Managerin Hannah Jones"Wir sammeln den Müll"

Topmanagerin Hannah Jones über die harsche Kritik an Nike – und die Lehren, die der US-Sportkonzern daraus gezogen hat.

Nike-Laufschuhe, aufgenommen während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 in Südkorea

Nike-Laufschuhe, aufgenommen während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 in Südkorea

DIE ZEIT: Frau Jones, sind Nike-Turnschuhe umweltfreundlich?

Hannah Jones: Man kann lange darüber diskutieren, was umweltfreundlich und nachhaltig ist. Es ist ein langer Weg, bis man als Unternehmen diesen Punkt erreicht. Bei Nike kann man aber zumindest Schuhe kaufen, bei deren Produktion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr viel nachgedacht worden ist.

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ZEIT: Was heißt das konkret?

Hannah Jones

Turnschuhe zu verkaufen war sicher nicht der Traumjob von Hannah Jones. Doch als der Sportartikelhersteller Nike bei der Britin anrief und ihr schließlich 2004 sogar den Job als Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit anbot, konnte sie nicht widerstehen. Zu groß war der Reiz, ein Unternehmen von innen zu verändern. Wie sich externer Druck für mehr Umweltschutz auf die Wirtschaft auswirkt, hatte sie zuvor als Journalistin und im Europabüro der Jugendorganisation Community Service Volunteers erlebt.

Jones: Wir haben etwa für unsere Designer einen Katalog, der schon beim Entwickeln eines neuen Schuhes hilft, die Auswirkung auf die Umwelt zu berücksichtigen. Außerdem lassen wir zu, dass andere diese Innovation nutzen.

ZEIT: Sie haben Ihr sogenanntes »Design Tool«, das Informationen über Materialien und ihre Umweltwirkung enthält, im Internet publiziert.

Jones: Wir wollen nicht nur Nike verändern. Wir wollen die gesamte Industrie reformieren. Deren Materialverbrauch muss sich von den immer knapper werdenden Rohstoffen entkoppeln.

ZEIT: Viele Unternehmen scheuen den Umweltschutz immer noch mit dem Argument: Wenn nur wir uns dafür entscheiden, kostet das Umsatz, Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit.

Jones: Im Geschäftsleben geht es oft um die Frage, ob der kurzfristige oder der langfristige Vorteil wichtiger ist. Bei Nike haben wir vielleicht früher als andere gelernt, was es kosten kann, in dieser Hinsicht Fehler zu machen.

ZEIT: Sie wurden vor ein paar Jahren von Umwelt- und Menschenrechtsgruppen heftig kritisiert – wegen der Arbeitsbedingungen in Ihren Zulieferbetrieben.

Jones: Als die Kritik in den neunziger Jahren hochkochte, benahm sich Nike zunächst wie ein Teenager: Die Firma ignorierte ihre Kritiker und wollte nicht verstehen, dass sich die ganze Art des Wirtschaftens ändern muss. Erinnern Sie sich: Wir reden über eine Zeit lange vor den globalisierungskritischen Protesten in Seattle. Dann aber wachte Nike auf und spürte: Ein Unternehmen ist nicht nur für das Ökonomische verantwortlich, sondern auch für die sozialen und umweltpolitischen Folgen seines Handelns.

ZEIT: Haben die Proteste Nike damals Geld gekostet?

Jones: Der Umsatz ist nicht eingebrochen. Aber für die Angestellten war das alles schmerzhaft. Die konnten sich kaum noch irgendwo blicken lassen, ohne die Frage zu hören: Was, Sie arbeiten für Nike? Das war für die Kultur des Unternehmens ein Schock. Und wenn man dann anfängt, etwas zu verändern, stellt man fest: Man muss mit ganz anderen Leute sprechen als bisher. Und man muss viele Probleme lösen.

ZEIT: Sie mussten sich nur um bessere Arbeitsbedingungen kümmern. Was ist daran so schwer?

