Rechsextremismus Bullerbü in braun
In Mecklenburg-Vorpommern sind in Kindergärten und Schulen Rechtsextreme auf dem Vormarsch. Viele Eltern sind hilflos
Nachts in ihrem Bett, wenn sie die Augen schließt, sieht Janine Kumpf Hakenkreuze. Die Nächte im Süden Mecklenburg-Vorpommerns sind schlimm, doch die Tage sind schlimmer. Wenn Janine Kumpfs Tochter am Frühstückstisch quengelt, sie würde so gerne auf diese Wintersonnwendfeier gehen; wenn sie dann in ihre Kindertagesstätte fährt, und da bringt wieder eine dieser Mütter ihren Bodomar oder ihre Gunhilde in den Morgenkreis; wenn sie mitbekommt, dass diese Mutter im Weggehen andere Eltern einlädt zu einem Vortrag über artgerechte Ernährung – dann hat Janine Kumpf schon »die Schnauze voll von dieser braunen Soße. Das ist so was von bedrohend, ich weiß nicht, wo das hinführen soll.«
Janine Kumpf heißt nicht Janine Kumpf. Ihr Name und wo sie arbeitet – das darf hier nicht stehen. Ihr Mann hätte ihr am liebsten verboten, mit der Zeitung zu reden. »Am Ende zünden die uns noch das Haus an«, hat er gesagt. Aber die Frau, die hier Janine Kumpf heißen soll, findet: »Wenn aus Angst alle den Mund halten, dann haben die doch auf ganzer Linie gesiegt.«
»Die« – das sind die Rechtsextremen. Die aus Mecklenburg-Vorpommern eine Art Toskana für Neonazis gemacht haben: NPD-Kader in der Nähe von Ludwigslust. Völkische Siedler in den Dörfern um Güstrow. Schlägertrupps aus der Kameradschaftsszene in Vorpommern. Und sie alle ziehen in Krippen, Schulen und Jugendklubs ihren Nachwuchs heran, die nächste Generation.
Wenn Janine Kumpf von »uns« spricht, dann meint sie die wenigen Erzieherinnen und Mütter, die sich dagegen wehren. Janine Kumpf – große Brille, große Klappe, großes Herz – arbeitet in einer Kindertagesstätte in Mecklenburg-Vorpommern. In einer Gegend mit einem Dutzend Seen, bescheidenen Backsteinkirchen, verträumten Gehöften, üppigen Wiesen. Keine schlechte Gegend, um Kinder großzuziehen, ein deutsches Bullerbü.
Janine Kumpf erzählt von einem Jungen aus ihrer Kita, nennen wir ihn Thore. Ein paar Jahre ist es her, als Thores Eltern ihn das erste Mal brachten: »Ein Sonnenscheinkind, immer lieb«, sagt Janine Kumpf. Doch etwas war komisch an Thore und seinen Eltern. Er durfte nicht mit den anderen Kindern essen, brachte seine eigenen Körner mit und später auch die eigene Steinmühle. Und diese Kleidung aus grobem Leinen, die kurzen Hosen – auch an kalten Herbsttagen.
Dann kam Thores Geburtstag. Geburtstagskinder dürfen sich bei Frau Kumpf ein Lied wünschen, das dann alle singen. Thore wünschte sich Der Mond ist aufgegangen. »Aber der sang das in so ’ner völkischen Version, wo es nur um Kampf und Blut und Krieg ging. Da gingen mir die Ohren auf«, sagt Janine Kumpf.
Sie drohte Thores Vater mit dem Jugendamt. Keine zwei Wochen später war Thore von der Kita abgemeldet, seitdem hat sie ihn nie mehr gesehen. Sie ist froh, ihn los zu sein, und gleichzeitig erschüttert. Welche Erzieherin gibt schon gerne ein Kind an eine Nazi-Sekte verloren?
Kinder, die von Kampf und Blut singen? Die von ihren Eltern das Essen verboten bekommen und im Winter kurze Hosen tragen, als würden die nordischen Namen sie abhärten gegen Hunger und Kälte? Die vom »T-Hemd« reden statt vom »T-Shirt«, von »Gemüsetorte« statt von »Pizza«? Die, wenn sie gefragt werden, was sie einmal werden wollen, sagen: »Ich werde, was auch immer mein Vaterland von mir verlangt«?
Janine Kumpf hat sich schlau gemacht über die Eltern solcher Kinder, die Anfang der neunziger Jahre in die Mecklenburgische Schweiz kamen. Sogenannte Artamanen, die sich als »Hüter deutscher Scholle« sehen, als eine Art arischer Landadel, wie es ihn schon einmal in den dreißiger Jahren hier gab. Heinrich Himmler und Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß gehörten zu ihnen. Sie tragen altmodische Kleidung, die Männer Zimmermannshosen und Fischerhemden, die Frauen Leinenkleider. Familien mit vier, fünf Kindern. Ein Leben im, wie sie sagen würden, »völkisch-nationalen Widerstand«.
Es ist ein Kampf. Ein Kampf zwischen Frauen wie Frau Kumpf und Eltern wie denen von Thore. Ein Kampf um die Krippen, um die Schulen, um die Jugendklubs, um die Ausbildungsbetriebe. Um die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, die Fußballvereine und Musikfestivals. Ein Kampf zwischen einer demokratischen, aber oft verängstigten Mehrheit und einer völkischen bis offen neonationalsozialistischen, gläubigen Minderheit. Ein Kampf, der nirgends so erbittert geführt wird wie in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Braunen machen sich breit. Und sie verhehlen ihre Absicht nicht: »Wir dürfen nicht weiterhin die Bereiche Bildung und Erziehung den Etablierten überlassen. Unser Ziel muss es sein, einer charakterfesten, gesunden und allgemeingebildeten deutschen Jugend Raum zur Entfaltung ihrer Potenziale zum Wohle des gesamten Volkes zu geben«, heißt es in einem Artikel der NPD-Zeitung Deutsche Stimme . »Eine Rückbesinnung auf bewährte Inhalte und Strukturen« wird dort verlangt.
Aber was sollen Eltern tun, wenn der eigene Bub sich mit einem Sohn dieser Nazis anfreundet? Ist es hysterisch, wenn man der Tochter die Sonnwendfeier verbietet, auf die doch alle anderen in der Klasse gehen? Ist die Mutter gleich eine Nazibraut, weil sie ihr blondes Zöpfchenmädchen nicht impfen lässt und das mit Gefasel von Abhärtung und Stärkung der Volksgesundheit begründet? Und selbst wenn man weiß, dass die Eltern von Arwind und Freya für die NPD auf der Gemeinderatsliste stehen: Wie geht man damit um? Lässt man sie beim Wandertag die Kinder begleiten?
Es geht ja nicht nur um den Umgang mit den Artamanen, die man als besorgte Eltern wenigstens noch am Äußeren erkennen kann. Es geht um die Neonazis von nebenan, die sich an Kinder heranmachen – und so die gesellschaftliche Mitte umarmen. Einschlägig engagierte Eltern bieten völkische Näh-, Koch- und Tanzkurse an. NPD-Funktionäre lassen sich in die Elternbeiräte wählen. Ihre Frauen laden zum Kinderyoga ein, bringen Interessierten »alte Haushaltspraktiken« bei. Oder sie versuchen, wie NPD-Mitglied Mattias Schubert in Bartow im Kreis Demmin, gleich die Leitung einer Krippe zu übernehmen.
An der Regionalschule von Ueckermünde haben sie einen Jungen zum Schülersprecher gewählt, der Schüler als »der deutschen Rasse unwürdig« befindet und auf dem Stadtfest »Heil Hitler« ruft. Schüler, Lehrer und Eltern loben ihn als vorbildlichen Ordnungshüter.
Die Gemeinde Bargischow in Vorpommern hat den Jungs mit den Springerstiefeln gleich den Schlüssel für den blauen Flachbau in die Hand gegeben, das ist der Jugendklub. »Dann stehen sie nicht auf der Straße herum«, sagt der ehemalige Bürgermeister André Stegemann, im Hauptberuf Polizist.
Es gibt, schreibt der Verfassungsschutz, im dünnstbesiedelten Mecklenburg-Vorpommern gut zwei Dutzend rechtsextremistische Szeneläden und rechtsextreme Internethändler, mindestens einmal im Monat findet irgendwo ein Rechtsrock-Konzert statt.
