Katholische Kirche Der verlorene Vater
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 Die Kirche gehört in guten wie in schlechten Zeiten zu uns

Und was machen derweil die Schafe? Sie beantworten die unbeantworteten Reformfragen selbst, und zwar durch zivilen Ungehorsam. Deutsche katholische Priester segnen privat homosexuelle Paare. Deutsche katholische Laien feiern zusammen mit Protestanten die Eucharistie. Deutsche katholische Frauen predigen, und deutsche Religionslehrer lehren keinen rigiden Sündenbegriff. Sie alle leben ihren Glauben gegen den römischen Autoritarismus. Ist das nicht friedliche Revolution genug? Nein, weil alle Heimlichtuerei destruktiv ist. Wer sich in der Lüge einrichtet, der lebt schizophren. Keiner weiß das besser als jene Priester, die den Zölibat theologisch anerkennen, ihn aber doch übertreten – und am Ende nicht unter dem Verbot, sondern unter seiner Übertretung leiden.

Berger glaubt, dass man die Heuchelei nur theologisch überwindet. Weg von dem Dualismus: unerlöste Welt gegen heiligmäßige Kirche. Weg von einem Papst, der behauptet, Homosexuelle seien »böse«, »sittlich ungeordnete« Diener einer Freiheit, die »den Menschen banalisiert«. Hin zu einer lebensbejahenden Theologie, die dem Menschen zutraut, Gut und Böse zu unterscheiden. Wäre das noch katholisch? Es wäre Widerstand gegen einen Absolutismus, der die Kirche zur Sekte machen kann. Berger sagt, er habe sehr mit sich gerungen, ob er in Berlin gegen den viel gescholtenen Benedikt protestieren solle, aber sich dafür entschieden. »Ich finde es richtig, ihm im Bundestag zuzuhören. Und er wird dort gewiss nichts gegen die Demokratie sagen. Aber sein Auftritt stärkt eine fromme Kulisse, hinter der menschenrechtswidrige Thesen schamlos vertreten werden können.« Und was geht das die Nichtkatholiken an? Ganz einfach.

Die Kirche ist nunmal die mächtigste Bewusstseinsmaschine unseres Kulturkreises. Sie gehört, im Guten wie im Schlechten, zu unseren unverlierbaren Traditionen. Deshalb kann es keinem Deutschen egal sein, was der Papst sagt. Der langjährige Korrespondent der Welt, Alan Posener, argumentiert denn auch in seinem Buch Der gefährliche Papst vom Standpunkt des Atheisten ganz ähnlich wie Berger. Er wehrt sich gegen die religiös aufgeladene Rede von einer Krise der europäischen Kultur. Und er kritisiert, dass Teheran und Rom in einer gemeinsamen Erklärung alle Christen und Muslime aufgefordert haben, sich gegen die Verspottung des Glaubens zu wehren und dabei notfalls »über die Toleranz hinauszugehen«.

Christentum ohne Toleranz? Warum nicht gleich Kirche ohne Gnade? Nein, man möchte jetzt wirklich nicht Benedikt sein. Ein gelehrter alter Herr, der leider etwas reaktionär denkt, was Folgen für die ganze Welt hat. Dieser Papst hat das Pech, in einem historischen Moment die Bühne zu betreten, da irdische Freiheit zum allgemeinen Ideal wird. Deshalb muss er jetzt aushalten, dass viele Deutsche sagen: Ich bin Katholik, aber in klarer Trennung zur Amtskirche. Und dann schreiben sie ihm spitzfindige Briefe, so wie Peter Posch, der katholische Angestellte eines Raumfahrtkonzerns: »Warum sollte die Veranlagung Homosexueller ›objektiv gegen den Willen Gottes‹ gerichtet sein? Hat Gott nicht die Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen? Soll mit Ihrem Kommentar zur Homosexualität etwa die Fehlbarkeit Gottes aufgezeigt werden, wobei gleichzeitig die Unfehlbarkeit des Papstes propagiert wird? Hat Gott bei Schwulen und Lesben einen Fehler gemacht?«

Gegen solche Fragen helfen auch nicht Ausreden: dass einem Millionen zujubeln, und dass die Kirche doch schon über tausend Jahre steht. Ja, ist die bloße Existenz von etwas jetzt schon seine Rechtfertigung? Und hat einer schon recht, weil ihm die Leute zujubeln? Im Olympiastadion? Jene Papstverteidiger unter den Kommentatoren, die sich jetzt auf die jubelnde Masse berufen, verachten sie sonst gründlich und pochen auf das Exklusive ihres Klubs. Die anderen aber wollen ihre Kirche nicht als Klub, sondern als Zukunft.

