PhilosophieUnterwegs im Hochrisikoprojekt

Zwischen Antike und Nationalsozialismus: Zwei Bücher über Glanz und Elend des Martin Heidegger. von Thomas Meyer

Der Philosoph Martin Heidegger

Der Philosoph Martin Heidegger  |  © Verlag Klett-Cotta

Von den vielen wichtigen Arbeiten, die jedes Jahr weltweit über Martin Heidegger erscheinen, finden nur die wenigsten die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Blickt man umgekehrt vom erreichten Forschungsstand auf die Feuilleton-Debatten, die sich jedes Mal entzünden, wenn ein neues oder vermeintlich neues Detail zur Causa »Heidegger und der Nationalsozialismus« publiziert wurde, dann ist wiederum an ihnen nichts Substanzielles zu entdecken. Denn anders als dann meist suggeriert wird, sind Heideggers Rektorat 1933/34, sein während dieser Zeit praktizierter Verrat am eigenen philosophischen Konzept und auch die antisemitischen Ausfälle längst Teil des Umganges mit dem Seinsdenker. Zahllose Autoren, von Ernst Cassirer bis zu Jeffrey A. Barash, haben all das klar benannt – heute profitiert eine jüngere Generation von Heidegger-Forschern davon, darunter die Autoren zweier bemerkenswerter Neuerscheinungen.

Alfred Denker ist seit Langem in Sachen Aufklärung über Heidegger engagiert. Gemeinsam mit Holger Zaborowski, dem wir die bislang beste, 2010 erschienene Darstellung der nationalsozialistischen Periode verdanken, gibt er das Heidegger-Jahrbuch heraus und ist verantwortlich für eine kritische Briefausgabe, die jüngst mit der alles andere als schmeichelhaften Korrespondenz mit dem Kunsthistoriker Kurt Bauch startete. Seit Jahren arbeitet er an einer dreibändigen Biografie Heideggers.

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Der Autor

Thomas Meyer ist Visiting Professor für Philosophie an der Divinity School der University of Chicago

Eine Art Kurzfassung dieses Vorhabens ist nun erschienen – zweifellos die beste Einführung in das Werk des Philosophen. Dazu schreitet Denker die zentralen Stationen des 1889 in Meßkirch geborenen und 1976 in Freiburg verstorbenen Heidegger ab, Lebens- und Denkweg geschickt verknüpfend. Eindrücklich wird das ländlich-katholische Milieu beschrieben, das großen Einfluss auf seine frühen Schriften hat. Weniger Loslösung denn Transformation der Glaubensinhalte glaubt Denker in der späteren Entwicklung zu erkennen, wie noch Sein und Zeit, das erste Hauptwerk von 1927 belege. Auch wenn die unvollendet gebliebene Schrift ausführlich gewürdigt wird: Die Unfähigkeit Heideggers, ein adäquates Verständnis von Mit-Sein zu formulieren, wird deutlich. Biografische Details, so die Affäre mit Hannah Arendt, werden endlich als das bezeichnet, was sie letztlich waren: mit einem gewissen Kosten-Nutzen-Kalkül betriebene Nebensächlichkeiten.

Klare Worte findet Denker auch für Heideggers Verhalten im Nationalsozialismus . Dazu benötigt er keine billigen Enthüllungen, benennt stattdessen die nachweisliche Reinigung diverser Korrespondenzen, sieht gar manche Haltung Heideggers von damals bis zum Lebensende beibehalten. Gleichzeitig konzediert Denker, dass Heidegger bereits kurz nach der Rektoratsübernahme einen Lernprozess durchmachte, der ihn von allen Illusionen geheilt habe, den »Führer führen« (Karl Jaspers) zu können. All das bettet Denker in eine Rekonstruktion der Denkentwicklung ein, weitestgehend befreit vom Jargon des Meisters und doch von der unleugbaren Bedeutung dieses Philosophen tief überzeugt. Kurzum: eine selbstbewusste Einführung, die große Erwartungen an die angekündigte Biografie weckt.

Ein ganz anderes Ziel verfolgt die in jeder Hinsicht gewaltige Dissertation von Florian Grosser. Dessen Textanalysen versuchen zu klären, wie sich die Politisierung von Heideggers Denken seit 1919 entwickelte. Zu Recht sieht Grosser eine komplizierte Beziehung zwischen politisierter Philosophie , die die Rudimente der ursprünglichen Philosophie bewahrt, und philosophischer Politik, die die Indienststellung zugunsten der nationalsozialistischen Ideologie nicht unterdrücken will. Innerhalb dieses Schemas werden zahlreiche Bedeutungsverschiebungen ausgemacht, die Heideggers schon von Jacques Derrida erkannte »strukturelle Zweideutigkeit« deutlich herausstellen. Die Unschärfe, die seit Sein und Zeit konstitutiv für Heideggers Denken ist, lässt ihn nur mühsam aus dem Zwiespalt Philosophie/Politik heraustreten. Erst der Versuch, die traditionelle Metaphysik durch das »Seynsdenken« zu überwinden, lässt ihn erkennen, dass der Nationalsozialismus ein »Hochrisikoprojekt« (Grosser) war. Denn das Seynsdenken war an die Idee gekoppelt, der Mensch möge in eine »neue Wesensart versetzt werden« (Heidegger).

Natürlich hallt in solchen Formulierungen noch immer das Pathos des Revolutionärs nach, der Heidegger spätestens 1933 sein wollte. Doch sein Interpret sieht darin ebenso einen Befreiungsversuch von der alten subjektorientierten Philosophie, die im Falle Heideggers zu einem Schulterschluss von Denken und Tat führte. Damit »entkommt« der nunmehrige Seynsdenker zwar nicht der selbst gestellten Falle, wonach Philosophie und politisches Handeln nicht mehr unterschieden werden sollen. Dafür stärkt er innerhalb seiner politischen Philosophie deren Kerngehalt. Der stets skrupulös argumentierende Grosser macht auf eine Tatsache aufmerksam, die oft gänzlich unterschlagen wird: Niemals hat der bedeutende Philosoph seine Überlegungen auf die Bedeutung von Institutionen hin ausgerichtet – womit er scharf gegen die Lehren des geschätzten Aristoteles verstieß. Ihm hätte sonst klarwerden müssen, dass die Fragen nach »Ordnung«, »Arbeit« oder »Volk« in einem »praktischen« Rahmen gedacht werden müssen, der jede Metaphysik nur als Ausflucht entlarvt.

Grossers Arbeit muss künftig für die Klärung von Heideggers politischer Denkentwicklung herangezogen werden. Hier wird der Umgang mit Heidegger als eine extreme Probe auf die Integrität von Philosophie erkennbar. Beide, Grosser und Denker, führen zudem vor, dass beides zugleich möglich und produktiv ist: philosophische Würdigung und harte Kritik.

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Leserkommentare
  1. schrieb einst M. Heidegger. Ein Satz, der auch heute noch gültig ist, ebenso wie wie Ent-Deckung des "Dings" als Zeug im Um-zu-Seienden von Welt in der Lichtung des Seins als Da, dessen Wesen mithin die Sorge ist.
    Klarer kann man es nicht ausdrücken.
    Die Politik jedoch ist das Geschwätz im Man.
    Das Wesen der Dinge ist also ihre apriorische Verwiesenheit auf den Menschen, jedoch nicht im Sinne von Kant, der das Ding an sich mystifiziert und den Nietzsche mithin zurecht den "Chinesen aus Königsberg" schalt. Das Ding an sich gilt nur als denkbare Möglichkeit, ähnlich einer nicht gespielten, wohl jedoch wirkmächtigen Variante beim Schach.

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    "Die Unfähigkeit Heideggers, ein adäquates Verständnis von Mit-Sein zu formulieren, wird deutlich."
    So isses.
    Wer immer sich in Subjektivimus und Individualismus (ggf. bis hin zur modernen Egozentrik) verlieren möchte, möge sich klar machen: er denkt in Sprache.
    Die ist ihm nicht angeboren.
    Das Mit-Sein ist das Primäre.
    Ohne das geht gar nichts.
    Dann kriegt Mensch auch ein anderes Verständnis von Politik.
    Res politeia - die Sache mit dem Mit-Sein.

    Nur so kann ich Ihrem Beitrag etwas abgewinnen. Es erschliesst sich mir erstens nicht, warum diese Aussagen gelten, noch wie Sie zu dem Schluss kommen, man könne das nicht klarer ausdrücken.

    Ich meine, ich werde Heidegger vielleicht irgendwann anreißen, und ich wage nicht zu behaupten, seine Wirkung und Verehrung beruhe auf Verschleierungen, Missverständnissen und Illusionen. Aber Sie stellen sich ja geradezu so dar, als verstünden Sie Heidegger und als sei er (H.) unfehlbar. Ich wage mit größter Zuversicht auf die Richtigkeit dieses Urteils, beides in Frage zu stellen.

    Interessant finde ich noch ihre Aussage (nach H.?):

    "Das Wesen der Dinge ist also ihre apriorische Verwiesenheit auf den Menschen."

    Das ist völlig grobschlächtig.

  2. "Die Unfähigkeit Heideggers, ein adäquates Verständnis von Mit-Sein zu formulieren, wird deutlich."
    So isses.
    Wer immer sich in Subjektivimus und Individualismus (ggf. bis hin zur modernen Egozentrik) verlieren möchte, möge sich klar machen: er denkt in Sprache.
    Die ist ihm nicht angeboren.
    Das Mit-Sein ist das Primäre.
    Ohne das geht gar nichts.
    Dann kriegt Mensch auch ein anderes Verständnis von Politik.
    Res politeia - die Sache mit dem Mit-Sein.

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    • mhaase
    • 31. Oktober 2011 4:56 Uhr

    Das Mit-Sein hat Heidegger längst eindeutig markiert als das Man, das dem Dasein aber nur ein Niemand ist. Das Mit-Sein ist mithin nicht primär, sondern ein sinnloser Versuch der Selbst-Nichtung des Daseins, um mit seiner Einsamkeit fertig zu werden.

    Was immer Sie auch meinen mögen mit der "modernen Egozentrik": Phrasen sind selten Ausdruck von Verständnis.

    "Wer immer sich in Subjektivimus und Individualismus (ggf. bis hin zur modernen Egozentrik) verlieren möchte, möge sich klar machen: er denkt in Sprache."

    Sehr gut, aber unvollständig. Ich versuche die Aussage zu vervollständigen:

    ....er denkt in Sprache, die ihm gelehrt wurde, von seinen Eltern und seiner Umwelt. Die hat sich widerum auf "richtiges" Handeln geeinigt. "Richtiges" Handeln wird gelobt und gefördert - "falsches" Handeln wird bestraft. Kann der Mensch, der in eine "barbarische Gesellschaft" hineingeboren wurde, verstehen, dass er ein "Barbar" ist?

    Zu den "Handlungen" kommt auch der Umgang mit den eigenen Gefühlen.
    Wie sieht es aber mit dem FÜHLEN - und den SINNEN aus? Kann man tatsächlich alle Gefühle so in Worte fassen, dass der andere sie "richtig" begreift?

    Ein Beispiele: können Sie etwas, was exakt beschreiben - und zwar so präzise, dass jemand, der diesen Geruch niemals vorher in seiner Nase hatte, es genau so wie sie nachempfinden kann?
    Können Sie einem Blinden das Gefühl erklären, das Sie empfinden beim Anblick eines Sonnenuntergangs?

    Auf keinen Fall.
    Müßten wir zu Kant zurückkehren? Oder vielleicht NOCH besser: Sollten wir uns nicht auch andere alte Philosophen als Plato und Aristoteles angucken? Und sollten wir nicht wenigstens auch noch verstehen in welchem kulturellen Umfeld Plato und Aristoteles aufgegriffen und zur neuen Weltanschauungen "weiterverarbeitet" wurden? Vielleicht sogar pervertiert wurden?

    Das sollten wir.

  3. Nur so kann ich Ihrem Beitrag etwas abgewinnen. Es erschliesst sich mir erstens nicht, warum diese Aussagen gelten, noch wie Sie zu dem Schluss kommen, man könne das nicht klarer ausdrücken.

    Ich meine, ich werde Heidegger vielleicht irgendwann anreißen, und ich wage nicht zu behaupten, seine Wirkung und Verehrung beruhe auf Verschleierungen, Missverständnissen und Illusionen. Aber Sie stellen sich ja geradezu so dar, als verstünden Sie Heidegger und als sei er (H.) unfehlbar. Ich wage mit größter Zuversicht auf die Richtigkeit dieses Urteils, beides in Frage zu stellen.

    Interessant finde ich noch ihre Aussage (nach H.?):

    "Das Wesen der Dinge ist also ihre apriorische Verwiesenheit auf den Menschen."

    Das ist völlig grobschlächtig.

    • mhaase
    • 31. Oktober 2011 4:56 Uhr

    Das Mit-Sein hat Heidegger längst eindeutig markiert als das Man, das dem Dasein aber nur ein Niemand ist. Das Mit-Sein ist mithin nicht primär, sondern ein sinnloser Versuch der Selbst-Nichtung des Daseins, um mit seiner Einsamkeit fertig zu werden.

    Was immer Sie auch meinen mögen mit der "modernen Egozentrik": Phrasen sind selten Ausdruck von Verständnis.

  4. Wie schon der alte Schopenhauer sinngemäß sagte:

    Lies lieber wenig, dafür aber stets das Original!

    Deswegen sind "Bücher über Heidegger" auch wenig hilfreich.

    Und wer ihn im Original partout nicht versteht, möge besser schweigen...

    .

