50 Jahre Einwanderung Glückwunsch, Türke

Im Oktober 1961 schließen die Regierungen in Bonn und Ankara ein Abkommen zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte. Oktober 2011: In der Bundesrepublik leben drei Millionen Deutsch-Türken. Was hat es gebracht? Und wo bleibt die Party?

Die Deutschen – das fremde Volk

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Ermordung von sechs Millionen Juden, waren die Deutschen ein Volk, das sich selbst entfremdete, weil es den Blick in den Spiegel nicht ausgehalten hätte. Das sich selbst durch Verdrängung fremd machte, um sich in Wiederaufbau und Wirtschaftswunder flüchten zu können.

Die Selbstentfremdung der Deutschen wurde noch gesteigert durch unzählige befremdliche Alltagserfahrungen. Männer, die aus dem Krieg kamen, erkannten ihre Frauen nicht mehr, Frauen fanden in diesen seelisch und körperlich versehrten Frontsoldaten den Mann nicht wieder, den sie einmal geliebt hatten. Schließlich, ganz banal, waren die Deutschen durcheinander gewürfelt, oben und unten, Nord und Süd, Ost und West.

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Sich selbst wiederzuerkennen – von der Generation der Täter bis zur Generation ihrer Urenkel – war der Versuch, wieder »wir« sagen zu können ohne Scham oder übertriebenen Stolz. Man könnte es auch Selbstintegration nennen. Diese gewaltige Anstrengung hat ein halbes Jahrhundert gedauert, vielleicht kann man sagen, dass diese Integration mittlerweile gelungen ist.

In diese Nachkriegsjahre fiel die erste große Zuwanderung nach 1945: Millionen Vertriebene kamen ins Land, oft von weit her aus dem Osten Europas. Kulturell waren sie Ausländer, nur durfte das so nicht gesagt und nicht empfunden werden, weil es ja »vom Blut her« Deutsche waren. Aber eben Deutsche, deren schiere Anwesenheit an die jüngste Geschichte, an die NS-Verbrechen und den verlorenen Krieg erinnerte. Und weil darüber nicht geredet werden durfte, konnte die Integrationsleistung der Vertriebenen und die der Deutschen nie richtig gewürdigt werden. Deutschland war ein Einwanderungsland, schon immer, und nicht mal ein schlechtes. Nur war es sich dessen nicht bewusst.

50 Jahre türkische Einwanderer

Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik und die Türkei einen Vertrag über die Anwerbung türkischer Arbeitskräfte. Seit 50 Jahren gibt es also eine gemeinsame Geschichte von Türken und Deutschen, oft hinter Integrationsdebatten verborgen. Und es gibt Geschichten – tragische, heitere und bewegende.

Überall Gespenster

Noch bevor die ersten großen Einwanderungswellen kamen, war Deutschland schon voll, geradezu überbevölkert. Es gab Linke und Rechte, Junge und Alte, es gab immer mehr Kinder (bis zum Pillenknick im Jahr 1961), und vor allem gab es: jede Menge Gespenster. All die toten Väter und Opas, die Täter und Mitläufer.

Die 68er attackierten den neuen Staat, als könnten sie damit den vorherigen besiegen, und suchten sich dafür Kampfgenossen, ebenfalls Gespenster: Marx, Engels, Rosa Luxemburg und all die anderen. Die Studenten riefen: »Hoch! Die! Internationale! Solidarität!« Sonderlich international war das alles nicht, gern wurde Geld gesammelt für den Vietcong, nicht so viel anfangen konnte man mit echten Vietnamesen.

Die ersten italienischen und spanischen Gastarbeiter wurden gleich zu Proletariern gestempelt, man sprach mit ihnen in zwei fremden Sprachen, deutsch und kommunistisch.

Aber nicht nur die radikalen, auch die normalen Deutschen hatten so recht keinen Platz für die neuen Fremden. Man ließ sie links liegen, näherte sich ihnen am liebsten folkloristisch, zwei kleine Italiener, die träumten von Napoli. Wie die Deutschen übrigens auch, wenn die Gespenster mal schliefen.

Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn

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    Darf ich Sie fragen, ob Sie einen türkischen Mitbürger persönlich kennen? Ich nehme an, dass nicht. Denn eine solche Arroganz kann nur jemand äußern, der nicht kennt worüber er spricht. Was tun Sie denn für (Ihre)Integration?
    Ohne die Einwanderer wäre unser Land ärmer, nicht nur im ökonomischen Sinn sondern auch im kulturellen. Die dreiste Selbstgefälligkeit Ihres Kommentares missfällt mir.

    Warum genau waeren die Deutschen ohne die Tuerken "aermer"? Was genau wuerde diese Armut ausmachen?
    Die Mehrzahl der Tuerken pflegt eine in sich abgeschlossene Kultur, die sie ueber die der anderen in Deutschland stellt.
    Sie ist unkompatibel mit westlichem Denken.

    Ich kenne einige Tuerken, die mir lieb und teuer sind.
    Sie moechten ihrerseits mit den 75% religioesen Tuerken nichts zu tun haben und werden sogar von denen bedroht.

    Woran machen Sie also die Bereicherung fest??

    • Matths
    • 20.10.2011 um 18:50 Uhr

    Ein schöner Artikel der die Wehen der Annäherung, Selbstbeschäftigung, Desintegration und Missverständnisse zeigt. Und um so mehr zeigt der erste Kommentar mit den aktuell 22 Zustimmungen, dass der Artikel wohl richtig liegt:

    Der schüchterne, feminine Fabian, der noch nicht mal in Gedanken mehr mit Steinchen nach Enten zielen darf, steht dem Mann Erdogan gegenüber und reagiert in seiner Ängstlichkeit in einer scheinbar überlegenen Häme. 22 Zustimmungen, das war wohl sicher nicht der Achmet.

    Klasse! Mehr selbstreferentielle Bloßstellung habe ich noch nicht gesehen. Klick!

    Gruß, matths

    Darf ich Sie fragen, ob Sie einen türkischen Mitbürger persönlich kennen? Ich nehme an, dass nicht. Denn eine solche Arroganz kann nur jemand äußern, der nicht kennt worüber er spricht. Was tun Sie denn für (Ihre)Integration?
    Ohne die Einwanderer wäre unser Land ärmer, nicht nur im ökonomischen Sinn sondern auch im kulturellen. Die dreiste Selbstgefälligkeit Ihres Kommentares missfällt mir.

    Warum genau waeren die Deutschen ohne die Tuerken "aermer"? Was genau wuerde diese Armut ausmachen?
    Die Mehrzahl der Tuerken pflegt eine in sich abgeschlossene Kultur, die sie ueber die der anderen in Deutschland stellt.
    Sie ist unkompatibel mit westlichem Denken.

    Ich kenne einige Tuerken, die mir lieb und teuer sind.
    Sie moechten ihrerseits mit den 75% religioesen Tuerken nichts zu tun haben und werden sogar von denen bedroht.

    Woran machen Sie also die Bereicherung fest??

    • Matths
    • 20.10.2011 um 18:50 Uhr

    Ein schöner Artikel der die Wehen der Annäherung, Selbstbeschäftigung, Desintegration und Missverständnisse zeigt. Und um so mehr zeigt der erste Kommentar mit den aktuell 22 Zustimmungen, dass der Artikel wohl richtig liegt:

    Der schüchterne, feminine Fabian, der noch nicht mal in Gedanken mehr mit Steinchen nach Enten zielen darf, steht dem Mann Erdogan gegenüber und reagiert in seiner Ängstlichkeit in einer scheinbar überlegenen Häme. 22 Zustimmungen, das war wohl sicher nicht der Achmet.

    Klasse! Mehr selbstreferentielle Bloßstellung habe ich noch nicht gesehen. Klick!

    Gruß, matths

    • TDU
    • 20.10.2011 um 16:59 Uhr

    Nur eingehend auf die Frage:

    Jedes Jahr kann man Party feiern. Am 3. Oktober. Da sind alle eingeschlossen. Wie in den USA beim Unabhängigkeitstag. Oder feiern die 300 Jahre deutsche oder sonstige Einwanderer. Mitgearbeiet haben die auch.

