Frauen im Islam Unterdrückung muss nicht sein
Wie geht es den Frauen im Islam? Eine Studie, die manches erhellt und manches durcheinanderbringt.
Lord Cromer, von 1883 bis 1907 britischer Generalkonsul in Ägypten, fand seinerzeit klare Worte über die Unterdrückung der muslimischen Frau. Während »der monogame Christ« die Frauen achte und seine Religion dazu diene »sie zu erhöhen«, leide die muslimische Frau unter der »verderblichen« Vielweiberei, die das Familienleben zerstöre. Die Gegenüberstellung der freien westlichen Frau und der durch Vielehe, Geschlechtertrennung und Verschleierung entrechteten Muslimin ist ein bis heute vertrauter Topos.
Dabei zeigt das Beispiel Lord Cromers, der als Gründungsmitglied und zeitweiliger Präsident der »Männerliga gegen das Frauenwahlrecht« ein strikter Gegner der Frauenbewegung in seiner Heimat war, wie die Argumente bei dem Thema über Kreuz gehen können. Während dem prüden Westen im viktorianischen 19. Jahrhundert die schwüle Erotik eines märchenhaften Harem-Orients als gleichermaßen verlockendes wie abschreckendes Gegenbild diente, ist es gegenwärtig umgekehrt: Die sich vorgeblich in der Verschleierung ausdrückende Lustfeindlichkeit des Islams hebt sich ab vom schrankenlosen Hedonismus unserer Sphären. Der Verdacht, dass sich beide Positionen vor allem der westlichen (Männer-)Fantasie verdanken, liegt nahe. Schon Anfang des 18. Jahrhunderts schrieb die englische Reisende Lady Mary Montagu über die Orient-Reiseberichte ihrer männlichen Schriftstellerkollegen, sie würden »die jämmerliche Einkerkerung der türkischen Frauenzimmer beklagen«, obwohl diese »doch vielleicht freier als alle übrigen des Erdbodens« seien.
Angesichts dieser verwirrenden Gemengelage und vor dem Hintergrund der Islamdebatte ist der Versuch einer Gesamtschau begrüßenswert. Die Aufgabe, die sich Irene Schneider mit dem geradezu provozierend apodiktischen Titel Der Islam und die Frauen gestellt hat, mutet aber auch absurd weit gesteckt an. Was ist von dem Anspruch zu halten, die gesellschaftliche Stellung, die politische Bedeutung und den kulturellen Anteil der Frauen in einer sich von Marokko über Nordafrika, den Nahen Osten, die Türkei und Iran bis Afghanistan erstreckenden Weltgegend von der Spätantike bis zur Postmoderne auf knapp 300 Seiten angemessen zu erfassen? Als Klammer, die das Material zusammenhalten soll, dient der Autorin, Professorin für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen, der Islam. Er muss als Erklärung für den zeitgenössischen arabischen Roman, das türkische Bildungssystem, das iranische Wahlrecht und vieles mehr herhalten und ist damit heillos überstrapaziert.
So lässt sich die Tatsache, dass es eine Frau war, die Mitte des neunten Jahrhunderts in Marokko die älteste Universität der islamischen Welt gründete, genauso auf den Islam zurückführen wie die, dass es bis 1947 dauern sollte, bis die erste Frau dort einen Abschluss machen konnte. Und wenn heute in Saudi-Arabien über die Hälfte der Professuren von Frauen besetzt sind, Frauen aber dort gleichzeitig das Autofahren verboten ist, dann zeigen sich emanzipatorische und repressive gesellschaftliche Tendenzen, die sich beide mit dem Islam erklären lassen.
Ähnlich uneindeutig zeigt sich Schneider zufolge das Frauenbild im Koran. So weisen die dort genannten Paradiesjungfrauen auf ein bestimmtes Bild von männlicher Sexualität hin und führen die Autorin zu dem Schluss, dass »von einer Gleichheit der Geschlechter im Sinne gemeinsamer Verpflichtungen, Verbote und persönlicher geschlechtsunabhängiger Verantwortung« nur »begrenzt die Rede sein« könne. In der Tatsache, dass die Schöpfung von Mann und Frau dem Koran zufolge zeitgleich stattfand und sich die Vorstellung, Eva sei aus einer Rippe Adams geschaffen worden, dort nicht findet, lasse sich hingegen Potenzial für eine theologische Begründung der Geschlechtergleichheit ausmachen, da »zumindest im Koran keine explizite Herabsetzung der Frau zu finden« sei.
