Wirtschaftskrise Zweimal Niedergang
Amerika und Europa sind im Unglück vereint – wie 1929.
© Spencer Platt/Getty Images

Mobile Ausgabe von Nahrungsmitteln in Manhattan
Vor vierzig Jahren erfand der Osteuropa-Experte Leo Labedz den Begriff des »Dekadenz-Wettbewerbs«, den sein Pariser Kollege Pierre Hassner weitertrug. Wer würde schneller an seinen »Widersprüchen« scheitern – die USA oder die UdSSR? Die Antwort kennen wir seit 1991, als die Sowjetunion Selbstmord beging. Sie konnte ihr Imperium nicht mehr finanzieren.
Heute proben Amerika und Europa den Abstieg, nicht zum ersten Mal. Niedergang I begann 1929, und er endete für Europa fast tödlich. Dort spie die Krise Hitler aus, in Amerika gebar sie Roosevelt. Gerettet wurde die Alte von der Neuen Welt; die Demokratie triumphierte. Niedergang II aber findet beide Seiten im Unglück vereint; keiner kann sich oder dem anderen helfen.
Wobei Amerika in einer Hinsicht etwas besser dasteht. Sein Anteil am Weltprodukt liegt seit vierzig Jahren bei rund 27 Prozent; derweil hat Europa – Überraschung – neun Punkte verloren. Ansonsten aber leiden beide an gleichen Gebrechen: Schulden- und Herrschaftskrise. In allen Demokratien hat das Volk vom Staat mehr gefordert, als es zu zahlen bereit war, der Staat hat freudig gegeben (und ist dabei prächtig gewachsen). Ergo Schuldenquoten um die hundert Prozent vom BIP, plus/minus. Überall wird der Staat nicht damit fertig, was er und sein Volk angerichtet haben.
Warum nicht? Es gilt frei nach dem Otto-Graf-Lambsdorff-Prinzip: »Wir wollen alle den Gürtel enger schnallen, aber fangen wir bei dir an.« Jeder sieht sich vorweg als Opfer, wie es ein Poster der Wall-Street-Besetzer ausdrückte: »I am very upset« – ich bin furchtbar aufgebracht. Wer ist schuld?
Am einfachsten ist es, die Misere zu personalisieren: die Banker, die Finanzakrobaten... Die haben sich in der Tat schrecklich bereichert. Aber Vater Staat hat den Tisch gedeckt: Er druckt seit dreißig Jahren billiges Geld und verteilt bedenkenlos Wahlgeschenke; er hat wie in Spanien und Irland die Immobilienblase befördert, er hat wie in Amerika im Namen der sozialen Gerechtigkeit (»Hauseigentum für alle«) Hypotheken an Zahlungsschwache verschleudert. Nur so haben sich die »Finanzkapitalisten« überfressen können, übrigens auch die staatlichen deutschen Landesbanken. Staats- und Marktversagen sind Zwillinge, und ihr Erzeuger ist ein ansonsten wunderbares demokratisches System, welches das Ganze gegenüber dem Einzelnen benachteiligt.
Wer kommt schneller wieder hoch? Theoretisch Amerika, weil das hiesige Wahlrecht eher klare Mehrheiten schafft als das europäische Proporzsystem mit seinen trägen Koalitionen. Außerdem haben die großen US-Unternehmen ihre Schulden abgebaut; sie sitzen auf Milliarden von Cash. Doch wie doziert Hölderlin? »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.« Die taumelnden Griechen haben sich folglich zu einer Einheitsregierung durchgerungen; sie soll als Erstes die nationalen Finanzen ordnen. In Berlin herrscht, jedenfalls in der Europapolitik, schon eine Allparteien-Regierung. Es gilt für die Demokratie, was Churchill über Amerika gesagt hat: Sie wird das Richtige tun, aber erst, nachdem sie alles andere durchprobiert hat.
- Datum 14.11.2011 - 11:55 Uhr
- Serie Zeitgeist
- Quelle DIE ZEIT, 10.11.2011 Nr. 46
- Kommentare 133
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Bitte belegen Sie Ihre Aussagen.
