Altkanzler Helmut Schmidt Verstehen Sie das, Herr Schmidt?

Weil einige EU-Länder schlecht gewirtschaftet haben, sollen die anderen Mitgliedsstaaten helfen. Die lassen ihre eigene Bevölkerung zahlen, für deren Wohlergehen sie eigentlich zu sorgen haben. Die Menschen haben Angst um ihre Ersparnisse, Ökonomen warnen vor einer Weltrezession – und das alles, weil Griechenland, ein Land von der Wirtschaftskraft Hessens, vielleicht zahlungsunfähig wird.

Helmut Schmidt und Giovanni di Lorenzo

Helmut Schmidt und Giovanni di Lorenzo

ZEITmagazin: Lieber Herr Schmidt, seit Monaten berichten die Medien unaufhörlich über die Turbulenzen auf den Finanzmärkten. Aber soviel die Leute auch lesen und hören, in einem Punkt werden sie nicht schlauer: Wäre die Pleite Griechenlands nun eigentlich ein Desaster für die Europäische Union oder nicht? Können Sie uns aufklären?

Helmut Schmidt: Die ökonomische Bedeutung des griechischen Staates und seiner Volkswirtschaft kann man ermessen, wenn man sich klarmacht, dass das griechische Sozialprodukt etwa 2,5 Prozent des Sozialprodukts der Europäischen Union ausmacht...

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ZEITmagazin: ...das Land hat ungefähr die Wirtschaftskraft von Hessen.

Schmidt: Wenn dieser Staat vorübergehend zahlungsunfähig würde, dann wäre das für die Griechen und für alle anderen Europäer ein großes Unglück, aber kein existenziell gefährdendes Unglück. Das gilt sowohl für die wirtschaftlichen als auch die politischen Folgen eines solchen Bankrotts. Die politischen Folgen würden möglicherweise noch schwerer wiegen, denn es könnte der Eindruck entstehen, dass es um die Solidarität unter den Europäern noch viel schlechter bestellt ist, als wir uns das in den letzten Jahren vorgestellt haben. Das Vertrauen in die Gemeinschaft der 27 Mitglieder würde weiter schwinden. Dieser politische Preis wäre zu hoch. Deshalb müssen die Staaten der Europäischen Union Griechenland helfen.

ZEITmagazin: Aber ist nicht der politische Preis für alle beteiligten Regierungen mindestens genauso hoch, wenn sie ihren Bürgern immer wieder erklären müssen, dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist? Es gehört doch auch zu den vornehmsten Aufgaben von Politikern, Schaden vom eigenen Land abzuwenden!

Schmidt: Die Griechen sind die älteste Kulturnation Europas. Heute benötigen sie einen durchgreifenden Gesundungsplan, der sich nicht nur auf finanzielle Hilfen beschränken darf. Diesen Plan gibt es noch nicht, er muss erst noch zusammengebaut werden. Im Übrigen halte ich die Abwägung zwischen nationalen Interessen und Unionsinteressen für irreführend; denn die Unionsinteressen sind zugleich nationale Interessen der Deutschen, ganz sicherlich ebenso nationale Interessen der Franzosen, der Holländer, der Polen und vieler anderer europäischer Nationen.

ZEITmagazin: Aber was tun, wenn die Griechen ihre Hausaufgaben nicht machen?

Schmidt: Die bisherigen Ermahnungen, Ratschläge und herablassenden Belehrungen seitens anderer Mitglieder der Europäischen Union haben in Griechenland eine Depression ausgelöst. Ich scheue mich deshalb, den Griechen vorzuwerfen, dass sie nicht ganz so viel gespart haben, wie alle anderen fordern. Denn die Sparerei ist eine der Ursachen für die Depression. Sicher ist jedenfalls, dass die Griechen, egal, wie es jetzt weitergeht, vor einer Reihe bitterer Jahre stehen.

ZEITmagazin: Kann man da nicht sagen: selber schuld?

Schmidt: Wissen Sie, ich will das einmal mit der deutschen Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergleichen. Natürlich hätten die Amerikaner oder Franzosen damals sagen können: Die Deutschen haben selber Schuld, lass sie doch verkommen in ihrem Elend! Das haben sie aber nicht getan. Stattdessen haben die Amerikaner den Marshall-Plan erfunden, die Franzosen haben uns 1950 mit ihrem Schuman-Plan die Hand entgegengestreckt. Im Verhältnis zur damaligen Lage Deutschlands und zur Hilfsbereitschaft dieser Länder, die wenige Jahre zuvor noch unsere Kriegsfeinde gewesen waren, ist das gegenwärtige griechische Problem ein minores – und der Teufel soll die europäischen Regierungschefs holen, wenn sie es nicht fertigbrächten, Griechenland zu retten!

