US-Schulden Letzter Ausweg

Die Amerikaner können ihre Schulden fast nur noch auf Kosten ihrer Gläubiger loswerden.

Anfang November, beim Krisengipfel der wichtigsten 20 Industrieländer der Welt, liefen die Dinge vergleichsweise gut für Barack Obama. Die Euro-Länder bekamen offensichtlich ihre Schuldenkrise nicht in den Griff, also konnte der Mann aus Amerika mit gerunzelter Stirn und erhobenem Zeigefinger den Mahner geben: Europäer, räumt da so schnell wie möglich auf! Eure Krise gefährdet die Welt!

In der kommenden Woche wird es für den amerikanischen Präsidenten nicht so gut laufen. Spätestens am Mittwoch dreht sich nämlich alles um die Schuldenkrise in der größten Volkswirtschaft der Welt – den USA. In Washington läuft an diesem Tag die Frist für das sogenannte Super Committee aus, das seit zwei Wochen in Geheimsitzungen tagt und das Einsparungen in Höhe von mindestens 1,2 Billionen Dollar vorlegen muss. Sonst, so haben es die Parteien im Sommer vereinbart, wird der amerikanische Haushalt nach der Rasenmähermethode zusammengekürzt. Das war damals die Bedingung der Republikaner, und Präsident Obama musste notgedrungen zustimmen. Die Republikaner drohten damit, ansonsten jede weitere Schuldenaufnahme zu verweigern und das Land in die Zahlungsunfähigkeit zu treiben.

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Was am kommenden Mittwoch wirklich beschlossen wird? Schwer zu sagen – aber die bisherigen Diskussionen im Super Committee wecken Zweifel an einem vernünftigen Sparplan. Sollte es überhaupt gelingen, ein Paket zu schnüren, erwarten Washingtoner Beobachter einen faulen Kompromiss: Einschnitte, die so weit in die Zukunft verlegt werden, dass es fragwürdig ist, ob sie jemals in Kraft treten. Allein schon deswegen, weil alle möglichen Lobbyisten, etwa die aus der Rüstungsindustrie, seit Monaten kräftig dagegenarbeiten.

Eine andere Sache ist hingegen klar: Den USA droht eine Schuldenlawine, die weit größere Verwüstungen anzurichten droht als die gesamte Euro-Krise. Das belegen die Zahlen.

Zwischen den Einnahmen der amerikanischen Bundesregierung und ihren Ausgaben klafft im Augenblick Jahr für Jahr eine Lücke, die so groß ist wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Früher, in den vergangenen Jahrzehnten, entsprachen die Einnahmen der Administration ungefähr 18 Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung, und die Ausgaben entsprachen etwa 20 Prozent. Man gab also zwei bis drei Prozentpunkte mehr aus, als man einnahm. Die Unterdeckung wurde mit Schulden gedeckt – nicht ideal, aber angesichts der Größe und des Wachstums der US-Wirtschaft auch nicht alarmierend.

Im Krisenjahr 2009 jedoch riss die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben dramatisch auf. Schuld waren die massiven staatlichen Konjunkturprogramme, soziale Hilfsleistungen angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, die ungebremsten Ausgaben fürs Militär und auch die geringen Steuereinnahmen angesichts der Krise. Die jährliche Unterdeckung – also die zusätzliche Schuldenaufnahme pro Jahr – liegt seither bei einem knappen Zehntel der gesamten Wirtschaftsleistung.

Wenn man heute den Schuldenberg der US-Bundesregierung vermisst, dann kommt man auf eine unvorstellbar große Masse von Dollarnoten: 14,9 Billionen Stück – also 14.900.000.000.000. Mehr als die jährliche Wirtschaftsleistung in den USA. Zum Vergleich: Die Verschuldung der krisengeschüttelten Euro-Zone beläuft sich auf 85 Prozent. Je nachdem, was man alles hinzuzählt, sind die amerikanischen Schulden noch mal deutlich höher.

Man kann zum Beispiel die künftigen Versorgungsansprüche von Bundesbeamten und Streitkräften hinzurechnen. Dann ist die Zahl um weitere sechs Billionen größer. Oder man kann berücksichtigen, dass die Kassen der öffentlichen Angestellten ein Loch von etwa einer Billion Dollar ausweisen, wenn sie ihre Zahlungsversprechen für die Renten- und Krankenversicherung decken wollen.

Wenn man dann auch noch – wie es einige Staatsschulden-Kritiker tun – die Löcher in der Rentenkasse Social Security und die staatliche Gesundheitsvorsorge Medicare in die Rechnung einbezieht, müsste Amerika quasi dichtmachen. Die Hochrechnungen künftiger Zahlungsverpflichtungen belaufen sich auf 46 Billionen Dollar. Theoretisch decken zwar Arbeitnehmer und Arbeitgeber die laufenden Verpflichtungen dieser Kassen durch ihre Beiträge, doch in der Praxis klappt das nicht mehr. Medicare braucht Zuschüsse aus der Steuerkasse, bei Social Security ist es in den kommenden Jahren so weit. David Stockman, einst Haushaltsdirektor des US-Präsidenten Ronald Reagan, sagt, die US-Wirtschaft werde binnen eines Jahrzehnts unter der Schuldenlast zusammenbrechen.

Für die meisten Amerikaner ist das noch alles graue Theorie – aber ihnen wird die Verschuldung ihres Landes in ihren Städten und Gemeinden deutlich. Eine Gesamtsumme ist schwer zu berechnen. Es ist aber bekannt, dass Bundesstaaten, Städte und Gemeinden zusammen 3,7 Billionen Dollar an Anleihen ausgegeben haben, um Straßen, Hospitäler und Schulen zu finanzieren. Und man weiß um die riesigen Dimensionen einiger Einzelpleiten. Der Landkreis Jefferson County im Bundesstaat Alabama beispielsweise steht mit über vier Milliarden Dollar in der Kreide, weil die Abwasserentsorgung so teuer war und der Schuldendienst zu groß wurde. Jefferson County hat gerade mal 658000 Einwohner.

Überall im Land kämpfen Bürgermeister, Kreisvorstände und Gouverneure gegen die Finanznot, und das bekommen die Leute sehr schnell zu spüren. Öffentliche Angestellte verlieren ihre Jobs, Einrichtungen schließen. Clayton County im Bundesstaat Georgia stellte im März den kompletten öffentlichen Busverkehr ein, die einstige Autometropole Detroit hat aus Kostengründen fast die Hälfte der öffentlichen Schulen geschlossen. In South Dakota und Ohio sehen sich Gemeindeverwaltungen gezwungen, Hunderte von Kilometern Landstraße auf Kiesbelag zurückzubauen: Die Pflege und Wartung von Asphalt ist zu teuer. In High Park, einem kleinen Ort im Bundesstaat Michigan, wurden die Straßenlaternen abmontiert – vom Stromversorger, dem die Stadt die Rechnung schuldig geblieben war.

Sprich: Das ganze Land ist inzwischen so marode, dass die Financial Times bereits von den »Vereinigten Staaten des Notstands« schrieb.

Zugleich könnte die Zeit für eine Sanierung der Staatsfinanzen kaum ungünstiger sein: Harte Einschnitte werden zwar von allen möglichen Seiten gefordert, sind aber politisch kaum durchsetzbar.

Noch vor wenigen Jahren fand eine Mehrheit der Amerikaner das System in ihrem Land gerecht. Sie tolerierten auch die teilweise extremen Unterschiede in Einkommen und Vermögen, glaubten an den American Dream, an die Chance, selbst einmal reich zu werden. Neuerdings finden viele Bürger das System unfair: Die Schere zwischen Reich und Arm klafft zu weit auseinander, und die öffentliche Infrastruktur zerfällt, was wiederum überproportional den Armen und den Mittelschichten schadet. Anders als etwa in der deutschen Debatte fordern viele Amerikaner als Reaktion darauf nicht mehr Staat, sondern weniger: Sie weigern sich, nun auch noch mit höheren Kosten an einer Haushaltssanierung beteiligt zu werden. Darin sind die Ursprünge der Tea Party zu suchen, deren Abgesandte in Washington selbst die drängendsten Reformen blockieren.

In dieser festgefahrenen Situation erscheint nur ein Weg wirklich gangbar: keine Steuererhöhungen, keine harten Sparschnitte, sondern Inflation. Im selben Maße, wie der US-Dollar an Wert verlöre, sänke auch der Wert der Kredite. Das haben die USA in ihrer Geschichte schon ein paarmal so gemacht, und manche Beobachter unken, dass der Kurs bereits gesetzt sei. Notenbankchef Ben Bernanke hat die Zinsen auf null gesenkt, und er kauft massiv Staatspapiere auf – alles Maßnahmen, die den Dollar schwächen.

»Unser Greenback kann nicht mal den Euro schlagen«, empörte sich die patriotische New York Post angesichts der Tatsache, dass die Gemeinschaftswährung im Verhältnis zum Dollar relativ stark und stabil geblieben ist. Die Inflationslösung ginge also auf Kosten der Gläubiger – vornehmlich der Chinesen und Japaner, die amerikanische Staatspapiere in Billionenhöhe gekauft haben. Sie könnte die Märkte verwirren: Schließlich werden viele wichtige Dinge wie Öl und Rohstoffe am früher so stabilen Dollar abgerechnet. Auf mittlere Sicht ist Inflation auch für die USA eine gefährliche Strategie: Bisher konnten sich die US-Finanzminister immer darauf verlassen, genügend Abnehmer für ihre Bonds zu finden. Wäre das bei einem Weichwährungsdollar immer noch so?

Die USA sind nach wie vor die größte Volkswirtschaft der Welt, ihre Wirtschaftsleistung ist immer noch mehr als doppelt so groß wie die von China, der Nummer zwei. Die Auswirkungen des amerikanischen Kampfes mit den Schulden werden in aller Welt zu spüren sein.

 
Leser-Kommentare
  1. aber die Vermutung, dass das Stoerfeuer auf den Euro von
    den USA aus gesteuert wird, erhaertet sich mehr und mehr.
    Wenn der Euro den Dollar als Reservewaehrung ersetzt, und es
    gibt dafuer genuegend sowohl wirtschaftliche wie politische
    Gruende, muessen die Amerikaner total umdenken, und die
    Notenpresse druckt dann Makulatur anstatt akzeptable
    konvertierbare Waehrung.

    26 Leser-Empfehlungen
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    Nein, die USA wollen den Euro nicht zugunsten des Dollar abwürgen. Sie wollen im Gegenteil, dass die EZB, wie die Fed, die Gelddruckmaschine anwirft und fleißig drucken lässt. Sie meinen, die Währung (Dollar und Euro) damit retten zu können. Das kann man auf dem Wege auch. Allerdings nur um den Preis ihrer Entwertung. Vor allem haben sie Angst, dass bei ihnen ein paar Banken in arge Nöte geraten, wenn der Euro crasht. Das wollen sie ganz bestimmt nicht.

    war schon Anlass zu Kriegen (s.Irak)

    Genau aus dem Grunde stehen Staaten wie Iran, Venzuela usw. auf der Abschussliste der USA.

    http://www.chomskyarchiv....

    Ganz durchlesen, dann haben Sie ein verbessertes Verständnis zur USA und Demokratie, und den anderen die sich die Taschen Füllen!

    Zwei Links zum Geldsystem:

    http://the-babyshambler.c...

    http://www.wdr5.de/sendun...

    Und so oder ähnlich, könnten die Probleme mit dem Geldsystem gelöst werden, wenn die Staaten die Geldschöpfung wieder in die eigenen Hände nehmen.

    http://community.zeit.de/...

    Als "Einzelkämpfer" kommt keiner von uns weiter!

    Nein, die USA wollen den Euro nicht zugunsten des Dollar abwürgen. Sie wollen im Gegenteil, dass die EZB, wie die Fed, die Gelddruckmaschine anwirft und fleißig drucken lässt. Sie meinen, die Währung (Dollar und Euro) damit retten zu können. Das kann man auf dem Wege auch. Allerdings nur um den Preis ihrer Entwertung. Vor allem haben sie Angst, dass bei ihnen ein paar Banken in arge Nöte geraten, wenn der Euro crasht. Das wollen sie ganz bestimmt nicht.

    war schon Anlass zu Kriegen (s.Irak)

    Genau aus dem Grunde stehen Staaten wie Iran, Venzuela usw. auf der Abschussliste der USA.

    http://www.chomskyarchiv....

    Ganz durchlesen, dann haben Sie ein verbessertes Verständnis zur USA und Demokratie, und den anderen die sich die Taschen Füllen!

    Zwei Links zum Geldsystem:

    http://the-babyshambler.c...

    http://www.wdr5.de/sendun...

    Und so oder ähnlich, könnten die Probleme mit dem Geldsystem gelöst werden, wenn die Staaten die Geldschöpfung wieder in die eigenen Hände nehmen.

    http://community.zeit.de/...

    Als "Einzelkämpfer" kommt keiner von uns weiter!

  2. Was ich im Artikel vermisse, ist die Information, dass Jefferson County in Alabama dieser Tage seine Zahlungen an die Gläubiger mangels Masse eingestellt hat. Und dass die Bayrischen Landesbanken zu eben diesen Gläubigern gehören.

    Auch ein Weg, um das Schuldenproblem gleichmäßig auf die ganze Welt zu verteilen.

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    • joG
    • 18.11.2011 um 12:34 Uhr

    ....hat sich die BayLaBa mit CDS abgesichert. Dort zahlt man sie an die Investoren aus. Im Gegensatz dazu gehen die Investoren in griechische Anleihen leer aus.

    von den Ratingagenturen auch noch in die Pfanne gehauen werden.Bravo, das nennt man "Zusammenarbeit".

    • joG
    • 18.11.2011 um 12:34 Uhr

    ....hat sich die BayLaBa mit CDS abgesichert. Dort zahlt man sie an die Investoren aus. Im Gegensatz dazu gehen die Investoren in griechische Anleihen leer aus.

    von den Ratingagenturen auch noch in die Pfanne gehauen werden.Bravo, das nennt man "Zusammenarbeit".

  3. Die Militärausgaben rigoros zusammenstreichen (die USA haben links und rechts einen Ozean, und vom Landweg können sie nur von Canada und Mexiko angegriffen werden) und endlich die Reichen und Superreichen (inklusive der Banken und Konzerne) besteuern.
    Aber das alles verhindern ja die Republikaner. Lieber lassen sie das Volk und leiden und die USA in den Abgrund schlittern, als einem [...] Demokraten vernünftige Politik zu erlauben.
    Die USA sind längst keine (funktionierende) Demokratie mehr.
    Leider !

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Äußerungen, die als rassistisch verstanden werden können. Danke, die Redaktion/mk

    26 Leser-Empfehlungen
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    Ich denke, das beste was die USA (für sich selbst) tun könnten ist das Militär jetzt noch kräftig aufzustocken. Wenn die letzten endlich eingesehen haben, dass das glorreiche Zinssystem des kapitalistischen Westens am vorhersehbaren Ende angekommen ist und keiner der Schuldner bedient werden kann, weil diese Geld nie existiert hat, dann wird es nämlich eklig.
    Freiwillig enteigenen lassen sich die Gläubiger im eigenen Land schon nicht, was denken Sie wenn es ganze Länder trifft, die Militärmacht hinter sich haben.

    Der mit dem größten "Wumms" wird dann gewinnen.... Ein hoch auf die Menschheit!

    • joG
    • 18.11.2011 um 12:38 Uhr

    ....wären zB weitaus schwierigere Handelswege. Das käme uns sehr teuer. Alleine der Anstieg der Versicherungsprämien wären beachtlich von steigenden Militärausgaben ganz zu schweigen.

    Ich denke, das beste was die USA (für sich selbst) tun könnten ist das Militär jetzt noch kräftig aufzustocken. Wenn die letzten endlich eingesehen haben, dass das glorreiche Zinssystem des kapitalistischen Westens am vorhersehbaren Ende angekommen ist und keiner der Schuldner bedient werden kann, weil diese Geld nie existiert hat, dann wird es nämlich eklig.
    Freiwillig enteigenen lassen sich die Gläubiger im eigenen Land schon nicht, was denken Sie wenn es ganze Länder trifft, die Militärmacht hinter sich haben.

    Der mit dem größten "Wumms" wird dann gewinnen.... Ein hoch auf die Menschheit!

    • joG
    • 18.11.2011 um 12:38 Uhr

    ....wären zB weitaus schwierigere Handelswege. Das käme uns sehr teuer. Alleine der Anstieg der Versicherungsprämien wären beachtlich von steigenden Militärausgaben ganz zu schweigen.

  4. Eine Hyperinflation biblischen Ausmaßes wird auch nicht helfen.
    Wohin diese führen wird, ist klar.

    Es läuft alles darauf hinaus, dass wohl alle Länder von den USA - über ganz Europa - bis in einige andere Länder dieser Welt, einen radikalen Schuldenschnitt brauchen.

    In diesem Ausmaß nennt man einen Schuldenschnitt eine Währungsreform.

    Alle Länder stehen mehr und mehr mit dem Rücken an der Wand.
    Wir werden es noch erleben, was daraus noch werden wird.
    Wenn alle Länder jetzt mit dem Rücken an der Wand stehen, verheißt das nichts Gutes.

    Bedanken wir dürfen uns bei den Banken, der hemmungslosen Finanzindustrie, den geldgeilen Casinozockern, den Steuerbetrügern etc.

    Hoffen wir mal, dass ein Neubeginn auch ein System bringen wird, das den Menschen einbezieht und nicht den Menschen verachtet.

    Das deutsche GG wurde geschaffen, um genau das zu vermeiden, was jetzt geschieht. Je mehr man das GG verachtete, desto mehr sind wir in den Abgrund gestürzt.

    Und derzeit gibt es keinen Weg aus dem Abgrund -
    nur eine Radikalkur namens Währungsreform.

    16 Leser-Empfehlungen
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    • Slater
    • 18.11.2011 um 12:24 Uhr

    > Bedanken dürfen wir uns bei den Banken, der hemmungslosen
    > Finanzindustrie, den geldgeilen Casinozockern, den
    > Steuerbetrügern etc.

    nana, in aller erster Linie bei den Politikern die unbezahlbare Schulden auf Kosten nächster Generationen aufnehmen,
    und dann auch bei denen die diese Leute wählen, also nach wie vor der Mehrheit der wählenden Bevölkerung,
    jeder hätte heute die Chance auf andere Parteien umzusteigen,

    das Wirtschaftssystem ist auch noch nicht komplett kaputt,
    wo Schulden sind sind immer auch Vermögen, man muss es den wenigen Reichen nur wegnehmen,
    wieso dass der Mehrheit der nicht-reichen Wähler nicht zu verkaufen sein soll, ist in der Tat ein Rätsel,

    das liegt dann wohl doch an dunkler Lobby-Arbeit im Hintergrund..

    • this.
    • 18.11.2011 um 12:32 Uhr

    ..dürfen wir uns bei linken Keynesianern, deren Antwort auf alles "mehr Staat" ist.

    • RTyped
    • 18.11.2011 um 12:51 Uhr

    Eine Währungsreform löst die Probleme nicht, die im Wirtschaftssystem schon von Haus aus innewohnen. Was wir brauchen, ist eine Wirtschaftsreform.

    die diese Regierungen gewählt haben.

    @4: Sie schreiben: "Bedanken wir dürfen uns bei den Banken, der hemmungslosen Finanzindustrie, den geldgeilen Casinozockern, den Steuerbetrügern etc." - sie vergessen aber all diejenigen, die die Kredite aufgenommen haben: Die von Volk gewählten Regierungen. Ja, und warum wurden denn diese Regierungen von Volk gewählt? Nun, meist weil sie den Wählern warme Regen versprochen haben, ohne die Kohle dafür zu haben - allen voran linksgerichtete Regierungen.

    Fazit: Regierungen wurden gewählt, weil sie den Wählern finanzielle Vorteile versprochen haben, die durch Kredite finanziert wurden.

    Wer hat's also erfunden??
    Jetzt nur auf den Banken 'rum zu hacken ist - gelinde gesagt - einäugig, wahrscheinlich aber eher bewusste Täuschung, Verharmlosung, Verantwortungsflucht...

    Also erstens redet keiner von "Hyperinflation", das ist wieder mal die berühmte Projektion. Zweitens müssten Sie mir schon erklären, wohin eine Hyperinflation denn führen würde. Wenn wir nämlich die von Deutschland 1923 nehmen, dann würde diese Hyperinflation in eine politische und wirtschaftliche Beruhigung führen, sprich die 2.Hälfte der 20iger Jahre. Die Naziherrschaft wurde erst von massiven Sparmaßnahmen der Regierung Brüning eingeläutet. Sparmaßnahmen, wie sie momentan ja alle fordern. Und wenn der politische Wille da wäre die Schulden zu bezahlen wäre es auch kein Problem. Ich gebe zu bedenken, dass zum Beispiel Großbritannien weit über 150% Schuldenquote hatte nach dem 2.Weltkrieg, und das hat sie nicht davon abgehalten die Schulden zu bezahlen, Wirtschaftswachstum zu haben und auch noch die Sozialsysteme auszubauen. Jetzt macht sich dasselbe Land schon bei 60-70% ins Hemd. Und wir in Deutschland sind auch nicht besser.

    • Slater
    • 18.11.2011 um 12:24 Uhr

    > Bedanken dürfen wir uns bei den Banken, der hemmungslosen
    > Finanzindustrie, den geldgeilen Casinozockern, den
    > Steuerbetrügern etc.

    nana, in aller erster Linie bei den Politikern die unbezahlbare Schulden auf Kosten nächster Generationen aufnehmen,
    und dann auch bei denen die diese Leute wählen, also nach wie vor der Mehrheit der wählenden Bevölkerung,
    jeder hätte heute die Chance auf andere Parteien umzusteigen,

    das Wirtschaftssystem ist auch noch nicht komplett kaputt,
    wo Schulden sind sind immer auch Vermögen, man muss es den wenigen Reichen nur wegnehmen,
    wieso dass der Mehrheit der nicht-reichen Wähler nicht zu verkaufen sein soll, ist in der Tat ein Rätsel,

    das liegt dann wohl doch an dunkler Lobby-Arbeit im Hintergrund..

    • this.
    • 18.11.2011 um 12:32 Uhr

    ..dürfen wir uns bei linken Keynesianern, deren Antwort auf alles "mehr Staat" ist.

    • RTyped
    • 18.11.2011 um 12:51 Uhr

    Eine Währungsreform löst die Probleme nicht, die im Wirtschaftssystem schon von Haus aus innewohnen. Was wir brauchen, ist eine Wirtschaftsreform.

    die diese Regierungen gewählt haben.

    @4: Sie schreiben: "Bedanken wir dürfen uns bei den Banken, der hemmungslosen Finanzindustrie, den geldgeilen Casinozockern, den Steuerbetrügern etc." - sie vergessen aber all diejenigen, die die Kredite aufgenommen haben: Die von Volk gewählten Regierungen. Ja, und warum wurden denn diese Regierungen von Volk gewählt? Nun, meist weil sie den Wählern warme Regen versprochen haben, ohne die Kohle dafür zu haben - allen voran linksgerichtete Regierungen.

    Fazit: Regierungen wurden gewählt, weil sie den Wählern finanzielle Vorteile versprochen haben, die durch Kredite finanziert wurden.

    Wer hat's also erfunden??
    Jetzt nur auf den Banken 'rum zu hacken ist - gelinde gesagt - einäugig, wahrscheinlich aber eher bewusste Täuschung, Verharmlosung, Verantwortungsflucht...

    Also erstens redet keiner von "Hyperinflation", das ist wieder mal die berühmte Projektion. Zweitens müssten Sie mir schon erklären, wohin eine Hyperinflation denn führen würde. Wenn wir nämlich die von Deutschland 1923 nehmen, dann würde diese Hyperinflation in eine politische und wirtschaftliche Beruhigung führen, sprich die 2.Hälfte der 20iger Jahre. Die Naziherrschaft wurde erst von massiven Sparmaßnahmen der Regierung Brüning eingeläutet. Sparmaßnahmen, wie sie momentan ja alle fordern. Und wenn der politische Wille da wäre die Schulden zu bezahlen wäre es auch kein Problem. Ich gebe zu bedenken, dass zum Beispiel Großbritannien weit über 150% Schuldenquote hatte nach dem 2.Weltkrieg, und das hat sie nicht davon abgehalten die Schulden zu bezahlen, Wirtschaftswachstum zu haben und auch noch die Sozialsysteme auszubauen. Jetzt macht sich dasselbe Land schon bei 60-70% ins Hemd. Und wir in Deutschland sind auch nicht besser.

  5. "Die Amerikaner können ihre Schulden fast nur noch auf Kosten ihrer Gläubiger loswerden."

    Für diese Erkenntnis hat man aber lange gebraucht. Bei einem Miliäretat von über 600 Mrd. US-$ ist auch nicht damit zu rechnen, daß die Gläubiger ihre Ausstände in den USA gegen deren Willen eintreiben können.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    der USA sind die Chinesen. Und wenn die dann die USA übernehmen (Stichwort Militärtechnologie), dann Gnade uns Gott. [...]

    Bitte begründen Sie Ihre Aussagen mit sachlichen Argumenten und verzichten Sie auf Spekulationen. Danke, die Redaktion/lv

    der USA sind die Chinesen. Und wenn die dann die USA übernehmen (Stichwort Militärtechnologie), dann Gnade uns Gott. [...]

    Bitte begründen Sie Ihre Aussagen mit sachlichen Argumenten und verzichten Sie auf Spekulationen. Danke, die Redaktion/lv

  6. Das US-Defizit für das Haushaltsjahr 2011 - NUR für das eine Jahr - beträgt 942.000.000.000€.

    http://www.handelsblatt.c...

    Fast die HÄLFTE der gesamten deutschen Verschuldung (!) blasen die Amerikaner in nur EINEM JAHR als DEFZIT raus...wenn man sich dann noch überlegt, was überhaupt noch in den USA PRODUZIERT wird...

    ...dann will man EUROPA einreden, wir hätten ein PROBLEM???

    24 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 18.11.2011 um 12:42 Uhr

    ....wird man Ihnen nicht einreden müssen, dass die Europäer ein Problem haben.

    • joG
    • 18.11.2011 um 12:42 Uhr

    ....wird man Ihnen nicht einreden müssen, dass die Europäer ein Problem haben.

  7. an Jojo, das mal zu lesen.

  8. der USA sind die Chinesen. Und wenn die dann die USA übernehmen (Stichwort Militärtechnologie), dann Gnade uns Gott. [...]

    Bitte begründen Sie Ihre Aussagen mit sachlichen Argumenten und verzichten Sie auf Spekulationen. Danke, die Redaktion/lv

    Antwort auf "@Heike Buchter:"
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    stimmt!

    Dazu gibt es übrigens ein "witziges" na ja - oder eher makabres ad von "Ron Paul for President":

    http://www.youtube.com/wa...

    stimmt!

    Dazu gibt es übrigens ein "witziges" na ja - oder eher makabres ad von "Ron Paul for President":

    http://www.youtube.com/wa...

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