Guttenberg "Es war kein Betrug"
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"Manches ist wie im Film an mir vorbeigezogen"

ZEIT: Wann haben Sie sich das erste Mal auf die Vorwürfe konzentriert und in Ihre Doktorarbeit geschaut?

Guttenberg: Erst danach. Ich hatte ja in Berlin gar kein Exemplar meiner Dissertation zur Hand und musste erst mal schauen, wo ich eins herbekomme. Ich habe gleich am Mittwoch jemanden beauftragt, mir meine Arbeit zu schicken, aber ich hatte erst Donnerstagabend, nach dem Gespräch mit der Kanzlerin, die Chance, die Vorwürfe zu sichten.

ZEIT: Am Wochenende haben Sie dann endlich in Ihrer Arbeit lesen können?

Guttenberg: Ja. Ich war in Berlin und hatte Zeit, mich damit zu befassen. Parallel dazu habe ich mir natürlich angeschaut, was im GuttenPlag Wiki zutage gefördert wurde.

ZEIT: Und?

Guttenberg: Ich musste erst mal rekapitulieren, wann ich mich mit welchen Stellen in welcher Form befasst hatte, und habe am Anfang noch geglaubt, dass das eine Sache ist, die sich auf ein paar Stellen beschränken wird. Aber dann gab es Stellen, die waren unerklärlich, und vor allem die Sache mit der Einleitung war katastrophal. An diesem Wochenende dämmerte mir, dass das Ausmaß sehr viel größer ist.

ZEIT: Hatten Sie da noch den Vorsatz, im Amt zu bleiben, oder haben Sie weiter über den Rücktritt nachgedacht?

Guttenberg: Angesichts der Wucht der Debatte hatte ich nahezu täglich den Gedanken: Das ist nicht durchzuhalten.

ZEIT: Wer hat Sie in diesen Tagen beraten?

Guttenberg: Wahrscheinlich gab es zu viele Ratschläge, die sich zum Teil diametral widersprochen haben. Einige rieten mir, stehen zu bleiben und mich überhaupt nicht auf die Debatte über die Doktorarbeit einzulassen; andere meinten, ich solle den Doktortitel sofort niederlegen und unbedingt weitermachen; wieder andere hielten einen Rücktritt für die beste Lösung. Das war alles gut gemeint, aber es hat nicht dazu beigetragen, dass es für mich leichter wurde.

ZEIT: Am Mittwoch mussten Sie dann im Bundestag Rede und Antwort stehen. Wie haben Sie das erlebt?

Guttenberg: Manches ist wie im Film an mir vorbeigezogen. Das war einer der erniedrigendsten und bittersten Momente, die ich bisher erleben musste. Auch wegen der Art der Auseinandersetzung war es unglaublich schwierig, ruhig zu bleiben. Die Angriffe haben ein Ausmaß angenommen, wie man es selten im Bundestag hört. Es war nicht leicht zu akzeptieren, dass das Präsidium nicht eingeschritten ist.

ZEIT: Sie fühlten sich unfair behandelt?

Guttenberg: Ja. Aber ich habe mir in diesem Moment auch noch mal gesagt, dass ich offen Stellung nehmen muss zu dem, was ich falsch gemacht habe. Deshalb habe ich mich auch vor dem Bundestag entschuldigt. Aber das ist ebenfalls untergegangen in der Berichterstattung.

ZEIT: Gibt es Abgeordnete, denen Sie an diesem Tag etwas bleibend übel genommen haben?

Guttenberg: Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich weiß, dass ich im Zweifel nie so mit Kollegen umgehen würde, wie es einige mit mir gemacht haben. Ich bin aber grundsätzlich kein nachtragender Mensch.

ZEIT: Dietmar Bartsch von der Linkspartei hat gesagt: »Früher wusste der Adel, was an so einer Stelle zu tun ist.«

Guttenberg: Bartsch hat sich am nächsten Tag per Handschlag im Beisein von Kollegen bei mir entschuldigt.

ZEIT: Haben Sie die Entschuldigung angenommen?

Guttenberg: Ja.

ZEIT: Es gab einen offenen Protestbrief, den Doktoranden an die Kanzlerin geschrieben haben; er wurde im Internet innerhalb von wenigen Tagen von 60.000 Menschen unterzeichnet.

Guttenberg: Diese Unterschriftenaktion hat mich ebenso wenig kaltgelassen wie die protestierenden Menschen vor dem Ministerium. Das waren zwar nicht so viele, wie letztlich behauptet wurde, aber man müsste ohne jegliche Fühler sein, wenn einen das nicht berühren würde.

ZEIT: Am Dienstag, dem 1. März, dann Ihre Rücktrittsrede. Hatten Sie die eigentlich selbst verfasst, oder hat da jemand mitgewirkt?

Guttenberg: Die Rede habe ich selbst geschrieben. Da haben einige draufgeschaut, aber das ist mein eigener Text, der könnte ureigener nicht sein.

ZEIT: Er enthält also keine Plagiatsfragmente?

Guttenberg: Nein. Es gab einige Stimmen, die mir im Vorfeld gesagt haben, was ihrer Meinung nach in einer solchen Erklärung stehen müsste. Und solche Ratschläge haben sicher an der einen oder anderen Stelle auch Einzug gefunden. Aber diese Erklärung gibt vollständig meine Gefühlslage wieder und meine Gedankenwelt. Und von diesen Worten habe ich bis heute nicht eine Silbe zurückzunehmen.

ZEIT: Was haben Sie nach Ihrer Rücktrittserklärung gemacht?

Guttenberg: Da war ich bei meiner Familie. Aber ich weiß kaum noch, wie das abgelaufen ist; ich war im Wesentlichen damit beschäftigt, die Erschöpfung aufzuarbeiten.

Alte Parteien, neue Parteien?

ZEIT: Befürchten Sie, dass in Deutschland eine populistische Bewegung aufkommen könnte?

Guttenberg: Die Gefahr schätze ich als nicht so groß ein. Zum einen fehlt es gottlob an begabten Demagogen, die sich außerhalb der wesentlichen Parteien bewegen; zum anderen glaube ich, dass jede neue Partei in Deutschland momentan in der Mitte erfolgreicher wäre als am Rand. Es herrscht eine große Sehnsucht nach der Mitte.

ZEIT: Aber fast alle Parteien beanspruchen die Mitte doch für sich: Sie meinen trotzdem, ausgerechnet die Mitte sei verwaist?

Guttenberg: Zumindest in den Augen eines erheblichen Teils der Bevölkerung ist sie nicht nur ein bisschen verwaist, sie wird nur noch mit Phrasen und mit den immergleichen Scharmützeln bespielt. Wenn man sich die Wahlbeteiligung anschaut, dann haben wir schon heute einen dramatischen Zustand, den wir uns im Vierjahresrhythmus schönzureden versuchen.

ZEIT: Aber wo würden Sie CDU und CSU verorten, wenn nicht in der Mitte?

Guttenberg: Die Union sitzt noch in der Mitte, aber sie ist dort lange nicht mehr so erkennbar, wie sie es sein könnte. Sie sitzt eben und steht nicht.

ZEIT: Daran haben Sie zum Teil mitgewirkt. Es gab die Aussetzung der Wehrpflicht, die Abschaffung der Hauptschule und natürlich den Ausstieg aus der Atomenergie; aktuell gibt es die Vorstöße zur Frauenquote und zum Mindestlohn. Für einen gestandenen Konservativen ist das alles kaum zu fassen.

Guttenberg: Ich glaube, dass man einige – nicht alle – dieser Schritte gut begründen könnte. Wenn man sie denn begründen wollte. Kommunikation ist eine fortwährende Aufgabe, die nicht auf den Zeitpunkt der Entscheidung beschränkt werden kann.

ZEIT: Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe dafür, dass die in Bayern einst als unbesiegbar geltende CSU bei Landtagswahlen nur noch etwas mehr als 40 Prozent der Stimmen einfährt?

Guttenberg: Sie ist, wie andere Parteien auch, von einer Infektion befallen, die das allmähliche Sterben der Volksparteien auslösen könnte oder bereits ausgelöst hat. Und die Behauptung, man sei die letzte verbliebene Volkspartei, wird ihr bestimmt nicht mehr Wähler zuführen, sondern im Zweifel als Hybris ausgelegt werden. Sich so zu bezeichnen, wenn man etwa 40 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von unter 60 Prozent bekommt, wirkt nur noch wie die Verhöhnung früherer Träume.

ZEIT: So gesehen gäbe es heute in Deutschland überhaupt keine Volkspartei mehr.

Guttenberg: Zumindest nach alten Maßstäben gibt es heute keine Volksparteien mehr in Deutschland. Die Frage, ob es gelingt, wieder mehr Menschen zu mobilisieren, hängt davon ab, ob die Parteien in der Lage sind, Entwürfe für die Probleme von heute und morgen vorzulegen: Demografie, Neue Medien, Europa, Klimaschutz, diesen Fragen muss man sich zuwenden. Es reicht auch für die CSU nicht aus, in romantischer Rückschau die gute alte Zeit zu beschwören. Da haben sich doch schon viele Spinnweben gebildet. Ich höre immer wieder von jungen Leuten, dass es ihnen an einem Kompass fehlt.

ZEIT: Sie sprechen von einer Infektion, die alle Parteien erfasst habe. Gibt es also Ihrer Meinung nach keine spezifische CSU-Problematik?

Guttenberg: Eher nicht. Den Menschen mangelt es in der Politik generell an Köpfen, die für gewisse Inhalte stehen. Die bereit sind, für Inhalte zu streiten, und nicht die Segel streichen, wenn der Wind mal sehr eisig bläst. Es gibt herausragende Köpfe in jeder der Parteien in Deutschland, rechts außen mal ausgenommen. Aber sie sind in allen Parteien rar gesät. Parteien bieten heute nur noch wenig Anreize, die übliche Parteikarriere wirkt auf viele Menschen sehr abschreckend. Und die Bindungen an Parteien haben abgenommen. Parteien müssen verstehen, dass sie bei der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung heute keine dauerhafte Bindekraft mehr haben. Das zu verstehen, haben sie bislang versäumt, die CSU inklusive.

Leser-Kommentare
    • Zyklo
    • 26.11.2011 um 10:23 Uhr

    und kein Schuldbewußtsein ist gescheitert und zwar im Charakter.

    31 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.

    Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...

    Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!

    Andreas Klamt, Leverkusen

    Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.

    ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
    Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
    Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.

    Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.

    Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...

    Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!

    Andreas Klamt, Leverkusen

    Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.

    ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
    Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
    Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.

    Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

  1. wenn ein Sozialhilfeempfänger "vergisst", ein Vermögen oder ein Einkommen anzugeben. Oder wenn jemand "aus Versehen" dem Finanzamt gegenüber bestimmte Einkommen nicht erwähnt.
    GLEICHES RECHT FÜR ALLE!
    Keiner, der dem mit den endlich mal gewaschenen Haaren eine lässliche Sünde zubilligt, hat noch das Recht, sich aufzuregen über "Sozialhilfebetrüger", "Steuerbetrüger" und "Ausländer", die angeblich nur hier leben, um den deutschen Sozialstaat zu schröpfen.
    Im Übrigen ist die im Artikel dargestellte Arbeitsweise so planlos, so unsystematisch, so chaotisch, dass der Erzähler sich selbst für JEDES öffentliche Amt diskreditiert.
    Thema erledigt!
    Schluss damit!
    Für immer!

    114 Leser-Empfehlungen
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    Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.

    Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:

    http://www.youtube.com/wa...

    Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".

    "Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
    Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
    http://de.wikipedia.org/w...

    Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.

    Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:

    http://www.youtube.com/wa...

    Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".

    "Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
    Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
    http://de.wikipedia.org/w...

    • Hermez
    • 26.11.2011 um 10:36 Uhr

    ist gut jetzt.Bitte kein Guttenberg mehr. Danke.

    80 Leser-Empfehlungen
  2. Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum.
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    78 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    4. "Au Backe
    Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."

    Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
    Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!

    4. "Au Backe
    Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."

    Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
    Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!

  3. 5. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    20 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 26.11.2011 um 12:36 Uhr

    ....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
    vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.

    • joG
    • 26.11.2011 um 12:36 Uhr

    ....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
    vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.

  4. 122 Leser-Empfehlungen
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    Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !

    • tbw
    • 26.11.2011 um 20:22 Uhr

    Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".

    Tja - Sie denken.

    Aber Giovanni di Lorenzo handelt!

    Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !

    • tbw
    • 26.11.2011 um 20:22 Uhr

    Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".

    Tja - Sie denken.

    Aber Giovanni di Lorenzo handelt!

  5. "Es steht völlig außer Frage, dass ich einen auch für mich selbst ungeheuerlichen Fehler begangen habe, den ich auch von Herzen bedauere."

    So, so, er bedauert also seinen "ungeheuerlichen Fehler".

    Das hörte sich zu Anfang aber ganz anders aus seinem Munde an:

    "Und ich werde gerne bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend, ich betone, vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten - allerdings nur bis dahin. Anschließend werde ich ihn wieder führen" - Zitat zu Guttenberg kurz nach Aufkommen der Vorwürfe.

    Herr zu Guttenberg ist nicht nur ein skrupelloser Plagiator, er ist zudem auch noch ein übler Wahrheitsverdreher. Diese ganze Verharmlosungstaktik können nur noch stramme Parteisoldaten glauben oder Einfältige, die es schlicht nicht besser wissen wollen.

    Dieses Interview ist eine einzige Frechtheit eines wissenschaftlichen Möchtegernnapoleons!

    73 Leser-Empfehlungen
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    Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde

    • Webro
    • 03.12.2011 um 19:31 Uhr

    Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .

    Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.

    Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde

    • Webro
    • 03.12.2011 um 19:31 Uhr

    Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .

    Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.

  6. Ich glaube das ist eine kulturelle Frage. Bei einem preussischen Protestanten erwartet man, dass er dafür einsteht und reinen Tisch macht. Wie Engholm sagte, wat mutt, dat mutt. Bei einem katholischen Lausbub ist das dagegen nicht wesentlich, man kann, man darf nie Klartext reden, die Heuchelei wird selbst dann noch öffentlich vertreten, wenn es nicht mehr geht und alle Angehörigen werden gezwungen das so öffentlich loyal mitzutragen, obwohl sie wissen, dass es auf tönernen Füssen steht.

    Was sich Guttenberg vor dem Bundestag erlaubt hat, das war schlimm für die Institution. Es war gleich am Anfang für jeden gebildeten Menschen nach dem FAZ-Bericht klar, dass er seinen Titel los ist. Es war auch sofort klar, dass er formal zurücktreten musste, wegen seiner Verantwortung des Amtes für die Bundeswehruniversitäten. Trotzdem liess ihn Merkel im Amt. Medien und Parteifreunde wollten nicht reintreten, das hat er ausgenutzt. Dann auf ochlokratischen Grundlage die Basis gegen die Leute aufzuhetzen, die das offen aussprachen, was die Eliten wussten oder andere Parteifreunde zu einer unmöglichen heuchlerischen Unterstützung zu zwingen, das war unwürdig. Man hat ihm alle Brücken gebaut, etwa spekuliert, er habe das nicht selbst verzapft. Das hat er ausdrücklich ausgeschlagen, schlichtweg zu hoch gepokert. Dass er seine unhaltbare Position weiter vertritt, macht deutlich, dass er für ein politisches Amt nicht mehr geeignet ist.

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    Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!

    Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.

    Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!

    Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.

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