Dass Schneider solchen Widersprüchlichkeiten Raum lässt und zugleich »die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe, Denkansätze und Aktivitäten« darstellen will, ist dem Thema also durchaus eingeschrieben. Leider aber zwingt sie einzelne Beobachtungen in die Logik einer Geschichte. So verwechselt sie gelegentlich die Normen der Theorie mit den gesellschaftlichen Realitäten und vertritt eine Tradition-Moderne-Dichotomie, die ungebrochen dem abendländischen Denkmuster eines sich unaufhaltsam weiterentwickelnden Fortschritts folgt.
In dem mit Abstand längsten, dem islamischen Recht gewidmeten Kapitel wird die Tendenz der Autorin zum Normativen besonders deutlich. Dabei unterschlägt sie, dass die moderne Kodifizierung des islamischen Rechts mit einer folgenreichen Beschneidung jener Freiheiten einherging, die dem traditionellen Rechtssystem innewohnten. Das Nebeneinander verschiedener Rechtsschulen, das zu einem permanenten Verhandlungsprozess zwang, wurde erst seit dem 19. Jahrhundert unter westlichem Einfluss in eine Eindeutigkeit überführt, die in der islamischen Geschichte ohne Vorbild war. Erst so wurde der Islamismus unserer Zeit möglich – er ist keine Fortschreibung islamischer Traditionen, sondern eine moderne Ideologie.
Indem die Autorin in den Engführungen des Rechtssystems aber zuallererst »wichtige Weiterentwicklungen« sieht, tendiert sie dazu, der Islamisierung des Islams das Wort zu reden. So stellt sie die Steinigung als Strafe für Ehebruch dar, als habe es sich um historisch alltäglich angewandtes Recht gehandelt, obwohl die jüngsten Fälle in Iran oder Afghanistan keine Entsprechung in der Vormoderne haben. Hier erweist sich das Buch als Teil des Problems, das es zu beschreiben vorgibt. Die Autorin verschafft ihren Lesern einen faktenreichen Überblick – aber die politische Brisanz, die in dem Anspruch liegt, das Thema enzyklopädisch zu behandeln, bleibt sträflich vernachlässigt.
- Datum 02.11.2011 - 09:32 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 27.10.2011 Nr. 44
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sc
Es zeigt sich leider wieder einmal, warum ich meistens Aufsätze und Bücher aus diesen Regionalwissenschaften meide; Nämlich weil sie so theoretisch und oftmals surreal sind, dass sie die eigentliche gesellschaftliche Realität mit der sie sich befassen nicht wiederspiegeln.
PS: Ich studiere übrigens auch eine Regionalwissenschaft, ich spreche da aus Erfahrung! :)
verweigern, bis sie von ihren Männern genau das bekommen, was sie wollen: ein Stück persönlicher Freiheit. Das funktioniert seit 5 Jahrtausenden. Nur in Afghanistan angeblich nicht? Eher unwahrscheinlich.
Wie, bitte schön, wollen Sie das glaubhaft überbringen? In der Tat kann jede muslimische Frau, die sich "draußen" unterordnen muss, diese Taktik anwenden, wenn es der Mann zulässt. Aber was passiert, wenn ein Mann das sich nicht gefallen lassen will? Dann kann er bei jedem Adoul einen Rat bekommen, was die Frau davon abhält. Darüber hinaus kann jeder Muslim sich von einer Frau, die sich vehement so verhalten würde, scheiden lassen. Warum sollte er sich damit abmühen?
Wie, bitte schön, wollen Sie das glaubhaft überbringen? In der Tat kann jede muslimische Frau, die sich "draußen" unterordnen muss, diese Taktik anwenden, wenn es der Mann zulässt. Aber was passiert, wenn ein Mann das sich nicht gefallen lassen will? Dann kann er bei jedem Adoul einen Rat bekommen, was die Frau davon abhält. Darüber hinaus kann jeder Muslim sich von einer Frau, die sich vehement so verhalten würde, scheiden lassen. Warum sollte er sich damit abmühen?
"zumindest im Koran keine explizite Herabsetzung der Frau zu finden"
Ach ist das so? Laut Koran müssen Frauen ihren Männern gehorchen und bei Widersetzlichkeit darf der Mann sie in letzter Konsequenz sogar schlagen (Sure 4 Vers 34). Darüberhinaus sind Frauen nur halb so viel Wert wie Männer in Fragen von Erbschaft (Sure 4 Vers 11) und als Zeugen vor Gericht (Sure 2 Ver 282). Für problematisch halte ich auch die Anweisung im Koran das Frauen in ihren Häusern bleiben sollen. Sie werden in Sure 33 Vers 33 als "Angehörige des Hauses" bezeichnet. Dieser Vers ist fast so herabsetzend wie Sure 4 Vers 43, dort wird den Männern geraten sich zu reinigen wenn sie krank sind, vom Abort kommen oder eben eine Frau berührt haben.
Also nachdem ich das alles im Koran gefunden hatte, fand ich schon das das eine Frau herabsetzt. Und nur weil Islamwissenschaftler, aus welchen Gründen auch immer, das Gegenteil behaupten, ändert an meiner Meinung nichts.
http://www.uni-muenster.d...
...wollte gerade selbst ein paar passende Bibelzitate heraussuchen. Fakt ist: fast alle Weltreligionen setzen die Frauen herab und bemühen sich prinzipiell sie auf die Rolle der Hausfrau und Mutter zu reduzieren. Ein Schelm wer böses dabei denkt, daß sämtliche sog. "heiligen Schriften" von Männern verfasst wurden.
Das Frauenbild im Koran war zum Zeitpunkt seiner Entstehung um 600 n.Chr. ironischerweise sogar relativ fortschrittlich und stellte seinerzeit wohl eine echte Verbesserung für die weibliche Bevölkerung dar. Leider verhinderte die dogmatische Auslegung des Korans als unveränderliches Wort Gottes (m.E. ein generelles Grundproblem des modernen Islams), eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Frauenrechte, hin zu echter Gleichberechtigung.
@Bellfruta87
Sie schreiben:
>Ach ist das so? Laut Koran müssen Frauen ihren Männern gehorchen und (..)..<<
Ich möchte kurz Stellung nehmen:
>>Ach ist das so? Laut Koran müssen Frauen ihren Männern gehorchen und bei Widersetzlichkeit darf der Mann sie in letzter Konsequenz sogar schlagen (Sure 4 Vers 34)<<
Tatsache ist, dass der Muhammad seine Frauen nicht schlug.
Die meisten Koran-Interpreten deuten das Schlagen symbolisch und sagen: -> Das Schlagen darf nicht verletzen und ist mit einem ,,Miswak''(arab.Zahnbürste!)zu vollziehen
>>Darüberhinaus sind Frauen nur halb so viel Wert wie Männer in Fragen von Erbschaft (Sure 4 Vers 11)<<
Da der Mann für die Versorgung der Familie verpflichtet ist und sein Geld für die Familie ausgeben MUSS bekommt er zwei Anteile. Die Frau darf mit ihrem Erbanteil machen was sie möchte und hat keinerlei Verpflichtungen.
Eine Halbwertigkeit ist nicht zu erkennen.
Dann schreiben Sie:
> den Männern geraten sich zu reinigen wenn sie krank sind, vom Abort kommen oder eben eine Frau berührt haben.<<
Im Arabischen kann man sagen:
,,Ich habe meine Frau berührt'', dies ist eine schamhaftere Aussage als ,,Ich hatte Sex mit meiner Frau''.
Nach islamischem Ritus gilt, dass man nach dem Geschlechtsverkehr sich reinigen muss, sowohl Mann als auch Frau.Es ist keine Herabwürdigung.
Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich sehe in Ihren Aussagen eine selektive Wahrnehmung des Islams.
Möchte man Vergangenes verstehen, so muss man Hintergründe berücksichtigen.
Moin,
in allen drei abrahamitischen Religionen und ihren diversen Abkömmlingen wird die Frau gering geschätzt. Wer eine erschöpfende Auflistung aus der Bible haben will:
http://skepticsannotatedb...
(384! Fundstellen, in englisch)
Koran:
http://skepticsannotatedb...
(69! Fundstellen, in englisch)
[Sarkasmus] Koran : Bibel = 1 : 0 [/Sarkasmus]
Und wer sich für eine satirische Aufarbeitung der Frauen-Frage im Islam interessiert dem sei der Youtube Kanal von ZOMGitscriss empfohlen:, besonders: http://tinyurl.com/c6gw7q
Wobei C. Rad in ihren anderen Beiträgen auch gegen religiöse Wirrköpfe anderer Provenienz austeilt.
CU
http://www.uni-muenster.d...
...wollte gerade selbst ein paar passende Bibelzitate heraussuchen. Fakt ist: fast alle Weltreligionen setzen die Frauen herab und bemühen sich prinzipiell sie auf die Rolle der Hausfrau und Mutter zu reduzieren. Ein Schelm wer böses dabei denkt, daß sämtliche sog. "heiligen Schriften" von Männern verfasst wurden.
