Studie Kürzer leben durch Glotze?
Laut einer Studie frisst Fernsehen 21 Minuten Lebenszeit. Das ist eine schwache Quote, wenn man bedenkt, wie viel Zeit wir davor verbringen.
Australische Forscher wollen herausgefunden haben, dass eine Stunde Fernsehen die Lebenserwartung um 21 Minuten verkürzt. Oder anders ausgerechnet: Drei Stunden täglich während zwanzig Jahren verkürzen das Leben um ein Jahr. Die Nachricht von der Studie, die das British Journal of Sports Medicine verbreitete, wurde in Frankreich nicht auf die leichte Schulter genommen. »Fernsehen tötet« lautete die Überschrift, mit der Le Monde ihren Bericht zusammenfasste, der von Fettleibigkeit bis Trunksucht weitere bedenkliche Befunde aus weiteren Fernsehstudien aufzuzählen wusste, darunter auch die erhöhte Gefahr, an Alzheimer zu erkranken – »jede tägliche Stunde im Alter zwischen 40 und 59 Jahren erhöht das Risiko um 30 Prozent«. Potzblitz!
Dass Fernsehen nicht gerade zu den Fitnessübungen unter den Freizeitbeschäftigungen gehört, haben wir schon gewusst. Aber ist regelmäßiger Fernsehkonsum, der das innere Leben mit so vielen bunten Bildern und Geschichten bereichert, nicht durchaus ein Jahr des äußeren Lebens wert, das meist nur schwach und hässlich bebildert ist?
Wer das Fernsehen in eine derart scharfe Opposition zur Gesundheit bringt, sollte angeben, worin der Segen einer Alternative liegen könnte. Mag sein, der Abstinente gewinnt ein Jahr Lebenszeit im Alter, aber dieses Jahr kann lang werden! Kaffeefahrten oder ein Besuch bei den süßen Enkeln sind nicht abendfüllend – einmal abgesehen davon, dass die allgemein gestiegene Lebenserwartung ohnehin nicht nahelegt, mit der Zeit zu geizen.
Zeit ist nicht mehr knapp, die Schwierigkeit besteht darin, sie angemessen zu entsorgen. Genau dafür wurde das Fernsehen erfunden, und man sollte ihm eher vorwerfen, dass es nicht mehr als 21 Minuten Lebenszeit pro Sendestunde zu vernichten schafft. Eine Leistungsausbeute von 30 Prozent ist kein guter Schnitt.
- Datum 18.10.2011 - 11:17 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 13.10.2011 Nr. 42
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Die 21 Minuten sind geradezu lächerlich im Vergleich zu den Stunden an Werbung, sinnlosen Talkrunden, schlechten Blockbustern und Fernsehsoaps. Wer fernsieht verkürzt seine effektive Lebenszeit stärker als jeder Langzeitschläfer...
Eine Studie die eine Lebenszeitverkürzung um 21 Minuten als Ergebnis hat scheint sowieso ziemlich dämlich.
Sehr geehrter Herr Jens Jessen,
ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid mitteilen. Vielleicht sollten Sie auch mal einen Gang zum Psychotherapeuten erwägen, wenn Sie nicht bereit sind, auch nur ein paar Stunden am Tag auf das 4 eckige Teil zu verzichten, um ein Jahr länger Zeit mit Ihren Kindern oder Enkeln zu verbringen.
Es tut mir auch aufrichtig Leid, wenn Sie keine Alternativbeschäftigung zum Fernseher finden.
Ich halte diese Aussage "fernsehen tötet" auch für reißerisch. Allerdings lebe ich bereits seit 4 Jahren ohne Fernseher, und hab mir noch nie Gedanken gemacht, was ich jetzt als nächstes tue.
Allerdings hab ich auch Kinder, mit denen ich (gerne) Zeit verbringe.
Von daher, Ihnen alles Gute.
...Henry06,
Ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid mitteilen. Vielleicht sollten Sie sich mal ein paar Stunden ihrer Freizeit mit Ringelnatz oder ähnlichen Dichtern beschäftigen, wenn Sie offenbar nicht mehr in der Lage sind, Sarkasmus/Ironie zu erkennen, wo es doch im Artikel nur so davon trieft.
