Naturkatastrophen Leben mit dem neuen Stress
Der Klimawandel wird zur katastrophalen Normalität
© Paula Bronstein/Getty Images

Bewohner Bangkoks in den überfluteten Straßen.
Nun, da das Hochwasser in Bangkok wieder abläuft, wird den Zuschauern in Europa womöglich bald nur noch ein Bild in Erinnerung bleiben: das Bild einer Frau, die, bis zu den Oberschenkeln im Wasser stehend, mit bewundernswerter Gelassenheit ihren Grill bedient und den zu ihr watenden Kunden gebratenes Schweinefleisch verkauft. So sieht der Klimawandel aus.
Im öffentlichen Streit um die globale Erwärmung warnen besorgte Wissenschaftler und Umweltschützer gern vor einer heraufziehenden Katastrophe. Es ist eine falsche, irreführende Formulierung, und das Bild der Frau mit dem Grill zeigt, warum: Der Klimawandel hat seine eigene Normalität, etwas, das der Katastrophe schon begrifflich völlig fremd ist.
Katastrophen sind Ausnahmesituationen, das sind Tsunami und Ölpest, Erdbeben und Börsencrash, plötzlich eintretende Ereignisse mit schrecklichen, aber wenigstens im Prinzip überschaubaren Folgen. Klimawandel, das ist der Hunger am Horn von Afrika, die Überschwemmung in Bangkok, das sind einige Hundert Tote hier, einige Tausend dort, hier ein Millionenschaden, dort einer. Und das ist vor allem die Gewissheit, dass es so weitergeht. Anders gesagt: Klimawandel ist eine besondere Art von Stress.
Man muss, beispielsweise, Deiche bauen und erhöhen, das ist teuer, aber machbar. Man kann Deiche um einen Meter aufstocken, aber man wird es wohl im Bewusstsein tun müssen, dass nach diesem Meter noch einer kommt. Und noch einer. Selbst für das reiche Deutschland wird das nicht einfach. Für das arme Thailand wird es erheblich schwerer. Und größer noch als für Thailand ist die Flutgefahr für Bangladesch, das pro Kopf gerade einmal ein Achtel der thailändischen Einkünfte erwirtschaftet.
Keine Panik!, rufen die Pragmatiker. Für die Anpassung an den Klimawandel haben wir Jahrhunderte Zeit. Das ist richtig, und es beschreibt einen weiteren Unterschied zu dem, was gewöhnlich als Katastrophe gilt. Die Ölpest im Golf von Mexiko ist schon fast wieder vergessen. Wann war das noch? Eineinhalb Jahre ist es erst her. Der Klimawandel wird die Menschen beschäftigen, wenn nur noch Geschichtsbücher oder elektronische Aufzeichnungen davon erzählen werden, dass es einmal eine Zeit gab, in der das Wasser nicht stieg.
Kann man all das wirklich schon wissen? Natürlich sind die Wissenslücken in der Klimaforschung immer noch größer als die Erkenntnisse. Natürlich können vermeintliche Einsichten sich in einigen Jahren als Irrtümer erweisen. Aber es gibt insgesamt nur wenig Zweifel, dass die Menschen das Ziel, den Klimawandel in einem verträglichen Rahmen zu halten, verfehlen werden. Und das absehbare Scheitern der Klimakonferenz im südafrikanischen Durban Anfang Dezember dürfte diese Gewissheit wachsen lassen.
- Datum 06.11.2011 - 08:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 3.11.2011 Nr. 45
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keinen Klimawandel, keine Eis- oder Warmzeit aufhalten können.
Jetzt hat er vielleicht einen Wandel ausgelöst oder bekäftigt bzw. beschleunigt und wird damit leben müssen.
Aber die Vorstellung, dass der Mensch im globalen Maßstab vernünftig handelt, weil in 2300 irgend etwas sein wird - die ist derzeit völlig unrealistisch.
Die Menschen werden weiter zur Wohlstandserhaltung- und gewinnung Ressourcen vebrauchen und die Erde verändern und sie werden mit den Folgen leben müssen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.
