Das Risiko der Organschädigung
Dass drei Ärzte eine Tötung begleiten, ist ungewöhnlich. Die Chirurgen hätten dies gewünscht, sagt Cras. Ihnen ist offenbar wichtig, dass die Feststellung des Todes bei Carine unangreifbar ist. Erst wenn Carine für tot erklärt ist, dürfen die Chirurgen aktiv werden. Verlangt wird eine punktgenaue Diagnose: Wenn Carines Herzschlag aussetzt und ihre Atmung stillsteht, zählt jede Minute. Jede Minute Sauerstoffmangel mehr kann ihre Organe schädigen und damit die Chancen der Organempfänger verschlechtern. Damit die Chirurgen die Todesfeststellung nicht beeinflussen, warten sie während der Tötung im Nebenraum, bereits in steriler Kleidung. Doch auch die Euthanasieärzte wissen um das Risiko der Organschädigung. Sehen sie Carine in diesen Minuten noch als sterbende Patientin, für deren Wohl sie bis zum letzten Moment sorgen müssen? Oder schon als Spenderin? Lässt sich das überhaupt noch trennen?
Cras kontrolliert den Herzschlag der Sterbenden mit einem Stethoskop und beobachtet ihre Atmung. Wenige Minuten nach der tödlichen Injektion ist es so weit: Carines Herz steht still, sie atmet nicht mehr, ihre Pupillen sind starr. Cras bescheinigt als Erster ihren Tod. Wyffels und Bauwens bestätigen den Befund. Dann geht es nach den Erinnerungen der Ärzte sehr schnell. Die Chirurgen kommen herein und legen los, noch ehe die Euthanasieärzte den Operationssaal verlassen haben. Carines Kleider werden heruntergeschnitten, ihre Haut wird desinfiziert. Zwei Teams beugen sich gleichzeitig über den leblosen Körper, etwa fünf Minuten nach der Todesdiagnose. Das eine öffnet mit schnellen Schnitten den Bauch und schüttet Eiswasser zur Kühlung hinein, das andere arbeitet sich zur Arterie und Vene der Leiste vor, um dort einen Katheter anzuschließen, durch den ebenfalls Kühlflüssigkeit in den Körper geleitet wird.
Der Ethiker Cras zeigt sich noch heute beeindruckt von der Effizienz des Teams. »Ich habe die ersten 30 Sekunden gesehen«, sagt er, »und ich muss zugeben, es war sehr belastend für mich.« Auch Bauwens beobachtet die ersten Handgriffe der Chirurgen, er sagt: »Es war eine der schwersten Euthanasien, die ich erlebt habe.« Nachdem er gesehen habe, wie Carines Bauch aufgeschnitten wurde, habe er den Raum verlassen, »weil ich das emotional nicht mitmachen wollte«. Wyffels spricht rückblickend von Kummer, aber zugleich von Erleichterung. Auch Stolz schwingt mit, wenn er sagt: »Es war das erste Mal in der Menschheitsgeschichte.« Dass es niemals zuvor passierte, sei wohl der Angst vor üblen Machenschaften geschuldet. Der Hausarzt malt das Szenario aus: »Diese extrem reichen Menschen, die eine Bauchspeicheldrüse brauchen, und dann ist da jemand, der ein passendes Organ hat und nicht sterbenskrank ist... Vielleicht würden sie mir zehn Millionen Euro zahlen, um den Patienten zu überreden, seine Organe zu spenden.«
Als eine internationale Medizinerschaft 2009 beim europäischen Anästhesiekongress in Mailand mit Carines Fall konfrontiert wird, hält sich die Kritik in Grenzen. Ein Anästhesist allerdings fragt, warum die Chirurgen nicht auch noch Carines Herz transplantiert hätten, erinnert sich Cras. Die Frage ist als Provokation gemeint: Herzen sind besonders empfindlich gegen Sauerstoffmangel. Wenn sie einmal zu schlagen aufgehört haben, ist es nahezu ausgeschlossen, sie zu transplantieren. Hätte man auch Carines Herz verpflanzen wollen, so hätte man es der jungen Frau unter Narkose entnehmen müssen – vor ihrem Tod. Carine wäre dann nicht durch die Medikamente getötet worden, sondern infolge der Organentnahme. Die Antwerpener Ethikkommission hatte diese Möglichkeit im Vorfeld tatsächlich diskutiert – und sich dagegen entschieden. Weil die Tötung von der Organentnahme komplett getrennt sein musste, sagt Cras.
Sonst wäre auch das letzte Tabu der Transplantationsmedizin gefallen: Lebenswichtige Organe dürfen nur Toten entnommen werden – lebende Menschen dürfen nicht für eine Organentnahme getötet werden. Diese eherne Regel ist seit den Anfängen der Transplantationsmedizin international akzeptiert, doch sie ist ins Wanken geraten. Macht es etwas, wenn Organspender nicht tot sind? So fragt etwa der einflussreiche amerikanische Bioethiker Robert Truog. Der Philosoph Julian Savulescu aus Oxford hat ein Szenario entwickelt, wie sich der Organmangel mindern ließe, sobald lebenswichtige Organe schon vor dem Tod einem Patienten entnommen werden könnten.
Einige Ärzte meinen: Ein guter Zweck heiligt fast jedes Mittel
Savulescu hat bei dem umstrittenen australischen Philosophen Peter Singer promoviert und ist wie dieser Utilitarist: Ein guter Zweck heiligt für ihn fast jedes Mittel. Savulescu fragt, warum man schwerstkranke Patienten mit begrenzter Lebenszeit auf Intensivstationen sterben lässt, deren Organe doch noch nützlich sein könnten, um anderen zu helfen. Wenn es ethisch akzeptiert sei, bei solchen Patienten die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden, warum könnte man sie nicht vor ihrem Tod narkotisieren, ihnen die Organe entnehmen und sie auf diese Weise sterben lassen? Selbstverständlich müssten sich die Patienten zu Lebzeiten für so eine Option entschieden haben – oder stellvertretend ihre Angehörigen. Mögliche »Quellen für Transplantationsorgane« seien laut Savulescu dauerhaft bewusstlose Patienten oder auch ohne Gehirn geborene Säuglinge. Allein in Großbritannien, schätzt Savulescu, könnten auf diese Weise bis zu 2.200 Organe im Jahr mehr gewonnen werden.
In Belgien wurden bislang acht Patienten nach einer Tötung auf Verlangen zu Organspendern. Cras versichert der ZEIT, die Frage nach der Spende müsse stets von den Patienten gestellt werden, nicht von den Ärzten. Anders als noch bei Carine verzichtet die Universitätsklinik Antwerpen in späteren Fällen nicht mehr darauf, dass Patienten des eigenen Hauses bei der Organverteilung berücksichtigt werden. Die belgischen Ärzte schätzen das Potenzial zusätzlicher Organspenden hoch ein. 2008 wurden 705 belgische Patienten auf ihren Wunsch hin getötet. 141 davon, also rund ein Fünftel, hatten neuromuskuläre Erkrankungen – solche Patienten wären als Organspender infrage gekommen.
Wie immer nach einer Tötung auf Verlangen wird auf Carines Totenschein »natürlicher Tod« vermerkt. Ihre Familie gibt auf der Website www.inmemoriam.be Carines Tod bekannt. Die Verbrennung, heißt es, finde im engsten Kreis der Familie statt. Zur kirchlichen Begräbnisfeier und der anschließenden Erdbestattung der Urne seien Freunde und Bekannte eingeladen. Carine sei am 29. Januar 2005 im Universitätskrankenhaus Antwerpen sanft entschlafen.
*Name von der Redaktion geändert
- Datum 24.10.2011 - 17:40 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 20.10.2011 Nr. 43
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Warum eigentlich wird, wenn man Euthanasie doch angeblich für moralisch in Ordnung hält, ausdrücklich eine falsche Todesursache beurkundet ("natürlicher Tod")? Entweder ist diese Tötung in Ordnung, dann kann man offen darüber reden, oder sie ist eben nicht in Ordnung.
Die Wahrheit ist nicht immer gut. Vor allem ist die Wahrheit nicht absolut, sondern subjektiv. Wenn es für alle Angehörigen und den Betroffenen selbst die beste Lösung ist, jemanden sterben zu lassen, dann muss das die Gesellschaft noch lange nicht gutheißen. Die Gesellschaft kann das vermeintliche Fehlverhalten dann ahnden. Wenn man also in so einem Fall lügt oder die Wahrheit vorenthält, dann dient das dem Schutz vor der Gesellschaft.
Die Wahrheit ist nicht immer gut. Vor allem ist die Wahrheit nicht absolut, sondern subjektiv. Wenn es für alle Angehörigen und den Betroffenen selbst die beste Lösung ist, jemanden sterben zu lassen, dann muss das die Gesellschaft noch lange nicht gutheißen. Die Gesellschaft kann das vermeintliche Fehlverhalten dann ahnden. Wenn man also in so einem Fall lügt oder die Wahrheit vorenthält, dann dient das dem Schutz vor der Gesellschaft.
ihm sofort die Organe entnommen"?
Also da könnte Ihnen der NATO-Verbündete und Kosovo-Staatschef Thaci ganz andere Sachen erzählen
> Nie zuvor haben Ärzte einen Patienten aktiv getötet
> und ihm sofort danach Organe entnommen.
(1) Über zwischen 2007 und 2009 durchgeführte Lungenentransplantation nach Euthanasie in Belgien gibt es bereits Veröffentlichungen, z. B. Applied Cardiopulmonary Pathophysiology 15: 38-48, 2011, "Initial experience with transplantation of lungs recovered from donors after euthanasia". www.google.com/search?q=o...
(2) Bei der Organentnahme ist ein Mensch nicht tot, sondern (vermeintlich) nur sein Gehirn ("hirntot"), tote Organe will niemand transplantieren.
Kreislauf, Stoffwechsel und Eigenversorgung der Organe mit Sauerstoff (S. 4 des Artikels) bei einer Toten? Gleichzeitig keine Herztransplantation (eines der wichtigsten Organe bei Transplantationen in Deutschland), da "nur hirntot" und dadurch Entnahme des Herzens gleich Tötung der Patientin (richtig)? und damit Patientin noch nicht tot? Verabschiedet sich die Seele mit dem (beginnenden) Absterben der Hirnzellen, und wie ist zu erklären, dass Hirntod weltweit scheinbar durchaus unterschiedlich gemessen und definiert wird? Ist der Todeszeitpunkt regional oder genetisch unterschiedlich?
> "Euthanasie hinterlässt immer eine Narbe"
Eine Narbe ist Folge einer Verletzung. Verletzte sich der Arzt hier selbst oder scheut er sich, das Wort "Schuld" auszusprechen?
> Nie zuvor haben Ärzte einen Patienten aktiv getötet
> und ihm sofort danach Organe entnommen.
(1) Über zwischen 2007 und 2009 durchgeführte Lungenentransplantation nach Euthanasie in Belgien gibt es bereits Veröffentlichungen, z. B. Applied Cardiopulmonary Pathophysiology 15: 38-48, 2011, "Initial experience with transplantation of lungs recovered from donors after euthanasia". www.google.com/search?q=o...
(2) Bei der Organentnahme ist ein Mensch nicht tot, sondern (vermeintlich) nur sein Gehirn ("hirntot"), tote Organe will niemand transplantieren.
Kreislauf, Stoffwechsel und Eigenversorgung der Organe mit Sauerstoff (S. 4 des Artikels) bei einer Toten? Gleichzeitig keine Herztransplantation (eines der wichtigsten Organe bei Transplantationen in Deutschland), da "nur hirntot" und dadurch Entnahme des Herzens gleich Tötung der Patientin (richtig)? und damit Patientin noch nicht tot? Verabschiedet sich die Seele mit dem (beginnenden) Absterben der Hirnzellen, und wie ist zu erklären, dass Hirntod weltweit scheinbar durchaus unterschiedlich gemessen und definiert wird? Ist der Todeszeitpunkt regional oder genetisch unterschiedlich?
