Organisiertes VerbrechenSie sind wieder da

Die US-Regierung rüstet sich gegen die Camorra, denn sie bedroht das Land wie lange nicht mehr. Italien sollte sich dem Kampf anschließen. von Roberto Saviano

Little Italy in New York City

Little Italy in New York City  |  © TIMOTHY A. CLARY/AFP/Getty Images

Es ist eine Revolution. Zum ersten Mal bezeichnet die amerikanische Regierung die Camorra als »eine der vier gefährlichsten Verbrecherorganisationen für die wirtschaftlichen Interessen der Vereinigten Staaten« – neben dem mexikanischen Los-Zetas-Kartell, der russischen Mafia-Bruderschaft und der japanischen Yakuza. Die Camorra ist damit nicht mehr nur ein fernes kriminelles Problem, das man der Ethik wegen bekämpfen sollte. Nein, die neapolitan mafia, wie man sie in Übersee nennt, ist nun eines der größten Wirtschaftsprobleme der Vereinigten Staaten von Amerika.

Alles begann mit einer Mitteilung von Präsident Obama aus Anlass einer Pressekonferenz in Washington. Beigefügt war ihr eine detaillierte Beschreibung des Phänomens: Die kriminellen Netzwerke, so stand dort, sind im Begriff, ihre Operationen über die nationalen Grenzen hinweg auszuweiten, ihre Tätigkeitsbereiche zu diversifizieren und insgesamt komplexer und raffinierter zu werden. »Sie vereinigen sich mit korrupten Regierungselementen und nutzen deren Macht und Einfluss, um ihre kriminellen Machenschaften voranzutreiben.« Die US-Regierung betont, dass die Camorra sich umso tiefer ins Wirtschaftssystem eines Staates einnisten und ihn damit umso mehr gefährden kann, je enger sie sich mit der Regierung verbündet hat.

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Roberto Saviano
Roberto Saviano

geboren 1979, ist ein italienischer Autor und Journalist. In Gomorrha (2006) schrieb er über das organisierte Verbrechen und wird seitdem von der Mafia bedroht.

Schon im Januar dieses Jahres zeigte sich, was Washington über die italienischen Mafia-Vereinigungen denkt. WikiLeaks veröffentlichte damals die Depeschen des ehemaligen amerikanischen Konsuls von Neapel, J. Patrick Truhn, die dieser im Juni 2008 an seine Regierung gesandt hatte. Truhn berichtete darin von Lebensmitteln, die importiert und dann als italienische Produkte verkauft würden: moldawische Äpfel, mit Pestiziden vergiftet, marokkanisches Salz, von Kolibakterien durchsetzt. Außerdem berichtete er, dass zwei Drittel der regionalen Brotfabriken von Mafia-Clans kontrolliert würden und dass das Brot mit toxischen Zusätzen versehen sei. Dass der Mozzarella in Caserta zuweilen aus bolivianischem Milchpulver hergestellt werde und dass in Kampanien illegale Abfälle aus ganz Italien vergraben würden. Mit Blick auf Kalabrien sprach der Konsul von einem Gebiet, das sich ganz »in der Hand von Erpressern und Drogenhändlern« befinde, mit einer Bevölkerung, »der jeglicher Optimismus abgeht und die ihre lokalen Politiker für unfähig und korrupt hält«. Viele amerikanische Unternehmer weigerten sich, in Süditalien zu investieren, aus Angst vor der Mafia, schrieb der Konsul. Und er schloss mit den Worten: »Die von der Organisierten Kriminalität verursachten Kosten belasten letztendlich fast jeden italienischen Bürger, sei es auf direktem oder indirektem Weg [...]. Wir müssen die neue italienische Regierung davon zu überzeugen suchen, dass das Organisierte Verbrechen für die amerikanische Regierung ein ernstes Problem darstellt und dass die absurd hohen Kosten dieses Verbrechens ein ausreichendes Argument dafür sind, sofort zu handeln.« Der Bericht des Konsuls ging an den zuständigen Staatssekretär, an die CIA, ans FBI, an die DEA und an 18 weitere amerikanische Regierungsstellen.