Sie sagen wie der Jesuitenpater Klaus Mertes: »Ich bin doch nicht katholisch wegen der Person des Papstes! Katholisch sein heißt eben nicht, immer dasselbe zu denken wie der Papst. Das ist ein von der Kirche mitverschuldeter Irrtum.« Katholizismus sei zum Kampfbegriff geworden, der sich immer mehr aufs Papstamt zuspitzt. Mertes, der durch die Offenlegung von Missbrauchsfällen an seiner Schule bekannt wurde, findet, er könne Benedikt kritisieren und doch das Amt respektieren. Er halte es mit der Parole: Auftreten statt austreten! Denn die eigentliche Pflicht sei Widerspruch aus Loyalität: »Mir geht es um die Gottesfrage.« Deshalb findet Mertes auch die Verpoppung des Papstes unkatholisch – ein Zusammenwirken aus infantiler Religiosität und der Bildersucht der Medien. Und wieso kann man nicht einfach mal feiern? Weil oft jugendliche Papstfans etwas bejubelten, an das sie sich nicht im Entferntesten zu halten gedenken. So werde die Feier zur Bekräftigung einer Lüge. Mertes nennt das »existenziell bejahte Doppelmoral«.

Und wie kommt die Kirche aus der Lüge raus? Indem sie sich der Jugend anpasst? Indem sie immer das lehrt, was gelebt wird? Die Theologin Johanna Rahner sagt: »Wenn Katholizismus heißt, immer nur anders zu sein als die Welt, dann ist das nicht mein Bild von Kirche.« Eine aufgeklärte Religion könne nicht unterstellen, dass sie die Wahrheit besitze, sondern müsse sich der Gegenwart aussetzen. »Wahrheit entscheidet sich nicht daran, dass sie die jubelnde Mehrheit hinter sich hat, sondern dass sie überzeugt.« Also müsse auch ein Papst Argumente liefern. Alles andere sei eine rechte Karikatur der Wahrheit: ein Dekret. »Der Übersetzer der göttlichen Wahrheit ist nur so viel wert, wie er in seiner Zeit verstanden werden kann.« Bisher schaffe es der Vatikan nicht, die Sache des Christentums mit Blick auf den Menschen neu zu bedenken.

Manche Menschen finden es natürlich ganz kommod, wenn nicht so viel gedacht wird. Manche sind nun einmal gerne Schaf. Johanna Rahner aber wünscht sich vom Papst, dass er jetzt »ein aufbauendes Wort für jene Deutschen findet, die versuchen, in Offenheit und in der Debatte Christen zu sein«. Nicht Kritik beschädigt das Papstamt, sondern Schweigen. Indem die kritischen Katholiken den Mund aufmachen, kommen sie der Zukunft schon ein bisschen näher. »Da leistet Deutschland einen Dienst an der Una Sancta, der unersetzlich ist. Ich finde, dafür müssen wir uns nicht genieren.«

 
Leser-Kommentare
  1. In Freiburg gab es Freitag Abend eine Demonstration von vielleicht 200 Leuten - und heute werden 100.000 Besucher zur hl. Messe erwartet- alles klar, die Menschen gehen 'zunehmend auf Distanz'. SCNR.

    Im Grunde ist es traurig, die Beiträge der ZEIT zum Papstbesuch haben zunehmend was von ND Berichterstattung unter Erich selig - da wurde auch immer festgelegt, wie die Welt gefälligst zu sein hat und anschließend 'die Wahrheit' verkündet. Nur hatte die dann nix mehr mit der Realität zu tun.

    Im übrigen, wer als ZEIT-Redakteur die FSSPX als 'klerikalfaschistisch' bezeichnet, hat meiner Ansicht eh nicht mehr die Absicht, irgendetwas zur Sache beizutragen, sondern will nur noch trollen. [...]


    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    25 Leser-Empfehlungen
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    • outis
    • 25.09.2011 um 10:00 Uhr

    [...] Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Sie hier dem diskursiven Niveau der unfehlbaren Aufklärer suf Augenhöhe begegnen dürfen? :-)
    Ich muss jetzt los, wir feiern heute Brotbrechen zur Erinnerung an diesen duften Che-Guevarra Typen aus Nahost, um interkonfessioneller rüberzukommen basteln wir in einem kreativen Gemeinschaftserlebnis Elefantenrüssel für Heiligenfiguren. Anschließend segnen wir die polyamore Lebensabschnittspartnerschaft unserer Priesterin, ähm Brotundweindarreicherin.

    Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven und sachlichen Beiträgen. Danke, die Redaktion/mk

    Sehr wahr geschrieben, sehr gute Reaktion.

    Frau Finger sollte besser ihre Finger von Themen lassen, von denen sie absolut gar nichts versteht anstatt dem Leser solchen Unfug zu präsentieren. Sie dilettiert (mal wieder) mit Unsachlichkeit und einer durch nichts nachzuvollziehenden Arroganz. Man kann für oder gegen die Kirche sein, jeder wie er mag. Aber Sachlichkeit anstatt billiger Demagogik wäre dem Thema angemessen.

    Würde diese Frau auch so über die ach so fortschrittlichen Protestanten herziehen?

    Na wer da wohl der wahre Troll ist? Lady Gaga hat übrigens regelmäßig noch mehr Teilnehmer als Ratzinger bei seiner Anti-Christentum-Show.

    Ich empfehle Ihnen das Lesen des Neuen Testaments und die Besschäftigung mit den christlichen Urgemeinden oder auch unbedingt mit den überlieferten Schriften Luthers.

    Außerdem habe ich den Verdacht, dass das Pabstum und die katholische Kirche schon gegen die ersten beiden der zehn Gebote verstößt.

    • outis
    • 25.09.2011 um 10:00 Uhr

    [...] Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Sie hier dem diskursiven Niveau der unfehlbaren Aufklärer suf Augenhöhe begegnen dürfen? :-)
    Ich muss jetzt los, wir feiern heute Brotbrechen zur Erinnerung an diesen duften Che-Guevarra Typen aus Nahost, um interkonfessioneller rüberzukommen basteln wir in einem kreativen Gemeinschaftserlebnis Elefantenrüssel für Heiligenfiguren. Anschließend segnen wir die polyamore Lebensabschnittspartnerschaft unserer Priesterin, ähm Brotundweindarreicherin.

    Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven und sachlichen Beiträgen. Danke, die Redaktion/mk

    Sehr wahr geschrieben, sehr gute Reaktion.

    Frau Finger sollte besser ihre Finger von Themen lassen, von denen sie absolut gar nichts versteht anstatt dem Leser solchen Unfug zu präsentieren. Sie dilettiert (mal wieder) mit Unsachlichkeit und einer durch nichts nachzuvollziehenden Arroganz. Man kann für oder gegen die Kirche sein, jeder wie er mag. Aber Sachlichkeit anstatt billiger Demagogik wäre dem Thema angemessen.

    Würde diese Frau auch so über die ach so fortschrittlichen Protestanten herziehen?

    Na wer da wohl der wahre Troll ist? Lady Gaga hat übrigens regelmäßig noch mehr Teilnehmer als Ratzinger bei seiner Anti-Christentum-Show.

    Ich empfehle Ihnen das Lesen des Neuen Testaments und die Besschäftigung mit den christlichen Urgemeinden oder auch unbedingt mit den überlieferten Schriften Luthers.

    Außerdem habe ich den Verdacht, dass das Pabstum und die katholische Kirche schon gegen die ersten beiden der zehn Gebote verstößt.

