PharmaindustrieWarnung mit der Roten Hand

Neue Blutverdünner waren die Hoffnung für Bayer und Boehringer. Nun könnten sie sich als großer Reinfall erweisen.

Lieselotte Bettermann* ist eine rüstige Rentnerin. Eine, die auch mit 84 Jahren noch gerne verreist und sich ihr Alter ebenso wenig anmerken lässt wie die beiden Schlaganfälle, die sie erlitten hat. Nun gut – ein paar Zugeständnisse macht sie inzwischen doch: Sie ist in eine Seniorenwohnanlage im Hamburger Süden gezogen, und jeden Montag kommt eine Putzfrau und hilft ihr, ihren kleinen Haushalt in Schuss zu halten. Und wegen ihrer Herzrhythmusstörungen schluckt sie Arzneien , die verhindern, dass sich in ihrem Herzen erneut Blutgerinnsel bilden und ins Gehirn wandern. Jeder weitere Schlag, das weiß sie, könnte sie zum Pflegefall machen.

Allein hierzulande gibt es laut Deutscher Schlaganfall-Gesellschaft knapp eine Million Patienten wie Lieselotte Bettermann. Insgesamt sollen in der alternden industrialisierten Welt neun Millionen Menschen unter dem sogenannten Vorhofflimmern leiden und einer Schlaganfall-Prophylaxebedürfen. Bis zu zehn Milliarden Euro pro Jahr, so schätzen Analysten, ließen sich auf diesem Markt verdienen, weshalb sich gleich mehrere Pharmariesen – darunter auch Bayer aus Leverkusen und Boehringer Ingelheim – auf die Suche nach neuen Pillen machten. So viel Aufbruchstimmung gab es seit der Entdeckung der Statine als Cholesterinsenker vor zwanzig Jahren nicht.

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Und tatsächlich schafften es die zuletzt wenig erfolgverwöhnten deutschen Arzneihersteller, den anderen zuvorzukommen: Boehringer konnte seine Pille namens Pradaxa bereits einführen. Und das Bayer-Produkt Xarelto ist ebenfalls marktreif: Die US-Gesundheitsbehörde etwa will am kommenden Freitag über ihre Zulassung entscheiden. »Schön, dass in diesem wichtigen Therapiegebiet zwei Unternehmen aus Deutschland die Nase vorn haben«, triumphierte Boehringer-Chef Andreas Barner noch im April in der Wirtschaftswoche .

Doch seither haben sich die Aussichten deutlich eingetrübt. So kam es in Asien – wo Boehringer das Mittel schon im Frühjahr einführte – bald zu unerfreulichen Nebenwirkungen. In Japan, wo bis August 14 Todesfälle registriert wurden, schlug die Gesundheitsbehörde zuerst Alarm, Australien folgte im Oktober. In Europa verschickte Boehringer vergangenen Donnerstag auf Betreiben der Europäischen Arzneimittelagentur ebenfalls sogenannte Rote-Hand-Briefe zur Warnung an die Ärzteschaft. Der Hersteller bestätigte, dass auch in Deutschland und anderswo in Europa Todesfälle gemeldet wurden. Wie viele, wollte Boehringer-Sprecher Reinhard Malin unter Verweis auf die laufende »Einzelfallprüfung« nicht sagen. Die Zahl von 50 Todesfällen weltweit sei, so Malin, aber »vermutlich die richtige Größenordnung«.

Und bei Bayer läuft die Sache auch nicht ganz rund. So entspann sich unter den Beratern der US-Gesundheitsbehörde Anfang September eine Debatte über die Wirksamkeit von Xarelto. Die Zulassungsempfehlung gab es mit Gegenstimmen.

»Das alles mindert die Chancen von Bayer und Boehringer«, urteilt Pharmaanalyst Karl-Heinz Scheunemann von der Landesbank Baden-Württemberg. »Die Idee, dass die Deutschen den Markt unter sich aufteilen, dürfte sich als Illusion erweisen.« Auch Ulrich Huwald von der Privatbank Warburg meint: »Der Durchmarsch wird wohl nicht stattfinden.«

Das Problem: Die deutschen Hersteller sind dringend auf Erfolge angewiesen. Seit Bayer vor zehn Jahren den Cholesterinsenker Lipobay wegen Nebenwirkungen vom Markt nahm, hat der Konzern keine Bestseller hervorgebracht, und selbst die Übernahme des Wettbewerbers Schering 2006 kann die Lücke wohl nicht dauerhaft füllen. Beim Familienkonzern Boehringer, wo gerade mehrere Pillen Billigkonkurrenz bekamen, hängt die Zukunft erst recht an dem neuen Produkt.

Noch dramatischer sind die jüngsten Entwicklungen allerdings für die Patienten. In wenigen Feldern der Medizin würden Innovationen »sehnlicher erwartet« als bei den Gerinnungshemmern, sagt Joachim Röther. Er ist Chefarzt an der Asklepios Klinik im Hamburg-Altona. Die Notaufnahme unten im Erdgeschoss des Krankenhauses ist eine der am stärksten frequentierten Ambulanzen in Deutschland, auch an diesem Abend ist der Computertomograf noch in Betrieb.

Rund tausend Schlaganfälle werden hier jedes Jahr behandelt. Viele davon wären durch Vorbeugung zu vermeiden, sagt Röther, im Nebenamt Präsident der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Doch die bisher gängige Pille Marcumar, die vor vielen Jahrzehnten vom Schweizer Pharmakonzern Roche entwickelt wurde, ist bei den Patienten unbeliebt. Es hat sich herumgesprochen, dass die Substanz zunächst als Rattengift patentiert worden war und dass sie – falsch dosiert – auch Menschen töten kann. Und weil die Arznei auf bestimmte Lebensmittel mit Wirkungsschwankungen reagiert, ist es nicht leicht, sie richtig zu dosieren. Rund die Hälfte derer, die die Pille eigentlich brauchten, verzichten deshalb darauf.

Leserkommentare
  1. dazu:

    http://www.rbb-online.de/...

    "Colin Derdeyn
    „Wir hatten natürlich erwartet, dass Stents besser sind. Denn wir hatte schon Erfahrungen gesammelt mit hundert oder hundertfünfzig Patienten.“

    Doch der Vergleich zeigte das Gegenteil Patienten mit Stents bekamen dreimal häufiger einen weiteren Schlaganfall als Patienten, die nur mit Medikamenten behandelt wurden. Die Studie wurde abgebrochen."

    Das weiß auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Dennoch plant er ein neues, wirtschaftsfreundliches Gesetz. Alle Kliniken dürfen weiterhin neue Behandlungsmethoden sofort einsetzen – ungeprüft. Gleichzeitig wird der Ausschluss unsinniger Innovationen erschwert. Das nennt er fortschrittsfreundlich.

    (..)

    Doch diesen Vorschlag hat FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr verworfen. Er hörte offenbar lieber auf seinen Parteifreund Georg Baum, der die wirtschaftlichen Interessen der deutschen Kliniken vertritt.

    ---------------

    Eine Leserempfehlung
  2. Von Generationengerechtigkeit kann keine Rede mehr sein, wenn die Gesellschaft immer mehr Medikamente bezahlen muss, damit alte Menschen ein längeres Leben haben, das natürlich auch noch von der Gesellschaft bezahlt werden muss. Schluss damit! Dreht der Pharmaindustrie den Geldhahn zu, Renten gehaltsunabhängig deckeln, Kassenleistungen verantwortungsvoll beschränken, Sterbehilfe einführen.

    Gekürzt. Bitte achten Sie darauf Beiträge zu vermeiden, die als beleidigend verstanden werden. Danke, die Redaktion/jz

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    werden auch nochmal alt.

    "Sterbehilfe einführen."

    Hatten wir schon.
    Man nannte es "Euthanasie".

    Ist im Volk nicht angekommen.

    Es gab mal bei ZDF Frontal 21 verschiedene Dokumentatiionen zu den saumäßigen Zuständen in Alten- und Pflegeheimen.

    In einer solchen ZDF Frontal 21 Doku sagte eine Bewohnerin eines Alten- und Pflegeheimes:

    "Dann gebt uns doch die Todespille, wenn ihr uns nicht mehr haben wollt".

    Im übrigen handelt es sich bei den "alten" Menschen auch um solche, welche vielleicht "ihre" Aufzucht mitbezahlt haben.
    Vielleicht gäbe es manche jungen Generationen gar nicht, wenn deren Aufzucht nicht von den derzeit Alten mitfinanziert worden wäre.

    Dass es solche Diskussionen überhaupt gibt:

    Der tollwütige Raubtierkapitalismus.

    Herr Dossmann, es wäre nicht schlecht, wenn Sie sich bei Gelegenheit intensiv mit den Grundrechten im GG auseinandersetzen könnten.

    Es gibt aber Länder, die nehmen es damit nicht so genau. In den USA z.B. lässt man schon mal Patienten sterben, wenn sie sich eine Behandlung nicht (mehr) leisten können, egal ob Schwangere, Babys, Alte und Junge. Man macht zwar dabei keinen Unterschied bezüglich des Alters, aber bei diesem "Survival of the Fittest" kommen die Finazstärksten durch.

    Beim Rest sieht es so aus: 70 Millionen aller Amerikaner haben Schulden durch Behandlungsrechnungen; ein Grossteil aller Privatinsolvenzen in den USA ist auf diese Schulden zurückzuführen. EIne KV zu haben bewahrt übrigens nicht davor. Weitere 50 Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung.

    Dies ist mit ein Grund, warum die USA, dem Land mit den größten medizinischen Möglichkeiten auch eine höhere Säuglingssterblichkeit als in der EU oder sogar Kuba (!) aufweisen.

    Vielleicht liegt Ihnen so ein menschenverachtendes System mehr?

    • ruphus
    • 04.11.2011 um 15:12 Uhr

    möchte ich der Redaktion danken, dass nicht der gesamte Beitrag gelöscht wurde. Einfach um mal zu sehen, wie andere Leute so ticken.

    btw: Lieber Herr Dossmann, was halten Sie davon den noch verbliebenen Teil Ihres Beitrags Ihren Eltern vorzulegen.
    Die Reaktion darauf dürfen Sie gern hier veröffentlichen.

    Gruß

    werden auch nochmal alt.

    "Sterbehilfe einführen."

    Hatten wir schon.
    Man nannte es "Euthanasie".

    Ist im Volk nicht angekommen.

    Es gab mal bei ZDF Frontal 21 verschiedene Dokumentatiionen zu den saumäßigen Zuständen in Alten- und Pflegeheimen.

    In einer solchen ZDF Frontal 21 Doku sagte eine Bewohnerin eines Alten- und Pflegeheimes:

    "Dann gebt uns doch die Todespille, wenn ihr uns nicht mehr haben wollt".

    Im übrigen handelt es sich bei den "alten" Menschen auch um solche, welche vielleicht "ihre" Aufzucht mitbezahlt haben.
    Vielleicht gäbe es manche jungen Generationen gar nicht, wenn deren Aufzucht nicht von den derzeit Alten mitfinanziert worden wäre.

    Dass es solche Diskussionen überhaupt gibt:

    Der tollwütige Raubtierkapitalismus.

    Herr Dossmann, es wäre nicht schlecht, wenn Sie sich bei Gelegenheit intensiv mit den Grundrechten im GG auseinandersetzen könnten.

    Es gibt aber Länder, die nehmen es damit nicht so genau. In den USA z.B. lässt man schon mal Patienten sterben, wenn sie sich eine Behandlung nicht (mehr) leisten können, egal ob Schwangere, Babys, Alte und Junge. Man macht zwar dabei keinen Unterschied bezüglich des Alters, aber bei diesem "Survival of the Fittest" kommen die Finazstärksten durch.

    Beim Rest sieht es so aus: 70 Millionen aller Amerikaner haben Schulden durch Behandlungsrechnungen; ein Grossteil aller Privatinsolvenzen in den USA ist auf diese Schulden zurückzuführen. EIne KV zu haben bewahrt übrigens nicht davor. Weitere 50 Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung.

    Dies ist mit ein Grund, warum die USA, dem Land mit den größten medizinischen Möglichkeiten auch eine höhere Säuglingssterblichkeit als in der EU oder sogar Kuba (!) aufweisen.

    Vielleicht liegt Ihnen so ein menschenverachtendes System mehr?

    • ruphus
    • 04.11.2011 um 15:12 Uhr

    möchte ich der Redaktion danken, dass nicht der gesamte Beitrag gelöscht wurde. Einfach um mal zu sehen, wie andere Leute so ticken.

    btw: Lieber Herr Dossmann, was halten Sie davon den noch verbliebenen Teil Ihres Beitrags Ihren Eltern vorzulegen.
    Die Reaktion darauf dürfen Sie gern hier veröffentlichen.

    Gruß

  3. 3. Sie...

    werden auch nochmal alt.

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    werden auch nochmal alt.

    Sparen Sie sich ihr belehrendes Gequatsche. Ich habe 10 Jahre lang mit halb so viel Geld gelebt wie einem Rentner in Deutschland heute durchschnittlich zur Verfügung steht. Ich kann mir also anmaßen beurteilen zu können, was es bedeutet am Existenzminimum zu leben. Darüberhinaus kann ich heute schon fest damit rechnen, dass das was ich an Rente bekommen werde im Allgemeinen wohl als schlechter Scherz verstanden werden würde. Ich habe aber wenigstens die Chance mich darauf einzustellen. Ein Grund, heute Mitleid mit älteren Menschen zu haben, besteht, weil man sie Glauben machte, es ginge immer nur bergauf, wirtschaftlich unbegrenztes Wachstum, allen wird es immer besser gehen. Ein Irrglaube. Das ist aber kein Grund sämtliche Realität auszublenden und die junge Generation dafür büßen lassen, dass sie in diesem Irrglauben zum Rentenalter herangewachsen sind.

    Und ich habe auch kein so gestörtes Verhältnis zum Leben und zum Tod, dass ich jede Maßnahme ergreifen müsste, um Naturgewolltes künstlich hinauszuzögern. Ich hätte mit 30 schon sterben können, ohne dass ich mir den Vorwurf habe machen müssen, irgendetwas im Leben verpasst zu haben. Ich kann das sagen, weil ich damals dem Tod ins Gesicht gesehen habe und viel über das Leben nachgedacht habe.

    Den Menschen geht es viel zu gut. Das merkt man an solchen Äußerungen wie der Ihrigen. Anderswo auf der Welt wären die Menschen froh 100 EUR zu haben und hier wird gejammert, wenn es nur 1000 wären.

    werden auch nochmal alt.

    Sparen Sie sich ihr belehrendes Gequatsche. Ich habe 10 Jahre lang mit halb so viel Geld gelebt wie einem Rentner in Deutschland heute durchschnittlich zur Verfügung steht. Ich kann mir also anmaßen beurteilen zu können, was es bedeutet am Existenzminimum zu leben. Darüberhinaus kann ich heute schon fest damit rechnen, dass das was ich an Rente bekommen werde im Allgemeinen wohl als schlechter Scherz verstanden werden würde. Ich habe aber wenigstens die Chance mich darauf einzustellen. Ein Grund, heute Mitleid mit älteren Menschen zu haben, besteht, weil man sie Glauben machte, es ginge immer nur bergauf, wirtschaftlich unbegrenztes Wachstum, allen wird es immer besser gehen. Ein Irrglaube. Das ist aber kein Grund sämtliche Realität auszublenden und die junge Generation dafür büßen lassen, dass sie in diesem Irrglauben zum Rentenalter herangewachsen sind.

    Und ich habe auch kein so gestörtes Verhältnis zum Leben und zum Tod, dass ich jede Maßnahme ergreifen müsste, um Naturgewolltes künstlich hinauszuzögern. Ich hätte mit 30 schon sterben können, ohne dass ich mir den Vorwurf habe machen müssen, irgendetwas im Leben verpasst zu haben. Ich kann das sagen, weil ich damals dem Tod ins Gesicht gesehen habe und viel über das Leben nachgedacht habe.

    Den Menschen geht es viel zu gut. Das merkt man an solchen Äußerungen wie der Ihrigen. Anderswo auf der Welt wären die Menschen froh 100 EUR zu haben und hier wird gejammert, wenn es nur 1000 wären.

  4. "Sterbehilfe einführen."

    Hatten wir schon.
    Man nannte es "Euthanasie".

    Ist im Volk nicht angekommen.

    Es gab mal bei ZDF Frontal 21 verschiedene Dokumentatiionen zu den saumäßigen Zuständen in Alten- und Pflegeheimen.

    In einer solchen ZDF Frontal 21 Doku sagte eine Bewohnerin eines Alten- und Pflegeheimes:

    "Dann gebt uns doch die Todespille, wenn ihr uns nicht mehr haben wollt".

    Im übrigen handelt es sich bei den "alten" Menschen auch um solche, welche vielleicht "ihre" Aufzucht mitbezahlt haben.
    Vielleicht gäbe es manche jungen Generationen gar nicht, wenn deren Aufzucht nicht von den derzeit Alten mitfinanziert worden wäre.

    Dass es solche Diskussionen überhaupt gibt:

    Der tollwütige Raubtierkapitalismus.

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  5. Herr Dossmann, es wäre nicht schlecht, wenn Sie sich bei Gelegenheit intensiv mit den Grundrechten im GG auseinandersetzen könnten.

    Es gibt aber Länder, die nehmen es damit nicht so genau. In den USA z.B. lässt man schon mal Patienten sterben, wenn sie sich eine Behandlung nicht (mehr) leisten können, egal ob Schwangere, Babys, Alte und Junge. Man macht zwar dabei keinen Unterschied bezüglich des Alters, aber bei diesem "Survival of the Fittest" kommen die Finazstärksten durch.

    Beim Rest sieht es so aus: 70 Millionen aller Amerikaner haben Schulden durch Behandlungsrechnungen; ein Grossteil aller Privatinsolvenzen in den USA ist auf diese Schulden zurückzuführen. EIne KV zu haben bewahrt übrigens nicht davor. Weitere 50 Millionen US-Bürger haben keine Krankenversicherung.

    Dies ist mit ein Grund, warum die USA, dem Land mit den größten medizinischen Möglichkeiten auch eine höhere Säuglingssterblichkeit als in der EU oder sogar Kuba (!) aufweisen.

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    Eine Krankenversicherung zu haben, hat nichts damit zu tun eine höhere Chance auf das Überleben im Krankheitsfall zu haben. Man hat dann lediglich das Recht auf eine "Behandlung" ( Nicht zu verwechseln mit _Heilung_ ). Ob man die Behandlung überlebt, ist nicht gesagt. Es ist leider so, dass im Gemeinsamen Bundesausschuss Therapien als erstattungsfähig festgelegt werden, die Menschen töten. Das wird mit der Schwere der Krankheit gerechtfertigt. Es gibt aber ganz andere Therapien für diese Krankheit, mit denen die Erkrankten weder verstümmelt, noch getötet werden. Nur werden diese nicht von den Kassen bezahlt. Weil dem Gemeinsamen Bundesausschuss jemand eingeredet hat, dass nur Doppelbindstudien gelten sollen. Studien, die die Hersteller durchführen und "auswerten". Viele der Therapien, die heute von Krankenkassen bezahlt werden, mussten jedoch noch nie eine Doppelblindstudie gegen 'nichts tun' bestehen. Es sind sehr "wirksame" Therapien, deren Wirksamkeit der Tod sein kann. Ein sehr langsamer, qualvoller Tod. Den Patienten wird aber Heilung in Aussicht gestellt. Nachdem man sie mit der Diagnose zu Tode erschreckt hat. Mediziner selbst würden diese Therapieformen bei sich selbst nie anwenden lassen. Wie sie mit grosser Mehrheit bei Befragungen antworten. Bei ihren Kunden wenden sie diese tödlichen Therapien an, scheinbar ohne Bedenken. Und die Anteilseigner der Hersteller können sich übber zweistellige Renditen freuen. Das ist die Pervertierung eines "Gesundheitssystems".

    Eine Krankenversicherung zu haben, hat nichts damit zu tun eine höhere Chance auf das Überleben im Krankheitsfall zu haben. Man hat dann lediglich das Recht auf eine "Behandlung" ( Nicht zu verwechseln mit _Heilung_ ). Ob man die Behandlung überlebt, ist nicht gesagt. Es ist leider so, dass im Gemeinsamen Bundesausschuss Therapien als erstattungsfähig festgelegt werden, die Menschen töten. Das wird mit der Schwere der Krankheit gerechtfertigt. Es gibt aber ganz andere Therapien für diese Krankheit, mit denen die Erkrankten weder verstümmelt, noch getötet werden. Nur werden diese nicht von den Kassen bezahlt. Weil dem Gemeinsamen Bundesausschuss jemand eingeredet hat, dass nur Doppelbindstudien gelten sollen. Studien, die die Hersteller durchführen und "auswerten". Viele der Therapien, die heute von Krankenkassen bezahlt werden, mussten jedoch noch nie eine Doppelblindstudie gegen 'nichts tun' bestehen. Es sind sehr "wirksame" Therapien, deren Wirksamkeit der Tod sein kann. Ein sehr langsamer, qualvoller Tod. Den Patienten wird aber Heilung in Aussicht gestellt. Nachdem man sie mit der Diagnose zu Tode erschreckt hat. Mediziner selbst würden diese Therapieformen bei sich selbst nie anwenden lassen. Wie sie mit grosser Mehrheit bei Befragungen antworten. Bei ihren Kunden wenden sie diese tödlichen Therapien an, scheinbar ohne Bedenken. Und die Anteilseigner der Hersteller können sich übber zweistellige Renditen freuen. Das ist die Pervertierung eines "Gesundheitssystems".

    • ruphus
    • 04.11.2011 um 15:12 Uhr

    möchte ich der Redaktion danken, dass nicht der gesamte Beitrag gelöscht wurde. Einfach um mal zu sehen, wie andere Leute so ticken.

    btw: Lieber Herr Dossmann, was halten Sie davon den noch verbliebenen Teil Ihres Beitrags Ihren Eltern vorzulegen.
    Die Reaktion darauf dürfen Sie gern hier veröffentlichen.

    Gruß

    3 Leserempfehlungen
  6. werden auch nochmal alt.

    Sparen Sie sich ihr belehrendes Gequatsche. Ich habe 10 Jahre lang mit halb so viel Geld gelebt wie einem Rentner in Deutschland heute durchschnittlich zur Verfügung steht. Ich kann mir also anmaßen beurteilen zu können, was es bedeutet am Existenzminimum zu leben. Darüberhinaus kann ich heute schon fest damit rechnen, dass das was ich an Rente bekommen werde im Allgemeinen wohl als schlechter Scherz verstanden werden würde. Ich habe aber wenigstens die Chance mich darauf einzustellen. Ein Grund, heute Mitleid mit älteren Menschen zu haben, besteht, weil man sie Glauben machte, es ginge immer nur bergauf, wirtschaftlich unbegrenztes Wachstum, allen wird es immer besser gehen. Ein Irrglaube. Das ist aber kein Grund sämtliche Realität auszublenden und die junge Generation dafür büßen lassen, dass sie in diesem Irrglauben zum Rentenalter herangewachsen sind.

    Und ich habe auch kein so gestörtes Verhältnis zum Leben und zum Tod, dass ich jede Maßnahme ergreifen müsste, um Naturgewolltes künstlich hinauszuzögern. Ich hätte mit 30 schon sterben können, ohne dass ich mir den Vorwurf habe machen müssen, irgendetwas im Leben verpasst zu haben. Ich kann das sagen, weil ich damals dem Tod ins Gesicht gesehen habe und viel über das Leben nachgedacht habe.

    Den Menschen geht es viel zu gut. Das merkt man an solchen Äußerungen wie der Ihrigen. Anderswo auf der Welt wären die Menschen froh 100 EUR zu haben und hier wird gejammert, wenn es nur 1000 wären.

    Antwort auf "Sie..."
  7. [...]

    Fakt 1: Jedes Mittel ist "in hohen Dosen" tödlich. Selbst Kochsalz ("Letale Dosis 50 von 3000mg/kg)

    Fakt 2: Es liegt nicht an "Gerüchten über Rattengift", dass Patienten lebenswichtige Medikamente einnehmen, sondern an Artikeln wie diesen - Artikeln, die jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren.

    Fakt 3: Acetylsalicylsäure verursacht so viele Todesfälle wie Autounfälle - und das sind mit 10,9 pro 100.000 ganz schön viele.

    Fakt 4: Ein "Gegenmittel" für Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind in sehr seltenen Fällen vorhanden. Prinzipiell gibt es Mittel, die im Blutungsfalle verabreicht werden können.

    Fakt 5: Es gibt -sehr- viele Felder, in denen Innovationen "sehnlicher" erwartet werden, als im Bereich der Gerinnungshemmer.

    [...]

    Gekürzt. Bitte üben Sie Kritik auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

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