... ein ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein, damit diese ihr ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein können? Das wäre ein langweiliger Familienepos, sollte er denn einmal verfilmt werden.
Selbst wenn Ihre Kinder überdurchschnittlich reproduktiv sind können Sie vermutlich keine lückenlose Versorgung an süßen und knuddeligen Kindern/Enkeln/Urenkeln und Ur-UrEnkeln zum liebhaben gewährleisten.
Da sitzen Sie vermutlich in der Zwickmühle was ihre wertvolle Zeit angeht. Gar nicht erst auszudenken was passiert wenn Ihre Kinder Geburtenverweigerer oder gar homosexuell werden.
Was dann vermutlich aber wieder für den spannenden Familienfilm reichen würde!
>Allerdings hab ich auch Kinder, mit denen ich (gerne) Zeit verbringe.
Hm, auch wenn Sie's nicht glauben: Die sind irgendwann erwachsen und haben keine Lust mehr, Papa zu bespaßen. Und irgendwann sind auch die Enkel aus dem Alter raus, wo sie noch von Opa bespaßt werden wollen...
Das Problem ist doch, dass man die "gewonnene" Zeit (durch Nicht-Fernsehen) auch nur hinten dran hängen kann. Und ob man mit 80 wirklich noch froh über ein Jahr mehr ist, das kommt doch sehr drauf an.
Wichtiger ist meines Erachtes die Echtzeit, die man vor der Kiste verbringt: Das kann gute Zeit sein, weil man einen interesanten Bericht oder einen guten Film schaut, das kann aber auch verschwendete Zeit sein, weil man irgendwelchen Schrott in sich hineinstopft, der einem mehr schadet als nützt. Insofern ist nicht wichtig, wieviel/wie lange ich fernsehe, sonden was ich mir ansehe.
Ich hatte auch mal ein Jahr lang keinen Fernseher. Ich mußte mich daran gewöhnen, aber insgeamt war dieses Jahr ein gutes Jahr für mich. Ich habe mehr gelesen, mich mehr mit Freunden unterhalen, mehr telefoniert... (Mein Kind war schon groß und wolte lieber selbständig "spielen".
"Fernsehen macht süchtig" behautpe ich. Fällt der Strom aus sitzen manche vorm Fernseher und warten bis er wieder angeht.
Gibt es einen Fernseher in der Wohnung, macht man hn auch an. Wie mit Zigaretten, ist das.
Aber nach einigen Tagen oder Wochen ist die Scuht überwunden.
Nun halte ich es mit dem Motto: In der MItte liegt die Wahrheit. Ein oder zwei Stunden gezielt sich was ansehen um sich zu bilden oder auch zu unterhalten oder mal zu lachen finde ich ok. Und diese Forschung mit der Lebenszeit... ich weiß nicht!
...Henry06,
Ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid mitteilen. Vielleicht sollten Sie sich mal ein paar Stunden ihrer Freizeit mit Ringelnatz oder ähnlichen Dichtern beschäftigen, wenn Sie offenbar nicht mehr in der Lage sind, Sarkasmus/Ironie zu erkennen, wo es doch im Artikel nur so davon trieft.
... ein ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein, damit diese ihr ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein können? Das wäre ein langweiliger Familienepos, sollte er denn einmal verfilmt werden.
Selbst wenn Ihre Kinder überdurchschnittlich reproduktiv sind können Sie vermutlich keine lückenlose Versorgung an süßen und knuddeligen Kindern/Enkeln/Urenkeln und Ur-UrEnkeln zum liebhaben gewährleisten.
Da sitzen Sie vermutlich in der Zwickmühle was ihre wertvolle Zeit angeht. Gar nicht erst auszudenken was passiert wenn Ihre Kinder Geburtenverweigerer oder gar homosexuell werden.
Was dann vermutlich aber wieder für den spannenden Familienfilm reichen würde!
>Allerdings hab ich auch Kinder, mit denen ich (gerne) Zeit verbringe.
Hm, auch wenn Sie's nicht glauben: Die sind irgendwann erwachsen und haben keine Lust mehr, Papa zu bespaßen. Und irgendwann sind auch die Enkel aus dem Alter raus, wo sie noch von Opa bespaßt werden wollen...
