Guttenberg "Es war kein Betrug"
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"Die momentane Distanz zu den Dingen ist wohltuend"

ZEIT: Der Film wird bereits jetzt mit Schtonk! verglichen, und da geht es immerhin um die größte Fälschungsgeschichte in der Geschichte des deutschen Journalismus. Befürchten Sie nicht, dass man für gewisse Aufgaben nicht mehr infrage kommt, wenn man Gegenstand einer solchen Satire geworden ist?

Guttenberg: Das kommt wahrscheinlich darauf an, wie man selbst darauf reagiert. Das Schöne ist ja, dass eine Satire eine Überspitzung ist und dass es hinter der Überspitzung auch noch einen normalen Menschen gibt. Und dieser Mensch zu sein, werde ich mir von einem Film gewiss nicht nehmen lassen.

ZEIT: Sie können jetzt schon ausschließen, dass Sie rechtlich gegen dieses Filmprojekt vorgehen werden?

Guttenberg: Aber ja! Als Politikschaffender durfte ich ja bereits Objekt der wildesten Werke von mehr oder weniger begabten Kabarettisten sein. Das muss man ertragen und, wenn es gut ist, genießen.

ZEIT: Das heißt, Ihr Lieblingsspruch »Wenn man bis zum Hals im Wasser steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen« trifft inzwischen auf Sie zu?

Guttenberg: Ja, sehr sogar, und ich bin offensichtlich noch nicht abgesoffen. Natürlich war ich in einer Situation, die man keinem Menschen wünscht. Ich musste für mich selbst eine Form des Umgangs mit den Erlebnissen finden. Das habe ich jetzt getan. Die Reaktionen so vieler Menschen nach dem Rücktritt waren ungemein ermutigend.

ZEIT: Gibt es nicht auch Menschen, die Sie auf der Straße kritisieren oder aggressiv angehen?

Guttenberg: Ich habe lediglich ein Mal eine aggressive Bemerkung zugerufen bekommen, das war beim Bon-Jovi-Konzert im Juni 2011 in München. Einer hat hinten laut »Betrüger« gerufen. So was trifft, das steht außer Frage. Das war aber die einzige negative Reaktion, die ich in der direkten Begegnung erfahren habe.

ZEIT: Kaum zu glauben!

Guttenberg: Ja, das hat mich auch erstaunt. Das, was ich über mich lesen und sehen durfte, hätte eigentlich andere Reaktionen hervorrufen müssen. Aus der Ferne gab es das auch: Es kamen einige sehr wüste schriftliche Reaktionen, insbesondere anonyme E-Mails, die teilweise jedes Maß überschritten haben. Ich habe Morddrohungen erhalten, und selbst meine Familie ist sehr hart angegangen worden. Man kann sich, glaube ich, vorstellen, was das bei Kindern auslöst.

ZEIT: Wie war das?

Guttenberg: An ihrer Schule in Berlin wurden sie großartig geschützt, aber natürlich nicht vor den Äußerungen anderer Kinder. Und immer dann, wenn sie die Schule verließen, wurden sie mit der Sache konfrontiert. Der Gipfel war aber eine andere Geschichte: Als meine ältere Tochter für das kommende Jahr auf eine andere Schule wechseln wollte, bekamen wir einen Brief von der Vorsitzenden eines Elterngremiums, in dem stand, dass das Kind auf der Schule nicht erwünscht sei.

ZEIT: Mit welcher Begründung?

Guttenberg: Das wurde mit dem Vorwurf der Unglaubwürdigkeit des Vaters begründet. Das sind Beweggründe und Zustände, von denen wir in Deutschland eigentlich glaubten, sie überwunden zu haben.

ZEIT: Wie geht es Ihnen jetzt?

Guttenberg: Die momentane Distanz zu den Dingen ist wohltuend. Ich hatte natürlich auch mit einer sehr schweren inneren Erschütterung umzugehen.

ZEIT: Wann ist denn die Entscheidung gereift, in die Vereinigten Staaten zu gehen?

Guttenberg: Im Laufe des Frühjahrs.

ZEIT: Also relativ schnell?

Guttenberg: Ja, allerdings unter Abwägung einiger schöner Optionen, die es gab. Berufliche Angebote, die mich in andere Teile dieser Welt geführt hätten, bis ins ferne Asien.