Jones: Diese Branche hat lange Zeit nach folgendem Prinzip funktioniert: Irgendwo auf der Welt gab es Zulieferbetriebe, deren Standorte möglichst geheim waren. Als wir dann anfingen, uns über die Arbeitsbedingungen in diesen Fabriken Gedanken zu machen, stießen wir auf jede Menge Ineffizienzen. Auf einmal verabschiedeten nicht nur wir, sondern alle Markenproduzenten Verhaltenskodizes für diese Firmen. Alle bauten interne Kontrollteams auf, um die Einhaltung der Kodizes zu überprüfen. Dann heuerten alle externe Kontrolleure an, um die internen Kontrolleure zu überwachen. Schließlich stellten wir fest: Alle Hersteller benutzen mehr oder weniger dieselben Fabriken und zum Teil sogar dieselben externen Kontrolleure. Die traten sich in der einen Fabrik beim Überwachen auf die Füße, während bei der anderen keiner hinguckte. Da wurde uns klar: Wenn wir es wagen, Namen und Standorte unserer Zulieferer offen bekannt zu geben, kostet uns das möglicherweise Wettbewerbsvorteile. Tun die anderen das aber auch, können wir die Kontrollen poolen und Geld sparen. Wir hofften auf Letzteres.

Leser-Kommentare
  1. "Bei Nike kann man aber zumindest Schuhe kaufen, bei deren Produktion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr viel nachgedacht worden ist."

    Ja. Und wegen eben solcher schwammigen Aussagen, die versuchen zu kaschieren daß man eigentlich auch weiter nichts macht, meide ich die "Kinderarbeitsschlappen" (Zitat Hagen Rether) von Firmen wie Nike, Adidas und Co. auch weiter wie die Pest.

    Danke für dieses sehr aufschlußreiche Interview.

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    • das_m
    • 26.10.2011 um 20:39 Uhr

    Es ist schon richtig, von den Branchenleadern in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion zu erwarten, aber das Gros der weltweit gekauften Textilartikel und Schuhe sind nun mal No-Name-Produkte. Und Sie glauben doch sicher nicht, dass dort die Produktionsbedingungen - sozial und ökologisch - besser sind, oder? Und Hanf-Shirts aus nachhaltiger, lokaler Produktion und handgenähte Lederschuhe aus Italien kann sich nun mal nicht jeder leisten...
    Von da her sind die Bemühungen von Konzernen wie Nike in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.
    In Einem gehe ich mit Frau Jones durchaus einig: Die Politik ist gefragt! Sie muss Standards definieren und die in internationalen Abkommen verankern.

    ...zumindest Schuhe bei denen ich weiß daß sie nicht unter Ausbeutung der Menschen hergestellt werden, die sie anfertigen. Ist gar nicht so schwer. So gut wie jede Stadt hat mittlerweile Läden, die ökologisch unbedenkliche Bekleidung anbieten. Gelbe Seiten reichen oft. Wenn es zu viel Mühe macht, da mal nachzuschlagen.... dann eben nicht. Aber dann bitte nicht mosern. Und der Preis ist auch Meilen von dem entfernt was der "Einzelschuhanfertiger" in der Schweiz haben möchte.

    • das_m
    • 26.10.2011 um 20:39 Uhr

    Es ist schon richtig, von den Branchenleadern in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion zu erwarten, aber das Gros der weltweit gekauften Textilartikel und Schuhe sind nun mal No-Name-Produkte. Und Sie glauben doch sicher nicht, dass dort die Produktionsbedingungen - sozial und ökologisch - besser sind, oder? Und Hanf-Shirts aus nachhaltiger, lokaler Produktion und handgenähte Lederschuhe aus Italien kann sich nun mal nicht jeder leisten...
    Von da her sind die Bemühungen von Konzernen wie Nike in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.
    In Einem gehe ich mit Frau Jones durchaus einig: Die Politik ist gefragt! Sie muss Standards definieren und die in internationalen Abkommen verankern.

    ...zumindest Schuhe bei denen ich weiß daß sie nicht unter Ausbeutung der Menschen hergestellt werden, die sie anfertigen. Ist gar nicht so schwer. So gut wie jede Stadt hat mittlerweile Läden, die ökologisch unbedenkliche Bekleidung anbieten. Gelbe Seiten reichen oft. Wenn es zu viel Mühe macht, da mal nachzuschlagen.... dann eben nicht. Aber dann bitte nicht mosern. Und der Preis ist auch Meilen von dem entfernt was der "Einzelschuhanfertiger" in der Schweiz haben möchte.