Das Problem ist doch, dass man die "gewonnene" Zeit (durch Nicht-Fernsehen) auch nur hinten dran hängen kann. Und ob man mit 80 wirklich noch froh über ein Jahr mehr ist, das kommt doch sehr drauf an.
Wichtiger ist meines Erachtes die Echtzeit, die man vor der Kiste verbringt: Das kann gute Zeit sein, weil man einen interesanten Bericht oder einen guten Film schaut, das kann aber auch verschwendete Zeit sein, weil man irgendwelchen Schrott in sich hineinstopft, der einem mehr schadet als nützt. Insofern ist nicht wichtig, wieviel/wie lange ich fernsehe, sonden was ich mir ansehe.
Ich hatte auch mal ein Jahr lang keinen Fernseher. Ich mußte mich daran gewöhnen, aber insgeamt war dieses Jahr ein gutes Jahr für mich. Ich habe mehr gelesen, mich mehr mit Freunden unterhalen, mehr telefoniert... (Mein Kind war schon groß und wolte lieber selbständig "spielen".
"Fernsehen macht süchtig" behautpe ich. Fällt der Strom aus sitzen manche vorm Fernseher und warten bis er wieder angeht.
Gibt es einen Fernseher in der Wohnung, macht man hn auch an. Wie mit Zigaretten, ist das.
Aber nach einigen Tagen oder Wochen ist die Scuht überwunden.
Nun halte ich es mit dem Motto: In der MItte liegt die Wahrheit. Ein oder zwei Stunden gezielt sich was ansehen um sich zu bilden oder auch zu unterhalten oder mal zu lachen finde ich ok. Und diese Forschung mit der Lebenszeit... ich weiß nicht!
...Henry06,
Ich möchte Ihnen mein aufrichtiges Beileid mitteilen. Vielleicht sollten Sie sich mal ein paar Stunden ihrer Freizeit mit Ringelnatz oder ähnlichen Dichtern beschäftigen, wenn Sie offenbar nicht mehr in der Lage sind, Sarkasmus/Ironie zu erkennen, wo es doch im Artikel nur so davon trieft.
... ein ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein, damit diese ihr ganzes Leben lang nett zu den eigenen Nachkommen sein können? Das wäre ein langweiliger Familienepos, sollte er denn einmal verfilmt werden.
Selbst wenn Ihre Kinder überdurchschnittlich reproduktiv sind können Sie vermutlich keine lückenlose Versorgung an süßen und knuddeligen Kindern/Enkeln/Urenkeln und Ur-UrEnkeln zum liebhaben gewährleisten.
Da sitzen Sie vermutlich in der Zwickmühle was ihre wertvolle Zeit angeht. Gar nicht erst auszudenken was passiert wenn Ihre Kinder Geburtenverweigerer oder gar homosexuell werden.
Was dann vermutlich aber wieder für den spannenden Familienfilm reichen würde!
Wie wird so was gemessen??? Aber gut selbst wenn- das ist wirklich wenig.
Und @henry06, Fernsehen kann auch bilden.
Ich denke Ihnen persönlich könnte was verloren gehen.
Bei Ihnen Kindern weiß ich das. Die verlieren garantiert was. Und wenn es nur ein Gesprächsthema mit Ihren Schulfreunden ist. Aber selbst wenn Sie "nur" die Sendung mit der Maus sehen lernen die dort mit jeder Folge mehr als Sie Ihnen beibringen könnten.
Ich hatte in meiner Schulzeit auch 2 Mitschüler die wenig bis nicht fernsehen durften. Die waren ganz schön einsam weil die nie mitreden konnten...
>Allerdings hab ich auch Kinder, mit denen ich (gerne) Zeit verbringe.
Hm, auch wenn Sie's nicht glauben: Die sind irgendwann erwachsen und haben keine Lust mehr, Papa zu bespaßen. Und irgendwann sind auch die Enkel aus dem Alter raus, wo sie noch von Opa bespaßt werden wollen...
