Studienanfang Die Neuen sind da
Es muss nicht immer BWL oder Jura sein. Diese fünf neuen Bachelorstudiengänge bieten nicht nur Gesprächsstoff für jede Party, sondern haben auch Zukunft
Game Engineering an der TU München
Worum geht’s?
Computerspiele werden immer raffinierter. Dabei geht es nicht mehr nur darum, sich allein die Zeit zu vertreiben. Gemeinsames Spielen ist mittlerweile eine neue Form des Beisammenseins; neue Technologien helfen beim spielerischen Lernen oder dabei, im Wohnzimmer Sport zu treiben. Der Sound und die Grafik werden immer realistischer. An der TU München lernen Game-Engineering-Studenten vom kommenden Wintersemester an, wie man solche virtuellen Welten erschafft. Auf dem Stundenplan stehen neben Basiskenntnissen in Informatik auch Computergrafik, Simulation, Interaktion und Künstliche Intelligenz.
Für wen ist das was?
Wer sich für den Studiengang interessiert, muss kein Supernerd sein. Aber Kreativität und eine Vorliebe für Logik sollte er oder sie schon mitbringen. Denn beides ist nötig, um ein in sich schlüssiges Spiel zu erschaffen. Vorkenntnisse in Informatik werden also nicht unbedingt verlangt, aber ohne eine gewisse Affinität zu Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern geht es nicht.
Was kommt danach?
Der Markt für Computerspiele boomt: 2011 wird sich der weltweite Umsatz um gut zehn Prozent auf mehr als 74 Milliarden Dollar steigern, schätzt das Marktforschungsunternehmen Gartner. Bei den Entwicklerstudios herrscht deshalb ein großer Bedarf an entsprechenden Fachkräften. Auch andere Branchen, wie die Automobil-, Flugzeug- und Anlagenbauindustrie, interessieren sich für Spieleentwickler. Die Absolventen des Bachelorstudiengangs können sich außerdem für diverse Masterstudiengänge im Informatikbereich bewerben.
- Game Engineering an der TU München
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Weitere Informationen zum Studiengang
Chinesisch auf Lehramt an der Uni Göttingen
Worum geht’s?
Bisher war es Lehramtsstudenten in Deutschland nur möglich, Chinesisch als ergänzendes Fach zu studieren – jetzt können sie es an der Universität Göttingen erstmals als Pflichtfach belegen und sich zu Chinesischlehrern ausbilden lassen. Die Studenten haben nicht nur Veranstaltungen in Hochchinesisch, sondern bekommen auch Einblicke in die Kultur des Landes. Ein Auslandssemester an einer der Partneruniversitäten in Peking oder Taipeh gehört zum Programm. Im Studiengang muss ein zweites Pflichtfach gewählt werden, wie zum Beispiel Germanistik oder Französisch.
Für wen ist das was?
Traumberuf Lehrer, Studium eines exotischen Fachs: Dieser Studiengang vereint beides. Durch den Auslandsaufenthalt in China bekommen die Studenten außerdem einen vertiefenden Einblick in die fernöstliche Kultur. Allerdings brauchen die zukünftigen Lehrer auch einen langen Atem, um die Sprache zu lernen. Chinesisch ist vollkommen anders aufgebaut als europäische Sprachen, Ähnlichkeiten gibt es nicht. Die Studenten müssen sich auf diese völlig neue Welt einlassen und die Schriftzeichen auswendig lernen. All das sollen sie später natürlich auch ihren Schülern vermitteln – ohne dabei die Begeisterung zu verlieren.
Was kommt danach?
Chinesischkenntnisse gelten als begehrte Zusatzqualifikation. Viele weiterführende Schulen haben Chinesisch deshalb bereits als zweite Fremdsprache zugelassen. Die Absolventen des Studiengangs sollen den künftigen Bedarf an Lehrern decken. Zudem ist natürlich auch eine weitere Karriere an der Universität denkbar, denn bisher gibt es für die chinesische Sprache keine einheitliche Fachdidaktik. Bei standardisierten Unterrichtsmethoden besteht also noch Forschungsbedarf.
- Chinesisch auf Lehramt an der Uni Göttingen
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Weitere Informationen zum Studiengang
- Datum 29.09.2011 - 09:50 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.9.2011 Nr. 40
- Kommentare 13
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Schön, dass die Zeit versucht den Schweinezyklus zu durchbrechen.
http://de.wikipedia.org/w...
Wir brauchen nicht unbegrenzt viele Juristen und Wirtschaftswissenschaftler. Und sichere Jobaussichten versprechen die beiden Richtungen schon länger nicht mehr.
Nebenbei ist mit dem Studium der Lebensverlauf keinesfalls festgelegt. Mit Master, Doktor oder Quereinstieg in andere Branchen ist viel Flexibilität drin.
Wer also Gameengineering studiert hat, kann wohl locker auf Bereiche umschwenken in denen es um E-learning, Online-Kollaborationsplattformen, Belohnungssysteme oder Planspiele geht.
Warum gab's kein game engineering vor 5 Jahren ?! >_<
Sie mich auch getroffen!
Sie mich auch getroffen!
In Magdeburg kann man schon seit Jahren "Gesundheitsförderung und -management" studieren und dieser Studiengang dürfte nicht allzu sehr abweichen von Angewandte Gesundheitswissenschaften. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
Und Accessoire Design ist lediglich ein spezialisiertes Modedesignstudium oder verstehe ich da irgendetwas falsch?
Bis auf die Studiengänge Accessoire Design und Musikjournalismus, haben alle anderen Zukunftsperspektiven bei denen das Einkommen zum leben reicht.
Alleine die Aussage beim Design-Studiengang:
"Wer bereit sei, ins Ausland zu gehen, erhöhe seine Jobchancen zudem.
Außerdem haben die Absolventen die Möglichkeit, als selbstständige Designer zu arbeiten."
zeigt doch ziemlich eindeutig, dass es in Deutschland bereits keinen Bedarf seitens der Industrie gibt. Typisches Überangebot an Design-Absolventen im allgemeinen.
Bei dem Fach Musikjournalismus, hat man sicher die gleichen Berufschancen wie jeder andere Journalist. Irgendein spezialgebiet hat jeder.
Im Großen und Ganzen aber ein netter Artikel.
Ich halte den Modulplan der TU München für unzureichend.
Im Vergleich zu dem Modulplan meines Studiums (Media Computer Science) ist der Umfang zu gering und kommt nur approximativ an Media Computer Science heran.
Mit meinem Studium decke ich alle Bereiche des Studiengangs Game Engineering ab.
Das Wissen was man in Modulen wie Games Engine Design erlernt, kann sich jeder fertige Informatiker im Selbststudium beibringen.
Zu einer solchen Abstraktion sollte dann jeder in der Lage sein.
Für die Wirtschaft ist dieser Schritt des Fachkräfteausgleichs wohl unzureichend.
Ich halte Ihre Behauptung erstmal generell für aus der Luft gegriffen, denn ich vermisse zum einen Argumente.
Zum anderen kritisieren Sie Spezialisierungen eines Studienfachs, das gerade durch seine Art der Spezialisierung interessant für mögliche Studenten wirken soll.
Genauso gut kann dann ein Informatiker behaupten:
Der Umfang des Studiengangs Media Computer Science ist zu gering. Eine wahre Grundausbildung bekommt man nur mit einem Informatikstudium, die Spezialisierungen kann man sich dann mit solchen Grundlagen selbst beibringen...
Ich halte Ihre Behauptung erstmal generell für aus der Luft gegriffen, denn ich vermisse zum einen Argumente.
Zum anderen kritisieren Sie Spezialisierungen eines Studienfachs, das gerade durch seine Art der Spezialisierung interessant für mögliche Studenten wirken soll.
Genauso gut kann dann ein Informatiker behaupten:
Der Umfang des Studiengangs Media Computer Science ist zu gering. Eine wahre Grundausbildung bekommt man nur mit einem Informatikstudium, die Spezialisierungen kann man sich dann mit solchen Grundlagen selbst beibringen...
Diese Studiengänge beweisen, dass eine immer stärkere Spezialisierung in den klassischen Disziplinen vonstatten geht. Während die FHs schon seit längerem viele "exotische" Spezialisierungen unter den Studiengängen betreiben, wird das offensichtlich auch an den (großen) Unis und TUs langsam gang und gäbe.
Ich denke solche Spezialisierungen entstehen nicht umsonst, sondern aus einem Mangel an entsprechenden Fachkräften heraus. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden ob er Generalist sein will und erstmal klassische BWL, Informatik E-Technik etc. studiert oder eben schon früh eine gewisse Richtung einschlagen will.
Taipei oder TaiBei, aber nicht Taipeh
Für Sie ist Peking dann wohl auch falsch?
Für Sie ist Peking dann wohl auch falsch?
Ich bin in der Spieleindustrie tätig und spreche Chinesisch. Jemals meinen Fuß in eine deutsche Uni gesetzt zu haben, war mein größter Fehler. Es gibt gar keine vernünftigen Lehrer für diese Studiengänge!
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