    Aber wer nicht mal das Eigene feiern kann, kann das Fremde schon gar nicht bejubeln.

    17 Leser-Empfehlungen
  2. Entfernt. Bitte nutzen Sie den Kommentarbereich, um konstruktive Debattenbeiträge zu leisten. Danke. Die Redaktion/sh

  3. Darf ich Sie fragen, ob Sie einen türkischen Mitbürger persönlich kennen? Ich nehme an, dass nicht. Denn eine solche Arroganz kann nur jemand äußern, der nicht kennt worüber er spricht. Was tun Sie denn für (Ihre)Integration?
    Ohne die Einwanderer wäre unser Land ärmer, nicht nur im ökonomischen Sinn sondern auch im kulturellen. Die dreiste Selbstgefälligkeit Ihres Kommentares missfällt mir.

    19 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Welch Ironie..."
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    • Thetis
    • 22.10.2011 um 19:01 Uhr

    ist auch nach meiner Meinung unpassend.

    Sie haben gebeten und sich eingereiht in die Schlangen derer, die auch etwas vom deutschen Wirtschaftswunder etwas abhaben wollten. Und Deutschland hat auf Druck der USA nachgegeben und ungebildete türkische Arbeitskräfte ins Land gelassen.

    Daß Türken nun versuchen, die Geschichte vom Deutschlandaufbau mit Hilfe von Türken zu etablieren, gehört zu den üblichen Frechheiten, mit denen diese versuchen, sich in Szene zu setzen.

    Der größte Fehler der deutschen Regierungen bezüglich Einwanderung war die Erlaubnis des bedingungslosen (inklusiver kurzfristiger Sozialhilfe) Familiennachzugs für Muslime, den diese mit Kettenheiraten für die Umsiedlung halber Dörfer nach Deutschland genutzt haben.

    Die Migration von vor allem muslimischen bildungsfernen Clans kostet Deutschland jährlich Unsummen.

    • Thetis
    • 22.10.2011 um 19:01 Uhr

    ist auch nach meiner Meinung unpassend.

    Sie haben gebeten und sich eingereiht in die Schlangen derer, die auch etwas vom deutschen Wirtschaftswunder etwas abhaben wollten. Und Deutschland hat auf Druck der USA nachgegeben und ungebildete türkische Arbeitskräfte ins Land gelassen.

    Daß Türken nun versuchen, die Geschichte vom Deutschlandaufbau mit Hilfe von Türken zu etablieren, gehört zu den üblichen Frechheiten, mit denen diese versuchen, sich in Szene zu setzen.

    Der größte Fehler der deutschen Regierungen bezüglich Einwanderung war die Erlaubnis des bedingungslosen (inklusiver kurzfristiger Sozialhilfe) Familiennachzugs für Muslime, den diese mit Kettenheiraten für die Umsiedlung halber Dörfer nach Deutschland genutzt haben.

    Die Migration von vor allem muslimischen bildungsfernen Clans kostet Deutschland jährlich Unsummen.

  4. Entfernt. Wir bitten Sie, auf herabwürdigende Pauschalisierungen zu verzichten, damit eine sachliche Debatte entstehen kann (siehe Netiquette). Danke. Die Redaktion/sh

    14 Leser-Empfehlungen
  5. Warum genau waeren die Deutschen ohne die Tuerken "aermer"? Was genau wuerde diese Armut ausmachen?
    Die Mehrzahl der Tuerken pflegt eine in sich abgeschlossene Kultur, die sie ueber die der anderen in Deutschland stellt.
    Sie ist unkompatibel mit westlichem Denken.

    Ich kenne einige Tuerken, die mir lieb und teuer sind.
    Sie moechten ihrerseits mit den 75% religioesen Tuerken nichts zu tun haben und werden sogar von denen bedroht.

    Woran machen Sie also die Bereicherung fest??