    • Timo K
    • 26.10.2011 um 20:16 Uhr

    kann ich zum Glück damit aufhören original Schuhe von Nike zu kaufen.
    So hatte ich es bislang noch nicht gesehen, danke für die Erhellung Frau Jones!

    Nike ist eindeutig weg vom Teenager.

    Der "Die Anderen auch!" Lümmel ist dran, bedeutet das dann, der Teenager kommt nochmal?

    • das_m
    • 26.10.2011 um 20:39 Uhr

    Es ist schon richtig, von den Branchenleadern in dieser Hinsicht eine Vorbildfunktion zu erwarten, aber das Gros der weltweit gekauften Textilartikel und Schuhe sind nun mal No-Name-Produkte. Und Sie glauben doch sicher nicht, dass dort die Produktionsbedingungen - sozial und ökologisch - besser sind, oder? Und Hanf-Shirts aus nachhaltiger, lokaler Produktion und handgenähte Lederschuhe aus Italien kann sich nun mal nicht jeder leisten...
    Von da her sind die Bemühungen von Konzernen wie Nike in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.
    In Einem gehe ich mit Frau Jones durchaus einig: Die Politik ist gefragt! Sie muss Standards definieren und die in internationalen Abkommen verankern.

    Antwort auf "Schwammig"
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    Die Politik ist gefragt? Ich dachte, dass Firmen wie Nike vor allem die amerikanische Politiker dazu gebracht haben die Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu diesen Auswüchsen geführt haben. Wenn jetzt soetwas (von Frau Jones) gesagt wird, dann zeugt dies nur davon, dass nichts gemacht wird, solange diejenige, die eh nichts gegen die eigenen (die der Global Player) Interessen unternehmen werden etwas unternehmen. Dass Leute heutzutage noch auch solche Rhetorik reinfallen ist erstaunlich. Ich sag nicht, dass Unternehmen über die bestehenden Gesetze hinausgehen, nur, dass sie die Politik dazu bringen Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu solchen Zuständen führen, da es mehr Gewinn für die Aktionäre verspricht. Wenn Menschen umgebracht werden, weil sie eine Gewerkschaft in solch einem Sweatshop gründen wollen, dann weiß man was der Sinn soetwas ist. Und dass dann Firmen eine Schuld auf die Politik schieben ist typisch. Ich höre doch sonst nur "nieder mit dem Staat" aus solchen Kehlen

    Zitat das_m: "Und was tragen Sie stattdessen?"

    Eine Alternative wären Lunge Laufschuhe.

    www.lunge.com/

    Kosten in ähnlicher Größenordnung und werden in Deutschland hergestellt. Quasi Trigema für Sportschuhe.

    Design ist vielleicht ein bischen ausbaufähig, aber der Fis oder der C-Dur geht z.B. ganz in Ordnung. Vom Laufen her sowieso.

    Statt Unsummen, die auf ein paar wenige Werbeträger konzentriert werden, und Asienproduktion zu niedrigsten Löhnen, wird hier in Deutschland produziert. Sicher nicht zu Spitzenlöhnen, aber besser als gar nicht. Und die Arbeitsbedingungen sind gut.

    Wer will, kann sich hier http://www.archdaily.com/... die Privatjetflotte von Nike mit eigenem Hangar ansehen. Zwei Gulfstream und eine Falcon, wenn ich das auf den Fotos richtig sehe. Sowas kostet nicht wenig und muß natürlich mitfinanziert werden.

    Der Verbraucher hat die freie Wahl meine Damen und Herren! Er allein entscheidet, welche Produkte er kauft und welches Geschäftsmodell er unterstützen möchte.

    Und noch der Vollständigkeit halber: Ich bin mit keinem der besagten Unternehmen in irgendeiner Weise verbunden.

    Die Politik ist gefragt? Ich dachte, dass Firmen wie Nike vor allem die amerikanische Politiker dazu gebracht haben die Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu diesen Auswüchsen geführt haben. Wenn jetzt soetwas (von Frau Jones) gesagt wird, dann zeugt dies nur davon, dass nichts gemacht wird, solange diejenige, die eh nichts gegen die eigenen (die der Global Player) Interessen unternehmen werden etwas unternehmen. Dass Leute heutzutage noch auch solche Rhetorik reinfallen ist erstaunlich. Ich sag nicht, dass Unternehmen über die bestehenden Gesetze hinausgehen, nur, dass sie die Politik dazu bringen Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu solchen Zuständen führen, da es mehr Gewinn für die Aktionäre verspricht. Wenn Menschen umgebracht werden, weil sie eine Gewerkschaft in solch einem Sweatshop gründen wollen, dann weiß man was der Sinn soetwas ist. Und dass dann Firmen eine Schuld auf die Politik schieben ist typisch. Ich höre doch sonst nur "nieder mit dem Staat" aus solchen Kehlen

    Zitat das_m: "Und was tragen Sie stattdessen?"

    Eine Alternative wären Lunge Laufschuhe.

    www.lunge.com/

    Kosten in ähnlicher Größenordnung und werden in Deutschland hergestellt. Quasi Trigema für Sportschuhe.

    Design ist vielleicht ein bischen ausbaufähig, aber der Fis oder der C-Dur geht z.B. ganz in Ordnung. Vom Laufen her sowieso.

    Statt Unsummen, die auf ein paar wenige Werbeträger konzentriert werden, und Asienproduktion zu niedrigsten Löhnen, wird hier in Deutschland produziert. Sicher nicht zu Spitzenlöhnen, aber besser als gar nicht. Und die Arbeitsbedingungen sind gut.

    Wer will, kann sich hier http://www.archdaily.com/... die Privatjetflotte von Nike mit eigenem Hangar ansehen. Zwei Gulfstream und eine Falcon, wenn ich das auf den Fotos richtig sehe. Sowas kostet nicht wenig und muß natürlich mitfinanziert werden.

    Der Verbraucher hat die freie Wahl meine Damen und Herren! Er allein entscheidet, welche Produkte er kauft und welches Geschäftsmodell er unterstützen möchte.

    Und noch der Vollständigkeit halber: Ich bin mit keinem der besagten Unternehmen in irgendeiner Weise verbunden.

  2. Die Politik ist gefragt? Ich dachte, dass Firmen wie Nike vor allem die amerikanische Politiker dazu gebracht haben die Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu diesen Auswüchsen geführt haben. Wenn jetzt soetwas (von Frau Jones) gesagt wird, dann zeugt dies nur davon, dass nichts gemacht wird, solange diejenige, die eh nichts gegen die eigenen (die der Global Player) Interessen unternehmen werden etwas unternehmen. Dass Leute heutzutage noch auch solche Rhetorik reinfallen ist erstaunlich. Ich sag nicht, dass Unternehmen über die bestehenden Gesetze hinausgehen, nur, dass sie die Politik dazu bringen Wirtschaftsabkommen zu schließen die zu solchen Zuständen führen, da es mehr Gewinn für die Aktionäre verspricht. Wenn Menschen umgebracht werden, weil sie eine Gewerkschaft in solch einem Sweatshop gründen wollen, dann weiß man was der Sinn soetwas ist. Und dass dann Firmen eine Schuld auf die Politik schieben ist typisch. Ich höre doch sonst nur "nieder mit dem Staat" aus solchen Kehlen

    2 Leser-Empfehlungen
  3. ...zumindest Schuhe bei denen ich weiß daß sie nicht unter Ausbeutung der Menschen hergestellt werden, die sie anfertigen. Ist gar nicht so schwer. So gut wie jede Stadt hat mittlerweile Läden, die ökologisch unbedenkliche Bekleidung anbieten. Gelbe Seiten reichen oft. Wenn es zu viel Mühe macht, da mal nachzuschlagen.... dann eben nicht. Aber dann bitte nicht mosern. Und der Preis ist auch Meilen von dem entfernt was der "Einzelschuhanfertiger" in der Schweiz haben möchte.

