Larry Hagman "Arschlöcher gibt es immer"
Ein Gespräch über "Dallas", Solarenergie, peinliche US-Präsidenten und Marihuana: Larry Hagman steht gerade wieder als J.R. vor der Kamera.
© Gabriel Bouys/AFP/Getty Images

Der Schauspieler Larry Hagman
Die Begegnung mit Larry Hagman findet in der Garderobe eines Fernsehsenders statt und beginnt in einer Limousine, die durch Berlin saust. Gemeinsam mit seinem deutschen Agenten Heiko Günther ist der »Dallas«-Star unterwegs zu Werbeauftritten. Zwischendurch ruft seine amerikanische Agentin an. Hagman erfährt, dass er beim Dreh der neuen »Dallas«-Folgen auch sonntags vor der Kamera stehen soll. Hagman weigert sich, er will am Wochenende bei seiner Frau sein. »Erzähl denen, ich könne aus religiösen Gründen sonntags nicht drehen«, ruft er ins Telefon, »sag ihnen, ich sei Baptist geworden!«
DIE ZEIT: Mister Hagman, was ist das für ein Gefühl, als Arschloch mit fiesem Lachen zum größten Fernsehstar des 20. Jahrhunderts zu werden?
Larry Hagman: Es war für mich ein immenses Glück, J.R. spielen zu dürfen. Jeder kennt einen J.R. (lacht das J.-R.-Lachen): Hä, hä, hä. Und ich wette, in Ihrer Familie gibt es auch einen.
ZEIT: Eigentlich nicht.
Hagman: Und bei Ihrer Zeitung?
ZEIT: Da schon eher.
Hagman: Sehen Sie.
ZEIT: Wenn man sich heute Dallas ansieht, muss man sagen: Die Serie ist sehr gut gealtert.
Hagman:Dallas ist zeitlos, denn Arschlöcher gibt es immer.
ZEIT: Womit erklären Sie sich den phänomenalen Erfolg der Serie?
Hagman: Man konnte gemeinsam mit J.R. Ewing die Sau rauslassen. Es gab keine wirkliche Identifikationsfigur: J.R. war intrigant, Sue Ellen war die Vorläuferin der verzweifelten Hausfrauen, mein Bruder Bobby war der ewige kleine Bruder und Cliff Barnes der ewige Verlierer. Unser Vater Jock Ewing war ein zwielichtiger Sturkopf und meine Nichte Lucy ein Luder. Trotzdem lebten die Ewings zusammen auf der Southfork Ranch. Sie frühstückten zusammen und trafen sich abends wieder zum Whiskey. Dallas war eine Ranch als amerikanische Gummizelle plus Sex, Öl und Macht.
ZEIT: Plus die Verbindung von Kapitalismus und Wildem Westen.
Hagman: Natürlich, die Ewing-Männer leben geistig in einem gesetzlosen Niemandsland. Sie sind Geschäftsmänner, verhalten sich aber wie Cowboys, die um Land, Vieh oder Gold kämpfen. Auf der Southfork Ranch gab es ja auch Pferde und Kühe, einen Gutsverwalter. Nur J.R. ist etwas anders: Seine Ranch war ein modernes Geschäftshaus. Eigentlich benutzte er Southfork vor allem, um sich umzuziehen.
ZEIT:Dallas war seit der ersten, 1978 auf CBS ausgestrahlten Folge ein Straßenfeger. Der Sender ABS erfand 1981 als Konkurrenzserie Denver Clan.
Hagman: Die konnten uns nichts anhaben. Wir waren bodenständig, Denver Clan war glitz.
ZEIT: Eine Szene kommt in fast jeder Dallas- Folge vor: J.R. geht nach der Arbeit ins Wohnzimmer und schenkt sich einen Whiskey ein. Das wurde immer aus der Perspektive der Bar aufgenommen.
Hagman: Bourbon mit einem Schuss Wasser. Schreckliches Zeug. Ich krieg so was nicht runter.
ZEIT: Es heißt, Sie hätten damals andere Sachen runtergekriegt.
Hagman: Vier Flaschen Champagner am Tag. Manchmal denke ich, ich hab von den Achtzigern nicht allzu viel mitbekommen.
ZEIT: War das beim Drehen nie ein Problem?