  2. Leider auch hier die gewohnte Begriffsverwirrung. Dass im Papismus keine Demokratie herrscht, ist ja klar - nicht einmal der Papst, ein demokratiefeindlicher Diktator, der aktiv gegen Menschenrechte vorgeht, behauptet etwas anderes. Nur ist seiner Antwort, dass die Wahrheit nicht Ergebnis von Abstimmungen sein kann, doch kaum zu widersprechen. Im Artikel wird dann, ganz richtig, die Frage gestellt, ob Wahrheit nicht diskutiert werden kann, ja muss.
    Und hier kommt die Begriffsverwirrung zum Zuge: Es wird so getan, als ob Demokratie und das Diskutieren von Wahrheit in einem positiven Zusammenhang stünden. Tun sie aber nicht. In einer Vertreterdemokratie besteht ja eher ein negativer Zusammenhang - der Diskurs wird Taktik, um Wählerstimmen abzuschöpfen, völlig untergeordnet. Demokratie ist Partizipation, Diskurs ist völlig unabhängig davon. In der vatikanischen Diktatur sind beide unerwünscht - das ist das Schlimme.
    Dass nicht über Glaubensfragen abgestimmt wird, versteht sich doch von selbst.
    Wenn aber kein Diskurs über die vermeintliche Wahrheit zugelassen ist, kann das Ergebnis nur das sein, das wir gerade bestaunen dürfen.
    In einer aufgeklärten, pluralistischen Gesellschaft haben auch Kuriositäten ihren Platz. [...]

    Bitte verzichten Sie auf unsachliche Argumente. Danke, die Redaktion/mk

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    bekommt man bei den Kommentaren mit

    Sie schreiben: "Nur ist seiner Antwort, dass die Wahrheit nicht Ergebnis von Abstimmungen sein kann, doch kaum zu widersprechen."

    Das ist doch eine Binse, wer wollte oder sollte denn da widersprechen? Bei Abstimmungen in der Demokratie geht es nicht um Wahrheit, sondern um Mehrheit. Und dass die Mehrheit nicht automatisch im Besitz der "Wahrheit" ist, zeigt die System-Konstruktion der Demokratie: Opposition und Gewaltenteilung.

    Das heißt: Demokratie wurzelt in dem Bewusstsein, dass menschliche "Wahrheit" viele Gesichter hat.

    Die Begriffsverwirrung liegt in diesem Fall bei ihnen und beim Papst. Der lebt völlig in der Abstraktion und kapiert die Konstruktion von und die Abläufe in einer Demokratie schlichtweg nicht.

    Der Mann ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr von dieser Welt. Baut ihm eine schöne Bibliothek mit vielen alten Büchern. Mehr braucht und will und versteht der nicht.

    ging nicht an die Redaktionelle Bearbeitung dieses Beitrages, sondern explizit an die engagierte Kritik dieses Schreibers.

    bekommt man bei den Kommentaren mit

    Sie schreiben: "Nur ist seiner Antwort, dass die Wahrheit nicht Ergebnis von Abstimmungen sein kann, doch kaum zu widersprechen."

    Das ist doch eine Binse, wer wollte oder sollte denn da widersprechen? Bei Abstimmungen in der Demokratie geht es nicht um Wahrheit, sondern um Mehrheit. Und dass die Mehrheit nicht automatisch im Besitz der "Wahrheit" ist, zeigt die System-Konstruktion der Demokratie: Opposition und Gewaltenteilung.

    Das heißt: Demokratie wurzelt in dem Bewusstsein, dass menschliche "Wahrheit" viele Gesichter hat.

    Die Begriffsverwirrung liegt in diesem Fall bei ihnen und beim Papst. Der lebt völlig in der Abstraktion und kapiert die Konstruktion von und die Abläufe in einer Demokratie schlichtweg nicht.

    Der Mann ist schon seit Jahrzehnten nicht mehr von dieser Welt. Baut ihm eine schöne Bibliothek mit vielen alten Büchern. Mehr braucht und will und versteht der nicht.

    ging nicht an die Redaktionelle Bearbeitung dieses Beitrages, sondern explizit an die engagierte Kritik dieses Schreibers.

  3. der aus Protest gegen das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma sein Priesteramt niederlegte und akademischer Lehrer u.a. von Edmund Husserl und Sigmund Freud wurde

  4. und in China fällt ein Sack Reis um.
    Wie sagte schon Karl Marx: "Religion ist Opium fürs Volk".
    Und wie sagte Konfuzius: "Lernen, ohne zu denken, ist eitel, denken, ohne zu lernen, ist gefährlich".

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    Lassen Sie sich doch mal neue Worte einfallen.

    dann aber richtig:
    Religion ist Opium des Volkes.

