Geografische Gerechtigkeit – ein jeder denkt, es gäbe sie nicht. Aber es gibt sie doch, wie diese Karte beweist. Architektonische Superlative sind nämlich nach dem Gießkannenprinzip übers Land verteilt, ganz so, als sei da ein Über-Architekt am Werk gewesen. Größte, längste und höchste Bauwerke sind für das Selbstbewusstsein einer kleinen Stadt von Bedeutung, aber nicht nur für den Bewohner, der sich sagen kann: "Ja, ja, Berlin ist aufregender und so, aber wir haben hier..."

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Sie sind auch wichtig, um Touristen zufriedenzustellen, die mit dem Zug in einen kleinen Herbsturlaub aufgebrochen und dort ausgestiegen sind, wo sie ein Zimmer gebucht haben, aber dann weder Zimmer noch Städtchen besonders toll finden – bis zu dem Moment, in dem ihnen eine Tafel Auskunft gibt über einen architektonischen Superlativ. Ein Sonderfall sind schwer beweisbare Rekordmarken ("höchste Kneipendichte", "größte Schlaglöcher"), Trost-Superlative für jene, die von dem Architektengott mit der Gießkanne vergessen wurden.

Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier .