Wochenmarkt: Auch Olivenöl hat seine Saison: Jetzt!
Im Oktober beginnt die Erntezeit für Oliven. Wer jetzt ein Fläschchen des neuen Olivenöl-Jahrgangs ergattert, wird bemerken: Es ist frischer, fruchtiger, besser.
Man muss ja nicht so weit gehen wie der umbrische Produzent, den ich einmal in Reykjavík kennengelernt habe: Der war so besessen von dem unvergleichlichen Geschmack frisch gepressten Olivenöls, dass er es in Portionsfläschchen abfüllte, einfror und tiefgekühlt in die ganze Welt verschickte. Erst neben dem Teller des Gourmets sollte es wieder auftauen – um dann wie frisch gepresst zu schmecken. Man muss, wie gesagt, nicht so weit gehen. Und doch hat Olivenöl seine Saison: Wer jetzt, während der Erntezeit (die im Oktober begonnen hat), ein Fläschchen des neuen Jahrgangs ergattert, wird bemerken, dass dieses Öl anders ist, besser, frischer, fruchtiger als das Zeug, das er vielleicht schon jahrelang im Küchenschrank hat. Vorausgesetzt, es handelt sich um wirklich gut gemachtes Olivenöl, für das die Früchte einzeln von Hand gepflückt und sorgfältig, ohne chemische Tricks, kalt gepresst wurden.
Gutes Olivenöl kommt aus vielen Mittelmeerländern, auch aus der Türkei. In Istanbul hat der aus Bayern stammende Koch Maximilian Thomä in seiner Küche des Restaurants Agatha ein Rezept entwickelt, bei dem frisches Olivenöl seine Stärke ausspielen kann.
Die in Salz eingelegten Weinblätter – gibt’s im türkischen Lebensmittelladen – für mehrere Stunden wässern, damit sich ihr Salzgehalt verringert. Die Schalotten schälen, in kleine Würfel schneiden und in etwas Olivenöl goldbraun anrösten. Die Weinblätter in feine Streifen schneiden, zu den gerösteten Schalotten geben, mit Noilly Prat (dem trockenen französischen Wermut) ablöschen und etwas einkochen lassen. Dann mit Weißwein ablöschen, erneut reduzieren und mit der kalten Geflügelbrühe aufgießen. Mit Safran würzen, zum Binden die fein geriebenen Kartoffeln zugeben, aufkochen lassen und dann für etwa drei Stunden bei kleiner Flamme reduzieren. Dabei immer wieder etwas Wasser zugeben. Anschließend pürieren, durch ein Sieb passieren, die Rosinen zufügen und noch einmal aufkochen. Vor dem Servieren die Suppe mit dem Olivenöl aufmixen. Maximilian Thomä verwendet dafür die Sorte Thomas Kesebir von der Insel Cunda in der Ägäis.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass etwas von dieser Suppe übrig bleibt, hat der deutschtürkische Koch übrigens noch einen Tipp: den Suppenrest weiter reduzieren, bis er dickflüssig wird, mit etwas Mascarpone und noch ein wenig Olivenöl abschmecken und als Sauce zu gebratenem Fisch reichen.
Weinblattsuppe mit Olivenöl
500 g eingelegte Weinblätter
150 g Schalotten
1 Schuss Noilly Prat
¼ l Chardonnay
1 l Geflügelbrühe
1 Messerspitze Safran
200 g Kartoffeln
½ l Wasser
100 g Rosinen
200 ml Olivenöl









... "schon jahrelang im Küchenschrank hat", dürfte kaum zur Zielgruppe der "neuen Ernte" gehören ...
"MEIN ÖL" - Hört sich wunderbar an. Mir läuft das Wasser im Munde..
Teilen Sie auch? Wo und wie kann ich mal probieren?
Wir selber sind gerade aus der Toskanna zurück und auch glücklich mit "unserem" ehrlichen Olivenöl.
Doch jede Region bietet wunderbare Geschmackserlebnisse.
Wie wäre es mit einem Austausch
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Wir selber sind gerade aus der Toskanna zurück und auch glücklich mit "unserem" ehrlichen Olivenöl.
Doch jede Region bietet wunderbare Geschmackserlebnisse.
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"Wo kriege ich wirklich gutes Olivenöl her ?"
Für mich stellt sich nicht die Frage nach dem guten, sondern nach dem ehrlichen Öl. Vom ganz persönlichen "Olivenöl-Dealer".
Ich bin in der glücklichen Lage in einer von der Welt scheinbar vernachlässigten Region eine schier götttliche Dealerin zu kennen.
Aus einer abgeschotteten Enklave einer christlichen Stiftung im rein arabischen Westjordanland beziehe ich MEIN ÖL. Auf 2 ha Land stehen Olivenbäume, die aufgrund ihres Alters zu den letzten 200 Jahren Weltgeschichte einiges zu erzählen hätten.
Zurzeit wird wieder geerntet und für meine Vertrauensperson ist es keine Mühe, mir den versprochenen halben Liter zukommen zu lassen. Sie bekommt die Ware sorglos durch waffenstrotzenden israelischen Zoll in Ramallah.
Wie auch immer ?
Die Qualität von diesem Öl ist wirkich unbeschreiblich.
Meine Lieferung müsste in den nächsten Wochen eintreffen und ich werde mir SOFORT den ersten Schuß setzen.
"MEIN ÖL" - Hört sich wunderbar an. Mir läuft das Wasser im Munde..
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Doch jede Region bietet wunderbare Geschmackserlebnisse.
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Mit einem halben Liter Olivenöl würde ich nicht weit kommen. Ich habe gerade sechs Liter mildes und sechs Liter aromatisches, frischgepresstes Olivenöl bei einem Bekannten in der Toskana (echter Biobauer) gekauft. Er füllt nur in Sechs-Liter-Kanister ab, ich fülle dann in Literflaschen um. An einem kühlen und dunklen Ort (lieber zu kalt als zu warm) bleibt das Öl einige Monate ausgezeichnet, und dann ist es eh' schon verbraucht.
Leider denkt man bei Olivenöl immer zuerst an Italien und dann vielleicht noch an Spanien. Wie im Bericht erwähnt wird auch in der Türkei hervorragendes Olivenöl hergestellt - und auch in viele Länder als Grundprodukt exportiert. Es gibt in der Türkei kaum ein Gericht das ohne Olivenöl auskommt. Und das geht schon beim Frühstück los, wenn die Tomaten mit Olivenöl beträufelt werden. Ganze Rezept Gruppen werden als "Olivenöl Gericht" in der Türkei bezeichnet, weil das gute Öl dort nicht zu knapp verwendet wird. Interessenten kann ich www.gourient.de empfehlen.
Nach den Olivenöl-Skandalen bin ich auf andere, sehr schmackhafte und gesunde Öle umgestiegen.
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