Braun tragen, braun hören – und dann auch braun denken: Eine Umfrage am Goethe-Gymnasium Ludwigslust hat ergeben, dass 87 Prozent der Mädchen und 78 Prozent der Jungen keinen Juden oder keine Jüdin als Freund oder Freundin haben wollen. Bei der Landtagswahl im September haben 13 Prozent der Wähler unter 29 für die NPD gestimmt – so viele wie auch für die Grünen.
Warum ausgerechnet Mecklenburg-Vorpommern? Warum hat es hier die NPD bei der Landtagswahl 2006 aus dem Stand auf 59000 Stimmen (7,3 Prozent) geschafft? Und warum hat sie im September die meisten ihrer Mandate in Landtag (6,0 Prozent), Kommunalparlamenten und Kreisräten verteidigt? Wieso hat es die Polizei hier täglich mit einer rechtsextremistischen Straftat zu tun? Warum klebt hier zum Jahrestag des Kriegsendes an vielen Laternenpfählen ein Aufkleber »8.Mai 45 – Tag der Schande«? Warum all die Ferienlager, Kinderfeste, Sonnwendfeiern? Warum das alles in Mecklenburg-Vorpommern?
Wegen der letzten 700 Jahre. Wegen der letzten 70 Jahre. Und wegen der letzten 20 Jahre.
Freie Bauern gibt es in Ostelbien seit dem Dreißigjährigen Krieg nicht mehr. Der Boden ist von jeher in der Hand von Großgrundbesitzern, die Landbewohner waren jahrhundertelang Leibeigene. Karl-Georg Ohse, Einheimischer, Vater und bis vor Kurzem Chef des Regionalzentrums für demokratische Kultur in Ludwigslust, sagt: »Es gibt hier immer noch eine hohe Affinität zu autoritären Strukturen. Ketten von Befehl und Gehorsam haben sich hier über Jahrhunderte gehalten.« Die DDR-Zeit verhieß Aufbruch. Man siedelte Industrieunternehmen und Armeestützpunkte an, Mecklenburg-Vorpommern hatte 1989 die jüngste Bevölkerung aller Bundesländer. Heute ist es die älteste. Die Demokratie hat den Menschen babypoglatten Straßenasphalt gebracht, McDonald’s und Nutella. Und dennoch fehlt etwas.
Ein Land, das sich über jeden selbst gebackenen Kuchen, über jeden von Eltern gestrichenen Kitazaun freuen muss – selbst wenn die manchmal merkwürdige Ansichten haben. Einen solch fruchtbaren Boden für ihre braune Saat müssten die NPD und ihre Kader eigentlich erfinden – wenn es ihn nicht schon gäbe. So freut sich der NPD-Kreisverband Westmecklenburg auf seiner Internetseite über das »wachsende nationale Wurzelgeflecht«. Der Landeschef sagt: »Es wohnen sehr viele Nationale in Mecklenburg und in Pommern. Wir arbeiten daran, dass es mehr werden.«
Und die Nichtbraunen, was tun sie dagegen? Und was nützt das, was sie tun?
Sozialministerin Manuela Schwesig wollte vergangenes Jahr, nachdem die gescheiterte NPD-Übernahme jener Kita in Bartow bekannt wurde, zeigen: Die Politik handelt. Daraus wurde ein Erlass, wonach alle Betreiber von Kindertagesstätten unterschreiben müssen, dass sie für das Grundgesetz einstehen.
Die Braunen per Ministerialerlass stoppen? Da muss selbst Stefan Köster lächeln. Köster, 38, groß, blond, schlank, höflich und redegewandt, ist ein Mann, den man gerne in der eigenen Volleyballmannschaft hätte oder im Elternbeirat. Wenn er nicht Bundesgeschäftsführer, Landesvorsitzender und Landtagsabgeordneter der NPD wäre. (Und wenn er nicht 2004 mit drei NPD-Kameraden auf eine am Boden liegende Frau eingetreten hätte und dafür wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden wäre.) Köster also sitzt manierlich auf dem grünen Sofa der NPD-Geschäftsstelle in Lübtheen und sagt: »Der Erlass ist ein absoluter Rohrkrepierer. Da handelt es sich um eine politisch gewollte Ausgrenzungsstrategie, die mich sehr stark an das erinnert, was heutzutage über die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts berichtet wird.« Hinter ihm hängt ein Parteiplakat in den Farben der Reichskriegsflagge: »Vaterland, Muttersprache, Kinderglück!«. Es gebe gravierende Probleme im Land: Kindern, die nicht mal vernünftig Deutsch könnten, werde mit aller Gewalt Polnisch oder Englisch beigebracht. Kitapersonal werde viel zu schlecht bezahlt. Und dennoch, so Köster, »unterhält der Staat eine ganze Batterie von Sozialpädagogen und anderen armseligen Gestalten, die nichts anderes tun, als gegen uns zu hetzen? Das ist gefährlich!«
Die Chefin einer Kita, in der einige Promis der rechtsextremen Szene ihre Kinder angemeldet haben, sagt: »Der Erlass setzt ein Zeichen, aber auch nicht viel mehr. Wenn es hart auf hart kommt, dann nützt der Erlass nichts.« Ähnliche Erlasse gibt es für die Feuerwehren, die Sportklubs, die Verwaltung. Aber es gibt noch mehr, womit man sich in Mecklenburg-Vorpommern gegen die Rechten zur Wehr setzt, fünf Regionalzentren für demokratische Kultur zum Beispiel. Sie legen Flyer für Lehrer und Kitaleiter aus, und wer sie anruft, wird geschult im Kampf gegen Rechts. Wie eine Lebensrune aussieht, wie man per Hausordnung Springerstiefel verbieten kann, solche Dinge. Es gibt ein »Demokratie und Toleranz«-Programm des Landesverbandes der Schullandheime. Es gibt einen Bus der Landeszentrale für politische Bildung, der über die Dörfer fährt und dort die Demokratie erklärt. Es gibt, organisiert vom Demokratieladen in Anklam, Jungbürgerversammlungen, bei denen Jugendliche Fragen an den Bürgermeister stellen dürfen. Es gibt in Wolgast zwei Brüder, die eine – wenn man so will: antibraune – Football-Mannschaft und ein Fitnessstudio gegründet haben. Muckis gegen Nazis. Es gibt Konzerte gegen Rechts, wie jenes kurz vor der Landtagswahl in Schwerin. Das aber hat so viel gekostet wie zwei Jugendklubs ein ganzes Jahr lang.
Jochen Schmidt, Chef der Landeszentrale für politische Bildung, verteidigt solche Sachen. Seine Tochter war auch bei dem Konzert. Aber Schmidt weiß auch, Zivilcourage in der Stadt zu zeigen, auf einer Demo, das ist das eine. Aber sich auf dem Dorf gegen den Nachbarn zu exponieren, nur weil der einen HJ-Scheitel trägt und abends schräges Liedgut singt, das ist etwas anderes. Vor allem, wenn seine Freunde groß, blond, stark sind und Springerstiefel tragen. Und wo die Frau doch so leckeren Kuchen für die Grundschule bäckt.
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- Datum 18.11.2011 - 13:46 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 17.11.2011 Nr. 47
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Wenn ich dies als Deutscher im Ausland lese, frage ich mich den Rest des Tages einmal mehr, wie man das wohl seinen Freunden und Bekannten erklärt, wenn sie mich fragen werden.
Aber sicher wird irgendjemand in den nächsten Tagen "die" Erklärung finden, weshalb auch die im Artikel beschriebenen Zustände nichts mit der Grundlage auf der Nazis gedeihen und wachsen und irgendwann morden zu tun hat.
Frau Schröders bundesministerielle gesitige Brandstiftungen à la "Deutschenfeindlichkeit" wird weiter akzeptiert und auch ansonsten gilt: Bald Weihnachten, bitte nicht stören.
Oder?
Wenn man sich auch eingestehen könnte, das in der Realität beides existiert.
Sowohl ein besorgniserregender Rassismus und auch eine Deutschenfeindlichkeit.
Manch enges Schwarz-Weiß-Denken mag sich vielleicht gut anfühlen, dann aber nur solange man es nicht zuende denkt.
Denn was bitte, was bitte soll man denn am Ende mit denen machen, die "falsch" denken?
Eine Endlösung finden?
Und eine "Deutschenfeindlichkeit", die lässt sich schon finden und ist doch genauso wenig richtig wie die Feindlichkeiten von rechter Seite.
pS. Wundert mich eh immer, dass Deutsche als Kartoffeln dargestellt werden, dabei ist unser Verhältnis zum Wort "Scheiße" in allen Variationen doch viel deutscher als es die Kartoffel je sein könnte.
Die s.g. Neonazi werden dort aktiv, wo der Staat und sein Beamtenstadl sich zurückgezogen haben: Kindergartenbetreuung, Jugendarbeit und Betreuung der Alten. Ist im Übrigens nichts Neues, so erarbeiten sich auch die hier immer hochgelobten Friedenskämpfer der Hamaz und Hezbollah den Rückhalt in der Bevölkerung.
Wenn ich meinen Kollegen hier in Sask.erzähle wie die breite Masse (Niedriglohn, prekäre Arbeitsverhältnisse, Probleme Stellen zu bekommen wenn man über 40 ist) in D-land ausgebeutet wird, dann schütteln die den Kopf und verstehen warum die Rechten auf dem Vormarsch sind und das die ganze "Panikmache" nur dazu da ist, von den wirklichen Problemen abzulenken.
Es gibt immer eine Ursache für eine Wirkung, mal drüber nachdenken.
Ich verweise ausdrücklich auf die Konzentration derartiger Soße in den Ländern der ehemaligen SED-Diktatur. Ich verweise ein weiteres Mal auf die nicht aufgearbeitete Vergangenheit dort der Stasi-Mitarbeiter und darauf, dass Gewaltbereitschaft mit Ausgrenzung und Ausschluss von "anderen", also meist Schwächeren die Fortsetzung dessen ist, was die DDR war - da spielt diese oder jene Ideologie keine Rolle, es ist dasselbe - Hauptsache, sie bietet Geheimbund- und Ausschlusspotenzial. Auf diesen Prinzipien basierte die DDR.
In welchen Ländern gibt es solche Ecken denn nicht? Schaut man sich bei unseren Nachbarn, egal ob im Osten oder Westen, um, läuft es einem deutlich mehr eiskalt den Rücken runter. Und die "Kameraden" nun als Resultat eines angeblich erfundenen Problems, das als Deutschenfeindlichkeit bekannt ist, darzustellen, ist schon absurd. Gewalt und Verachtung gegen andere Volksgruppen gibt es leider. Wer das Opfer ist, ist dabei egal. Er ist ein Opfer und das sollte so gut wie möglich verhindert werden. Das ist aber weder ein deutsches noch ein Phänomen der hier lebenden Migranten.
(Wobei man sich im Ausland die neue Heimat stets damit schöner macht, indem man die alte Heimat, die man aus persönlichen Gründen verließ und sein Glück woanders erhofft/herbeisehnt, entsprechend sehen will. Das ist kein Vorwurf, sondern nur menschlich. Mache ich auch nicht anders in Deutschland.)
Wenn man sich auch eingestehen könnte, das in der Realität beides existiert.
Sowohl ein besorgniserregender Rassismus und auch eine Deutschenfeindlichkeit.
Manch enges Schwarz-Weiß-Denken mag sich vielleicht gut anfühlen, dann aber nur solange man es nicht zuende denkt.
Denn was bitte, was bitte soll man denn am Ende mit denen machen, die "falsch" denken?
Eine Endlösung finden?
Und eine "Deutschenfeindlichkeit", die lässt sich schon finden und ist doch genauso wenig richtig wie die Feindlichkeiten von rechter Seite.
pS. Wundert mich eh immer, dass Deutsche als Kartoffeln dargestellt werden, dabei ist unser Verhältnis zum Wort "Scheiße" in allen Variationen doch viel deutscher als es die Kartoffel je sein könnte.
Die s.g. Neonazi werden dort aktiv, wo der Staat und sein Beamtenstadl sich zurückgezogen haben: Kindergartenbetreuung, Jugendarbeit und Betreuung der Alten. Ist im Übrigens nichts Neues, so erarbeiten sich auch die hier immer hochgelobten Friedenskämpfer der Hamaz und Hezbollah den Rückhalt in der Bevölkerung.
Wenn ich meinen Kollegen hier in Sask.erzähle wie die breite Masse (Niedriglohn, prekäre Arbeitsverhältnisse, Probleme Stellen zu bekommen wenn man über 40 ist) in D-land ausgebeutet wird, dann schütteln die den Kopf und verstehen warum die Rechten auf dem Vormarsch sind und das die ganze "Panikmache" nur dazu da ist, von den wirklichen Problemen abzulenken.
Es gibt immer eine Ursache für eine Wirkung, mal drüber nachdenken.
Ich verweise ausdrücklich auf die Konzentration derartiger Soße in den Ländern der ehemaligen SED-Diktatur. Ich verweise ein weiteres Mal auf die nicht aufgearbeitete Vergangenheit dort der Stasi-Mitarbeiter und darauf, dass Gewaltbereitschaft mit Ausgrenzung und Ausschluss von "anderen", also meist Schwächeren die Fortsetzung dessen ist, was die DDR war - da spielt diese oder jene Ideologie keine Rolle, es ist dasselbe - Hauptsache, sie bietet Geheimbund- und Ausschlusspotenzial. Auf diesen Prinzipien basierte die DDR.
In welchen Ländern gibt es solche Ecken denn nicht? Schaut man sich bei unseren Nachbarn, egal ob im Osten oder Westen, um, läuft es einem deutlich mehr eiskalt den Rücken runter. Und die "Kameraden" nun als Resultat eines angeblich erfundenen Problems, das als Deutschenfeindlichkeit bekannt ist, darzustellen, ist schon absurd. Gewalt und Verachtung gegen andere Volksgruppen gibt es leider. Wer das Opfer ist, ist dabei egal. Er ist ein Opfer und das sollte so gut wie möglich verhindert werden. Das ist aber weder ein deutsches noch ein Phänomen der hier lebenden Migranten.
(Wobei man sich im Ausland die neue Heimat stets damit schöner macht, indem man die alte Heimat, die man aus persönlichen Gründen verließ und sein Glück woanders erhofft/herbeisehnt, entsprechend sehen will. Das ist kein Vorwurf, sondern nur menschlich. Mache ich auch nicht anders in Deutschland.)
Ich wünsche mir eine Diskussion um die klassischen Argumentationsstrategien der Braunen, die hier im Artikel anklingen und die sehr verbreitet sind, kam mehr aus den Foren wegzudenken.
Dass man keine Mecklenburgische Provinz braucht, um darauf reinzufallen, zeigt sich selbst hier im Forum immer wieder. Auch hier tauchen, oft nur schlecht versteckt - bestimmte suggestive Fragen, Relativierereien, Hetzereien, Unterstellungen immer wieder auf - ganz wie im Artikel beschrieben.
Die sind geschult, aber die liberale Öffentlichkeit meist nicht.
Dringende Frage: Wie gehen Zeitredakteure damit um, dass "nettiuette" auch mit Scheinargumenten, pseudosubjektiver Empörung oder "Fragen" voller Unterstellungen hintergangen wird und kann? Ich beobachte fast jeden Tag, wie unbedarft Zeitleser/inn/en hier auf klassische rechtsaußen Thesen - etwas verpackte, klar - brav argumentierend eingehen. Und wie die Zustimmungspunkte enorm steigen, wenn Schnittmengen mit der allgemeinen Vorurteilsstruktur gefunden werden.
Ihre Darstellung deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung.
Es hat sich bei mir leider ein Eindruck verfestigt, daß "Ausgewogenheit" zu dem führt, was auch Frau Schröder anrichtet.
Ich schreibe dies ganz bewußt so und als Statement für die Einsicht, daß unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auch unterschiedlich (zB) in einem Forum moderiert werden müssen, wenn man ihnen gerecht werden möchte.
Im Pronzip folgt das der Logik des BVerfG, die es in seinem berühmtem "Ungleichheitsparadigma" formulierte.
Wer diese Einsicht nicht grundsätzlich verinnerlicht - deshalb das Beispiel mit der FRau BM Schröder - macht Fehler, wie sie es tut. Der versteht derartige Debatten in Foren als konkurrierende gleichwertige Meinungen, bei jenen man als Moderation um Ausgewogenheit sich bemühen muß. - Dem ist aber nicht so.
Und solange es hier kein Umdenken der Online Redaktion gibt, oder diese sich erklärt (so das man das Verhalten verstehen kann), sollte dieses Forum m.E. nur noch für Statements, aber nicht mehr für Diskussionen genuttzt werden. Jedenfalls nicht mit den "Freunden der PI" und Co.
Dann bleiben diese Meinungen eben alle unwidersprochen hier stehen - ich wette: Das ist der Redaktion schneller peinlich als uns, Gorgo.
"suggestive Fragen, Relativierereien, Hetzereien, Unterstellungen...ganz wie im Artikel beschrieben."
Damit konfrontiert zu werden, ist doch ein guter Lerneffekt, oder? Denken muss man schon selbst. Du tust es ja offensichtlich auch, vermutlich traust du es anderen nicht zu?
"Dringende Frage: Wie gehen Zeitredakteure damit um, dass "nettiuette" auch mit Scheinargumenten, pseudosubjektiver Empörung oder "Fragen" voller Unterstellungen hintergangen wird und kann?"
Das ist der typische Ausweichmechanismus bei Zensur, unabhängig vom Thema. Das wirst du nie los, es sei denn du lässt Meinungsäußerungen nur noch als multiple-choice zu. Tendenziell frustrierst du damit aber alle anderen die unschuldig Opfer von Zensur werden oder das Gefühl haben, nur noch einseitige Äußerungen zu hören.
"Die sind geschult ... Öffentlichkeit meist nicht."
Ja, die konzentriert sich lieber auf Äußerlichkeiten und Lippenbekenntnisse, leider.
"Ich beobachte fast jeden Tag, wie unbedarft Zeitleser/inn/en hier auf klassische rechtsaußen Thesen ...brav argumentierend eingehen"
Fragt sich, wer hier unbedarft ist. Jemanden aufgrund einer Äußerung in eine Ecke zu stellen ist selbst schon diskriminierend und raubt ihm die Möglichkeit seine Meinung zu ändern.
(Rechte) Trolle gehen nicht auf Argumente ein, sondern rabulisieren. Wer hingegen argumentiert, ist prinzipiell auch überzeugbar. Eine Meinung ist nicht per se schlecht, weil du sie nicht teilst, du musst sie schon auch verteidigen können.
Bin in letzter Zeit genau den von Ihnen hier beschriebenen Techniken der Verunsicherung auf der Spur. Wuerde mich immens freuen, wenn die Zeit hierueber recherchiert und schreibt. Das ist ein wichtiger Baustein fuer die Aufklaerung und das Erkennen von zweifelhaften Motiven. Bitte!
Kann man eigentlich user- Namen aendern? Meiner ist mir in diesen Tagen langsam zu blondzopfen.
Danke, liebe Grete, bleiben Sie doch einfach so, wie sie sind. Ich finde es gut, wenn man nicht gleich am Namen erkennen kann, wes Geistes Kind jemand ist
beste Grüße,
Gorgo
Angela, Danke für die Antwort.
Ich schrieb, ich wolle eine DISKUSSION über den Umgang mit rechten Vernebelungs- und Relativierungsstrategien in Foren (auch hier). Ich schrieb nirgendwo, dass ich als "Lösung" Zensur anstrebe, tatsächlich habe ich nicht einmal eine "Lösung" vorgeschlagen. Den Begriff Zensr haben allein Sie eingebracht - warum, ist mir nicht ganz klar.
Ich habe schon gar nicht geschrieben, dass Leute, die eine andere Meinung als ich haben, zensiert werden sollten. Wiederum haben Sie allein diesen Gedanken eingebracht.
M. E. ist es nötig, dass man scheinargumentative Strategien von Rechtsradikalen - ich hoffe, sie bestreiten nicht, dass es sie gibt und dass sie oft hoch manipulativ sind - offen analysiert, die z.B. die Morde an Ausländern relativieren, vermeintlich "aufrechnen" etc.
Ich wünsche mir, dass die Zeit-Online regelmäßig manipulative Versuche der Pauschalisierung offenlegt: D.h. zunächst Recherchiert, wo, von wem sie eingebracht werden (das kann man, indem man in rechten Medien mal so sieht, wie dort diskutiert wird), also herausarbeitet, welche Muster der Vernebelung wiederkehren, was die innere Logik der Verdrehung ist.
Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass jeder Thread alles veröffentlichen muss, was da so reingestellt wird. Ich denke z.B., dass es richtig ist, Hetze hier nicht reinzustellen. Meinten Sie dies mit "Zensur", die sie nicht möchten? Oder sprechen wir von unterschiedlichen Dingen?
> Auch hier tauchen, oft nur schlecht
> versteckt - bestimmte suggestive Fragen,
> Relativierereien, Hetzereien, Unterstellungen
> immer wieder auf - ganz wie im Artikel
> beschrieben.
Ich weiß ja nicht. Im Prinzip gebe ich Ihnen ja Recht, aber wieso in Gottes Namen "versteckt"? Hier ist der Propalästinensismus, der Anti-USraelismus, der Hass auf das eigene bürgerliche Scheißsystem, die Dauerunterstellung eines Faschismus an so gut wie alle Vertreter unseres Gemeinwesens - zum Beispiel beim Thema "Datenschutz" bzw. angeblichem Missbrauch desselben -, hier ist die Dauerunterstellung des wahllosen Tötens von Männern, Frauen und Kindern aus x-beliebigen Gründen wie der Geostrategie oder dem schnöden Mammon an - ja eigentlich jeden Unternehmer und jeden, selbigem selbstverständlich hörigen Politiker -, ist die rot-braune Primitivparole "Blut für Öl", sind Dauerdenunziation und grenzenloser Hass derart unverholen und an der Tagesordnung, dass ich mich frage, wie Sie das eigentlich meinen.
"Ich beobachte fast jeden Tag, wie unbedarft Zeitleser/inn/en hier auf klassische rechtsaußen Thesen - etwas verpackte, klar - brav argumentierend eingehen. Und wie die Zustimmungspunkte enorm steigen, wenn Schnittmengen mit der allgemeinen Vorurteilsstruktur gefunden werden."
Einfach super!!! Genau das, was man immer beobachten kann, vorallem, wenn es um Rechtsextremismus und Türken bzw. Türkeibetreffende Themen gibt! In der Anonymität des Internets entsteht sofort eine Gruppendynmamik!!!
Ihre Darstellung deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung.
Es hat sich bei mir leider ein Eindruck verfestigt, daß "Ausgewogenheit" zu dem führt, was auch Frau Schröder anrichtet.
Ich schreibe dies ganz bewußt so und als Statement für die Einsicht, daß unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auch unterschiedlich (zB) in einem Forum moderiert werden müssen, wenn man ihnen gerecht werden möchte.
Im Pronzip folgt das der Logik des BVerfG, die es in seinem berühmtem "Ungleichheitsparadigma" formulierte.
Wer diese Einsicht nicht grundsätzlich verinnerlicht - deshalb das Beispiel mit der FRau BM Schröder - macht Fehler, wie sie es tut. Der versteht derartige Debatten in Foren als konkurrierende gleichwertige Meinungen, bei jenen man als Moderation um Ausgewogenheit sich bemühen muß. - Dem ist aber nicht so.
Und solange es hier kein Umdenken der Online Redaktion gibt, oder diese sich erklärt (so das man das Verhalten verstehen kann), sollte dieses Forum m.E. nur noch für Statements, aber nicht mehr für Diskussionen genuttzt werden. Jedenfalls nicht mit den "Freunden der PI" und Co.
Dann bleiben diese Meinungen eben alle unwidersprochen hier stehen - ich wette: Das ist der Redaktion schneller peinlich als uns, Gorgo.
"suggestive Fragen, Relativierereien, Hetzereien, Unterstellungen...ganz wie im Artikel beschrieben."
Damit konfrontiert zu werden, ist doch ein guter Lerneffekt, oder? Denken muss man schon selbst. Du tust es ja offensichtlich auch, vermutlich traust du es anderen nicht zu?
"Dringende Frage: Wie gehen Zeitredakteure damit um, dass "nettiuette" auch mit Scheinargumenten, pseudosubjektiver Empörung oder "Fragen" voller Unterstellungen hintergangen wird und kann?"
Das ist der typische Ausweichmechanismus bei Zensur, unabhängig vom Thema. Das wirst du nie los, es sei denn du lässt Meinungsäußerungen nur noch als multiple-choice zu. Tendenziell frustrierst du damit aber alle anderen die unschuldig Opfer von Zensur werden oder das Gefühl haben, nur noch einseitige Äußerungen zu hören.
"Die sind geschult ... Öffentlichkeit meist nicht."
Ja, die konzentriert sich lieber auf Äußerlichkeiten und Lippenbekenntnisse, leider.
"Ich beobachte fast jeden Tag, wie unbedarft Zeitleser/inn/en hier auf klassische rechtsaußen Thesen ...brav argumentierend eingehen"
Fragt sich, wer hier unbedarft ist. Jemanden aufgrund einer Äußerung in eine Ecke zu stellen ist selbst schon diskriminierend und raubt ihm die Möglichkeit seine Meinung zu ändern.
(Rechte) Trolle gehen nicht auf Argumente ein, sondern rabulisieren. Wer hingegen argumentiert, ist prinzipiell auch überzeugbar. Eine Meinung ist nicht per se schlecht, weil du sie nicht teilst, du musst sie schon auch verteidigen können.
Bin in letzter Zeit genau den von Ihnen hier beschriebenen Techniken der Verunsicherung auf der Spur. Wuerde mich immens freuen, wenn die Zeit hierueber recherchiert und schreibt. Das ist ein wichtiger Baustein fuer die Aufklaerung und das Erkennen von zweifelhaften Motiven. Bitte!
Kann man eigentlich user- Namen aendern? Meiner ist mir in diesen Tagen langsam zu blondzopfen.
Danke, liebe Grete, bleiben Sie doch einfach so, wie sie sind. Ich finde es gut, wenn man nicht gleich am Namen erkennen kann, wes Geistes Kind jemand ist
beste Grüße,
Gorgo
Angela, Danke für die Antwort.
Ich schrieb, ich wolle eine DISKUSSION über den Umgang mit rechten Vernebelungs- und Relativierungsstrategien in Foren (auch hier). Ich schrieb nirgendwo, dass ich als "Lösung" Zensur anstrebe, tatsächlich habe ich nicht einmal eine "Lösung" vorgeschlagen. Den Begriff Zensr haben allein Sie eingebracht - warum, ist mir nicht ganz klar.
Ich habe schon gar nicht geschrieben, dass Leute, die eine andere Meinung als ich haben, zensiert werden sollten. Wiederum haben Sie allein diesen Gedanken eingebracht.
M. E. ist es nötig, dass man scheinargumentative Strategien von Rechtsradikalen - ich hoffe, sie bestreiten nicht, dass es sie gibt und dass sie oft hoch manipulativ sind - offen analysiert, die z.B. die Morde an Ausländern relativieren, vermeintlich "aufrechnen" etc.
Ich wünsche mir, dass die Zeit-Online regelmäßig manipulative Versuche der Pauschalisierung offenlegt: D.h. zunächst Recherchiert, wo, von wem sie eingebracht werden (das kann man, indem man in rechten Medien mal so sieht, wie dort diskutiert wird), also herausarbeitet, welche Muster der Vernebelung wiederkehren, was die innere Logik der Verdrehung ist.
Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass jeder Thread alles veröffentlichen muss, was da so reingestellt wird. Ich denke z.B., dass es richtig ist, Hetze hier nicht reinzustellen. Meinten Sie dies mit "Zensur", die sie nicht möchten? Oder sprechen wir von unterschiedlichen Dingen?
> Auch hier tauchen, oft nur schlecht
> versteckt - bestimmte suggestive Fragen,
> Relativierereien, Hetzereien, Unterstellungen
> immer wieder auf - ganz wie im Artikel
> beschrieben.
Ich weiß ja nicht. Im Prinzip gebe ich Ihnen ja Recht, aber wieso in Gottes Namen "versteckt"? Hier ist der Propalästinensismus, der Anti-USraelismus, der Hass auf das eigene bürgerliche Scheißsystem, die Dauerunterstellung eines Faschismus an so gut wie alle Vertreter unseres Gemeinwesens - zum Beispiel beim Thema "Datenschutz" bzw. angeblichem Missbrauch desselben -, hier ist die Dauerunterstellung des wahllosen Tötens von Männern, Frauen und Kindern aus x-beliebigen Gründen wie der Geostrategie oder dem schnöden Mammon an - ja eigentlich jeden Unternehmer und jeden, selbigem selbstverständlich hörigen Politiker -, ist die rot-braune Primitivparole "Blut für Öl", sind Dauerdenunziation und grenzenloser Hass derart unverholen und an der Tagesordnung, dass ich mich frage, wie Sie das eigentlich meinen.
"Ich beobachte fast jeden Tag, wie unbedarft Zeitleser/inn/en hier auf klassische rechtsaußen Thesen - etwas verpackte, klar - brav argumentierend eingehen. Und wie die Zustimmungspunkte enorm steigen, wenn Schnittmengen mit der allgemeinen Vorurteilsstruktur gefunden werden."
Einfach super!!! Genau das, was man immer beobachten kann, vorallem, wenn es um Rechtsextremismus und Türken bzw. Türkeibetreffende Themen gibt! In der Anonymität des Internets entsteht sofort eine Gruppendynmamik!!!
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ist eine Fluchtburg, ein Rückzugsgebiet, weil man mit den Realitäten des Alltages nicht zurecht kommt.
Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich um Nazis oder Islamisten handelt. Die Ursache für diese Auswüchse sind gleich. Es sind Menschen, die sich als Verlierer eines Gesellschaftssystems fühlen und auch sehen und dafür a) einen Grund brauchen und b) eine starke Gemeinschaft bilden, in der sie sich nicht mehr als Verlierer sehen.
Sieht man sich die Situation im Osten Deutschlands an, so fällt auf, dass vielerorts geradezu ein Rückbau stattfindet. Straßen werden nicht mehr erneuert. Schulen geschlossen. Viele junge Leute haben bereits die Gegend verlassen, insbesondere gut ausgebildete Frauen. Zurück bleiben die Verlierer, die die nicht weggehen wollen oder auch nicht können, weil sie die Ausbildung dafür nicht haben, durchs Raster gefallen sind.
Wer pocht anderorts auf den Islamismus? Wer kämpft gegen die Ungläubigen und versucht damit zwanghaft jemanden zu finden, der vermeintlich kleiner ist als er selbst? Wo werden Kinder nicht zur Schule geschickt, pocht man auf "religiöse Werte"? Auch dort sind es die Verlierer des Systems. Es fehlen ordentliche Sprachkenntnisse, Schulabschlüsse, Ausbildung. Zum Erhalt des Selbstwertgefühls dient eine pervertierte Religion, denn das was vom Islam gelehrt wird, entspricht nicht dem, wie es tatsächlich gelebt wird. Religion wird missinterpretiert, um das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Man gehört dazu und ist damit besser.
"Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!! Darin unterscheiden sich die Extremisten aller Couleur nun einmal nicht. Man interpretiert die Welt, dass die anderen darin die Bösen sind und schert sich nicht weiter um die Fakten. Was nicht in dieses Weltbild passt, wird schöngeredet, was sich nicht in Abrede stellen lässt, als Lüge hingestellt. Da wabern dann lustig irgendwelche Verschwörungstheorien durchs Netz. Das tarnt sich dann als "kritischer" Zeitgenosse. Und wenn die Zeitungen das Ganze nicht so darstellen, wie man es gerne hätte, wirft man ihnen vor gekauft zu sein. In den neuen Bundesländern kommt ein Hang zum Autoritären hinzu, der durch die SED nicht bekämpft, sondern gefördert wurde. "War ja nicht alles schlecht, damals" ist eine beliebte Formel in diesem Zusammenhang.
Statt diese Menschen auch noch zu hofieren in dem man sie zu verstehen sucht, sollte man sie einfach mit Verachtung strafen.
Auf den Punkt gebracht.
Ihr Kommentar ist das Beste, was ich seit Tagen hier im Forum zu den Artikeln über rechte Gewalt gelesen habe.
Danke!
"Straßen werden nicht mehr erneuert. Schulen geschlossen. Viele junge Leute haben bereits die Gegend verlassen, insbesondere gut ausgebildete Frauen. Zurück bleiben die Verlierer, die die nicht weggehen wollen oder auch nicht können, weil sie die Ausbildung dafür nicht haben, durchs Raster gefallen sind.
Wer pocht anderorts auf den Islamismus? Wer kämpft gegen die Ungläubigen und versucht damit zwanghaft jemanden zu finden, der vermeintlich kleiner ist als er selbst? Wo werden Kinder nicht zur Schule geschickt, pocht man auf "religiöse Werte"? Auch dort sind es die Verlierer des Systems."
Alles sicherlich richtig. Aber was wäre, wenn es eben nicht nur die Verlierer der Gesellschaft sind, deren Überzeugungen sich in der NPD oder anderen Parteien repräsentiert sehen? Aus dem Artikel geht das jedenfalls so hervor. Was wäre, wenn dort Leute, ob nun berechtigt oder nicht, in der NPD die konservativen oder nationalkonservativen Ziele angestrebt sehen, die sie nach dem Linksruck der ehemals konservativen Parteien wie der CDU oder CSU) nirgendwo mehr erkennen können? Ob das nun die Einwanderungs,- Sozial- oder Bildungspolitik betrifft: Es gibt Überzeugungen und Gesinnungen, die sind auf der "rechten" Seite ebenso entstanden wie auf der "linken", und beide widerspiegeln die jeweils individuellen persönlichen Erfahrungen. Da sind die einen Überzeugungen nicht weniger legitim als die anderen, auch wenn das der derzeit dominierende "linke" Mainstream in den Medien anders sieht.
Ich teile Ihre Analyse, aber nicht den direkten Vergleich mit Islamisten. Ostdeutschland ist nicht nur arbeitslos, sondern wurde, nachdem es durch ein menschenverachtendes, den Menschen seiner Identität beraubendes, missbräuchliches, auf Herr-Knecht-Mustern aufbauendes System geajgt wurde, nicht aufgearbeitet. Das Thema wurde nicht angerührt. Die alten Schärgen wurden die neuen Schärgen. Es ist alles beim Alten, nur noch schlimmer: kein gemeinsamer Feind mehr!!!! Na dann, nehmen wir den Schwächsten der Gesellschaft: den Einwanderer! Juchei, ein neuer Feind! Und das ist nicht vergleichbar mit islamischen Fundamentalisten.
...kann ich Ihnen hier - trotz Zustimmung von so vielen anderen Kommentatoren - überhaupt nicht zustimmen. Und das, aus dem einfachen Grund, weil ihre Erklärung fast schon wie eine Entschuldigung für solche fundamentalistischen Taten klingt...ohne Ihnen etwas unterstellen zu wollen! Aber nur, weil da wo man lebt die Infrastrukutur oder die Strassen etcpp. nicht stimmen, bringt man doch noch lange keine Menschen um!! Egal, ob rechst, links oder islamistisch! Und der Begriff des Verlierers ist m.E. auch nicht angebracht, da das ein Begriff ist, der i.d.R. auf das Gefühl der Empathie ausgereichtet ist und schon wieder so entschuldigend klingt..tut mir leid, irgendwo ist Schluss mit lustig! Wenn jeder, der durch's System fällt Menschen umbringt, oder jeder, der vom eigenen Elterhaus schlecht behandelt wurde, Kinder missbraucht etcpp. dann ist es höchste Eisenbahn über den Menschen an sich zu diskutieren!
"Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!! Darin unterscheiden sich die Extremisten aller Couleur nun einmal nicht. Man interpretiert die Welt, dass die anderen darin die Bösen sind und schert sich nicht weiter um die Fakten. Was nicht in dieses Weltbild passt, wird schöngeredet, was sich nicht in Abrede stellen lässt, als Lüge hingestellt. Da wabern dann lustig irgendwelche Verschwörungstheorien durchs Netz. Das tarnt sich dann als "kritischer" Zeitgenosse. Und wenn die Zeitungen das Ganze nicht so darstellen, wie man es gerne hätte, wirft man ihnen vor gekauft zu sein. In den neuen Bundesländern kommt ein Hang zum Autoritären hinzu, der durch die SED nicht bekämpft, sondern gefördert wurde. "War ja nicht alles schlecht, damals" ist eine beliebte Formel in diesem Zusammenhang.
Statt diese Menschen auch noch zu hofieren in dem man sie zu verstehen sucht, sollte man sie einfach mit Verachtung strafen.
Auf den Punkt gebracht.
Ihr Kommentar ist das Beste, was ich seit Tagen hier im Forum zu den Artikeln über rechte Gewalt gelesen habe.
Danke!
"Straßen werden nicht mehr erneuert. Schulen geschlossen. Viele junge Leute haben bereits die Gegend verlassen, insbesondere gut ausgebildete Frauen. Zurück bleiben die Verlierer, die die nicht weggehen wollen oder auch nicht können, weil sie die Ausbildung dafür nicht haben, durchs Raster gefallen sind.
Wer pocht anderorts auf den Islamismus? Wer kämpft gegen die Ungläubigen und versucht damit zwanghaft jemanden zu finden, der vermeintlich kleiner ist als er selbst? Wo werden Kinder nicht zur Schule geschickt, pocht man auf "religiöse Werte"? Auch dort sind es die Verlierer des Systems."
Alles sicherlich richtig. Aber was wäre, wenn es eben nicht nur die Verlierer der Gesellschaft sind, deren Überzeugungen sich in der NPD oder anderen Parteien repräsentiert sehen? Aus dem Artikel geht das jedenfalls so hervor. Was wäre, wenn dort Leute, ob nun berechtigt oder nicht, in der NPD die konservativen oder nationalkonservativen Ziele angestrebt sehen, die sie nach dem Linksruck der ehemals konservativen Parteien wie der CDU oder CSU) nirgendwo mehr erkennen können? Ob das nun die Einwanderungs,- Sozial- oder Bildungspolitik betrifft: Es gibt Überzeugungen und Gesinnungen, die sind auf der "rechten" Seite ebenso entstanden wie auf der "linken", und beide widerspiegeln die jeweils individuellen persönlichen Erfahrungen. Da sind die einen Überzeugungen nicht weniger legitim als die anderen, auch wenn das der derzeit dominierende "linke" Mainstream in den Medien anders sieht.
Ich teile Ihre Analyse, aber nicht den direkten Vergleich mit Islamisten. Ostdeutschland ist nicht nur arbeitslos, sondern wurde, nachdem es durch ein menschenverachtendes, den Menschen seiner Identität beraubendes, missbräuchliches, auf Herr-Knecht-Mustern aufbauendes System geajgt wurde, nicht aufgearbeitet. Das Thema wurde nicht angerührt. Die alten Schärgen wurden die neuen Schärgen. Es ist alles beim Alten, nur noch schlimmer: kein gemeinsamer Feind mehr!!!! Na dann, nehmen wir den Schwächsten der Gesellschaft: den Einwanderer! Juchei, ein neuer Feind! Und das ist nicht vergleichbar mit islamischen Fundamentalisten.
...kann ich Ihnen hier - trotz Zustimmung von so vielen anderen Kommentatoren - überhaupt nicht zustimmen. Und das, aus dem einfachen Grund, weil ihre Erklärung fast schon wie eine Entschuldigung für solche fundamentalistischen Taten klingt...ohne Ihnen etwas unterstellen zu wollen! Aber nur, weil da wo man lebt die Infrastrukutur oder die Strassen etcpp. nicht stimmen, bringt man doch noch lange keine Menschen um!! Egal, ob rechst, links oder islamistisch! Und der Begriff des Verlierers ist m.E. auch nicht angebracht, da das ein Begriff ist, der i.d.R. auf das Gefühl der Empathie ausgereichtet ist und schon wieder so entschuldigend klingt..tut mir leid, irgendwo ist Schluss mit lustig! Wenn jeder, der durch's System fällt Menschen umbringt, oder jeder, der vom eigenen Elterhaus schlecht behandelt wurde, Kinder missbraucht etcpp. dann ist es höchste Eisenbahn über den Menschen an sich zu diskutieren!
war in den letzten Jahren 'Die Linke' der postulierte Gegner sog. 'etablierten' Parteien. Auf dem rechten Auge blind!
Ihre Darstellung deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung.
Es hat sich bei mir leider ein Eindruck verfestigt, daß "Ausgewogenheit" zu dem führt, was auch Frau Schröder anrichtet.
Ich schreibe dies ganz bewußt so und als Statement für die Einsicht, daß unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auch unterschiedlich (zB) in einem Forum moderiert werden müssen, wenn man ihnen gerecht werden möchte.
Im Pronzip folgt das der Logik des BVerfG, die es in seinem berühmtem "Ungleichheitsparadigma" formulierte.
Wer diese Einsicht nicht grundsätzlich verinnerlicht - deshalb das Beispiel mit der FRau BM Schröder - macht Fehler, wie sie es tut. Der versteht derartige Debatten in Foren als konkurrierende gleichwertige Meinungen, bei jenen man als Moderation um Ausgewogenheit sich bemühen muß. - Dem ist aber nicht so.
Und solange es hier kein Umdenken der Online Redaktion gibt, oder diese sich erklärt (so das man das Verhalten verstehen kann), sollte dieses Forum m.E. nur noch für Statements, aber nicht mehr für Diskussionen genuttzt werden. Jedenfalls nicht mit den "Freunden der PI" und Co.
Dann bleiben diese Meinungen eben alle unwidersprochen hier stehen - ich wette: Das ist der Redaktion schneller peinlich als uns, Gorgo.
"Es hat sich bei mir leider ein Eindruck verfestigt, daß "Ausgewogenheit" zu dem führt, was auch Frau Schröder anrichtet."
Was wäre Ihnen denn lieber? Daß der Staat nur noch Meinungen und Gesinnungen zuläßt, die einem bestimmten sich als links oder antifaschistisch bezeichnenden politischen Flügel zuzuordnen sind? Dann wären wir beim Gesinnungsstaat.
"Ich schreibe dies ganz bewußt so und als Statement für die Einsicht, daß unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auch unterschiedlich (zB) in einem Forum moderiert werden müssen, wenn man ihnen gerecht werden möchte."
Mit anderen Worten, Sie plädieren für Zensur der Debatte nach einer bestimmten politischen Vorgabe?
[...]
"Und solange es hier kein Umdenken der Online Redaktion gibt, oder diese sich erklärt (so das man das Verhalten verstehen kann), sollte dieses Forum m.E. nur noch für Statements, aber nicht mehr für Diskussionen genuttzt werden. Jedenfalls nicht mit den "Freunden der PI" und Co."
Lassen Sie sich mal bei Gelegenheit die Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erklären.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
Nicht-Ausgewogenheit führt dagegen direkt in die Meinungszensur, denn dummerweise ist die Trennung zwischen "politisch korrekt" und "nicht wünschenswert" in der Praxis unmöglich und Zensoren sind auch nur Menschen mit Fehlern.
Zensur verfestigt nicht nur gängige Verschwörungsmeinungen, ala "linke fremdkontrollierte Medien" sondern verhindert auch eine Auseinandersetzung mit den gegnerischen Argumenten. Wer sich schonmal mit einem Nazi über die Auschwitzlüge unterhalten hat, kann ein Lied davon singen. In der Öffentlichkeit ist dieses Thema tabu, deshalb kann man deren sehr konkrete Propaganda oft nur dürftig mit Phrasen und Schulbuchargumenten erwidern.
Fatalerweise erwischt das dann ausgerechnet Leute, die an sich sehr offen und argumentativ mit anderen Meinungen umgehen, die also aggressionhemmende Moderationsfähigkeiten haben, man bürdet ihnen quasi die gesamte Recherchearbeit für wirkungsvolle Gegenargumente auf, was sie nicht selten überfordert.
Leider hat man im Nachkriegsdeutschland mehr auf die pawlowschen Reflexe gesetzt, als auf die Intelligenz und Reflektionsfähigkeit der Menschen und deine Argumentation schlägt auch genau in diese Kerbe.
Das hat zwar zur Folge, dass die Menschen reflexhaft auf Hakenkreuze und bestimmte Meinungen mit Abwehr reagieren, aber gleichzeitig keinerlei Wissen über deren Ursachen und nachhaltige Bekämpfung haben und auch neuere faschistischen Ausprägungen nicht erkennen können. DAS ist gefährlich!
"Es hat sich bei mir leider ein Eindruck verfestigt, daß "Ausgewogenheit" zu dem führt, was auch Frau Schröder anrichtet."
Was wäre Ihnen denn lieber? Daß der Staat nur noch Meinungen und Gesinnungen zuläßt, die einem bestimmten sich als links oder antifaschistisch bezeichnenden politischen Flügel zuzuordnen sind? Dann wären wir beim Gesinnungsstaat.
"Ich schreibe dies ganz bewußt so und als Statement für die Einsicht, daß unterschiedliche gesellschaftlich relevante Themen auch unterschiedlich (zB) in einem Forum moderiert werden müssen, wenn man ihnen gerecht werden möchte."
Mit anderen Worten, Sie plädieren für Zensur der Debatte nach einer bestimmten politischen Vorgabe?
[...]
"Und solange es hier kein Umdenken der Online Redaktion gibt, oder diese sich erklärt (so das man das Verhalten verstehen kann), sollte dieses Forum m.E. nur noch für Statements, aber nicht mehr für Diskussionen genuttzt werden. Jedenfalls nicht mit den "Freunden der PI" und Co."
Lassen Sie sich mal bei Gelegenheit die Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erklären.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
Nicht-Ausgewogenheit führt dagegen direkt in die Meinungszensur, denn dummerweise ist die Trennung zwischen "politisch korrekt" und "nicht wünschenswert" in der Praxis unmöglich und Zensoren sind auch nur Menschen mit Fehlern.
Zensur verfestigt nicht nur gängige Verschwörungsmeinungen, ala "linke fremdkontrollierte Medien" sondern verhindert auch eine Auseinandersetzung mit den gegnerischen Argumenten. Wer sich schonmal mit einem Nazi über die Auschwitzlüge unterhalten hat, kann ein Lied davon singen. In der Öffentlichkeit ist dieses Thema tabu, deshalb kann man deren sehr konkrete Propaganda oft nur dürftig mit Phrasen und Schulbuchargumenten erwidern.
Fatalerweise erwischt das dann ausgerechnet Leute, die an sich sehr offen und argumentativ mit anderen Meinungen umgehen, die also aggressionhemmende Moderationsfähigkeiten haben, man bürdet ihnen quasi die gesamte Recherchearbeit für wirkungsvolle Gegenargumente auf, was sie nicht selten überfordert.
Leider hat man im Nachkriegsdeutschland mehr auf die pawlowschen Reflexe gesetzt, als auf die Intelligenz und Reflektionsfähigkeit der Menschen und deine Argumentation schlägt auch genau in diese Kerbe.
Das hat zwar zur Folge, dass die Menschen reflexhaft auf Hakenkreuze und bestimmte Meinungen mit Abwehr reagieren, aber gleichzeitig keinerlei Wissen über deren Ursachen und nachhaltige Bekämpfung haben und auch neuere faschistischen Ausprägungen nicht erkennen können. DAS ist gefährlich!
eine Gesellschaft diese Auswüchse erfolgreich bekämpfen will, dann muss sie etwas dagegen unternehmen, dass zunehmend Verlierer produziert werden. Dabei geht es m.E. nicht um materielle Versorgung, sondern um das Gefühl, dazu zu gehören, ein Teil der Gemeinschaft zu sein.
Warum funktionieren diese Netzwerke im Osten so gut?
Nach meiner Beobachtung tun die Braunen etwas, was der Staat nicht macht. Sie holen die Leute ab. Sie bieten Gemeinschaft, Familiencamps, Anlaufstellen, Hilfestellung z.B. bei Anträgen - und gleichzeitig eine Seelenmassage für den "Gebeutelten", weil sie vermeintliche Schuldige für die Misere ausgemacht haben. Gerade im Osten gibt es einen guten Nährboden dafür, weil die Menschen dort es gewohnt waren, von Kindesbeinen an in Gruppen gegeben zu werden, Organisationen anzugehören - wesentlich stärker als es im Westen nach dem Krieg gegeben war. Das bedeutet also, dass Organisationen mit extremistischem Hintergrund es dort viel leichter haben, als im Westen.
Will also der Staat etwas dagegen unternehmen, muss er wohl oder übel Alternativen anbieten, denn dass dieses System der Abholung vor Ort so gut funktioniert, hat man auch bei der Partei DIE LINKEN gesehen, die mittels dieser Basisarbeit, Bürgerbüros etc. ihre Anhängerschaft systematisch aufgebaut haben. Wobei ich hier die Linken nicht mit den Braunen gleichsetze, sondern nur auf ein System hinweise, dass dort so funktioniert.
...die Anwerbe- und Verblendungsstrategien zu analysieren und zu beschreiben. Aber das genügt nicht. Alle Veranstaltungen, die Agitationsmaterialien und die dahinter stehende Infrastruktur kosten Geld. Viel Geld!
Wo kommt es her? Wer sind die Geldgeber hinter den Totschlägern und Angstmachern? Welche Interessen verfolgen sie? Die Steuergelder, die die NPD erhält, dürften dafür nicht ausreichen.
Sehr gutes Posting!
Die Rechten sind keineswegs deshalb erfolgreich, weil es dort so viele latente Rassisten gibt, sondern weil es dort eben so viele Menschen gibt die sich nicht als vollwertiger, respektierter Teil der Gesellschaft fühlen, sondern eher als verachtete Aussenseiter.
Menschen haben einfach das Bedürfnis, respektiertes Mitglied einer starken sozialen Gruppe zu sein, die sich um ihre Mitglieder kümmert etc.
Nun ist die grösste soziale Gruppe, zu der man sich normalerweise zugehörig fühlt, die Gesellschaft des eigenen Landes. Gerade in den unteren sozialen Schichten merken die Leute aber sehr deutlich, dass die Gesellschaft sie eben nicht als respektierten und wertvollen Teil betrachtet, sondern sie eher als dumme und verhasste Loser und Schmarotzer, Bürger dritter Klasse verachtet, die statt Hartz IV eigentlich lieber AIDS oder so bekommen sollten.
Und wer sich von der Gesellschaft des eigenen Landes mehr oder weniger ausgegrenzt fühlt, für den ist es nur allzu verlockend, wenn da plötzlich eine Gruppe kommt, die einem eben nicht das Gefühl gibt Abschaum zu sein, sondern dazu zu gehören, akzeptiert zu sein, auch mal eine gewisse Art von Respekt zu spüren. Menschen zu kennen die einem auch mal bei Problemen helfen.
Wer ernsthaft etwas gegen der Erfolg der Rechten machen will, der muss daher zuerst einmal akzeptieren, dass die Rechten in manchen Gebieten eben geschickt eine klaffende "soziale Marktlücke" füllen, ganz ähnlich wie z.B. die Hamas in Palästina.
Wenn man sich die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 10-20 Jahre abschaut, kann man aber durchaus vermuten, dass niemand so richtig Interesse hatte, diese Auswüchse effektiv zu bekämpfen.
Und es geht nicht nur um die braunen Auswüchse, sondern auch um die Auswüchse, ohne zu verallgemeinern, in anderen „Kultur- und Glaubensvereinen“ und Minderheiten (Albaner, Türken, Serben, Russen) in denen gleichermaßen menschenverachtendes, nationalistisches oder kriminelles Gedankengut entstanden ist.
Wie im Artikel erkannt, beginnt alles schon mit der Erziehung der Kinder im familiären Umfeld und der Bildung in KiTaS, Kindergärten und Schulen.
Diese zwei „Bildungsinstitutionen“ schienen recht oft gegensätzliche Anschichten und Ziele zu verfolgen, anstatt dass beide ein gemeinsames Ziel haben oder sich darauf einigen: dem Nachwuchs die bestmögliche Bildung und Erziehung, frei von politischen, nationalistischen oder religiösen Tendenzen zu ermöglichen.
Dabei wäre es gar nicht so kompliziert, die richtigen politischen Akzente zu setzen. Man müsste in Prinzip nur die Strategie der links- oder rechts-radikalen Parteien und Vereinen bei der Gewinnung von Sympathisanten und Mitglieder nachahmen und konsequent von allen politischen, populistischen oder nationalistischen Einflüssen bereinigen. Das Resultat wäre womöglich eine bürgernahe, effektive Bildungs- und Sozialpolitik.
...die Anwerbe- und Verblendungsstrategien zu analysieren und zu beschreiben. Aber das genügt nicht. Alle Veranstaltungen, die Agitationsmaterialien und die dahinter stehende Infrastruktur kosten Geld. Viel Geld!
Wo kommt es her? Wer sind die Geldgeber hinter den Totschlägern und Angstmachern? Welche Interessen verfolgen sie? Die Steuergelder, die die NPD erhält, dürften dafür nicht ausreichen.
Sehr gutes Posting!
Die Rechten sind keineswegs deshalb erfolgreich, weil es dort so viele latente Rassisten gibt, sondern weil es dort eben so viele Menschen gibt die sich nicht als vollwertiger, respektierter Teil der Gesellschaft fühlen, sondern eher als verachtete Aussenseiter.
Menschen haben einfach das Bedürfnis, respektiertes Mitglied einer starken sozialen Gruppe zu sein, die sich um ihre Mitglieder kümmert etc.
Nun ist die grösste soziale Gruppe, zu der man sich normalerweise zugehörig fühlt, die Gesellschaft des eigenen Landes. Gerade in den unteren sozialen Schichten merken die Leute aber sehr deutlich, dass die Gesellschaft sie eben nicht als respektierten und wertvollen Teil betrachtet, sondern sie eher als dumme und verhasste Loser und Schmarotzer, Bürger dritter Klasse verachtet, die statt Hartz IV eigentlich lieber AIDS oder so bekommen sollten.
Und wer sich von der Gesellschaft des eigenen Landes mehr oder weniger ausgegrenzt fühlt, für den ist es nur allzu verlockend, wenn da plötzlich eine Gruppe kommt, die einem eben nicht das Gefühl gibt Abschaum zu sein, sondern dazu zu gehören, akzeptiert zu sein, auch mal eine gewisse Art von Respekt zu spüren. Menschen zu kennen die einem auch mal bei Problemen helfen.
Wer ernsthaft etwas gegen der Erfolg der Rechten machen will, der muss daher zuerst einmal akzeptieren, dass die Rechten in manchen Gebieten eben geschickt eine klaffende "soziale Marktlücke" füllen, ganz ähnlich wie z.B. die Hamas in Palästina.
Wenn man sich die gesellschaftliche Entwicklung der letzten 10-20 Jahre abschaut, kann man aber durchaus vermuten, dass niemand so richtig Interesse hatte, diese Auswüchse effektiv zu bekämpfen.
Und es geht nicht nur um die braunen Auswüchse, sondern auch um die Auswüchse, ohne zu verallgemeinern, in anderen „Kultur- und Glaubensvereinen“ und Minderheiten (Albaner, Türken, Serben, Russen) in denen gleichermaßen menschenverachtendes, nationalistisches oder kriminelles Gedankengut entstanden ist.
Wie im Artikel erkannt, beginnt alles schon mit der Erziehung der Kinder im familiären Umfeld und der Bildung in KiTaS, Kindergärten und Schulen.
Diese zwei „Bildungsinstitutionen“ schienen recht oft gegensätzliche Anschichten und Ziele zu verfolgen, anstatt dass beide ein gemeinsames Ziel haben oder sich darauf einigen: dem Nachwuchs die bestmögliche Bildung und Erziehung, frei von politischen, nationalistischen oder religiösen Tendenzen zu ermöglichen.
Dabei wäre es gar nicht so kompliziert, die richtigen politischen Akzente zu setzen. Man müsste in Prinzip nur die Strategie der links- oder rechts-radikalen Parteien und Vereinen bei der Gewinnung von Sympathisanten und Mitglieder nachahmen und konsequent von allen politischen, populistischen oder nationalistischen Einflüssen bereinigen. Das Resultat wäre womöglich eine bürgernahe, effektive Bildungs- und Sozialpolitik.
Wenn ich mir so die Taten der Frau Schwesig anschaue, frage ich mich, wo ist der unterschied zu Frau von der Leyen?
Hier mal ein Ausschnitt aus einer Anne-Will-Sendung mit den beiden Frauen und mit Jakob Augstein und Michael Spreng:
http://www.youtube.com/wa...
Hartz IV muss weg! Jakob Augstein bei Anne Will, Das-Hartz-Theater! die Bananenrepublik.flv
Hier das ganze ungeschnitten mit dem Kommentar von Michael Spreng:
http://www.youtube.com/wa...
Anne Will │Hartz IV Theater 1.mp4
Herr Spreng bringt es auf den Punkt: Die Politiker üben sich in Selbstinszenierung, die Betroffenen bleiben außen vor. Da wird wochenlang um die ungenügende Erhöhung des Hartz4-Satzes um fünf Euro gestritten, obwohl die Erhöhung eigentlich unstrittig war, und am Ende wurde der Rentenbeitrag von 10 Euro komplett abgeschafft, und die Darsteller schwingen sich zu Helden auf. Was hätte Frau Schwesig in dieser Zeit alles schaffen können. Die Bevölkerung MVPs würde von den Politikern aufgegeben. Wichtige soziale Infrastrukturprojekte gibt es nicht.
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