Deutschlandkarte Die Occupy-Bewegung

Seit der Banken-Protest aus den USA nach Deutschland kam, konzentriert er sich nicht nur auf Frankfurt. Die Deutschlandkarte zeigt, welche Städte die Bewegung mittragen.

Als die »Occupy Wall Street«-Idee auf deutschen Boden fiel, stellte sich das Problem: Wir haben hier gar keine Wall Street. Und »Occupy Deutsche Börse« hört sich, wie man so sagt, etwas sperrig an.

Man hätte sich auch Bankenkritiker oder -gegner nennen können, aber das klänge nach dem Protest von früher. Atomkraft, Globalisierung, jetzt halt die Banken. So entstanden die Namensmuster »Occupy Soundsostadt«, wobei niemand vorhatte, ganze Städte zu besetzen.

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Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

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Wenn die Occupy-Bewegung tatsächlich zur mächtigen Bewegung wird und die Banken gegen ihren Willen demokratisieren sollte, dann darf sich ein Städchen namens Norden in Ostfriesland darüber freuen, mit Geschichte geschrieben zu haben: Hier demonstrierten am 15. Oktober 2011 – immerhin! – fünf von 25.116 Einwohnen.

Sie hielten ein Schild hoch, auf dem stand: »Wir sind 99 Prozent«, was mathematisch sicherlich gewagt ist. Aber wenigstens war dieser Slogan aus New York viel einfacher nach Deutschland zu überführen.

Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Occupy

    " Hier demonstrierten am 15. Oktober 2011 – immerhin! – fünf von 25.116 Einwohnen."

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    Ihr Bericht macht die Occupy Bewegung lächerlich.

    Tatsächlich wäre es aber mal ein hochinteressantes Forschungsprojekt aus welchen Gründen die Bevölkerung in Deutschland mehrheitlich aus obrigkeitshörigen Untertanen besteht -
    im Gegensatz zu fast allen anderen europ. und außereurop. Völkern, welche zB zumindest schon einmal oder mehrfach sogar Generalstreiks ausgeführt haben, was in Deutschland sowieso undenkbar ist.

    Es wäre doch interessant zu erforschen, warum "die Deutschen" zwar heftig maulen (siehe auch die heftigen Kommentare zur Finanz- und Bankenkrise auch hier) - aber dennoch kein Bürger aufsteht und etwas unternimmt - es sei denn ein paar winzige Anzahlen im Vgl. zur Gesamtbevölkerung. Wie Sie richtig dargestellt haben.

    Die Anzahl von 5 bei 25 116 ist durchaus vergleichbar mit 5000 oder auch 10 000 aus 680 000.

    Eigenartigerweise hat man noch niemals erforscht, woran das liegt.

    Eine Leser-Empfehlung
    • DeWa
    • 29.10.2011 um 9:13 Uhr

    @Lars
    Da stimme ich Ihnen zu.

    Ich kann kein Forschungsprojekt zu der Fragestellung anbieten aber zwei vielleicht interessante Theorien.

    1.) Der typisch Deutsche erscheint mir als mehr oder weniger perfektionistisch veranlagt (das könnte nach Chomsky an der Sprache liegen). Dadurch macht sich die Wut über Ungerechtigkeit gerne rhetorisch Luft wie andernorts auch, aber zum Handeln braucht es beim Deutschen dann einen "perfekten" Plan. Und den gibt es leider bei der vorliegenden Problematik nicht. Dem Deutschen fehlt hier also vielleicht der Mut zum eigenständigen Handeln, da er nicht genau weiß was dabei rauskommt.

    2.) Dieser Punkt spielt dem 1. praktisch noch in die Hände. Durch die 2 Schlappen in 2 Weltkriegen hat sich doch merklich etwas in der deutschen Kultur niedergeschlagen. Der Deutsche ist sich seiner Nationalität nicht sicher. Also fehlt hier nochmals der Mut für eine große verbundene Sache zu handeln.

    Ich glaube es kommt denn aber doch noch und dann vielleicht richtig reif. Denn wenn genügend andere Länder das ganze vorgemacht haben und es dort funktioniert, kann man das getrost nachmachen und gleich während dem Prozess vielleicht noch ein bischen verbessern.

    Prost.

    • marxo
    • 01.11.2011 um 12:44 Uhr

    Die Karte zeigt keine Zahlen an, sondern Verhältnisse. Durch gigantische Kreise soll suggeriert werden, dass hier Massen unterwegs waren. Wie lächerlich ist das?

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