Visionäre Genial!

Große Geister fallen nicht vom Himmel. Sieben Zutaten sind nötig, um Weltveränderer zu werden.

Nur selten merkt die Menschheit sofort, wie sehr ein einzelner Mensch sie geprägt hat. So wie beim Tod von Steve Jobs. Da trauerten sie von Tübingen bis Toronto, und wenn es gilt, den Toten zu würdigen, ist schnell die Erklärung zur Hand: Er war ein Genie. Aber was ist das, ein Genie?

Der Streit tobt seit Jahrhunderten. Ist es Natur oder Kultur, göttlicher Funke oder menschliche Größe? Platon und Goethe glaubten an angeborene Gottesgaben, Seneca und Nietzsche an – manchmal tragische – menschliche Größe. Wenn wir bei Genie zuallererst an Galilei oder da Vinci, an Newton, Einstein oder Marie Curie denken, dann mag das zeigen, wie die Bewunderung die Zeiten überdauert. Klüger macht uns der Genie-Kult um die längst Verstorbenen indes nicht. Für die heutige Wissenschaft, für Hirnforscher und Psychologen, Historiker und Soziologen ist das geborene Genie nur noch romantische Verklärung. Ihre Studien zeigen: Menschen, die wir als genial betrachten, haben manches mitgebracht, als sie zur Welt kamen. Intelligenz etwa, oder Temperament. Vieles andere mussten sie sich erkämpfen.

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Die Analyse gibt Aufschluss darüber, welche Faktoren Menschen zu Genies werden ließen. Bildung, Kreativität, Inspiration, Intuition, Unabhängigkeit, Beharrlichkeit und Glück sind sieben wesentliche Zutaten für jene, die sich anschicken, die Welt zu verändern – und sie sind allesamt eher irdischer Natur.

Bildung: Der Erfinder Thomas Alva Edison ist das siebte Kind von Samuel Ogden Edison. Der Vater lebt von häufig wechselnden Jobs, Thomas besucht nur wenige Monate lang eine Schule. Aber er wächst – von der Mutter unterrichtet – in einem intellektuell inspirierenden Elternhaus auf. Auch der Jahrhunderttüftler Robert Bosch stammt aus einer großen Familie. Er wird als elftes von zwölf Kindern eines Gastwirts geboren. Sein Vater legt großen Wert auf die Ausbildung der Kinder. So kommt es, dass einer der einflussreichsten Techniker Deutschlands die Realschule und eine Lehre absolviert, jedoch kein Studium. Offenbar kommt es auf kluge Neugierde an, nicht auf akademische Titel.

Visionäre unserer Zeit

Die ZEIT stellt neun Menschen vor, die die Welt verändert haben:

  1. Ikea-Gründer Ingvar Kamprad
  2. Erfinder der Anti-Baby-Pille Carl Djerassi
  3. Starkoch Jamie Oliver
  4. Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht
  5. Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling
  6. Apple-Gründer SteveJobs
  7. Designerin Miuccia Prada
  8. Starbucks-Chef Howard Schultz
  9. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Kreativität: Schon Platon diagnostizierte eine Art »göttliche Verrücktheit«, auch Seneca ahnte: Es gibt kein Genie ohne eine Beimischung von Wahnsinn. Heute bestätigen Wissenschaftler, dass die Gehirne kreativer Menschen anders ticken als die anderer, offener, assoziativer. Manche zahlen für ihre Begabung das, was der amerikanische Psychiater Arnold M. Ludwig den »Preis der Größe« nennt. So finden sich Psychosen und Neurosen bei Künstlern und Schriftstellern weitaus häufiger als in der Durchschnittsbevölkerung. Der große Mathematiker John Nash wird beispielsweise schizophren. Sein Kollege Richard Borcherds, ausgezeichnet mit der Fields-Medaille und damit so etwas wie ein Mathematiknobelpreisträger, leidet am Aspergersyndrom. Im Gehirn von Genies herrscht nachweislich mehr Chaos als anderswo, oft ist es produktiv, manchmal zerstörerisch.

