Burn-outAusgebrannt

Ein drohendes Burn-out wird oft nicht erkannt. Wer ist besonders gefährdet?

Es ist nicht leicht, alles richtig zu machen, wenn man am Abgrund steht. Vor Ralf Rangnick lag die völlige Erschöpfung, hinter sich spürte der Trainer des FC Schalke 04 den Druck des Fußballbetriebs und der Öffentlichkeit. Er hat es noch rechtzeitig geschafft. »Mein derzeitiger Energielevel reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein und insbesondere die Mannschaft und den Verein in ihrer sportlichen Entwicklung voranzubringen«, ließ Rangnick am vergangenen Donnerstag erklären. Und trat ab – trotz steiler Karriere . Er tat es für sich und seine Gesundheit.

»Dass bislang kaum ein Trainer einen solchen Schritt gegangen ist, hat mich schon lange gewundert«, sagt Hans-Dieter Hermann, Psychologe der deutschen Fußballnationalmannschaft. Ottmar Hitzfeld fällt ihm auf Anhieb ein, sonst niemand. »Dabei sind die Trainer 24 Stunden im Einsatz. Sie tragen im Grunde die Verantwortung für alles«, sagt Hermann. »Auch für das, was sie kaum beeinflussen können.« Was auf dem Platz geschieht. Was in den Medien geschrieben wird. Was die Spieler belastet.

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Als Rangnick vergangene Woche zurücktrat, entledigte er sich eines Großteils jener Verantwortung, die ihn zu ersticken drohte. Inzwischen wird er dafür gelobt und bewundert. »Ein mutiger Schritt«, sagt Hermann, »der leider immer noch viel zu selten gegangen wird.« Nicht nur von Menschen, die in der Öffentlichkeit stünden. »Fußballtrainer erleben nur im Extrem, was jedem von uns in anderer Form auch widerfährt«, sagt Hermann.

Burn-out

Weltweit nimmt bei Erwerbstätigen die Zahl der seelischen Krankheiten zu. Das sogenannte Burn-out ist ein Zustand emotionaler Erschöpfung und reduzierter Leistungsfähigkeit. Ausgebranntsein wird auch als Erschöpfungsdepression bezeichnet. Die Betroffenen sind desillusioniert, oft apathisch, depressiv oder aggressiv und haben eine erhöhte Suchtgefährdung. Burn-out wird meist durch Stress ausgelöst, der nicht mehr bewältigt werden kann.

So arbeitet in Deutschland jeder zehnte Vollzeitbeschäftigte mehr als 60 Stunden in der Woche; viele leiden zudem unter ihren Chefs, intriganten Kollegen oder dem eigenen Perfektionismus. Wer dann noch seine sozialen Bindungen verliert, etwa den Kontakt zu Freunden, ist hochgradig gefährdet, an einem Burn-out zu erkranken.

Glossar

Tinnitus
Rund drei Millionen Deutsche leiden unter dem chronischen Klingeln im Ohr. Tinnitus kann mit psychischen Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Angstzuständen oder Depression einhergehen. Eine allgemein anerkannte Therapie gibt es nicht. In Versuchen an Ratten konnten Wissenschaftler der University of Texas die Tiere heilen, indem sie bestimmte Nerven des Gehirns per Elektrostimulation reizten.

Phantomschmerz
Zwischen 50 und 80 Prozent der Patienten mit Amputationen haben diese Empfindungen: Ein fehlendes Körperteil fühlt sich so an, als sei es noch da. In zahlreichen Studien konnte nach dem Verlust eines Körperteils eine Veränderung von jenen Gehirnfunktionen festgestellt werden, die für die Verarbeitung von Schmerzempfindungen verantwortlich sind. Es existieren einige vielversprechende Therapieansätze, die die Gehirnfunktionen normalisieren sollen.

Volkskrankheit
So werden nicht epidemische Krankheiten bezeichnet, die aufgrund ihrer Verbreitung und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen sozial ins Gewicht fallen. Dazu zählen heute etwa die Folgeerkrankungen von Bewegungsmangel und Überernährung. Der Begriff wurde erstmals 1832 von dem Medizinhistoriker Justus Hecker verwandt. Er bezeichnete damit die im Mittelalter grassierende Tanzwut.

Protektoren
Das Wort stammt vom lateinischen »protector«, Angehöriger der Leibgarde. Bestimmte persönliche Umstände wie familiärer Rückhalt oder finanzielle Sicherheit können als Protektoren gegen psychische Erkrankungen wirken.

Wie der Einzelne mit dem Arbeitsstress umgeht , ist abhängig von der Situation und der Persönlichkeit. Psychologen haben eine Reihe von Faktoren identifiziert, von denen sich sechs Grundtypen ableiten lassen, aus denen sich das individuelle Burn-out-Profil zusammensetzt. Nicht bei allen denkt man auf den ersten Blick an Burn-out-Gefährdung .

1. Der Soziale

Es ist gut, Kollegen zu helfen und ihnen Arbeit abzunehmen. Der Soziale aber treibt es zu weit. Immer hilfsbereit und verfügbar, schlägt er kaum eine Bitte ab – selbst wenn er konzentriert an einer eigenen Aufgabe sitzt und dabei unter starkem Zeit- und Leistungsdruck steht. Der eine handelt so, weil er sich dabei gut fühlt; der andere hat vielleicht von Natur aus Schwierigkeiten, Nein zu sagen. Die Konsequenz ist die gleiche: Der Soziale kommt mit seiner eigenen Arbeit ins Hintertreffen. Es kann sogar so weit gehen, dass er auch privat seine eigenen Bedürfnisse immer wieder zurückstellt – was ihm die Möglichkeit nimmt, einen Ausgleich von den Belastungen im Beruf zu finden.

2. Der Perfektionist

Für ihn ist »gut« nie gut genug. Es muss, so der häufig zwanghafte Gedanke, vollkommen sein. Der Perfektionist arbeitet sorgfältig , delegiert nur ungern, und es fällt ihm schwer, seine Arbeit zu beenden. Er versucht, aus allem das Optimum herauszuholen. Das bringt ihn beruflich schnell nach oben. Ab einem gewissen Level aber hält der Perfektionist zu viele Fäden in der Hand. Er muss lernen, ein paar Aufgaben abzugeben und andere weniger aufwendig durchzuführen. »Sonst kann er seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden, wird unzufrieden und setzt sich unter Druck«, sagt Mazda Adli, Psychiater an der Berliner Charité. »Wenn man merkt, man kann das Pensum nicht mehr selbst bewältigen, sollte man lernen zu delegieren und sich dort, wo es möglich ist, Gelassenheit antrainieren.«

Leserkommentare
  1. Ganz klar erscheint es mir logisch, dass vor allem Menschen mit einem Vollzeit Job, welche Überstunden leisten und in einen der sechs Grundtypen fallen, vom Burn-out häufiger betroffen sind als andere. Ich arbeite zu 60%, habe fixe Zeiten, bin zum Teil über- und unterfordert. Überfordert, da ich nur zwei Tage Einführung hatte in alle Arbeiten, die meine Vorgängerin erledigt hat und ich die Branche, in der ich als Assistentin tätig bin, nicht gut kenne und diese komplex ist. Ich musste alles selber herausfinden, da anscheinend sonst niemand die Abläufe zu kennen scheint. Obwohl ich mit viel Neugier und Interesse an die neue Stelle herangegangen bin und extrem glücklich war nach 3 Mt. Arbeitslosigkeit wieder ein "festes" Einkommen zu haben, ist dies nun das nächste Problem. Meine Ausbildung ist gut, ich habe bereits über 2 Jahre Arbeitserfahrung vor der Stelle gehabt, kriege aber einen Lohn, der ein Azubi direkt nach der Ausbildung erhalten würde. Und obwohl 60% nicht 100% sind, nimmt die Arbeit doch die meiste Zeit meiner Woche ein, bringt mir aber zu wenig Lohn ein. Die andauernde Langeweile bzw. Überforderung und die Unklarheit vieler Dinge haben schon kleinere Panikattacken bzw. enormen Stress bei mir ausgelöst. Wegen gesundheitlichen Problemen, die allesamt vom Stress ausgelöst wurden, wurde ich von meiner Hausärztin auch schon eine Woche krank geschrieben, wurde wegen starken Kopfschmerzen in den Notfall überwiesen und habe Schlaf- und Konzentrationsprobleme.