Hagman: Nein, ich war ja trotzdem konzentriert. Es war einfach ein permanentes beschwingtes Hochgefühl. Und wir verstanden uns so gut auf dem Set.
ZEIT: Waren die Ewings für Sie eine Art Ersatzfamilie?
Hagman: Ich bin bei meiner Großmutter mütterlicherseits aufgewachsen, bis ich zwölf war. Ich war auf unzähligen Schulen, katholischen, privaten, öffentlichen. Ich musste mich anpassen, sonst hätte mich das kaputtgemacht. Und, ja, es gab schon ein Familiengefühl. Als ich zum ersten Dreh auf der Southfork Ranch eintraf, kam Linda Gray auf mich zu, legte die Arme um mich und sagte: »Hallo, Darling, ich bin deine Ehefrau.« Wir sind bis heute eng befreundet. Und mit Patrick Duffy, meinem Serienbruder, gehe ich jagen.
ZEIT: Jetzt stehen Sie mit Linda Gray und Patrick Duffy wieder für Dallas vor der Kamera. Das muss doch eine seltsame Zeitreise sein.
Hagman: Ich bin einfach in die nächste Generation gerutscht. Jetzt bin ich der Patriarch. Durchtrieben bin ich immer noch. Und Bobby und ich sind immer noch zerstritten. Mein Sohn John Ross und Bobbys Adoptivsohn führen unseren Kampf fort.
ZEIT: Im Trailer sehen Sie aus wie Marlon Brando in Der Pate.
Hagman: Danke.
ZEIT: Für alle, die mit Dallas aufgewachsen sind, gehört die Serie so sehr in die achtziger Jahre.
Hagman: Aber sie war ihrer Zeit voraus. Dallas zeigte die »Arschloch-Seite« des Kapitalismus. J.R. glaubt an nichts anderes als ans Geldverdienen. Das ist seine Religion. Und er war auf seine Weise ein Prophet. Er hat die Skrupellosigkeit des Kapitalismus, über die man sich heute auf einmal wundert, immer schon gelebt. Was J.R. mit Ewing Oil anstellte, passiert heute überall. Die Banken haben die ganze Welt verarscht. Mich eingeschlossen.
ZEIT: Was heißt das?
Hagman: Eine Investmentberaterin hatte einen Teil unseres Geldes verspekuliert, obwohl meine Frau und ich ganz klar um eine konservative Anlage gebeten hatten. Durch ein Schiedsgericht bekamen wir alles zurück. Im ersten Urteil wurde die Bank auch noch dazu verurteilt, zehn Millionen Dollar für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Ich hatte dem Gericht schon die Namen von zehn karitativen Organisationen gegeben, die jeweils eine Million erhalten sollten. Und dann hat die Bank Millionen Dollar an Anwaltshonoraren ausgegeben, um dieses Geld in der zweiten Instanz erlassen zu bekommen. Auch das ist Dallas.
ZEIT:Dallas liegt nun über zwanzig Jahre zurück. Wie haben sich die USA für Sie verändert?
Hagman: Man muss sich nur die Stadt Dallas in Texas anschauen. Als wir dort drehten, war sie ein Provinzstädtchen mit einem kleinen Downtown. Inzwischen ist sie explodiert, und es wird immer noch wie verrückt weitergebaut. Banken und Konzerne errichten sich ihre Paläste. Aber auf den unteren Etagen geht bei uns alles den Bach runter.
ZEIT: Was meinen Sie mit den unteren Etagen?
Hagman: Es gibt mehr Armut in Amerika. Mehr als vierzig Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung. Wenn Sie in Deutschland schwer krank sind, kümmert man sich um Sie. Wenn Sie in Amerika arm und schwer krank sind, sterben Sie. Das Unfassbare ist, dass die Leute, die am dringendsten eine Versicherung brauchten, diese nicht wollen. Damit wird politisch argumentiert, es ist aber letztlich ein Bildungsproblem. Es gibt immer noch Amerikaner, die glauben, dass die Welt flach ist. Ich nenne sie Flatulisten.
ZEIT: Die gibt es auch in der amerikanischen Politik.
Hagman: Sarah Palin ist eine Flatulistin. Das ist mal klar. Die Tea-Party-Bewegung ist der scheinheiligste, aufgeblähteste Haufen, den man sich vorstellen kann. Leute wie Palin genießen ein Maximum an sozialer Sicherheit. Wenn Sarah Palin findet, dass es so unglaublich wichtig sei, sich für oder gegen eine Krankenversicherung entscheiden zu können, dann sollte sie mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Krankenversicherung kündigen.
ZEIT: Wen würde J.R. heute wählen?
Hagman: Vermutlich würde er niemanden wählen und alle bestechen.
ZEIT: Ist J.R. ein amerikanischer Patriot?
Hagman: Nun, vielleicht in der Verlängerung der klassischen amerikanischen Patriotismus-Idee. Bei uns bedeutet das im Wesentlichen, Menschen umzulegen, die unser Land nicht mögen.
ZEIT: Hat man Sie politisch manchmal mit dem Haudrauf-Texaner J.R identifiziert?
Hagman: Ja, oft. Wer nicht aus Texas kommt, denkt, dass ein Texaner, der einen Cowboyhut trägt und ein bisschen Geld hat, automatisch Barbecues für den Wahlkampf der Republikaner veranstaltet. Das ist aber nicht so. Allerdings waren meine Ansichten früher viel flatulistischer als heute.
ZEIT: Wann war früher?
Hagman: Als ich meinen Militärdienst leistete. Damals tobte der Koreakrieg. Ich war damals Rassist, und wir führten einen rassistischen Krieg. Man hatte uns schon als Kind beigebracht, dass Menschen mit Schlitzaugen nicht menschlich sind, dass sie ihre Kinder nicht lieben, dass sie kalt sind wie Insekten. Es übertrug sich von Feind zu Feind, von den Japanern auf die Koreaner auf die Vietnamesen. Das waren Leute, die nicht zählten, deshalb konnte man sie abknallen. Auch heute bekämpfen wir keine Menschen, sondern: »Afghanistan«. Und Iraker, denn die sind nicht wie wir. Wir bekämpfen Leute, die andere Augen, eine andere Sprache, einen anderen Glauben haben. Aber wir müssen die Religion endlich loswerden. Weg damit! Sie hat schon genug Unheil angerichtet.
ZEIT: Wann sind Sie aus Ihrem Flatulismus erwacht?
Hagman: Ich bin viel gereist. Nach Europa zum Beispiel. 1949 kam ich zum ersten Mal hierher. Ich fuhr mit dem Schiff nach Rotterdam. Mit dem Zug ging es nach Hamburg. Ich besuchte all die zerstörten Städte in Deutschland. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in diesen Trümmern überlebt hatte. So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Die meisten Amerikaner haben nie erlebt, was ein Krieg anrichten kann. Deshalb ist es für uns so einfach, in den Krieg zu ziehen.
ZEIT: 1966 waren Sie Mitbegründer der Peace and Freedom Party, die Hunderttausende Amerikaner gegen den Vietnamkrieg auf die Straße brachte.
Hagman: Ich bin immer noch Mitglied. Aber als politische Kraft existiert die Partei nicht mehr.
ZEIT: Dabei passt das Parteiprogramm perfekt zum Zeitgeist. Auf der Website heißt es: »Wir wollen der regierenden kapitalistischen Klasse die Kontrolle über das politische System abnehmen.«
Hagman: Nun, wir sind nicht sehr weit gekommen. Die USA werden von Lobbyisten regiert. Von den Bankern, von den Öl- und Kohleleuten. Ihnen gehört die Regierung. Immer noch.
ZEIT: Angenommen, Sie hätten die Möglichkeit, Ihr Land zu verändern. Was würden Sie tun?
Hagman: Ich würde die Regierung das Energiegeschäft übernehmen lassen. Wir brauchen Energie, aber so, wie wir sie verwenden, bringt sie uns um, weil wir unser Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen. Und die Leute, die das nicht glauben, glauben auch, dass die Erde flach ist.
ZEIT: In einem Spot für eine deutsche Solarenergiefirma spielen Sie einen J.R., der dem Ölgeschäft abgeschworen hat. Während Ihr alter Konkurrent Cliff Barnes immer noch mit Öl dealt, steht J.R. als grinsender Sieger da und blickt auf seine Solaranlage: »Shine, baby, shine!«
Hagman: Sarah Palin, die ja die Ölmultis unterstützt, prägte den Spruch »Drill, Baby, drill!«. Also kam die Solarfirma auf die Idee, den Slogan abzuwandeln. Denn auch wenn man ewig bohrt, sind die Ölressourcen endlich. Die Sonne hingegen scheint immer. Das Honorar für die Spots behalte ich übrigens nicht. Es geht nach Haiti, um dort Solaranlagen für Krankenhäuser zu bauen.
ZEIT: Sie sind auch privat von der Solarenergie überzeugt.
Hagman: Ich besitze die größte private Solaranlage in den USA. Als 2003 ein Baum auf eine Oberleitung in Ohio fiel und halb Nordamerika im Dunkeln versank, dachte ich, man müsse unabhängig von einem derart empfindlichen System sein. Leider sind wir in den USA sehr zurück, was die Förderung alternativer Energien betrifft. Daran konnte auch Obama nicht viel ändern.
ZEIT: Lassen Sie uns ein kleines Präsidentenspiel spielen. Sie sagen einfach, was Ihnen zum jeweiligen Namen einfällt.
Hagman: Und wenn mir nichts einfällt?
ZEIT: Ronald Reagan.
Hagman: Rüstungswettlauf mit der Sowjetunion, Zusammenarbeit mit entsetzlichen Diktatoren, wenn sie nur antikommunistisch waren. Innenpolitisch: ein Krieg gegen die Gewerkschaften. Dank Reagan ist die amerikanische Mittelklasse heute so gut wie zerstört.
ZEIT: George Bush senior.
Hagman: Ein netter Mann mit einer Dumpfbacke als Sohn.
ZEIT: George Bush junior.
Hagman: Nach seiner Wahl zum Präsidenten wirkte er wie ein texanischer Ochse, den man versehentlich zum Mond geschossen hat. Er ist nie über diesen Schock hinweggekommen. Ich bin auch Texaner. Ich weiß, wie er tickt: »Wenn du mir im Weg bist, zerstöre ich dich.« Nur leider hat er auf diesem Weg die amerikanische Wirtschaft zerstört. Aber wenn Sie mich nach George Bush junior fragen, müssen Sie auch nach Dick Cheney fragen, denn er war in den ersten vier Jahren der heimliche Präsident. Die beiden haben sich durch verschiedene Formen von Feigheit ergänzt. Kennen Sie dieses Liedchen, das die Nazis verballhornt? Es enthält eine tiefe Wahrheit über die fehlende Courage von Machtmenschen.
(singt zur Melodie des »Colonel Bogey March«:)
Hitler has only got one ball,
Göring has two but very small,
Himmler is somewhat sim’lar,
But poor Goebbels has no balls at all.
ZEIT: Barack Obama.
Hagman: Er hat zwei Kriege und eine zerstörte Wirtschaft geerbt. Mehr ist nicht zu sagen.
ZEIT: Sie sprechen ziemlich offen.
Hagman: Ich bin achtzig Jahre alt. Was soll mir passieren? Sollen die mich ins Gefängnis werfen? I don’t give a shit. Ich sage, was ich denke über Politik, über Religion, über Drogen.
ZEIT: Welche Drogen?
Hagman: Haben Sie jemals Marihuana geraucht?
ZEIT: Ja.
Hagman: Und, haben Sie sich schrecklich gefühlt?
ZEIT: Nein.
Hagman: Sind Sie auf die Straße gestürmt und wollten jemanden vergewaltigen?
ZEIT: Noch nicht.
Hagman: Ich könnte verstehen, wenn man Alkohol verbietet. Alkohol macht gewalttätig. Aber doch nicht Marihuana oder Pilze. Dass der Mensch überhaupt zu Imaginationskraft und Erkenntnis fand, beruht, glaube ich, auf der Tatsache, dass irgendein Affe vor ein paar Millionen Jahren halluzinogene Substanzen fraß. Bei mir zu Hause hängt ein Bild von Albert Hofmann über dem Kamin. Er hat das LSD erfunden und starb mit 102 Jahren. Das ist mein kleiner Schrein.
ZEIT: Sie haben eine Stiftung gegründet, in deren Programm einige New-Age-Ideen auftauchen...
Hagman: Die LSD-Erfahrung brachte mich zu der Überzeugung, dass wir Menschen uns alle gleichen. Wie alles andere bestehen wir aus molekularen Strukturen, was uns letztlich zu einem großen universellen Einssein führt. Ich glaube, dass auch Jesus Drogen genommen hat, als er vor seinem eigentlichen Wirken in der Wüste fastete. Ich könnte mir vorstellen, dass manche der Konzepte und Gedanken, die er später in seine Lehre aufnahm, aus Drogenerfahrungen stammen.
ZEIT: Woran glauben Sie?
Hagman: An eine obskure Idee der Menschlichkeit.
ZEIT: Als J.R. sind Sie einmal fast erschossen worden. Haben Sie Angst vor dem Tod?
Hagman: Nein. Mein Traum wäre es, dass mein Körper in einem Häcksler zerkleinert und über ein Marihuanafeld gestreut wird. An meinem Geburtstag würden meine Freunde zusammenkommen und aus den Pflanzen einen großen Haschkuchen backen. Dann hätten alle ein bisschen Larry in sich und würden drei Tage lang tanzen.
- Datum 07.11.2011 - 10:47 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 3.11.2011 Nr. 45
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Ein wirklich äusserst interessantes Interview, Danke!
Wer hätte gedacht, dass gerade der "J.R."-Schauspieler so moderne vernünftige Ansichten hat, und das in seinem Alter (so blöd das auch klingt)?
Respekt, Herr Hagman!
Mit ihm würde ich es sogar in Texas aushalten. So kannte ich J.R. noch nicht.
auch wenn das Interview beginnt, als wären da auch ein paar bewusstseinserweiternde Dinge im Spiel ;-)
> Die Begegnung mit Larry Hagman findet in der Garderobe eines > Fernsehsenders statt und beginnt in einer Limousine, die
> durch Berlin saust.
Ich dachte immer, Larry Hagman wäre auch im privaten Leben ein echter Vorzeige-J.R.
So kann man sich täuschen. Vielen Dank für die Aufklärung.
Ein köstliches Interview !
Das "Arschloch" als Sympathieträger.
Einige seiner besten Erkenntnisse im Interview:
"Die USA werden von Lobbyisten regiert. Von den Bankern, von den Öl- und Kohleleuten. Ihnen gehört die Regierung. Immer noch."
"Ich besitze die größte private Solaranlage in den USA"
"Ein netter Mann mit einer Dumpfbacke als Sohn."
(Über Bush senior)
"Ein texanischer Ochse, den man versehentlich zum Mond geschossen hat." (Über Bush junior)
"Ich bin achtzig Jahre alt. Was soll mir passieren? Sollen die mich ins Gefängnis werfen? I don’t give a shit. Ich sage, was ich denke über Politik, über Religion, über Drogen."
"...Bei mir zu Hause hängt ein Bild von Albert Hofmann über dem Kamin. Er hat das LSD erfunden und starb mit 102 Jahren. Das ist mein kleiner Schrein."
"Mein Traum wäre es, dass mein Körper in einem Häcksler zerkleinert und über ein Marihuanafeld gestreut wird. An meinem Geburtstag würden meine Freunde zusammenkommen und aus den Pflanzen einen großen Haschkuchen backen. Dann hätten alle ein bisschen Larry in sich und würden drei Tage lang tanzen." (Larys Antwort auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe)
Dass Jesus seine Erkenntnisse aus Drogenkonsum gewonnen hat,
ist alledings eine Behauptung, für die es (bislang noch) keine Beweise gibt.
Gruß Max Stockhaus
Ich hatte vor einigen Jahren schonmal einen Bericht oder Interview mit ihm gelesen und war ganz begeistert von seiner liberalen (im ursprünglichen, nicht im FDP sinne!!) Einstellung. Schön das er immr noch ganz der Alte ist.
Mit den besten Wünschen für Gesundheit und ein langes Leben. Keep running Larry!
die oft pfiffigen und weisen Antworten eines 80 Jaehrigen, der im "don't mess with Texas" country aufwuchs und weiss wovon er redet, tun richtig gut - weiter so!
Ich hätte nicht gedacht, daß Larry Hagman so bodenstädige Ansichten hat (seine Ansichten zu Drogen mal ausgenommen).
In diesem Interview hat er so manches auf den Punkt gebracht. (Als Pechvogel Major Nelson in "bezaubernde Jeannie" hat er mir auch viel besser gefallen als der Fiesling JR).
"Hagman: Und bei Ihrer Zeitung?
ZEIT: Da schon eher."
Ich wüsste da ein paar...
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