Erderwärmung Die wahre Krise

Hitze, Fluten, Stürme: Wenn die Menschen nichts gegen den Klimawandel tun, werden Katastrophen alltäglich – auch in Deutschland.

Ein Polizist watet durch das Hochwasser in Bangkok.

Ein Polizist watet durch das Hochwasser in Bangkok.

Es gibt Menschen, die an die Kraft von Strohhalmen glauben. Oder an die Wirksamkeit anderer vermeintlicher Rettungsgeräte. Um es kurz zu machen: In puncto Klimaschutz besteht für solchen Glauben kein Anlass. Der Kampf gegen die gefährliche Erderwärmung geht verloren, vermeiden könnte das nur noch ein Wunder – oder ein radikaler politischer Schwenk, der allerdings nicht in Sicht ist. So viel Ehrlichkeit muss sein, auch wenn sie wehtut.

Es gibt eigentlich nichts, was Optimismus rechtfertigt. Das zeigt schon der Umgang der Politik mit einer anderen, derzeit akuten Herausforderung. Bei der Bekämpfung der Finanz-, Staatsschulden- und Euro-Krise, die momentan ihre ganze Aufmerksamkeit beansprucht, blicken die Regierungen seit Langem in den Abgrund – und haben sich bisher dennoch nicht auf eine Lösung verständigen können. Die Klimakrise ist nicht nur wesentlich komplizierter als die Finanzkrise, obendrein erscheint den meisten politischen Akteuren der Handlungsdruck auch geringer. Der Meeresspiegel steigt schließlich langsamer als der Zins für Staatsanleihen. Das nährt den Irrglauben, Klimaschutz sei nicht so dringend.

Anzeige

Was sich dieser Tage in Bangkok abspielt, in Nizza oder Genua, wird deshalb Alltag werden. Verrücktes Wetter, aus den Statistiken der Versicherer geht das hervor, liegt im Trend. An überraschende Wetterkatastrophen – an Fluten, Hitze, Stürme – werden Mensch und Natur sich gewöhnen müssen. Schwerste Verwüstungen werden sich nicht vermeiden lassen.

Der ruhige Herbst, den viele Deutsche derzeit genießen, trügt. Auch Deutschland ist nicht gefeit vor der neuen Normalität. Im vergangenen Jahr tobte bereits ein Tornado durchs Münsterland, im August stieg der Pegel der Neiße dramatisch an, das Unwettertief Cathleen ließ in Niedersachsen und Nordrhein Westfalen Keller volllaufen.

Der Verdacht, von den Warnern würde mal wieder gnadenlos übertrieben, ist unbegründet. Tatsächlich liefert eine unverdächtige Quelle den akuten Anlass, sich mit dem Katastrophenszenario anzufreunden – eine Quelle, die jedenfalls nicht geschaffen wurde, um Sand ins Getriebe der globalen Wirtschaftsmaschinerie zu streuen. Es ist die Internationale Energie Agentur (IEA), jener Klub, den die Industrieländer 1973 gründeten, um gemeinsam gegen die Ölkrise vorzugehen. Die gerade präsentierte jüngste Version ihres Weltenergieausblicks, eine Art Bibel für Energiemanager und -politiker, beginnt mit der Feststellung, es gebe wenig Anzeichen dafür, »dass der dringend notwendige Kurswechsel bei den weltweiten Energietrends eingeleitet wurde«.

Das klingt nüchtern, ist aber eine fast apokalyptische Aussage. Tatsächlich sorgt die Menschheit laut IEA ohne Rücksicht auf Verluste dafür, dass die mittlere Temperatur auf der Erde über kurz oder lang ein Plus von 3,5 Grad erreichen könnte, womöglich sogar von 6 Grad oder mehr. Warum? Weil sie ständig mehr Kohle, Öl und Gas verbraucht – und dementsprechend die Menge an Kohlendioxid wächst, die in der Erdatmosphäre landet und dort die Voraussetzungen für die extremen Verhältnisse auf der Erde schafft. Deren Konsequenzen: Schlimmstenfalls ein langfristig um mehrere Meter ansteigender Meeresspiegel – Städte wie Hamburg und Bremen wären dann unbewohnbar.

