Nobelpreis in Physik Mehr, als das Auge sehen kann

Der Physiknobelpreis ehrt die Entdecker der "dunklen Energie" im Kosmos. Ihre Forschung zeigt: Über den größten Teil des Universums weiß die Wissenschaft so gut wie nichts.

Kann die Vergrößerung von Unwissen preiswürdig sein? Aber sicher! Der Physiknobelpreis dieses Jahres ist das beste Beispiel dafür. Denn wofür werden die drei Laureaten geehrt? Das Wort hat das Nobelkomitee: »Die Entdeckungen der Preisträger haben dazu beigetragen, uns ein Universum zu enthüllen, das der Wissenschaft zu einem großen Teil unbekannt ist.« Ein Tusch auf das Unbekannte! Dank Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Riess wissen wir nun: Über den größten Teil des Universums wissen wir so gut wie nichts. Seine Erforscher befinden sich damit in der Situation von biederen Küstenfischern, die plötzlich entdecken, dass vor ihnen ein Ozean unendlichen Ausmaßes liegt, dessen ferne Ufer sie nicht einmal erahnen.

Tatsächlich markiert die Arbeit der drei US-amerikanischen Astrophysiker eine Zäsur in der modernen Kosmologie. Ihnen verdanken wir die Erkenntnis, dass sich im All eine »dunkle Energie« verbirgt. Welcher Natur diese Energieform ist, darüber zerbrechen sich seit gut zehn Jahren die Wissenschaftler die Köpfe. Klar ist nur, dass von ihr nicht weniger als das Schicksal des Universums abhängt. Dehnt es sich bis in alle Ewigkeit aus? Zieht es sich eines Tages wieder zusammen? Oder sind gar noch andere Weltentwürfe denkbar? Mit dankenswerter Klarheit stellt das Nobelkomitee fest: »Alles ist möglich.«

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Dabei traten Perlmutter, Schmidt und Riess vor etwa zwanzig Jahren mit dem Ziel an, das bis dahin herrschende Bild vom Kosmos zu bestätigen, es nur noch in einigen Details zu verfeinern. Keiner von ihnen dachte daran, einen Umsturz anzuzetteln. Um zu verstehen, warum es anders kam, hilft es, kurz die wissenschaftliche Schöpfungsgeschichte zu rekapitulieren.

Das Universum verhält sich wie ein Autofahrer vor der Ampel

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts galt der Kosmos als unwandelbares, statisches Gebilde. Was Generationen vor ihnen gedacht hatten, stellten die Physiker lange nicht infrage. Auch Albert Einstein, der das Weltbild revolutionierte, ging selbstverständlich von einem unveränderlichen Kosmos aus. Als die Gleichungen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie 1917 wider Erwarten kein statisches, sondern ein expandierendes All beschrieben, »korrigierte« Einstein seine Formeln; er fügte einfach einen zusätzlichen Faktor ein, den er »kosmologische Konstante« nannte. Diese beschrieb zwar keine beobachtbare physikalische Größe, sondern war nur ein Rechentrick. Doch der sorgte mathematisch für Ruhe im All.

Die Nobelpreise

Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte:

Der Dynamit-Erfinder konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde.

Als "Wiedergutmachung" vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Verleihung und Dotierung

Die Preise werden seit 1901 vergeben.

Die Dotierung stieg von anfangs 150.800 Kronen auf heute 10 Millionen Kronen (rund 1 Million Euro).

Bis zu drei Menschen können sich einen wissenschaftlichen Preis teilen. Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen.

Höhepunkt ist stets die feierliche Verleihung der Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag von Nobel.

Preisregen

Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.

Seit 1980 vergibt die "Stiftung zur Auszeichnung richtiger Lebensführung" (Right Livelihood Award Foundation) die Right Livelihood Awards, die oft als Alternative Nobelpreise bezeichnet werden.

Die Preisträger für Physik und Chemie werden immer von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Medizin vom Karolinska-Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlich-Schwedischen Akademie der Künste ausgewählt.

Die Friedenspreisträger bestimmt ein Ausschuss des norwegischen Parlaments in Oslo.

Dummerweise wies der Astronom Edwin Hubble 1929 nach, dass es mit dieser Ruhe nicht weit her ist. Im Gegenteil, je weiter entfernt eine Galaxie von der Erde ist, desto schneller bewegt sie sich von uns fort – ein Effekt, der sich in einer Verschiebung des Lichtspektrums hin zu größeren, roten Wellenlängen zeigt (»Rotverschiebung«). Das All gleicht demnach einem riesigen, immer weiter aufgehenden Hefekuchen; und wie die darin befindlichen Rosinen treibt es auch die Galaxien im All immer weiter auseinander. Einstein nannte daraufhin die kosmologische Konstante seine »größte Eselei«. Er konnte damals nicht ahnen, dass sie fast ein Jahrhundert später wieder zu Ehren kommen sollte.

Zunächst aber gewöhnten sich die Astronomen an den Gedanken eines expandierenden Alls und entwarfen die Urknalltheorie: Demnach begann unser Universum vor knapp 14 Milliarden Jahren in einem Zustand unendlicher Dichte und Temperatur (Big Bang) und dehnt sich seitdem permanent aus. Strittig schien nur, wann der Anfangsschwung an sein Ende kommen würde. Schließlich ist der Kosmos voller Materie; schätzungsweise 100 Milliarden Galaxien tummeln sich im All und ziehen sich gegenseitig an. Diese gewaltige Schwerkraft, so lautete die Annahme, müsste den Schub des Urknalls irgendwann abbremsen. Nur wann?

Diese Frage wollte in den neunziger Jahren gleich zwei Astronomenteams beantworten; zum einen das von Saul Perlmutter geleitete Supernova Cosmology Project , zum anderen Brian SchmidtsHigh-Z-Supernova Search Team. Beide untersuchten die Ausdehnungsgeschwindigkeit anhand weit entfernter Sternexplosionen, sogenannter Supernovae Typ Ia. Diese sind die hellsten Leuchtquellen im Universum. Indem man ihre Leuchtkraft misst, kann man auf ihre Entfernung rückschließen. Und mithilfe der Rotverschiebung ihres Lichts lässt sich ihre Geschwindigkeit bestimmen.

Dabei erhält man auch einen Einblick in die Geschichte unseres Kosmos: Denn je weiter entfernt ein Stern ist, desto länger braucht sein Licht, bis es die Erde erreicht – desto älter ist also das Objekt. Auf diese Weise wollten Perlmutter und Schmidt herausfinden, ob die Expansionsgeschwindigkeit des Alls im Laufe der Zeit abnahm.

Ihre Daten jedoch legten das Gegenteil nahe: Supernovae jüngeren Datums bewegten sich viel schneller als erwartet, ja, die Expansion des Alls schien im Laufe der Zeit nicht ab-, sondern zuzunehmen – ganz so, als ob eine geheimnisvolle Kraft die Galaxien auseinandertriebe.

Als Perlmutter im Dezember 1997 diese Ergebnisse erstmals auf einer Tagung vorstellte, so erinnerte er sich später in einem Interview, sei als Erstes der berühmte Kosmologe Joel Primack aufgestanden und habe gesagt: »Bevor jetzt irgendjemand eine Frage stellt, möchte ich klarmachen, was das bedeutet: Das ist ein Schock.« Im Frühjahr 1998 kam dann die Bestätigung von Schmidt und Riess: Ihre Daten zeigten exakt dasselbe Muster.

Die Nobelpreise

Mit der Stiftung der Nobelpreise wollte der schwedische Forscher und Großindustrielle Alfred Nobel (1833-1896) einen Konflikt lösen, der sein Leben bestimmte:

Der Dynamit-Erfinder konnte nicht verwinden, dass seine Entdeckung für den Krieg genutzt wurde.

Als "Wiedergutmachung" vermachte er sein Vermögen einer Stiftung, aus deren Zinsen Preise für jene finanziert werden sollten, die "im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".

Verleihung und Dotierung

Die Preise werden seit 1901 vergeben.

Die Dotierung stieg von anfangs 150.800 Kronen auf heute 10 Millionen Kronen (rund 1 Million Euro).

Bis zu drei Menschen können sich einen wissenschaftlichen Preis teilen. Der Friedensnobelpreis wird auch an Organisationen verliehen.

Höhepunkt ist stets die feierliche Verleihung der Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag von Nobel.

Preisregen

Neben den eigentlichen Nobelpreisen wird seit 1969 eine Ehrung für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel verliehen. Sie wurde 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet.

Seit 1980 vergibt die "Stiftung zur Auszeichnung richtiger Lebensführung" (Right Livelihood Award Foundation) die Right Livelihood Awards, die oft als Alternative Nobelpreise bezeichnet werden.

Die Preisträger für Physik und Chemie werden immer von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften, die der Medizin vom Karolinska-Institut in Stockholm und die Literaturpreisträger von der Königlich-Schwedischen Akademie der Künste ausgewählt.

Die Friedenspreisträger bestimmt ein Ausschuss des norwegischen Parlaments in Oslo.

Adam Riess, der damals noch ein junger Forscher war, vermaß in den folgenden Jahren die Supernovae-Geschwindigkeiten immer genauer – mit noch irritierenderem Ergebnis: Demnach verlangsamte sich bis vor etwa 7,5 Milliarden Jahren tatsächlich die Expansion des Alls; danach gewann die Ausdehnung plötzlich wieder an Fahrt. »Das Universum verhält sich wie ein Autofahrer, der beim Zufahren auf eine rote Ampel abbremst und plötzlich aufs Gas tritt, wenn sie grün wird«, kommentierte Riess damals konsterniert.

Seither fragen sich die Kosmologen, welche beschleunigende Kraft denn da am Werke sei. Nach dem Faustschen Motto »Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein« fanden sie zumindest eine passende Bezeichnung: Der Astrophysiker Michael Turner nannte die mysteriöse Treibkraft »dunkle Energie«, in Anlehnung an die »dunkle Materie«, die schon länger in den astronomischen Gleichungen auftauchte.

Beides sind allerdings nur wissenschaftlich klingende Ausdrücke für »Nichts Genaues weiß man nicht«. Denn »dunkel« heißt zunächst einmal nur: unsichtbar, unbekannt. Sowohl die dunkle Materie als auch die Energie sind nicht direkt beobachtbar, sie offenbaren sich nur über ihre Wirkungen. Die Dunkelenergie spielt dabei in dem sich aufblähenden All die Rolle der kosmischen Hefe; die Dunkelmaterie ist der Teig, der alles zusammenhält. So lässt sich beispielsweise die Bildung der großräumigen Strukturen im All nur erklären, wenn man von großen Mengen unsichtbarer Materie ausgeht. »Die dunkle Materie und die dunkle Energie sind das Yin und Yang des Universums«, formulierte Michael Turner poetisch.

Am Unwissen änderte sich dadurch allerdings nichts. Berechnungen zeigen inzwischen, dass die dunkle Energie rund 70 Prozent der Energiedichte des Alls ausmacht; weitere 25 Prozent gehen auf das Konto der sogenannten dunklen Materie. Damit stehen die Astrophysiker vor dem kuriosen Phänomen, dass die uns bekannten chemischen Elemente nur etwa 5 Prozent des Universums ausmachen. Der größte Teil des Alls dagegen ist der Wissenschaft verborgen.

Nicht dass es an Erklärungen mangelte. Manche Physiker glauben zum Beispiel, dass Einstein mit seiner »Eselei« in genialer Vorwegnahme schon die Lösung skizzierte. Vielleicht beschreibt seine kosmologische Konstante just die geheimnisvolle Hefe im All. Die Quantenmechanik liefert mittlerweile sogar eine physikalische Erklärung dafür. Ihr zufolge lässt sich die kosmologische Konstante als »Vakuumenergie« deuten, die bei den quantenphysikalischen Energiefluktuationen entsteht. Einziger Schönheitsfehler: Die quantenmechanischen Berechnungen ergeben einen Wert, der rund 120 Zehnerpotenzen größer ist als jener, den die astronomischen Beobachtungen erfordern – die »schlechteste Vorhersage« in der Geschichte der Physik, witzeln Theoretiker.

