Gewalt Wenn der Schutzmann jammert

Werden Polizisten öfter Opfer von Gewalt? Nein – trotzdem müssen sie lernen, professioneller mit Aggressivität umzugehen.

Der Dienstgruppenleiter beim 1. Polizeirevier mag den Spätdienst am wenigsten. Er hat maximal drei Streifenwagenbesatzungen zur Verfügung, aber zwischen fünf und zehn Einsätze offen: betrunkene Randalierer, Zechpreller in einer Rotlichtbar, einen Exhibitionisten am Spielplatz. Dazu noch drei Anzeige-Erstatter, die auf der Wache warten. Aus der Sollstärke der Schicht fehlen dem Beamten fünf Kollegen. Er muss immer öfter sagen: »Sie müssen sich gedulden, ich habe gerade nicht mehr Personal.«

Zu wenig Polizisten, aber zu viele Aufgaben. Zu wenig Respekt durch das Publikum, zu wenig Wertschätzung durch Vorgesetzte. Außerdem zu lasche Gesetze, zu wenig Härte der Gerichte – und immer öfter Attacken auch gegen Polizeibeamte: Heute wie damals dominieren immer noch dieselben Themen die Debatten um die Polizei. Sie verdichten sich zu der generellen Wahrnehmung, die Gewalt in unserer Gesellschaft habe stark zugenommen, und die Polizei werde damit nicht mehr fertig.

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Der Autor

Rafael Behr ist seit 2008 Professor für Polizeiwissenschaften an der Hochschule der Polizei in Hamburg und leitet dort die Forschungsstelle Kultur und Sicherheit

So etwas hat auch schon 1998 der Dienstgruppenleiter der Polizei erlebt: Das war ich. Heute, nach 15 Jahren als Polizist, der auch Streife gefahren ist und auf Großdemonstrationen eingesetzt war, arbeite ich als Professor an der Hochschule der Polizei in Hamburg. Dazwischen liegen mehr als 20 Jahre, in denen ich viele Berichte aus der Praxis erlebt und erzählt bekommen habe, bis hin zu den Äußerungen Konrad Freibergs, des ehemaligen Chefs der Polizeigewerkschaft, der über den Konflikt um Stuttgart21 sagte: »Wir wollen als Polizisten nicht für ungelöste gesellschaftliche Konflikte den Kopf hinhalten.«

Polizisten, die immer öfter ihren Kopf hinhalten müssen? Ich kann das Klagen der Polizei in Deutschland, dass alles schlimmer werde, nicht so recht glauben. Polizisten sind weder wehrlos, noch wird alles immer schlimmer. Vor allem gibt es nicht mehr Gewalt gegen Beamte. Es hat sich lediglich die Wahrnehmung verschoben.

Ende der achtziger Jahre tauchten in der deutschen Polizei neue Begriffe und Leitlinien auf, die Polizei nannte sich jetzt »Bürgerpolizei«. Man kümmerte sich intern um eigene Leitbilder, eine eigene Corporate Identity und um mehr soziale Kompetenz. Der Bürger erschien nicht mehr als »Betroffener«, sondern als »Kunde«, der den Anspruch auf eine polizeiliche Dienstleistung hatte. Die Serviceorientierung bestimmte fortan die Außendarstellung der Polizei. Im Rahmen dieser Debatte wurden auch die Polizisten selbst – insbesondere von den Berufsverbänden – zunehmend individualisiert und subjektiviert.

Diese »Vermenschlichung der Polizei« hat verschiedene Folgen, etwa die Hinwendung zum Opfer. Das Opfer avancierte vom bloßen Zeugen der Anklage zum Subjekt mit eigenen, berechtigten Ansprüchen auf polizeiliche und justizielle Aufmerksamkeit. Seit 2001 führte das Opferschutzgesetz zu einer Aufgabenverschiebung in der Polizei, sie schützt – wie bei Gewalt im sozialen Nahraum – das Opfer und weist den Täter weg. Im Vordergrund steht nun der Gedanke der konkreten polizeilichen Fürsorge, nicht mehr nur die Gerechtigkeitsüberwachung. Opferarbeit verlangt ausdrücklich Empathie und kommunikative Kompetenzen. Auch ihre veränderten Leitbilder verpflichten Polizisten auf ein idealisiertes Selbstbild. In diesen Leitbildern aber fehlt erstaunlicherweise eine wichtige Komponente polizeilicher Arbeit: die Gewalt.

Die Verbannung aus dem Bewusstsein der Polizeikultur ist lange Zeit niemandem aufgefallen. An die Stelle von Gewalt trat in der Außendarstellung die Kommunikation, statt Schlagstock wurde soziale Kompetenz propagiert, statt des Körpers mehr Technik eingesetzt. Doch besonders uniformierte Schutzpolizisten nehmen bei ihrem Dienst auf der Straße seismografisch genau wahr, dass das nicht alles ist. Für sie wird die Arbeit schwerer, weil sich vor allem der Ton und die innere Haltung ihrer »Kunden« gegenüber dem Staat verändert zu haben scheinen. Polizisten werden wenig auf resignierte und aussichtslose Lebensperspektiven vorbereitet, auf die sie in solchen Begegnungen treffen. Resignation und Exklusion aber gehen häufig mit Aggression einher. Es entsteht eine für Polizisten schwer zu handhabende Gemengelage – zumal die Polizei selbst in ihrer Zusammensetzung doch nie ein Spiegelbild der gesamten Gesellschaft gewesen ist, sondern immer nur ein Spiegelbild der Mittelschicht.

Und was ist mit den Statistiken, wonach die Gewalt gegen Polizeibeamte so drastisch zugenommen habe? Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur »Gewalt gegen Polizeibeamte« war zu differenziert für die Begründung der These vom Gewaltanstieg, die polizeiinternen Lagebilder in einigen Bundesländern brachten sogar das Gegenteil des Vermuteten zum Vorschein. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel kam es 2010 in nur 0,1 Prozent der Einsätze zu physischer Gewalt gegen Polizisten.

Es ist also nicht die Gewalt, die den Polizisten Schwierigkeiten bereitet, sondern die aggressive Kommunikation der Bevölkerung, mit der es Polizei zu tun hat. Ich nenne es Insubordination, ein Ungehorsam, der um sich greift und auf den Polizisten nicht gut vorbereitet sind.

Die Gewaltwahrnehmung und -sensibilität ist, erstens, also gestiegen, nicht die Gewalt selbst. Als Gewalt wird, zweitens, heute schon empfunden, was früher noch keine Gewalt war. Die Beleidigung, die Nichtbefolgung von Anweisungen, das freche Lachen, das Hinspucken, das Weggehen, das Anschreien, Mobbing, Stalking – all diese neuen Tatbestände führen auch zu einer inflationären Nutzung des Gewaltbegriffs. Andererseits gehört die »Ohrfeige an Vaters Statt«, die pädagogische Tracht Prügel, die früher nicht nur von vielen Polizisten als selbstverständliches Züchtigungsmittel angesehen wurde, heute nicht mehr zum Inventar, weil sie reale Gewalt bedeutet. Drittens: Gewalt ist ein Verdichtungssymbol. Viele Ärgernisse und Belästigungen, vom Hundekot über Fahrradfahrer, laute Kinder, Bettler, Fremde bis zur Angst vor dem Verlust sozialer Sicherheiten verdichten sich zum Begriff der Gewalt, die sich darin scheinbar auch überall zeigt.

Ich glaube es den Polizisten, wenn sie sagen, ihr Dienst sei schwerer geworden, aber es handelt sich um Insubordination, nicht um Gewalt. Bereits jungen Polizisten in der Ausbildung sollte allerdings vermittelt werden, diese schwierigen Situationen als Herausforderung und nicht als Strafe zu sehen. Das ist schließlich der Job eines Polizisten.

Die Polizei selbst, vor allem die Gewerkschaften, reagieren auf solche Ansichten polemisch; es missfällt ihnen, ihr Deutungsmonopol über die Wirklichkeit der Polizeiarbeit infrage gestellt zu sehen. Als es in Hamburg vor einigen Wochen zu einer Debatte darüber kam, arbeiteten sich beiden Seiten folglich an mir, dem Botschafter, ab, statt die Botschaft zu bedenken. Ich kann das Klagen der Beamten verstehen, aber ich verstehe nicht das strategische Klagen der Funktionäre. Dass die Polizei sich als Opfer darstellt, halte ich für unprofessionell. Sie ist kein passives Opfer, sondern muss aktiv werden, wenn sie sich ohnmächtig fühlt. Auch die Gewerkschaften sollten an der falschen Wahrnehmung arbeiten, dass alles immer schlimmer werde.

Der Veränderungsprozess der Polizeiarbeit hat nicht alle Polizisten mitgenommen, viele Praktiker (und ihre Berufsvertreter) verklären noch das nostalgische Stadium, in dem angeblich »das Wort des Schutzmanns noch etwas gegolten hat«. Doch diese Zeiten sind vorbei, eine andere Gesellschaft ist nicht in Sicht. Es ist dringend nötig, Polizei neu zu denken. Und zwar radikal.

 
Leser-Kommentare
  1. Wenn genug Polizisten da sind, können sie in der Wahl ihrer Mittel behutsamer sein. Überforderte, einer Übermacht gegenüberstehende Polizisten neigen dazu, zu härteren Mitteln zu greifen.

    19 Leser-Empfehlungen
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    Wir brauchen 40.000.000 plus 1 Polizisten um genug zu haben, um die Übermacht zu stellen.

    Wir brauchen 40.000.000 plus 1 Polizisten um genug zu haben, um die Übermacht zu stellen.

  2. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und Provokationen. Danke. Die Redaktion/sc

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/vn

  4. Kein Wunder, dass wir ein Vollzugsproblem haben, wenn schon diejengen die für die Lehre bei der Polizei zuständig sind so weichgespült daher reden.

    Das Problem ist, dass in D die Poliezi von der Politik (Legislative und "Rücken stärken") und Judikative (langes Wegsperren der von der Polizei ermittelten und festgenommenen Tätern) im Stich gelassen wird.
    Gewalt gegen Polizeibeamte wird marginalisiert. Bei "Demonstrationen" werden Anweisungen mißachtet und Gewalt wird nicht ausreichend geahndet. Regelverstöße werden zur Normalität.
    Im täglichen Dienst müssen sich die Beamten anpöbelm lassen, quasi schutzlos.
    versuchen Sie doch mal, in New York zu einem Polizeibeamten zu sagen "das geht Dich gar nichts an, Du Arschloch". [...]

    Wenn der Staat das GEwaltmonopol hat, dann muß er es auch durchsetzen. Und war mit aller Gewalt und konsequent. Wenn "Demnstrationen" rechtswidrigen Charakter annehmen, dann muß agiert werden. So wie im stuttgarter Schloßgarten gegen die S21-Aufrührer. Das war die komplett richtige Taktik. Nur viel zu spät. Würde die Polizei früher, massiver intevenieren müßte sie weniger hart reingehen und das ergebnis wäre besser.
    Die ganze Deeskalation ist eine komplett verfehlte Strategie. [...] Der agressive Gegenüber legt dies nur als Schwäche aus und verschiebt die Grenzen immer weiter.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und Vergleiche, die lediglich der Provokation dienen. Danke. Die Redaktion/vn

    22 Leser-Empfehlungen
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    Die Argumentation - man müsse im Zweifelsfall einfach härter durchgreifen - ist ein wenig Einseitig.

    Der Versuch, hart durchzugreifen, hat die 68'ger Generation radikalisiert und vom Staat entfremdet. Unlängst habe ich gelesen, dass praktisch alle Mitglieder der RAF zu den Waffen gegriffen haben, NACHDEM sie Polizeigewalt erlebt hatten.

    Es ist ein wichtiger Teil der Strategie von Polizeiarbeit, solche Entwicklungen zu verhindern. Der Einsatz von Gewalt als Antwort auf Beschimpfungen dürfte dabei nicht hilfreich sein.

    Meiner Ansicht nach müssen Polizisten so handeln, dass Gewalteinsätze nach Gesetz und Empfinden der Bevölkerung legitim erscheinen. Nur so werden sie als die Freunde und Helfer behandelt, die sie tatsächlich sind. Und nur mit dieser Legitimität können sie ihrer Aufgabe - den Frieden zu wahren - gerecht werden.

    Gleichzeitig müssen sie sich aber auch durchsetzen, was im Zweifelsfall nicht ohne Gewalt geht.

    Dieser Widerspruch macht die harte Polizeiarbeit nicht gerade leichter.

    Zum einen ist es irrelevant, ob sich ein Terrorost in seinem früheren Leben "ungerecht behandelt" gefühlt hat.
    Werde ich von einer staatlichen Stelle ungerecht behandelt, dann gibt es im Verwaltungsverfahrensrecht da genau festgelegte Spielregeln wie ich mich dagegen wehren darf. Kliner Tip: Angriffe auf Polizeibeamte und Bomben legen gehört da nicht dazu.

    [...]

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke. Die Redaktion/ag

    ...ich habe lange nicht mehr so gelacht.

    Gewalt gegen Polizisten wird marginalisiert? Muhahaha. DESWEGEN also wurde grade die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass Widerstand gegen Polizeibeamte jetzt härter bestraft werden kann.

    "Wenn der Staat das GEwaltmonopol hat, dann muß er es auch durchsetzen. Und war mit aller Gewalt und konsequent. "

    Hmmm, so einen Staat hatten wir doch schon 2x in Deutschland. Aber Sie haben natürlich Recht: Damals war alles besser. Oder etwa nicht? Das Wichtigste ist doch immer noch, dass der Bürger nichts hinterfragt, sondern sich einfach beugt. Widerstandslos und willenlos. Wenn das doch nur alle täten, es wäre ein besseres Leben hierzulande. Fragen Sie Diederich Heßling.

    Die Parallele von prügelnden Polizisten zur Appeasement-Politik gegen Hitler ist dermaßen steil gezogen, da kann man ob der Kühnheit dieses Gedankengangs nur applaudieren.

    Oder Fazialpalmieren....

    dass sich hinter Chris_7 kein Polizist, sondern ein etwas abgeglittener Ex-Rekrut versteckt. Diese ganze "auf sie mit Gebrüll"-Argumentation ist doch atiquiert und hat sich als schrecklich gefährlich erwiesen.

    Bei der ganzen Diskussion könnte man auf die Idee kommen, dass von der Polizei erwartet würde, sie würde die Gesellschaft zum Positiven verändern - durch Gespräche und Verständnis und nur, aber auch wirklich nur im äußersten Fall "Gewalt". Das ist aber doch gar nicht die Aufgabe der Polizei und kann auch niemals ihre werden. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag ich nur.

    Ich respektiere deutsche Polizisten, eben weil sie keine überzogene Gewalt ausüben, wie sie es fordern - Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich bin stolz darauf, dass unsere Polizei so ist wie sie ist, und nicht wie der New Yorker Polizeibeamte oder der französische Gendarm. Und ich denke, dass das vielen in diesem Land so geht. Diejenigen, die keinen Respekt zeigen, müssen mit Polizeigewalt rechnen, wenn es das einzige verbleibende Mittel ist. Aber bitte nicht vorher, so wie sie es fordern. Draufschlagen quasi als Präventivmittel? Nein, danke.

    kann ich nicht umhin zu glauben, sie würden gerne 100 Jahre früher gelebt haben. Mehr Polizei ist praktisch weniger Freiheit. Mehr Staat ist gleich weniger Freiheit. Wir haben nicht das Schölechteste Maß an beidem und ich bin gespannt auf Ihre Argumente, was denn in diesem Land so schlecht ist? Die Statistiken sprechen jedem Sicherheitsfanatiker Hohn.

    Die Argumentation - man müsse im Zweifelsfall einfach härter durchgreifen - ist ein wenig Einseitig.

    Der Versuch, hart durchzugreifen, hat die 68'ger Generation radikalisiert und vom Staat entfremdet. Unlängst habe ich gelesen, dass praktisch alle Mitglieder der RAF zu den Waffen gegriffen haben, NACHDEM sie Polizeigewalt erlebt hatten.

    Es ist ein wichtiger Teil der Strategie von Polizeiarbeit, solche Entwicklungen zu verhindern. Der Einsatz von Gewalt als Antwort auf Beschimpfungen dürfte dabei nicht hilfreich sein.

    Meiner Ansicht nach müssen Polizisten so handeln, dass Gewalteinsätze nach Gesetz und Empfinden der Bevölkerung legitim erscheinen. Nur so werden sie als die Freunde und Helfer behandelt, die sie tatsächlich sind. Und nur mit dieser Legitimität können sie ihrer Aufgabe - den Frieden zu wahren - gerecht werden.

    Gleichzeitig müssen sie sich aber auch durchsetzen, was im Zweifelsfall nicht ohne Gewalt geht.

    Dieser Widerspruch macht die harte Polizeiarbeit nicht gerade leichter.

    Zum einen ist es irrelevant, ob sich ein Terrorost in seinem früheren Leben "ungerecht behandelt" gefühlt hat.
    Werde ich von einer staatlichen Stelle ungerecht behandelt, dann gibt es im Verwaltungsverfahrensrecht da genau festgelegte Spielregeln wie ich mich dagegen wehren darf. Kliner Tip: Angriffe auf Polizeibeamte und Bomben legen gehört da nicht dazu.

    [...]

    Gekürzt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke. Die Redaktion/ag

    ...ich habe lange nicht mehr so gelacht.

    Gewalt gegen Polizisten wird marginalisiert? Muhahaha. DESWEGEN also wurde grade die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass Widerstand gegen Polizeibeamte jetzt härter bestraft werden kann.

    "Wenn der Staat das GEwaltmonopol hat, dann muß er es auch durchsetzen. Und war mit aller Gewalt und konsequent. "

    Hmmm, so einen Staat hatten wir doch schon 2x in Deutschland. Aber Sie haben natürlich Recht: Damals war alles besser. Oder etwa nicht? Das Wichtigste ist doch immer noch, dass der Bürger nichts hinterfragt, sondern sich einfach beugt. Widerstandslos und willenlos. Wenn das doch nur alle täten, es wäre ein besseres Leben hierzulande. Fragen Sie Diederich Heßling.

    Die Parallele von prügelnden Polizisten zur Appeasement-Politik gegen Hitler ist dermaßen steil gezogen, da kann man ob der Kühnheit dieses Gedankengangs nur applaudieren.

    Oder Fazialpalmieren....

    dass sich hinter Chris_7 kein Polizist, sondern ein etwas abgeglittener Ex-Rekrut versteckt. Diese ganze "auf sie mit Gebrüll"-Argumentation ist doch atiquiert und hat sich als schrecklich gefährlich erwiesen.

    Bei der ganzen Diskussion könnte man auf die Idee kommen, dass von der Polizei erwartet würde, sie würde die Gesellschaft zum Positiven verändern - durch Gespräche und Verständnis und nur, aber auch wirklich nur im äußersten Fall "Gewalt". Das ist aber doch gar nicht die Aufgabe der Polizei und kann auch niemals ihre werden. Schuster bleib bei deinen Leisten, sag ich nur.

    Ich respektiere deutsche Polizisten, eben weil sie keine überzogene Gewalt ausüben, wie sie es fordern - Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich bin stolz darauf, dass unsere Polizei so ist wie sie ist, und nicht wie der New Yorker Polizeibeamte oder der französische Gendarm. Und ich denke, dass das vielen in diesem Land so geht. Diejenigen, die keinen Respekt zeigen, müssen mit Polizeigewalt rechnen, wenn es das einzige verbleibende Mittel ist. Aber bitte nicht vorher, so wie sie es fordern. Draufschlagen quasi als Präventivmittel? Nein, danke.

    kann ich nicht umhin zu glauben, sie würden gerne 100 Jahre früher gelebt haben. Mehr Polizei ist praktisch weniger Freiheit. Mehr Staat ist gleich weniger Freiheit. Wir haben nicht das Schölechteste Maß an beidem und ich bin gespannt auf Ihre Argumente, was denn in diesem Land so schlecht ist? Die Statistiken sprechen jedem Sicherheitsfanatiker Hohn.

  5. Nicht die Polizei hat hat schwerwiegende Mängel.

    Bestimmte Teile der Bevölkerung jedoch weisen starke
    charakterliche Mängel auf.
    Die Polizei hat sich nicht neu zu erdenken, der Bürger
    hat sich zu benehmen.
    Gegenüber seinem Mitmenschen,seinen Mitmenschen keinen
    Schaden zuzufügen und die Meinung seines Mitmenschen zu-
    lassen.

    Seine Mitmenschen nicht aus persönlicher Frustation
    Schaden zuzufügen.Ihn nicht zu beleidigen, ihn nicht zu
    schlagen und ihn nicht zu töten.

    Wenn die Menschen dies unterlassen benötigen wir auch
    keine Polizei.

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke. Die Redaktion/sc

    18 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hab ich selten gelesen. Sie rufen als Bürger zu Gewalt gegen Bürgern auf? Schwer vorstellbar.

    Ich rate Ihnen, einmal an großflächig besuchten Veranstaltungen teilzunehmen. Aus ihrem Kommentar ist ersichtlich, dass Sie in Ihrem bisherigen Leben nie in eine Konfliktsituation geraten sind.

    Bitte bemühen Sie sich darum auf Beleidigungen und Unterstellungen zu verzichten. Danke, die Redaktion/jz

    Bestimmte Teile der Bevölkerung..

    Jetzt sage ich Ihnen mal etwas. Das sind Menschen und die sind zwangsläufig nicht perfekt und diese "Schwächen" finden sie quer durch die ganze Bevölkerung. Aber das meiste davon ist harmlos. Und die Polizei (Der Staat überhaupt) hat nur deswegen eine Daseinsberechtigung, um den Kampf aller gegen Alle zu verhindern (so war früher die Grundargumentation in der politischen Theorie)

    Hab ich selten gelesen. Sie rufen als Bürger zu Gewalt gegen Bürgern auf? Schwer vorstellbar.

    Ich rate Ihnen, einmal an großflächig besuchten Veranstaltungen teilzunehmen. Aus ihrem Kommentar ist ersichtlich, dass Sie in Ihrem bisherigen Leben nie in eine Konfliktsituation geraten sind.

    Bitte bemühen Sie sich darum auf Beleidigungen und Unterstellungen zu verzichten. Danke, die Redaktion/jz

    Bestimmte Teile der Bevölkerung..

    Jetzt sage ich Ihnen mal etwas. Das sind Menschen und die sind zwangsläufig nicht perfekt und diese "Schwächen" finden sie quer durch die ganze Bevölkerung. Aber das meiste davon ist harmlos. Und die Polizei (Der Staat überhaupt) hat nur deswegen eine Daseinsberechtigung, um den Kampf aller gegen Alle zu verhindern (so war früher die Grundargumentation in der politischen Theorie)

  6. Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Gafra
    • 31.10.2011 um 20:20 Uhr

    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.freitag.de/com...
    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.youtube.com/wa...
    http://www.youtube.com/wa...
    Und dann werden auch gerne noch die Opfer angeklagt und die Polizisten decken sich gegenseitig.
    Ich stolpere in diesem Kommentar über den Begriff "Insubordination", der eigentlich auf eine militärische Hierarchie hindeutet. Ich betrachte mich als Bürgerin allerdings nicht als Untergebene von Polizisten.

    • Gafra
    • 31.10.2011 um 20:20 Uhr

    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.freitag.de/com...
    http://www.sueddeutsche.d...
    http://www.youtube.com/wa...
    http://www.youtube.com/wa...
    Und dann werden auch gerne noch die Opfer angeklagt und die Polizisten decken sich gegenseitig.
    Ich stolpere in diesem Kommentar über den Begriff "Insubordination", der eigentlich auf eine militärische Hierarchie hindeutet. Ich betrachte mich als Bürgerin allerdings nicht als Untergebene von Polizisten.

  7. Fest steht jedenfalls, dass der Dienst der Polizisten schwerer geworden ist. Mit zunehmender Respektlosigkeit gegenüber jedermann (nicht nur gegenüber Polizisten) ist das auch nicht verwunderlich.
    Und wie sieht jetzt die Lösung aus? Die Polizei muss sich "neu denken". Geht's auch ein wenig konkreter?

    13 Leser-Empfehlungen
    • Timo K
    • 30.10.2011 um 17:04 Uhr

    klappt das aber erstaunlich schlecht.

    Die Mehrzahl meiner Begegnungen mit unseren Ordnungshütern verlief sehr freundlich, ganz klar.

    Aber die zwei, drei Fälle in denen dies nicht so war, die bleiben halt im Gedächtnis.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/sc

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    • Timo K
    • 30.10.2011 um 17:37 Uhr

    Entfernt. Bitte nutzen Sie die Bedenklichmelden-Funktion, um auf bedenkliche Kommentare hinzuweisen und achten Sie bitte auf Ihren Ton. Danke. Die Redaktion/sc

    Ich frage mich immer wer diese polizeierfahrenen Menschen sind. Warum haben andere Leute immer mit der Polizei zu tun und ich nie?

    • Timo K
    • 30.10.2011 um 17:37 Uhr

    Entfernt. Bitte nutzen Sie die Bedenklichmelden-Funktion, um auf bedenkliche Kommentare hinzuweisen und achten Sie bitte auf Ihren Ton. Danke. Die Redaktion/sc

    Ich frage mich immer wer diese polizeierfahrenen Menschen sind. Warum haben andere Leute immer mit der Polizei zu tun und ich nie?

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