ZEIT: Was waren das für Angebote?

Guttenberg: Das waren interessante Angebote aus der Wirtschaft. Es gab aber auch Angebote von NGOs, sogar aus der akademischen Welt, erstaunlicherweise.

ZEIT: Auch aus Deutschland?

Guttenberg: Es gab und gibt auch aus Deutschland Angebote, ja.

ZEIT: Sie haben alle Angebote abgelehnt?

Guttenberg: Ja.

ZEIT: Was sagt denn Ihre innere Uhr, wie lange bleiben Sie in den USA?

Guttenberg: So lange, wie es meiner Familie und mir Freude macht.

ZEIT: Es gibt keinen Termin?

Guttenberg: Ich terminiere gerade gar nichts.

ZEIT: Es steht aber fest, dass Sie wieder nach Deutschland zurückkommen?

Guttenberg: Deutschland ist meine Heimat. Dort bin ich fest verwurzelt. Und ich bin viel zu verliebt in diese Heimat, als dass ich ihr einfach so den Rücken kehren könnte.

ZEIT: Wollen Sie sich nach einer Rückkehr auch wieder politisch engagieren?

Guttenberg: Ob eine Rückkehr mit einem politischen Engagement welcher Art auch immer verbunden sein wird, ist heute gänzlich offen. Dass ich ein politischer Mensch, ein Zoon politikon, bleibe, steht außer Frage.

ZEIT: Wenn Sie sich ganz neu ausrichten wollten, hätten Sie wahrscheinlich auch eins der Angebote aus der Wirtschaft angenommen.

Guttenberg: Vielleicht mache ich es auch noch.

ZEIT: Was Sie gar nicht müssen.

Guttenberg: Das stimmt, ich bin in der erfreulichen Situation, finanziell unabhängig zu sein. Aber daraus erwächst weiterhin eine gewisse Verpflichtung, zumindest den Mund aufzumachen zu Dingen, die künftige Generationen betreffen. Und es gibt einfach genug, woran es in unserem Land weiterhin dramatisch hapert und wo mitunter Mutlosigkeit, ja sogar Feigheit in der Herangehensweise bei notwendigen Veränderungen festzustellen ist. Ich werde mich sicherlich weiterhin äußern. Ob das mit einer politischen Position verbunden sein wird, muss die Zeit zeigen. Es ist jedenfalls viel zu früh, um heute zu sagen, ob, wann, wie, in welchem Umfang und in welcher Umgebung ich wieder in die Politik zurückkehre.

ZEIT: Unter welchen Umständen könnten Sie sich denn eine Rückkehr in die deutsche Politik vorstellen?

Guttenberg: Bisher ist ja fast jeder mit dem Ansinnen gescheitert, politische Geschehnisse vorherzusagen. Das gilt auch für mich. Ich bin zur Tagespolitik auf Distanz gegangen und kann mich wieder etwas mehr mit den größeren Zusammenhängen befassen.

ZEIT: Und dann eines Tages in ein Amt zurückkehren?

Guttenberg: Noch einmal: Ich schließe nichts aus, aber es gibt bislang keine konkrete Intention. Aber ich werde mit Sicherheit in mein Heimatland zurückkehren und ein politischer Kopf bleiben.

ZEIT: Ist das auch vor der Wahl im Jahr 2013 denkbar?

Guttenberg: Das ist so eine klassische Frage, wie man sie von Günther Jauch gestellt bekommen würde.

ZEIT: Und was würden Sie Herrn Jauch dann sagen?

Guttenberg: Er würde etwa folgende politische Antwort bekommen: Das Jahr 2013 wird vielen anderen die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Warum sollte ich vorauseilend über Schweißperlen sprechen?

ZEIT: Sie schließen also eine politische Rückkehr nach Deutschland vor 2013 aus?

Guttenberg: Es gibt nichts Langweiligeres für einen ehemaligen Politiker, als auf Ausschlussfragen zu antworten. Ich hatte gehofft, dass das neue Leben neue Fragen zu bieten hat.

ZEIT: Sie halten sich alles offen.

Guttenberg: Ja.

Mitarbeit: Jan Patjens

 
Leser-Kommentare
    • Zyklo
    • 26.11.2011 um 10:23 Uhr

    und kein Schuldbewußtsein ist gescheitert und zwar im Charakter.

    31 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.

    Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...

    Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!

    Andreas Klamt, Leverkusen

    Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.

    ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
    Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
    Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.

    Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    Solche Aussagen sind wahrlich unglaublich und von solchen Menschen werden wir regiert.

    Wobei mir auffällt in regiert steckt das Wort Gier, ob dass wohl was zu bedeuten hat...

    Das hat er nicht verdient. Er beginnt doch schon wieder, ein schöngefärbtes Bild von sich aufzubauen. und die Zeit ist ihm behilflich!

    Andreas Klamt, Leverkusen

    Dass G.d.L. Guttenberg eine Plattform bietet, ist erschreckend. Hat Die ZEIT das nötig?

    Was hat uns diese ganze Charade gezeigt? Die unfassbare Anmaßung bis Hybris der Presse (Ultimatum der Süddeutschen Zeitung an Guttenberg bis 15 Uhr Stellung zu beziehen) der Presse, die aktuelle irrationale "Aufwiegelbarkeit" des Wutbürger-Mobs und die Fassade des Titel-Status-Wahns der Pseudo-Intellektuellen bzw. der vermeintlichen Oberschicht. Furchtbar und Peinlich für ALLE Beteiligten!

    Der Nachfolger von seinem Doktorvater hat ihn zwar als "Betrüger" bezeichnet. Das war aber ganz offensichtlich untechnisch gemeint - im Sinne von "Hochstapler". Dass Guttenberg sich genausowenig wegen Betrugs strafbar gemacht hat, wie derjenige der seinen Ehepartner "betrügt", weiß jeder Jurastudent. Herr Guttenberg sollte seine peinlichen Belehrungen für sich behalten. Viel spricht übrigens für den Verdacht, dass auch Guttenberg betrogen wurde - und zwar von seinem Ghostwriter. So dumm kann in der Tat niemand sein, ein solch dreistes Plagiat anzufertigen.

    ich kann nur sagen, Herr di Lorenzo weiß, wie man ein Buch verkauft.
    Ach, ich würde auch gern mal 3 Tage in einem Londoner Luxushotel Tee trinken und plaudern.
    Viel interessanter als irgendwelche faden Doktorarbeiten wären jedoch die Fragen: Gab es Scones mit Erdbeer- oder Johannisbeermarmelade oder gar mit clotted cream? War schon Christmas Pudding zu haben? Und bestellte Lady Bracknell Cucumber Sandwiches? Bitte um Details im nächsten Zeit Magazin.

    Entfernt. Bitte üben Sie Kritik ausschließlich auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

  1. wenn ein Sozialhilfeempfänger "vergisst", ein Vermögen oder ein Einkommen anzugeben. Oder wenn jemand "aus Versehen" dem Finanzamt gegenüber bestimmte Einkommen nicht erwähnt.
    GLEICHES RECHT FÜR ALLE!
    Keiner, der dem mit den endlich mal gewaschenen Haaren eine lässliche Sünde zubilligt, hat noch das Recht, sich aufzuregen über "Sozialhilfebetrüger", "Steuerbetrüger" und "Ausländer", die angeblich nur hier leben, um den deutschen Sozialstaat zu schröpfen.
    Im Übrigen ist die im Artikel dargestellte Arbeitsweise so planlos, so unsystematisch, so chaotisch, dass der Erzähler sich selbst für JEDES öffentliche Amt diskreditiert.
    Thema erledigt!
    Schluss damit!
    Für immer!

    114 Leser-Empfehlungen
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    Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.

    Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:

    http://www.youtube.com/wa...

    Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".

    "Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
    Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
    http://de.wikipedia.org/w...

    Aber, aber - Guttenberg zählt sich doch zur "Elite" - und fordert für sich "andere Wertmaßstäbe" ein, als sie - um es mit Thomas Manns Romanfigur Felix Krull zu sagen - für "Kreti und Pleti" gelten.

    Kritik daran wird von den Kritisierten als das Wort der Neider dargestellt - und zwar oft auch in einer Form, wie es vor nicht all zu langer Zeit ein gewisser Karl-Heinz Grasser in Österreich vor nicht all zu langer Zeit gemacht hat:

    http://www.youtube.com/wa...

    Und da gibt es dann eben auch keinen "Betrug", denn vor den angeblich allgegenwärtigen "Neidern" muss man sich schließlich schützen - in "Notwehr".

    "Die Universität Göttingen entschied im Juni 2009, Kasper den Doktorgrad abzuerkennen, nachdem sie Kaspers Dissertation als Plagiat bewertet hatte.
    Zusätzlich leitete die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ein. Dabei berief sie sich auf ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung, da Kasper ein hohes Amt bekleidete." Bitte um Aufklärung.
    http://de.wikipedia.org/w...

    • Hermez
    • 26.11.2011 um 10:36 Uhr

    ist gut jetzt.Bitte kein Guttenberg mehr. Danke.

    80 Leser-Empfehlungen
  2. Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum.
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    78 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    4. "Au Backe
    Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."

    Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
    Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!

    4. "Au Backe
    Da bereitet Gutti mit offensichtlich professioneller Beraterunterstützung nach viel zu kurzem Wegtauchen sein Comeback vor - und die Zeit unterstützt ihn mit gefühligen Interviews und gaaaaanz viel Raum."

    Die freie Meinungsäußerung gilt auch für Zeit.
    Und über KTG werden über kurz oder lang die Wähler entscheiden!

  3. 5. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    20 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 26.11.2011 um 12:36 Uhr

    ....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
    vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.

    • joG
    • 26.11.2011 um 12:36 Uhr

    ....erklärt zu bekommen, wieso es kein Betrug ist, seinen Kollegen und dem Wähler einen Titel mit offiziellen Dokumenten
    vorzutäuschen, der Fähigkeiten bestätigt, die für gewisse Tätigkeiten erwünscht sind. Immerhin hat er nach dieser Selbstdarstellung den Job bekommen und dafür Geld erhalten. Wenn das kein Betrug ist, so weiß ich nicht, ob jedem klar ist, was Betrug ist. Das wäre schlecht, wenn keiner weiß, was Betrug ist, dies aber glaubt zu wissen. Solch schlecht informierte Menschen könnten sogar auf den verfassungsfeindlichen Gedanken kommen, dass Betrug zu tun manchen Personengruppen schlicht unmöglich ist, weil das nicht sein darf.

  4. 122 Leser-Empfehlungen
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    Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !

    • tbw
    • 26.11.2011 um 20:22 Uhr

    Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".

    Tja - Sie denken.

    Aber Giovanni di Lorenzo handelt!

    Als langjähriger Leser der "Zeit" empört mich dieses Interview schon sehr. Was (oder wer) treibt das letzte seriöse Wochenblatt in Deutschland dazu, diesem unfähigen und kriminellen Politikschauspieler Raum zu geben für seine abstrusen Sprechblasen ? Oder will Herr di Lorenzo der "Bunten" Konkurrenz machen? So kann man Leser gewinnen aber auch vergraulen !

    • tbw
    • 26.11.2011 um 20:22 Uhr

    Sie schreiben: "Muss man diesem Mann eine Plattform bieten? Ich denke nicht".

    Tja - Sie denken.

    Aber Giovanni di Lorenzo handelt!

  5. "Es steht völlig außer Frage, dass ich einen auch für mich selbst ungeheuerlichen Fehler begangen habe, den ich auch von Herzen bedauere."

    So, so, er bedauert also seinen "ungeheuerlichen Fehler".

    Das hörte sich zu Anfang aber ganz anders aus seinem Munde an:

    "Und ich werde gerne bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend, ich betone, vorübergehend auf das Führen des Titels verzichten - allerdings nur bis dahin. Anschließend werde ich ihn wieder führen" - Zitat zu Guttenberg kurz nach Aufkommen der Vorwürfe.

    Herr zu Guttenberg ist nicht nur ein skrupelloser Plagiator, er ist zudem auch noch ein übler Wahrheitsverdreher. Diese ganze Verharmlosungstaktik können nur noch stramme Parteisoldaten glauben oder Einfältige, die es schlicht nicht besser wissen wollen.

    Dieses Interview ist eine einzige Frechtheit eines wissenschaftlichen Möchtegernnapoleons!

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    Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde

    • Webro
    • 03.12.2011 um 19:31 Uhr

    Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .

    Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.

    Wie jeden Donnerstag kaufte ich mir DIE ZEIT und war schon über das Titelbild erstaunt, gerade weil zur Zeit so viele Dinge passieren die uns betreffen. Das vehemente abklären, dessen was passiert ist, ist eine reine Farce. Mal abgesehen davon, ist der Artikel zum einschlafen langweilig; zu Ende habe ich ihn garnicht gelesen. Wie von und zu Guttenberg sein handeln darstellt, entzieht sich jeder Vernunft. Dazu muss man aber sagen, dass die BRD seit dem 23.05.1949 etliche Skandale hatte. Nur ging es da immer um handfeste (salopp gesagt) Skandale. Man erinnert sich nur an das Thema Presse / Meinungsfreiheit mit FJS und dem SPIEGEL. Praktisch bis heute jagt ein Skandal den nächsten. Hier geht es aber nicht um Interessensvertretung, also Geld, sondern um Selbstbeweihräucherung; dass kaschieren der eigenen Person. Ich würde mich nicht wundern, wenn man andere Personen und deren Dr.-Grade untersucht, dass man ähnliches finden würde

    • Webro
    • 03.12.2011 um 19:31 Uhr

    Es war einmal – vor einem halben Jahrhundert - ein junger Mensch, ein Gymnasiast, der sich mit dem ersten selbstverdienten Geld als Ferienarbeiter zwei Abonnements kaufte: das des „Spiegels“ und das der „Zeit“. Diese beiden Blätter haben fürderhin – bis in die jüngste Zeit – sein Leben begleitet, sein politisches Bewusstsein und auch sein berufliches Wirken geprägt. Dieser junge Mensch war ich . . .

    Vor 43 Jahren war ich, in meinem Denken geführt von den beiden Blättern, ein Achtundsechziger. Heute bin ich – durch den Geburtsschein dazu verdammt – wieder ein Achtundsechziger. Und etwas hat sich jetzt entscheidend geändert seit wenigen Tagen: Ich habe nur noch einen der beiden Wegbegleiter, den Spiegel. Um den anderen trauere ich. Lesen werde ich ihn künftig nicht mehr.

  6. Ich glaube das ist eine kulturelle Frage. Bei einem preussischen Protestanten erwartet man, dass er dafür einsteht und reinen Tisch macht. Wie Engholm sagte, wat mutt, dat mutt. Bei einem katholischen Lausbub ist das dagegen nicht wesentlich, man kann, man darf nie Klartext reden, die Heuchelei wird selbst dann noch öffentlich vertreten, wenn es nicht mehr geht und alle Angehörigen werden gezwungen das so öffentlich loyal mitzutragen, obwohl sie wissen, dass es auf tönernen Füssen steht.

    Was sich Guttenberg vor dem Bundestag erlaubt hat, das war schlimm für die Institution. Es war gleich am Anfang für jeden gebildeten Menschen nach dem FAZ-Bericht klar, dass er seinen Titel los ist. Es war auch sofort klar, dass er formal zurücktreten musste, wegen seiner Verantwortung des Amtes für die Bundeswehruniversitäten. Trotzdem liess ihn Merkel im Amt. Medien und Parteifreunde wollten nicht reintreten, das hat er ausgenutzt. Dann auf ochlokratischen Grundlage die Basis gegen die Leute aufzuhetzen, die das offen aussprachen, was die Eliten wussten oder andere Parteifreunde zu einer unmöglichen heuchlerischen Unterstützung zu zwingen, das war unwürdig. Man hat ihm alle Brücken gebaut, etwa spekuliert, er habe das nicht selbst verzapft. Das hat er ausdrücklich ausgeschlagen, schlichtweg zu hoch gepokert. Dass er seine unhaltbare Position weiter vertritt, macht deutlich, dass er für ein politisches Amt nicht mehr geeignet ist.

    45 Leser-Empfehlungen
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    Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!

    Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.

    Als Katholik sehe ich überhaupt keine Veranlassung das Verhalten zu Guttenbergs zu tolerieren. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie mancher Protestant keine Gelegenheit auslässt, seinem Ressentiment gegen die Katholische Kirche Ausdruck zu geben. Das ist alles andere als redlich!

    Unsere derzeitigen Politiker können sie ohnehin konfessionsunabhängig alle in einen Sack stecken, weil ihnen unisono jede Sittlichkeit abhanden gekommen ist.

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