Derzeit lässt sich kaum eine der kosmologischen Theorien beweisen

Doch es gibt auch alternative Vorschläge, etwa die Existenz eines noch unbekannten Kraftfelds namens Quintessenz (ein Begriff, der aus der Antike entlehnt ist und der eine fünfte Substanz neben den vier klassischen Elementen – Erde, Wasser, Feuer, Luft – beschrieb). Oder dass die beschleunigte Expansion unseres Kosmos darauf zurückzuführen sei, dass noch viele weitere Universen existieren und eines davon an unserem »zieht«. Oder dass sich die Lichtgeschwindigkeit im Laufe der Ausbreitung unseres Alls verändert – dann müssten die Supernovae-Daten völlig neu gedeutet werden. Leider lässt sich kaum eine dieser Theorien mit heutigen Hilfsmitteln beweisen.

Ihr Weg zur Medaille
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Ausgeschlossen scheint nur, dass die Messungen selbst fehlerhaft sind. Mit dem Nobelpreis für Perlmutter, Schmidt und Riess haben die drei den endgültigen Ritterschlag erhalten, der ihre Forschungsergebnisse (fast) unangreifbar macht. Dass der Kosmos damit eher rätselhafter wurde und unser modernes Weltbild weniger geschlossen ist als jemals zuvor, gehört zur Logik echter Forschung. Fortschritt verläuft eben längst nicht immer linear, und manchmal besteht der Erkenntniszuwachs gerade darin, mit scheinbaren Gewissheiten aufzuräumen und einen Zustand größerer Verwirrung herbeizuführen.

Häufig ist die Klage zu hören, angesichts der nüchternen Erklärungen der modernen Wissenschaft bleibe kein Platz für das Merkwürdige und Wunderbare. Da stiftet der diesjährige Physiknobelpreis ein wenig Trost. Schließlich hat die Forschung der drei Laureaten so viele Geheimnisse offenbart, dass der Fantasie ungeahnte neue Räume eröffnet wurden. In der Kosmologie jedenfalls sind die Erkenntnisgrenzen mittlerweile so weit hinausgeschoben, dass in der dunklen Weite des Alls alles denkbar scheint.

 
Leser-Kommentare
  1. Nach vielen falschen Berichterstattungen über die Forschungsthemen der Nobelpreisträger ist dies nun endlich mal ein fachlich richtiger und sehr interessant geschriebener Artikel.

    Der Hefekuchen Vergleich finde ich dagegen etwas unpassen. Die Ausdehnung kann man sich immer noch am besten mit einem Luftballon, welcher ausgeblasen wird, vorstellen.

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    Das Hefekuchenbild passt besser, da das Luftballon-Bild die Ausdehnung nur an der Oberfläche des Balons veranschaulicht. Tatsächlich expandiert der Raum auch im umfassten Bereich > wie in einem Hefekuchen, der sich aufbläht.

    Das Hefekuchenbild passt besser, da das Luftballon-Bild die Ausdehnung nur an der Oberfläche des Balons veranschaulicht. Tatsächlich expandiert der Raum auch im umfassten Bereich > wie in einem Hefekuchen, der sich aufbläht.

    • peto1
    • 05.10.2011 um 9:11 Uhr

    Es ist eine sehr Kompliziertes Bereich und sehr tief, aber ich fasse es mal ein einer Zeile in meiner Theorie Zusammen.

    " Wir sind mitten in einer Kollision mit einem anderem Universum."

    Als Beispiel dienen die Galaxien in ihrem Verwerfungen, man sehe sich die Kollidierenden Galaxien an, sie dehnen sich vor der Kollision aus, das Physikalische Gesetz der Ausdehnung scheint ein Universelles Physikalisches Gesetz zu sein. Es scheint als würden sich die Galaxien in diesem Prozess Ausdehnen warum sollte das nicht auf die Universen zu zutreffen.

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    vielleicht fliegen wir auch gerade nur knapp zwischen ein paar anderen Universen durch? Oder wie finden sie den: Die Raumzeit polt sich gelegentlich um, sie faltet sich gelegentlich neu. Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden, es war ein Durchgang der Blase, in der wir uns befinden, durch den dünnen Hals einer kosmischen Sanduhr. Die jetzige Expansion in alle Richtungen ist tatsächlich aus einer anderen Faltungstopologie betrachtet eine Bewegung auf den nächsten Durchgang hin eine Kontraktion. Noch schöner: Teile mehrerer Universen pendeln zwischeneinander hin und her. Wir sitzen in einer ganz kleinen Blase und erklären uns alle Messungen im Umkreis von 20 Milliarden Lichtjahren durch unser nettes Urknallmodell, einfach mal aus unseren aktuellen "lokalen" Beobachtungen locker bis zum Beginn der Zeit zurückgerechnet, während sich ständig Teile vieler Universen ein- und ausfalten und die Beschleunigungen und Charakteristika der Raumzeit sich eigentlich immerzu neu bestimmen.

    denn Theorie ist in der Wissenschaft ein "geschützter" Begriff. Eine Theorie ist ein Gedankengebäude, dass vorhersagen macht, die im Experiment überprüfbar sind. Deswegen ist die String-Theorie in ihrem jetztigen Stadium aucheine Hypothese.