Dass solche ungemütlichen Zeiten näher rücken, ist schon länger bekannt. Vor knapp 20 Jahren verpflichteten sich praktisch alle Staats- und Regierungschefs der Welt dazu, eine »gefährliche Störung des Klimasystems« zu verhindern. Umso alarmierender ist, dass weiter das Gegenteil geschieht. 2010 erreichte der weltweite CO2-Ausstoß einen neuen Rekord. Gleichzeitig war 2010 das wärmste Jahr seit 1880, gleichauf mit 1998 und 2005.

Bei Licht betrachtet, ist es für wirksamen Klimaschutz fast schon zu spät. Wird in den nächsten paar Jahren das Ruder nicht radikal – wirklich radikal! – herumgerissen, dann werden laut IEA allein die bis zum Jahr 2017 gebauten energieerzeugenden und -verbrauchenden Fabriken, Kraftwerke und Gebäude ausreichen, all jene Emissionen zu verursachen, die gerade noch verkraftbar wären, soll die Erwärmung zwei Grad nicht übersteigen. Zwei Grad ist der Temperaturzuwachs, der laut Beschluss des Klimagipfels von Cancún nicht überschritten werden sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die Menschheit umgehend weniger Energie verbrauchen. Oder nach 2017 keine zusätzlichen Strommeiler, Gebäude und Fabriken errichten.

Zu rechnen ist weder mit dem einen noch mit dem anderen. Ein Jahr nach dem Gipfel von Cancún gibt es kaum Anlass zur Hoffnung. Bei der nächsten Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban, die in Kürze beginnt, wird es aller Voraussicht nach ebenso wenig einen Durchbruch geben. Mit anderen Worten: Die internationale Politik ist nicht mehr Herr der Lage.

Die Finanzkrise beweist, wie verhängnisvoll es ist, die Dinge treiben zu lassen. Klimapolitiker in Deutschland und anderswo müssten daraus schnell Konsequenzen ziehen, anstatt weiter an Wunder zu glauben.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. lösen lassen, glaubt doch kein normaler Mensch, dass sich am Klima irgendetwas ändert. Da werden "Klimagipfel" angehalten, wo ein Festessen das nächste jadt und nicht einmal Beschlüsse gefasst werden. Alleine die heisse Luft die dort produziert wird erhöht das Klima um 1 Grad. ( Wobei ich jetzt nicht darüber nachdenke, ob es den Kölimawandel tatsächlich gibt, das steht auf einem ganz anderen Baltt )

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Natürlich gibt es den Klimawandel. Jemand der dies bestreitet versteht den Begriff ebenso wenig wie unser Ökosystem.

    Seit die Erde existiert gibt es einen steten Wandel im Klima. Eiszeiten und Dürren gab es in allen Epochen.

    Ob der Mensch mit seinen Abgasen, Waldrohdungen und landschaftlichen Veränderungen dabei nun einen verstärkenden Effekt hat, die natürlichen Schwankungen also als eine Art Katalysator verstärkt, darüber können Wissenschaftler und "Experten" streiten, für mich ist dies allerdings unstrittig.

    Das unsere Politiker da etwas bewirken... wohl eher nicht. Die diskutieren über Wochen den Krümungsgrad der gemeinen Gemüsegurke. Und ob wir bei einer koordinierten Aktion überhaupt die Möglichkeit haben, etwas so gigantisches wie unser planetares Klimasystem mit all seinen Untersystemen kurzfristig (innerhalb von 50-100 Jahren) UND wie gewünscht zu beeinflussen, möchte ich mal stark bezweifeln.

    Ich würde Forschungsgelder jedenfalls nicht in eine Abwandlung des Klimas als vielmehr für eine Anpassung unserer Lebensgewohnheiten ausgeben...

    Häuser auf Plählen, höhere Deiche, Baumreihen auf freien Flächen um Stürmen entgegenzuwirken und übermässige Erosion zu verhindern... DA ist die Kohle gut angelegt. Unsere Chancen im Kampf gegen das Klima sind verschwindend gering. UND ein Erfolg wäre vermutlich nicht von Dauer sondern würde nur Aufschub gewähren.

    die Lösung echter Probleme vom Politikern zu erwarten ist Blauaeugig ! Vielmehr schaffen sie (z.B. mit der Einführung des Euros ) die Probleme ja erst.
    Und solange es erlaubt ist das Politiker in Aufsichtsraeten von Energieversorgern abkassieren ist ja eher die Verschaerfung des Problems zu erwarten!
    Das ist ganz genau so wie den Bock zum Gaertner zu machen...

    Ihren eigenen Geldbeutel zu füllen und sinnloses Zeug zu reden. Jahrzentelang ist es nicht aufgefallen, weil irgendwie lief alles so mehr oder minder rund, jetzt spitzt sich das ganze ein wenig zu und zeigt, dass man mit dem absondern von heisser Luft keine wie auch immer geartete Krise bewältigen kann.

    Und bei 7 Millairden menschen kann es ja auch sein, dass wir nun auch Plätze belegen, die jetzt eher von Katastrophen heimgesucht werden.

    Übrigens ein schöner Titel, "Die wa(h)re Krise" wäre da noch passender.

    Natürlich gibt es den Klimawandel. Jemand der dies bestreitet versteht den Begriff ebenso wenig wie unser Ökosystem.

    Seit die Erde existiert gibt es einen steten Wandel im Klima. Eiszeiten und Dürren gab es in allen Epochen.

    Ob der Mensch mit seinen Abgasen, Waldrohdungen und landschaftlichen Veränderungen dabei nun einen verstärkenden Effekt hat, die natürlichen Schwankungen also als eine Art Katalysator verstärkt, darüber können Wissenschaftler und "Experten" streiten, für mich ist dies allerdings unstrittig.

    Das unsere Politiker da etwas bewirken... wohl eher nicht. Die diskutieren über Wochen den Krümungsgrad der gemeinen Gemüsegurke. Und ob wir bei einer koordinierten Aktion überhaupt die Möglichkeit haben, etwas so gigantisches wie unser planetares Klimasystem mit all seinen Untersystemen kurzfristig (innerhalb von 50-100 Jahren) UND wie gewünscht zu beeinflussen, möchte ich mal stark bezweifeln.

    Ich würde Forschungsgelder jedenfalls nicht in eine Abwandlung des Klimas als vielmehr für eine Anpassung unserer Lebensgewohnheiten ausgeben...

    Häuser auf Plählen, höhere Deiche, Baumreihen auf freien Flächen um Stürmen entgegenzuwirken und übermässige Erosion zu verhindern... DA ist die Kohle gut angelegt. Unsere Chancen im Kampf gegen das Klima sind verschwindend gering. UND ein Erfolg wäre vermutlich nicht von Dauer sondern würde nur Aufschub gewähren.

    die Lösung echter Probleme vom Politikern zu erwarten ist Blauaeugig ! Vielmehr schaffen sie (z.B. mit der Einführung des Euros ) die Probleme ja erst.
    Und solange es erlaubt ist das Politiker in Aufsichtsraeten von Energieversorgern abkassieren ist ja eher die Verschaerfung des Problems zu erwarten!
    Das ist ganz genau so wie den Bock zum Gaertner zu machen...

    Ihren eigenen Geldbeutel zu füllen und sinnloses Zeug zu reden. Jahrzentelang ist es nicht aufgefallen, weil irgendwie lief alles so mehr oder minder rund, jetzt spitzt sich das ganze ein wenig zu und zeigt, dass man mit dem absondern von heisser Luft keine wie auch immer geartete Krise bewältigen kann.

    Und bei 7 Millairden menschen kann es ja auch sein, dass wir nun auch Plätze belegen, die jetzt eher von Katastrophen heimgesucht werden.

    Übrigens ein schöner Titel, "Die wa(h)re Krise" wäre da noch passender.

    • Kiira
    • 10.11.2011 um 9:15 Uhr

    "Ich will sie nicht mit Klimahorrorszenarien erschrecken. Aber ich benutze sie in Reden und in meinem Buch schamlos, um Erwachsene zu rühren."

    Diese Aussage des obersten Klimaalarmisten der USA, James Hansen vom GISS/NASA, stand vor kurzem in der ZEIT. http://www.zeit.de/2011/4...

    Man muss diese Strategie kennen, um diesen Artikel richtig einschätzen zu können.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nach der Veröffentlich eines vom wissenschaftlichen Standpunkt aus höchst fragwürdigen Artikels:"Der KW wird zur Normalität" nun noch so eine Betrachtung die sich doch nur als Konvolut von Schlagworten erweist?
    Sicher, Meinungen sind keine naturwissenschaftlichen Feststellungen, aber darf nicht gerade angesichts einer solch schwierigen Umweltentwickung ein Mindstmaß an Kausalitätsprüfung verlangt werden?

    Grundsätzlich sind die mangelhaften Artikeln gleicher Natur, sie unterscheiden sich nur in der Dichte aufgestellter Korrelate!

    Dabei gerät jeder dieser Versuche einer Sachstandsbeschreibung zu einem Ärgernis. Keiner der Artikel lies erkennen auch nur von eine Spur von Fachkenntnis getrübt zu sein: http://www.zeit.de/2011/4...

    Aber die Mängel setzen schon im Ansatz ein. Es fehlt jede Orientierung was der jeweilige Autor unter "Klimaschutz" oder "Bezugsklima" versteht.

    Sehr problematisch ist die jeweils fehlende Erkenntis ob der immer währenden geogenen Veränderungen. Diese werden ignoriert. Auch mehr rezente Bereiche wie Hydrologie, Tektonik Sedimentologie und Biologie werden mit Ignoranz gestraft. Vielleicht weil sich sehr schnell klären lassen würde, ob die hier behaupteten Alleinstellungsmerkmale tatsächlich existieren?

    Sicher, Geisteswissenschaftler haben gelegentlich Schwierigkeiten "Wahrheit", "Korrelation" und "Kausalität" auseinander zu halten, aber sind solche unqualifizierten Texte nötig?

    MfG Karl Müller

    Nach der Veröffentlich eines vom wissenschaftlichen Standpunkt aus höchst fragwürdigen Artikels:"Der KW wird zur Normalität" nun noch so eine Betrachtung die sich doch nur als Konvolut von Schlagworten erweist?
    Sicher, Meinungen sind keine naturwissenschaftlichen Feststellungen, aber darf nicht gerade angesichts einer solch schwierigen Umweltentwickung ein Mindstmaß an Kausalitätsprüfung verlangt werden?

    Grundsätzlich sind die mangelhaften Artikeln gleicher Natur, sie unterscheiden sich nur in der Dichte aufgestellter Korrelate!

    Dabei gerät jeder dieser Versuche einer Sachstandsbeschreibung zu einem Ärgernis. Keiner der Artikel lies erkennen auch nur von eine Spur von Fachkenntnis getrübt zu sein: http://www.zeit.de/2011/4...

    Aber die Mängel setzen schon im Ansatz ein. Es fehlt jede Orientierung was der jeweilige Autor unter "Klimaschutz" oder "Bezugsklima" versteht.

    Sehr problematisch ist die jeweils fehlende Erkenntis ob der immer währenden geogenen Veränderungen. Diese werden ignoriert. Auch mehr rezente Bereiche wie Hydrologie, Tektonik Sedimentologie und Biologie werden mit Ignoranz gestraft. Vielleicht weil sich sehr schnell klären lassen würde, ob die hier behaupteten Alleinstellungsmerkmale tatsächlich existieren?

    Sicher, Geisteswissenschaftler haben gelegentlich Schwierigkeiten "Wahrheit", "Korrelation" und "Kausalität" auseinander zu halten, aber sind solche unqualifizierten Texte nötig?

    MfG Karl Müller

  2. Natürlich gibt es den Klimawandel. Jemand der dies bestreitet versteht den Begriff ebenso wenig wie unser Ökosystem.

    Seit die Erde existiert gibt es einen steten Wandel im Klima. Eiszeiten und Dürren gab es in allen Epochen.

    Ob der Mensch mit seinen Abgasen, Waldrohdungen und landschaftlichen Veränderungen dabei nun einen verstärkenden Effekt hat, die natürlichen Schwankungen also als eine Art Katalysator verstärkt, darüber können Wissenschaftler und "Experten" streiten, für mich ist dies allerdings unstrittig.

    Das unsere Politiker da etwas bewirken... wohl eher nicht. Die diskutieren über Wochen den Krümungsgrad der gemeinen Gemüsegurke. Und ob wir bei einer koordinierten Aktion überhaupt die Möglichkeit haben, etwas so gigantisches wie unser planetares Klimasystem mit all seinen Untersystemen kurzfristig (innerhalb von 50-100 Jahren) UND wie gewünscht zu beeinflussen, möchte ich mal stark bezweifeln.

    Ich würde Forschungsgelder jedenfalls nicht in eine Abwandlung des Klimas als vielmehr für eine Anpassung unserer Lebensgewohnheiten ausgeben...

    Häuser auf Plählen, höhere Deiche, Baumreihen auf freien Flächen um Stürmen entgegenzuwirken und übermässige Erosion zu verhindern... DA ist die Kohle gut angelegt. Unsere Chancen im Kampf gegen das Klima sind verschwindend gering. UND ein Erfolg wäre vermutlich nicht von Dauer sondern würde nur Aufschub gewähren.

  3. die Lösung echter Probleme vom Politikern zu erwarten ist Blauaeugig ! Vielmehr schaffen sie (z.B. mit der Einführung des Euros ) die Probleme ja erst.
    Und solange es erlaubt ist das Politiker in Aufsichtsraeten von Energieversorgern abkassieren ist ja eher die Verschaerfung des Problems zu erwarten!
    Das ist ganz genau so wie den Bock zum Gaertner zu machen...

  4. Die fossilen Energieträger werden verbrannt -- das ist unvermeidlich, ebenso wie das Aussterben der meisten bedrohten Spezies.

    Denn um es zu vermeiden, müßte eine Weltregierung überall durchgreifen können -- doch eine solche ist nicht in Sicht, und selbst wenn sie es wäre, würde sie sich sehr wahrscheinlich eher um die Partikularinteressen ihrer Günstlinge kümmmern als um das große Ganze, wie man es exemplarisch an real existierenden Regierungen überall auf der Welt sieht.

    Also, man bereite sich auf extremere Wetterlagen vor!

  5. Ich bin sehr im Zweifel, ob in dieser Frage die *Statistiken der Versicherungen* als Maßstab dienen sollten.

    "Verrücktes Wetter(sic! nicht Klima...) liegt im Trend" => unsinnige Aussage.

    Es gibt keine Hinweise darauf, dass z. B. Starkwindereignisse zugenommen haben. Das wird zwar oft behauptet, aber nachweisen kann man es (noch?) nicht. Der Chef des Hurrikan- Center der USA, Landsea, kündigte wegen dieses Streites die Mitarbeit beim IPCC.

    Und ja... Tornado in Münster. Vor ca. 50 Jahren auch in Pforzheim. Und sogar F5 Tornados gab es schon in D. vor ca. 200 Jahren. Also auch nicht ungewöhnlich und schon gar nicht ein Phänomen, das es früher nicht gab.

    Abgesehen davon ist der weltweite Energieverbrauch ein Problem. Wenn ich höre, dass Untersuchungen ergeben haben, das allein der Energiebedarf unserer weltweiten Computer- Vernetzung 2030 etwa so hoch sein soll wie der jetzige gesamt- Strombedarf, dann fange ich doch an zweifeln, ob überhaupt irgendeine Maßnahme etwas "nützt".

  6. Dabei könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Kleinere Märkte, weniger Produkte und dieso so, dass sie repariert statt ersetzt werden, keine Luftzwischenhändler, die sich an Erwärmungen und Erkaltungen bereichern und das "Finanzmarkt" nennen, weniger Energieverbrauch durch den Verzicht auf Status, dadurch tatsächliche Lebensqualität, die ja nur eine gesicherte Grundversorgung und Gesundheit voraussetzt - alles andere sind Hirngespinste und Sehnsüchte, für deren Verwirklichung wir mit Stress bezahlen.
    Leider so unrealistisch wie der Kommunismus: Gute Idee, missachtet aber, wie der Mensch nun mal ist. Bildung und intellektueller Scharfsinn haben keine Chance gegen die Verstumpfung des eh schon Stumpfen. Angst vor etwas Ungreifbaren, Unbekannten will keiner haben. Da ist Verdrängung die bessere Lösung, klappt ja auch im kollektiven Egoismus.

    Eine Leser-Empfehlung
  7. Ihren eigenen Geldbeutel zu füllen und sinnloses Zeug zu reden. Jahrzentelang ist es nicht aufgefallen, weil irgendwie lief alles so mehr oder minder rund, jetzt spitzt sich das ganze ein wenig zu und zeigt, dass man mit dem absondern von heisser Luft keine wie auch immer geartete Krise bewältigen kann.

    Und bei 7 Millairden menschen kann es ja auch sein, dass wir nun auch Plätze belegen, die jetzt eher von Katastrophen heimgesucht werden.

    Übrigens ein schöner Titel, "Die wa(h)re Krise" wäre da noch passender.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service