so geräumig aussah, und kann vor lauter Volk kaum die Tafel über dem Tresen lesen: crab cakes, clam chowder, Fischsuppe. Hier steht das Meer auf dem Menüplan, und es schmeckt großartig. Das Agawam Diner ist ein Stück Heimat. Eingezwängt und einbezogen inmitten fröhlicher Familien, spürt man: Hier könnte man jederzeit hereinschneien und bekommen, wonach einem gerade der Sinn steht, ob ein Frühstück um Mitternacht oder ein paar warme Worte – "wie bei Mom und Pop".

Kurz hinter dem Eingang, an einer großen Registrierkasse, sitzt Andy Galanis, 83-jährig, der Letzte der alten Besitzerfamilie. "Seit ich nicht mehr laufen kann, ist das mein Platz!" Unter der Kundschaft, die sich um ihn drängt, zur Tür herein, zur Tür hinaus, ist manch einer nicht gut zu Fuß, auf Stöcke gestützt, im Babykorb getragen, keine Altersstufe scheint zu fehlen. Mit seiner gesammelten Diner-Schlagfertigkeit aus 70 Arbeitsjahren findet Andy für jeden die passende Ansprache, vom Anzugmann über den Sportklub bis zum 90-jährigen Freund. "Ich kann meine Frau nicht finden", sagt der Freund. "Lass sie hier, wir bekochen sie schon."

Andy war der jüngste von vier Brüdern. "Als ich jung war, besaßen wir drei Diners hier in der Gegend!" In ganz Amerika gab es damals, Mitte der Fünfziger, noch rund 5.000 – doppelt so viele wie heute. Nach dem Krieg erlebte das Geschäft mit dem guten Essen zum guten Preis einen erneuten Boom. "Dann kamen die ganzen Neonröhren..." Noch einmal änderte der Diner sein Design – und im Zeitalter der wachsenden Familien auch die Größe. Bis 1962: In diesem für den Diner schicksalhaften Jahr wurde das letzte Worcester Lunch Car verkauft – und es erschien die erste Werbung eines übermächtigen Konkurrenten: McDonald’s. Plötzlich waren Diners alte Hüte. Ende 1962 vermeldete der Fast-Food-Gigant bereits den 700-millionsten verkauften Hamburger. Diners machten zu, wurden demontiert. Nur ein paar Tausend haben bis heute überdauert. Hat man es also mit Sammlerstücken zu tun, nostalgisch verklärten Relikten einer alten Zeit?

"Ich erzähl Ihnen mal was", sagt Andy Galanis und spießt einen Kassenzettel auf. "Irgendwann machte da drüben auf der anderen Straßenseite ein McDonald’s auf." Köpfe um ihn herum nicken. "Und wissen Sie, was passiert ist? Nichts! Es hat unsere Kunden nicht interessiert. Die wollen anscheinend genau den Trubel, den wir hier haben." Spricht’s, lächelt seiner Tochter zu, die den Diner heute führt, und schiebt unter lautem zustimmendem Gemurmel die Registrierkasse zu.

 
Leser-Kommentare
  1. ... aber gemeinhin heißt es eher nicht "das", sondern "der Diner".

    ------------------------------------------
    Eine "Emma-"Leserin zur andern beim Frühstück: "Reichst du mir bitte mal die Salzstreuerin!"

  2. nicht nur in New England...Die Show von Guy Fieri auf dem foodchannel: DINERS, DRIVE-INS AND DIVES befasst sich seit mehreren Jahren damit...und stellt Diners in New Mexico, Kalifornien und vielen anderen Staaten vor.

    www.foodchannel.com

    Eine Leser-Empfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service