Sie haben einige sehr gute Anmerkungen zu diesem Thema gegeben. Tatsache ist, daß alles, also auch das Klima, einem ständigen Wandel unterzogen ist.
Natürlich kann es auf Dauer nicht gut sein, ständig und wohl auch in noch steigendem Maße unsere Atmosphäre durch Abgase zu verschmutzen. Ich sehe das ein wenig so wie bei mir als ehemaligem Ketten- und jetzigem Minimalraucher: Ich habe zwar (ganz bestimmt!) eine einen cm dicke Teerschicht auf der Lunge, da ich aber problemlos ohne zu schnaufen alle Treppen und Steigungen hinaufkomme, keinen Raucherhusten oder sonstige Probleme habe, betrachte ich mich als vom Rauchen nicht betroffen....
Und ich gebe Ihnen recht: Vor allem die Schwellenländer wie China, Indien, Rußland, Brasilien usw. werden die Produktionen weiter hochfahren und ausbauen, um das Wohlstandsgefälle etwas zu mindern und sich bemühen, durch diese Wirtschaftspolitik gesellschaftliche Konflikte klein zu halten.
Wenn ich mir die Wissenschaft anschaue, habe ich auch so meine Bedenken. Mojib Latif, unser Guru in Sachen Klimakatastrophe mußte vor 3 Jahren aber ganz kleinlaut zugeben, er habe bei seinen Modellberechnungen ausgerechnet die Motoren unseres Klimageschehens, die Meeresströmungen, nicht berücksichtigt... So eine Pleite.
Und die Wetterforscher geben unumwunden zu, man verstehe bis heute noch nicht die Entstehung und Bildung von Wolken...
Daß unser Handeln das Wetter beeinflußt, ist mir schon klar, aber wodurch und in welchem Umfang wissen wir einfach nicht.
"Daß unser Handeln das Wetter beeinflußt, ist mir schon klar, aber wodurch und in welchem Umfang wissen wir einfach nicht."
Erstaunlich. Das kann nur jemand sagen, der nicht für 5 Cent versucht hat, die Wissenschaft vom Klimawandel nachzuvollziehen. Sie werfen Mojib Latif vor, etwas vergessen zu haben?
Sie haben dagegen ungefähr alles vergessen: Zu wissen, welchem wissenschaftlichen Inhalt Sie da eigentlich die Aussagekraft absprechen.
...solange man sich selbst nicht direkt betroffen fühlt (fühlen muss). Da die Debatte um den Klimawandel recht emotional geführt wird möchte Ihr Argument mal auf ein anderes Thema anwenden: Das Artensterben.
Auch hier wir häufig Argumentiert, dass schon immer Arten ausgestorben sind. Da aber stets neue Arten entstehen bleibt die Anzahl der Arten (relativ gesehen) konstant.
Gegenargument: Im Moment steben hundertfach mehr Arten aus, als Neue enstehen. Daher stimmt diese Formel auf die heutige Zeit bezogen nicht.
Es geht also (beim Klimawandel wie beim Artensterben) im Wesentlichen um das Tempo der Veränderungen.
Genau genommen zeichnet sich die Evolution u. a. auch dadurch aus, dass die Anzahl der Arten seit Anbeginn des Lebens stetig zugenommen hat.
Wenn ich jetzt überlege, wie sehr wir Menschen dem Glauben an den Fortschritt verfallen sind, so muss ich feststellen, dass diese Sichtwiese sehr einseitig ist. Technisch/kulturell gesehen mag diese Perspektive zutreffen. Biologisch betrachtet ist das Gegenteil der Fall. Wir machen gegenwärtig gewaltige Rückschritte.
Und zu guter Letzt: Ja, Sie haben recht, wir werden mit dem Klimawandel/Artensterben leben müssen. Deshalb ist es aber nicht falsch oder abwegig zu fragen: Wie wollen wir denn eigentlich leben?
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.
Sie haben einige sehr gute Anmerkungen zu diesem Thema gegeben. Tatsache ist, daß alles, also auch das Klima, einem ständigen Wandel unterzogen ist.
Natürlich kann es auf Dauer nicht gut sein, ständig und wohl auch in noch steigendem Maße unsere Atmosphäre durch Abgase zu verschmutzen. Ich sehe das ein wenig so wie bei mir als ehemaligem Ketten- und jetzigem Minimalraucher: Ich habe zwar (ganz bestimmt!) eine einen cm dicke Teerschicht auf der Lunge, da ich aber problemlos ohne zu schnaufen alle Treppen und Steigungen hinaufkomme, keinen Raucherhusten oder sonstige Probleme habe, betrachte ich mich als vom Rauchen nicht betroffen....
Und ich gebe Ihnen recht: Vor allem die Schwellenländer wie China, Indien, Rußland, Brasilien usw. werden die Produktionen weiter hochfahren und ausbauen, um das Wohlstandsgefälle etwas zu mindern und sich bemühen, durch diese Wirtschaftspolitik gesellschaftliche Konflikte klein zu halten.
Wenn ich mir die Wissenschaft anschaue, habe ich auch so meine Bedenken. Mojib Latif, unser Guru in Sachen Klimakatastrophe mußte vor 3 Jahren aber ganz kleinlaut zugeben, er habe bei seinen Modellberechnungen ausgerechnet die Motoren unseres Klimageschehens, die Meeresströmungen, nicht berücksichtigt... So eine Pleite.
Und die Wetterforscher geben unumwunden zu, man verstehe bis heute noch nicht die Entstehung und Bildung von Wolken...
Daß unser Handeln das Wetter beeinflußt, ist mir schon klar, aber wodurch und in welchem Umfang wissen wir einfach nicht.
"Daß unser Handeln das Wetter beeinflußt, ist mir schon klar, aber wodurch und in welchem Umfang wissen wir einfach nicht."
Erstaunlich. Das kann nur jemand sagen, der nicht für 5 Cent versucht hat, die Wissenschaft vom Klimawandel nachzuvollziehen. Sie werfen Mojib Latif vor, etwas vergessen zu haben?
Sie haben dagegen ungefähr alles vergessen: Zu wissen, welchem wissenschaftlichen Inhalt Sie da eigentlich die Aussagekraft absprechen.
...solange man sich selbst nicht direkt betroffen fühlt (fühlen muss). Da die Debatte um den Klimawandel recht emotional geführt wird möchte Ihr Argument mal auf ein anderes Thema anwenden: Das Artensterben.
Auch hier wir häufig Argumentiert, dass schon immer Arten ausgestorben sind. Da aber stets neue Arten entstehen bleibt die Anzahl der Arten (relativ gesehen) konstant.
Gegenargument: Im Moment steben hundertfach mehr Arten aus, als Neue enstehen. Daher stimmt diese Formel auf die heutige Zeit bezogen nicht.
Es geht also (beim Klimawandel wie beim Artensterben) im Wesentlichen um das Tempo der Veränderungen.
Genau genommen zeichnet sich die Evolution u. a. auch dadurch aus, dass die Anzahl der Arten seit Anbeginn des Lebens stetig zugenommen hat.
Wenn ich jetzt überlege, wie sehr wir Menschen dem Glauben an den Fortschritt verfallen sind, so muss ich feststellen, dass diese Sichtwiese sehr einseitig ist. Technisch/kulturell gesehen mag diese Perspektive zutreffen. Biologisch betrachtet ist das Gegenteil der Fall. Wir machen gegenwärtig gewaltige Rückschritte.
Und zu guter Letzt: Ja, Sie haben recht, wir werden mit dem Klimawandel/Artensterben leben müssen. Deshalb ist es aber nicht falsch oder abwegig zu fragen: Wie wollen wir denn eigentlich leben?
mit seiner unersättlichen Gier nach (asiatischer) Billigware heizt der Verbraucher nicht nur den Import, sondern den Planeten an.
Die Folgen unsere ungebremsten Verschwendungssucht treffen zuerst die ärmsten der Armen.
Wären die Industrienationen stärker betroffen, hätten sie längst einen "war against climate" angezettelt.
(uups, das war jetzt polemisch...)
Vielleicht können Sie ja deutsche nachhaltige Qualitätsware bezahlen. Pullover aus reiner Schurwolle, anständige Schuhe usw.
Wenn nicht, frage ich mich, wie man ohne "Billigware" auskommen kann, wenn man nicht selber nähen, stopfen und stricken kann. Und selbst hat manoch keinen Rohstoff.
Abgesehen davon, dass der Begriff Billigware auch verachtend gegenueber den Menschen ist. Die geben ihr bestes fuer 2 Euro bei einer Arbeit, fuer die man hierzulande nicht mal fuer acht Euro Arbeitskräfte finden wuerde. Man könnte natuerlich allen Euro 20 zahlen. Nur was nuetzt die beste Bezahlung, wenn nichts verkauft wird.
Vielleicht können Sie ja deutsche nachhaltige Qualitätsware bezahlen. Pullover aus reiner Schurwolle, anständige Schuhe usw.
Wenn nicht, frage ich mich, wie man ohne "Billigware" auskommen kann, wenn man nicht selber nähen, stopfen und stricken kann. Und selbst hat manoch keinen Rohstoff.
Abgesehen davon, dass der Begriff Billigware auch verachtend gegenueber den Menschen ist. Die geben ihr bestes fuer 2 Euro bei einer Arbeit, fuer die man hierzulande nicht mal fuer acht Euro Arbeitskräfte finden wuerde. Man könnte natuerlich allen Euro 20 zahlen. Nur was nuetzt die beste Bezahlung, wenn nichts verkauft wird.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Danke, die Redaktion/mo.
und im Übrigen, die Erde ist eine Scheibe... (nicht sehr orginell, ich weiß...) aber Ihr Beitrag ist es auch nicht.
....festzustellen, ob nun mehr Katastrophen eintreten als früher oder nicht. Dazu sind die Daten zu schwammig. Sollte es aber so sein, so müsste man in Wikipedia die folgende Seite wohl revidieren: http://en.wikipedia.org/w...
Dies ist umso mehr der Fall, als die Besiedlungsdichte und absolute Zahl der Armen größere Katastrophen in der kürzlichen Vergangenheit vermuten lassen würden als davor. Auch ist die Erfassung besser geworden.
und im Übrigen, die Erde ist eine Scheibe... (nicht sehr orginell, ich weiß...) aber Ihr Beitrag ist es auch nicht.
....festzustellen, ob nun mehr Katastrophen eintreten als früher oder nicht. Dazu sind die Daten zu schwammig. Sollte es aber so sein, so müsste man in Wikipedia die folgende Seite wohl revidieren: http://en.wikipedia.org/w...
Dies ist umso mehr der Fall, als die Besiedlungsdichte und absolute Zahl der Armen größere Katastrophen in der kürzlichen Vergangenheit vermuten lassen würden als davor. Auch ist die Erfassung besser geworden.
Meine Empfehlung - mal zB bei itunes sich Tagesschau vor 30 Jahren ansehen. Man erkennt schnell Katastrophen gab es immer - auch solche "des Klimas". Wir haben heute vor allem mehr und viel bessere Bilder davon. Den Klimawandel stoppen ? Ich frage mich immer welches Klima wir denn erreichen wollen ? Das von 1745 oder 1234 oder 1949 oder 610 bC... ??
Diese Tatsache besagt doch schon alles. Hochwasserkatastrophen gibt es immer wieder, wird es immer wieder geben. Und wenn man in Gebieten siedelt, die zwar selten, aber mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder mal überflutet werden, dann ist es nicht der Klimawandel, sondern die eigene Dummheit, die ursächlich für die Folgen der Überflutung ist. Man kann übrigens im Internet sehr gut Zeugnisse früherer Hochwasser finden, weniger für Thailand, mehr dafür in unserer Lebensregion.
Hungerkatastrophen in Regionen, in denen nichts wächst, wird es auch immer wieder geben. Man suche nach "Biafra" und wird sich des Hungers dort so um 1970 erinnern. Hungerkatastrophen wird es desto häufiger geben, je stärker sich die Zahl der Bewohnern in solchen Regionen erhöht.
Bitte beachten Sie Ihre Wortwahl. Danke/die Redaktion/mo.
Das ist genau die Frage, die meines Erachtens zu wenig gestellt wird. Wollen wir den Klimawandel überhaupt verlangsamen?
Anstatt diese, meines Erachtens wesentlich wichtigere Frage zu stellen, verheddern wir uns immer wieder in interessensgetriebenen Diskussionen ob der Klimawandel nun menschengemacht ist oder nicht (er ist es, nur so nebenbei).
Denn in Deutschland werden mehr Regionen von einer gemäßigten Erwärmung (~1.5°C) profitieren als verlieren. Die großen Verlierer des Klimawandels sitzen in der Gegend der Wendekreise, wo sich die eh schon vorhandenen Wüsten und Steppen weiter ausdehnen.
Aber wir in Mitteleuropa werden tatsächlich vorwiegend gewinnen. Nordeuropa, Nordamerika (Kanada) und Russland sogar noch wesentlich stärker - zumindest solange der Golfstrom nicht stark abschwächt.
Sollen wir uns wirklich einschränken uns Nachteile aufbürden, die uns überdies eine Verbesserung verwehren wegen den Verlusten in anderen Regionen?
Bevor man sofort "ja" oder "nein" sagt, sollte man darüber nachdenken, diese Frage ist wesentlich (!) komplexer als sie auf Anhieb erscheint.
Diese Frage weist gewisse Parallelen zu der Frage auf, ob wir in unserem Land die Rohstoffe anderer Länder für unseren Wohlstand benutzen und damit verbrauchen dürfen. Und diese Frage haben wir für uns mit einem eindeutigen "ja" beantwortet.
Möglicherweise kommen wir beim Klimawandel zu einem ähnlichen Ergebnis.
Wir sollten hier ehrlich sein.
keine Ahnung haben, aber große Töne spucken, genau wie die ganzen anderen sogenannten Klimaskeptiker hier, allen voran die, die dahinter eine große Verschwörung zur Geldmacherei sehen. Glauben Sie, die Wissenschaftler, die vom anthropogenen Klimawandel sprechen, wissen nicht, dass es auch früher Klimawandel gegeben hat, dass Wasser ein wichtiges Treibhausgas ist etc. Sie tuen so kritisch und sollten ihre eigenen Quellen lieber mal kritisch hinterfragen. Sie könnten zum Beispiel mit diesem Text von Stefan Rahmstorf anfangen: http://www.pik-potsdam.de...
Dort wird sehr schön die windige Argumentation der sog. "Skeptiker" auseinandergenommen. Echt zum Schmunzeln wenns nicht so traurig wäre...
...die Subventionen. Der Experte Rahmstorf erhält für sein Institut PIK satte 10 Mio Euro Steuergelder (und nochmal 10 aus anderen Quellen) nur dafür das er etwas über den Klimawandel präsentiert. Was muss und wird er dafür gerne abliefern - "alles noch schlimmer als gedacht" oder "alles nur halb so schlimm" um in Zukunft weiter und immer mehr Gelder zu erhalten ??
Diese Tatsache besagt doch schon alles. Hochwasserkatastrophen gibt es immer wieder, wird es immer wieder geben. Und wenn man in Gebieten siedelt, die zwar selten, aber mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer wieder mal überflutet werden, dann ist es nicht der Klimawandel, sondern die eigene Dummheit, die ursächlich für die Folgen der Überflutung ist. Man kann übrigens im Internet sehr gut Zeugnisse früherer Hochwasser finden, weniger für Thailand, mehr dafür in unserer Lebensregion.
Hungerkatastrophen in Regionen, in denen nichts wächst, wird es auch immer wieder geben. Man suche nach "Biafra" und wird sich des Hungers dort so um 1970 erinnern. Hungerkatastrophen wird es desto häufiger geben, je stärker sich die Zahl der Bewohnern in solchen Regionen erhöht.
Bitte beachten Sie Ihre Wortwahl. Danke/die Redaktion/mo.
Das ist genau die Frage, die meines Erachtens zu wenig gestellt wird. Wollen wir den Klimawandel überhaupt verlangsamen?
Anstatt diese, meines Erachtens wesentlich wichtigere Frage zu stellen, verheddern wir uns immer wieder in interessensgetriebenen Diskussionen ob der Klimawandel nun menschengemacht ist oder nicht (er ist es, nur so nebenbei).
Denn in Deutschland werden mehr Regionen von einer gemäßigten Erwärmung (~1.5°C) profitieren als verlieren. Die großen Verlierer des Klimawandels sitzen in der Gegend der Wendekreise, wo sich die eh schon vorhandenen Wüsten und Steppen weiter ausdehnen.
Aber wir in Mitteleuropa werden tatsächlich vorwiegend gewinnen. Nordeuropa, Nordamerika (Kanada) und Russland sogar noch wesentlich stärker - zumindest solange der Golfstrom nicht stark abschwächt.
Sollen wir uns wirklich einschränken uns Nachteile aufbürden, die uns überdies eine Verbesserung verwehren wegen den Verlusten in anderen Regionen?
Bevor man sofort "ja" oder "nein" sagt, sollte man darüber nachdenken, diese Frage ist wesentlich (!) komplexer als sie auf Anhieb erscheint.
Diese Frage weist gewisse Parallelen zu der Frage auf, ob wir in unserem Land die Rohstoffe anderer Länder für unseren Wohlstand benutzen und damit verbrauchen dürfen. Und diese Frage haben wir für uns mit einem eindeutigen "ja" beantwortet.
Möglicherweise kommen wir beim Klimawandel zu einem ähnlichen Ergebnis.
Wir sollten hier ehrlich sein.
keine Ahnung haben, aber große Töne spucken, genau wie die ganzen anderen sogenannten Klimaskeptiker hier, allen voran die, die dahinter eine große Verschwörung zur Geldmacherei sehen. Glauben Sie, die Wissenschaftler, die vom anthropogenen Klimawandel sprechen, wissen nicht, dass es auch früher Klimawandel gegeben hat, dass Wasser ein wichtiges Treibhausgas ist etc. Sie tuen so kritisch und sollten ihre eigenen Quellen lieber mal kritisch hinterfragen. Sie könnten zum Beispiel mit diesem Text von Stefan Rahmstorf anfangen: http://www.pik-potsdam.de...
Dort wird sehr schön die windige Argumentation der sog. "Skeptiker" auseinandergenommen. Echt zum Schmunzeln wenns nicht so traurig wäre...
...die Subventionen. Der Experte Rahmstorf erhält für sein Institut PIK satte 10 Mio Euro Steuergelder (und nochmal 10 aus anderen Quellen) nur dafür das er etwas über den Klimawandel präsentiert. Was muss und wird er dafür gerne abliefern - "alles noch schlimmer als gedacht" oder "alles nur halb so schlimm" um in Zukunft weiter und immer mehr Gelder zu erhalten ??
In den letzten 2000 Jahren hat es mehrere wärmere und kältere Perioden gegeben. Da klammere ich die Millarden Jahre zuvor mal völlig aus. Erdgeschichtlich befinden wir uns nähmlich seit 30 Millionen Jahren in einer Eiszeit, und hier speziell in einer wärmeren Phase. In Warmzeiten gab es überhaupt kein Eis an den Polen. Finden wir uns endlich damit ab, dass das Klima viel zu komplex ist, um es mit 150 Jahren Aufzeichnung und aus Vermutungen zusammengebastelten Comutermodellen erklären oder vorraussagen zu können. Zu glauben, das Klima beeinflussen zu können, ist einfach nur lächerlich. Wir müssen uns rechtzeitig anpassen, dann werden wir auch überleben. Das alles schließt natürlich einen sorgsamen Umgang mit unseren Resourcen nicht aus.
Übrigens für die Anhänger der Schuld des Menschen. Abrupte Klimaveränderungen innerhalb weniger Jahre hat es in der Erdgeschichte schon mehrmals gegeben. Das ist bewiesen.
Sofern Sie Zitate oder Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Danke, die Redaktion/mo.
"Finden wir uns endlich damit ab, dass das Klima viel zu komplex ist, um es mit 150 Jahren Aufzeichnung und aus Vermutungen zusammengebastelten Comutermodellen erklären oder vorraussagen zu können."
Ich möchte es diplomatischer formulieren, allerdings ist das nicht möglich, denn diese Formulierung zeigt eine für mich unbegreifliche Ignoranz gegenüber Wissenschaften - eine der größten Erfolgsgeschichten der Menschheit und eine der wenigen Beweise, dass wir tatsächlich die überlegene Rasse auf diesem Planeten sind.
Natürlich ist das Klima als gesamtes ein wahnsinnig komplexes Thema. Doch Naturwissenschaften sind durch ihre Methoden (=unsere geistige Leistung) und Messungen (=Fragen an die Natur) soweit gereift, dass sie komplexe Themen in weniger komplexe Teilaspekte aufsplitten können, welche zu begreifen wir tatsächlich in der Lage sind.
Auch wenn wir noch nicht alles vollständig verstanden haben - was wir übrigens in keinem einzigen Forschungsbereich jemals getan haben; darum forschen wir auch weiterhin - sind wir doch in der Lage, komplexe Probleme zu beherrschen.
Wir bauen Fusionsreaktoren, lassen Flugzeugträger schwimmen und fliegen durch die Luft und ins Weltall.
Bereits der Verbrennungsmotor Ihres Autos ist dermaßen kompliziert, da der Prozess 10^20 Teilchen betrifft (1 mit 20 Nullen!), dass er bis heute nicht vollständig verstanden werden kann. Aber die Durchschnittswerte sind gut verstanden und werden angewendet - und genauso ist es auch beim Klima.
Ich kann Ihrem Beitrag voll zustimmen. In Süddeutschland gab es zumindest vier Eiszeiten, die nach den Flssen Günz, Mindel, Riss und Würm benannt sind. Diese Eiszeiten wechselten sich mit Zeiten tropischen Klimas ab. Fossilienfunde (Ammoniten, Seesterne, Saurier, Fische, Muscheln, Korallen, Seeigel etc.) dokumentieren tropische Temperaturen und Meerlndschaften, wo sich heute die Schwäbische Alb und das Alpenvorland befindet. Da es in der Jurazeit noch keine Menschen gab, konnten diese mehrfachen Klimawandel vor über 100 Millionen Jahren nicht von Menschen verursacht worden sein.
Für mich sind die Horrorszenarien in Sachen Klimawandel rein ideolgisch bedingt. Ja man kann sagen, es ist eine Art von Hybris zu glauben, der Mensch könne einen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung das Klimas ausüben. Dass die Bevölkerungsexplosion mehr Flächenversiegelung, mehr Emissionen und auch mehr Verbrauch natürlicher Ressoucen mit sich bringt, wird niemand bestreiten. Aufgrund dieser Fakten konkrete Temperaturanstiege vorauszusagen, hate ich für sehr gewagt.
Zu den Tatsachenbehauptungen: Das ist allgemeines Schulwissen, welche Quelle soll man hier angeben?
Wenn Sie das nicht wissen, einfach mal googeln.
Zum Beispiel "Jüngere Tundrenzeit".
Sollten Sie, verehrte Redaktion, sich auf diese Tatsachenbehauptung bezogen haben, sei eine Quelle hiermit nachgereicht:
http://www.wissenschaft-o...
"Finden wir uns endlich damit ab, dass das Klima viel zu komplex ist, um es mit 150 Jahren Aufzeichnung und aus Vermutungen zusammengebastelten Comutermodellen erklären oder vorraussagen zu können."
Ich möchte es diplomatischer formulieren, allerdings ist das nicht möglich, denn diese Formulierung zeigt eine für mich unbegreifliche Ignoranz gegenüber Wissenschaften - eine der größten Erfolgsgeschichten der Menschheit und eine der wenigen Beweise, dass wir tatsächlich die überlegene Rasse auf diesem Planeten sind.
Natürlich ist das Klima als gesamtes ein wahnsinnig komplexes Thema. Doch Naturwissenschaften sind durch ihre Methoden (=unsere geistige Leistung) und Messungen (=Fragen an die Natur) soweit gereift, dass sie komplexe Themen in weniger komplexe Teilaspekte aufsplitten können, welche zu begreifen wir tatsächlich in der Lage sind.
Auch wenn wir noch nicht alles vollständig verstanden haben - was wir übrigens in keinem einzigen Forschungsbereich jemals getan haben; darum forschen wir auch weiterhin - sind wir doch in der Lage, komplexe Probleme zu beherrschen.
Wir bauen Fusionsreaktoren, lassen Flugzeugträger schwimmen und fliegen durch die Luft und ins Weltall.
Bereits der Verbrennungsmotor Ihres Autos ist dermaßen kompliziert, da der Prozess 10^20 Teilchen betrifft (1 mit 20 Nullen!), dass er bis heute nicht vollständig verstanden werden kann. Aber die Durchschnittswerte sind gut verstanden und werden angewendet - und genauso ist es auch beim Klima.
Ich kann Ihrem Beitrag voll zustimmen. In Süddeutschland gab es zumindest vier Eiszeiten, die nach den Flssen Günz, Mindel, Riss und Würm benannt sind. Diese Eiszeiten wechselten sich mit Zeiten tropischen Klimas ab. Fossilienfunde (Ammoniten, Seesterne, Saurier, Fische, Muscheln, Korallen, Seeigel etc.) dokumentieren tropische Temperaturen und Meerlndschaften, wo sich heute die Schwäbische Alb und das Alpenvorland befindet. Da es in der Jurazeit noch keine Menschen gab, konnten diese mehrfachen Klimawandel vor über 100 Millionen Jahren nicht von Menschen verursacht worden sein.
Für mich sind die Horrorszenarien in Sachen Klimawandel rein ideolgisch bedingt. Ja man kann sagen, es ist eine Art von Hybris zu glauben, der Mensch könne einen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung das Klimas ausüben. Dass die Bevölkerungsexplosion mehr Flächenversiegelung, mehr Emissionen und auch mehr Verbrauch natürlicher Ressoucen mit sich bringt, wird niemand bestreiten. Aufgrund dieser Fakten konkrete Temperaturanstiege vorauszusagen, hate ich für sehr gewagt.
Zu den Tatsachenbehauptungen: Das ist allgemeines Schulwissen, welche Quelle soll man hier angeben?
Wenn Sie das nicht wissen, einfach mal googeln.
Zum Beispiel "Jüngere Tundrenzeit".
Sollten Sie, verehrte Redaktion, sich auf diese Tatsachenbehauptung bezogen haben, sei eine Quelle hiermit nachgereicht:
http://www.wissenschaft-o...
Wir wissen sehr wenig über das Klima und über seine Änderungen. Aber wir leiden offenbar an der Einbildung, wir könnten etwas beeinflussen, was wir nicht einmal richtig kennen und erst recht nicht beherrschen.
Das bedeutet ja nun nicht, daß wir nicht mit unserer Umwelt und Natur sorgsam umgehen sollen. Was in unserem Einflußbereich liegt, müssen wir sicher noch deutlich verbessern.
Aber ob sich damit am Klima etwas ändert, das weiß niemand.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Danke. Die Redaktion/vn
Noch was zur Häufigkeit der Katastrophen. Die hat es auch früher gegeben und das ebenso häufig. Nur, damals haben es nicht viele Menschen mitbekommen. Die Nachrichten brauchten halt länger um die Welt. Vieles wurde gar nicht wahrgenommen. Heute gibt es Satelliten, Handys, und .. und .. und... Wenn irgendwo auf diesem Planeten der Blitz inschlägt, ist er eine Minute später in der Tagesschau zu sehen. Nur wird eine Naturkatastrophe heute so verkauft, als wäre der Mensch dafür verantwortlich. Begrenzt ja, zb. Hochwasser durch Flussbegradigungen. Global gesehen nehmen wir uns aber zu wichtig.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Kommentare. Danke, die Redaktion/jz
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