> "Euthanasie hinterlässt immer eine Narbe"
Eine Narbe ist Folge einer Verletzung. Verletzte sich der Arzt hier selbst oder scheut er sich, das Wort "Schuld" auszusprechen?
sollen ja die Organe von zum Tode verurteilter entnommen werden, heißt es.
Bitte untermauern Sie Ihre Aussagen mit Quellenangaben. Danke. Die Redaktion/ew
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
auch anmerken sollte, dass in China alles, aber auch alles gefaelscht ist. Wahrscheinlich waren das dann in Wirklichkeit Organe von Tieren ?
Man weiss ja nie, vor allem wenn man nicht vor Ort ist....
ich habe versucht es sehr vorsichtig zu formulieren, weil ich keine Beweise habe, in der Hoffnung jemand anders hat vielleicht welche. Ich habe es von Chinesen in Paris gehört, die versucht haben dies einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln. Aber vielleicht könnt ihr ja als Zeitung mal recherchieren.
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
auch anmerken sollte, dass in China alles, aber auch alles gefaelscht ist. Wahrscheinlich waren das dann in Wirklichkeit Organe von Tieren ?
Man weiss ja nie, vor allem wenn man nicht vor Ort ist....
ich habe versucht es sehr vorsichtig zu formulieren, weil ich keine Beweise habe, in der Hoffnung jemand anders hat vielleicht welche. Ich habe es von Chinesen in Paris gehört, die versucht haben dies einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln. Aber vielleicht könnt ihr ja als Zeitung mal recherchieren.
in New York wurden vor Jahren 2 chinesische Beamte festgenommen, die mit einer Art Organ-Versandkatalog unterwegs waren
Beim lesen des Artikels war ich hin und her gerissen. Einerseits habe ich Verständnis für den Wunsch dieses Menschen. Auch die art und weise wie die Ärzte damit umgegangen sind, wie sind gehandelt haben hat mich beeindruckt. Dennoch drängen sich bei mir die (im Artikel erwähnten) Bedenken auf: Was ist wenn man an den falschen Arzt gerät? Kann ich mir sicher sein das man mich nicht nur deswegen sterben lässt weil jemand scharf auf meine Organe (das damit verbundene Geld) ist?
Die Ärzte haben in dem Fall viel getan um sich nicht diesen Verdacht auszusetzen. Fraglich ist es jedoch, ob andere Ärtze das genau so machen würden. Wenn man darüber ernsthaft diskutiert, sowas auch in Deutschland einzuführen, sollte man vor allem darauf achten das ALLES getan wird um das Verfahren frei von Finanziellen interessen zu gestalten. Man sollte ALLES dafür tun dass die Arbeit der Ärzte die so etwas praktizieren doppelt, dreifach, von mir aus 10fach überwacht und überprüft wird.
Sollte es in Deutschland nicht geben!
http://www.derwesten.de/n...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/s...
http://www.derwesten.de/w...
gibt es Ärzte, die keine sind und jegliche Moral und Ethik einfach mit der ihnen eigenen Hybris beiseite wischen...
Als mein Neurologe mir vor zwei Jahren eröffnete, dass Ärzte auch nur Menschen sind, war ich sehr versucht, ihn darüber aufzuklären, dass es ihnen immer dann einfällt, wenn es ihnen gerade zum Vorteil gereicht.
Es wird diesem heiklen und so diffizilen Thema wie Organspende immer ein gewisser Makel der "Euthanasie" anhaften. Es polarisiert zu stark - egal wie kompetent, gewissenhaft, moralisch, ethisch und sonst wie ein Arzt handelt - wenn er es denn tut (der Eid des Hippokrates ist Makulatur für viele)...
Weil eine ärztliche Mehrheit im Einheitsklang weniger am "Mensch Patient" interessiert ist - im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts wurden schon sehr abscheuliche Dinge getan...