Auf die Enthüllung der Depesche reagierten die italienischen Politiker mit der Versicherung, es werde bereits alles Notwendige getan, um die Mafia zu bekämpfen, im Übrigen seien die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten hervorragend. Damit kamen sie durch, weil es sich damals »nur« um Berichte handelte, die von WikiLeaks veröffentlicht worden waren. Das geht jetzt nicht mehr. Diesmal handelt es sich um eine offizielle Stellungnahme der amerikanischen Regierung. Vor Kurzem hat sie einen Aktionsplan mit dem Titel Strategy to Combat Transnational Organized Crime entworfen. Er wurde, mitsamt dem Geleitwort Barack Obamas, in einer Pressekonferenz im Weißen Haus vorgestellt, an der unter anderem Justizminister Eric Holder, Heimatschutzministerin Janet Napolitano sowie Sicherheitsberater John Brennan teilnahmen.

Der Neuaufstieg der neapolitanischen Mafia ist im Fernsehen zu besichtigen

Dieses Dokument und vor allem die Einsicht, dass die Camorra eine durchstrukturierte verbrecherische Organisation ist, die eingedämmt werden muss, sind alles andere als Selbstverständlichkeiten. Für die Amerikaner spielte die neapolitan mafia in den vergangenen Jahrzehnten im Vergleich zur sizilianischen Cosa Nostra und zur kalabresischen ’Ndrangheta eine marginale Rolle. Das könnte daran liegen, dass die italoamerikanische Mafia in einer tiefen Krise steckt. Der Rico Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act) – ein Anti-Mafia-Gesetz, das im Falle eines Verbrechens Klageerhebung gegen sämtliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung vorsieht, auch wenn nur einer oder einige von ihnen aktiv an der Tat beteiligt waren – hat ihr buchstäblich das Rückgrat gebrochen.

In den sechziger und siebziger Jahren wurden die italoamerikanischen Vereinigungen wie große Schwestern der italienischen Gruppierungen betrachtet; in New York beherrschte die Mafia große Teile des Baugewerbes und der Müllentsorgung. Diese Macht verlor sie jedoch nach und nach, da die neuen Mafiosi-Generationen nicht mehr über die Erfahrung und das diplomatische Geschick ihrer Väter verfügten. Deshalb begann der Mafia-Boss Carmine »Lilo« Galante um die Mitte der siebziger Jahre, neue Mitglieder direkt in Sizilien zu rekrutieren: in der Hoffnung, sie seien verlässlicher, skrupelloser und weniger den Bequemlichkeiten und Extravaganzen der Neuen Welt verfallen. Wenn nun eine der New Yorker »Familien« irgendeine delikate Operation zu Ende bringen muss, lässt sie zu diesem Zweck »Vertrauenspersonal« aus Italien kommen.

Was übrig blieb von der alten italoamerikanischen Mafia, ist eine Art Unterwelt, die aber mehr ästhetischen als realen Charakter hat. In den USA nennt man sie »Guidos«: durchtrainierte, braun gebrannte Jungs mit protzigen goldenen Ringen und Ketten und gegeltem Haar, die ihre Gesichter beim Essen dicht über die Teller hängen und einen Slang reden, der sich nach italienischer Verballhornung anhört. Eine Mafia zum Vorzeigen: Es gibt sogar eine Reality-Show namens Mob Wives, die das Alltagsleben von vier italoamerikanischen Mafiosi-Frauen darstellt, deren Männer allesamt wegen Mafia-Verbrechen einsitzen.

Leserkommentare
  1. Zum Foto wollte ich allerdings kurz fragen, ob "Little Italy" tatsächlich das geeignete Begleitmotiv ist. Wenn ich richtig beobachtet habe, ist heute davon lediglich die Mulberry Street übrig geblieben und selbst darin ist jeder dritte Laden mittlerweile chinesisch. Ich hab meine Zweifel, dass die Camorra von diesem rudimentären Fleck aus agiert.