Inspiration: Die wenigsten großen Erfindungen kommen aus dem Nichts. Sie bauen auf den Ideen anderer auf, so als würden sie »auf den Schultern von Giganten stehen« (wie Bernhard von Chartres es im 12. Jahrhundert schrieb und später der berühmte Isaac Newton sagte). Oft sind es kleine Schritte, die sich dann aber als entscheidend herausstellen: Alfred Krupp entwickelt einen nahtlosen Radreifen für Eisenbahnen. Werner von Siemens treibt mit seinen Telegrafen die Kommunikationstechnik voran. Schon vor Krupp gab es Radreifen und vor Siemens den Telegrafen. Aber sie hatten mit dem richtigen Vorwissen jene Ideen, die der Technik zum Erfolg im Alltag verhalfen.

Intuition: Viele erfolgreiche Neuerer berufen sich auf ihr Bauchgefühl. Selbst der strenge Wissenschaftsphilosoph Karl Popper vermutete hinter großen Entdeckungen eine Art »schöpferische Intuition«, ein »irrationales Moment«. Was Psychologen und Hirnforscher heute aufdecken, bestätigt seinen Verdacht: Der Mensch weiß viel mehr, als er denkt. Die Informationen sind in seinem Gehirn gespeichert, aber dem Bewusstsein nicht zugänglich. Wer sie freilegen kann, vermag scheinbar Wunderbares zu vollbringen. »Genie ist nicht das Unerreichbare, das Göttliche«, sagt die Psychoanalytikerin und Schriftstellerin Julia Kristeva, »es ist vielmehr die Fähigkeit, sich selbst zu überschreiten.«

Unabhängigkeit: Es klingt nicht unbedingt charmant. Als »dominant, arrogant, feindselig und von sich selbst überzeugt« charakterisiert der amerikanische Psychologe Gregory Feist den typischen Querdenker. »Sie wussten schon als Kinder, dass Lehrer sich irren können«, staunt die Psychologin Carlan Nemeth, die drei Jahre lang Nobelpreisträger für Physik und Chemie beobachtete und interviewte. Poetischer hat der Dramatiker George Bernard Shaw die Voraussetzung für einen wirklich freien Geist auf den Punkt gebracht: »Am Beginn jeder großen Wahrheit steht immer eine Gotteslästerung.« Und den Mut muss man erst einmal haben.

Beharrlichkeit: Das Geheimnis hinter dem Können vieler Wunderkinder und dem Wissen so manches Experten? Die Botschaft wird heranwachsenden Möchtegern-Genies nicht gefallen: üben, üben, üben. Der Autor Malcolm Gladwell hat für sein Buch Überflieger Biografien großer Unternehmer und Erfinder auf die Geheimnisse ihres Erfolgs abgeklopft. Eine seiner Schlussfolgerungen war die »10.000-Stunden-Regel«. Denn so lange müsse man etwas lernen, proben, tun, um zum Experten zu werden. »Genie ist nur ein Prozent Inspiration, 99 Prozent Transpiration«, wird Erfinder Edison zitiert – ein wenig Eingebung, viel Schweiß.

Glück: Zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, das ist nicht nur für Genies eine entscheidende biografische Zutat – gilt für sie aber besonders. »Die historische Situation muss den Perspektivwechsel zulassen«, sagt der Wissenschaftshistoriker Jürgen Renn. »Hätte Einstein seine Relativitätstheorie 50 Jahre früher aufgestellt, er wäre im Irrenhaus gelandet.« Renn unterscheidet deshalb zwischen den viel zu Frühen, den Visionären und den Ruhmreichen. Nur wer in die dritte Kategorie fällt, für dessen Querdenken ist die Welt auch reif. Eric Schmidt (Google), Bill Gates (Microsoft) und Steve Jobs (Apple) kamen alle im Jahr 1955 auf die Welt. Sie waren genau im richtigen Alter, als im Januar 1975 mit dem Altair 8.800 der erste bezahlbare Microcomputer auf den Markt kam. 397 Dollar kostete der Bausatz. Die drei waren, wie Malcolm Gladwell schreibt, »alt genug, um Teil der bevorstehenden Revolution zu werden, aber nicht zu alt, um sie zu verpassen«.