Natürlich machen sie uns genau in dieser Majorität aber glauben, dass alles zum Wohl eines Patienten abgewogen wird...
Ja – Ärzte sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler - kein Thema - aber Menschen haben entweder Charakter mit Rückgrat oder sie haben das andere...
Schuld an einer so großen Unsicherheit sind mit Sicherheit auch die vielen Experten, die sich komischerweise immer dann einig sind, wenn sie nicht mit allen einig sind...
Profilneurose und Narzissmus sind nirgends gefährlicher und desplacierter!
Organspende ist für mich nur dann ethisch und human einwandfrei - wenn der l e b e n d e Mensch sich explizit dafür ausspricht...
Liebe Grüße
gibt es Ärzte, die keine sind und jegliche Moral und Ethik einfach mit der ihnen eigenen Hybris beiseite wischen...
Als mein Neurologe mir vor zwei Jahren eröffnete, dass Ärzte auch nur Menschen sind, war ich sehr versucht, ihn darüber aufzuklären, dass es ihnen immer dann einfällt, wenn es ihnen gerade zum Vorteil gereicht.
Es wird diesem heiklen und so diffizilen Thema wie Organspende immer ein gewisser Makel der "Euthanasie" anhaften. Es polarisiert zu stark - egal wie kompetent, gewissenhaft, moralisch, ethisch und sonst wie ein Arzt handelt - wenn er es denn tut (der Eid des Hippokrates ist Makulatur für viele)...
Weil eine ärztliche Mehrheit im Einheitsklang weniger am "Mensch Patient" interessiert ist - im Namen des wissenschaftlichen Fortschritts wurden schon sehr abscheuliche Dinge getan...
Natürlich machen sie uns genau in dieser Majorität aber glauben, dass alles zum Wohl eines Patienten abgewogen wird...
Ja – Ärzte sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler - kein Thema - aber Menschen haben entweder Charakter mit Rückgrat oder sie haben das andere...
Schuld an einer so großen Unsicherheit sind mit Sicherheit auch die vielen Experten, die sich komischerweise immer dann einig sind, wenn sie nicht mit allen einig sind...
Profilneurose und Narzissmus sind nirgends gefährlicher und desplacierter!
Organspende ist für mich nur dann ethisch und human einwandfrei - wenn der l e b e n d e Mensch sich explizit dafür ausspricht...
Liebe Grüße
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pietätlose Kommentare. Danke, die Redaktion/lv
ich werde nun entschieden gegen einen Organspenderausweis
mich aussprechen, niemals sollen diese [...] von meinen
Körper auch nur eine Haaresspitze zu fassen bekommen...;
im Übrigen, entnimmt 'man' auch in Deutschland keinen 'Toten' Organe zur Spende, sondern es werden Lebendspenden entnommen;
von 'Leichen' Organe zu entnehmen, würden diese Organe irreparabel geschödigt...; also muß 'man damit leben', daß nach Eintritt vom 'angeblichen Klinischen Tod' die 'BasisBewußtseinsströme' immer noch intakt sind..., das heißt, man erlebt den 'Alptraum' einer Ausweidung seines eigenen Körpers an sich selber...; da gibt es dann kein entkommen...,ich sehe das so ähnlich wie dieses ScheintodErwachen im Sarg...; so schrecklich abgrundtief ausgeliefert zu sein der vorsätzlichen Willkür..., nur, weil es diese 'Ärzte' nicht erwarten können, bis der 'würdige' Tod eingetreten ist..., jedenfalls kann man nicht TOD sein, wenn man noch 'frisch genug' ist, daß die Organe 'quicklebendig' entnommen werden...;
deshalb sage ich ab JETZT:
ORGANENTNAHME...? NEIN DANKE !!!
Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv
Das ist ja das Problem: Durch so einen Fall, über den man zu Recht komisch denken kann, wird zugleich dann leider eine Angst gegen die Spende im "Normalfall" (so blöd es klingt) geschürt und es folgen Kommentare wie das Ihrige.