Das Problem ist doch, dass man die "gewonnene" Zeit (durch Nicht-Fernsehen) auch nur hinten dran hängen kann. Und ob man mit 80 wirklich noch froh über ein Jahr mehr ist, das kommt doch sehr drauf an.
Wichtiger ist meines Erachtes die Echtzeit, die man vor der Kiste verbringt: Das kann gute Zeit sein, weil man einen interesanten Bericht oder einen guten Film schaut, das kann aber auch verschwendete Zeit sein, weil man irgendwelchen Schrott in sich hineinstopft, der einem mehr schadet als nützt. Insofern ist nicht wichtig, wieviel/wie lange ich fernsehe, sonden was ich mir ansehe.
Wenn man all diesen Studien glauben schenkt, die einem weismachen wollen was einen wie viel früher sterben lässt, dann müsste ich glaub schon vor 5 Jahren gestorben sein.
Wenn ich mir die Studie genauer ansehe, bemerke ich dass in dieser Studie wirklich nur die zwei Faktoren Lebensdauer und Fernsehkonsum angeschaut wurden, alle anderen Faktoren außen vor gelassen wurden, und daraus einen Zusammenhang konstruiert wurde.
Passend dazu wäre die Studie darüber dass der Rückgang der Geburtenrate in Deutschland proportional zum Rückgang der Anzahl der Storche in Deutschland ist. Die logische Folgerung daraus: Der Storch bringt doch die Kinder.
Eine Stunde weniger mit Freunden, eine Stunde weniger draussen, eine Stunde weniger die Wohnung in Ordnung halten, die Steuer machen, etwas Sport, mal die Zeitung (DIE ZEIT) ein Comic (Bkale and Mortimer) oder ein Buch (Wer regiert die Welt) lesen. Eine Stunde weniger mit dem Partner, eine Stunde weniger kochen und essen, mit der Katze spielen oder sich politisch betätigen.
Ich lebe seit 1994 ohne Fernseher und führe ein erfülltes Leben.
Ich sehe fern, nahezu täglich und ich spiele auch öfter Computerspiele. Und wissen Sie was? Ihr Artikel macht mir nicht das geringste schlechte Gewissen. Wir sind verschieden, wissen Sie? Ich genieße es, mir mit meiner Frau zusammen eine nette Reportage, eine Serie, eine Komödie oder auch einen Actionfilm anzuschauen. Ich schaue mir auch mit meinem Sohn zusammen mal Pokemon Filme oder Lillifee mit meiner Tochter an. Und ich sehe das kein bisschen als vergeudete Zeit an. Es ist Zeit, die ich zusammen mit meiner Familie verbringe, wo wir zusammen lachen und reden. Sicherlich über andere Dinge als Sie, aber ich fühle mich gut dabei und das ist doch eigentlich das Wichtigste. Der Sinn des Lebens ist doch schließlich die Ausschüttung von Endorphinen, ob das jetzt bei mir durch einen netten Film passiert oder bei Ihnen, indem Sie zufrieden sind, einen Kommentar geschrieben zu haben, der Ihre Lebensweise als besser einstuft, als die der Grottenolme vor der Glotze.
Ich sehe fern, nahezu täglich und ich spiele auch öfter Computerspiele. Und wissen Sie was? Ihr Artikel macht mir nicht das geringste schlechte Gewissen. Wir sind verschieden, wissen Sie? Ich genieße es, mir mit meiner Frau zusammen eine nette Reportage, eine Serie, eine Komödie oder auch einen Actionfilm anzuschauen. Ich schaue mir auch mit meinem Sohn zusammen mal Pokemon Filme oder Lillifee mit meiner Tochter an. Und ich sehe das kein bisschen als vergeudete Zeit an. Es ist Zeit, die ich zusammen mit meiner Familie verbringe, wo wir zusammen lachen und reden. Sicherlich über andere Dinge als Sie, aber ich fühle mich gut dabei und das ist doch eigentlich das Wichtigste. Der Sinn des Lebens ist doch schließlich die Ausschüttung von Endorphinen, ob das jetzt bei mir durch einen netten Film passiert oder bei Ihnen, indem Sie zufrieden sind, einen Kommentar geschrieben zu haben, der Ihre Lebensweise als besser einstuft, als die der Grottenolme vor der Glotze.
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