  2. Die Camorra, das Los-Zetas-Kartell, die russische Mafia-Bruderschaft und der japanischen Yakuza sind nur andere Formen des modernen Finanzkapitalismus.

    Im Prinzip macht der moderne Finanzkapitalismus nichts anderes als diese Organisationen, welche nur eine andere Vorgehensweise haben, aber das gleiche Ziel.

    Die Vorgehensweise des Finanzkapitalismus ist jedoch genauso betrügerisch, genauso ausbeuterisch wie diese Organisationen.

    Es ist erstaunlich, dass es sich bei obigen Organisationen um - in der allgemeinen Auffassung - um verbrecherische Organisatione handelt, machen sie doch auch nichts anderes.

    Der moderne Finanzkapitalismus hat alleine in der Krise 2008 ca. 50 Bio. Dollar verbrannt und etliche Bürger enteignet.
    Ich denke Finanzorganisationen des Finanzkapitalismus
    Camorra, des Los-Zetas-Kartell, der russische Mafia-Bruderschaft und der japanischen Yakuza erreichen das nicht.

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    Die Geschäfte, mit denen sich die Camorra beschäftigt, sind rein juristisch gesehen eben kriminell, aber lukrativ. Mit Drogendeals, Schutzgelderpressung und ähnlichem lässt sich eben prima Geld verdienen.

    Die Geschäfte der sogenannten Finanzindustrie sind juristisch gesehen keine Verbrechen. Also handelt es sich auch nicht um organisiertes Verbrechen.

    Dass das, was bei diesen "Transaktionen" herauskommt, wesentlich schädlicher ist, als das, was die Camorra je hinbekäme, offenbart also nur ein recht gewaltiges Loch im internationalen Recht, was die Strafwürdigkeit von bestimmten Vorgängen anbelangt.

    Zu allem Überfluss erteilen die "Wirtschaftswissenschaften" diesem Treiben auch noch die Absolution.

    Sie haben so recht mit ihrer Kapitalismuskritik. Wenn Sie mir jetzt noch die Alternativen darlegen können, würde ich ihre Meinung teilen. Ohne den "Kaptialismus" wären Sie heute nicht in der Lage an einem Computer zu sitzen und ihre Meinung zu verbreiten.

    Natürlich wurden viele Fehler gemacht, es muss sich auch eindeutig was ändern, aber ich kann diesen Kramp einfach nicht mehr hören. "Finanzkapitalismus" hier, böse Banker und Manager da. Alternativen gibt es nicht, außer man ist zufrieden mit einem Lebensstandard wie in Sierra Leone.

    • zenobit
    • 27. September 2011 8:45 Uhr

    "ca. 50 Bio. Dollar"
    im Prinzip bin ich da voll bei ihnen. Das hat Wolfgang Hetzer in seinem Buch "Finanzmafia" auch eindrücklich beschrieben (Hetzer ist Europas oberster Korruptionsbekämpfer. Seit 2002 leitet Hetzer die Abteilung „Intelligence: Strategic Assessment & Analysis“ im Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) in Brüssel)

    <em>Hetzer: Die Finanzwelt folgt der Logik der Mafia, nämlich der Orientierung am höchstmöglichen Gewinn bei minimiertem Risiko. Dazu werden alle Mittel eingesetzt, die Wirksamkeit versprechen, etwa in Kontakten mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Die Vorstellung, dass die wirklich gefährliche Mafia sich durch Gewaltbereitschaft auszeichnet, ist naiv. Ihre große Gefahr ist ihr Einfluss, ihre Macht, indem sie Verbindungen aufbaut, korrumpiert, wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten zum eigenen, ungehemmten Vorteil umfunktioniert oder außer Kraft setzt. Das ist die Logik der Mafia.</em>
    http://www.welt.de/finanzen/article13407540/Im-Wuergegriff-der-Mafia-aus...
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=8643
    Nur verbrannt wurde keine Geld. Geld kann nicht verbrannt werden, es ist lediglich in andere Taschen geflossen! Das dieses seitens der Politik aufgeklärt wird, wird wohl eine Wunschvorstellung bleiben..

  3. Nach Ihrer Meinung ist sicherlich der Finanzkapitalismus auch an Ihrem Körpergewicht schuld, aber in diesem Artikel geht es um etwas anderes: Saviano kämpft seit Jahren gegen die Mafia, vor allem gegen die Camorra.
    Dass nun offiziell von Seiten der amerikanischem Regierung gegen die Camorra stärker vorgegangen wird ( wobei ich das nicht ganz glauben mag), diese Tatsache ist auch eine indirekte Anerkennung seiner, für ihn lebensgefährlichen Arbeit.
    Italien hat ein riesiges Problem mit der Mafia, dieses Problem hat schon seit Jahrzehnten internationale Dimensionen.
    Auch Deutschland tut noch viel zu wenig gegen die Mafia, weswegen hier für viele Mafiosi ein guter Rückzugsort gegeben ist, wenn der Boden in anderen Ländern zu heiß wird.
    Danke an die Zeit für die Veröffentlichung des Artikels.

  4. Die Geschäfte, mit denen sich die Camorra beschäftigt, sind rein juristisch gesehen eben kriminell, aber lukrativ. Mit Drogendeals, Schutzgelderpressung und ähnlichem lässt sich eben prima Geld verdienen.

    Die Geschäfte der sogenannten Finanzindustrie sind juristisch gesehen keine Verbrechen. Also handelt es sich auch nicht um organisiertes Verbrechen.

    Dass das, was bei diesen "Transaktionen" herauskommt, wesentlich schädlicher ist, als das, was die Camorra je hinbekäme, offenbart also nur ein recht gewaltiges Loch im internationalen Recht, was die Strafwürdigkeit von bestimmten Vorgängen anbelangt.

    Zu allem Überfluss erteilen die "Wirtschaftswissenschaften" diesem Treiben auch noch die Absolution.

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    "Die Geschäfte der sogenannten Finanzindustrie sind juristisch gesehen keine Verbrechen. Also handelt es sich auch nicht um organisiertes Verbrechen."

    -------------

    Inwieweit es organisierte Verbrechen sind, wenn man 50 Bio. Dollar verbrennt, würde vielleicht auch einer juristischen Ermittlung nicht standhalten.

    Die Milde in Deutschland liegt aber eher am Einfluss der Finanzlobby auf den Gesetzgeber.

    Wenn man also Bürger zB bei der Anlage um Billionen Beträge betrügt, ist das juristisch legitim.

    Wenn ein Ladendieb etwas für 50 Euro klaut, ist es juristisch strafbar.

    Das könnte man auch als Klassenjustiz bezeichnen.

    Im übrigen aber sind manche Betrüger der Finanzindustrie zu ca. 100 Jahren Gefängnis in den USA verurteilt worden, während es in Deutschland eher Auszeichnungen dafür gibt.

  5. ist alles auf dem Finanzmarkt einfach ein großes Glücksspiel. Wie wollen Sie dies unter Strafe stellen? Hingegen die Mafia betreibt Menschenhandel, verkauft Drogen, tötet Menschen, vergiftet die Umwelt, etc...
    Da sehe ich eine kriminelle Vereinigung und Verstöße gegen diverse Gesetze gegeben.
    Dass viele Akteure auf dem Finanzmarkt kriminelle Energien entwickeln, hat vielleicht auch damit zu tun, daß die Mafia seit 15 Jahre verstärkt in den diversen Finanzmärkten ihr Geld wäscht und auch hier wesentlich skrupelloser tätig ist.

  6. Sie haben so recht mit ihrer Kapitalismuskritik. Wenn Sie mir jetzt noch die Alternativen darlegen können, würde ich ihre Meinung teilen. Ohne den "Kaptialismus" wären Sie heute nicht in der Lage an einem Computer zu sitzen und ihre Meinung zu verbreiten.

    Natürlich wurden viele Fehler gemacht, es muss sich auch eindeutig was ändern, aber ich kann diesen Kramp einfach nicht mehr hören. "Finanzkapitalismus" hier, böse Banker und Manager da. Alternativen gibt es nicht, außer man ist zufrieden mit einem Lebensstandard wie in Sierra Leone.

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    Eine alternative wäre eine soziale Marktwirtschaft, in der wirtschaftliche Handlungen, die die Allgemeinheit schädigen oder einen geradezu unanständigen Anteil des verfügbaren Gesamtkapitals an wenigen stellen konzentriert, reguliert.
    Dabei geht es nicht um Gleichmacherei, sondern schlicht um Gerechtigkeit. Hat jemand, der 10 Milliarden Dollar besitzt tatsächlich 10000 mal so hart und so viel gearbeitet wie die Putzfrau, die in ihrem ganzen Leben vielleicht, alles zusammengezählt, eine Million (wenn überhaupt) erwirtschaftet?

  7. Eine alternative wäre eine soziale Marktwirtschaft, in der wirtschaftliche Handlungen, die die Allgemeinheit schädigen oder einen geradezu unanständigen Anteil des verfügbaren Gesamtkapitals an wenigen stellen konzentriert, reguliert.
    Dabei geht es nicht um Gleichmacherei, sondern schlicht um Gerechtigkeit. Hat jemand, der 10 Milliarden Dollar besitzt tatsächlich 10000 mal so hart und so viel gearbeitet wie die Putzfrau, die in ihrem ganzen Leben vielleicht, alles zusammengezählt, eine Million (wenn überhaupt) erwirtschaftet?

    Antwort auf "Alternative?"
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    Ich bin in jedem Fall dafür, dass (besonders) Reiche mehr Steuern zahlen als "Geringverdiener".
    Der Vergleich mit der Putzfrau hinkt. Der Putzfrau steht es offen, sich selbstständig zu machen, eine andere Ausbildung zu machen, was auch immer. Natürlich spielt Glück auch immer eine Rolle, aber wenn jemand es schafft 10 Milliarden Dollar zusammen zu raffen, ist mir das ziemlich egal. So lange er etwas mehr Steuern bezahlt und alles rechtsmäßig zu geht (um mal wieder auf die Comorra zurück zu kommen). Deshalb ist es so wichtig, dass eine Chancengleichheit besteht. Danach gilt eindeutig: Jeder ist seines Glückes Schmied!

  8. Ich bin in jedem Fall dafür, dass (besonders) Reiche mehr Steuern zahlen als "Geringverdiener".
    Der Vergleich mit der Putzfrau hinkt. Der Putzfrau steht es offen, sich selbstständig zu machen, eine andere Ausbildung zu machen, was auch immer. Natürlich spielt Glück auch immer eine Rolle, aber wenn jemand es schafft 10 Milliarden Dollar zusammen zu raffen, ist mir das ziemlich egal. So lange er etwas mehr Steuern bezahlt und alles rechtsmäßig zu geht (um mal wieder auf die Comorra zurück zu kommen). Deshalb ist es so wichtig, dass eine Chancengleichheit besteht. Danach gilt eindeutig: Jeder ist seines Glückes Schmied!

    Antwort auf "eine Alternative"
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    ... der Politik der 70er Jahre war, die wird in Sonntagsreden zwar immer noch behauptet, wenn ich mir jedoch die Taten ansehe, wird daran gearbeitet, die Durchlässigkeit der sozialen "Schichten" zu verringern. Oben bleibt oben, und unten bleibt unten.

    Und die wenigen von unten, die es nach oben schaffen, gelten als Beleg dafür, dass es nur an fehlenden persönlichen Qualitäten liegt, es nicht zu schaffen, und nicht an ungleichen Startbedingungen und fehlender Förderung.

    • zenobit
    • 27. September 2011 8:34 Uhr

    Genau, Deutschland kann ein Land mit 80 Millionen Selbständigen werden. Nur wer putzt dann noch?

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