Denn damit sprechen Sie, pauschal und allgemein, allen deutschen Ärzten ein verbrecherisches Handeln zu. Hier ist so eine Art der Sache ja strafbewehrt und ich denke zudem nicht, dass glich alle Ärzte auf diesem Gebiet sich zu so einem Verhalten hingeben würden.
Ihre Entscheidung mag verständlich sein, und sie ist ja auch "Ihre" Sache, aus gutem Grund, aber die Hetze gegen deutsche Ärzte entbehrt wohl jeder Grundlage, so viel Unsinn es in Belgien und China und anderswo geben mag. Wir sollten Menschen, die sich für eine Spende entscheiden eher dankbar sein als Sie zu Trotteln zu erklären, die nicht sehen das alle Ärzte nur Ihre Organe wollen...
[...]
Aber zur Sache: Wenn jemand einen Zustand in seinem Leben erreicht sieht, in dem es keinen Sinn mehr für ihn macht, das Leben weiterzuführen, dann ist es seine und ausschließlich seine Sache zu entscheiden, ob er es beendet. Es ist sein Leben, ausschließlich. Wenn er sich darüber hinaus entschließt, seine Organe zu spenden, auch gut. Mir persönlich würde es als etwas ... stillos erscheinen, weil inkonsequent. Was geht es einen nach dem Tod noch an, was mit dem Körper passiert?
Inkonsequenz aber ist der eigentliche Vorwurf, den man der Frau machen sollte: Es ist ihr Leben, sie entscheidet autonom über das Ende. Dass sie dann allerdings die finale Handlung jemand anderem überlässt, das ist, mit Verlaub, gekniffen. Damit wird eine un-eigentliche Theatralik in den Freitod eingeführt. Es ist dein Tod, also mach es gefälligst selbst!
Und daraus ergibt sich der Vorwurf an die Ärzte: Sie haben sich zum Handlanger machen lassen. Es entsteht der Verdacht, sie könnten aus eigenen Interessen gehandelt haben - und sei es nur um des tollen Gefühls willen, zwei glücklichen Empfängern geholfen zu haben. Das klebt ihr Leben lang an ihnen.
Teil entfernt. Der Inhalt, auf den Sie sich bezogen, wurde inzwischen moderiert. Danke, die Redaktion/lv
"Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv"
In diesem Abschnitt meiner LeserschreibeIntervention hatte ich allerdings tatsächlich die NeoNazis der Geschichtlichen Dimension im Sinne, also nicht die Jetzigen Belgischen NeoTranplantateure im Sinn, im oberen Teil allerdings hatte Ihre engagierte Moderation den 'Zeitnerv' getroffen.
Ich danke der vorauseilenden Berichtigung, schließlich ist meine verwegene Investigation justiziabel angreifbar.
Es gibt nichts anderes als das Leben. Dazu gehört notwendigerweise auch das Sterben. Wenn ich mit meinem Körper im Tode noch helfen kann, bin ich bereit, dafür im schlimmsten Fall das Risiko einzugehen, dass die Organentnahme zu einem Bestandteil meines Sterbens werden könnte. Was soll's, an meine Gebuht erinnere ich mich auch nicht mehr, und tiefenwirksame Traumata werden nach meinem Tod wohl ohne Bedeutung für mich sein.
Da wir uns nun einmal das Sterben oder gar den Tod mangels eigener Erfahrung nicht vorstellen können, müssen die Ängste, wie unter anderem Sie hier imaginieren, andere Ursachen haben, die vermutlich mehr mit bereits Erlebtem zu tun haben.
Fazit für mich: Die Angst vor Organentnahme ist mir zu abstrakt, die Angst vor dem Tod bzw. meinem Sterben bleibt mir so oder so. Das alles kann demzufolge für meine Entscheidungen keine wirkliche Rolle spielen.
Ich hege höchsten Respekt, erstens vor der Entscheidung der Patientin, die bei vollen Bewusstsein diese 'Tat' begangen haben wollte, und zweitens gegenüber dem (be)handelnden Arzt. Vertrauen in die Gesetze und den Lehren aus der Vergangenheit wäre ein Gebot der Stunde - auch in Bezug auf die Neu-Regelung der Organspende.
