Geschichte erfinden und erzählen
Eine Geschichte frei erzählen
Rotraud Susanne Berner, Autorin der »Wimmelbücher«, Gerstenberg-Verlag
Immer wenn einem keine Gutenachtgeschichte einfallen will, kann man sich vom Kind drei Zutaten wünschen, und schon entwickelt sich, wie von Zauberhand, die Geschichte. Ganz von allein...
»Papa, erzählst du mir noch eine Geschichte?« – »Gut, Linus, aber du musst mir helfen. Was soll in der Geschichte denn vorkommen?« – »Ein Bagger, ein Tiger und......... ein Knopf!« – »Ein Knopf?« – »Ja, ein Knopf.«
»Also gut: ... der kleine Tiger lag jetzt schon seit Wochen ganz unten in der Spielzeugkiste. Zusammen mit drei Wollmäusen, zwei roten Legosteinen und dem alten, blauen Holzauto. Der kleine Tiger war traurig. Zuletzt war er draußen gewesen, als Linus im Sommer mit ihm im Sandkasten gespielt hatte. Und genau dort hatte er auch sein rechtes grünes Auge verloren.
Danach war er ohnmächtig geworden und erst wieder hier im Dunkeln aufgewacht.
Schon einige Male hatte er versucht, sich hochzuarbeiten. Aber die neuen Tiere über ihm, darunter ein großer Saurier aus Plastik und ein Eisbär, waren einfach viel zu schwer.
Jetzt machte er einen neuen Versuch und zog an einer Schnur, die ihn am Kopf kitzelte.
»Au, pass doch auf«, rief da jemand, »das ist mein Schwanz!«
»Entschuldigung«, sagte der kleine Tiger, »das wusste ich nicht. Wer bist du denn?«
»Ich bin Keto, die Riesenmaus.«
»Hallo«, sagte der kleine Tiger, »kannst du mir vielleicht hier raushelfen?«
»Aber selbstverständlich, nicht umsonst bin ich auch bekannt als Keto, die Muskelmaus! Halt dich gut an meinem Schwanz fest – das haben wir gleich geschafft.
»Danke, liebe Keto«, sagte der kleine Tiger, als sie oben angekommen waren.
Es war mitten in der Nacht, und der lachende Stern auf der kleinen Lampe beleuchtete das Bett, in dem Linus schlief. Er schnarchte leise und hielt den schneeweißen Eisbären im Arm.
Der kleine Tiger landete mit einem lauten Plumps auf dem Boden und dachte nach: »Ich muss mein rechtes Auge wiederfinden, dann spielt Linus vielleicht wieder mit mir.«
Er kletterte über die Spielsachen am Boden bis zur offenen Terrassentür und kroch unter dem Rollladen durch.
Draußen war es warm und ganz still. Der kleine Tiger kniff sein linkes Auge zusammen und sah im blauen Mondlicht den Spielzeugbagger Willibald im Sandkasten stehen.
»Hallo, Willi«, sagte der kleine Tiger, »wie geht es dir?«
»Ach, du bist das, kleiner Tiger«, sagte Willi, »dich habe ich ja schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Wo hast du denn gesteckt?«
Der kleine Tiger erzählte ihm die ganze traurige Geschichte. »Kannst du mir vielleicht helfen, mein Auge wiederzufinden?« – »Aber selbstverständlich, nicht umsonst bin ich auch bekannt als Willi, der Wunderbagger! Hol das Sandsieb – das haben wir gleich geschafft.«
Willi schaufelte den Sand in das Sieb, und der kleine Tiger rüttelte so lange, bis alles durchgesiebt war. Sie fanden eine Haarspange, ein 50-Cent-Stück, eine Murmel und einen Teelöffel.
Der kleine Tiger war sehr müde und wollte schon aufgeben, da glitzerte etwas Grünes im Sand. »Ach, schade«, sagte Willi, »es ist nur ein grüner Knopf.« – »Aber er ist wunderschön!«, sagte der kleine Tiger. »Er ist genauso grün wie mein anderes Auge. Danke, lieber Leo!«
Schnell packten sie alle Fundstücke in die Baggerschaufel, der kleine Tiger setzte sich auf den Fahrersitz, und so ging es zurück ins Kinderzimmer, wo sie erschöpft auf dem Teppich einschliefen.
»Was ist denn hier passiert?«, fragte Papa am Morgen, als er Linus aufwecken wollte. »Wo kommt denn der ganze Sand her? Und was tut der Bagger im Kinderzimmer?«
»Nanu«, sagte Linus, »der war doch gestern Abend noch im Sandkasten. Das weiß ich ganz genau. Und da ist ja auch der kleine Tiger! Den suche ich schon so lange!«
»Schau, Linus, dem kleinen Tiger fehlt das rechte Auge, hast du das gesehen?«, fragte der Papa.
In diesem Moment machte der Bagger ein kleines Geräusch, und aus der Schaufel fiel die Haarspange. Das 50-Cent-Stück und die Murmel rollten unter das Bett, und der Knopf blieb direkt vor Papas Füßen liegen.
»Na so was«, sagte Papa und hob den kleinen Tiger und den Knopf auf. »Papa, kannst du den kleinen Tiger operieren?« – »Aber selbstverständlich, nicht umsonst bin ich auch bekannt als Paul, der Superpapa!
Hol mal das Nähkörbchen – das haben wir gleich geschafft.«
Der kleine Tiger wurde wieder ein bisschen ohnmächtig, aber als er aufwachte, konnte er mit beiden Augen sehen, wie Linus das Kissen aufschüttelte, bevor er ihn vorsichtig neben sich ins Bett legte. »Schlaf gut, mein kleiner Tiger!«





Dies ist der erste Zeit-Artikel den ich nicht fertig gelesen habe, sondern nach knapp der Hälfte aufgegeben habe.
So eine öde Liste aus (N)Irgendwas: Teils belanglos (täglich kämmen - das Kind verfilzt - lol), teils schlecht (ein Buch über Tod und die Glorifizierung von Selbstmord für KLEINE Kinder - wenn auch Lindgren), teils lächerlich (Bruschetta - Salamibrot geschnitten mit Party- Pieksern geht schnell genug, dass das Kleinkind solange keinen Schabernack macht und kann selbst gegessen werden), teils weltfremd (Strafen: "Liebes Kind, lass uns wertschätzend darüber sprechen, warum du nicht schon wieder auf den Bahngleisen spielen sollst...")
Hat also die Postmoderne die Zeit erreicht:
ANYTHING GOES?
Informationen finde ich auch bei wikipedia. Es ist die sinnvolle Auswahl, Gewichtung und Verknüpfung, die daraus wertvolle Gedanken macht. Das ist hier wohl gründlich missraten.
Wieso denn das bitte?
Mein Sohn hat mir mit drei Jahren erzählt das er Angst vorm sterben hätte, und da ich mich noch genau erinnern konnte, wie sehr mich in dem selben Alter die Antwort meiner Mutter unbefriedigt zurückgelassen hat, die meinte das passiere nur den anderen Menschen, habe ich ihm die Gebrüder Löwenherz vorgelesen und das hat das Thema Angst vor dem Tod erstmal ausreichend beantwortet. und das nicht, weil ihn die Geschichte traumatisiert hat. Er hat sie geliebt und noch diverse Male später vorgelesen bekommen. Mit sieben hat er mich noch einmal gefragt was denn wäre, wenn es Nangiala nicht gäbe, wofür ich dann meine eigene Antwort finden mußte...
Aber es gibt ja auch Pädagoginnen, die meinen man müsste Märchen gezielt langweilig und undramatisch vorlesen, weil kleine Kinder sonst von den Geschichten überfordert wären. Wenn man meint das das hilft.
hat die Geschichte auch geholfen ihrem Sohn Selbstmord zu erklären?
Denn wenn sie dieses Buch gewählt haben, muß es doch bei ihrem Sohn um die Angst vor Selbstmord gegangen sein.
Es gibt Pädagoginnen die können vorlesen und ander halt nicht, ist wie bei den Nicht Pädagoginnen.
p.
Selbstmord ist natürlich das offensichtlichste Merkmal der Geschichte. Das wäre glaube ich werde meinem Sohn noch mir jemals aufgefallen, aber so zieht jeder natürlich sein eigenes Thema aus einer Geschichte. Ist ja nur normal. Wenn sie bei dieser Geschichte Ihr Selbstmordthema aufarbeiten. Bitte sehr. Solange es hilft. Aber vielleicht sollten sie nicht so überheblich ihre Thema auch über andere stülpen.
Meinem Sohn hat das Buch sehr geholfen seine Angst vor dem Tod zu überwinden, was ihn zu der Zeit aus welchen Gründen auch immer sehr beschäftigt hat. Und ich weiß das ich damals sehr Froh gewesen wäre, wenn meine Mutter mit eine ähnlich befriedigende Antwort auf meine Sorgen gegeben hätte, wie Astrid Lindgren es hier getan hat.
Das ist ein Geheimnis welches vermutlich ihnen alleine erklärbar bleibt.
Eigentlich bestätigen sie meine Vermutung, das viele frauen dem "Maternal Gatekeeping" frönen, weil sie von der Sorge geplagt sind das Männer mit ihrem oft anderen Weg vielleicht erfolgreicher sein könnten, sonst hätten sie dich diesen ärmlichen Versuch von Polemik eigentlich sparen und akzeptieren können, das andere Menschen mit solchen Themen vielleicht anders umgehen, als man ihnen das auf der Erzieherschule beigebracht hat.
Selbstmord ist natürlich das offensichtlichste Merkmal der Geschichte. Das wäre glaube ich werde meinem Sohn noch mir jemals aufgefallen, aber so zieht jeder natürlich sein eigenes Thema aus einer Geschichte. Ist ja nur normal. Wenn sie bei dieser Geschichte Ihr Selbstmordthema aufarbeiten. Bitte sehr. Solange es hilft. Aber vielleicht sollten sie nicht so überheblich ihre Thema auch über andere stülpen.
Meinem Sohn hat das Buch sehr geholfen seine Angst vor dem Tod zu überwinden, was ihn zu der Zeit aus welchen Gründen auch immer sehr beschäftigt hat. Und ich weiß das ich damals sehr Froh gewesen wäre, wenn meine Mutter mit eine ähnlich befriedigende Antwort auf meine Sorgen gegeben hätte, wie Astrid Lindgren es hier getan hat.
Das ist ein Geheimnis welches vermutlich ihnen alleine erklärbar bleibt.
Eigentlich bestätigen sie meine Vermutung, das viele frauen dem "Maternal Gatekeeping" frönen, weil sie von der Sorge geplagt sind das Männer mit ihrem oft anderen Weg vielleicht erfolgreicher sein könnten, sonst hätten sie dich diesen ärmlichen Versuch von Polemik eigentlich sparen und akzeptieren können, das andere Menschen mit solchen Themen vielleicht anders umgehen, als man ihnen das auf der Erzieherschule beigebracht hat.
Selbstmord ist natürlich das offensichtlichste Merkmal der Geschichte. Das wäre glaube ich werde meinem Sohn noch mir jemals aufgefallen, aber so zieht jeder natürlich sein eigenes Thema aus einer Geschichte. Ist ja nur normal. Wenn sie bei dieser Geschichte Ihr Selbstmordthema aufarbeiten. Bitte sehr. Solange es hilft. Aber vielleicht sollten sie nicht so überheblich ihre Thema auch über andere stülpen.
Meinem Sohn hat das Buch sehr geholfen seine Angst vor dem Tod zu überwinden, was ihn zu der Zeit aus welchen Gründen auch immer sehr beschäftigt hat. Und ich weiß das ich damals sehr Froh gewesen wäre, wenn meine Mutter mit eine ähnlich befriedigende Antwort auf meine Sorgen gegeben hätte, wie Astrid Lindgren es hier getan hat.
Das ist ein Geheimnis welches vermutlich ihnen alleine erklärbar bleibt.
Eigentlich bestätigen sie meine Vermutung, das viele frauen dem "Maternal Gatekeeping" frönen, weil sie von der Sorge geplagt sind das Männer mit ihrem oft anderen Weg vielleicht erfolgreicher sein könnten, sonst hätten sie dich diesen ärmlichen Versuch von Polemik eigentlich sparen und akzeptieren können, das andere Menschen mit solchen Themen vielleicht anders umgehen, als man ihnen das auf der Erzieherschule beigebracht hat.
eigentlich dürfte bei dem Buch nicht bis 10 Jahre stehen sondern mindestens bis 16 denn das Buch ist eins der besten Kinderbücher überhaupt, das darf man auch nochmal in meinem Alter lesen
Märchen für Kinder vorgelesen oder von Erwachsenen gelesen, sind schon in den Klassikern wie Brüder Grimm, Tausend und eine... und nicht zuletzt Struwwelpeter,nie "heile",nur gute Welt. Aber da es Märchen oder moderner Phantasy (Harry Potter) sind in Ihrer Symbolik ein Beitrag für große und kleine Erdlinge die Realität verstehen und annehmen zu können. Empfehle von Christine Bernauer-Keller "Wo bitte gehts zum Himmel" bei Amazon
... wenn Väter das können, heißt das doch nicht, dass Mütter nicht mehr gebraucht werden! Diese simplen alltäglichen Dinge sind doch selbstverständlich und muss jedes Elternteil beherrschen, da jedes Elternteil sich ums Kind kümmert. Einmal wäscht Mama die Haare während Papa kocht und das nächste Mal umgekehrt. Ist doch ganz einfach,oder? ;)
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