Schulden, Zinsen, Inflation – die meisten Menschen halten Wirtschaft für dröge und kompliziert. Dass Ökonomie auch kinderleicht erklärt werden kann, zeigen der Wirtschaftsprofessor Hanno Beck und die Journalistin Juliane Schwoch mit ihrem Buch Der große Plan. In einer Fabel erzählen sie, welche Probleme in einer Gesellschaft auftreten, in der jeder eine spezielle Aufgabe hat und Produkte getauscht werden – und wie sie gelöst werden können.

Nachdem ein Sturm ihren Wald und alle Vorräte zerstört hat, wissen die Tiere aus der Geschichte nicht, wie sie den Winter überleben sollen. Zum Glück hat die schlaue Eule eine Idee: Die Arbeit wird aufgeteilt und es wird getauscht. Die starken Wildschweine räumen auf, der geschickte Biber liefert Holz für neue Unterkünfte, und die flinken Hasen schaffen Vorräte herbei. Doch schon bald treten Probleme auf: Wie können die überreifen Birnen gegen eine Schaukel getauscht werden, die erst in ein paar Tagen fertig ist? Die Tiere führen Schuldscheine ein, müssen aber bald feststellen: Wo Schulden sind, ist Überschuldung nicht weit.

Ob Geld, Schulden, Zinsen oder Inflation: In ihrer Fabel verbinden Beck und Schwoch wirtschaftliche Fragen zu einer Erzählung, die auch für Kinder um die zehn Jahre verständlich sein dürfte. Nur die metaphernreiche Sprache und der teils komplexe Satzbau machen es den jungen Lesern nicht immer ganz einfach. Da ist zum Beispiel die Rede vom listigen Flackern, das sich in die Augen stiehlt, oder vom angesengten Eulenhaupt. Aber vielleicht haben die Autoren auch ganz andere Leser im Sinn. Schon das Buchcover verspricht »ein Wirtschaftsmärchenbuch nicht nur für Kinder«.