    Antwort auf "Schwammig"
  4. Wir werben intensiv für ein internationales Klimaabkommen!(Da sind die Amerikaner ganz groß drin ;))
    Wir verstehen die Sportler besser als jeder andere !
    (Vergleich: Alle Kreter lügen, sagt ein Kreter !!)
    Bei Nike kann man aber zumindest Schuhe kaufen, bei deren Produktion über Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr viel nachgedacht worden ist."
    (Es wurde nachgedacht, na das ist ja schon mal was !)
    Ist keinem Mitkommentator aufgefallen, dass hier keine Aussagen getroffen worden sind, nur Allgemeinplätze ohne Inhalt ? Das hört sich eher wie ein Werbeblättchen für mögliche Investoren an !

    3 Leser-Empfehlungen
  5. Zitat das_m: "Und was tragen Sie stattdessen?"

    Eine Alternative wären Lunge Laufschuhe.

    www.lunge.com/

    Kosten in ähnlicher Größenordnung und werden in Deutschland hergestellt. Quasi Trigema für Sportschuhe.

    Design ist vielleicht ein bischen ausbaufähig, aber der Fis oder der C-Dur geht z.B. ganz in Ordnung. Vom Laufen her sowieso.

    Statt Unsummen, die auf ein paar wenige Werbeträger konzentriert werden, und Asienproduktion zu niedrigsten Löhnen, wird hier in Deutschland produziert. Sicher nicht zu Spitzenlöhnen, aber besser als gar nicht. Und die Arbeitsbedingungen sind gut.

    Wer will, kann sich hier http://www.archdaily.com/... die Privatjetflotte von Nike mit eigenem Hangar ansehen. Zwei Gulfstream und eine Falcon, wenn ich das auf den Fotos richtig sehe. Sowas kostet nicht wenig und muß natürlich mitfinanziert werden.

    Der Verbraucher hat die freie Wahl meine Damen und Herren! Er allein entscheidet, welche Produkte er kauft und welches Geschäftsmodell er unterstützen möchte.

    Und noch der Vollständigkeit halber: Ich bin mit keinem der besagten Unternehmen in irgendeiner Weise verbunden.

    Eine Leser-Empfehlung
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    in dir richtige Richtung -

    Zum Thema Alternativen:
    Wenn ich die Produkte von Lunge sehe, rollen sich mir als Designer die Fußnägel hoch. Tut mir ehrlich leid, aber viel altbackener geht es wirklich nicht - und schießt damit komplett an den Zielgruppen vorbei, die Nike, Adidas und Puma (als die drei größten im Sportbereich) anspricht. Somit absolut keine Alternative zu jenen, mindestens aus dieser Perspektive.

    -

    Wer glaubt dass andere Hersteller nicht in Billigstlohnländern fertigen, sollte endlich mal die Gutmenschen-Rosa-Brille abwerfen. Okay, sie werden nicht in China oder Bangladesh hergestellt, sondern in Vietnam oder Thailand. Wow. Ein anderes Land steht auf dem Etikett. Irre. Reines Gewissen.

    -

    Okay, Nike musste Prügel einstecken. Adidas auch und Puma ebenso - richtig so! Offenbar hat man gelernt, oder zumindest versucht zu lernen, und damit ein Beispiel geliefert dafür, dass Druck durch den Konsumenten Wirkung zeigen kann. Jeder Lange Weg beginnt mit langsamen und zögerlichen Schritten, also weiter so, Nike & CO, und weiter so, wacher Verbraucher!

    in dir richtige Richtung -

    Zum Thema Alternativen:
    Wenn ich die Produkte von Lunge sehe, rollen sich mir als Designer die Fußnägel hoch. Tut mir ehrlich leid, aber viel altbackener geht es wirklich nicht - und schießt damit komplett an den Zielgruppen vorbei, die Nike, Adidas und Puma (als die drei größten im Sportbereich) anspricht. Somit absolut keine Alternative zu jenen, mindestens aus dieser Perspektive.

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    Wer glaubt dass andere Hersteller nicht in Billigstlohnländern fertigen, sollte endlich mal die Gutmenschen-Rosa-Brille abwerfen. Okay, sie werden nicht in China oder Bangladesh hergestellt, sondern in Vietnam oder Thailand. Wow. Ein anderes Land steht auf dem Etikett. Irre. Reines Gewissen.

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    Okay, Nike musste Prügel einstecken. Adidas auch und Puma ebenso - richtig so! Offenbar hat man gelernt, oder zumindest versucht zu lernen, und damit ein Beispiel geliefert dafür, dass Druck durch den Konsumenten Wirkung zeigen kann. Jeder Lange Weg beginnt mit langsamen und zögerlichen Schritten, also weiter so, Nike & CO, und weiter so, wacher Verbraucher!

  6. Ich verstehe nicht, warum die Kommentare so häufig so wenig ausbalanciert sind.

    Sicherlich befinden sich Unternehmen wie Nike mit ihren Bemühungen hinsichtlich guter Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Produktion noch lange nicht am Ende.

    Es werden aber auch konkrete Maßnahmen wie das Design-Tool und Verhaltenskodizes und deren Kontrolle für Zulieferbetriebe genannt. Auf der Nike-Homepage kann man sehen, dass u.a. Schuhkartons und T-Shirts teilweise aus recycelten Materialien hergestellt werden. Man sollte diese Schritte zumindest auch ein wenig würdigen, wie ich finde.

    Der Prozess des Umdenkens braucht leider seine Zeit, und daran ist auch die Politik stark beteiligt. Es ist ihre Aufgabe, die notwendigen Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wirtschaften zu schaffen.

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    Der Artikel zeigt, das Nike das Image wichtiger ist als die Strategie sich komplett zu ändern. Nike hätte das nötige Kleingeld und das Potenzial und ist als grösster Sportartikelhersteller der Welt selber ein politischer Faktor, der leider nur allein auf seine Spitzenstellung im Absatz und nicht auf seine Rolle als verantwortungsbewusstes Unternehmen mit Vorbildfunktion schielt. Die Art der Argumentation (oder besser bla bla), wie sie Ms. Jones aufgreift nennt man in Fachkreisen "greenwashing" und ist in der Industrie in Mode gekommen, seit sich Konsumenten die Informationen beschaffen können, die ihnen die Unternehmen früher vorenthalten haben. Schön, dass die Werbung und das Marketing darauf reagieren und uns nun weismachen wollen, das sich diese Korporationen mittlerweile in soziale Umweltengel verwandelt haben. In den USA klappt das leider, denn "green" ist trendy. Ein Image, das der bewusste Konsument schon lange nicht mehr glaubt und dem unbewussten Konsumenten ruhiger schlafen lässt, wenn er sich seine Markentreter für einen gewissenlos überteuerten Preis kauft. Leider kommen wir ohne Paradigmenwechsel aus dieser Schizophrenie wohl nicht heraus, denn Nike ist nur die Spitze des Eisbergs von Firmen deren Güter unsere Regale füllen und die wir täglich massenhaft konsumieren. Das mit dem Thema "Umwelt"nur PR gemacht wird, reicht vielleicht für das Gewissen, mehr nicht.

    Der Artikel zeigt, das Nike das Image wichtiger ist als die Strategie sich komplett zu ändern. Nike hätte das nötige Kleingeld und das Potenzial und ist als grösster Sportartikelhersteller der Welt selber ein politischer Faktor, der leider nur allein auf seine Spitzenstellung im Absatz und nicht auf seine Rolle als verantwortungsbewusstes Unternehmen mit Vorbildfunktion schielt. Die Art der Argumentation (oder besser bla bla), wie sie Ms. Jones aufgreift nennt man in Fachkreisen "greenwashing" und ist in der Industrie in Mode gekommen, seit sich Konsumenten die Informationen beschaffen können, die ihnen die Unternehmen früher vorenthalten haben. Schön, dass die Werbung und das Marketing darauf reagieren und uns nun weismachen wollen, das sich diese Korporationen mittlerweile in soziale Umweltengel verwandelt haben. In den USA klappt das leider, denn "green" ist trendy. Ein Image, das der bewusste Konsument schon lange nicht mehr glaubt und dem unbewussten Konsumenten ruhiger schlafen lässt, wenn er sich seine Markentreter für einen gewissenlos überteuerten Preis kauft. Leider kommen wir ohne Paradigmenwechsel aus dieser Schizophrenie wohl nicht heraus, denn Nike ist nur die Spitze des Eisbergs von Firmen deren Güter unsere Regale füllen und die wir täglich massenhaft konsumieren. Das mit dem Thema "Umwelt"nur PR gemacht wird, reicht vielleicht für das Gewissen, mehr nicht.

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