    42 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Welch Ironie..."
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    Dürfen Sie, es dürften so an die drei Dutzend sein und mit allen komme ich gut aus. Ich habe weder etwas gegen Einwanderer noch leugne ich ihre wirtschaftlichen Verdienste, im Gegenteil. Was jedoch nichts daran ändert, dass die Türken größtenteils immer noch massiv integrationsunwillig sind, allein, was die Sprache angeht. Da wird im Gegenteil zum Teil gefordert, doch bitte Türkischunterricht einzuführen und auf dem Amt türkisch mit den Leuten zu reden. Einwanderer, ja gerne, aber was die Italiener, Griechen und fast jede andere Nation geschafft haben, kann man hier bitte auch von den Türken verlangen. Wer in ein anderes Land kommt, MUSS die Landessprache grundlegend beherrschen, das ist das A und O. Wenn man die nicht lernen will, muss man sich nicht wundern, wenn man keinen Anschluss findet.

    ...ist vor allem Ihr unerträglicher Chauvinismus.

    Dürfen Sie, es dürften so an die drei Dutzend sein und mit allen komme ich gut aus. Ich habe weder etwas gegen Einwanderer noch leugne ich ihre wirtschaftlichen Verdienste, im Gegenteil. Was jedoch nichts daran ändert, dass die Türken größtenteils immer noch massiv integrationsunwillig sind, allein, was die Sprache angeht. Da wird im Gegenteil zum Teil gefordert, doch bitte Türkischunterricht einzuführen und auf dem Amt türkisch mit den Leuten zu reden. Einwanderer, ja gerne, aber was die Italiener, Griechen und fast jede andere Nation geschafft haben, kann man hier bitte auch von den Türken verlangen. Wer in ein anderes Land kommt, MUSS die Landessprache grundlegend beherrschen, das ist das A und O. Wenn man die nicht lernen will, muss man sich nicht wundern, wenn man keinen Anschluss findet.

    ...ist vor allem Ihr unerträglicher Chauvinismus.

  6. Liebe Özlem Topcu,

    ich lebe in Offenbach am Main und mir ist leider gar nicht nach Party zumute. Zu sehr bin ich befremdet über die vielen Türkinnen, die sich mit Kopftuch und bodenlangen Klamotten verhüllt durch die Stadt bewegen, unnahbar wirken und dabei zunehmend schon kleine Mädchen mit der gleichen Kluft versehen. Ich freue mich nicht über die Horden von männlichen, aggresiven türkischen Jugendlichen, bei denen jeder Satz mit "Alder" beginnt und die mir mit ihrem Gehabe Angst machen. Ich freue mich auch nicht darüber, dass Abfälle einfach auf die Strasse geworfen werden und alle paar Meter auf die Strasse gerotzt wird - insbesondere von Türken, so beobachte ich es und deshalb sage ich es. Freude kommt bei mir auch nicht auf bei oftmals nur rudimentären Deutschkenntnissen und dem Schimpfen auf die blöden Deutschen und "deutsche Schlampen".

    Leider sind es diese Art von Türken oder türkisch stämmigen Menschen, die das öffentliche Bild prägen und ich mag mich nicht damit abfinden. Integration muss man wollen und das kann ich oft nicht erkennen. Deshalb bleiben meine Glückwünsche bis auf weiteres noch aus.

    57 Leser-Empfehlungen
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    Ich kenne Offenbach und kann Ihnen da nicht widersprechen.
    In bestimmten Stadtteilen von Frankfurt ist das aber auch nicht viel anders.(Griesheim,Nied,Hoechst,Gallus etc.)
    Wer da keinen Migrationshintergrund hat,zieht da weg in andere Stadtteile.Das ist leider ziemlich "alternativlos".
    Offenbacher ziehen ins Umland.Ich kenne etliche Fälle solcher "Fluchten".

    Bloß weil die, die einen merkwürdig berühren, weil sie anders sind, oder einem unangenehm sind, weil sie den eigenen Normen widersprechen, mehr auffallen als die guten oder interessanteren Beispiele der Integration, kann man ihren Erfolg nicht leugnen. Was ist denn mit uns "Urdeutschen" - oder wie immer man die hier Geborenen nennen will, die nach Hunderten von Jahren „geistiger Inzucht“ nie einen Migrationshintergrund hatten oder ihn wenigstens nicht mehr kennen? Zu diesen zählen ja auch die unbelehrbaren Neonazis, die schlägernden Hooligans, die egomanischen Autobahnraser – ist dies ein Grund, mit ihnen das Bild ganz Deutschlands zu zeichnen? Natürlich nicht, ebenso wenig sollte man mit den (vermeintlich) Nichtintegrierten das Scheitern der Integration behaupten. Auf jeden Fall bin ich eher dankbar für die vielen (ehemaligen) Türken, Italiener, Chinesen, Spanier … und ... und… die unser Leben hier bereichert haben und weiter bereichern, und kann auf jene Ewiggestrigen unter jenen Glatzköpfen, denen doch keiner von uns auch nur tagsüber begegnen möchte. Mit denen ist die Verständigung ja schon ein Problem, weil sie nicht halb so gut deutsch können wie eine Renan Demirkan, ein Fatih Akın, Serdar Somuncu, Philipp Rösler oder Uğur Bağışlayıcı (besser bekannt als Django Azül).
    Integration fängt in den Köpfen an, gerade auch in den Köpfen derer, die schon länger da waren. Die Freiheit der Andersdenkenden schließt eigentlich auch die ein, die anders denken als man selbst.

    Ich kenne Offenbach und kann Ihnen da nicht widersprechen.
    In bestimmten Stadtteilen von Frankfurt ist das aber auch nicht viel anders.(Griesheim,Nied,Hoechst,Gallus etc.)
    Wer da keinen Migrationshintergrund hat,zieht da weg in andere Stadtteile.Das ist leider ziemlich "alternativlos".
    Offenbacher ziehen ins Umland.Ich kenne etliche Fälle solcher "Fluchten".

    Bloß weil die, die einen merkwürdig berühren, weil sie anders sind, oder einem unangenehm sind, weil sie den eigenen Normen widersprechen, mehr auffallen als die guten oder interessanteren Beispiele der Integration, kann man ihren Erfolg nicht leugnen. Was ist denn mit uns "Urdeutschen" - oder wie immer man die hier Geborenen nennen will, die nach Hunderten von Jahren „geistiger Inzucht“ nie einen Migrationshintergrund hatten oder ihn wenigstens nicht mehr kennen? Zu diesen zählen ja auch die unbelehrbaren Neonazis, die schlägernden Hooligans, die egomanischen Autobahnraser – ist dies ein Grund, mit ihnen das Bild ganz Deutschlands zu zeichnen? Natürlich nicht, ebenso wenig sollte man mit den (vermeintlich) Nichtintegrierten das Scheitern der Integration behaupten. Auf jeden Fall bin ich eher dankbar für die vielen (ehemaligen) Türken, Italiener, Chinesen, Spanier … und ... und… die unser Leben hier bereichert haben und weiter bereichern, und kann auf jene Ewiggestrigen unter jenen Glatzköpfen, denen doch keiner von uns auch nur tagsüber begegnen möchte. Mit denen ist die Verständigung ja schon ein Problem, weil sie nicht halb so gut deutsch können wie eine Renan Demirkan, ein Fatih Akın, Serdar Somuncu, Philipp Rösler oder Uğur Bağışlayıcı (besser bekannt als Django Azül).
    Integration fängt in den Köpfen an, gerade auch in den Köpfen derer, die schon länger da waren. Die Freiheit der Andersdenkenden schließt eigentlich auch die ein, die anders denken als man selbst.

  7. 8. Warum?

    Ist diese Überschrift wirklich nötig? Seit wann geht Aufmerksamkeit/Leserzahlen denn über Sensibilität? Einwanderer sind Teil der deutschen Gesellschaft und kein seperater Haufen, der es nötig hätte eine Party zu feiern. Schade.

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    • th
    • 20.10.2011 um 19:37 Uhr

    ist immer gut. Ob mit oder ohne Einwanderer!

    • th
    • 20.10.2011 um 19:37 Uhr

    ist immer gut. Ob mit oder ohne Einwanderer!

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