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    Ich habe noch nicht viel von H. gelesen, aber das wenige hat mit positiv überrascht, nach dem ganzen Geschwafel über seine "Nazi-Vergangenheit", dem man anscheinend nicht entgehen kann. Ich lese gerade eine Biographie über Sophie Scholl, die ja auch einmal an Hitlers Regime geglaubt hat. Je mehr man über diese Zeit liest, desto mehr begreift man, wieviel Widersprüchlichkeit sie enthielt und wie gefährdet die Menschen damals waren, sich darin zu verfangen. Ich denke, H."Irrtum" in Bezug auf Hitler hate sehr viel mit seiner Liebe zur Natur zu tun. In den ersten "Hitler-Jahren"
    wurde diese Naturverbundenheit die Verbindung zum "ursprünglichen" ja in den Vordergrund gerückt. Was ich allerdings bei den Scholl-Kindern und auch bei H. bis jetzt immer noch nicht verstehe, ist die Ignoranz oder was immer es jeweils gewesen sein mag, gegenüber der Diskriminierung von Juden oder auch anderen, die ja doch ziemlich bald nicht zu übersehen war in Hitlers Strategie. Das wäre es wert, sich bei den zunächst "verführten" einmal ganz genau anzuschauen. Sophie Scholl jedenfalls war ja im Gegenteil schon von klein auf sehr für Egalität und Gerechtigkeit im Allgemeinen und für alle. Das verträgt sich nicht mit den Diskriminierungsmaßnahmen des NS-Regimes.

  5. Ich habe noch nicht viel von H. gelesen, aber das wenige hat mit positiv überrascht, nach dem ganzen Geschwafel über seine "Nazi-Vergangenheit", dem man anscheinend nicht entgehen kann. Ich lese gerade eine Biographie über Sophie Scholl, die ja auch einmal an Hitlers Regime geglaubt hat. Je mehr man über diese Zeit liest, desto mehr begreift man, wieviel Widersprüchlichkeit sie enthielt und wie gefährdet die Menschen damals waren, sich darin zu verfangen. Ich denke, H."Irrtum" in Bezug auf Hitler hate sehr viel mit seiner Liebe zur Natur zu tun. In den ersten "Hitler-Jahren"
    wurde diese Naturverbundenheit die Verbindung zum "ursprünglichen" ja in den Vordergrund gerückt. Was ich allerdings bei den Scholl-Kindern und auch bei H. bis jetzt immer noch nicht verstehe, ist die Ignoranz oder was immer es jeweils gewesen sein mag, gegenüber der Diskriminierung von Juden oder auch anderen, die ja doch ziemlich bald nicht zu übersehen war in Hitlers Strategie. Das wäre es wert, sich bei den zunächst "verführten" einmal ganz genau anzuschauen. Sophie Scholl jedenfalls war ja im Gegenteil schon von klein auf sehr für Egalität und Gerechtigkeit im Allgemeinen und für alle. Das verträgt sich nicht mit den Diskriminierungsmaßnahmen des NS-Regimes.

    • k2
    • 31. Oktober 2011 10:02 Uhr

    Zentralvariable in Heideggers Rektoratsrede ist der alle aristotelischen Relationen regierende Term "ananké"
    des Stagiriten
    (Gesamtausgabe: Veröffentlichte Schriften
    1910-1976, Teil I, Band 16, Seite 109), dessen Deduktion im Gesamtwerk gleich nach dem "Telegramm an den Reichskanzler" vom 20. Mai 1933 erfolgt.

  6. "Je mehr man über diese Zeit liest, desto mehr begreift man, wieviel Widersprüchlichkeit sie enthielt und wie gefährdet die Menschen damals waren, sich darin zu verfangen."

    1. Der Mensch ist in allen "Zeiten" gefährdet sich zu verfangen und alles als "gegeben" hinzunehmen.

    2. Durch die Einführung des Begriffs "man" gibt das Individuum für sein Denken, Handeln und Fühlen ab. Beobachten Sie einmal, wie z.B. Menschen in Interviews meistens antworten, wenn Sie gefragt werden, was in Ihnen vorging als......Meistens fangen die Sätze mit "man fühlt sich ohnmächtig, traurig, wütend etc...."

    3. Die Sprache ist eine Ansammlung von Symbolen auf die eine Gesellschaft sich geeinigt hat, wenn sie bestimmte Dinge meint. Sprache wandelt sich aber im Laufe der Zeit. Es ändern sich die SYMBOLZEICHEN. Das "Ding an sich" bleibt.

    4. Ananke:
    (griechisch ανάγκη Bedürfnis, Zwangsläufigkeit). Wird in der Sprache der heutigen Philosophen immer noch verwendet.
    In der Politik wurde dieses "Ding" heute durch ein anderes Symbol ersetzt: Alternativlos.

    Welche Symbole wurden in der Nazizeit benutzt, um die Menschen dazu zu bringen, sich in "ihrer Zeit zu verfangen?"

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  • Schlagworte Martin Heidegger | Philosophie | Hannah Arendt | Karl Jaspers | Aristoteles | Biografie
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