NS-Verbrechen Bei Kerzenschein und bestem Wein
Was wussten deutsche Unternehmer und Bankiers vom Holocaust?
© Keystone/Getty Images

15. Januar 1947: Der Industrielle Friedrich Flick, flankiert von zwei amerikanischen Wachen, im Justizpalast Nürnberg.
Die Gedanken sind frei heißt ein beliebtes Lied, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Gut ein Jahrhundert später machte in der hessischen Provinz der Justizrat Friedrich Kellner von der Freiheit des Denkens Gebrauch. Sein zwischen 1938 und 1945 verfasstes und soeben erstmals veröffentlichtes Tagebuch mit Alltagsbeobachtungen und Gesellschaftsanalysen löste eine neue Debatte darüber aus, wie viel die Deutschen vom Judenmord wissen konnten und wussten.
In den Geschichtswissenschaften musste erst ein Generationswechsel eintreten, um dies zu erforschen. Denn nicht nur Kellners Notizen belegen: Das Wissen über die Morde zirkulierte unkontrollierbar in der Gesellschaft. Um es geheim zu halten, waren die Anzahl der Opfer, Täter und Zuschauer, das geografische Ausmaß und die Brutalität der Völkermorde viel zu immens. Stufenweise, ihrer gesellschaftlichen Position und Vernetzung nach, erhielten etliche Deutsche Kenntnis von den Verbrechen. Auch versuchte die NS-Führung ihr Wissen partiell zu teilen, um Komplizenschaft zu fördern, nicht zuletzt mit Mitgliedern der weiteren Elite des Reiches.
Zu dieser gehörten Unternehmer und Bankiers. Da Wirtschaft und Politik (besonders seit dem Beginn des Krieges) immer enger miteinander verflochten waren, erhielten sie privilegierten Zugang zum Herrschaftswissen. Sie erfuhren von den Morden per Korrespondenz, im persönlichen Gespräch oder bei Besichtigungen an den Orten des Grauens. Europaweit waren sie in die Besatzungspolitik eingebunden, wie etwa beim Einsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern. Für die Unternehmen versprach die Kooperation mit dem Regime angesichts der Aufrüstungs-, Expansions- und Raubpolitik unternehmerische Stabilität und einen betriebswirtschaftlichen Mehrwert in gewaltigen Dimensionen. Nur einzelne Manager und Unternehmer wie Oskar Schindler (Krakau), Berthold Beitz (Boryslaw), Eduard Schulte (Breslau) oder Otto Weidt (Berlin) entschlossen sich angesichts des großen Mordens zu Rettungsaktionen für bedrohte Juden.
Nach dem Krieg war es auch in der Wirtschaft gang und gäbe, jedes Mitwissen abzustreiten. Der Frankfurter Bankier Hermann Josef Abs zählte zu den wenigen, die eingestanden, »von dem furchtbaren Geschehen in Majdanek oder Auschwitz [...] gewusst zu haben. Sich dahinter zu verschanzen, dass man nichts davon wusste, nehme ich nur wenigen ab.«
In der Tat zeugen etliche Dokumente davon, wie genau deutsche Wirtschaftsführer über den Holocaust informiert waren. So erreichte Friedrich Flick und seine leitenden Mitarbeiter im November 1941 ein Rundschreiben des Hauptgeschäftsführers der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie mit einem Reisebericht aus dem Osten. Die Herren erhielten nicht nur Kenntnis über den Zustand der eroberten ukrainischen Industrie, sondern auch über die Eskalation der Gewalt gegen Kriegsgefangene und Zivilisten: über das systematische Aushungern und Erschießen von Gefangenen und über die Massenmorde an der jüdischen Bevölkerung. Dnjepropetrowsk, Kiew, Kriwoi Rog und andere Städte seien »judenfrei [...]. Was nicht geflohen ist, wurde liquidiert.«
Berichte von Mitarbeitern der Reichsbank und von Oswald Pohl, dem Verwaltungschef der Konzentrationslager, vor dem Nürnberger Tribunal wiederum überliefern eine gespenstische Szene aus dem Jahr 1942. Da begleitete Reichsbankdirektor Hermann Waldhecker den ihm gut bekannten Pohl in die Berliner Gewölbe der Bank. Sie öffneten verschiedene Koffer und betrachteten die Beute: Eheringe, Uhren, Monokel, Schmucknadeln, Broschen und andere Wertsachen ermordeter Juden. Ein Teil davon wurde im Folgenden vom Berliner Pfandhaus veräußert.