    Das andere sagte Lenin:

    Da gibt es einen (oder mehrere) Unterschiede.

    Lassen Sie sich doch mal neue Worte einfallen.

    dann aber richtig:
    Religion ist Opium des Volkes.

    Das andere sagte Lenin:

    Da gibt es einen (oder mehrere) Unterschiede.

  5. Den Auftritt des Papstes vor dem Bindestag halte ich für kein gutes Signal: Unter dem Deckmantel der Toleranz und des Pluralismus wird einem erklärten Antidemokraten, Verächter der Menschenrechte und der Aufklärung ein Podium und damit staatliche Unterstützung gegeben - implizit werden seine Positionen damit gutgeheißen.
    Ganz unabhängig davon hat der Papst *auch* richtige Dinge gesagt. Doch das hat auch ein übler Charakter wie Ahmadinedschad getan – dem man nicht einmal zuhören, geschweige denn im Diskurs antworten wollte. (Um es gleich klarzustellen: zu den vernünftigen Dingen, die A. meines Erachtens gesagt hat, gehören sicherlich nicht die Ausfälle gegen Israel oder abstruse Verschwörungstheorien.)

    • outis
    • 25.09.2011 um 9:47 Uhr
    6. Mhmm,

    seit Jahrhunderten wird nun hierzulande verkündet: "Du sollst nicht stehlen!". Da ich aber immer noch mein Auto abschließen muss, scheint es sich bei diesem Gebot um eine lebensverachtende, totalitär-despotische, klerikalfaschistische Anmaßung zu handeln. Doppelmoral ist's wohl mindestens. Man müsste mit wohl den Dieben aushandeln, was in dieser Sache als wahr zu gelten hat. Wahrscheinlkich sind Wegfahrsperren sowieso total unjesuanisch.
    Freundlicher Weise hätte Frau Finger, die zitierte Theologin mal fragen sollen, wie denn ihren offenkundig selbst für wahr gehaltenen Dogmen zufolge eine zeitgemäße Kirche auszusehen hat: wir sind eine aufgeklärte monotheistische Offenbarungsreligion, wobei aufgeklärt bedeutet, dass wir für wahr halten, das relationale Phänomen formerly known as god habe nichts über sich offenbart, das wir für wahr halten können?
    Außerdem hätte ich da mal gerne ein paar Adressen, wo die Massen von interkonfessionellen Eucharestiefeiern denn wöchentlich stattfinden, nach denen wir uns doch so sehnen. Aber halt, das macht Frau Zimmer doch klar, es geht nicht um mich und meinesgleichen- wir sind Schafe, von doktrinärer Doppelmoral verblendet, wenn wir tatsächlich glauben, die Kirche habe uns den Weg in DIE Zukunft aufzuzeigen. Aber was maße ich mir an hier rumzublöken. Schnell Weg, bevor Pater Mertes entdeckt, dass ich an seinen Dogmen zweifle. Dingsbums sei gelobt, er ist kein Dominikaner.

    Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Beiträgen. Danke, die Redaktion/mk

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    Wenn man konsequent sein möchte, muss man natürlich gleich Atheist werden.

    Aber anscheinend gibt es Menschen, die es einfach noch nötig haben, an die abwegigen Mythen der Religionen zu glauben. Und für diese Menschen wäre es doch von Vorteil, wenn die Religionen sich offener und toleranter verhalten würden. Zumindest übergangsweise, bis sie dann doch irgendwann das Licht sehen und austreten.

    Wenn man konsequent sein möchte, muss man natürlich gleich Atheist werden.

    Aber anscheinend gibt es Menschen, die es einfach noch nötig haben, an die abwegigen Mythen der Religionen zu glauben. Und für diese Menschen wäre es doch von Vorteil, wenn die Religionen sich offener und toleranter verhalten würden. Zumindest übergangsweise, bis sie dann doch irgendwann das Licht sehen und austreten.

  6. "Echtes Wissen ist: Wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst".

  7. mit dem Papst BenediktXVI. waren es schöne Zusammenkünfte, da war nichts von Distanz zu spüren.
    Es sei den, sie meinen die üblichen Verdächtigen, wie Frau Ranke Heinemann usw.

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