    Zeigen Sie mir die Implikationen, die aus Ihrer Hypothese folgen und wo sie beobachtbar sind.

    Alles andere ist pure Spekulation, was natürlich am Anfang jedweder Erkenntnis steht, allerdings bitte unter dem richtigen Etikett.

    vielleicht fliegen wir auch gerade nur knapp zwischen ein paar anderen Universen durch? Oder wie finden sie den: Die Raumzeit polt sich gelegentlich um, sie faltet sich gelegentlich neu. Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden, es war ein Durchgang der Blase, in der wir uns befinden, durch den dünnen Hals einer kosmischen Sanduhr. Die jetzige Expansion in alle Richtungen ist tatsächlich aus einer anderen Faltungstopologie betrachtet eine Bewegung auf den nächsten Durchgang hin eine Kontraktion. Noch schöner: Teile mehrerer Universen pendeln zwischeneinander hin und her. Wir sitzen in einer ganz kleinen Blase und erklären uns alle Messungen im Umkreis von 20 Milliarden Lichtjahren durch unser nettes Urknallmodell, einfach mal aus unseren aktuellen "lokalen" Beobachtungen locker bis zum Beginn der Zeit zurückgerechnet, während sich ständig Teile vieler Universen ein- und ausfalten und die Beschleunigungen und Charakteristika der Raumzeit sich eigentlich immerzu neu bestimmen.

    denn Theorie ist in der Wissenschaft ein "geschützter" Begriff. Eine Theorie ist ein Gedankengebäude, dass vorhersagen macht, die im Experiment überprüfbar sind. Deswegen ist die String-Theorie in ihrem jetztigen Stadium aucheine Hypothese.

    Zeigen Sie mir die Implikationen, die aus Ihrer Hypothese folgen und wo sie beobachtbar sind.

    Alles andere ist pure Spekulation, was natürlich am Anfang jedweder Erkenntnis steht, allerdings bitte unter dem richtigen Etikett.

  2. vielleicht fliegen wir auch gerade nur knapp zwischen ein paar anderen Universen durch? Oder wie finden sie den: Die Raumzeit polt sich gelegentlich um, sie faltet sich gelegentlich neu. Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden, es war ein Durchgang der Blase, in der wir uns befinden, durch den dünnen Hals einer kosmischen Sanduhr. Die jetzige Expansion in alle Richtungen ist tatsächlich aus einer anderen Faltungstopologie betrachtet eine Bewegung auf den nächsten Durchgang hin eine Kontraktion. Noch schöner: Teile mehrerer Universen pendeln zwischeneinander hin und her. Wir sitzen in einer ganz kleinen Blase und erklären uns alle Messungen im Umkreis von 20 Milliarden Lichtjahren durch unser nettes Urknallmodell, einfach mal aus unseren aktuellen "lokalen" Beobachtungen locker bis zum Beginn der Zeit zurückgerechnet, während sich ständig Teile vieler Universen ein- und ausfalten und die Beschleunigungen und Charakteristika der Raumzeit sich eigentlich immerzu neu bestimmen.

    Antwort auf "Meine Theorie"
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    • peto1
    • 05.10.2011 um 9:39 Uhr

    Es ist möglich weil Unbekanntes Universum, wir wissen eigentlich nichts darüber. Aber man muss davon ausgehen das es so ist wie es ist auch wen es Unglaublich erscheint.

    "Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden"
    Das könnte sogar stimmen das gar kein Uhrknall statt gefunden hat, sondern auch eine Kollision mit einem anderem Universum war und wir nun das wieder durchmachen.

    ...hört sich realistisch an, weil es chaotische Nebeneinander-Vorgänge beinhaltet, wie sie auch sonst in unserem Alltag passieren. Schon in unserem Erfahrungsbereich können wir ja eine durchgängige Selbstähnlichkeit von Materieanordnungen beobachten. > Küstenlinien, Turbulenzen, Apfelmännchen etc...

    • peto1
    • 05.10.2011 um 9:39 Uhr

    Es ist möglich weil Unbekanntes Universum, wir wissen eigentlich nichts darüber. Aber man muss davon ausgehen das es so ist wie es ist auch wen es Unglaublich erscheint.

    "Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden"
    Das könnte sogar stimmen das gar kein Uhrknall statt gefunden hat, sondern auch eine Kollision mit einem anderem Universum war und wir nun das wieder durchmachen.

    ...hört sich realistisch an, weil es chaotische Nebeneinander-Vorgänge beinhaltet, wie sie auch sonst in unserem Alltag passieren. Schon in unserem Erfahrungsbereich können wir ja eine durchgängige Selbstähnlichkeit von Materieanordnungen beobachten. > Küstenlinien, Turbulenzen, Apfelmännchen etc...

    • peto1
    • 05.10.2011 um 9:39 Uhr

    Es ist möglich weil Unbekanntes Universum, wir wissen eigentlich nichts darüber. Aber man muss davon ausgehen das es so ist wie es ist auch wen es Unglaublich erscheint.

    "Der letzte Urknall hat gar nicht stattgefunden"
    Das könnte sogar stimmen das gar kein Uhrknall statt gefunden hat, sondern auch eine Kollision mit einem anderem Universum war und wir nun das wieder durchmachen.

    Antwort auf "Nicht schlecht, "
  3. Wir glühen vor Stolz für unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ohne Grund. Wir wissen nichts von den Vorgängen im Universum. Wir wissen nichts von den Vorgängen in unserer Tiefsee. Wir wissen nichts von den Vorgängen im Klima (siehe Wetterprognosen).Wir wissen nichts von den Vorgängen in unseren Körpern. Wir wissen nichts von den Vorgängen, die unsere Massengesellschaften bewegen.

    Unser gesamtes angehäuftes Wissen, das uns so stolz macht, ist nichts im Vergleich zu den Universen in und um uns, die wir noch nicht kennen. Bescheidenheit ist angesagt und mehr Auge für die Dimension unserer Ahnungslosigkeit. Es geht nicht um Herabwürdigung bisheriger Leistungen, nur um korrekte Einordnung. Eine ständig überzogene Würdigung des Erreichten ist pure Einbildung, Lobhudelei und weist auf einen beachtlichen Sehfehler. Falsche Wertung ist die Ursache für falsches Vorgehen. Überschwängliches Selbstlob ist eher kein Indiz für stringentes und sinnvolles Vorgehen, weder in der Wissenschaft noch sonst wo.

  4. Dass die Ausdehnung unseres Universums nicht konstant ist, sondern von Energien variiert wird, die die bekannten Energieformen um ein Mehrfaches übersteigen, stellt auch die Theorie vom Urknall in Frage: offenbar kann man eben nicht die derzeitige Bewegung einfach linear in die Vergangenheit extrapolieren. Wie sich das Universum vor ein paar Milliarden Jahren bewegt hat, können wir angesichts dieser neuen Daten ganz einfach nicht wissen. Selbst die Interpretation der spektralen Rotverschiebung als Fluchtbewegung muss hinterfragt werden: anstatt einer Bewegung der Objekte könnte auch eine raumzeitliche Variation der Lichtgeschwindigkeit die Rotverschiebung verursachen. Dass die Lichtgeschwindigkeit nicht die absolute, universale Konstante ist, für die sie bisher gehalten wurde, haben ja eben erst die Messungen an Neutrinos erwiesen.

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    Erwiesen ist erstmal goar nix. Eine Messung hat ein spektakuläres Ergebnis ergeben. Allerdings, die Relativitätstheorie ist die am besten experimentell untersuchte Theorie.
    Sie ist ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber "erwiesen" ist nicht, das es Teilchen schneller als Licht gibt. Erwiesen ist es erst dann, wenn es reproduzierbare und unabhägige Messungen gibt. Wissenschaft dauert lange. Und bietet selten Auflage.

    Erwiesen ist erstmal goar nix. Eine Messung hat ein spektakuläres Ergebnis ergeben. Allerdings, die Relativitätstheorie ist die am besten experimentell untersuchte Theorie.
    Sie ist ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber "erwiesen" ist nicht, das es Teilchen schneller als Licht gibt. Erwiesen ist es erst dann, wenn es reproduzierbare und unabhägige Messungen gibt. Wissenschaft dauert lange. Und bietet selten Auflage.

  5. für diesen sehr interessanten Artikel.

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  6. Das Auseinanderfliegen der Sterne hat seit Hubble einen recht einfachen Grund: Den Urknall.

    Die stetige Vergrößerung des Raumes dagegen wurde geschlossen aus der Beobachtung des "Mikrowellenhintergrundes". Es gibt logische Verknüpfungen unterschiedlicher Areale des Universums, welche zunächst nicht verständlich sind.

    Dazu gibt es logisch zwei Lösungen:

    1. Die Lichtgeschwindigkeit war zunächst hoch, ging dann aber stetig zurück
    2. Der Raum war zunächst sehr klein und hat sich dann ständig ausgedehnt, bis heute geht es so weiter (sog. "Inflation").

    Die Lösung 2 wurde sofort und ausschließlich als die richtige ausgewählt. Dabei hat sie die kompliziertesten Konsequenzen. Abgesehen von der Tatsache, dass sich "Raum" physikalisch überhaupt nicht messen lässt. "Raum" ist eher ein geistiges Konzept.

    Vielleicht merkt die offizielle Physik eines Tages doch, dass sie hier falsch gewählt hat. Dann würde die Kosmologie ziemlich einfach.

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    Wervolle heuristischen Fragen vom Herrn Albrecht Giese

    Weil wenn man sagt:

    "Ihre Daten jedoch legten das Gegenteil nahe: Supernovae jüngeren Datums bewegten sich viel schneller als erwartet, ja, die Expansion des Alls schien im Laufe der Zeit nicht ab-, sondern zuzunehmen – ganz so, als ob eine geheimnisvolle Kraft die Galaxien auseinandertriebe."

    darf man nie vergessen dass wir nur eine Abbildung des Prozesses einsehen dürfen die vor Millionen - Milliarden von Jahren geschehen ist. Was wir tatsächlich ist eine Information aus der weiten Vergangenheit. Wie sich die physikalischen Größen bei der Entstehung der Supernovae verändern ob die Supernovae-Geschwindigkeiten bzw die Informationsgeschwindigkeit unter diesen Umständen variabel ist, wird niemand mit 100% Sicherheit beantworten können.

    Was im Hefeteig- oder Ballonmodell leider immer wieder zu Verwirrung führt, scheint hier auch der Fall zu sein:
    Es wird sich der Urknall als Explosion vorgestellt. Das ist aber falsch. Es braucht schon noch eine Erklärung für die Galaxienflucht.

    Zur Variabilität der Lichtgeschwindigkeit: Zeigen Sie mir die entsprechenden Daten. Sie müssen zugeben: Alle anderen Interpretationen sind experimentell besser abgesichert. Es sei denn natürlich, dass das wissenschaftliche Establishment wichtige Daten zurückhält.

    Spekulieren kann und darf jeder. Allerdings, jede Spekulation muss mit Fakten untermauert werden, sonst ist es Science Fiction.

    Ich will es kurz fassen. Meine Vorstellung des Universums sieht so aus, dass das kleiste vom kleinsten, gleichzeizig das größte vom größten ist. Schwer Vorstellbar?
    Wenn man sich nach dieser Vorstellung unsere Existenz betrachtet, kann man herausschließen das alles aus einem besteht und das sich dadurch die Existenz vom Raum erklären lässt.Wie eine Matrix ist jedes Atom,Masse.. etc vom anderen Abhängug und durch diese Abhägigkeit bildet sich, ich sag es mal so: "pixel zu pixes" Die Vorstellung vom Raum und somit auch unsere Definition von Zeit.
    Zusätzlich muss ich dazu sagen, das die Geschwindigkeit, die wie wir warnehmen, nicht die gleiche ist, wie die eines Volumens in der wir (unser Universum,..) leben. Sprich Je kleiner etwas wird desto schneller bewegt sich die geschwindigkeit. Kleines Beispiel zu verstehen: von uns aus gesehn sieht ein Auto das 10km weit weg ist und mit 180km/h fährt aus, wie als würde es sich nur so langsam bewegen, wie eine Ameise. Damit will ich sagen das 1 Sekunde die wir als Mensch erleben, als kleinstet Kontinuum Jahrmilionen weiter existiert. Somit bildet jeder Mensch inherhalb seines Lebens sein eigens Unsiversum in seinen kleinsten Kontinuum.

