Sterbehilfe Carine, 43, lässt sich töten
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit ereignete sich in Belgien eine Weltpremiere: Ärzte ließen eine Patientin auf deren Wunsch hin sterben, sofort danach entnahmen ihr andere Mediziner Organe.
An ihrem selbst gewählten Todestag wirkt Carine Geerts* aufgeregt und glücklich. Die 43-jährige Frau aus Belgien hat ein Krankenzimmer in der Universitätsklinik Antwerpen bezogen, für wenige Stunden nur, bald braucht sie es nicht mehr. Bei Carine sind ihre drei Kinder, 17 bis 21 Jahre alt, und ihr Freund. Sie trinken gemeinsam ein letztes Glas Weißwein. Seit einem Schlaganfall ist Carine behindert. Über ein Jahr lang hat sie versucht, sich in ihr altes Leben zurückzukämpfen, doch nun hofft sie nicht mehr auf Besserung oder Heilung. Sie will sterben, hier in der Klinik, durch die Hand eines Arztes. »Ich will meinen Körper los sein. Er geht nicht mehr«, hat sie zwei Tage vor ihrem Tod dem Hausarzt gesagt.
Patrick Wyffels hat das Gespräch mit Carine gefilmt, als Erinnerung für die Angehörigen der Patientin, aber auch zu seiner Absicherung. Er ist einer der Ärzte, die Carines Sterbewunsch geprüft und die Euthanasie so ermöglicht haben. Der in Deutschland durch die Verbrechen der Nationalsozialisten belastete Begriff wird in Belgien nach wie vor verwendet, Euthanasie meint dort die Beendigung eines Menschenlebens auf Wunsch des Betroffenen. Dies ist zulässig, wenn strenge gesetzliche Vorgaben erfüllt sind, doch der Fall von Carine liegt besonders. Sie will nicht nur sterben, sondern auch ihre Organe spenden. Deshalb verbringt sie ihre letzten Stunden in der Klinik statt in der eigenen Wohnung. Carine wird die tödliche Injektion im Operationssaal erhalten.
Carines Fall ist eine Weltpremiere. Nie zuvor haben Ärzte einen Patienten aktiv getötet und ihm sofort danach Organe entnommen.
Von dieser Premiere soll die Welt allerdings vorerst nichts wissen. Die beteiligten Ärzte vereinbaren Stillschweigen, als sie Carine am 29. Januar 2005 gegen 13.30 Uhr töten und ihr dann die Nieren, die Leber und die Bauchspeicheldrüse entnehmen. Erst 2009 erscheint die erste Publikation über diesen Fall – und drei weitere – in der medizinischen Fachpresse. Die Öffentlichkeit in Belgien erfährt von Carines Geschichte im selben Jahr durch einen Bericht in der Fernsehsendung Terzake, »Zur Sache«; dort werden unter anderem Auszüge des Interviews mit ihr gesendet. Hausarzt Wyffels findet, es sei an der Zeit für eine große Diskussion: Auch andere Menschen sollen von der Möglichkeit erfahren, dass Chirurgen Patienten nach der erwünschten Tötung die Organe entnehmen und sie hilfsbedürftigen Menschen einpflanzen.
Doch die Debatte findet nicht statt. Die belgischen Tageszeitungen berichten anerkennend über die »Weltpremiere«. In Deutschland kommen die vorsichtig dosierten Informationen der belgischen Ärzte erst im Frühjahr 2011 an, nach einem Kongress der Königlichen Akademie für Medizin in Brüssel. Dort haben drei Chirurgen ihr neues Vorgehen vorgestellt. Danach erscheinen wenige Artikel in deutschen Ärztezeitschriften – Publikumsmedien greifen die Hinweise aber nicht auf.
Dabei rührt das, was mit Carine geschah, an grundlegende Fragen der Medizinethik. In Deutschland würde einem Arzt, der einen Patienten tötete, Gefängnis drohen. Lediglich Sterbebegleitung ist hierzulande erlaubt, das bedeutet: lebensverlängernde Maßnahmen unterlassen oder beenden. »Töten gehört nicht in das Handwerkszeug von Ärztinnen und Ärzten«, sagte der scheidende Ärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe noch im Mai. Das Töten eines Patienten mit einer Organentnahme zu verknüpfen bricht weltweit ein Tabu. Was macht es mit Ärzten, wenn sie in einem Schutzbedürftigen gleichzeitig einen Organspender sehen? Was heißt es für eine Gesellschaft, das zu tolerieren?
Tausende von Patienten überall auf der Welt hoffen auf eine lebensrettende Spende. Vielerorts haben Transplanteure neue, teils verstörende Strategien eingeführt, um dem chronischen Organmangel zu begegnen: In den USA haben Chirurgen todgeweihten Neugeborenen 75 Sekunden nach dem Herzstillstand die Herzen entnommen, um sie anderen Säuglingen zu transplantieren. In Spanien bringen Rettungsteams Menschen, deren Lage aussichtslos ist, in Kliniken, in denen sie unablässig weiter reanimiert werden – um die Organe zu retten. In den Niederlanden wird bewusstlosen Schwerstkranken gemäß ihrem mutmaßlichen Willen das Atemgerät abgeschaltet, sodass Chirurgen wenige Minuten nach dem Herzstillstand die Organe entnehmen können.
Warum sollten belgische Euthanasiepatienten nicht ihre Organe spenden dürfen, wenn sie es doch wünschen? Von Carines Tod, versichert Wyffels der ZEIT, hätten fünf Kinder profitiert. Vier Organe wurden entnommen, die Leber wurde geteilt.
- Datum 24.10.2011 - 17:40 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 20.10.2011 Nr. 43
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Warum eigentlich wird, wenn man Euthanasie doch angeblich für moralisch in Ordnung hält, ausdrücklich eine falsche Todesursache beurkundet ("natürlicher Tod")? Entweder ist diese Tötung in Ordnung, dann kann man offen darüber reden, oder sie ist eben nicht in Ordnung.
Die Wahrheit ist nicht immer gut. Vor allem ist die Wahrheit nicht absolut, sondern subjektiv. Wenn es für alle Angehörigen und den Betroffenen selbst die beste Lösung ist, jemanden sterben zu lassen, dann muss das die Gesellschaft noch lange nicht gutheißen. Die Gesellschaft kann das vermeintliche Fehlverhalten dann ahnden. Wenn man also in so einem Fall lügt oder die Wahrheit vorenthält, dann dient das dem Schutz vor der Gesellschaft.
Die Wahrheit ist nicht immer gut. Vor allem ist die Wahrheit nicht absolut, sondern subjektiv. Wenn es für alle Angehörigen und den Betroffenen selbst die beste Lösung ist, jemanden sterben zu lassen, dann muss das die Gesellschaft noch lange nicht gutheißen. Die Gesellschaft kann das vermeintliche Fehlverhalten dann ahnden. Wenn man also in so einem Fall lügt oder die Wahrheit vorenthält, dann dient das dem Schutz vor der Gesellschaft.
ihm sofort die Organe entnommen"?
Also da könnte Ihnen der NATO-Verbündete und Kosovo-Staatschef Thaci ganz andere Sachen erzählen
> Nie zuvor haben Ärzte einen Patienten aktiv getötet
> und ihm sofort danach Organe entnommen.
(1) Über zwischen 2007 und 2009 durchgeführte Lungenentransplantation nach Euthanasie in Belgien gibt es bereits Veröffentlichungen, z. B. Applied Cardiopulmonary Pathophysiology 15: 38-48, 2011, "Initial experience with transplantation of lungs recovered from donors after euthanasia". www.google.com/search?q=o...
(2) Bei der Organentnahme ist ein Mensch nicht tot, sondern (vermeintlich) nur sein Gehirn ("hirntot"), tote Organe will niemand transplantieren.
Kreislauf, Stoffwechsel und Eigenversorgung der Organe mit Sauerstoff (S. 4 des Artikels) bei einer Toten? Gleichzeitig keine Herztransplantation (eines der wichtigsten Organe bei Transplantationen in Deutschland), da "nur hirntot" und dadurch Entnahme des Herzens gleich Tötung der Patientin (richtig)? und damit Patientin noch nicht tot? Verabschiedet sich die Seele mit dem (beginnenden) Absterben der Hirnzellen, und wie ist zu erklären, dass Hirntod weltweit scheinbar durchaus unterschiedlich gemessen und definiert wird? Ist der Todeszeitpunkt regional oder genetisch unterschiedlich?
> "Euthanasie hinterlässt immer eine Narbe"
Eine Narbe ist Folge einer Verletzung. Verletzte sich der Arzt hier selbst oder scheut er sich, das Wort "Schuld" auszusprechen?
> Nie zuvor haben Ärzte einen Patienten aktiv getötet
> und ihm sofort danach Organe entnommen.
(1) Über zwischen 2007 und 2009 durchgeführte Lungenentransplantation nach Euthanasie in Belgien gibt es bereits Veröffentlichungen, z. B. Applied Cardiopulmonary Pathophysiology 15: 38-48, 2011, "Initial experience with transplantation of lungs recovered from donors after euthanasia". www.google.com/search?q=o...
(2) Bei der Organentnahme ist ein Mensch nicht tot, sondern (vermeintlich) nur sein Gehirn ("hirntot"), tote Organe will niemand transplantieren.
Kreislauf, Stoffwechsel und Eigenversorgung der Organe mit Sauerstoff (S. 4 des Artikels) bei einer Toten? Gleichzeitig keine Herztransplantation (eines der wichtigsten Organe bei Transplantationen in Deutschland), da "nur hirntot" und dadurch Entnahme des Herzens gleich Tötung der Patientin (richtig)? und damit Patientin noch nicht tot? Verabschiedet sich die Seele mit dem (beginnenden) Absterben der Hirnzellen, und wie ist zu erklären, dass Hirntod weltweit scheinbar durchaus unterschiedlich gemessen und definiert wird? Ist der Todeszeitpunkt regional oder genetisch unterschiedlich?
> "Euthanasie hinterlässt immer eine Narbe"
Eine Narbe ist Folge einer Verletzung. Verletzte sich der Arzt hier selbst oder scheut er sich, das Wort "Schuld" auszusprechen?
sollen ja die Organe von zum Tode verurteilter entnommen werden, heißt es.
Bitte untermauern Sie Ihre Aussagen mit Quellenangaben. Danke. Die Redaktion/ew
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
auch anmerken sollte, dass in China alles, aber auch alles gefaelscht ist. Wahrscheinlich waren das dann in Wirklichkeit Organe von Tieren ?
Man weiss ja nie, vor allem wenn man nicht vor Ort ist....
ich habe versucht es sehr vorsichtig zu formulieren, weil ich keine Beweise habe, in der Hoffnung jemand anders hat vielleicht welche. Ich habe es von Chinesen in Paris gehört, die versucht haben dies einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln. Aber vielleicht könnt ihr ja als Zeitung mal recherchieren.
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
auch anmerken sollte, dass in China alles, aber auch alles gefaelscht ist. Wahrscheinlich waren das dann in Wirklichkeit Organe von Tieren ?
Man weiss ja nie, vor allem wenn man nicht vor Ort ist....
ich habe versucht es sehr vorsichtig zu formulieren, weil ich keine Beweise habe, in der Hoffnung jemand anders hat vielleicht welche. Ich habe es von Chinesen in Paris gehört, die versucht haben dies einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln. Aber vielleicht könnt ihr ja als Zeitung mal recherchieren.
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
Beim lesen des Artikels war ich hin und her gerissen. Einerseits habe ich Verständnis für den Wunsch dieses Menschen. Auch die art und weise wie die Ärzte damit umgegangen sind, wie sind gehandelt haben hat mich beeindruckt. Dennoch drängen sich bei mir die (im Artikel erwähnten) Bedenken auf: Was ist wenn man an den falschen Arzt gerät? Kann ich mir sicher sein das man mich nicht nur deswegen sterben lässt weil jemand scharf auf meine Organe (das damit verbundene Geld) ist?
Die Ärzte haben in dem Fall viel getan um sich nicht diesen Verdacht auszusetzen. Fraglich ist es jedoch, ob andere Ärtze das genau so machen würden. Wenn man darüber ernsthaft diskutiert, sowas auch in Deutschland einzuführen, sollte man vor allem darauf achten das ALLES getan wird um das Verfahren frei von Finanziellen interessen zu gestalten. Man sollte ALLES dafür tun dass die Arbeit der Ärzte die so etwas praktizieren doppelt, dreifach, von mir aus 10fach überwacht und überprüft wird.
Sollte es in Deutschland nicht geben!
http://www.derwesten.de/n...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/w...
gibt es Ärzte, die keine sind und jegliche Moral und Ethik einfach mit der ihnen eigenen Hybris beiseite wischen...
Als mein Neurologe mir vor zwei Jahren eröffnete, dass Ärzte auch nur Menschen sind, war ich sehr versucht, ihn darüber aufzuklären, dass es ihnen immer dann einfällt, wenn es ihnen gerade zum Vorteil gereicht.
Es wird diesem heiklen und so diffizilen Thema wie Organspende immer ein gewisser Makel der "Euthanasie" anhaften. Es polarisiert zu stark - egal wie kompetent, gewissenhaft, moralisch, ethisch und sonst wie ein Arzt handelt - wenn er es denn tut (der Eid des Hippokrates ist Makulatur für viele)...
Weil eine ärztliche Mehrheit im Einheitsklang weniger am "Mensch Patient" interessiert ist - im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts wurden schon sehr abscheuliche Dinge getan...
Natürlich machen sie uns genau in dieser Majorität aber glauben, dass alles zum Wohl eines Patienten abgewogen wird...
Ja – Ärzte sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler - kein Thema - aber Menschen haben entweder Charakter mit Rückgrat oder sie haben das andere...
Schuld an einer so großen Unsicherheit sind mit Sicherheit auch die vielen Experten, die sich komischerweise immer dann einig sind, wenn sie nicht mit allen einig sind...
Profilneurose und Narzissmus sind nirgends gefährlicher und desplacierter!
Organspende ist für mich nur dann ethisch und human einwandfrei - wenn der l e b e n d e Mensch sich explizit dafür ausspricht...
Liebe Grüße
gibt es Ärzte, die keine sind und jegliche Moral und Ethik einfach mit der ihnen eigenen Hybris beiseite wischen...
Als mein Neurologe mir vor zwei Jahren eröffnete, dass Ärzte auch nur Menschen sind, war ich sehr versucht, ihn darüber aufzuklären, dass es ihnen immer dann einfällt, wenn es ihnen gerade zum Vorteil gereicht.
Es wird diesem heiklen und so diffizilen Thema wie Organspende immer ein gewisser Makel der "Euthanasie" anhaften. Es polarisiert zu stark - egal wie kompetent, gewissenhaft, moralisch, ethisch und sonst wie ein Arzt handelt - wenn er es denn tut (der Eid des Hippokrates ist Makulatur für viele)...
Weil eine ärztliche Mehrheit im Einheitsklang weniger am "Mensch Patient" interessiert ist - im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts wurden schon sehr abscheuliche Dinge getan...
Natürlich machen sie uns genau in dieser Majorität aber glauben, dass alles zum Wohl eines Patienten abgewogen wird...
Ja – Ärzte sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler - kein Thema - aber Menschen haben entweder Charakter mit Rückgrat oder sie haben das andere...
Schuld an einer so großen Unsicherheit sind mit Sicherheit auch die vielen Experten, die sich komischerweise immer dann einig sind, wenn sie nicht mit allen einig sind...
Profilneurose und Narzissmus sind nirgends gefährlicher und desplacierter!
Organspende ist für mich nur dann ethisch und human einwandfrei - wenn der l e b e n d e Mensch sich explizit dafür ausspricht...
Liebe Grüße
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pietätlose Kommentare. Danke, die Redaktion/lv
ich werde nun entschieden gegen einen Organspenderausweis
mich aussprechen, niemals sollen diese [...] von meinen
Körper auch nur eine Haaresspitze zu fassen bekommen...;
im Übrigen, entnimmt 'man' auch in Deutschland keinen 'Toten' Organe zur Spende, sondern es werden Lebendspenden entnommen;
von 'Leichen' Organe zu entnehmen, würden diese Organe irreparabel geschödigt...; also muß 'man damit leben', daß nach Eintritt vom 'angeblichen Klinischen Tod' die 'BasisBewußtseinsströme' immer noch intakt sind..., das heißt, man erlebt den 'Alptraum' einer Ausweidung seines eigenen Körpers an sich selber...; da gibt es dann kein entkommen...,ich sehe das so ähnlich wie dieses ScheintodErwachen im Sarg...; so schrecklich abgrundtief ausgeliefert zu sein der vorsätzlichen Willkür..., nur, weil es diese 'Ärzte' nicht erwarten können, bis der 'würdige' Tod eingetreten ist..., jedenfalls kann man nicht TOD sein, wenn man noch 'frisch genug' ist, daß die Organe 'quicklebendig' entnommen werden...;
deshalb sage ich ab JETZT:
ORGANENTNAHME...? NEIN DANKE !!!
Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv
Das ist ja das Problem: Durch so einen Fall, über den man zu Recht komisch denken kann, wird zugleich dann leider eine Angst gegen die Spende im "Normalfall" (so blöd es klingt) geschürt und es folgen Kommentare wie das Ihrige.
Denn damit sprechen Sie, pauschal und allgemein, allen deutschen Ärzten ein verbrecherisches Handeln zu. Hier ist so eine Art der Sache ja strafbewehrt und ich denke zudem nicht, dass glich alle Ärzte auf diesem Gebiet sich zu so einem Verhalten hingeben würden.
Ihre Entscheidung mag verständlich sein, und sie ist ja auch "Ihre" Sache, aus gutem Grund, aber die Hetze gegen deutsche Ärzte entbehrt wohl jeder Grundlage, so viel Unsinn es in Belgien und China und anderswo geben mag. Wir sollten Menschen, die sich für eine Spende entscheiden eher dankbar sein als Sie zu Trotteln zu erklären, die nicht sehen das alle Ärzte nur Ihre Organe wollen...
[...]
Aber zur Sache: Wenn jemand einen Zustand in seinem Leben erreicht sieht, in dem es keinen Sinn mehr für ihn macht, das Leben weiterzuführen, dann ist es seine und ausschließlich seine Sache zu entscheiden, ob er es beendet. Es ist sein Leben, ausschließlich. Wenn er sich darüber hinaus entschließt, seine Organe zu spenden, auch gut. Mir persönlich würde es als etwas ... stillos erscheinen, weil inkonsequent. Was geht es einen nach dem Tod noch an, was mit dem Körper passiert?
Inkonsequenz aber ist der eigentliche Vorwurf, den man der Frau machen sollte: Es ist ihr Leben, sie entscheidet autonom über das Ende. Dass sie dann allerdings die finale Handlung jemand anderem überlässt, das ist, mit Verlaub, gekniffen. Damit wird eine un-eigentliche Theatralik in den Freitod eingeführt. Es ist dein Tod, also mach es gefälligst selbst!
Und daraus ergibt sich der Vorwurf an die Ärzte: Sie haben sich zum Handlanger machen lassen. Es entsteht der Verdacht, sie könnten aus eigenen Interessen gehandelt haben - und sei es nur um des tollen Gefühls willen, zwei glücklichen Empfängern geholfen zu haben. Das klebt ihr Leben lang an ihnen.
Teil entfernt. Der Inhalt, auf den Sie sich bezogen, wurde inzwischen moderiert. Danke, die Redaktion/lv
"Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv"
In diesem Abschnitt meiner LeserschreibeIntervention hatte ich allerdings tatsächlich die NeoNazis der Geschichtlichen Dimension im Sinne, also nicht die Jetzigen Belgischen NeoTranplantateure im Sinn, im oberen Teil allerdings hatte Ihre engagierte Moderation den 'Zeitnerv' getroffen.
Ich danke der vorauseilenden Berichtigung, schließlich ist meine verwegene Investigation justiziabel angreifbar.
Es gibt nichts anderes als das Leben. Dazu gehört notwendigerweise auch das Sterben. Wenn ich mit meinem Körper im Tode noch helfen kann, bin ich bereit, dafür im schlimmsten Fall das Risiko einzugehen, dass die Organentnahme zu einem Bestandteil meines Sterbens werden könnte. Was soll's, an meine Gebuht erinnere ich mich auch nicht mehr, und tiefenwirksame Traumata werden nach meinem Tod wohl ohne Bedeutung für mich sein.
Da wir uns nun einmal das Sterben oder gar den Tod mangels eigener Erfahrung nicht vorstellen können, müssen die Ängste, wie unter anderem Sie hier imaginieren, andere Ursachen haben, die vermutlich mehr mit bereits Erlebtem zu tun haben.
Fazit für mich: Die Angst vor Organentnahme ist mir zu abstrakt, die Angst vor dem Tod bzw. meinem Sterben bleibt mir so oder so. Das alles kann demzufolge für meine Entscheidungen keine wirkliche Rolle spielen.
Ich hege höchsten Respekt, erstens vor der Entscheidung der Patientin, die bei vollen Bewusstsein diese 'Tat' begangen haben wollte, und zweitens gegenüber dem (be)handelnden Arzt. Vertrauen in die Gesetze und den Lehren aus der Vergangenheit wäre ein Gebot der Stunde - auch in Bezug auf die Neu-Regelung der Organspende.
Ich persönlich hoffe, dass Personen 'ihren Schlages' (nicht persönlich gemeint) nie in die Situation kommen, auf ein Organ angewiesen zu sein. Sterben hört sich so einfach an, aber wenn keine erfüllte 80 Jahre hinter einem liegen und der Kampf ums (Weiter)Leben oftmals einziger Tagesinhalt ist, würden Sie evtl. anders denken.
Der rettende Strohhalm für viele Kranke ist 'nun mal' ein Fremdorgan, das von anderen Menschen stammt. Der TOT eines Menschen ist dafür leider oft eine notwendige Vorraussetzung. Die Empfänger sind sich dieser Tragik sehr wohl bewusst und der Dank an den Spender, besteht in jedem gelebten Tag dieses 'geschenkten' Lebens. Jeder Einzelne, ob chronisch erkrank oder nicht, hat ein unwiederbringbares Grundrecht auf Leben! Dazu gehört auch die Entscheidung zu Sterben. Es gibt Kranke, die die Organtransplantation bewußt ablehen. Dies ist ein mutige und überaus beachtenswerte Entscheidung gegen das Leben und für den frühzeitigen Tod.
Allerdings MUSS Ihre Entscheidung gegen die Organspende respektiert werden, auch wenn ihre Entscheidungsgrundlage (meiner Meinung nach überaus polemisch!) diskutiert werden könnte.
Das ist ja das Problem: Durch so einen Fall, über den man zu Recht komisch denken kann, wird zugleich dann leider eine Angst gegen die Spende im "Normalfall" (so blöd es klingt) geschürt und es folgen Kommentare wie das Ihrige.
Denn damit sprechen Sie, pauschal und allgemein, allen deutschen Ärzten ein verbrecherisches Handeln zu. Hier ist so eine Art der Sache ja strafbewehrt und ich denke zudem nicht, dass glich alle Ärzte auf diesem Gebiet sich zu so einem Verhalten hingeben würden.
Ihre Entscheidung mag verständlich sein, und sie ist ja auch "Ihre" Sache, aus gutem Grund, aber die Hetze gegen deutsche Ärzte entbehrt wohl jeder Grundlage, so viel Unsinn es in Belgien und China und anderswo geben mag. Wir sollten Menschen, die sich für eine Spende entscheiden eher dankbar sein als Sie zu Trotteln zu erklären, die nicht sehen das alle Ärzte nur Ihre Organe wollen...
[...]
Aber zur Sache: Wenn jemand einen Zustand in seinem Leben erreicht sieht, in dem es keinen Sinn mehr für ihn macht, das Leben weiterzuführen, dann ist es seine und ausschließlich seine Sache zu entscheiden, ob er es beendet. Es ist sein Leben, ausschließlich. Wenn er sich darüber hinaus entschließt, seine Organe zu spenden, auch gut. Mir persönlich würde es als etwas ... stillos erscheinen, weil inkonsequent. Was geht es einen nach dem Tod noch an, was mit dem Körper passiert?
Inkonsequenz aber ist der eigentliche Vorwurf, den man der Frau machen sollte: Es ist ihr Leben, sie entscheidet autonom über das Ende. Dass sie dann allerdings die finale Handlung jemand anderem überlässt, das ist, mit Verlaub, gekniffen. Damit wird eine un-eigentliche Theatralik in den Freitod eingeführt. Es ist dein Tod, also mach es gefälligst selbst!
Und daraus ergibt sich der Vorwurf an die Ärzte: Sie haben sich zum Handlanger machen lassen. Es entsteht der Verdacht, sie könnten aus eigenen Interessen gehandelt haben - und sei es nur um des tollen Gefühls willen, zwei glücklichen Empfängern geholfen zu haben. Das klebt ihr Leben lang an ihnen.
Teil entfernt. Der Inhalt, auf den Sie sich bezogen, wurde inzwischen moderiert. Danke, die Redaktion/lv
"Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv"
In diesem Abschnitt meiner LeserschreibeIntervention hatte ich allerdings tatsächlich die NeoNazis der Geschichtlichen Dimension im Sinne, also nicht die Jetzigen Belgischen NeoTranplantateure im Sinn, im oberen Teil allerdings hatte Ihre engagierte Moderation den 'Zeitnerv' getroffen.
Ich danke der vorauseilenden Berichtigung, schließlich ist meine verwegene Investigation justiziabel angreifbar.
Es gibt nichts anderes als das Leben. Dazu gehört notwendigerweise auch das Sterben. Wenn ich mit meinem Körper im Tode noch helfen kann, bin ich bereit, dafür im schlimmsten Fall das Risiko einzugehen, dass die Organentnahme zu einem Bestandteil meines Sterbens werden könnte. Was soll's, an meine Gebuht erinnere ich mich auch nicht mehr, und tiefenwirksame Traumata werden nach meinem Tod wohl ohne Bedeutung für mich sein.
Da wir uns nun einmal das Sterben oder gar den Tod mangels eigener Erfahrung nicht vorstellen können, müssen die Ängste, wie unter anderem Sie hier imaginieren, andere Ursachen haben, die vermutlich mehr mit bereits Erlebtem zu tun haben.
Fazit für mich: Die Angst vor Organentnahme ist mir zu abstrakt, die Angst vor dem Tod bzw. meinem Sterben bleibt mir so oder so. Das alles kann demzufolge für meine Entscheidungen keine wirkliche Rolle spielen.
Ich hege höchsten Respekt, erstens vor der Entscheidung der Patientin, die bei vollen Bewusstsein diese 'Tat' begangen haben wollte, und zweitens gegenüber dem (be)handelnden Arzt. Vertrauen in die Gesetze und den Lehren aus der Vergangenheit wäre ein Gebot der Stunde - auch in Bezug auf die Neu-Regelung der Organspende.
Ich persönlich hoffe, dass Personen 'ihren Schlages' (nicht persönlich gemeint) nie in die Situation kommen, auf ein Organ angewiesen zu sein. Sterben hört sich so einfach an, aber wenn keine erfüllte 80 Jahre hinter einem liegen und der Kampf ums (Weiter)Leben oftmals einziger Tagesinhalt ist, würden Sie evtl. anders denken.
Der rettende Strohhalm für viele Kranke ist 'nun mal' ein Fremdorgan, das von anderen Menschen stammt. Der TOT eines Menschen ist dafür leider oft eine notwendige Vorraussetzung. Die Empfänger sind sich dieser Tragik sehr wohl bewusst und der Dank an den Spender, besteht in jedem gelebten Tag dieses 'geschenkten' Lebens. Jeder Einzelne, ob chronisch erkrank oder nicht, hat ein unwiederbringbares Grundrecht auf Leben! Dazu gehört auch die Entscheidung zu Sterben. Es gibt Kranke, die die Organtransplantation bewußt ablehen. Dies ist ein mutige und überaus beachtenswerte Entscheidung gegen das Leben und für den frühzeitigen Tod.
Allerdings MUSS Ihre Entscheidung gegen die Organspende respektiert werden, auch wenn ihre Entscheidungsgrundlage (meiner Meinung nach überaus polemisch!) diskutiert werden könnte.
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