City Guide Istanbul Noch einmal mit Gefüll
Wenn es kalt wird, essen die Istanbuler kleine Fische. Die Sardellen im Restaurant Maya haben Gewürzreis im Bauch.
© Agata Skowronek für DIE ZEIT

Das Restaurant Maya im Stadtteil Karaköy
Am Selbstbewusstsein fehlt es nicht. Die türkische Küche, liest man in mehr als einem Kochbuch, zähle zu den reichsten der Welt. Der deutsche Besucher liest es und gesteht sich ein, dass er von diesem Reichtum bislang nur einen seiner ärmeren Vertreter kennt. »Ich weiß schon, der Döner«, sagt Didem Şenol, eine der angesehensten türkischen Köchinnen.
»Mittlerweile bekommt man ihn überall auf der Welt. Dabei schmeckt er nicht mal in Istanbul. Er gehört nach Ostanatolien, wo es günstig gutes Lammfleisch gibt. Wenn sie ihn hier mit Billigware zubereiten, wird er so fett, dass ich nachts nicht schlafen kann, wenn ich einen gegessen habe.«
Dass man seinen Kochstil dem Standort, der Jahreszeit unterordnet – dieser Gedanke setzt sich in Istanbul erst allmählich durch. Bislang war es eher so, dass jeder Wirt seine Heimatküche hochhielt; die meisten sind ja zugereist.

Didem Şenol in ihrem Restaurant Maya
Didem Şenol kommt von hier, ist aber weit herumgekommen. Fast zehn Jahre lang war die junge Frau unterwegs. Erst in den USA, wo sie an einer renommierten Schule das Handwerk lernte, dann im eigenen Land, um sich mit den heimischen Küchen vertraut zu machen. Im Frühjahr 2010 eröffnete sie ihr eigenes Lokal und wurde von einem Magazin prompt zum besten Koch der Stadt ausgerufen.
Was also, Frau Şenol, ist der Geschmack von Istanbul an einem Novembertag?
Die Frage beantwortet sich schon fast von selbst, wenn man über die Galata-Brücke von der Altstadt zu ihrem Restaurant spaziert. An die hundert Angler stehen da Spalier, unbeeindruckt vom kalten Wind. In Eimern zu ihren Füßen zappeln Fischchen. Die Köder, denkt man, bis man einen der Männer ein solches fingergroßes Exemplar aus dem Wasser ziehen sieht. Das war eine Sardine, die sind gerade viel unterwegs.
- City Guide Istanbul
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Hier finden Sie alle Artikel aus dem City Guide Istanbul:
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Mit der Schriftstellerin Elif Shafak zum Großen Basar
Die Galata-Brücke ist der Logenplatz in der großen Istanbul-Oper
Nachts unterwegs mit dem Musiker Murat Ertel, Sänger von Baba Zula
Stammgericht: Istanbul schmeckt wie die gefüllten Sardellen im Restaurant Maya
Restauranttipps von unserem Restauranttester Michael Allmaier
Authentisches Boutique-Hotel: das Empress Zoe ist ein Haus mit Historie
Hoteltipps von unserem Hoteltester Tomas Niederberghaus
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Offizielles Tourismusportal der Türkei:
Am Nordufer des Goldenen Horns lag einmal der Hafen von Konstantinopel. Geblieben sind Fähren und Fischverkäufer. Was für Kreuzberg der Döner ist, das ist hier baık ekmek, Fischbrötchen vom tragbaren Grill. Auf dem kleinen Wochenmarkt kauft auch Didem Şenol manchmal ein, Räucherware oder Fischrogenpaste. Nur um die Grillstände macht sie einen Bogen. »Die verarbeiten heutzutage meistens Makrelen.« Und Makrelen haben gerade keine Saison? Oh doch, die haben immer Saison. »Sie kommen nämlich aus Norwegen – tiefgefroren.«
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In ihrem Restaurant gibt es gerade hamsi, Sardellen. So ziemlich die kleinsten Speisefische, aber auch die würzigsten. Poetische Seelen nennen sie wegen ihrer Schuppen auch »das Silber des Schwarzes Meeres«. Aus ihren Laichgebieten im Norden erreichen sie jeden Winter die türkische Küste. Da endet dann meist die Reise. Hamsi, so schmeckt Istanbul, wenn die Tage kälter werden.
- Datum 13.12.2011 - 19:16 Uhr
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- Serie City Guide
- Quelle DIE ZEIT, 24.11.2011 Nr. 48
- Kommentare 8
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Vor einer Woche bemerkte ich: "Ich bin noch nicht so lange in diesem Forum, aber mir scheint, daß auf die Türkei bezogene Themen überrepräsentiert sind. Sowohl Artikel zu Migranten als auch Artikel zu kulturellen Themen konzentrieren sich in eigenartiger Exclusivität auf türkischstämmige Migranten und türkische Kultur. Merkwürdig. Mag sein, ich täusche mich."
Schon wieder so ein Artikel. Hallo? Es gibt auch schöne Städte in Litauen, Slowenien, Rußland, Polen....
Sie müssen es ja nicht lesen oder zwingt sie jemand dazu.
Vielen Dank an die Zeit für den Tip.
Naja, jedenfalls gibt es gibt auch genug Lesestoff über Ihre unbedeutendsten Städte der Weltgeschichte. Es fällt auf das Sie die falschem Fragen stellen, fragen Sie sich, will ich überall mein Senf dazugeben und dazu noch auf nicht gestellte Fragen?
Liebe/r Pommery2011,
Sie finden alle Artikel des City Guides Istanbul hier:
http://www.zeit.de/themen...
sowie
- City Guide Barcelona: http://www.zeit.de/themen...
- City Guide Paris: http://www.zeit.de/themen...
Sie schreiben: "Es gibt auch schöne Städte in Litauen, Slowenien, Rußland, Polen...."
Im Reiseressort von ZEIT ONLINE finden Sie auch Reportagen und Fotografien aus anderen Ländern und Städten, zum Beispiel aus
- Bulgarien: Fotos aus dem Hinterland http://www.zeit.de/reisen...
- Skandinavien: Unterwegs mit den Sami http://www.zeit.de/reisen...
- Montenegro: Auf der Klosterinsel Skutari http://www.zeit.de/reisen...
- Israel: Fotos vom Toten Meer http://www.zeit.de/reisen...
Viel Freude beim Lesen!
evelyn runge.
Sie müssen es ja nicht lesen oder zwingt sie jemand dazu.
Vielen Dank an die Zeit für den Tip.
Naja, jedenfalls gibt es gibt auch genug Lesestoff über Ihre unbedeutendsten Städte der Weltgeschichte. Es fällt auf das Sie die falschem Fragen stellen, fragen Sie sich, will ich überall mein Senf dazugeben und dazu noch auf nicht gestellte Fragen?
Liebe/r Pommery2011,
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sowie
- City Guide Barcelona: http://www.zeit.de/themen...
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Sie schreiben: "Es gibt auch schöne Städte in Litauen, Slowenien, Rußland, Polen...."
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- Skandinavien: Unterwegs mit den Sami http://www.zeit.de/reisen...
- Montenegro: Auf der Klosterinsel Skutari http://www.zeit.de/reisen...
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Viel Freude beim Lesen!
evelyn runge.
Danke für den interessanten Artikel. Ich war vor wenigen Jahren in Istanbul und fand es recht schwer, dort einmal was Leckeres geboten zu bekommen. Insofern macht es schon Lust auf eine Wiederholung der Reise.
Sie müssen es ja nicht lesen oder zwingt sie jemand dazu.
Vielen Dank an die Zeit für den Tip.
"Was für Kreuzberg der Döner ist, das ist hier balk ekmek, Fischbrötchen vom tragbaren Grill."
Ekmek heißt Brot, kein problem. Doch Fisch heißt auf türkisch Balık und nicht balk.
Hab mir extra die Mühe gemacht, das i ohne Punkt in den weiten des Internets zu suchen.
Liebe/r fauler,
besten Dank für Ihren Hinweis, ist korrigiert.
Schönen Tag,
evelyn runge.
Liebe/r fauler,
besten Dank für Ihren Hinweis, ist korrigiert.
Schönen Tag,
evelyn runge.
Türkische Küche ist echt lecker, versucht mal bei einer türkischen Mutter, die gut kochen kann, einen Sixpack zu halten, unmöglich. Na ja Türken und die Türkei, speziell Istanbul ist nicht vergleichbar mit anderen Ländern und Städten, da sie viel interessanter ist. Die türkische Küche hat durch die Eroberungszüge im seldschukischen/osmanischen Reich Gerichte von Mittelasien über Persien, Arabien bis hin zum Balkan übernommen und in Istanbul vereint. Da soll mal ne weitere Stadt in der Welt mithalten! Hamsibrötchen liebe ich übrigens auch, schön heiß in der kalten Jahreszeit, lecker! Und für Vegetarier gibt es eine große Auswahl in der türkischen Küche, auch ohne Salat!:-)
Liebe/r fauler,
besten Dank für Ihren Hinweis, ist korrigiert.
Schönen Tag,
evelyn runge.
Naja, jedenfalls gibt es gibt auch genug Lesestoff über Ihre unbedeutendsten Städte der Weltgeschichte. Es fällt auf das Sie die falschem Fragen stellen, fragen Sie sich, will ich überall mein Senf dazugeben und dazu noch auf nicht gestellte Fragen?
Liebe/r Pommery2011,
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sowie
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Sie schreiben: "Es gibt auch schöne Städte in Litauen, Slowenien, Rußland, Polen...."
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Viel Freude beim Lesen!
evelyn runge.
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