ZEITmagazin: Eine höhere Staatsverschuldung in Deutschland würden Sie dafür in Kauf nehmen?

Schmidt: Ich bin nicht der Meinung, dass man Griechenland allein mit Zahlungen retten kann. Und übrigens: Bisher ist noch kein einziger Euro eines deutschen Steuerzahlers nach Griechenland überwiesen worden, das muss man auch mal deutlich sagen.

ZEITmagazin: Es wurden Bürgschaften zugesagt.

Schmidt: Die ganze Aufregung bezieht sich auf die Zukunft. Bisher ist noch nichts gezahlt worden. Ja, es geht um Bürgschaften. Und die werden, wie alles Geld, im Laufe der Zeit etwas an Wert verlieren.

ZEITmagazin: Trotzdem bleibt doch eine ganz erhebliche Belastung.

Schmidt: Ja, das stimmt. Aber erhebliche Belastungen hat es auch früher schon gegeben. Immerhin hat Deutschland noch im Jahre 2010 die letzten Zahlungen aufgrund des Londoner Schuldenabkommens von 1952 geleistet. Und immerhin stammten die damaligen deutschen Schulden noch aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen!

ZEITmagazin: Was kein Mensch mehr weiß.

Schmidt: Aber es ist so.

ZEITmagazin: Teilen Sie denn die Sorge vieler Ökonomen, dass die Staatsverschuldung unser Grundproblem ist – auch weil sie Spekulationen auslöst?

Schmidt: Die Staatsverschuldung ist ein Problem unter mehreren. Aber ein viel dickeres Problem ist die uferlose Handlungsfreiheit auf den globalen Finanzmärkten.

ZEITmagazin: Spekulanten können ihre Hebel aber nur dann ansetzen, wenn ein Staat ihnen wegen seiner hohen Schulden eine Angriffsfläche bietet.

Schmidt: Im Jahr 2008 musste Lehman Brothers Insolvenz anmelden. Damals ging es überhaupt nicht um Staatsverschuldung, sondern um eine große Zahl von Finanzinstituten, die reihenweise von ihren Staaten gerettet werden mussten. Auf den sogenannten Finanzmärkten tummeln sich intelligente, aber einäugige Idioten. Sie sind blind auf dem Auge, welches das Gemeinwohl im Blick haben sollte, und mit dem anderen Auge schielen sie auf ihre eigene Bonifikation. Sie haben kein Verantwortungsbewusstsein und gehören deshalb unter viel straffere Aufsicht. Dieser Meinung bin ich seit zweieinhalb Jahrzehnten.

ZEITmagazin: Eine strengere Beaufsichtigung der Finanzmärkte löst aber nicht das Problem der Staatsverschuldung.

Schmidt: Das ist richtig. Aber strenge Regulierung löst das Problem der psychotischen Reaktionen auf den globalen Finanzmärkten, die aus zigtausend Devisen- und Wertpapierhändlern bestehen. Dabei wissen die Vorstände der Banken oft gar nicht, was ihre Händler gerade machen.

ZEITmagazin: Glauben Sie wirklich, dass man die Finanzmärkte zügeln kann?

Schmidt: Man kann sie zügeln. Dazu gehört aber ein fester Wille, jedenfalls ein fester Wille derjenigen Regierungen, die sich zur gemeinsamen Euro-Währung zusammengeschlossen haben.

ZEITmagazin: Können Sie diesen Willen erkennen?

Schmidt: Zurzeit leider nicht. Aber es ist nicht undenkbar, dass er entsteht. Und es wäre gut, wenn er entstünde.

ZEITmagazin: Viele Deutsche haben im Moment Angst um ihre Ersparnisse. Können Sie das nachvollziehen?

Schmidt: Wenn es Deutsche gibt, die Angst haben, dann ist ihnen die Angst gemacht worden. Zum Beispiel durch dicke Überschriften im Spiegel oder in der Bild-Zeitung. Der deutsche Journalismus hat sich, leider Gottes, nicht verändert. Dabei wurde die Bankenkrise des Jahres 2008 noch sehr vernünftig zurückhaltend kommentiert. Aber das ist vorbei. Jetzt machen fast alle in Angst – selbst in der Süddeutschen Zeitung habe ich schon gelesen, dass wir es mit einer Euro-Krise zu tun hätten. Aber das stimmt nicht. Wir haben es mit einer Krise der europäischen Institutionen zu tun.

ZEITmagazin: Sie halten die Angst vor einer Währungsreform also für ein Gespenst?

Schmidt: Für absolut dummes Zeug.

ZEITmagazin: Sie haben ja, vom Euro mal abgesehen, zwei solche Reformen miterlebt: die Einführung der Rentenmark 1923 und die Einführung der D-Mark 1948.