Das Frauenbild im Koran war zum Zeitpunkt seiner Entstehung um 600 n.Chr. ironischerweise sogar relativ fortschrittlich und stellte seinerzeit wohl eine echte Verbesserung für die weibliche Bevölkerung dar. Leider verhinderte die dogmatische Auslegung des Korans als unveränderliches Wort Gottes (m.E. ein generelles Grundproblem des modernen Islams), eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Frauenrechte, hin zu echter Gleichberechtigung.
@Bellfruta87
Sie schreiben:
>Ach ist das so? Laut Koran müssen Frauen ihren Männern gehorchen und (..)..<<
Ich möchte kurz Stellung nehmen:
>>Ach ist das so? Laut Koran müssen Frauen ihren Männern gehorchen und bei Widersetzlichkeit darf der Mann sie in letzter Konsequenz sogar schlagen (Sure 4 Vers 34)<<
Tatsache ist, dass der Muhammad seine Frauen nicht schlug.
Die meisten Koran-Interpreten deuten das Schlagen symbolisch und sagen: -> Das Schlagen darf nicht verletzen und ist mit einem ,,Miswak''(arab.Zahnbürste!)zu vollziehen
>>Darüberhinaus sind Frauen nur halb so viel Wert wie Männer in Fragen von Erbschaft (Sure 4 Vers 11)<<
Da der Mann für die Versorgung der Familie verpflichtet ist und sein Geld für die Familie ausgeben MUSS bekommt er zwei Anteile. Die Frau darf mit ihrem Erbanteil machen was sie möchte und hat keinerlei Verpflichtungen.
Eine Halbwertigkeit ist nicht zu erkennen.
Dann schreiben Sie:
> den Männern geraten sich zu reinigen wenn sie krank sind, vom Abort kommen oder eben eine Frau berührt haben.<<
Im Arabischen kann man sagen:
,,Ich habe meine Frau berührt'', dies ist eine schamhaftere Aussage als ,,Ich hatte Sex mit meiner Frau''.
Nach islamischem Ritus gilt, dass man nach dem Geschlechtsverkehr sich reinigen muss, sowohl Mann als auch Frau.Es ist keine Herabwürdigung.
Nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich sehe in Ihren Aussagen eine selektive Wahrnehmung des Islams.
Möchte man Vergangenes verstehen, so muss man Hintergründe berücksichtigen.
Moin,
in allen drei abrahamitischen Religionen und ihren diversen Abkömmlingen wird die Frau gering geschätzt. Wer eine erschöpfende Auflistung aus der Bible haben will:
http://skepticsannotatedb...
(384! Fundstellen, in englisch)
Koran:
http://skepticsannotatedb...
(69! Fundstellen, in englisch)
[Sarkasmus] Koran : Bibel = 1 : 0 [/Sarkasmus]
Und wer sich für eine satirische Aufarbeitung der Frauen-Frage im Islam interessiert dem sei der Youtube Kanal von ZOMGitscriss empfohlen:, besonders: http://tinyurl.com/c6gw7q
Wobei C. Rad in ihren anderen Beiträgen auch gegen religiöse Wirrköpfe anderer Provenienz austeilt.
CU
Laut dem Weltbevölkerungsbericht der UNO werden alljährlich weltweit mindestens 5.000 Mädchen und Frauen im Namen der Ehre ermordet. Auch in Deutschland lebende muslimische Mädchen und Frauen sind Opfer von schweren Menschenrechtsverletzungen
Die IGFM fordert Wahrung der Menschenrechte für in Deutschland lebende Frauen aus fundamentalislamischen Milieus.
Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation weist darauf hin, dass auch in Deutschland lebende Frauen aus fundamentalislamischen Milieus auch innerhalb der Familie als Menschen zweiter Klasse gehalten werden. Männer bestimmten über das Leben von Frauen und berufen sich dabei auf islamisches Recht und Tradition. Das werde nicht nur bei den Themen Partnerwahl und Zwangsheirat deutlich. Dies betreffe ebenso die Gewaltanwendung gegenüber Schwestern und Töchtern sowie viele Bereiche des persönlichen Lebens von Schule und Ausbildung bis zu ärztlicher Behandlung und persönlicher Bekleidung.
Die Fairness gebietet es darauf hinzuweisen, dass die Praxis des Ehrenmords nicht auf den Islam zurückzuführen ist, und keinerlei Basis in den heiligen Schriften der Muslime hat.
Ähnlich wie bei der Verstümmelung weiblicher Genitalien (Stichwort: "Frauenbeschneidung" handelt es sich vielmehr um Elemente einer Stammeskultur, die neben dem Islam existiert.