Große Firmennamen tauchen auf: Siemens, Wintershall, Allianz
In Nürnberg musste sich 1948 auch Heinrich Bütefisch verantworten, Vorstandsmitglied der IG Farben und der Braunkohle Benzin AG in Berlin. Er hatte in Vorstandssitzungen über die Errichtung von Konzentrationslagern entschieden und nach eigener Aussage zumindest zwei davon besucht. Als Leiter des Auschwitzer Synthese-Werkes, unweit von Birkenau gelegen, erhielt Bütefisch wöchentliche Berichte von den IG-Mitarbeitern. Darin fanden sich Klagen über den Mangel an SS-Wachmannschaften im Lager des IG-Farben-Werks, über den verheerenden Krankenstand der Häftlinge und ihre geringe Produktivität. Bisweilen wurden »heilsame« Gewaltmaßnahmen gegenüber den Sklavenarbeitern vorgeschlagen oder der Bau von Leichenhallen.
In vielen Unternehmen harmonierte das ökonomische Interesse mit der politischen Überzeugung. Dass Firmenangehörige und leitende Unternehmensmitarbeiter KZs besuchten und bisweilen an Mordselektionen mitwirkten, ist aus den Büchern des italienischen Schriftstellers und Holocaust-Überlebenden Primo Levi bekannt.
In manchen Unternehmen versuchte man das Wissen über das systematische Morden auch zu nutzen. Ein makabrer Rechtsstreit der Dresdner Bank mit dem Reich dokumentiert, wie dieses Wissen in die privatwirtschaftliche Handlungslogik übersetzt wurde. Als Anfang 1942 die jüdische Witwe eines 1930 verstorbenen Bankdirektors deportiert worden war, wies das Oberfinanzpräsidium Berlin die Bank an, die von dem Institut gezahlte Rente der Frau nunmehr an das Reich zu überweisen. Bis in das Frühjahr 1945 stritt die Rechtsabteilung des Kreditinstituts für seine Interessen und argumentierte, dass die Rentenansprüche der Frau erloschen seien: Aufgrund der Deportation sei der Tod der Frau anzunehmen, falls nicht eine »Lebensbescheinigung« vorgelegt werde.
Flick, Waldhecker, Bütefisch sowie zwei Vorstandsmitglieder der Dresdner Bank, Emil Meyer und Karl Rasche, gehörten zu einer besonderen Gruppe von Wirtschaftsführern. Zusammen mit mehr als dreißig weiteren Unternehmern und Bankiers – unter ihnen Rudolf Bingel von Siemens, August Rosterg von Wintershall, Richard Kasselowsky von Oetker und Kurt Schmitt von der Allianz – suchten sie auf exklusive Weise die Nähe zur politischen Spitze: im Freundeskreis Heinrich Himmler. Auf Wunsch der Unternehmer hatte der Persönliche Stab des Reichsführers-SS in Berlin Mitte der dreißiger Jahre diesen Herrenklub etabliert. Im »Haus der Flieger«, das Hermann Göring unterstand (heute tagt hier das Berliner Abgeordnetenhaus), kam man zunächst sporadisch, von 1938 an dann allmonatlich in repräsentativen Klubräumen zusammen. Mit Vorträgen und Abendessen währten die Runden oft bis Mitternacht. Wenn Himmler hier redete, sprach er zu »alten Freunden«.
- Datum 03.10.2011 - 16:31 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 29.9.2011 Nr. 40
- Kommentare 58
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:






und viele andere auch.