So können die Recherchen der Biografen, die Erkenntnisse der Hirnforscher und die Daten der Soziologen Stück für Stück erklären, wie jemand zum Genie werden konnte. Für Vorhersagen, gar für eine geplante Produktion von Genies haben sie sich jedoch bislang als untauglich erwiesen. Schon gar nicht können sie die Faszination des Genialen profanisieren.

Denn Wissen und Fleiß, Eigensinn und Fantasie, sie reichen nicht aus, um die sozialen Innovationen eines Robert Bosch zu erklären (»Lieber Geld verlieren als Vertrauen«) oder die weltweite Trauer um Steve Jobs. Ihr Charisma erschöpft sich nicht darin, besser als andere gewesen zu sein. Mag sich das Puzzle ihres Lebens auch rekonstruieren lassen, so bleibt dennoch eine letzte, rätselhafte Lücke.

Wir lieben an Genies, dass sie menschlich und übermenschlich zugleich erscheinen. Diese Zuneigung ist Teil ihres Erfolgs. Und wenn sie schon nicht göttlich inspiriert sind, so wenigstens zum Trost ein kleiner Gott-Ersatz. Wie wurde Steve Jobs genannt? Der iGod!

Warum nicht...?

Nach welchen Gesichtspunkten soll man repräsentative Genies auswählen? Eher Galileo als Kopernikus, die berühmte Marie Curie oder die still wirkmächtige Ada Lovelace auf die Liste setzen? Da Vinci oder Mozart? Was ist mit den alten Griechen? Jede Kür bleibt willkürlich – zumal der Geniegedanke sich stetig ändert.

Wir haben uns auf Zeitgenossen beschränkt und auf die Suche nach den »Genies des Alltags« begeben – nach solchen Menschen also, deren Ideen, Vorbilder oder Erfindungen sich ganz konkret auf unser Leben auswirken.

So wie die Spülmaschine, das GPS oder das Elektroauto. Bloß haben solche brillanten Ideen fast immer viele Mütter und Väter. Einen als Genie herauszupicken wäre ein Affront.

Selbst herausragende Einzelne erschienen uns zahlreich: Bill Gates,Alice Schwarzer, Michail Gorbatschow, Julian Assange, Miles Davis oder Madonna? Am Ende haben wir viele Namen zwangsläufig streichen müssen, es bleiben die neun Köpfe übrig. Jeder ist zweifellos ein Genie, aber die Liste ist gnadenlos subjektiv.

Die ZEIT stellt neun der größten Weltveränderer unserer Zeit vor. Teil 1: Ingvar Kamprad – der Gründer des schwedischen Möbelhauses Ikea.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Der Beitrag strotzt vor Klugheit, Klischees und Trivialitäten.

    Kunterbunte unsinnige Faustregeln und Theorien, wie diejenige, der Mensch wisse viel mehr als er denkt und müsse nur sein Unbewusstes freilegen, um "Wunderbares zu vollbringen", sind schlicht Nonsens. Die unausgesprochene These im Hintergrund, wir nutzten nur einen geringen Prozentsatz der Leistungsfähigkeit unseres Gehirns ist unsinnig und die Gehirne sind verschieden. Denker zeichnen sich fast nie dadurch aus, aus ihrem Unterbewusstsein zu schöpfen, nein Sie zeichnen sich aus durch die Leistungsfähigkeit ihres Denkens (das hat zuerst auch organische Ursachen) und durch Übung und nicht nachlassende Freude am Neuen, auch an Visionen.

    Der Wahnsinn als Zutat ist verklärt. Wenn die Verrücktheit nur bezeichnet, dass einer Ideen ausheckt, die bis dato nicht gedacht wurden oder werden durften oder utopisch schienen, so sind diese Ideen vielleicht aus Sicht anderer verrückt, aber eben nur aus diesem Grund. Aus der Sicht des Denkers stellen sich diese Ideen aber geradezu als vernünftig dar. Und um den Sprung deutlich zu machen:
    Das Denken bedeutet noch lange nicht, dass der Denker dem diese Ideen entstammen, verrückt ist, nein, das ist ja eine medizinisch-psychische Kategorie und das ist etwas ganz anderes, als "Verrückte Ideen" zu haben. Hier täte eine Klarstellung gut, die klarmacht was gemeint ist. Beides zu vermengen macht keinen Sinn und gibt es eben nur in solchen Beiträgen, die von Pseudowissen durchsetzt sind.