    2 Leserempfehlungen
  2. Nun, aus reiner Neugier und Interesse an dem Thema - mein Vater hatte vor einigen Jahren auch ein Burn-out - würde ich wissen wollen, ob durch solche Umstände auch ein Burn-out ausgelöst werden kann? Zum beruflichen Stress hinzu kommt auch noch eine richtige Horror-Wohngemeinschaft (Niveau Post-It Mobbing), die finanziellen Sorgen und dass ich ein Vorstudium für die Jazz Hochschule verschieben musste (wegen der gesundh. Probleme), an dem mir viel gelegen hätte. Wie gesagt, es geht mir nicht um Mitleidserregung, sondern rein aus Interesse um interessante, aufschlussreiche Antworten.

    • bb1921
    • 04.10.2011 um 8:36 Uhr

    Tätigkeit und hoch dotiertem Gehalt? Die Gruppe der Leiharbeiter, die es in allen Branchen gibt, fehlt in diesem Artikel total. Diese Gruppe arbeitet ohne Berufssperspektive, ohne Aussicht auf bessere Löhne und hat ständig wechselnde Arbeitsplätze. Die Chancen für ein Burn-out-Syndrom stehen bestens.

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    scheinen nach allem, was ich bisher darüber mitbekam, nichts mit den äusseren, messbaren Belastungen zu tun zu haben, denn es trifft Studenten, Hausfrauen, Teilzeittätige und nun auch bekannte Sportler bzw. Trainer... und hängt mit der inneren Konstitution, dem Umgang mit den Verhältnissen, in denen man lebt und arbeitet und einigen anderen Faktoren zusammen.

    Mit der Höhe des Gehalts hat es, soweit mir bekannt, schlichtweg nichts zu tun.

    • lepkeb
    • 04.10.2011 um 9:02 Uhr

    denn Hochspezialisierte dürfen meist die Arbeit von mehreren machen, da heißt es dann auch in D-land, alle Mehrarbeit ist mit dem Gehalt abgegolten. Das dies nicht gut geht ist normal und diese überdurchschnittlich unter BO leiden.
    Und auch bei Leiharbeitern, wenn die ZEIT mal veröffentlichen würden wie viel Hochqualifizierte dort feststecken, würde sich auch die Frage von selbst beantworten. Den die Deppen glauben, wenn sie nur hart genug arbeiten also, irgendwann übernommen zu werden, mit dem selben Ergebnis. Und die AG und ihre Zuhälter in der Agentur für Arbeit wissen dies.
    Leider ist der Michel so dumm dies mit sich machen zu lassen und daher hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.
    Hier in Sask. habe ich einen Job der geht von 9-5 und jede Überstunde muss innerhalb von 8 Wochen in Freizeit abgegolten werden. Habe zwar nur 10 Tgae Urlaub im Jahr, bin aber erholter stressfreier als in D-land mit 65h/Woche und 30 Tagen und eigenartiger Weise ist das Gehalt auch bedeutend höher.

    Wenn die dt. AN sich mal auf ihre Stärke besinnen würden, gebe es dass Problem auch nicht. Einfach Dienst nach Vorschrift, keine Ü-Stunden schruppen und dann klappt es auch wieder mit der Gesundheit. Warum gibt es den nur wenige richtige Burnouter im ÖD, richtig die arbeiten nach Vorschrift und hören Freitags um 13 Uhr auf. Wochenendarbeit ist tabu.

    scheinen nach allem, was ich bisher darüber mitbekam, nichts mit den äusseren, messbaren Belastungen zu tun zu haben, denn es trifft Studenten, Hausfrauen, Teilzeittätige und nun auch bekannte Sportler bzw. Trainer... und hängt mit der inneren Konstitution, dem Umgang mit den Verhältnissen, in denen man lebt und arbeitet und einigen anderen Faktoren zusammen.

    Mit der Höhe des Gehalts hat es, soweit mir bekannt, schlichtweg nichts zu tun.

    • lepkeb
    • 04.10.2011 um 9:02 Uhr

    denn Hochspezialisierte dürfen meist die Arbeit von mehreren machen, da heißt es dann auch in D-land, alle Mehrarbeit ist mit dem Gehalt abgegolten. Das dies nicht gut geht ist normal und diese überdurchschnittlich unter BO leiden.
    Und auch bei Leiharbeitern, wenn die ZEIT mal veröffentlichen würden wie viel Hochqualifizierte dort feststecken, würde sich auch die Frage von selbst beantworten. Den die Deppen glauben, wenn sie nur hart genug arbeiten also, irgendwann übernommen zu werden, mit dem selben Ergebnis. Und die AG und ihre Zuhälter in der Agentur für Arbeit wissen dies.
    Leider ist der Michel so dumm dies mit sich machen zu lassen und daher hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.
    Hier in Sask. habe ich einen Job der geht von 9-5 und jede Überstunde muss innerhalb von 8 Wochen in Freizeit abgegolten werden. Habe zwar nur 10 Tgae Urlaub im Jahr, bin aber erholter stressfreier als in D-land mit 65h/Woche und 30 Tagen und eigenartiger Weise ist das Gehalt auch bedeutend höher.

    Wenn die dt. AN sich mal auf ihre Stärke besinnen würden, gebe es dass Problem auch nicht. Einfach Dienst nach Vorschrift, keine Ü-Stunden schruppen und dann klappt es auch wieder mit der Gesundheit. Warum gibt es den nur wenige richtige Burnouter im ÖD, richtig die arbeiten nach Vorschrift und hören Freitags um 13 Uhr auf. Wochenendarbeit ist tabu.

  3. scheinen nach allem, was ich bisher darüber mitbekam, nichts mit den äusseren, messbaren Belastungen zu tun zu haben, denn es trifft Studenten, Hausfrauen, Teilzeittätige und nun auch bekannte Sportler bzw. Trainer... und hängt mit der inneren Konstitution, dem Umgang mit den Verhältnissen, in denen man lebt und arbeitet und einigen anderen Faktoren zusammen.

    Mit der Höhe des Gehalts hat es, soweit mir bekannt, schlichtweg nichts zu tun.

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  4. > Wie der Einzelne mit dem Arbeitsstress umgeht, ist abhängig von der Situation und der Persönlichkeit. <

    Da genau liegt aber das eigentliche Problem nicht. Das gefährliche am Burn Out besteht darin, dass der Betroffene keine Anzeichen bemerkt. Das heißt, wenn er die Anzeichen nicht bemerken kann, kann er auch mit dem "Arbeitsstress" nicht umgegen. Und, es hat mit der Persönlichkeit auch nichts zu tun.

    Ich habe in meinem aktiven 42-jährigem Berufsleben viele Burn Out Fälle erleben müssen und das nicht erst in den letzten fünf Jahren, sondern schon in den 70ern. Bis auf ganz wenige Ausnahmen kamen sie ohne Vorwarnung und waren für die Betroffenen wie ein "geistiger Schlaganfall".

    Für die "Aussenstehenden" gibt es, wenn sie sensibel genug sind, vielleicht Anzeichen von Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsschwächen. Aber das ist auch schon alles und wird allgemein als "Überarbeitung" abgetan.

    > Selbstreflexion schütze vor der Eskalation, sagt Hermann, reiche aber allein nicht aus. ..... Am Anfang steht die Einsicht: Ich kann bald nicht mehr! Darüber muss man sich erst einmal klar werden. <

    Aber es ist das Grundproblem, dass in den meisten Fällen keine "Erschöpfung" bemerkt wird, also körperlich gesehen. Reiner Arbeitsstress bezogen auf eine Tätigkeit ist kein Auslöser für Burn Out, sondern eine wachsende Vielzahl von parallelen Aufgaben.

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    denn die Depressiven kämpfen bis zum Zusammenbruch gegen die Depression an, die sich dann manifestieren kann, statt mit den vorhandenen Mitteln dagegen etwas zu tun.

    Das Nicht-Wahrnehmen der eigenen Möglichkeiten, Befindlichkeiten und dabei auch für Auszeiten zu sorgen, ist bei diesen Menschen häufig nicht einmal im Ansatz vorhanden.

    Aber man kann es lernen.

    denn die Depressiven kämpfen bis zum Zusammenbruch gegen die Depression an, die sich dann manifestieren kann, statt mit den vorhandenen Mitteln dagegen etwas zu tun.

    Das Nicht-Wahrnehmen der eigenen Möglichkeiten, Befindlichkeiten und dabei auch für Auszeiten zu sorgen, ist bei diesen Menschen häufig nicht einmal im Ansatz vorhanden.

    Aber man kann es lernen.

  5. denn die Depressiven kämpfen bis zum Zusammenbruch gegen die Depression an, die sich dann manifestieren kann, statt mit den vorhandenen Mitteln dagegen etwas zu tun.

    Das Nicht-Wahrnehmen der eigenen Möglichkeiten, Befindlichkeiten und dabei auch für Auszeiten zu sorgen, ist bei diesen Menschen häufig nicht einmal im Ansatz vorhanden.

    Aber man kann es lernen.

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    auch nicht mit Ausbildung, Studium, Elternhaus und Umwelt ....

    Burn Out ist ein geistiger "Zusammenbruch" und kein körperlicher. Was den Lerneffekt betrifft bedeutet das eine eigene Sensibilität dafür zu entwickeln, dass die Einzeltätigkeiten zu viele werden. Es ist wie beim Puzzle, für den einen sind 500 Teile viel und für den anderen 2000 zu wenig.

    Der letzte Fall, den ich hautnah erlebt habe, hat diesen "geistigen Infarkt" besonders drastisch gezeigt. Mit diesem "Kollegen" habe ich in einem Projekt zwei Jahre zusammen gearbeitet (er war Projektleiter Koordination). Er hatte die Arbeiten von vier verschiedenen Gruppen zu koordinieren, Besprechungen zu organisieren, Arbeitsergebnisse zusammen zu stellen und zu veröffentlichen und den Stand von Fehlerbehebungen mit dem Software-Herstellung zu überwachen.

    auch nicht mit Ausbildung, Studium, Elternhaus und Umwelt ....

    Burn Out ist ein geistiger "Zusammenbruch" und kein körperlicher. Was den Lerneffekt betrifft bedeutet das eine eigene Sensibilität dafür zu entwickeln, dass die Einzeltätigkeiten zu viele werden. Es ist wie beim Puzzle, für den einen sind 500 Teile viel und für den anderen 2000 zu wenig.

    Der letzte Fall, den ich hautnah erlebt habe, hat diesen "geistigen Infarkt" besonders drastisch gezeigt. Mit diesem "Kollegen" habe ich in einem Projekt zwei Jahre zusammen gearbeitet (er war Projektleiter Koordination). Er hatte die Arbeiten von vier verschiedenen Gruppen zu koordinieren, Besprechungen zu organisieren, Arbeitsergebnisse zusammen zu stellen und zu veröffentlichen und den Stand von Fehlerbehebungen mit dem Software-Herstellung zu überwachen.

    • lepkeb
    • 04.10.2011 um 9:02 Uhr

    denn Hochspezialisierte dürfen meist die Arbeit von mehreren machen, da heißt es dann auch in D-land, alle Mehrarbeit ist mit dem Gehalt abgegolten. Das dies nicht gut geht ist normal und diese überdurchschnittlich unter BO leiden.
    Und auch bei Leiharbeitern, wenn die ZEIT mal veröffentlichen würden wie viel Hochqualifizierte dort feststecken, würde sich auch die Frage von selbst beantworten. Den die Deppen glauben, wenn sie nur hart genug arbeiten also, irgendwann übernommen zu werden, mit dem selben Ergebnis. Und die AG und ihre Zuhälter in der Agentur für Arbeit wissen dies.
    Leider ist der Michel so dumm dies mit sich machen zu lassen und daher hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.
    Hier in Sask. habe ich einen Job der geht von 9-5 und jede Überstunde muss innerhalb von 8 Wochen in Freizeit abgegolten werden. Habe zwar nur 10 Tgae Urlaub im Jahr, bin aber erholter stressfreier als in D-land mit 65h/Woche und 30 Tagen und eigenartiger Weise ist das Gehalt auch bedeutend höher.

    Wenn die dt. AN sich mal auf ihre Stärke besinnen würden, gebe es dass Problem auch nicht. Einfach Dienst nach Vorschrift, keine Ü-Stunden schruppen und dann klappt es auch wieder mit der Gesundheit. Warum gibt es den nur wenige richtige Burnouter im ÖD, richtig die arbeiten nach Vorschrift und hören Freitags um 13 Uhr auf. Wochenendarbeit ist tabu.

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    ...sollte man bei Menschen die am "unteren Einkommensgefälle" leben auch berücksichtigen daß sich diese oft mit heftigen Existenzängsten und Ängsten der sozialen Absicherung herumschlagen müssen. Und das ohne Pause oder Unterbrechung. Dies ist eine schwere psychische Belastung, die sich auf alle Lebensbereiche negativ auswirkt. Soziales, Partnerschaft, Freundschaften, Angst vor dem Absturz im ALter, etc.

    ...sollte man bei Menschen die am "unteren Einkommensgefälle" leben auch berücksichtigen daß sich diese oft mit heftigen Existenzängsten und Ängsten der sozialen Absicherung herumschlagen müssen. Und das ohne Pause oder Unterbrechung. Dies ist eine schwere psychische Belastung, die sich auf alle Lebensbereiche negativ auswirkt. Soziales, Partnerschaft, Freundschaften, Angst vor dem Absturz im ALter, etc.

  6. All das hat es schon immer gegeben.
    Wir erfinden nur beständig neue Begriffe.
    Gesundheit ist letzten Endes nichts anderes
    als die Fähigkeit, sich an die Veränderungen
    und Bedingungen, denen wir ausgesetzt sind,
    immer wieder angemessen anzupassen.
    Es gibt dafür kein Allheilmittel, das immer passt.
    Das beste, was man langfristig tun kann,
    ist es, sich in überschaubaren Abständen eine Auszeit
    zu gönnen, und sei es auch nur für ein paar Tage
    oder eine Woche.
    Eine Auszeit, in der man komplett aus dem Alltäglichen
    und allen Gewohnheiten aussteigt.
    Es gibt in den meisten Kurkliniken günstige Angebote für
    Heilfastentage mit ärztlicher Begleitung.
    Wobei es da nicht primär um Gewichtsreduktion gehen muss.
    Einfach einmal ein paar Tage aus allem raus.
    Das fällt anfangs nicht immer leicht.
    Ohne Handy usw.
    Lange Spaziergänge.
    Macht man das immer wieder einmal, dann pendelt man sich
    immer wieder neu ein, tankt Energie.
    Das ist nur meine Meinung.

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