Schmidt: In beiden Fällen war aber eine sagenhafte Inflation vorausgegangen, und es gab eine uferlose Verschuldung des deutschen Staates. Das liegt heute beides nicht vor. Es ist nicht der deutsche Staat, der sich zu hoch verschuldet hat, nicht der französische und auch nicht die Europäische Union insgesamt, sondern es ist das relativ kleine Griechenland. Möglicherweise auch das noch kleinere Portugal.

ZEITmagazin: Das etwas größere Italien hat auch eine stolze Verschuldung.

Schmidt: Man muss bei Schulden immer gucken, wer die Gläubiger sind. Im Falle Griechenlands gibt es viele ausländische Gläubiger. Société Générale, Hypo Real Estate in München, das sind wohl die größten unter den betroffenen Gläubigern. In Italien dagegen sind es im Wesentlichen nationale Banken, das ist eine ganz andere Kanne Bier. Deswegen kann man die italienische Verschuldung nicht mit der griechischen vergleichen. Wobei man auch sagen muss, dass die italienische Regierung sicherlich nicht besser ist als die griechische.

ZEITmagazin: Den beiden Währungsreformen in den zwanziger und vierziger Jahren war jeweils ein Weltkrieg vorausgegangen.

Schmidt: Ja, aber die Deutschen hätten auch dann eine Währungsreform gebraucht, wenn sie den Krieg gewonnen hätten. Man muss auch sagen, dass die zweite deutsche Währungsreform, die Einführung der D-Mark, nicht von Deutschen erfunden worden ist, sondern im Wesentlichen von Amerikanern. Sie hat sich als großer Glücksfall erwiesen, weil sie nämlich mit den Segnungen des Marshall-Plans zusammentraf. Ohne diesen Plan wäre die Währungsreform nicht so glücklich verlaufen, die Preise wären sofort wieder gestiegen. Weil aber gleichzeitig Bananen und Apfelsinen ins Land kamen und man für das neue Geld etwas kaufen konnte, das es vorher nicht gegeben hatte, wurde die Währungsreform schnell zum Erfolg.

ZEITmagazin: Für Griechenland wäre sie allerdings eine Katastrophe?

Schmidt: Griechenland braucht keine Apfelsinen und keine Bananen, Griechenland braucht Investitionen! Es muss Unternehmer geben, die das Risiko auf sich nehmen, in dem Land zu investieren. Das werden sie nur tun, wenn es in Griechenland eine verlässliche Wirtschaftspolitik gibt. Wenn ich einen europäischen Marshall-Plan für Griechenland fordere, meine ich nicht Geld, sondern konkrete Projekte.

ZEITmagazin: Hatten Sie ein emotionales Verhältnis zur D-Mark?

Schmidt: Nein, insbesondere auch kein emotionales Verhältnis zur Deutschen Bundesbank. Es hat mir manchmal missfallen, dass sie ihre Verantwortung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, anders als die amerikanische Zentralbank, relativ kleingeschrieben hat. Die Bundesbank fühlte sich meistens nur für die Stabilität der Kaufkraft der D-Mark verantwortlich, nicht aber zum Beispiel für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

ZEITmagazin: Viele Bürger haben aber die D-Mark sehr geschätzt.

Schmidt: Das galt für die Ossis. Die westdeutschen Bürger haben die Wertschätzung für ihre Währung eigentlich erst im Laufe der neunziger Jahre entdeckt. Vorher war die D-Mark nicht Gegenstand emotionaler Zuneigung, sondern sie war selbstverständlich. Erst als man den Menschen erzählte, der Euro sei ein Teuro, fingen sie an, darüber nachzudenken. Von da an liebten manche plötzlich die D-Mark. Viele Hausfrauen haben geglaubt, jetzt wird alles teurer. Und es stimmt sogar, dass damals eine Reihe von Lebensmitteln teurer geworden sind. Insgesamt aber war die Inflationsrate im Euro-Raum in den zehn Jahren seit seiner Einführung niedriger als die Inflationsrate in Deutschland in den letzten zehn Jahren der D-Mark. Die Hausfrauen hatten unrecht. Tatsächlich haben Jean-Claude Trichet und die Europäische Zentralbank den Euro nach innen und nach außen stabiler gehalten als die Amerikaner ihren Dollar oder die Chinesen ihren Yuan.

ZEITmagazin: Sie wirken so gelassen – EU-Ländern droht jedoch der Bankrott, und ernst zu nehmende Ökonomen warnen vor einer Weltrezession!

Schmidt: Ja, es liegt nicht in meiner Natur, Angst zu haben.

ZEITmagazin: Glauben Sie, dass es zu einer Weltrezession kommt?

Schmidt: Nein. Ich halte eine Weltrezession für möglich, aber ich halte sie auch für abwendbar.

ZEITmagazin: Wie könnte sie abgewendet werden?

Schmidt: Zum Beispiel durch vernünftiges Handeln der Institutionen der Europäischen Union. Und durch eine Rückkehr der Republikanischen Partei der Vereinigten Staaten von Amerika zur ökonomischen Vernunft. Ich gehe davon aus, dass die Republikaner sich spätestens in zwei Jahren von ihrer gegenwärtigen Haltung abkehren werden. Und dann muss eine Weltrezession nicht eintreten.

Es könnte übrigens dann nicht nur zu einer Weltrezession kommen, sondern sogar zu einer Weltdepression, wenn etwa einige Regierungen größerer Staaten größere Dummheiten begehen würden. Dergleichen würde ich nicht völlig ausschließen.

ZEITmagazin: Das ist auch nichts, worauf man sich freuen könnte.

Schmidt: Das ist etwas, was man mit großer Besorgnis als entfernte Möglichkeit im Hinterkopf haben muss.

ZEITmagazin: Herr Schmidt, Sie haben mir einmal verraten, dass Sie einen ganz kleinen Teil Ihres Vermögens in Aktien angelegt haben. Haben Sie jetzt in der Krise verkauft?

Schmidt: Nein, ich habe mich noch nie darum gekümmert, was gekauft oder verkauft wurde.

ZEITmagazin: Sie vertrauen also Ihrer Bank?

Schmidt: Nur in Maßen. Aber ich vertraue dem Mann bei der Bank. Das ist ein wichtiger Unterschied!

 
Leser-Kommentare
  1. hatte sich mal als Journalist einen guten Namen gemacht.

    Lang, lang ist`s her ................

    Wenn man hier anfängt zu lesen, dann stimmt schon an dem 1. Absatz
    über dem Bild "kein Wort".

    Also braucht man die Fragen und Aussagen von GdL - erst gar nicht weiterzulesen, denn wenn schon nichts an dem 1. Absatz stimmt, weshalb sollte dann das folgende richtig sein.

    Wie wir heute in den Medien erfahren, weiten sich zB ie Proteste in den USA massiv aus. Es sind nicht mehr nur Demos an der Wall Street, nein, sie finden auch in Washington, in Kalifornien und anderen USA Bundesländern statt.

    Das ist deshalb von Bedeutung, weil sich ein erheblicher Teil der Bevölkerung Deutschlands und Europas immer noch nach den USA ausrichtet. So gesehen ist es ganz elementar wichtig, dass in
    den USA so massiv wie nur irgendmöglich protestiert wird.

    Die Zielrichtung der Proteste in den USA ist nachweislich eindeutig gegen die Diktatur des Kapitals gerichtet.

    Allerdings haben selbst zahlreiche und selbst gewaltbeinhaltende Demos in Europa bewiesen, dass sie nicht die gewünschten Erfolge gebracht haben.

    Nun aber ist über den weltweit bestehenden zeitgleichen Informationsgürtel erstmals erreichbar, dass zeitgleich viele Länder einen Generalstreik am gleichen Tag ausführen können.

    Da also Ländergeneralstreiks noch nicht die gewünschten Erfolge gebracht haben, wäre der Erfolg der demonstrierenden Völker deutlich größer, wenn alle zusammen an den gleichen Tagen Generalstreiks ausrufen würden.

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    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Mit freundlichen Grüßen.

    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Mit freundlichen Grüßen.

  2. „Auf den sogenannten Finanzmärkten tummeln sich intelligente, aber einäugige Idioten. Sie sind blind auf dem Auge, welches das Gemeinwohl im Blick haben sollte, und mit dem anderen Auge schielen sie auf ihre eigene Bonifikation.“

    Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts. Es wäre Aufgabe der Politiker dafür zu sorgen, dass das Gemeinwohl als Folge dieser Profite nicht zu kurz kommt!
    [...] Genau diese Art zu „denken“ ist es, die uns den ganzen Ärger ja eingebracht hat!

    Und selbstverständlich brauchen wir unter allen Umständen ERST eine sinnvolle Banken Regulierung BEVOR wir auch nur einen einzigen weiteren Euro in den Rachen des Finanzmarktes werfen.

    Alles andere ist Veruntreuung, und die ist ein Verbrechen und sonst gar nichts!

    „Dabei wissen die Vorstände der Banken oft gar nicht, was ihre Händler gerade machen.“
    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn

    25 Leser-Empfehlungen
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    • DrNI
    • 07.10.2011 um 8:52 Uhr

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts."

    Sehen Sie, genau das ist der Kern des Problems: Im Neoliberalismus fühlen sich viele Menschen nur noch dem Geld verpflichtet, sie haben es über jegliche Moral gestellt. Jeder einzelne sollte seine Handlungen auf Richtigkeit überprüfen, egal ob Maurer oder Bänker. In dem dann die Leute sagen, der Markt werde schon alles regeln, tun sie so, als hätten sie selbst gar keine Verantwortung daran, als sei das System allein Schuld, auch wenn sie ein Teil des Systems sind. Und sie tun obendrein auch oft noch so, als hätte das System ein Gewissen. Doch Geld hat kein Gewissen.

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts. "

    -----------

    Genau das - das genau - ist grundfalsch.
    Genau das ist der menschenverachtende Neoliberalismus.

    Es ist

    überhaupt nicht
    und zwar ganz und gar nicht

    die Aufgabe eines Unternehmens Gewinne zu maximieren.
    Das gilt heute - zumindest in Teilen der Wirtschaft -
    als wissenschaftlich anerkannt.

    Ein Unternehmen hat natürlich die Aufgabe, Gewinne zu erzielen.

    Es hat jedoch

    n i c h t

    die Aufgabe Gewinne zu maximieren.

    Ein Unternehmen hat gleichweritg eine gesellschaftspolitisch-soziale Aufgabe.

    Die Neoliberalen wollen das partout nicht einsehen.
    Aber sie werden es noch lernen müssen.

    Und genau dagegen - gegen die Diktatur des Kapitals -
    demonstrieren immer mehr Völker - sogar in den USA -
    in zunehmendem Maße.

    Die Neoliberalen können das freiwillig lernen
    oder sie werden es lernen müssen.

    „Dabei wissen die Vorstände der Banken oft gar nicht, was ihre Händler gerade machen.“
    Wieso kann man einen alten Mann, der solchen Unsinn von sich gibt, nicht in endlich Ruhe in seiner Ecke schlafen lassen.....

    Für meinen Teil bin ich froh, dass sich dieser alte Mann gelegentlich zu Wort meldet, denn er hat Recht. Hier ein Beispiel für die Richtigkeit seiner Aussage:

    http://www.nzz.ch/nachric...

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts," meint Mister Grey.
    Das stimmt natürlich in dem Maße, wie es die Aufgabe von Bankräubern ist, die Tresore der Bank zu leeren und sonst gar nichts.

    Vielleicht koennte ich Ihren Kommentar ernster nehmen, wenn er nicht durchweg auf Schmidts Alter anspielen wuerde. Wenn ich mit Ihnen nicht uebereinstimme, darf ich Sie dann auch als senil hinstellen?
    Und zu Ihren "Argumenten": Profitmaximierung ist doch etwas vielschichtiger, als Sie wahrhaben wollen. Nicht zuletzt in den Investmentbanken selbst gibt es immernoch Stimmen, die eine Rueckkehr zum Partnership Modell fordern - Zeiten, in denen Goldman "greedy, but long-term greedy" war. Die Risikoneigung und der Umgang mit Klienten unterscheidet sich zwischen Instituten und Eigentuemermodellen erheblich; insofern ist Schmidts Vorwurf verstaendlich.
    Und Ihr zweiter Kritikpunkt ist dermassen laecherlich... Selbstverstaendlich sind viele Vorstaende vom Tagesgeschaeft entfernt; das mag man beklagen und kann versuchen, es zu mindern, es aendert aber nichts an den Tatsachen.

    Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag

    • DrNI
    • 07.10.2011 um 8:52 Uhr

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts."

    Sehen Sie, genau das ist der Kern des Problems: Im Neoliberalismus fühlen sich viele Menschen nur noch dem Geld verpflichtet, sie haben es über jegliche Moral gestellt. Jeder einzelne sollte seine Handlungen auf Richtigkeit überprüfen, egal ob Maurer oder Bänker. In dem dann die Leute sagen, der Markt werde schon alles regeln, tun sie so, als hätten sie selbst gar keine Verantwortung daran, als sei das System allein Schuld, auch wenn sie ein Teil des Systems sind. Und sie tun obendrein auch oft noch so, als hätte das System ein Gewissen. Doch Geld hat kein Gewissen.

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts. "

    -----------

    Genau das - das genau - ist grundfalsch.
    Genau das ist der menschenverachtende Neoliberalismus.

    Es ist

    überhaupt nicht
    und zwar ganz und gar nicht

    die Aufgabe eines Unternehmens Gewinne zu maximieren.
    Das gilt heute - zumindest in Teilen der Wirtschaft -
    als wissenschaftlich anerkannt.

    Ein Unternehmen hat natürlich die Aufgabe, Gewinne zu erzielen.

    Es hat jedoch

    n i c h t

    die Aufgabe Gewinne zu maximieren.

    Ein Unternehmen hat gleichweritg eine gesellschaftspolitisch-soziale Aufgabe.

    Die Neoliberalen wollen das partout nicht einsehen.
    Aber sie werden es noch lernen müssen.

    Und genau dagegen - gegen die Diktatur des Kapitals -
    demonstrieren immer mehr Völker - sogar in den USA -
    in zunehmendem Maße.