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    ich hatte nirgends im Artikel gelesen, dass man "bloß sein Unterbewusstsein freilegen müsse", so wie man z.B. eine Gardine beiseite schiebt, um zu genialen Ideen zu kommen. Auch ihre anderen sehr kritischen Interpretationen des Textes kann ich nicht teilen. Ich finde den Artikel relativ interessant, weil er verschiedenen Seiten anreißt, die zum Nachdenken anregen. Eine ausführlichste Darstellung einen Genietums war wahrscheinlich garnicht beabsichtigt und kann ja hier auf die Schnelle garnicht geleistet werden, dazu müssen es dann schon dicke Wälzer sein (ob die die Sache erfassen ist aber auch nicht sicher). Dass Sie am Schluss noch die Pseudowissenkeule herausholen, zeigt mir, dass Sie betonen wollen, dass Sie der eigentlich Wissende sind. Irgendwie zieht es einem da schon am Morgen die Schuhe aus, beim Lesen Ihrer dunklen "Kritik". Trotzdem einen guten Tag !

    Hinzufügend noch, eine gewisse kindliche Naivität gepaart mit dauerhaftem überprüfen seines Gedankenkonstruktes.

    ich hatte nirgends im Artikel gelesen, dass man "bloß sein Unterbewusstsein freilegen müsse", so wie man z.B. eine Gardine beiseite schiebt, um zu genialen Ideen zu kommen. Auch ihre anderen sehr kritischen Interpretationen des Textes kann ich nicht teilen. Ich finde den Artikel relativ interessant, weil er verschiedenen Seiten anreißt, die zum Nachdenken anregen. Eine ausführlichste Darstellung einen Genietums war wahrscheinlich garnicht beabsichtigt und kann ja hier auf die Schnelle garnicht geleistet werden, dazu müssen es dann schon dicke Wälzer sein (ob die die Sache erfassen ist aber auch nicht sicher). Dass Sie am Schluss noch die Pseudowissenkeule herausholen, zeigt mir, dass Sie betonen wollen, dass Sie der eigentlich Wissende sind. Irgendwie zieht es einem da schon am Morgen die Schuhe aus, beim Lesen Ihrer dunklen "Kritik". Trotzdem einen guten Tag !

    Hinzufügend noch, eine gewisse kindliche Naivität gepaart mit dauerhaftem überprüfen seines Gedankenkonstruktes.

  2. 'Seid tollkühn' forderte Steve in seiner Rede vor den Studenten. Was heißt das konkret und in einen Systemzusammenhang eingefügt? Es ist eine Ableitung des evolutionären Erfolgs-/Handlungsprinzip: Das subjektiv als richtig Erkannte im Maximum tun. Wer es befolgt, dem kommt die Wirklichkeit in der konkreten Gestalt der Evolutionsprozess-Stufe entgegen. Dies ist in den Naturwissenschaften und in der Technik ein selbstverständlich mitgedachte Strategieerkenntnis. Bei gesellschaftlich-wirtschaftlich-politischem Innovationsthemen wird 'Genialität' zur Mutfrage. Erst wenn gesellschaftlicher Machtgruppen- und Interessenwiderstand auftauchen und die eigene Existenz auf dem Spiel steht, muß man den Mut-zum-Erfolg haben, um dann aus dem Kampf als 'Genie' hervorgehen zu können. Das, was man bei diesem Dauermacht-Kampf lernt, führt zu den genialen Erkenntnissen, auf die die Menschheit evtl. schon lange wartet. Das möchte ich aus eigner Erfahrung ergänzen.

    • mtume7
    • 14.10.2011 um 9:08 Uhr

    ... Steve Jobs musste da natürlich erwähnt werden. Ich vermute, der ganze Beitrag ist lediglich Mittel zu Zwecke der weiteren Glorifizierung von Mr. Apple. Man will den Leuten Glauben machen, dass Herr Jobs auf einer Stufe mit Einstein, Newton usw. stehe und der Menscheit grosses gebracht habe.

    »Genie ist nicht das Unerreichbare, das Göttliche«, sagt die Psychoanalytikerin und Schriftstellerin Julia Kristeva, »es ist vielmehr die Fähigkeit, sich selbst zu überschreiten.«

    Wie wahr. Nur sollte man unterscheiden können, ob man im Begriff ist sich selbst zu überschreiten oder bloss die Grenzen des Guten Geschmacks.

  3. ich hatte nirgends im Artikel gelesen, dass man "bloß sein Unterbewusstsein freilegen müsse", so wie man z.B. eine Gardine beiseite schiebt, um zu genialen Ideen zu kommen. Auch ihre anderen sehr kritischen Interpretationen des Textes kann ich nicht teilen. Ich finde den Artikel relativ interessant, weil er verschiedenen Seiten anreißt, die zum Nachdenken anregen. Eine ausführlichste Darstellung einen Genietums war wahrscheinlich garnicht beabsichtigt und kann ja hier auf die Schnelle garnicht geleistet werden, dazu müssen es dann schon dicke Wälzer sein (ob die die Sache erfassen ist aber auch nicht sicher). Dass Sie am Schluss noch die Pseudowissenkeule herausholen, zeigt mir, dass Sie betonen wollen, dass Sie der eigentlich Wissende sind. Irgendwie zieht es einem da schon am Morgen die Schuhe aus, beim Lesen Ihrer dunklen "Kritik". Trotzdem einen guten Tag !

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Licht und Schatten"
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    Vielleicht haben Sie Recht. In meinem Verständnis gibt es oftmals auch Ansichten, die nur unterschwellig oder im Hintergrund bei Argumentationen mitschwingen. Und in diesem Text, so frae ich Sie, was wohl hiermit gemeint ist:

    "Die Informationen sind in seinem Gehirn gespeichert, aber dem Bewusstsein nicht zugänglich. Wer sie freilegen kann, vermag scheinbar Wunderbares zu vollbringen."

    Das ist eine Umschreibung von Unter- (oder richtiger Un-) bewußtsein. Oder liege ich hier falsch? Und die These ist eine weniger deutliche Version derjenigen, dass wir in unseren Hirnen noch sehr viel unentdecktes oder nicht genutztes Potential haben. Und diese These ist nun einmal nichts weiter als Träumerei, aber ich verstehe schon die Grundlage für deren Popularität. Die Basis ist nämlich, dass die Menschen, ja eigentlich alle, sich einreden und einbilden können, auch in Ihnen stecken große Fähigkeiten, ja vielleicht bleibt ja nur der Grad der Nutzung in ihrem Falle hinter dem von großen Denkern zurück, aber sie hätten ja auch ungeheure Geisteskräfte, wenn Sie die nur erschlössen.

    Ja und das ist nicht richtig, der Platz das auszuführen reicht hier nicht aus und das können auch andere besser, suchen Sie nur. Mit der These verhält es sich im Übrigen ähnlich wie mit der Intelligenz, wo jeder sagen kann, es gebe nicht die eine sondern verschiedene, so dass man trotzdem intelligent sein kann auch wenn der Test durchschnittlich endet. Aber fast jeder hält sich für intelligent und das gibt Trost

    Vielleicht haben Sie Recht. In meinem Verständnis gibt es oftmals auch Ansichten, die nur unterschwellig oder im Hintergrund bei Argumentationen mitschwingen. Und in diesem Text, so frae ich Sie, was wohl hiermit gemeint ist:

    "Die Informationen sind in seinem Gehirn gespeichert, aber dem Bewusstsein nicht zugänglich. Wer sie freilegen kann, vermag scheinbar Wunderbares zu vollbringen."

    Das ist eine Umschreibung von Unter- (oder richtiger Un-) bewußtsein. Oder liege ich hier falsch? Und die These ist eine weniger deutliche Version derjenigen, dass wir in unseren Hirnen noch sehr viel unentdecktes oder nicht genutztes Potential haben. Und diese These ist nun einmal nichts weiter als Träumerei, aber ich verstehe schon die Grundlage für deren Popularität. Die Basis ist nämlich, dass die Menschen, ja eigentlich alle, sich einreden und einbilden können, auch in Ihnen stecken große Fähigkeiten, ja vielleicht bleibt ja nur der Grad der Nutzung in ihrem Falle hinter dem von großen Denkern zurück, aber sie hätten ja auch ungeheure Geisteskräfte, wenn Sie die nur erschlössen.

    Ja und das ist nicht richtig, der Platz das auszuführen reicht hier nicht aus und das können auch andere besser, suchen Sie nur. Mit der These verhält es sich im Übrigen ähnlich wie mit der Intelligenz, wo jeder sagen kann, es gebe nicht die eine sondern verschiedene, so dass man trotzdem intelligent sein kann auch wenn der Test durchschnittlich endet. Aber fast jeder hält sich für intelligent und das gibt Trost

  4. Hinzufügend noch, eine gewisse kindliche Naivität gepaart mit dauerhaftem überprüfen seines Gedankenkonstruktes.

    Antwort auf "Licht und Schatten"
  5. zu erkennen, dass es sich um keine Genies handelt.

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    und wer es nicht erkennt, ist einfach nur zu dumm ;-)

    und wer es nicht erkennt, ist einfach nur zu dumm ;-)

    • tchonk
    • 14.10.2011 um 10:25 Uhr

    "Zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, das ist nicht nur für Genies eine entscheidende biografische Zutat – gilt für sie aber besonders."
    Exakt! Dinge entstehen nur, wenn die Zeit für sie reif ist.

    Eine Leser-Empfehlung
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    .. kann nur aus einem Evolutionsprozess-Modell abgeleitet werden. Das habe ich oben dargestellt. Man kommt mit dem Handlungspronzip 'subjektiven Maximalismus' sowohl zum richtigen Ort, sondern auch mit dem richtigen Thema/Problemlösung zum richtigen Zeitpunkt, d.h. wenn die 'Zeit reif ist', in ein erwartbares KAIROS-Szenario für deren machtpolitische Durchsetzung ...

    Ohne Erkenntnis der evolutionsprozess-eigenen Durchsetzungs- und Akzelerations-Theorie fällt es sehr schwer, den 'subjektive Maximalismus' durchzuhalten.

    .. kann nur aus einem Evolutionsprozess-Modell abgeleitet werden. Das habe ich oben dargestellt. Man kommt mit dem Handlungspronzip 'subjektiven Maximalismus' sowohl zum richtigen Ort, sondern auch mit dem richtigen Thema/Problemlösung zum richtigen Zeitpunkt, d.h. wenn die 'Zeit reif ist', in ein erwartbares KAIROS-Szenario für deren machtpolitische Durchsetzung ...

    Ohne Erkenntnis der evolutionsprozess-eigenen Durchsetzungs- und Akzelerations-Theorie fällt es sehr schwer, den 'subjektive Maximalismus' durchzuhalten.

  6. Die Essenz des Artikels besteht darin möglichst viele berühmte Namen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate zu einem grausig oberflächlichen Genie-Eintopf zu verarbeiten.

    Ein paar Beispiele, was wen warum zum Visionär gemacht hat, hätten dem Artikel sehr gut getan. Mit den Beispielen hätten man sich auch an den Begriffen (Glück, Intuition etc) sehr schön abarbeiten können.

    So ist der Artikel genauso informativ, wie die Seite der Suchergebnisse, wenn ich "Visionär" als Suchbegriff eingebe.

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    bla-bla-Artikel, vermutlich wirklich nur verfasst, um diesen Jobs und seinen Apple zu hypen.
    Und in diesem ganzen Gerede wurde der Serbe NIKOLA TESLA vergessen, ohne den wir keinen Strom hätten - und also auch keinen Akku für das iPhone aufladen könnten.
    Gell ?
    ;-)

    bla-bla-Artikel, vermutlich wirklich nur verfasst, um diesen Jobs und seinen Apple zu hypen.
    Und in diesem ganzen Gerede wurde der Serbe NIKOLA TESLA vergessen, ohne den wir keinen Strom hätten - und also auch keinen Akku für das iPhone aufladen könnten.
    Gell ?
    ;-)

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