    -kleine Gedankenstütze: Stelle man sich eine Kugel vor in der eine andere Kugel steckt und in der nochmal eine andere Kugel steckt usw. -> die kleinste Kugel ist jetzt aber gleichzeitig die Größe sprich die erste.
    -Das Unsiversum wird immer größer

    Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :)

    Wervolle heuristischen Fragen vom Herrn Albrecht Giese

    Weil wenn man sagt:

    "Ihre Daten jedoch legten das Gegenteil nahe: Supernovae jüngeren Datums bewegten sich viel schneller als erwartet, ja, die Expansion des Alls schien im Laufe der Zeit nicht ab-, sondern zuzunehmen – ganz so, als ob eine geheimnisvolle Kraft die Galaxien auseinandertriebe."

    darf man nie vergessen dass wir nur eine Abbildung des Prozesses einsehen dürfen die vor Millionen - Milliarden von Jahren geschehen ist. Was wir tatsächlich ist eine Information aus der weiten Vergangenheit. Wie sich die physikalischen Größen bei der Entstehung der Supernovae verändern ob die Supernovae-Geschwindigkeiten bzw die Informationsgeschwindigkeit unter diesen Umständen variabel ist, wird niemand mit 100% Sicherheit beantworten können.

    Was im Hefeteig- oder Ballonmodell leider immer wieder zu Verwirrung führt, scheint hier auch der Fall zu sein:
    Es wird sich der Urknall als Explosion vorgestellt. Das ist aber falsch. Es braucht schon noch eine Erklärung für die Galaxienflucht.

    Zur Variabilität der Lichtgeschwindigkeit: Zeigen Sie mir die entsprechenden Daten. Sie müssen zugeben: Alle anderen Interpretationen sind experimentell besser abgesichert. Es sei denn natürlich, dass das wissenschaftliche Establishment wichtige Daten zurückhält.

    Spekulieren kann und darf jeder. Allerdings, jede Spekulation muss mit Fakten untermauert werden, sonst ist es Science Fiction.

    Ich will es kurz fassen. Meine Vorstellung des Universums sieht so aus, dass das kleiste vom kleinsten, gleichzeizig das größte vom größten ist. Schwer Vorstellbar?
    Wenn man sich nach dieser Vorstellung unsere Existenz betrachtet, kann man herausschließen das alles aus einem besteht und das sich dadurch die Existenz vom Raum erklären lässt.Wie eine Matrix ist jedes Atom,Masse.. etc vom anderen Abhängug und durch diese Abhägigkeit bildet sich, ich sag es mal so: "pixel zu pixes" Die Vorstellung vom Raum und somit auch unsere Definition von Zeit.
    Zusätzlich muss ich dazu sagen, das die Geschwindigkeit, die wie wir warnehmen, nicht die gleiche ist, wie die eines Volumens in der wir (unser Universum,..) leben. Sprich Je kleiner etwas wird desto schneller bewegt sich die geschwindigkeit. Kleines Beispiel zu verstehen: von uns aus gesehn sieht ein Auto das 10km weit weg ist und mit 180km/h fährt aus, wie als würde es sich nur so langsam bewegen, wie eine Ameise. Damit will ich sagen das 1 Sekunde die wir als Mensch erleben, als kleinstet Kontinuum Jahrmilionen weiter existiert. Somit bildet jeder Mensch inherhalb seines Lebens sein eigens Unsiversum in seinen kleinsten Kontinuum.

    -kleine Gedankenstütze: Stelle man sich eine Kugel vor in der eine andere Kugel steckt und in der nochmal eine andere Kugel steckt usw. -> die kleinste Kugel ist jetzt aber gleichzeitig die Größe sprich die erste.
    -Das Unsiversum wird immer größer

    Rechtschreibfehler dürft ihr behalten :)

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