    Die Neoliberalen können das freiwillig lernen
    oder sie werden es lernen müssen.

    „Dabei wissen die Vorstände der Banken oft gar nicht, was ihre Händler gerade machen.“
    Wieso kann man einen alten Mann, der solchen Unsinn von sich gibt, nicht in endlich Ruhe in seiner Ecke schlafen lassen.....

    Für meinen Teil bin ich froh, dass sich dieser alte Mann gelegentlich zu Wort meldet, denn er hat Recht. Hier ein Beispiel für die Richtigkeit seiner Aussage:

    http://www.nzz.ch/nachric...

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts," meint Mister Grey.
    Das stimmt natürlich in dem Maße, wie es die Aufgabe von Bankräubern ist, die Tresore der Bank zu leeren und sonst gar nichts.

    Vielleicht koennte ich Ihren Kommentar ernster nehmen, wenn er nicht durchweg auf Schmidts Alter anspielen wuerde. Wenn ich mit Ihnen nicht uebereinstimme, darf ich Sie dann auch als senil hinstellen?
    Und zu Ihren "Argumenten": Profitmaximierung ist doch etwas vielschichtiger, als Sie wahrhaben wollen. Nicht zuletzt in den Investmentbanken selbst gibt es immernoch Stimmen, die eine Rueckkehr zum Partnership Modell fordern - Zeiten, in denen Goldman "greedy, but long-term greedy" war. Die Risikoneigung und der Umgang mit Klienten unterscheidet sich zwischen Instituten und Eigentuemermodellen erheblich; insofern ist Schmidts Vorwurf verstaendlich.
    Und Ihr zweiter Kritikpunkt ist dermassen laecherlich... Selbstverstaendlich sind viele Vorstaende vom Tagesgeschaeft entfernt; das mag man beklagen und kann versuchen, es zu mindern, es aendert aber nichts an den Tatsachen.

    Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Anmerkungen zur Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag

  3. Endlich spricht ein (Ex-)Politiker aus, was Sache ist! Schmidt hat mehr Hirn als manche Regierungen zusammen und erkennt deutlich, wo der Hase im Pfeffer liegt: Die Finanzinstitutionen, die ohne Kontrolle und ausschlißlich zum eigenen Vorteil verantwortungslos agieren. Deshalb müssen sie an die Kandarre genommen werden - sogar die Amerikaner kommen schön langsam drauf! Nur gewisse Politiker und Spekulanten wehren sich und genau diese - wie auch Schmidt über die US-Republikaner sagt - werden umdenken müssen, bevor es zu spät ist.

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  4. Italien hat seinen Mezzogiorno nicht in 150 Jahren gesellschaftlich und wirtschaftlich in die Moderne zu führen vermocht. Aber Schmidt-Schnauze saniert Griechenland mit Fingerschnipsen und Marshallplan?

    Manager müssen es irgendwann einsehen, wenn die Übernahme einer Firma gescheitert ist (s. Daimler-Benz: AEG, Chrysler, Dornier ...).

    Unsere Politiker dagegen glauben, unlösbare Probleme mit flotten Sprüchen ausrrrrrradieren zu können. Warum wir uns das bieten lassen, erklärt uns ein (ehrlicher) Grieche (!), der Soziologe Michael Kelpanides (http://www.faz.net/aktuel...): "Der Korrekturmechanismus der Konkurrenzdemokratie in Deutschland [ist] gegenwärtig gestört"!

    Eindringlich und überzeugend begründet warnt Kelpanides Deutschland vor Rettungswahn: absoluter "Lesebefehl", Herr Hauptmann Helmut!

    Und was Schmidts Modernisierungsillusionen angeht:
    "Die griechische politische Klasse befindet sich gegenwärtig in einer ähnlichen Situation wie diejenige Italiens beim Ausbruch des als Tangentopoli bezeichneten Skandals in den neunziger Jahren. Aus der Kompromittierung der politischen Klasse Italiens folgte damals allerdings mitnichten eine politische und moralische Erneuerung, ..... Dasselbe wird, fürchte ich, auch für Griechenland gelten."

    [...]

    Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und verlinken Sie auf Blogs von Ihrer Profilseite. Danke, die Redaktion/mk

    12 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Deutschland vor Rettungswahn"

    Kelpanides ist nur ein weiterer Pseudo-Falke, wie all die anderen Möchtegern Starken Maxe, die in der FAZ so häufig zu Wort kommen.

    Wie's mit dem Super-Duper-Ordnungspolitikern in Wahrheit aussieht, haben wir doch in Amerika und weltweit nach der Lehman-Pleite, die selbst mehr Unfall als Absicht war, gesehen. Da hatten sie alle die Hosen gestrichen voll und haben den Banken vorne und hinten die Steuergelder reingestopft, bis die nicht mehr Papp sagen konnten.

    Die starken Maxe bei der FAZ sind dann am stärksten, wenn sie nicht in der Verantwortung stehen und sie wissen, dass ihre starken Worte außer dem frenetischen Beifall der im Pseudo-Falken-Geiste tief verbundenen FAZ-Leser keine Konsequenzen haben werden.

    Deutschland vor Rettungswahn"

    Kelpanides ist nur ein weiterer Pseudo-Falke, wie all die anderen Möchtegern Starken Maxe, die in der FAZ so häufig zu Wort kommen.

    Wie's mit dem Super-Duper-Ordnungspolitikern in Wahrheit aussieht, haben wir doch in Amerika und weltweit nach der Lehman-Pleite, die selbst mehr Unfall als Absicht war, gesehen. Da hatten sie alle die Hosen gestrichen voll und haben den Banken vorne und hinten die Steuergelder reingestopft, bis die nicht mehr Papp sagen konnten.

    Die starken Maxe bei der FAZ sind dann am stärksten, wenn sie nicht in der Verantwortung stehen und sie wissen, dass ihre starken Worte außer dem frenetischen Beifall der im Pseudo-Falken-Geiste tief verbundenen FAZ-Leser keine Konsequenzen haben werden.

  5. "Wenn man hier anfängt zu lesen, dann stimmt schon an dem 1. Absatz über dem Bild "kein Wort"."

    Mir ist beim Lesen eben dieses Absatzes die Spucke weggeblieben! Deutschland hat seine Profite durch Lohndumping gemacht, damit den eigenen Binnenmarkt geschädigt und die Konkurrenzfähigkeit anderer Länder zerstört!
    Herr GdL: Was ist daran so schwer zu verstehen, dass europaweit gerechnet, Exporte und Importe ein Nullsummen Spiel sein müssen? Wenn DE beim Export Milliarden Überschüsse erzielt, dann MÜSSEN andere logischerweise ebengrosse Verluste einfahren, oder?

    Aber nein! Da steht doch tatsächlich:
    "Weil einige EU-Länder schlecht gewirtschaftet haben, sollen die anderen Mitgliedsstaaten helfen. Die lassen ihre eigene Bevölkerung zahlen, für deren Wohlergehen sie eigentlich zu sorgen haben."

    Man muss unwillkürlich noch mal auf die URL schauen ob da tatsächlich "ZEIT" steht....

    13 Leser-Empfehlungen
  6. und Griechenland muss gerettet werden, sagt der Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

    Hier kann ihn jede/r unterstützen und dies den Regierenden mitteilen!

    Finanzmarktregulierung:
    http://www.campact.de/cam...

    Rettung Griechenland:
    http://www.avaaz.org/de/e...

  7. "Schmidt: Die bisherigen Ermahnungen, Ratschläge und herablassenden Belehrungen seitens anderer Mitglieder der Europäischen Union haben in Griechenland eine Depression ausgelöst. Ich scheue mich deshalb, den Griechen vorzuwerfen, dass sie nicht ganz so viel gespart haben, wie alle anderen fordern. Denn die Sparerei ist eine der Ursachen für die Depression. Sicher ist jedenfalls, dass die Griechen, egal, wie es jetzt weitergeht, vor einer Reihe bitterer Jahre stehen."

    ------------

    Noch deutlicher:

    In der Zeit der "Griechenland-Diskussion" fanden sich in vielen Medien absolut "volksverhetzende", erlogene Aussagen über Griechenland.

    Wohn das geführt hat, wird in den Öffentlich Rechtlichen Nachrichten nicht gezeigt.

    Aber schon N 24 hat anlässlich der Rösler Reise gezeigt, wie die Griechen in Teilen heute über Deutschland denken.

    Auf den Straßen Griechenlands, demonstrieren manche Griechen wieder die deutsche SS, unter welcher Griechenland massivst gelitten hat. Einige Griechen haben sich als Hitler verkleidet und "Hitler" tanzt dort mit Frau Merkel.

    Das mag aus unserer Sicht unangemessen sein, doch unsere eigene Bewertung ist nicht immer wichtig. In vielen Bereichen ist es nicht wichtig, wie wir uns selbst sehen, sondern auch wie andere uns sehen.

    Und wenn es Teile gibt, welche die Deutschen heute wieder als Nazis wahrnehmen, so wird es auch in anderen Völkern Teile geben, welche diesen Griechen folgen werden.

    Der Beitrag beschädigt das Image der Deutschen weiter.

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    Das meinen Sie doch nicht im Ernst?

    Es ist mir unverständlich, dass die Griechen sich selbst und auch andere sie als Opfer darstellen und die diffamieren, von denen sie Hilfe verlangen und fordern(!).

    Die Fehler der Griechen, die zur grotesken Staatsverschuldung geführt haben, lassen sich in 1500 Zeichen kaum darstellen.

    Der Fehler, der grundsätzlich von allen Europhilen begangen wird, ist, die kulturellen und mentalen Unterschiede der europäischen Völker völlig außer Acht zu lassen.

    Seit Bölls "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" sind nicht ganz 50 Jahre vergangen.

    Nach diesem Wimpernschlag sollen die Griechen die gleiche Mentalität wie die Finnen haben?

    Das wird hoffentlich(!!!) nie passieren.

    Sollen die Griechen also weiter nach ihrem Staats- und Steuerverständnis leben. Wir brauchen ihnen keine preußische Haushaltsdisziplin abzuverlangen.

    Sie können sehr gut und in Frieden mit ihrer Drachme leben. Oder einem "Greco".

    Das meinen Sie doch nicht im Ernst?

    Es ist mir unverständlich, dass die Griechen sich selbst und auch andere sie als Opfer darstellen und die diffamieren, von denen sie Hilfe verlangen und fordern(!).

    Die Fehler der Griechen, die zur grotesken Staatsverschuldung geführt haben, lassen sich in 1500 Zeichen kaum darstellen.

    Der Fehler, der grundsätzlich von allen Europhilen begangen wird, ist, die kulturellen und mentalen Unterschiede der europäischen Völker völlig außer Acht zu lassen.

    Seit Bölls "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral" sind nicht ganz 50 Jahre vergangen.

    Nach diesem Wimpernschlag sollen die Griechen die gleiche Mentalität wie die Finnen haben?

    Das wird hoffentlich(!!!) nie passieren.

    Sollen die Griechen also weiter nach ihrem Staats- und Steuerverständnis leben. Wir brauchen ihnen keine preußische Haushaltsdisziplin abzuverlangen.

    Sie können sehr gut und in Frieden mit ihrer Drachme leben. Oder einem "Greco".

    • DrNI
    • 07.10.2011 um 8:52 Uhr

    "Es ist die Aufgabe der Finanzleute die Profite ihrer Firmen zu maximieren, und sonst gar nichts."

    Sehen Sie, genau das ist der Kern des Problems: Im Neoliberalismus fühlen sich viele Menschen nur noch dem Geld verpflichtet, sie haben es über jegliche Moral gestellt. Jeder einzelne sollte seine Handlungen auf Richtigkeit überprüfen, egal ob Maurer oder Bänker. In dem dann die Leute sagen, der Markt werde schon alles regeln, tun sie so, als hätten sie selbst gar keine Verantwortung daran, als sei das System allein Schuld, auch wenn sie ein Teil des Systems sind. Und sie tun obendrein auch oft noch so, als hätte das System ein Gewissen. Doch Geld hat kein Gewissen.

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    Antwort auf "Absurd !"
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    DrNl schreibt: "Im Neoliberalismus fühlen sich viele Menschen nur noch dem Geld verpflichtet, sie haben es über jegliche Moral gestellt. Jeder einzelne sollte seine Handlungen auf Richtigkeit überprüfen, egal ob Maurer oder Bänker. In dem dann die Leute sagen, der Markt werde schon alles regeln, tun sie so, als hätten sie selbst gar keine Verantwortung daran, als sei das System allein Schuld, auch wenn sie ein Teil des Systems sind. Und sie tun obendrein auch oft noch so, als hätte das System ein Gewissen. Doch Geld hat kein Gewissen."

    Sie haben ja Recht: Banker sind Teil des Systems und tragen als Mitwirkende im System Mitverantwortung. Aber auch das Wahlvolk, das seine Regierung nur dann wiederwählt, wenn diese ihm durch Staatsverschuldung finanzierte Wohltaten gewählt, gehört zum System und trägt Mitverantwortung.

    DrNl schreibt: "Im Neoliberalismus fühlen sich viele Menschen nur noch dem Geld verpflichtet, sie haben es über jegliche Moral gestellt. Jeder einzelne sollte seine Handlungen auf Richtigkeit überprüfen, egal ob Maurer oder Bänker. In dem dann die Leute sagen, der Markt werde schon alles regeln, tun sie so, als hätten sie selbst gar keine Verantwortung daran, als sei das System allein Schuld, auch wenn sie ein Teil des Systems sind. Und sie tun obendrein auch oft noch so, als hätte das System ein Gewissen. Doch Geld hat kein Gewissen."

    Sie haben ja Recht: Banker sind Teil des Systems und tragen als Mitwirkende im System Mitverantwortung. Aber auch das Wahlvolk, das seine Regierung nur dann wiederwählt, wenn diese ihm durch Staatsverschuldung finanzierte Wohltaten gewählt, gehört zum System und trägt Mitverantwortung.

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