Das müsste man wohl jedesmal einsetzen. Denn die von dem Autor dargestellten Sachverhalte waren natürlich bereits während des Krieges sowie in den Nachkriegszeiten bestens bekannt. Der Adenauerstaat half dabei äußerst eifrig, zu vertuschen wo nur etwas zu vertuschen war. Argumentierte jemand aufgrund von Dokumenten dagegen, so sah er sich umgehend einer beispielslosen Rufmordkampagne ausgesetzt. Das funktioniert immer. Das beliebteste Mittel dazu ist in Deutschland, auch 66 Jahre nach Ende der Nazidiktatur, der Kommunismusvorwurf. Das funktioniert in Deutschland besser als irgendwo auf der Welt, mit Ausnahme der USA.
Erst die 68er Generation unterstützte die Aufklärung über die Naziverbrechen ihrer Elterngeneration.
68 ziger haben da erst mal etwas in Gang gesetzt.
Jedoch hat es noch länger gedauert, bis in die 80ziger, als noch tiefer in den Quellen gegraben wurde.
Das Schicksal der russischen Kriegsgefangenen in deutschen Firmen wurde erst in den 80zigern erforscht.
Die Gefangenen mußten schuften ohne etwas ordentliches zu essen zu bekommen. Große deutsche Firmen ließen die Gefangenen unter diesen unmenschlichen Umständen arbeiten, wen soll es da wundern, daß die Unternehmer über die Judenvernichtung informiert waren?
Der Mann,der in der Mitte des Bildes abgebildet ist, hat ein hartes, verhärmtes Gesicht. Die Soldaten die neben ihm stehen haben weiche Gesichtszüge.
68 ziger haben da erst mal etwas in Gang gesetzt.
Jedoch hat es noch länger gedauert, bis in die 80ziger, als noch tiefer in den Quellen gegraben wurde.
Das Schicksal der russischen Kriegsgefangenen in deutschen Firmen wurde erst in den 80zigern erforscht.
Die Gefangenen mußten schuften ohne etwas ordentliches zu essen zu bekommen. Große deutsche Firmen ließen die Gefangenen unter diesen unmenschlichen Umständen arbeiten, wen soll es da wundern, daß die Unternehmer über die Judenvernichtung informiert waren?
Der Mann,der in der Mitte des Bildes abgebildet ist, hat ein hartes, verhärmtes Gesicht. Die Soldaten die neben ihm stehen haben weiche Gesichtszüge.
und der kleine Mann wusste es auch! "Bis zur Vergasung" war
eine gaengige Metapher! Die Frage ist, wer was tun konnte.
Die perfekte Ueberwachung und die absolut skrupellose Ver-
folgung der Regimegegner hat bis heute nicht seinesgleichen
gefunden. In jedem Fall gilt es zu unterscheiden zwischen
denen, die sich beugten und denen die das Regime aktiv und
wirkungsvoll unterstuetzten und damit den Krieg um Jahre und
Millionen Tote verlaengerten, wie z. B. Herr Speer.
ich stimme ihnen zu, dass die meisten deutschen von den judendeportationen wussten. sie wussten auch, dass "dran glauben musste, wer nicht spurt". die ausmasse der gewalt jedoch haette sich die breite masse niemals vorstellen koennen. sie war ja auch bis ins fruehjahr 1945 nicht direkt mit der unmenschlichkeit des krieges konfrontiert. der krieg macht aus menschen tiere. auch heute haben wir wohl behueteten (dank effektiver propaganda) keine vorstellungen von den wahren ausmassen der greueltaten, die z.b. im arabischen raum begangen werden. haette man den aufsehern von abu ghraib mehr freie hand gelassen, waeren wohl noch so einige unfassbare ueberraschungen ans tageslicht gekommen.
"Bis zur Vergasung" war eine gaengige Metapher!
Es erscheint natürlich äusserst naheliegend, aber die Redewendung "bis zur Vergasung" hat überhaupt nichts mit Holocaust und Gaskammern zu tun. Diese Redewendung gab es schon lange vor dem 2ten Weltkrieg und kommt entweder von der echten Bedeutung des Wortes ("Vergasung" = der chemisch-physikalischen Vorgang des Übergangs von festen/flüssigen Stoffen in den gasförmigen Aggregatzustand) oder von den Giftgasangriffen des ersten Weltkrieges.
http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=bis+zur+Vergasung%3B+bis+zum+Vergasen&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou
Gut möglich also, dass dies auch im zweiten Weltkrieg eine gängige Metapher war - aber wer sie damals benutzte, der dachte eben an etwas ganz anderes und ahnte nicht einmal, dass man dies auch als eine zynische Anspielung auf den kollektiven Massenmord in Gaskammern interpretieren könnte, der zur gleichen Zeit stattfand.
Wer auch immer Ihnen also weiss gemacht hat hat, dass diese Redewendung ein Beweis dafür ist dass auch der durchschnittliche "kleine Mann" vom Holocaust wusste, der hatte entweder keinerlei Ahnung oder wollte Sie bewusst täuschen, weil der Gedankengang eben so naheliegend ist.
Dass der "kleine Mann" von den Massenmorden wusste, ist nicht belegt und angesichts der Bemühungen des damaligen Gewaltregimes, die Geschehnisse schönzufärben bzw. geheim zu halten auch nicht wahrscheinlich. Wenn dem aber so ist, dann sind diese nonchalanten Aussage a la "Haben sie alle gewusst" eine Lüge.
Wir sollten nicht vergessen, dass die Behauptung der Verstrickung der Finanz- und Unternehmereliten in die Greueltaten des Regimes fast ausschließlich einem durch und durch faschistischen Ansinnen dienen: Die verhasste bürgerliche Demokratie sowie der die Abwesenheit eines dirigistischen Partei- und/oder Zwangssystems verkörpernde Kapitalismus sollen diskreditiert und somit das "System" sturmreif geschossen werden, indem der Kapitalismus eben zu einem "System" umgedeutet wird, welches dann logischerweise einer Führung bedarf, die sich wiederum mit der (faschistischen) Staatsführung symbiotisch ergänzt.
Hier geht es nicht um Aufklärung.
ich stimme ihnen zu, dass die meisten deutschen von den judendeportationen wussten. sie wussten auch, dass "dran glauben musste, wer nicht spurt". die ausmasse der gewalt jedoch haette sich die breite masse niemals vorstellen koennen. sie war ja auch bis ins fruehjahr 1945 nicht direkt mit der unmenschlichkeit des krieges konfrontiert. der krieg macht aus menschen tiere. auch heute haben wir wohl behueteten (dank effektiver propaganda) keine vorstellungen von den wahren ausmassen der greueltaten, die z.b. im arabischen raum begangen werden. haette man den aufsehern von abu ghraib mehr freie hand gelassen, waeren wohl noch so einige unfassbare ueberraschungen ans tageslicht gekommen.
"Bis zur Vergasung" war eine gaengige Metapher!
Es erscheint natürlich äusserst naheliegend, aber die Redewendung "bis zur Vergasung" hat überhaupt nichts mit Holocaust und Gaskammern zu tun. Diese Redewendung gab es schon lange vor dem 2ten Weltkrieg und kommt entweder von der echten Bedeutung des Wortes ("Vergasung" = der chemisch-physikalischen Vorgang des Übergangs von festen/flüssigen Stoffen in den gasförmigen Aggregatzustand) oder von den Giftgasangriffen des ersten Weltkrieges.
http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=bis+zur+Vergasung%3B+bis+zum+Vergasen&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou
Gut möglich also, dass dies auch im zweiten Weltkrieg eine gängige Metapher war - aber wer sie damals benutzte, der dachte eben an etwas ganz anderes und ahnte nicht einmal, dass man dies auch als eine zynische Anspielung auf den kollektiven Massenmord in Gaskammern interpretieren könnte, der zur gleichen Zeit stattfand.
Wer auch immer Ihnen also weiss gemacht hat hat, dass diese Redewendung ein Beweis dafür ist dass auch der durchschnittliche "kleine Mann" vom Holocaust wusste, der hatte entweder keinerlei Ahnung oder wollte Sie bewusst täuschen, weil der Gedankengang eben so naheliegend ist.
Dass der "kleine Mann" von den Massenmorden wusste, ist nicht belegt und angesichts der Bemühungen des damaligen Gewaltregimes, die Geschehnisse schönzufärben bzw. geheim zu halten auch nicht wahrscheinlich. Wenn dem aber so ist, dann sind diese nonchalanten Aussage a la "Haben sie alle gewusst" eine Lüge.
Wir sollten nicht vergessen, dass die Behauptung der Verstrickung der Finanz- und Unternehmereliten in die Greueltaten des Regimes fast ausschließlich einem durch und durch faschistischen Ansinnen dienen: Die verhasste bürgerliche Demokratie sowie der die Abwesenheit eines dirigistischen Partei- und/oder Zwangssystems verkörpernde Kapitalismus sollen diskreditiert und somit das "System" sturmreif geschossen werden, indem der Kapitalismus eben zu einem "System" umgedeutet wird, welches dann logischerweise einer Führung bedarf, die sich wiederum mit der (faschistischen) Staatsführung symbiotisch ergänzt.
Hier geht es nicht um Aufklärung.
unternehmerischer Erfolg etwas mit Talent zu tun hat.
Dabei ist Erfolg eine politische Entscheidung!
z.B. durch Subventionen, wegfallen irgendwelcher Bestimmungen&Auflagen, politische Auftragsbeschaffung und Wettbewerbsverzerrung, ...
Dass während der NS-Zeit ein jüdischer Unternehmer keinen Erfolg haben konnte, ist verständlich.
Aber auch heute sind viele große Unternehmer einfach deppen, wo man sich fragen muss, warum deren Firma noch existiert.
Es ist einfach eine Sauerei, wie sich gewisse Menschen aus Politik und Wirtschaft gegenseitig in die Hände spielen.
Das ist heute nicht anders wie damals.
Wir sollten endlich die talentierten Menschen fördern, und zusehen dass unfähige Egoisten auf der Strasse landen!
68 ziger haben da erst mal etwas in Gang gesetzt.
Jedoch hat es noch länger gedauert, bis in die 80ziger, als noch tiefer in den Quellen gegraben wurde.
Das Schicksal der russischen Kriegsgefangenen in deutschen Firmen wurde erst in den 80zigern erforscht.
Die Gefangenen mußten schuften ohne etwas ordentliches zu essen zu bekommen. Große deutsche Firmen ließen die Gefangenen unter diesen unmenschlichen Umständen arbeiten, wen soll es da wundern, daß die Unternehmer über die Judenvernichtung informiert waren?
Der Mann,der in der Mitte des Bildes abgebildet ist, hat ein hartes, verhärmtes Gesicht. Die Soldaten die neben ihm stehen haben weiche Gesichtszüge.
Die Verbrechen der Nazis und ihrer Helfershelfer und Nutznießer aus der Wirtschaft waren ja bereits bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen (20. November 1945 und dem 14. April 1949) offengelegt worden: http://de.wikipedia.org/w... In Deutschland wurde durch den Adenauerstaat gezielt eine juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Naziverbrechen und die Verbindungen zur Wirtschaft behindert und systematisch hintertrieben. Die Ausländischen Staatanwaltschaften wurden nicht nur nicht unterstützt sondern geradewegs behindert http://www.zeit.de/wissen... und inländische Opferverbände wie die Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten oder die Vereinigung der Verfolgten des Nazireegimes wurden systematisch denunziert und bekämpft, bei der VVN/BdA ist das bis heute so.
Material zur Nachkriegszeit und der Restauration der bürgerlichen Herrschaft, die mit dem Totschweigen der Verbandelung von Nazis und Wirtschaft verbunden ist, findet man übrigens auch auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung.
Auf den Seiten der ZEIT erhält man bei Eingabe von NS-Vergangenheit im Suchfeld 1238 Artikel. Geht man in das bis 1946 zurückgehende Printarchiv, kann man sicher noch mehr finden.
Dass die schön "sind", machen einzig wir selber in unserem eigenen Kopf. Und in Gesichtern sieht jeder nur das was er hineinsieht.
Übrigens, um zu begreifen, was damals geschehen ist, hat es wirklich nicht die 68er gebraucht. Allen war immer klar, dass die Juden nie wiederkommen werden, ihren Besitz zu reklamieren. Die grosse Vernichtung war kein Geheimnis, in Deutschland nicht, in Polen nicht, in Frankreich nicht.
Die Verbrechen der Nazis und ihrer Helfershelfer und Nutznießer aus der Wirtschaft waren ja bereits bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen (20. November 1945 und dem 14. April 1949) offengelegt worden: http://de.wikipedia.org/w... In Deutschland wurde durch den Adenauerstaat gezielt eine juristische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Naziverbrechen und die Verbindungen zur Wirtschaft behindert und systematisch hintertrieben. Die Ausländischen Staatanwaltschaften wurden nicht nur nicht unterstützt sondern geradewegs behindert http://www.zeit.de/wissen... und inländische Opferverbände wie die Arbeitsgemeinschaft verfolgter Sozialdemokraten oder die Vereinigung der Verfolgten des Nazireegimes wurden systematisch denunziert und bekämpft, bei der VVN/BdA ist das bis heute so.
Material zur Nachkriegszeit und der Restauration der bürgerlichen Herrschaft, die mit dem Totschweigen der Verbandelung von Nazis und Wirtschaft verbunden ist, findet man übrigens auch auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung.
Auf den Seiten der ZEIT erhält man bei Eingabe von NS-Vergangenheit im Suchfeld 1238 Artikel. Geht man in das bis 1946 zurückgehende Printarchiv, kann man sicher noch mehr finden.
Dass die schön "sind", machen einzig wir selber in unserem eigenen Kopf. Und in Gesichtern sieht jeder nur das was er hineinsieht.
Übrigens, um zu begreifen, was damals geschehen ist, hat es wirklich nicht die 68er gebraucht. Allen war immer klar, dass die Juden nie wiederkommen werden, ihren Besitz zu reklamieren. Die grosse Vernichtung war kein Geheimnis, in Deutschland nicht, in Polen nicht, in Frankreich nicht.
Natürlich wußten die Eliten von den Verbrechen und haben sich durch Ausnutzung der Möglichkeiten der Macht, die durch die SS für die Kriegswirtschaft geschaffen wurde, derer gnadenlos bedient.
Als die deut. Wirtschaftsführer dann vor den Siegern in Nürnberg als Angeklagte vor Gericht standen, wollten sie sich durch Weiterreichung der Schuld an die NAZi-Führung exkulpieren und es ist ihnen dann teilweise geglückt.
Wie die Verantwortlichen der Wehrmacht in der Organistion Gehlen/BND; Polizei und Justiz konnten sie sich dann im beginnenden Kalten Krieg wieder wichtig machen und der Entnazifizierung und der Gerechtigkeit entgehen.
Die Politk Adenauers und Schröders hat dann einen Abschlag für deren Schuld mit den Siegerstaaten und Opferstaaten des WK2 herbeiführen können sowie die Regierung Kohl mit dem 2+4-Verträgen 1990.
Die Erben der Wirtschaftsführer von damals können sich demütig über ihre Väter und Großväter geben, aber mehr ist nach 2-3 Generationen nach dem WK2 nicht mehr zu erwarten, oder?
Der Unternehmer Schindler blieb die Ausnahme
wie die wenigen preuss.Offiziere, die sich im Kaiserauer Kreis gegen die Kriegsmaschine der NAZI-Herrschaft auflehnten.
Die meisten der Entscheidungstäger waren aber von der rassistischen-NAZI Ideologie und deren Konsequenzen bis zum Ende überzeugt und handelten systemimmanent-alternativlos.
Alles. Natürlich wussten sie das. Gestern Holocaust und heute Kinderarbeit und Ausbeutung der Frauen, Sklaverei. Nichts hat sich seit damals verändert. [...]
Gekürzt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlich argumentierten Beiträgen und verzichten Sie auf Unterstellungen und unsachliche Vergleiche. Danke. Die Redaktion/lv
...deutsche Unternehmen wussten von den Verbrechen.
Die Volkszählung 1933 u. 1937,die auch die Identifizierung aller Juden zum Ziel hatte, hätte ohne die Lochkarten-Technologie des amerik.Unternehmens IBM und dessen deutschen Tochterunternehmen Dehomag nicht funktioniert.Das Vermögen der Dehomag wurde nach dem Krieg keinesfalls beschlagnahmt,sondern floß ohne große Schwierigkeiten an den amerikanischen Mutterkonzern zurück.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren