Sozialismus Lernen von den Versagern

Der Sozialismus wehrte alle Kritik ab – und ging unter. Warum begreifen die Kapitalisten nicht, dass ihnen das gleiche Schicksal droht?

Mit der Alternative haben wir uns immer schon schwergetan. Sie war kein Aphrodisiakum wie die Apokalypse und keine bewusstseinserweiternde Droge wie die Utopie. Die Alternative war eine mühsame Arbeit, über die alle diskutierten, aber die am Ende keiner machen wollte.

Das fing schon bei Rudolf Bahro an. Als im Jahr 1977 sein Buch Die Alternative erschien, sperrte die Stasi den Philosophen erst mal ein. Denn Bahro hatte eine linke Sozialismuskritik vorgelegt, die Entfremdung und Unterdrückung auch in der DDR beklagte. Dafür bejubelte ihn zwar der Westen, aber im Osten änderte sich gar nichts. Ein Jahr lang saß Bahro in Haft, ehe er in die Bundesrepublik ausreisen durfte. Sein Fehler war, dass er dort wieder anfing, Systemkritik zu üben. Er warnte vor der Krise des Kapitalismus und entwarf ein Programm gegen die »Logik der Selbstausrottung«. Von da an galt er auch im Westen als gefährlicher Spinner.

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Die Autorin

Evelyn Finger wuchs in der DDR auf und ist heute ZEIT-Redakteurin in Hamburg

Die Alternative ist uns dann sympathisch, wenn sie andere betrifft. Vielleicht hat der Westen deshalb noch keinen Weg aus der Finanzkrise gefunden. Vielleicht verbeißen sich seine Intellektuellen deshalb in den alten Gegensatz: Kapitalismus oder Sozialismus? Fegefeuer des Marktes oder Purgatorium der Planwirtschaft? Wer so fragt, will keine Antwort. Er hat sich damit abgefunden, dass die Menschheitsträume von einer gerechteren Gesellschaft ausgeträumt und die utopischen Energien erschöpft sind. Fällt uns keine neue Alternative ein?

Ein Gespenst geht um im Westen, das Gespenst des tot geglaubten Sozialismus. Es geistert durch die Zeitungen und erschreckt uns mit Schlagzeilen: »Hatte Marx doch recht?« Schon wird wieder über die klassenlose Gesellschaft diskutiert statt über den Kapitalismus. Es ist eine Zombiedebatte. Jedes Mal, wenn das kapitalismuskritische Wort Regulierung fällt, wird gleich die sozialistische Planwirtschaft gegeißelt. Jedes Mal, wenn es gegen Pleitebanken geht, wird gejammert, dass die marxistische Kritik am Kapital auch bloß zur Diktatur des Proletariats geführt habe. Im Osten hieß das Kritikabwehr. Mit den Worten Brechts: »Weitermachen ist die Parole. Es wird verschoben, und es wird verdrängt.«

Leicht ist, den Sozialismus zu geißeln – schwer, den Kapitalismus zu ändern

Wenn man im Sozialismus den Sozialismus kritisierte, sprang gleich ein Parteisekretär auf und rief, dass der Kapitalismus tausendmal schlimmer sei. Beim ersten Mal überraschte einen das noch. Man wollte doch gar keine Lanze für den Klassenfeind brechen. Man machte sich nur Sorgen, dass was schieflief. Doch die Gesinnungswächter wussten es besser, sie erkannten gleich den Konterrevolutionär. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Wer den Sozialismus kritisiert, will in den Kapitalismus zurück.

Sind die paranoiden Zeiten vorbei? Wann immer man in den vergangenen 20 Jahren den Kapitalismus kritisierte, sprang gleich irgendein Ideologe auf und rief, der Sozialismus sei ja wohl zu Recht gescheitert. Mittlerweile haben wir kapiert, dass es einfacher ist, den Sozialismus zu kritisieren, als den Kapitalismus zu reformieren. Aber wie kommen wir aus der Diskursfalle heraus?

Zunächst können wir von dem gescheiterten Experiment Sozialismus Folgendes lernen: dass es kein Experiment ist, wenn das Ergebnis schon feststeht; und dass wir nie in die Zukunft gelangen, wenn wir trotzig auf dem einmal eingeschlagenen Irrweg weitermarschieren. Damals im Oktober 1989 legte der Leiter der Staatlichen Plankommission der DDR, Gerhard Schürer, eine vernichtende Analyse der ökonomischen Lage vor. Darin stand, dass das Land zahlungsunfähig sei. Ach ja? Hatte Schürer die Wahrheit erst im Moment des Crashs erkannt? Nein, schon damals hofften die Verantwortlichen, dass die Krise nicht ausbricht, wenn man nur die Augen verschließt.

An einer einzigen Stelle hilft das Sozialismus-Kapitalismus-Palaver eben doch: Die Deutschen können den Mechanismus von Verleugnung und Reformunfähigkeit anhand ihrer eigenen Historie verstehen. Das traurigste Ökonomenschicksal der DDR ereilte ja nicht zufällig einen Reformer. Schürers Amtsvorgänger Erich Apel hatte Anfang der sechziger Jahre ein »Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung« erfunden, das Freiheit für die Wirtschaft bringen sollte: mehr Eigenverantwortung der Betriebe, mehr Wettbewerb zwischen den Bruderstaaten, mehr Leistungsanreize für die Arbeiter, ja sogar Gewinn. Das konnte nicht gut gehen. Apel wurde von Staatschef Ulbricht anfangs unterstützt, doch bald schwante der Partei, dass ihre Macht über die Wirtschaft in Gefahr war. Am 3. Dezember 1965 – dem Tag, als zwischen Moskau und Ost-Berlin ein neues zentralistisches Handelsabkommen unterzeichnet wurde – erschoss sich Apel mit seinem Dienstrevolver. Da war er 48 Jahre alt.

Leser-Kommentare
  1. Wir haben leider schon lange keinen Kapitalismus mehr.

    22 Leser-Empfehlungen
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    Meinten Sie Marktwirtschaft?

    Kennen Sie den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft?

    Ich unterstütze die Stoßrichtung der Autorin voll und ganz, aber solange auch öffentlich die Debatte auf einem Niveau geführt wird, bei dem die Diskutanten nicht zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft unterscheiden können seh ich dunkelgrau.

    Außerdem liegt unser eigentliches Problem nicht auf intellektueller Ebene, sondern auf Machtpolitischer Ebene: Die Leute an den Schaltstellen profitieren von den gegenwärtigen Verhältnissen und deshalb hilft es nicht diese Leute überzeugen zu wollen.

    "It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!" (Upton Sinclair)

    leben wir im Kapitalismus, oder an dem Moment waehrend dessen die Kapitalkonzentration so weit fortgeschritten ist, dass die Eigner sowohl der Legislative und der Exekutive vorschreiben koennen, was zu passieren hat.

    Das ist der natuerliche Zustand im dynamischen System Kapitalismus, kurz bevor es in sich zusammenbricht. Dass die Finanzelite auch einen aussergewoehnlichen Einfluss auf andere Aspekte unserer Gesellschaft hat, bedarf schon fast keiner Erlaeuterung mehr. Nur den Oekonomen schmeckt das nicht, weil sie dadurch zuviele unbekannte Variablen bekommen, die die schoenen Formeln ueber den Haufen schmeissen.

    Schumpeter hat den periodisch unausweichlich auftretenden Zusammenbruch als "Kreative Zerstoerung" bezeichnet. Die Erkenntnis ist also nicht neu.

    Was neu ist, ist die wachsende Gruppe von Goldjuengern, die davon ausgehen, dass alles paletti waere, wenn wir wieder eine auf Edelmetall basierende Waehrung einfuehren wuerden. Die Ron Paul Anhaenger gehoeren z.B. dazu. Leider ist das nur der derzeitige Kapitalismus "in gold", und bringt keine fundamentale Aenderung zustande.

    Was wir brauchen ist eine Abkehr vom wachstumsbasierten Wirtschaften. Die Antwort auf diese Frage liefern weder der Sozialismus noch der Kommunismus. Dass es der Kapitalismus nicht ist wusste schon Schumpeter. Der ging naemlich Ende der 40er davon aus, dass der Sozialismus ultimativ triumphieren wuerde.

    Hoffen wir, dass wir die Kurve bald bekommen.

    Leider? Naja. Aber wie heißt denn nun die Kurzform von "Kapitalismus für Arme und Sozialismus für Reiche"? Vielleicht Profitismus?

    Schuldgeld. Das ist es. Je reicher wir sind, umso mehr Schulden sind vorhanden. Wenn wir unsere Schulden reduzieren, schrumpfen die Kapitalstöcke.

    Wie soll dann noch private Vorsorge funktionieren? Brauchen wir wieder 7 Kinder pro Familie, die Großfamilie?

    • klaro
    • 16.11.2011 um 19:41 Uhr

    Wir haben nur bedingt Kapitalismus. Da haben Sie sicher recht. Die Probleme entstehen durch den Staatsinterventionismus, geleitet von Politbeamten, die weder existentiell noch finanziell für diesen Unsinn haften. Im Gegensatz zum klassischen Kapitalisten (urspr. Unternehmer gemäß alter Definition), der mit seinem Vermögen haftet. Haftet jedoch jemals unsere sog. Politelite (Widerspruch in sich)?!

    "Wir haben leider schon lange keinen Kapitalismus mehr."
    So ist es! Der erste Sündenfall wider die marktwirtschaftliche Grundordnung der gesamten Menschheit war in m damaligen West-Deutschland die "soziale Marktwirtschaft", also der Kommunismus light, den es in der "alten" Bundesrepublik bis zur Befreiung Mitteldeutschlands in der friedlichen pro-kapitalistischen Revolution von 1989/90 gab.
    Auch danach haben wir uns leider nicht zu einem radikalen Rückbau des Staates zugunsten marktwirtschaftlicher Strukturen durchgerungen.
    Die gegenwärtige Krise ist eine (und vielleicht die letzte) Chance, endlich den Vollkaskostaat zu beerdigen und die Selbstverantwortung des freiheitlichen Bürgers für sein Leben (und seine Geldbörse) zu stärken.

    • this.
    • 16.11.2011 um 20:35 Uhr

    Unter Kapitalismus verstehe ich immernoch freie Marktwirtschaft, und die hat nichts mit Staatsinterventionen, Kollektivismus, Zentralbanken und Planwirtschaft zu tun.. das sieht man aber, wo man auch nur hinschaut. Selbst in den USA.

    Wenn uns die Krise(n) und die Versager etwas lehren sollten, dann doch dass wir mittlerweile auf den Trichter kommen sollten, dass die Antwort auf alles nicht mehr Staat&Sozialismus, sondern weniger Staat und echter Kapitalismus ist!

    Auf Wunsch entfernt. Die Redaktion/mk

    • Harzer
    • 17.11.2011 um 13:26 Uhr

    ("Kapitalismus?
    Wir haben leider schon lange keinen Kapitalismus mehr.")

    ... genau so, wie die DDR damals Sozialismus hatte ... .

    [...] Wären wir ein kapitalistisches System oder hätte Merkel kapitalistisch reagiert, so hätte der Staat reichlich an der Schuldenkrise verdient!

    Teil entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachlichere Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv

    Meinten Sie Marktwirtschaft?

    Kennen Sie den Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft?

    Ich unterstütze die Stoßrichtung der Autorin voll und ganz, aber solange auch öffentlich die Debatte auf einem Niveau geführt wird, bei dem die Diskutanten nicht zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft unterscheiden können seh ich dunkelgrau.

    Außerdem liegt unser eigentliches Problem nicht auf intellektueller Ebene, sondern auf Machtpolitischer Ebene: Die Leute an den Schaltstellen profitieren von den gegenwärtigen Verhältnissen und deshalb hilft es nicht diese Leute überzeugen zu wollen.

    "It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!" (Upton Sinclair)

    leben wir im Kapitalismus, oder an dem Moment waehrend dessen die Kapitalkonzentration so weit fortgeschritten ist, dass die Eigner sowohl der Legislative und der Exekutive vorschreiben koennen, was zu passieren hat.

    Das ist der natuerliche Zustand im dynamischen System Kapitalismus, kurz bevor es in sich zusammenbricht. Dass die Finanzelite auch einen aussergewoehnlichen Einfluss auf andere Aspekte unserer Gesellschaft hat, bedarf schon fast keiner Erlaeuterung mehr. Nur den Oekonomen schmeckt das nicht, weil sie dadurch zuviele unbekannte Variablen bekommen, die die schoenen Formeln ueber den Haufen schmeissen.

    Schumpeter hat den periodisch unausweichlich auftretenden Zusammenbruch als "Kreative Zerstoerung" bezeichnet. Die Erkenntnis ist also nicht neu.

    Was neu ist, ist die wachsende Gruppe von Goldjuengern, die davon ausgehen, dass alles paletti waere, wenn wir wieder eine auf Edelmetall basierende Waehrung einfuehren wuerden. Die Ron Paul Anhaenger gehoeren z.B. dazu. Leider ist das nur der derzeitige Kapitalismus "in gold", und bringt keine fundamentale Aenderung zustande.

    Was wir brauchen ist eine Abkehr vom wachstumsbasierten Wirtschaften. Die Antwort auf diese Frage liefern weder der Sozialismus noch der Kommunismus. Dass es der Kapitalismus nicht ist wusste schon Schumpeter. Der ging naemlich Ende der 40er davon aus, dass der Sozialismus ultimativ triumphieren wuerde.

    Hoffen wir, dass wir die Kurve bald bekommen.

    Leider? Naja. Aber wie heißt denn nun die Kurzform von "Kapitalismus für Arme und Sozialismus für Reiche"? Vielleicht Profitismus?

    Schuldgeld. Das ist es. Je reicher wir sind, umso mehr Schulden sind vorhanden. Wenn wir unsere Schulden reduzieren, schrumpfen die Kapitalstöcke.

    Wie soll dann noch private Vorsorge funktionieren? Brauchen wir wieder 7 Kinder pro Familie, die Großfamilie?

    • klaro
    • 16.11.2011 um 19:41 Uhr

    Wir haben nur bedingt Kapitalismus. Da haben Sie sicher recht. Die Probleme entstehen durch den Staatsinterventionismus, geleitet von Politbeamten, die weder existentiell noch finanziell für diesen Unsinn haften. Im Gegensatz zum klassischen Kapitalisten (urspr. Unternehmer gemäß alter Definition), der mit seinem Vermögen haftet. Haftet jedoch jemals unsere sog. Politelite (Widerspruch in sich)?!

    "Wir haben leider schon lange keinen Kapitalismus mehr."
    So ist es! Der erste Sündenfall wider die marktwirtschaftliche Grundordnung der gesamten Menschheit war in m damaligen West-Deutschland die "soziale Marktwirtschaft", also der Kommunismus light, den es in der "alten" Bundesrepublik bis zur Befreiung Mitteldeutschlands in der friedlichen pro-kapitalistischen Revolution von 1989/90 gab.
    Auch danach haben wir uns leider nicht zu einem radikalen Rückbau des Staates zugunsten marktwirtschaftlicher Strukturen durchgerungen.
    Die gegenwärtige Krise ist eine (und vielleicht die letzte) Chance, endlich den Vollkaskostaat zu beerdigen und die Selbstverantwortung des freiheitlichen Bürgers für sein Leben (und seine Geldbörse) zu stärken.

    • this.
    • 16.11.2011 um 20:35 Uhr

    Unter Kapitalismus verstehe ich immernoch freie Marktwirtschaft, und die hat nichts mit Staatsinterventionen, Kollektivismus, Zentralbanken und Planwirtschaft zu tun.. das sieht man aber, wo man auch nur hinschaut. Selbst in den USA.

    Wenn uns die Krise(n) und die Versager etwas lehren sollten, dann doch dass wir mittlerweile auf den Trichter kommen sollten, dass die Antwort auf alles nicht mehr Staat&Sozialismus, sondern weniger Staat und echter Kapitalismus ist!

    Auf Wunsch entfernt. Die Redaktion/mk

    • Harzer
    • 17.11.2011 um 13:26 Uhr

    ("Kapitalismus?
    Wir haben leider schon lange keinen Kapitalismus mehr.")

    ... genau so, wie die DDR damals Sozialismus hatte ... .

    [...] Wären wir ein kapitalistisches System oder hätte Merkel kapitalistisch reagiert, so hätte der Staat reichlich an der Schuldenkrise verdient!

    Teil entfernt. Bitte achten Sie auf eine sachlichere Wortwahl. Danke, die Redaktion/lv

  2. Erst mal Gratulation zu dem visionären Artikel. Endlich mal eine Autorin, die zu einen sucht, was von depperten Ideologen immer wieder polarisiert wird. 1945 war politischer Konsens, dass Freiheit und Gleichheit, diese gegensätzlichen Ideale der Menschen, nicht getrennt werden dürfen, sondern mit aller Kraft nach vernünftigen Wegen gesucht werden muss beide Werte zu ihrer größtmöglichen Entfaltung zu bringen. Es ging den Gründungsvätern des deutschen Grundgesetzes nicht um "Freiheit und Gerechtigkeit", sondern um "Freiheit und Gleichheit", ein großer Unterschied zwischen Bloch und Camus!

    Wie ist Gleichheit aber zu verwirklichen, wenn in dieser Gesellschaft die Kommodifizierung des Selbst und damit Distinktion zum Ideal erhoben wird und die Gegenposition nicht gewürdigt wird? Der Mensch ist ein Individuum und ein kollektives Wesen. Nur wenn das endlich mal Konsens wird, ist der Zusammenhalt des Großen Ganzen gesichert.

    Wer schätzt heute noch den Aufrechten Gang als gesellschaftliches Ziel im Blochschen Sinne?

    Ich würde gerne mehr Artikel zu Themen lesen, die Einheit als Wert für sich neu begründen.

    48 Leser-Empfehlungen
  3. Einfach Klasse!

    Ein wahrer Lichtblick in der ZEIT. Was ist passiert, dass wir hier einen aufklärerischen Artikel lesen dürfen, der einem Kant alle Ehre macht.

    54 Leser-Empfehlungen
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    Kann mich nur anschließen, ein ausgezeichneter Artikel.

    Ja die ZEIT tut sich in letzter Zeit ungewohnt häufig durch solch kluge Artikel hervor. Weiter so ZEIT!

    kleiner Wehrmutstropfen: "Die Gerechtigkeit ist eine Idee, so alt wie die Menschheit" Das klingt gut ist aber möglicherweise noch nicht ganz richtig. Gerechtigkeit ist vermutlich ein ganz natürliches Bedürfnis, dass sich evolutionär bei besonders sozialen und voneinander abhängigen Lebewesen entwickelt hat. Auch manche Affenarten haben ein Gerechtigkeitsbedürfnis es gab zB ein Experiment da wollte der eine Affe keine Trauben essen wenn der andere Affe nicht auch Trauben bekam. Und wenn der eine Affe Trauben bekam wollte der andere Affe seine Gurken nicht mehr essen obwohl er normalerweise auch Gurken isst. Auch zB Anerkennung ist ein natürliches Bedürfnis fast jeder Mensch möchte von anderen gemocht werden (weil davon evolutionär sein überleben abhing). Wenn diese sozialen Bedürfnisse in unserer Gesellschaftsordnung hinreichend berücksichtigt würden (und keine Kosten mehr externalisiert würden) dann hätten wir aus meiner Sicht schon eine ganz hervorragende Gesellschaft aber das ist noch ein steiniger Weg. Man müsste eigentlich nur die Ideologie ein bisschen hinterfragen und stattdessen mehr gucken was uns die Naturwissenschaften über den Menschen zu sagen hat und dann müssten wir anhand von gesicherten Erkenntnissen schauen wie man eine Gesellschaftsordnung so anpasst, dass sie einerseits für Menschen möglichst artgerecht ist und andererseits langfristig aufrecht erhalten werden kann. That's it. Und eine solche Gesellschaft wäre evtl. nicht nur gerechter, sondern auch freier.

    Kann mich nur anschließen, ein ausgezeichneter Artikel.

    Ja die ZEIT tut sich in letzter Zeit ungewohnt häufig durch solch kluge Artikel hervor. Weiter so ZEIT!

    kleiner Wehrmutstropfen: "Die Gerechtigkeit ist eine Idee, so alt wie die Menschheit" Das klingt gut ist aber möglicherweise noch nicht ganz richtig. Gerechtigkeit ist vermutlich ein ganz natürliches Bedürfnis, dass sich evolutionär bei besonders sozialen und voneinander abhängigen Lebewesen entwickelt hat. Auch manche Affenarten haben ein Gerechtigkeitsbedürfnis es gab zB ein Experiment da wollte der eine Affe keine Trauben essen wenn der andere Affe nicht auch Trauben bekam. Und wenn der eine Affe Trauben bekam wollte der andere Affe seine Gurken nicht mehr essen obwohl er normalerweise auch Gurken isst. Auch zB Anerkennung ist ein natürliches Bedürfnis fast jeder Mensch möchte von anderen gemocht werden (weil davon evolutionär sein überleben abhing). Wenn diese sozialen Bedürfnisse in unserer Gesellschaftsordnung hinreichend berücksichtigt würden (und keine Kosten mehr externalisiert würden) dann hätten wir aus meiner Sicht schon eine ganz hervorragende Gesellschaft aber das ist noch ein steiniger Weg. Man müsste eigentlich nur die Ideologie ein bisschen hinterfragen und stattdessen mehr gucken was uns die Naturwissenschaften über den Menschen zu sagen hat und dann müssten wir anhand von gesicherten Erkenntnissen schauen wie man eine Gesellschaftsordnung so anpasst, dass sie einerseits für Menschen möglichst artgerecht ist und andererseits langfristig aufrecht erhalten werden kann. That's it. Und eine solche Gesellschaft wäre evtl. nicht nur gerechter, sondern auch freier.

  4. Vielen Dank, Frau Finger, habe ich gern gelesen. Ich selbst sehe die Dinge vermutlich radikaler, weil ich denke das es dem Kapitalismus in allen Formen inhärent ist einen Teil der Menschen auszubeuten. Wenn nicht im Land selbst dann an anderen Orten der Welt. Das gefällt mir nicht.
    Tatsächlich wünsche ich mir aber mehr von der Nachdenklichkeit, die im Text durchscheint. Das würde manche verhärtete Diskussionsfront aufweichen und es erleichtern sich über die Welt von morgen produktiv zu streiten.

    35 Leser-Empfehlungen
  5. Jede Alternative zum Kapitalismus heisst Diktatur, und zwar eine, die die arbeitenden Massen systematisch um ihre Arbeit betrügt und alle gleich arm macht (ausser den Parteieliten heisst das natürlich, die sich hinter verschlossenen Toren verschanzen, damit es möglichst niemand merkt).

    Dies heisst dann Gerechtigkeit in den Augen ihrer schafsköpfigen Verfechter.

    Daher muss und wird auch unmittelbar nach einem Systemwechsel zum Sozialimus wieder eine diktatorische Machtstruktur aufgebaut werden, um nicht von den genarrten Massen, die das dann doch eher früher als später merken , wieder weggefegt zu werden

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nichts da, Kapitalismus am Ende, sondern Sozialismus kaputt

    Was ein Glück, dass nach dieser Überschrift die meisten schon nichtmehr weiterlesen werden...

    Ach ja, habe ich vergessen: Kapitalismus ist zwingend auf Schubladendenken und Unwissen angewiesen.

    ...ist der perfekte Beweis für die These des (hervorragenden) Artikels.

    Kaum wird verhalten Kritik am Kapitalismus geäußert, verbeißen Sie sich im Sozialismus und führen dessen Fehlentwicklung an.

    Dass im Artikel von einer Möglichkeit des Suchens nach Zwischenstufen die Rede war, kommt bei Ihnen gar nicht an.

    Was schade ist, denn das macht jede Diskussion sinnlos.

    Vielleicht lesen Sie den Artikel einfach noch einmal ohne ideologische Hasskappe?

    Kapitalismus heisst Diktatur, und zwar eine, die die arbeitenden Massen systematisch um ihre Arbeit betrügt und alle gleich arm macht (ausser den
    Wirtschaftsführren und deren Lobbyistenherr heisst das natürlich, die sich hinter verschlossenen Toren verschanzen, damit es möglichst niemand merkt). So wird ein Schuh draus. Und jede nicht diktatorische Alternative, ist eine zu bedenkende.

    wie Sie mit Ihrem Kommentar demonstrieren, was die Autorin zu Recht als Problem für einen rationalen Diskurs zu diesem Thema anführt. Wer den Kapitalismus kritisiert, wünscht sich nicht automatisch das zurück, was wir als Sozialismus haben untergehen sehen.
    Himmel, zwischen DDR-Diktatur und Diktatur der Märkte muss es doch noch irgendwas geben, was zumindest für die nächsten Jahre und Jahrzehnte taugt und wofür wir uns unseren Ururenkeln gegenüber nicht schämen müssen. Es wäre leichter, diesem "Systemwechsel" gedanklich etwas näher zu kommen, wenn die berechtigte Kritik am aktuellen Wirtschaftssystem nicht so neurotisch und reflexhaft abgewehrt würde.

    Hallo,die Arbeit im sogenannten Sozialismus hat gerade die Arbeit an sich im Kontext der Gesellschaft bezahlt. Ein Akademiker hatte unherheblich mehr im Geldbeutel und gerade die Arbeit wurde mehr bezahlt! Intulektuelle waren mit ungefähr 200 Ostmark pro Monat bei 3 Kindern mehr dabei! Hat irgendeiner von Euch mal echt geforscht, was da passiert ist? Der Artikel stellt so gesund die richtigen Fragen. Bitte mal über die wahre existierende Welt nachdenken, Alternativen anschauen und bedenken! Anstatt immer wieder die Keule rauszuholen! Haben Sie keine Kinder, die dieses Chaos übernehmen MÜSSEN?!!!!

    • Otto2
    • 16.11.2011 um 23:22 Uhr

    So einfach ist es wohl nicht.
    Wie nennen Sie dann eigentlich Diktaturen, in denen das Kapital Privatleuten gehört?
    Beispiele nur nach 1945: Franco in Spanien, die Obristen in Griechenland. Pinochet in Chile, die Diktatur der Militärs in Argentinien, Mubarak in Ägypten, die Apartheid in Südafrika.
    In allen diesen Ländern wurde der Kapitalismus mit Brutalität verteidigt, Gewerkschaften verboten, Gegner, wenn nicht umgebracht, ins Gefängnis geworfen.
    Letzter Hinweis: Was sagen sie zu China? Das Wirtschaftssystem ist ja wohl ein rabiater Kapitalismus - aber Sozialismus heißt das wohl nur in der chinesischen Propaganda.
    Übrigens, die Nazis haben auch keine Kapitalisten enteignet, es sei denn, es waren jüdische Kapitalisten.

    Sie machen genau das, was wir dem Artikel nach ja gerade ueberwinden sollten: das Zurueckfallen in traditionell dichotome Argumentationsmuster von Kapitalismus auf der einen und Sozialismus auf der anderen Seite und die Definition des Einen, ueber die Defizite des Anderen.

    Und "Diktaturen" sind es je nach Ansicht leider beide, mit dem Unterschied, dass - wenn man es sehr holzschnittartig betrachten will - im Kapitalismus die Unterdrueckung und Ausbeutung (anscheinend) nicht an der eigenen Bevoelkerung passiert, sondern sich eben irgendwo anders konzentriert (z.B. Asien).

    Vielleicht muesste man in den Grauzonen nach Antworten suchen.

    Sie vergessen bzw. beachten eines nicht: Der reine Kapitalismus wird früher oder später in einer Diktatur enden, weil der anfangs "bessere", der in der ersten Phase die "schlechteren" überholt einen Vorteil bekommt, den er anschließend ausnutzt, um die nach ihm hervorkommenden "besseren" unter Druck zu setzen und sie für sich arbeiten zu lassen.
    Das führt zu einem Ungleichgewicht, in dem am Ende einer das Monopol hat und dann alle anderen versklaven kann, wie es in den schlimmsten Zeiten der industriellen Revolution der Fall war, eine Situation aus der dann die Werke von Marx resultierten der zum radikalen Gegenschlag aushohlte und auch Geschichten geschrieben wurden, wie jene von Hans Christian Andersen, vom armen Kind, das Streichhölzer verkauft und vom Reichen bei eisiger Kälte an der Türe abgewiesen wird und im Schnee stirbt.
    Nein, Kapitalismus ohne Machtausgleich ist ebenso verheerend, traurig und unmenschlich wie Kommunismus ohne effektive Kontrolle der Staatsorgane.

    "Nichts da, Kapitalismus am Ende, sondern Sozialismus kaputt"

    entweder sie haben den Artikel nicht gelesen oder - schlimmer noch - nicht verstanden. Folgt zwangsläufig auf ein Wischaftsystem wie z.B. der Kapitalismus die Diktatur ?
    Geht natürlich nicht, da sie schon wissen sollten, dass sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein häufiger Fehler übrigens. Auf die Beendigung des Kapitalismus - unter einer z.B. fortdauernden Demokratie - kann natürlich nur ein anderes Wirschaftssystem entstehen. Wenn beides gemeinsam "krachen" gehen sollte und sie meinen es käme eine Diktatur, dann seien sie doch so nett und benennen uns auch noch gleich das dazu entstehende Wirschaftssystem. Dann wird auch offentsichtlicher, dass sie den Artikel verstanden haben.

    Ca. 18 Mio Bundesbürger haben bisher zwei Gesellschaftsordnungen erlebt. Ich glaube schon das es eine mehrzahl davon gibt die immer wieder beide Gesellschaftssysteme miteinander vergleicht. Den einen Niedergang haben wir friedlich erlebt und durchgesetzt. Den aktuelle laufenden Niedergang werden wir nicht so friedlich erleben. Da wir hier bereits in Italien und Griechenland sehen, wenn die Leute auf die Straße gehen was passiert.
    der Geldmann gehtb mit Gewalt gegen seine Gegenüber vor. Er will mit aller Macht seine Stärke präsentieren und dabei geht er über Leichen.

    ...wie einem nach lesen ihres Kommentars gewahr wird, dass sie beim lesen des Artikels ihren Denkapparat auf OFF stellten. Entschuldigung!

    Mann könnte ihren Sätzen einen Wortaustausch vorschlagen und Sie klingen wie Honecker.

    Sie bringen einen zu schmunzeln. Wollten sie das?

    Herzlichst

    Nichts da, Kapitalismus am Ende, sondern Sozialismus kaputt

    Was ein Glück, dass nach dieser Überschrift die meisten schon nichtmehr weiterlesen werden...

    Ach ja, habe ich vergessen: Kapitalismus ist zwingend auf Schubladendenken und Unwissen angewiesen.

    ...ist der perfekte Beweis für die These des (hervorragenden) Artikels.

    Kaum wird verhalten Kritik am Kapitalismus geäußert, verbeißen Sie sich im Sozialismus und führen dessen Fehlentwicklung an.

    Dass im Artikel von einer Möglichkeit des Suchens nach Zwischenstufen die Rede war, kommt bei Ihnen gar nicht an.

    Was schade ist, denn das macht jede Diskussion sinnlos.

    Vielleicht lesen Sie den Artikel einfach noch einmal ohne ideologische Hasskappe?

    Kapitalismus heisst Diktatur, und zwar eine, die die arbeitenden Massen systematisch um ihre Arbeit betrügt und alle gleich arm macht (ausser den
    Wirtschaftsführren und deren Lobbyistenherr heisst das natürlich, die sich hinter verschlossenen Toren verschanzen, damit es möglichst niemand merkt). So wird ein Schuh draus. Und jede nicht diktatorische Alternative, ist eine zu bedenkende.

    wie Sie mit Ihrem Kommentar demonstrieren, was die Autorin zu Recht als Problem für einen rationalen Diskurs zu diesem Thema anführt. Wer den Kapitalismus kritisiert, wünscht sich nicht automatisch das zurück, was wir als Sozialismus haben untergehen sehen.
    Himmel, zwischen DDR-Diktatur und Diktatur der Märkte muss es doch noch irgendwas geben, was zumindest für die nächsten Jahre und Jahrzehnte taugt und wofür wir uns unseren Ururenkeln gegenüber nicht schämen müssen. Es wäre leichter, diesem "Systemwechsel" gedanklich etwas näher zu kommen, wenn die berechtigte Kritik am aktuellen Wirtschaftssystem nicht so neurotisch und reflexhaft abgewehrt würde.

    Hallo,die Arbeit im sogenannten Sozialismus hat gerade die Arbeit an sich im Kontext der Gesellschaft bezahlt. Ein Akademiker hatte unherheblich mehr im Geldbeutel und gerade die Arbeit wurde mehr bezahlt! Intulektuelle waren mit ungefähr 200 Ostmark pro Monat bei 3 Kindern mehr dabei! Hat irgendeiner von Euch mal echt geforscht, was da passiert ist? Der Artikel stellt so gesund die richtigen Fragen. Bitte mal über die wahre existierende Welt nachdenken, Alternativen anschauen und bedenken! Anstatt immer wieder die Keule rauszuholen! Haben Sie keine Kinder, die dieses Chaos übernehmen MÜSSEN?!!!!

    • Otto2
    • 16.11.2011 um 23:22 Uhr

    So einfach ist es wohl nicht.
    Wie nennen Sie dann eigentlich Diktaturen, in denen das Kapital Privatleuten gehört?
    Beispiele nur nach 1945: Franco in Spanien, die Obristen in Griechenland. Pinochet in Chile, die Diktatur der Militärs in Argentinien, Mubarak in Ägypten, die Apartheid in Südafrika.
    In allen diesen Ländern wurde der Kapitalismus mit Brutalität verteidigt, Gewerkschaften verboten, Gegner, wenn nicht umgebracht, ins Gefängnis geworfen.
    Letzter Hinweis: Was sagen sie zu China? Das Wirtschaftssystem ist ja wohl ein rabiater Kapitalismus - aber Sozialismus heißt das wohl nur in der chinesischen Propaganda.
    Übrigens, die Nazis haben auch keine Kapitalisten enteignet, es sei denn, es waren jüdische Kapitalisten.

    Sie machen genau das, was wir dem Artikel nach ja gerade ueberwinden sollten: das Zurueckfallen in traditionell dichotome Argumentationsmuster von Kapitalismus auf der einen und Sozialismus auf der anderen Seite und die Definition des Einen, ueber die Defizite des Anderen.

    Und "Diktaturen" sind es je nach Ansicht leider beide, mit dem Unterschied, dass - wenn man es sehr holzschnittartig betrachten will - im Kapitalismus die Unterdrueckung und Ausbeutung (anscheinend) nicht an der eigenen Bevoelkerung passiert, sondern sich eben irgendwo anders konzentriert (z.B. Asien).

    Vielleicht muesste man in den Grauzonen nach Antworten suchen.

    Sie vergessen bzw. beachten eines nicht: Der reine Kapitalismus wird früher oder später in einer Diktatur enden, weil der anfangs "bessere", der in der ersten Phase die "schlechteren" überholt einen Vorteil bekommt, den er anschließend ausnutzt, um die nach ihm hervorkommenden "besseren" unter Druck zu setzen und sie für sich arbeiten zu lassen.
    Das führt zu einem Ungleichgewicht, in dem am Ende einer das Monopol hat und dann alle anderen versklaven kann, wie es in den schlimmsten Zeiten der industriellen Revolution der Fall war, eine Situation aus der dann die Werke von Marx resultierten der zum radikalen Gegenschlag aushohlte und auch Geschichten geschrieben wurden, wie jene von Hans Christian Andersen, vom armen Kind, das Streichhölzer verkauft und vom Reichen bei eisiger Kälte an der Türe abgewiesen wird und im Schnee stirbt.
    Nein, Kapitalismus ohne Machtausgleich ist ebenso verheerend, traurig und unmenschlich wie Kommunismus ohne effektive Kontrolle der Staatsorgane.

    "Nichts da, Kapitalismus am Ende, sondern Sozialismus kaputt"

    entweder sie haben den Artikel nicht gelesen oder - schlimmer noch - nicht verstanden. Folgt zwangsläufig auf ein Wischaftsystem wie z.B. der Kapitalismus die Diktatur ?
    Geht natürlich nicht, da sie schon wissen sollten, dass sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein häufiger Fehler übrigens. Auf die Beendigung des Kapitalismus - unter einer z.B. fortdauernden Demokratie - kann natürlich nur ein anderes Wirschaftssystem entstehen. Wenn beides gemeinsam "krachen" gehen sollte und sie meinen es käme eine Diktatur, dann seien sie doch so nett und benennen uns auch noch gleich das dazu entstehende Wirschaftssystem. Dann wird auch offentsichtlicher, dass sie den Artikel verstanden haben.

    Ca. 18 Mio Bundesbürger haben bisher zwei Gesellschaftsordnungen erlebt. Ich glaube schon das es eine mehrzahl davon gibt die immer wieder beide Gesellschaftssysteme miteinander vergleicht. Den einen Niedergang haben wir friedlich erlebt und durchgesetzt. Den aktuelle laufenden Niedergang werden wir nicht so friedlich erleben. Da wir hier bereits in Italien und Griechenland sehen, wenn die Leute auf die Straße gehen was passiert.
    der Geldmann gehtb mit Gewalt gegen seine Gegenüber vor. Er will mit aller Macht seine Stärke präsentieren und dabei geht er über Leichen.

    ...wie einem nach lesen ihres Kommentars gewahr wird, dass sie beim lesen des Artikels ihren Denkapparat auf OFF stellten. Entschuldigung!

    Mann könnte ihren Sätzen einen Wortaustausch vorschlagen und Sie klingen wie Honecker.

    Sie bringen einen zu schmunzeln. Wollten sie das?

    Herzlichst

  6. Wow, endlich mal was richtig Intelligentes zum Thema Sozialismus und Kapitalismus!
    Ich verneige mich vor dem Herrn Eberle. Es stimmt mich fröhlich, dass es hier und da junge Historiker gibt, die sich durch die Schuttberge von 20 Jahren amtlicher bundesdeutscher Demagogie gegenüber der DDR hindurchgraben, um zu wesentlichen Ursachen des Zusammenbruchs der DDR vorzustoßen.

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  7. Machiavelli hat diese Fragen schon politisch gelöst.

    • goddi
    • 16.11.2011 um 18:52 Uhr

    "Der Sozialismus wehrte alle Kritik ab – und ging unter. Warum begreifen die Kapitalisten nicht, dass ihnen das gleiche Schicksal droht?"

    Ich glaube, das haben alle schon begriffen.

    Man kann nicht ewig Schulden abzahlen indem man woanders welche macht. Das führt nicht nur bei Hinz und Kunz zum "Offenbacher".

    Das Geld gibt es gar nicht. Es sind Schulden im Umlauf.
    Euro sind Schulden.

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