Ich persönlich hoffe, dass Personen 'ihren Schlages' (nicht persönlich gemeint) nie in die Situation kommen, auf ein Organ angewiesen zu sein. Sterben hört sich so einfach an, aber wenn keine erfüllte 80 Jahre hinter einem liegen und der Kampf ums (Weiter)Leben oftmals einziger Tagesinhalt ist, würden Sie evtl. anders denken.
Der rettende Strohhalm für viele Kranke ist 'nun mal' ein Fremdorgan, das von anderen Menschen stammt. Der TOT eines Menschen ist dafür leider oft eine notwendige Vorraussetzung. Die Empfänger sind sich dieser Tragik sehr wohl bewusst und der Dank an den Spender, besteht in jedem gelebten Tag dieses 'geschenkten' Lebens. Jeder Einzelne, ob chronisch erkrank oder nicht, hat ein unwiederbringbares Grundrecht auf Leben! Dazu gehört auch die Entscheidung zu Sterben. Es gibt Kranke, die die Organtransplantation bewußt ablehen. Dies ist ein mutige und überaus beachtenswerte Entscheidung gegen das Leben und für den frühzeitigen Tod.
Allerdings MUSS Ihre Entscheidung gegen die Organspende respektiert werden, auch wenn ihre Entscheidungsgrundlage (meiner Meinung nach überaus polemisch!) diskutiert werden könnte.
Das ist ja das Problem: Durch so einen Fall, über den man zu Recht komisch denken kann, wird zugleich dann leider eine Angst gegen die Spende im "Normalfall" (so blöd es klingt) geschürt und es folgen Kommentare wie das Ihrige.
Denn damit sprechen Sie, pauschal und allgemein, allen deutschen Ärzten ein verbrecherisches Handeln zu. Hier ist so eine Art der Sache ja strafbewehrt und ich denke zudem nicht, dass glich alle Ärzte auf diesem Gebiet sich zu so einem Verhalten hingeben würden.
Ihre Entscheidung mag verständlich sein, und sie ist ja auch "Ihre" Sache, aus gutem Grund, aber die Hetze gegen deutsche Ärzte entbehrt wohl jeder Grundlage, so viel Unsinn es in Belgien und China und anderswo geben mag. Wir sollten Menschen, die sich für eine Spende entscheiden eher dankbar sein als Sie zu Trotteln zu erklären, die nicht sehen das alle Ärzte nur Ihre Organe wollen...
[...]
Aber zur Sache: Wenn jemand einen Zustand in seinem Leben erreicht sieht, in dem es keinen Sinn mehr für ihn macht, das Leben weiterzuführen, dann ist es seine und ausschließlich seine Sache zu entscheiden, ob er es beendet. Es ist sein Leben, ausschließlich. Wenn er sich darüber hinaus entschließt, seine Organe zu spenden, auch gut. Mir persönlich würde es als etwas ... stillos erscheinen, weil inkonsequent. Was geht es einen nach dem Tod noch an, was mit dem Körper passiert?
Inkonsequenz aber ist der eigentliche Vorwurf, den man der Frau machen sollte: Es ist ihr Leben, sie entscheidet autonom über das Ende. Dass sie dann allerdings die finale Handlung jemand anderem überlässt, das ist, mit Verlaub, gekniffen. Damit wird eine un-eigentliche Theatralik in den Freitod eingeführt. Es ist dein Tod, also mach es gefälligst selbst!
Und daraus ergibt sich der Vorwurf an die Ärzte: Sie haben sich zum Handlanger machen lassen. Es entsteht der Verdacht, sie könnten aus eigenen Interessen gehandelt haben - und sei es nur um des tollen Gefühls willen, zwei glücklichen Empfängern geholfen zu haben. Das klebt ihr Leben lang an ihnen.
Teil entfernt. Der Inhalt, auf den Sie sich bezogen, wurde inzwischen moderiert. Danke, die Redaktion/lv
"Übrigens hatten auch die [...] 'nur Gutes' für die Volksgemeinschaft im Sinn..., der Einzelne ist GARNICHTS,
das Volk ist ALLES...; und warum sollen denn die 'Schwachen' weiterleben, wenn man deren 'Ersatzteile' den 'Lebenstüchtigen' weitergeben kann...; "Ach, lieber Schwerstbehinderter, warum placken Sie sich denn mit ihrem Elendsleben..., geben Sie doch Ihr Leben den 'Tüchtigen' weiter..., so sind Sie ein Vollwertiger ..."
Teile entfernt. Bitte achten Sie auf eine unbelastete Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv"
In diesem Abschnitt meiner LeserschreibeIntervention hatte ich allerdings tatsächlich die NeoNazis der Geschichtlichen Dimension im Sinne, also nicht die Jetzigen Belgischen NeoTranplantateure im Sinn, im oberen Teil allerdings hatte Ihre engagierte Moderation den 'Zeitnerv' getroffen.
Ich danke der vorauseilenden Berichtigung, schließlich ist meine verwegene Investigation justiziabel angreifbar.
Es gibt nichts anderes als das Leben. Dazu gehört notwendigerweise auch das Sterben. Wenn ich mit meinem Körper im Tode noch helfen kann, bin ich bereit, dafür im schlimmsten Fall das Risiko einzugehen, dass die Organentnahme zu einem Bestandteil meines Sterbens werden könnte. Was soll's, an meine Gebuht erinnere ich mich auch nicht mehr, und tiefenwirksame Traumata werden nach meinem Tod wohl ohne Bedeutung für mich sein.
Da wir uns nun einmal das Sterben oder gar den Tod mangels eigener Erfahrung nicht vorstellen können, müssen die Ängste, wie unter anderem Sie hier imaginieren, andere Ursachen haben, die vermutlich mehr mit bereits Erlebtem zu tun haben.
Fazit für mich: Die Angst vor Organentnahme ist mir zu abstrakt, die Angst vor dem Tod bzw. meinem Sterben bleibt mir so oder so. Das alles kann demzufolge für meine Entscheidungen keine wirkliche Rolle spielen.
Ich hege höchsten Respekt, erstens vor der Entscheidung der Patientin, die bei vollen Bewusstsein diese 'Tat' begangen haben wollte, und zweitens gegenüber dem (be)handelnden Arzt. Vertrauen in die Gesetze und den Lehren aus der Vergangenheit wäre ein Gebot der Stunde - auch in Bezug auf die Neu-Regelung der Organspende.
Ich persönlich hoffe, dass Personen 'ihren Schlages' (nicht persönlich gemeint) nie in die Situation kommen, auf ein Organ angewiesen zu sein. Sterben hört sich so einfach an, aber wenn keine erfüllte 80 Jahre hinter einem liegen und der Kampf ums (Weiter)Leben oftmals einziger Tagesinhalt ist, würden Sie evtl. anders denken.
Der rettende Strohhalm für viele Kranke ist 'nun mal' ein Fremdorgan, das von anderen Menschen stammt. Der TOT eines Menschen ist dafür leider oft eine notwendige Vorraussetzung. Die Empfänger sind sich dieser Tragik sehr wohl bewusst und der Dank an den Spender, besteht in jedem gelebten Tag dieses 'geschenkten' Lebens. Jeder Einzelne, ob chronisch erkrank oder nicht, hat ein unwiederbringbares Grundrecht auf Leben! Dazu gehört auch die Entscheidung zu Sterben. Es gibt Kranke, die die Organtransplantation bewußt ablehen. Dies ist ein mutige und überaus beachtenswerte Entscheidung gegen das Leben und für den frühzeitigen Tod.
Allerdings MUSS Ihre Entscheidung gegen die Organspende respektiert werden, auch wenn ihre Entscheidungsgrundlage (meiner Meinung nach überaus polemisch!) diskutiert werden könnte.
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