Die Fairness gebietet es darauf hinzuweisen, dass die Praxis des Ehrenmords nicht auf den Islam zurückzuführen ist, und keinerlei Basis in den heiligen Schriften der Muslime hat.
Ähnlich wie bei der Verstümmelung weiblicher Genitalien (Stichwort: "Frauenbeschneidung" handelt es sich vielmehr um Elemente einer Stammeskultur, die neben dem Islam existiert.
Eine formale Bemerkung zum sauberen Denken und Formulieren von Denkmustern: "Denkmuster eines sich unaufhaltsam weiterentwickelnden Fortschritts". Es ist nicht der Fortschritt, der sich in diesem Denkmuster weiterentwickelt, sondern vielmehr entwickeln sich das Denken selbst, die Beziehungen und die Verhältnisse allgemein, und wenn die Veränderungen als positiv betrachtet werden, dann nennt man dies Fortschritt. Fortschritt selbst ist nur (be-)wertendes Attribut einer Bewegung auf etwas hin – der Begriff "Fortschritt" ist eine nahezu beliebig zu füllende Prädikathülle.
In allen großen Weltreligionen werden Frauen benachteiligt und haben nichts oder nur wenig zu melden. Das war und ist im Christentum auch nicht anders. Das Zitat des britischen Lord Cromer, das Christentum diene dazu, die Frauen zu erhöhen, ist Unsinn. Das Gegenteil ist der Fall. Augustinus sagte "das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das Gott nicht nach seinem Ebenbild geschaffen hat", Thomas von Aquin "die Frau ist ein Mißgriff der Natur, körperlich und geistig minderwertiger als ein Mann" und Martin Luther "soll sich doch das Weib an den Geburten tot tragen - es ist darum da". Von Hexenverbrennung und zahlreichen Bibelzitaten, wonach die Frau dem Manne untertan ist, will ich erst gar nicht reden. Jahrhundertelang wurde Frauen vom Vatikan abgesprochen, überhaupt eine Seele zu haben und bis heute dürfen sie keine Priester werden.
Mir gefällt es ganz und gar nicht, wie im Islam mit den Frauen umgesprungen wird - das ihr Leben vor dem Gesetz nur halb so viel wert ist, wie das eines Mannes oder das ihre Zeugenaussage vor Gericht nur halb so viel zählt. Das alles erfüllt mich mit Abscheu. Auf der religiösen Ebene hat das Christentum aber überhaupt keinen Grund, sich in Bezug auf Frauenrechte etwas einzubilden. Alle religiösen Führer waren Chauvis, und selbst Papst Johannes Paul II bezog sich bei der Verweigerung des Priesteramtes für Frauen auf Paulus und sagte "Das weib soll still zuhören und sich ganz unterordnen"
Hach, das könnte euch so passen!!!!
ist nichts hinzuzufügen.
Die zitierten Aussagen sind allesamt Interpretationen! Sie sind nicht bindend, sondern lediglich die Einschätzung und Meinung eines Menschen! Selbst die Aussagen eines Apostels (Paulus) haben zwar wegen seiner besonderen Rolle ein besonderes Gewicht, sind aber nicht Gesetz, sondern höchstens Handlungs- und Glaubensempfehlungen.
Es stimmt, bezüglich Gleichberechtigung hat sich das Christentum in der Geschichte auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber es ist lernfähig, Auffassungen können sich ändern!
Im Islam sind die Aussagen zur Position der Frau aber (leider) im Koran selbst festgeschrieben und damit als direkt diktiertes, direkt offenbartes, unmittelbar und ewig gültiges Wort Allahs, unveränderliches Gesetz!
ist nichts hinzuzufügen.
Die zitierten Aussagen sind allesamt Interpretationen! Sie sind nicht bindend, sondern lediglich die Einschätzung und Meinung eines Menschen! Selbst die Aussagen eines Apostels (Paulus) haben zwar wegen seiner besonderen Rolle ein besonderes Gewicht, sind aber nicht Gesetz, sondern höchstens Handlungs- und Glaubensempfehlungen.
Es stimmt, bezüglich Gleichberechtigung hat sich das Christentum in der Geschichte auch nicht mit Ruhm bekleckert, aber es ist lernfähig, Auffassungen können sich ändern!
Im Islam sind die Aussagen zur Position der Frau aber (leider) im Koran selbst festgeschrieben und damit als direkt diktiertes, direkt offenbartes, unmittelbar und ewig gültiges Wort Allahs, unveränderliches Gesetz!
ist nichts hinzuzufügen.
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