Nationalsozialismus Durchhalten
Seite 2/2:

Kershaw unterstreicht die Bedeutung des eskalierenden Terrors

Doch trotz Hitlers rasantem Popularitätsverlust blieben die Strukturen seiner Herrschaft weitgehend intakt. Kershaw bringt diesen widersprüchlichen Sachverhalt auf die paradoxe Formel »charismatische Herrschaft ohne Charisma«. Die extreme Personalisierung der Macht auf Hitler verhinderte, dass sich an der Spitze des Regimes eine Gruppierung bilden konnte, die den Diktator hätte herausfordern können. Die vier mächtigsten seiner Paladine – das »Quadrumvirat«, bestehend aus dem »Sekretär des Führers« Martin Bormann, Reichsführer-SS Heinrich Himmler, Propadandaminister Joseph Goebbels und Rüstungsminister Albert Speer – blieben ganz von der Gunst des ersten Mannes abhängig. Vor allem Speers Anstrengungen, trotz der immer massiveren Zerstörungen durch die alliierten Bombenangriffe die Rüstungsproduktion am Laufen zu halten, schreibt Kershaw ein erhebliches Maß an Verantwortung für die Verlängerung des Krieges zu.

Eine widersprüchliche Entwicklung konstatiert der Autor auch im Blick auf die NSDAP. Ihre Funktionäre, die »Goldfasane«, waren vielerorts verhasst. Die Tatsache, dass sie sich beim Herannahen der feindlichen Truppen aus dem Staube machten, sorgte für Empörung. Zugleich jedoch verstärkte die Partei gerade in der Schlussphase des Krieges ihren Zugriff auf die Bevölkerung und die staatliche Verwaltung. Eine Schlüsselrolle weist Kershaw den Gauleitern zu, die in ihrer Eigenschaft als Reichsverteidigungskommissare in ihren jeweiligen Regionen über umfassende Befugnisse verfügten. Sie verpflichteten im Herbst 1944 nicht nur Hunderttausende zu Schanzarbeiten, sondern organisierten mit dem Volkssturm auch ein letztes Aufgebot. Der militärische Wert dieser Maßnahmen war gering, doch leisteten sie einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Kontrolle und Reglementierung der Bevölkerung.

Noch nachdrücklicher unterstreicht Kershaw die Bedeutung des eskalierenden Terrors. Er richtete sich nicht nur gegen drangsalierte und verfolgte Minderheiten – Fremdarbeiter oder Insassen von Gefängnissen und Konzentrationslagern –, sondern zunehmend auch gegen die deutsche Mehrheitsbevölkerung. Wer Kritik am »Führer« oder Zweifel am »Endsieg« äußerte, riskierte sein Leben. »Fliegende« Standgerichte verhängten Todesurteile gegen vermeintliche Drückeberger und Defaitisten. Auf die lähmende Wirkung der brutalen Repression wird hier im Wesentlichen zurückgeführt, dass die regimekritischen Stimmungen nicht in offene Rebellion umschlugen. Zu einem zweiten November 1918 konnte es unter diesen Bedingungen nicht kommen.

Doch der Terror erklärt für den Historiker aus Sheffield nicht alles. Als ein kaum weniger wichtiges Motiv, bis zuletzt weiterzukämpfen, nennt er die Angst vor der Rache des Gegners. Sie war im Osten weit virulenter als im Westen. Das jahrelang geschürte antibolschewistische Feindbild spielte hier eine Rolle, aber auch das unter Soldaten und Zivilisten verbreitete Wissen um die Verbrechen der Wehrmacht im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Die Furcht davor, dass die Untaten nun auf Deutschland zurückschlagen könnten, war nur allzu begründet. Die Gräuel, welche die Rote Armee bereits beim ersten Überschreiten der ostpreußischen Grenze im Oktober 1944 verübte – der Name des Dorfes Nemmersdorf wurde zu einem von der NS-Propaganda weidlich ausgeschlachteten Symbol –, boten einen Vorgeschmack dessen, was den Deutschen im Frühjahr 1945 in den östlichen Provinzen bevorstand. Kershaw beschönigt und beschweigt hier nichts, er macht aber zugleich deutlich, wie es zu den Gewaltexzessen kommen konnte.

Und einen weiteren, oft vernachlässigten Zusammenhang rückt der Autor ins Blickfeld: Die Funktionsträger des Regimes waren sich bewusst, dass sie mit ihrer Beteiligung an den Verbrechen die Brücken hinter sich abgebrochen hatten. Eine Zukunft nach Hitler schien es für sie nicht mehr zu geben. Der fanatische Wille zum Durchhalten verband sich mit dem Wunsch, im Falle einer Niederlage viele mit sich in den Abgrund zu reißen. Den Drang zur Selbstzerstörung teilten die höheren Chargen des Regimes mit ihrem »Führer«, der noch in seinen letzten Stunden ungerührt feststellte, dass sich das deutsche Volk als das schwächere erwiesen habe und daher keine Existenzberechtigung mehr besitze.

Ein sehr kritisches Licht fällt aber auch auf die militärischen Befehlshaber. Sie waren, wie Kershaw zu Recht hervorhebt, keineswegs bloße Werkzeuge Hitlers, sondern handelten aus Überzeugung und taten alles, um die Soldaten zu einer Verteidigung bis zum Äußersten anzuspornen. Die meisten Generäle nahmen den Treueeid auf den »Führer« ernst und befolgten seine Befehle selbst, wenn sie deren Absurdität erkannten. Der Autor spricht von einer »tiefsitzenden, völlig verqueren Pflichtauffassung«. Er lässt keinen Zweifel: Ohne diese loyale Unterstützung hätte der Krieg nicht so lange weitergeführt werden können.

Wie alle Bücher Kershaws zeichnet sich auch dieses durch eine klare, schnörkellose Wissenschaftsprosa aus. Erzählung und Analyse halten sich in wohlausgewogener Balance. Noch nie zuvor ist das apokalyptische Finale des »Dritten Reiches« so aspektreich beschrieben und zugleich tiefschürfend interpretiert worden. Wir verstehen nun tatsächlich besser, warum das Regime funktionieren konnte, bis die Rote Armee buchstäblich vor den Trümmern der Reichskanzlei stand.

 
Leser-Kommentare
  1. "Weshalb kämpfte die Wehrmacht weiter, obwohl der Krieg längst verloren war?"

    ->
    "Following this meeting a smaller one was held presided
    over by Dr. Bosse of the German Armaments Ministry and
    attended only by representatives of Hecho, Krupp and
    Rochling. At this second meeting it was stated that the Nazi
    Party had informed the industrialists that the war was practically lost but that it would continue until a guarantee of the unity of Germany could be obtained."

    http://en.wikipedia.org/w...

    http://www.cuttingthrough...

    Eine Leser-Empfehlung
    • Krips
    • 15.11.2011 um 12:55 Uhr

    Möglicherweise ist die Erklärung viel einfacher: Der 1. Weltkrieg wurde bekanntlich durch die revolutionären deutschen Soldaten zu einem Zeitpunkt beendet, lange bevor das Kaiserreich endgültig zusammengebrochen war. Dem unseligen Krieg ein pragmatisches Ende zu machen, bevor das unausweichliche Ende wirklich da war, war doch vernünftig und auch das erklärte Anliegen der Revolutionäre. Es hat zweifellos zahllose Menschenleben auf beiden Seiten gerettet und den Menschen viel weiteres Leid erspart.

    Oder betrachten wir die Schlacht um Stalingrad. Dort gingen laut WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/w...) 108.000 Mann in Gefangenschaft, die zwar keinerlei Aussichten auf einen Sieg oder auch nur aufs Überleben hatten, aber eben auch nicht bis zum sprichwörtlichen "letzten Atemzug" kämpften und nicht weiter Rotarmisten töteten.

    Aber was waren die Ergebnisse dieser an sich vernünftigen Entscheidungen? Das Deutsche Reich mußte nach dem 1. Weltkrieg massive Gebietsverluste hinnehmen und bekam zudem drakonische Reparationszahlungen auferlegt und von den 108.000 Mann, die in Stalingrad in Gefangenschaft gingen, überlebten gerade mal 6.000 Mann.

    Angesichts dieser Fakten kann ich schon nachvollziehen, wie eine widersinnige Haltung der Art "Kampf bis zum bitteren Ende" Raum greifen konnte. Wo sich Vernunft nicht auszahlt, sondern als Schwäche ausgelegt wird, da setzt sie sich eben nicht durch. Darüber den Kopf zu schütteln ist billig, aber wäre das heute anders?

    10 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Chali
    • 15.11.2011 um 13:15 Uhr

    "Das Deutsche Reich mußte nach dem 1. Weltkrieg massive Gebietsverluste hinnehmen"
    Diese Verluste waren überaus massvoll, ja vernachlässigenswert, setzt man sie etwa mit den Gbeitsverlusten in Relation, die man Russland zugemutet hatte.

    "Oder betrachten wir die Schlacht um Stalingrad. Dort gingen laut WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/w...) 108.000 Mann in Gefangenschaft ...überlebten gerade mal 6.000 Mann."
    Das konnten die Endkämpfer von Berlin 1945 aber doch noch gar nicht wissen?

    Wenn ma nicht nur .... Wenn man also auch mal sowjetische Berichte über Sttalingrad (oder auch Leningrad) liest, so erkfährt man, dass die sowjetische Bevölkerung kaum mehr erhielt als die deutschen Gefangenen, die ja nun nicht eben gut genährt und zu einer gelegenen Jahreszeit kapitulierten.

    Trösten Sie sich:
    Von den besser genährten Generälen (waren es nicht 12?) habe doch bis auf Hube alle überlebt, ihr Feldmarschall an der Spitze? (Ubd Hube starb an Krebs?)

    • Stuhl
    • 17.11.2011 um 12:42 Uhr

    ..hat ein langes Gedächniss, ein sehr langes. Aktuell: Das beginnt nicht mit 1933. Beispiel Israel. Das geht 2000 Jahre zurück. Serben - Schlacht auf dem Amselfeld (1389), um nur 2 aktuelle Beispiele zu nennen.
    Warum also immer unsäglich mit dem "Dritten Reich" beginnen? Mittendrinn?
    Die Kriegsschuld, die Deutschland als Verlierer angelastet wurde, nebst dem Verhalten der Sieger 1919 in Paris, waren der Beginn des folgenden Krieges. 1919-1939 - nur 20 Jahre. Kein Zusammenhang??
    Wenn man sich einen Betrachter im Jahr 2500 vorstellt, wird für den "1" Krieg im Abstand von 20 Jahren nicht natürlich "EIN" Krieg sein? Z.B. die Punischen Kriege?

    • bayert
    • 23.01.2012 um 9:30 Uhr

    waren fast alle krank und ausgehungert (während der Kämpfe sind viele deutsche Soldaten verhungert). Die Rote Armee hat mit weniger Gefangenen gerechnet und war auch nicht überversorgt.

    • Chali
    • 15.11.2011 um 13:15 Uhr

    "Das Deutsche Reich mußte nach dem 1. Weltkrieg massive Gebietsverluste hinnehmen"
    Diese Verluste waren überaus massvoll, ja vernachlässigenswert, setzt man sie etwa mit den Gbeitsverlusten in Relation, die man Russland zugemutet hatte.

    "Oder betrachten wir die Schlacht um Stalingrad. Dort gingen laut WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/w...) 108.000 Mann in Gefangenschaft ...überlebten gerade mal 6.000 Mann."
    Das konnten die Endkämpfer von Berlin 1945 aber doch noch gar nicht wissen?

    Wenn ma nicht nur .... Wenn man also auch mal sowjetische Berichte über Sttalingrad (oder auch Leningrad) liest, so erkfährt man, dass die sowjetische Bevölkerung kaum mehr erhielt als die deutschen Gefangenen, die ja nun nicht eben gut genährt und zu einer gelegenen Jahreszeit kapitulierten.

    Trösten Sie sich:
    Von den besser genährten Generälen (waren es nicht 12?) habe doch bis auf Hube alle überlebt, ihr Feldmarschall an der Spitze? (Ubd Hube starb an Krebs?)

    • Stuhl
    • 17.11.2011 um 12:42 Uhr

    ..hat ein langes Gedächniss, ein sehr langes. Aktuell: Das beginnt nicht mit 1933. Beispiel Israel. Das geht 2000 Jahre zurück. Serben - Schlacht auf dem Amselfeld (1389), um nur 2 aktuelle Beispiele zu nennen.
    Warum also immer unsäglich mit dem "Dritten Reich" beginnen? Mittendrinn?
    Die Kriegsschuld, die Deutschland als Verlierer angelastet wurde, nebst dem Verhalten der Sieger 1919 in Paris, waren der Beginn des folgenden Krieges. 1919-1939 - nur 20 Jahre. Kein Zusammenhang??
    Wenn man sich einen Betrachter im Jahr 2500 vorstellt, wird für den "1" Krieg im Abstand von 20 Jahren nicht natürlich "EIN" Krieg sein? Z.B. die Punischen Kriege?

    • bayert
    • 23.01.2012 um 9:30 Uhr

    waren fast alle krank und ausgehungert (während der Kämpfe sind viele deutsche Soldaten verhungert). Die Rote Armee hat mit weniger Gefangenen gerechnet und war auch nicht überversorgt.

    • Chali
    • 15.11.2011 um 13:02 Uhr

    Spätestens als Taschenbuch werde ich es kaufen.

    Aber aus einem anderen grunde werde ich die Diskussion unteressiert verfolgen:
    "Die Angst vor der Rache des Gegners. [...] auch das unter Soldaten und Zivilisten verbreitete Wissen um die Verbrechen der Wehrmacht im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Die Furcht davor, dass die Untaten nun auf Deutschland zurückschlagen könnten, war nur allzu begründet."
    Ich bin doch mal gespannt, nachdem ich im Wirtschaftsteil immer wieder lesen musste, dass es "den Griechen" oder gar "dem Griechen" (oder Italiener) ganz recht geschehe ...

    Wie halten "wir" es denn mit Kollektiv-Strafen, Kollektiv-Scham oder Kollektiv-Verantwortlichkeit, wenn es "uns" betrifft?

  2. Einer meiner Großonkel konnte 1944 vermutlich aus psychischen Gründen nicht mehr und ist während eines Heimaturlaubs zuhause geblieben.

    Die zwei Gendarmen die ihn abgeholt haben waren aber "sehr großzügig". Entweder er kommt freiwillig mit (ins Strafbataillon) oder er kommt an die Wand und seine Familie wird vom Hof vertrieben.
    Logisch für was er sich entschieden hat, zwei Wochen später kam dann die Vermisstenmeldung.

    • Chali
    • 15.11.2011 um 13:15 Uhr

    "Das Deutsche Reich mußte nach dem 1. Weltkrieg massive Gebietsverluste hinnehmen"
    Diese Verluste waren überaus massvoll, ja vernachlässigenswert, setzt man sie etwa mit den Gbeitsverlusten in Relation, die man Russland zugemutet hatte.

    "Oder betrachten wir die Schlacht um Stalingrad. Dort gingen laut WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/w...) 108.000 Mann in Gefangenschaft ...überlebten gerade mal 6.000 Mann."
    Das konnten die Endkämpfer von Berlin 1945 aber doch noch gar nicht wissen?

    Wenn ma nicht nur .... Wenn man also auch mal sowjetische Berichte über Sttalingrad (oder auch Leningrad) liest, so erkfährt man, dass die sowjetische Bevölkerung kaum mehr erhielt als die deutschen Gefangenen, die ja nun nicht eben gut genährt und zu einer gelegenen Jahreszeit kapitulierten.

    Trösten Sie sich:
    Von den besser genährten Generälen (waren es nicht 12?) habe doch bis auf Hube alle überlebt, ihr Feldmarschall an der Spitze? (Ubd Hube starb an Krebs?)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Bestrafungen die das kapitulierte Deutschland 1919 als allein schuldig (!) für den Weltkrieg ertragen musste, hatte die damalige Bevölkerung empört und zwar von rechts bis links! Gebietsabtretungen ohne Volksabstimmungen oder wo es Volksabstimmungen gab und für einen Verbleib bei Deutschland gestimmt wurde, wurde sich darüber hinweg gesetzt etc. Das ist alles sattsam bekannt ...

    Insofern kann ich durchaus nachvollziehen, dass Soldaten mit dem Wissen von 1944 - und eben nicht dem heutigen - weiter gekämpft haben, in dem (durch Propaganda forcierten) Glauben ihre Heimat vor der absoluten Vernichtung zu bewahren!
    Und wenn diese Soldaten Schlesier, Pommern oder Ostpreussen waren, dann wurde die Heimat für diese Menschen tatsächlich vernichtet.

    • Chali
    • 15.11.2011 um 14:26 Uhr

    Ganz schrecklich geirrt!

    Nicht Hube - Heitz!

    http://de.wikipedia.org/w...

    " Von den besser genährten Generälen (waren es nicht 12?) habe doch bis auf Hube alle überlebt, ihr Feldmarschall an der Spitze? (Ubd Hube starb an Krebs?) "

    Hube wurde aus Stalingrad ausgeflogen und starb 1944 bei einem Flugzeugabsturz.

    Die Bestrafungen die das kapitulierte Deutschland 1919 als allein schuldig (!) für den Weltkrieg ertragen musste, hatte die damalige Bevölkerung empört und zwar von rechts bis links! Gebietsabtretungen ohne Volksabstimmungen oder wo es Volksabstimmungen gab und für einen Verbleib bei Deutschland gestimmt wurde, wurde sich darüber hinweg gesetzt etc. Das ist alles sattsam bekannt ...

    Insofern kann ich durchaus nachvollziehen, dass Soldaten mit dem Wissen von 1944 - und eben nicht dem heutigen - weiter gekämpft haben, in dem (durch Propaganda forcierten) Glauben ihre Heimat vor der absoluten Vernichtung zu bewahren!
    Und wenn diese Soldaten Schlesier, Pommern oder Ostpreussen waren, dann wurde die Heimat für diese Menschen tatsächlich vernichtet.

    • Chali
    • 15.11.2011 um 14:26 Uhr

    Ganz schrecklich geirrt!

    Nicht Hube - Heitz!

    http://de.wikipedia.org/w...

    " Von den besser genährten Generälen (waren es nicht 12?) habe doch bis auf Hube alle überlebt, ihr Feldmarschall an der Spitze? (Ubd Hube starb an Krebs?) "

    Hube wurde aus Stalingrad ausgeflogen und starb 1944 bei einem Flugzeugabsturz.

    • Allora
    • 15.11.2011 um 13:33 Uhr

    Ian Kershaw scheint den Idealismus ganz zu vergessen.

    Als die Briten 1940 die nie ernst gemeinte Invasion fürchteten, wurden sie alle aufgefordert (auch Zivilisten) die Deutschen mit allen Mitteln zu bekämpfen, wenn es so weit wäre. Das hätten sie vermutlich (auch gegen die Haager Landkriegsordnung) so gemacht. Mit Pistolen wie mit Mistgabeln.

    Warum sollte es bei den Deutschen anders gewesen sein? Bei allen denen, die glaubten ihr Vaterland verteidigen zu müssen. Vielleicht bis die Wunderwaffen endlich einsatzbereit sein würden. Wer hatte denn eigentlich verstanden, daß der Feind in Wirklichkeit in Berlin saß?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...weil die Briten in einer Demokratie lebten?

    Idealismus - das kommt als Erklärung etwas einfach rüber und wird als Einzelerklärung entsprechend des Artikels mehr oder weniger vom Tisch gewischt.

    ...weil die Briten in einer Demokratie lebten?

    Idealismus - das kommt als Erklärung etwas einfach rüber und wird als Einzelerklärung entsprechend des Artikels mehr oder weniger vom Tisch gewischt.

  3. haben sich am Krieg bereichert, ihn erst ermöglicht. Das Volk hielt durch, weil es nicht mal ahnte, was mit ihm geschah. Die genannten Personen und Weitere versteckten sich hinter der "Kollektivschuld des Volkes" und tun, sofern sie oder deren NAchfolger noch leben, auch heute noch.
    Wer enteignet diese Leute, die eindeutig für ihr wirtschaftliches Interesse die Welt in Flammen aufgehen ließen. Hitler hätte ohne Quandts 20 Millionen Wahlkampfunterstützung nie den Weg nach Berlin gefunden.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "....haben sich am Krieg bereichert, ihn erst ermöglicht. Das Volk hielt durch, weil es nicht mal ahnte, was mit ihm geschah."

    Und so bleibt es (in allen Ländern) bis in alle Ewigkeit:

    Einige Wenige werden unglaublich reich, indem sie die Massen dazu bringen, ihre Lügen nicht nur zu schlucken, sondern sie auch dazu bringen mit voller Inbrunst diese Lügen als "eigene Erkenntnisse" in die Welt posaunen und bereit werden dafür zu töten und getötet zu werden.

    "Hinter der Trommel her
    laufen die Kälber
    das Fell für die Trommel
    liefern sie selber"
    Brecht

    "....haben sich am Krieg bereichert, ihn erst ermöglicht. Das Volk hielt durch, weil es nicht mal ahnte, was mit ihm geschah."

    Und so bleibt es (in allen Ländern) bis in alle Ewigkeit:

    Einige Wenige werden unglaublich reich, indem sie die Massen dazu bringen, ihre Lügen nicht nur zu schlucken, sondern sie auch dazu bringen mit voller Inbrunst diese Lügen als "eigene Erkenntnisse" in die Welt posaunen und bereit werden dafür zu töten und getötet zu werden.

    "Hinter der Trommel her
    laufen die Kälber
    das Fell für die Trommel
    liefern sie selber"
    Brecht

  4. ...weil die Briten in einer Demokratie lebten?

    Idealismus - das kommt als Erklärung etwas einfach rüber und wird als Einzelerklärung entsprechend des Artikels mehr oder weniger vom Tisch gewischt.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Lieb Vaterland"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • dojon
    • 22.11.2011 um 9:32 Uhr

    von dieser Demokratie konnten die Kolonialvölker zweifelos lange Loblieder singen. Ich würde eher sagen, weil die englischen Eliten saturiert waren und die halbe Welt als ihren Hinterhof betrachten konnten, wogegen die Deutschen das Gefühl plagte, bei der Verteilung der Welt zu spät gekommen zu sein.

    • dojon
    • 22.11.2011 um 9:32 Uhr

    von dieser Demokratie konnten die Kolonialvölker zweifelos lange Loblieder singen. Ich würde eher sagen, weil die englischen Eliten saturiert waren und die halbe Welt als ihren Hinterhof betrachten konnten, wogegen die Deutschen das Gefühl plagte, bei der Verteilung der Welt zu spät gekommen zu sein.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service