"Aber Vater Staat hat den Tisch gedeckt: Er druckt seit dreißig Jahren billiges Geld und verteilt bedenkenlos Wahlgeschenke; er hat wie in Spanien und Irland die Immobilienblase befördert, er hat wie in Amerika im Namen der sozialen Gerechtigkeit (»Hauseigentum für alle«) Hypotheken an Zahlungsschwache verschleudert."
Mit einer solchen Aussagen lassen sich schön Feindbilder bedienen.
Dumm nur, dass sie falsch ist, denn sowohl in Deutschland als auch den USA ist die Notenbank unabhängig und nicht weisungsgebunden.
Es war also nicht die Politik, die Geld gedruckt hat, sondern es war ein Bank.
Da sie für ihren Währungsraum, und somit in nationalen Interessen agieren..
Da werden Inflationsziele schneller aufgeweicht als einem lieb ist, Konjunkturpolitik betrieben, Staatsschulden finanziert, Pleitebanken gestützt..
http://www.youtube.com/wa...
Ein Staat macht erst das Funktionieren des Kapitalismus möglich. Er hat ein Finanzsystem, hat Regeln für Bildung, Sicherheit, Gesundheitswesen usw. Sie kennen das.
Kapitalisten, Arbeitnehmer, eigentlich brauchen alle Menschen einen gesellschaftlichen Rahmen, um als Mensch existieren zu können. Das braucht unter heutigen Bedingungen Geld, viel Geld.
Woher kommt das Geld, was für das Funktionieren der Gesellschaft unabdingbar ist? Klar, der Staat holt es von seinen Bürgern. Von allen? Von allen gleich viel? Nach welchen Kriterien holt der Staat wieviel Geld von wem?
Regeln für das Erheben von Steuern:
1. Wer gar nichts hat "braucht", so liest man oft, nichts zu zahlen. (Stimmt nicht, siehe Verbrauchsteuern)
2. Der größere Rest wird nach verschiedenen Regeln belastet.
3. Die Einnahmen reichen aber nicht. Demzufolge nimmt der Staat Schulden auf. Kredite holt er sich von den Bürgern, die mehr Geld haben, als sie zum Leben benötigen. Eine beachtliche Anzahl von Bürgern hat viel und manche sehr viel mehr Geld als sie benötigen. Sie verleihen es an den Staat und kassieren dafür.
4. Vergleicht man die Schulden, die ein Staat macht, mit den Guthaben der reichsten 10% der Einwohner D., wird deutlich, dass diese locker mit einem Teil ihres Vermögens die Staatsschuld deutlich reduzieren könnten. Sie wären dann immer noch Millionäre und Milliardäre!
5. Geht nicht heißt es, das wäre irgendwie der Untergang von Abendland, Demokratie, Freiheit und aller Menschlichkeit oder so ähnlich.
Mit einer solchen Aussagen lassen sich schön Feindbilder bedienen.
Dumm nur, dass sie falsch ist, denn sowohl in Deutschland als auch den USA ist die Notenbank unabhängig und nicht weisungsgebunden.
Es war also nicht die Politik, die Geld gedruckt hat, sondern es war ein Bank.
Da sie für ihren Währungsraum, und somit in nationalen Interessen agieren..
Da werden Inflationsziele schneller aufgeweicht als einem lieb ist, Konjunkturpolitik betrieben, Staatsschulden finanziert, Pleitebanken gestützt..
http://www.youtube.com/wa...
Ein Staat macht erst das Funktionieren des Kapitalismus möglich. Er hat ein Finanzsystem, hat Regeln für Bildung, Sicherheit, Gesundheitswesen usw. Sie kennen das.
Kapitalisten, Arbeitnehmer, eigentlich brauchen alle Menschen einen gesellschaftlichen Rahmen, um als Mensch existieren zu können. Das braucht unter heutigen Bedingungen Geld, viel Geld.
Woher kommt das Geld, was für das Funktionieren der Gesellschaft unabdingbar ist? Klar, der Staat holt es von seinen Bürgern. Von allen? Von allen gleich viel? Nach welchen Kriterien holt der Staat wieviel Geld von wem?
Regeln für das Erheben von Steuern:
1. Wer gar nichts hat "braucht", so liest man oft, nichts zu zahlen. (Stimmt nicht, siehe Verbrauchsteuern)
2. Der größere Rest wird nach verschiedenen Regeln belastet.
3. Die Einnahmen reichen aber nicht. Demzufolge nimmt der Staat Schulden auf. Kredite holt er sich von den Bürgern, die mehr Geld haben, als sie zum Leben benötigen. Eine beachtliche Anzahl von Bürgern hat viel und manche sehr viel mehr Geld als sie benötigen. Sie verleihen es an den Staat und kassieren dafür.
4. Vergleicht man die Schulden, die ein Staat macht, mit den Guthaben der reichsten 10% der Einwohner D., wird deutlich, dass diese locker mit einem Teil ihres Vermögens die Staatsschuld deutlich reduzieren könnten. Sie wären dann immer noch Millionäre und Milliardäre!
5. Geht nicht heißt es, das wäre irgendwie der Untergang von Abendland, Demokratie, Freiheit und aller Menschlichkeit oder so ähnlich.
Selbstmord beging. Sie konnte ihr Imperium nicht mehr finanzieren."
Immerhin ist die Sowjetunion relativ friedlich - "not with a bang, but with a whimper" - untergegangen.
Soviel Anstand traue ich dem amerikanischen Imperium - siehe: Iran! - ehrlich gesagt nicht zu.
Kommentar 3: "Immerhin ist die Sowjetunion relativ friedlich - "not with a bang, but with a whimper" - untergegangen."
Die Sowjetunion hat bis 1989 in Afghanistan Krieg geführt. Friedlich war sie also nicht. In Europa war sie bis zu den Zähnen befwaffnet, mit Waffen, die für einen Angriffskrieg gedacht waren. Richtig ist, dass die Sowjetunion ohne kriegerische Handlungen an ihrer Westgrenze untergegangen ist. Aber das ist auch alles.
würde ich so nicht definieren, die produktionsmittel sind noch da, die menschen sind noch da und in der forschung auf den verschiedensten gebieten ist sie weltspitze sowie auch deren bildungssystem ist vorbildlich. die sowjetunion hat rechtzeizig reformen durchgeführt und den sinnlosen kalten krieg beendet, das ist die SU für mich!!
Kommentar 3: "Immerhin ist die Sowjetunion relativ friedlich - "not with a bang, but with a whimper" - untergegangen."
Die Sowjetunion hat bis 1989 in Afghanistan Krieg geführt. Friedlich war sie also nicht. In Europa war sie bis zu den Zähnen befwaffnet, mit Waffen, die für einen Angriffskrieg gedacht waren. Richtig ist, dass die Sowjetunion ohne kriegerische Handlungen an ihrer Westgrenze untergegangen ist. Aber das ist auch alles.
würde ich so nicht definieren, die produktionsmittel sind noch da, die menschen sind noch da und in der forschung auf den verschiedensten gebieten ist sie weltspitze sowie auch deren bildungssystem ist vorbildlich. die sowjetunion hat rechtzeizig reformen durchgeführt und den sinnlosen kalten krieg beendet, das ist die SU für mich!!
"In allen Demokratien hat das Volk vom Staat mehr gefordert, als es zu zahlen bereit war, der Staat hat freudig gegeben (und ist dabei prächtig gewachsen)."
Allein dieser Satz ist an Zynismus nicht zu überbieten.
Das deutsche Volk hat in den mindestens letzten 10 Jahren in einem fast unerträglichen Maß Einbußen hinnehmen müssen durch Lohndumping, Ausbau des Niedriglohnsektors, Leih- und Zeitarbeit, 1-€-Jobber.
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche!
Der Staat verteilt doch stetig von unten nach oben, indem er aus Steuergeldern die Sozialleistungen zusammenstreicht, aber die Ausgaben für die Eliten stetig erhöht. Und diese Elite maßt sich dann auch noch an, Mindestlöhne auf Zeitarbeitsniveau und nach Möglichkeit noch differenziert festzulegen? Damit die Elite sich ihren Besitzstand wahren kann,was mit dem "Rest" passiert, ist denen völlig egal.
Wenn man dafür einen Staat braucht, dann kann ich auf diesen gut und gern verzichten, denn von einer menschlichen Gesellschaft habe ich eine völlig andere Vorstellung.
Der author hat nicht geschreiben, dass diese Politk am Ende mehr Geld in die Taschen gespült hätte.
Die Selbstbedienung aller Lobbys, auch der der Arbeitnehmer, führt eben auf Dauer zu eher weniger Kaufkraft.
Sie dürfen das eine nicht mit dem anderen in einen Topf werfen.
Denn Geldwert ist nur relativ, wer damit verschwenderisch umgeht, mindert ihn.
H.
"Allein dieser Satz ist an Zynismus nicht zu überbieten.
Das deutsche Volk hat in den mindestens letzten 10 Jahren in einem fast unerträglichen Maß Einbußen hinnehmen müssen durch Lohndumping, Ausbau des Niedriglohnsektors, Leih- und Zeitarbeit, 1-€-Jobber.
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche!"
Also, Sie haben Recht und auch wieder nicht. Der Satz mit "alle Demokratien" ist falsch, denn Deutschland hat unter Schröder die Notbremse gezogen, als andere noch Gas gegeben haben. Deshalb geht es Deutschland auch im Moment nicht so schlecht. Man hat die Reformen durchgeführt, die andere verschlafen haben.
Aber mal über ganz Europa gemittelt, ist die Aussage schon korrekt, dass die Staaten mehr gegeben haben, als sie zu geben in der Lage waren.
Und wenn das noch so viele Menschen wütend macht - so wie under der Ära Kohl konnte es nicht weiter gehen. Das war Selbstmord für das Sozialsystem.
"Das deutsche Volk hat in den mindestens letzten 10 Jahren in einem fast unerträglichen Maß Einbußen hinnehmen müssen"
Bitte belegen!
Dem Deutschen Volk als Ganzes ist es noch nie so gut gegangen wie heute.
Motorisierung, Eigenheimquote, Bruttoinlandsprodukt, Pro Kopf Einkommen... alles zeigt, dass es uns noch sehr gut geht über alle gesehen.
den "unerträglichen Einbußen" der einen stehen "unerträgliche Zugewinne" der anderen entgegen. Die Gesellschaft wird zunehmend polarisiert aber als Ganzes ist sie noch gut unterwegs.
Entfernt. Kritik an der Moderation können Sie gerne an community@zeit.de richten. Danke. Die Redaktion/vn
Der author hat nicht geschreiben, dass diese Politk am Ende mehr Geld in die Taschen gespült hätte.
Die Selbstbedienung aller Lobbys, auch der der Arbeitnehmer, führt eben auf Dauer zu eher weniger Kaufkraft.
Sie dürfen das eine nicht mit dem anderen in einen Topf werfen.
Denn Geldwert ist nur relativ, wer damit verschwenderisch umgeht, mindert ihn.
H.
"Allein dieser Satz ist an Zynismus nicht zu überbieten.
Das deutsche Volk hat in den mindestens letzten 10 Jahren in einem fast unerträglichen Maß Einbußen hinnehmen müssen durch Lohndumping, Ausbau des Niedriglohnsektors, Leih- und Zeitarbeit, 1-€-Jobber.
Fassen Sie mal einem nackten Mann in die Tasche!"
Also, Sie haben Recht und auch wieder nicht. Der Satz mit "alle Demokratien" ist falsch, denn Deutschland hat unter Schröder die Notbremse gezogen, als andere noch Gas gegeben haben. Deshalb geht es Deutschland auch im Moment nicht so schlecht. Man hat die Reformen durchgeführt, die andere verschlafen haben.
Aber mal über ganz Europa gemittelt, ist die Aussage schon korrekt, dass die Staaten mehr gegeben haben, als sie zu geben in der Lage waren.
