"Es finden manchmal die lustigsten und skurrilsten Kontakte statt"
ZEIT: Droht der CSU der Abstieg zur Regionalpartei?
Guttenberg: Diese Gefahr ist immer dann gegeben, wenn die CSU glaubt, bayerische Interessen brachial und dauerhaft über gegebene bundespolitische und europäische Ansprüche sowie auch globale Einflüsse stellen zu müssen. Das darf schon mal sein, aber es darf nicht zum Grundmuster werden.
ZEIT: Könnten Sie sich vorstellen, irgendwann eine andere politische Partei zu wählen oder sogar für sie anzutreten?
Guttenberg: Ich bin zurzeit Mitglied einer Partei, die einen langen Weg zu gehen hat, um von der Abwärtsbewegung der sogenannten Volksparteien nicht ergriffen zu werden.
ZEIT: Die Betonung liegt auf »zurzeit«?
Guttenberg: Dabei möchte ich es bewenden lassen. Nicht jede Betonung muss bereits eine Drohung sein.
ZEIT: Bekommen Sie mit, dass es zurzeit bei relativ angesehenen Konservativen durchaus Überlegungen gibt, eine neue Partei zu gründen?
Guttenberg: Natürlich.
ZEIT: Würden Sie einer solchen Gruppierung Chancen zubilligen?
Guttenberg: Grundsätzlich ja, aber das wäre natürlich von den Köpfen abhängig.
ZEIT: Hätten Sie keine Angst, dass so eine neue Partei vor allem Querulanten anziehen könnte?
Guttenberg: Das ist ein altes Argument, ja. Man könnte dem aber vielleicht begegnen: Zum einen müsste man eine Programmatik so deutlich entwerfen, dass gewisse Randgruppen, aber auch notorische Querulanten überhaupt nicht auf die Idee kommen, mit der neuen Gruppierung zu kokettieren. Ein klares Bekenntnis zu Israel beispielsweise würde den rechten Rand wohl abschrecken. Zum anderen bräuchten Sie Köpfe, die für ein bestimmtes Denken stehen und über jeden Zweifel erhaben sind, mit tumbem Extremismus in Verbindung zu stehen.
ZEIT: Halten Sie es für unwahrscheinlich, dass eine solche Partei noch vor den nächsten Wahlen gegründet wird?
Guttenberg: Das halte ich angesichts des Organisationsaufwandes für unwahrscheinlich. Ich glaube aber wie gesagt, dass eine solche Gruppierung am ehesten in der Mitte Erfolg haben könnte, nicht an den Rändern des politischen Spektrums.
ZEIT: Sind Sie von Leuten kontaktiert worden, die vorhaben, eine neue Partei zu gründen?
Guttenberg: Es finden manchmal die lustigsten und skurrilsten Kontakte statt.
Die Rückkehr
ZEIT: Herr zu Guttenberg, Sie sehen anders aus als früher.
Guttenberg: Ausgeschlafener.
ZEIT: Vielleicht, aber ich meine etwas anderes. Ich vermisse die ganze Zeit Ihre Brille, ich kenne Sie gar nicht ohne.
Guttenberg: Böse Zungen werden sagen, jetzt ist er so eitel, dass er sich auch noch seine Augen hat richten lassen.
ZEIT: Sie sehen aber auch wirklich überall Fallen.
Guttenberg: Faktisch war es so, dass es einer reizenden indischen Ärztin in den USA bedurfte, die festgestellt hat, dass ich ohne Brille vollkommen ausreichend sehen kann.
ZEIT: Wie ist das möglich?
Guttenberg: Ich habe überhaupt erst seit sieben oder acht Jahren eine Brille getragen. Irgendwas in unserer Familiengeschichte muss über die Jahrhunderte dazu geführt haben, dass ich auf dem linken Auge extrem kurzsichtig bin und auf dem rechten Auge relativ weitsichtig...
ZEIT: ...ideale Voraussetzungen für einen Berufspolitiker!
Guttenberg: Ja, aber ganz schlecht, wenn man beide Augen gleichzeitig braucht. Jedenfalls hat sich das viele Jahre lang wunderbar ausgeglichen, ist aber während der politischen Laufbahn schlechter geworden. Nach meinem Rücktritt hat es sich wieder gebessert, sodass mir die erwähnte Ärztin gesagt hat, ich brauche keine Brille. Deshalb trage ich nur noch beim Autofahren eine. Da ist es schon besser, wenn man mit dem linken Auge etwas mehr sieht als nur schwarze Klumpen, die einen überholen.
ZEIT: Wie kommt es, dass sich Ihr Sehvermögen wieder verbessert hat?
Guttenberg: Man hat mir gesagt, dass sich die Augen im Alter tatsächlich verbessern können. Das war mir bisher vollkommen fremd, ich dachte, es wird immer alles nur schlechter. Von daher nehme ich das dankbar an. Und es hat nichts mit Eitelkeit zu tun: Die meisten Menschen meinen, dass mir die Brille besser steht. Das sagt meine Frau auch.
ZEIT: Mal abgesehen von der Brille: Ich finde, Sie sehen auch älter aus. In Ihr Gesicht schleicht sich hin und wieder ein harter Zug ein.
Guttenberg: Ja, die vergangenen Jahre haben durchaus zu mancher Verbitterung geführt. Vor allem die letzten beiden Jahre haben Spuren hinterlassen. Das muss ich alles erst mal ergründen und verarbeiten, das wird noch eine Weile dauern. Auch auf die Gefahr hin, dass ich deswegen gleich wieder angegriffen werde: Ich bin durch das, was sich in diesem Jahr abgespielt hat, auch schwer gezeichnet.
ZEIT: Die letzten beiden Nachrichten zu Ihrer Person vor diesem Gespräch waren diese: Der CSU-Parteitag hat kühl auf die Erwähnung Ihres Namens reagiert, und der Produzent Nico Hofmann will Aufstieg und Fall des Karl-Theodor zu Guttenberg als Komödie verfilmen. Wollen Sie jetzt intervenieren, weil Sie befürchten, dass Ihr Bild in der Öffentlichkeit allzu sehr verzerrt werden könnte?
Guttenberg: Ich habe ja nicht nur in diesem Jahr, sondern auch schon zuvor immer wieder mit dem Wechselspiel zwischen richtigen Beschreibungen meiner Person und Verzerrungen leben müssen. Weder der Film noch der Parteitag waren Gründe für dieses Interview. Es ist doch völlig normal im politischen Geschäft, dass man auf Parteitagen, an denen man nicht teilnimmt, nicht die Reaktionen auslöst, die man vielleicht bei anderer Gelegenheit erfahren hat.
ZEIT: Aber war das nicht eine sehr plötzliche Abkühlung? Auch Horst Seehofer hat Ihren Namen nicht einmal erwähnt.
Guttenberg: Er hat doch außerordentlich nette Worte beim Politischen Aschermittwoch, relativ kurz nach meinem Rücktritt, für mich gefunden. Das hätte er nicht gemusst. Das hat mich damals sehr gefreut. Und wissen Sie, wenn man nicht mehr in der gleichen Badewanne planscht, wird das Wasser schnell kühler.
ZEIT: Ist es nicht ein Indiz dafür, dass Sie inzwischen eher unerwünscht sind?
Guttenberg: Es ist eher ein Indiz für die ungeschriebene Regel, dass das Geschäft weitergehen muss, unabhängig von ehemaligen Amtsträgern. Das ist nichts, was mich bedrückt. Ich habe das erwartet, sogar früher schon.
ZEIT: Wie war das für Sie, als Sie von Nico Hofmanns Film erfuhren?
Guttenberg: In meiner ersten Reaktion habe ich an meine Kinder gedacht und mich gefragt: Muss das auch noch sein? Ich habe beschlossen, das mit Humor zu nehmen. Und da der Film ja als Satire angekündigt ist, hoffe ich, dass er wenigstens komisch wird.
- Datum 26.11.2011 - 10:12 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.11.2011 Nr. 48
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und kein Schuldbewußtsein ist gescheitert und zwar im Charakter.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.
Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...
Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!
Andreas Klamt, Leverkusen
Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?
Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!
Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.
ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.
Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.
Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...
Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!
Andreas Klamt, Leverkusen
Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?
Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!
Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.
ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.
Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn
wenn ein Sozialhilfeempfänger "vergisst", ein Vermögen oder ein Einkommen anzugeben. Oder wenn jemand "aus Versehen" dem Finanzamt gegenüber bestimmte Einkommen nicht erwähnt.
GLEICHES RECHT FÜR ALLE!
Keiner, der dem mit den endlich mal gewaschenen Haaren eine lässliche Sünde zubilligt, hat noch das Recht, sich aufzuregen über "Sozialhilfebetrüger", "Steuerbetrüger" und "Ausländer", die angeblich nur hier leben, um den deutschen Sozialstaat zu schröpfen.
Im Übrigen ist die im Artikel dargestellte Arbeitsweise so planlos, so unsystematisch, so chaotisch, dass der Erzähler sich selbst für JEDES öffentliche Amt diskreditiert.
Thema erledigt!
Schluss damit!
Für immer!
Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.
Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:
http://www.youtube.com/wa...
Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".
"Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
http://de.wikipedia.org/w...
Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.
Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:
http://www.youtube.com/wa...
Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".
"Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
http://de.wikipedia.org/w...
ist gut jetzt.Bitte kein Guttenberg mehr. Danke.
Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
4. "Au Backe
Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."
Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!
4. "Au Backe
Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."
Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag
....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.
....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.
Ich denke nicht.
Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !
Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".
Tja - Sie denken.
Aber Giovanni di Lorenzo handelt!
Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !
Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".
Tja - Sie denken.
Aber Giovanni di Lorenzo handelt!
"Es steht völlig außer Frage, dass ich einen auch für mich selbst ungeheuerlichen Fehler begangen habe, den ich auch von Herzen bedauere."
So, so, er bedauert also seinen "ungeheuerlichen Fehler".
Das hörte sich zu Anfang aber ganz anders aus seinem Munde an:
"Und ich werde gerne bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend, ich betone, vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten - allerdings nur bis dahin. Anschließend werde ich ihn wieder führen" - Zitat zu Guttenberg kurz nach Aufkommen der Vorwürfe.
Herr zu Guttenberg ist nicht nur ein skrupelloser Plagiator, er ist zudem auch noch ein übler Wahrheitsverdreher. Diese ganze Verharmlosungstaktik können nur noch stramme Parteisoldaten glauben oder Einfältige, die es schlicht nicht besser wissen wollen.
Dieses Interview ist eine einzige Frechtheit eines wissenschaftlichen Möchtegernnapoleons!
Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde
Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .
Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.
Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde
Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .
Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.
Ich glaube das ist eine kulturelle Frage. Bei einem preussischen Protestanten erwartet man, dass er dafür einsteht und reinen Tisch macht. Wie Engholm sagte, wat mutt, dat mutt. Bei einem katholischen Lausbub ist das dagegen nicht wesentlich, man kann, man darf nie Klartext reden, die Heuchelei wird selbst dann noch öffentlich vertreten, wenn es nicht mehr geht und alle Angehörigen werden gezwungen das so öffentlich loyal mitzutragen, obwohl sie wissen, dass es auf tönernen Füssen steht.
Was sich Guttenberg vor dem Bundestag erlaubt hat, das war schlimm für die Institution. Es war gleich am Anfang für jeden gebildeten Menschen nach dem FAZ-Bericht klar, dass er seinen Titel los ist. Es war auch sofort klar, dass er formal zurücktreten musste, wegen seiner Verantwortung des Amtes für die Bundeswehruniversitäten. Trotzdem liess ihn Merkel im Amt. Medien und Parteifreunde wollten nicht reintreten, das hat er ausgenutzt. Dann auf ochlokratischen Grundlage die Basis gegen die Leute aufzuhetzen, die das offen aussprachen, was die Eliten wussten oder andere Parteifreunde zu einer unmöglichen heuchlerischen Unterstützung zu zwingen, das war unwürdig. Man hat ihm alle Brücken gebaut, etwa spekuliert, er habe das nicht selbst verzapft. Das hat er ausdrücklich ausgeschlagen, schlichtweg zu hoch gepokert. Dass er seine unhaltbare Position weiter vertritt, macht deutlich, dass er für ein politisches Amt nicht mehr geeignet ist.
Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!
Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.
Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!
Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.
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