Und wenn das noch so viele Menschen wütend macht - so wie under der Ära Kohl konnte es nicht weiter gehen. Das war Selbstmord für das Sozialsystem.
"Das deutsche Volk hat in den mindestens letzten 10 Jahren in einem fast unerträglichen Maß Einbußen hinnehmen müssen"
Bitte belegen!
Dem Deutschen Volk als Ganzes ist es noch nie so gut gegangen wie heute.
Motorisierung, Eigenheimquote, Bruttoinlandsprodukt, Pro Kopf Einkommen... alles zeigt, dass es uns noch sehr gut geht über alle gesehen.
den "unerträglichen Einbußen" der einen stehen "unerträgliche Zugewinne" der anderen entgegen. Die Gesellschaft wird zunehmend polarisiert aber als Ganzes ist sie noch gut unterwegs.
Entfernt. Kritik an der Moderation können Sie gerne an community@zeit.de richten. Danke. Die Redaktion/vn
Die Historiker sagen immer: Geschichte wiederholt sich nicht.
Aber das sagen sie nur, weil sich Geschichte nicht im "gleichen Kleid" wieder zeigt. Und weil Geschichte jedes Mal ein anderes Kleid trägt oder eine andere Frisur, wird sie nicht mehr wiedererkannt.
Bei der Finanzkrise 1929 war in ganz entscheidendem Ausmaß das Bankhaus JP Morgan beteiligt. Die cds wurden 1995 vom Bankhaus J.P. Morgan auf den Markt gebracht.
Etliche Medien haben den Neoliberalismus gefördert und vorangetrieben. Nun erweist sich der Neoliberalismus als einer der "Sargnägel" auch dieser Wirtschaftsphase. Als schon vor ca. 15 Jahren vor dieser Entwicklung gewarnt wurde. waren das natürlich Verschwörungstheoretiker mit Verschöwrungstheorien.
Leider aber ist das nun alles genau so gekommen.
Als die Krise 2003 schon die unübersehbaren Signale ausstrahlte, warnte Helmut Schmid BK a.D. in der Zeit vor dem "Gesetz des Dschungels". Er erklärte den Raubtierkapitalismus als eine sehr ernste Gefahr für unsere Gesellschaft. Aber man dachte wohl, mit diesem Desaster 2003 sei alles ausgestanden und vorbei und hielt es nicht für möglich, dass schon 5 Jahre später eine weitere Krise noch größeren Ausmaßes über die Welt hereinbrach.
Und selbst als diese Krise schon zugange war, gab es noch viele Neoliberale, welche das Bestehen einer Krise 2008 hartnäckigst leugneten.
Die Hörigkeit mancher Deutschen zu bedingungslosem "Kadavergehorsam" ist weiterhin ungebrochen.
Jedes Volk bekommt das, was es sich verdient hat.
"Als die Krise 2003 schon die unübersehbaren Signale ausstrahlte, warnte Helmut Schmid BK a.D. in der Zeit vor dem "Gesetz des Dschungels"."
Diese klarsichtige Warnung wurde jedoch kurz darauf von seinem nunmehr von ihm selbst designierten Kanzler-Erben ad absurdum geführt. Das zeigt die überlange Liste des ehem. Finanzministers Steinbrück voller maßgeblicher Fehlentscheidungen auf dem Finanzsektor im Vorfeld des europ.Finanzdesasters.
In vorangegangenen Threads zum Thema "Schmidt-Steinbrück" wurde dieser von der SPD, nun auch von Schmidt selbst unter den Teppich gekehrte Sachverhalt, von sach-und fachkundigen Usern zur Genüge begründet zur Sprache gebracht. Darüber kann inzwischen jeder mühelos selbst recherchieren, um sein "Wähler-Gedächtnis" aufzufrischen.
Steinbrück hat zu Gunsten der Finanzwirtschaft dereguliert, indem er den sogen."Finanzplatz Deutschland" nach dem Londoner u. New Yorker Vorbild für Investmentbanker und Spekulanten geöffnet. Die neoliberale SPD-FinanzPolitik ist unbestreitbar maßgeblich politisch mitverantwortlich für die Entfesselung der Märkte.
Eine ehrliche Analyse zwecks Aufarbeitung dieser grundsätzlich falschen Weichenstellung seiner Partei würde dem Warner von 2003 besser zu Gesicht stehen, als gemeinsam mit seinem Genossen Schachbruder auf Buchtourneen den Vorhang des "Vergessens" auf offener Bühne zuzuziehen.
http://www.welt.de/politi...
die
"Die Hörigkeit mancher Deutschen zu bedingungslosem "Kadavergehorsam" ist weiterhin ungebrochen.
Jedes Volk bekommt das, was es sich verdient hat."
WELCH wahrer Satz. Man schimpft AUF Griechenland, schaut auf die Eürken oder die Polen herunter, bewundert die fleissigen Vietnamesen (aber auch nur aus dem Blickwinkel einer selbst gefühlten "Überlegenheit", tritt also nach unten wie ein um sich schlagender Esel, kniet und buckelt aber vor den Ackermanns dieser Welt, lässt sich millionenfach in menschenfeindliche Jobs beim ebensolchen Unternehmern stecken, hat Hartz4, was an Unwürde kaum mehr zu übertreffen ist.
Man hat Merkel und wählt sie bestimmt wieder. Mir graust vor diesem Volk, und das kann ich erst so bestimmt definieren, seit ich mannigfach im Ausland, von Kanada bis Griechenland, von Vietnam bis Norwegen, rumkomme und vergleichen kann.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/vn
"Als die Krise 2003 schon die unübersehbaren Signale ausstrahlte, warnte Helmut Schmid BK a.D. in der Zeit vor dem "Gesetz des Dschungels"."
Diese klarsichtige Warnung wurde jedoch kurz darauf von seinem nunmehr von ihm selbst designierten Kanzler-Erben ad absurdum geführt. Das zeigt die überlange Liste des ehem. Finanzministers Steinbrück voller maßgeblicher Fehlentscheidungen auf dem Finanzsektor im Vorfeld des europ.Finanzdesasters.
In vorangegangenen Threads zum Thema "Schmidt-Steinbrück" wurde dieser von der SPD, nun auch von Schmidt selbst unter den Teppich gekehrte Sachverhalt, von sach-und fachkundigen Usern zur Genüge begründet zur Sprache gebracht. Darüber kann inzwischen jeder mühelos selbst recherchieren, um sein "Wähler-Gedächtnis" aufzufrischen.
Steinbrück hat zu Gunsten der Finanzwirtschaft dereguliert, indem er den sogen."Finanzplatz Deutschland" nach dem Londoner u. New Yorker Vorbild für Investmentbanker und Spekulanten geöffnet. Die neoliberale SPD-FinanzPolitik ist unbestreitbar maßgeblich politisch mitverantwortlich für die Entfesselung der Märkte.
Eine ehrliche Analyse zwecks Aufarbeitung dieser grundsätzlich falschen Weichenstellung seiner Partei würde dem Warner von 2003 besser zu Gesicht stehen, als gemeinsam mit seinem Genossen Schachbruder auf Buchtourneen den Vorhang des "Vergessens" auf offener Bühne zuzuziehen.
http://www.welt.de/politi...
die
"Die Hörigkeit mancher Deutschen zu bedingungslosem "Kadavergehorsam" ist weiterhin ungebrochen.
Jedes Volk bekommt das, was es sich verdient hat."
WELCH wahrer Satz. Man schimpft AUF Griechenland, schaut auf die Eürken oder die Polen herunter, bewundert die fleissigen Vietnamesen (aber auch nur aus dem Blickwinkel einer selbst gefühlten "Überlegenheit", tritt also nach unten wie ein um sich schlagender Esel, kniet und buckelt aber vor den Ackermanns dieser Welt, lässt sich millionenfach in menschenfeindliche Jobs beim ebensolchen Unternehmern stecken, hat Hartz4, was an Unwürde kaum mehr zu übertreffen ist.
Man hat Merkel und wählt sie bestimmt wieder. Mir graust vor diesem Volk, und das kann ich erst so bestimmt definieren, seit ich mannigfach im Ausland, von Kanada bis Griechenland, von Vietnam bis Norwegen, rumkomme und vergleichen kann.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/vn
"In allen Demokratien hat das Volk vom Staat mehr gefordert, als es zu zahlen bereit war, der Staat hat freudig gegeben (und ist dabei prächtig gewachsen)."
Sollte es nicht besser heißen:
In allen Demokratien hat der Staat vom Volk mehr gefordert, als es zu zahlen fähig war, der Staat hat freudig genommen für seine Elite (und dabei sind die Schulden prächtig gewachsen).?
Diese Aussage macht mit Blick auf die Vergangenheit in meinen Augen mehr Sinn.
Die sowjetunion beging kein Selbstmord, sondern sie hat sich friedlich aus eigenem Willen gewandelt. Sozusagen Demokratisiert. Also das, was der Westen anderen mit Kanonengewalt eintrichtern will.
Der realexistierende Sozialismus konnte sich mehrfach friedlich ändern. Die Kapitaldemokratie hingegen hat IMMER einen großen Weltkrieg vom Zaun gebrochen. Und der West-Friedens-Westnobelpreis-Träger ist aktuell wieder einmal sehr euphorisch dabei einen ganzen Abendland-Kontinent zu bekriegen.
Die Deutschen begreifen leider nicht, dass bereits viele US-Killer - jedoch mit Krawatte, Anzug und Examen - hier verbrannte Erde zurück lassen. Die Gründung einer kulturlosen Demokratie nach Yankee-Vorbild war der größte machbare Fehler...
1. Die Sowjetunion war schlicht Pleite.
2. Ihre Kolonien in Europa u. Zentralasien wollten sich befreien.
3. Welchen Weltkrieg hat die Kapitaldemokratie vom Zaun gebrochen?
4. Wo kann man hierzulande verbrannte Erde besichtigen?
"Die Kapitaldemokratie hingegen hat IMMER einen großen Weltkrieg vom Zaun gebrochen... Die Deutschen begreifen leider nicht, dass bereits viele US-Killer ..."
Soweit ist es also in Deutschland gekommen. Darf ich mal ganz deutlich sagen:
*********************************
DIE DEUTSCHEN haben den 2. Weltkrieg vom Zaun gebrochen
*********************************
nicht "die Kapitaldemokratie" oder "die internationale Hochfinanz" oder wasimmer die braune Truppe als Umschreibung fuer "die Juden" heutzutage verwenden.
1. Die Sowjetunion war schlicht Pleite.
2. Ihre Kolonien in Europa u. Zentralasien wollten sich befreien.
3. Welchen Weltkrieg hat die Kapitaldemokratie vom Zaun gebrochen?
4. Wo kann man hierzulande verbrannte Erde besichtigen?
"Die Kapitaldemokratie hingegen hat IMMER einen großen Weltkrieg vom Zaun gebrochen... Die Deutschen begreifen leider nicht, dass bereits viele US-Killer ..."
Soweit ist es also in Deutschland gekommen. Darf ich mal ganz deutlich sagen:
*********************************
DIE DEUTSCHEN haben den 2. Weltkrieg vom Zaun gebrochen
*********************************
nicht "die Kapitaldemokratie" oder "die internationale Hochfinanz" oder wasimmer die braune Truppe als Umschreibung fuer "die Juden" heutzutage verwenden.
als die ddr das handtuch warf, hatte die brd 2,5 mal mehr schulden pro kopf als der ddr ossi.
der unterschied ist, der eine durfte weiter schulden machen, dem anderen wurde der geldhahn zugedreht.
das hat nichts mit leistungskraft zu tun, sondern mit liquidität zum schuldenmachen.
bei griechenland hat es sogar bis zum ca. 16 fachen der pro kopf verschuldung gegenüber der ddr gereicht.
es gibt also keine soziale marktwirtschaft, sondern nur einen scheckbuchkapitalismus, der mit wechselreiterei überlebt.
früher war wechselreiterei für einzelpersonen ein straftatbestand.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren