Neonazi-Mordserie Wir doch nicht!

Ausgerechnet Zwickau: Keiner der Mörder kam von hier. Aber die Stadt ist auch nicht unschuldig an ihrem Schicksal

Ginge es nach Peter Klose, dann hätte Gadhafi in Zwickau Asyl erhalten. Es gäbe eine U-Bahn in der Stadt. Und das Leitungswasser wäre weniger braun. Dies sind die Anträge, mit denen Peter Klose, 58, zuletzt als Mitglied des Zwickauer Stadtrates aufgefallen ist. Er ist Ex-Landtagsabgeordneter der NPD, Ex-Mitglied der NPD, überzeugter Rechtsextremist. Man weiß von ihm, dass er seines »Freundes« Hitler an dessen Geburtstag gedenkt, mitunter die Reichsflagge aus dem Fenster hängt und die Hundesteuer für seinen »Adolf« nicht gezahlt hat. Man wusste, dass er eine Schraube locker hat. Man zerriss sich das Maul über diesen Mann. Selbst der NPD war Klose peinlich.

Rechtsradikale, die fielen in der Stadt Zwickau bisher vor allem in die Rubrik Bizarres.

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Der Ort, an dem dieses Bild zerstört wurde, heißt Frühlingsstraße. Es war am 4. November 2011, als Beate Z. dort die Wohnung ihres Terrortrios abfackelte. Nun sagt dort ein Passant: »Man hält’s hier kaum noch aus. Das wird noch ein richtiges Räuberviertel hier.«

Zwickau: 100.000 Einwohner, weit im Westen Sachsens, 20 Kilometer vor Thüringen. Man ist sehr stolz auf Audi und Robert Schumann, zwei sächsische Marken, geboren in dieser Stadt.

Für den Rest der Republik ist Zwickau nun das braune Kaff, in dem der Terror wohnte. Die Zeitungen schreiben von der »Zwickauer Zelle« und meinen Beate Z., Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Jenes Trio, das allem Anschein nach wie eine Horde Schlächter durch Deutschland zog. Und seine Tour in einem makabren Videofilm in Paulchen-Panther-Optik zusammenfasste.

Der Rechtsextremismus zeigt Zwickau und dem ganzen Land seine mörderische Seite. Alle haben ihn unterschätzt. Und für die Stadt ist es bittere Ironie: Drei Thüringer, die nie hier gemeldet waren, haben Zwickau erst richtig berühmt gemacht.

Nun, drei Wochen nach dem Brand, kann man in ihre Wohnung schauen wie in ein verkohltes Puppenhaus. Es flanieren Touristen und Journalisten, Einwohner und Fremde, schaulustig den abgebrannten Dachstuhl beäugend. Feuerwehrmänner klettern durchs Gebälk, Polizisten wachen, und eine Reporterin aus Finnland, »größte Tageszeitung aus Helsinki«, interviewt einen Griechen, der seit Tagen durch die Medien geistert, weil er im selben Haus ein Lokal betrieb. Beate Z. sei mehrmals bei ihm zu Gast gewesen, erzählt der Mann. »Wir hatten ein gutes Verhältnis. Vielleicht lag das an meinen Cocktails.« Er sagt auch noch, er könne nur Gutes über sie berichten.

Es gibt in Zwickau einen Griechen, der kein schlechtes Wort verlieren mag über die mordenden Neonazis seiner Nachbarschaft. Und nicht nur das ist verwirrend in diesen Tagen und in dieser Stadt. Über die das Schicksal hereingebrochen ist. Die aber daran nicht schuldlos ist.

Denn es gab Helfer des Trios, auch aus Zwickau. Es gibt Neonazis, die hier leben. Zwei davon, André und Susann E., sollen den Mördern etwa bei der Produktion ihres Paulchen-Panther-Videos geholfen haben. Noch andere stehen in Verdacht, das Trio gekannt zu haben. Böhnhardt, Mundlos und Frau Z. stammen zwar aus Thüringen. Aber sie sind auch ein Zwickauer Problem. Ein sächsisches. Die ganze Illusion vom behaglichen Sachsen flog mit einem Dachgeschoss in die Luft.

Leser-Kommentare
    • eddi40
    • 25.11.2011 um 9:43 Uhr

    Die ganze Sache mit den Morden an Ausländer kann doch nicht so lange unentdeckt bleiben wo ein jeder der Naziszene zu den Liedern über die Toten singt.Zumal die Szene mit angeblichen V-Männern infiltriert ist.Da haben dann sehr viele diese Info so nicht weiter gegeben.Alles stinkt zum Himmel!Fakt ist auch, die ich durch zufällige Bekanntschaften gemacht habe, dass die "Nazis im Osten" nicht nur durch ihr typisches Äußeres der Szene zuzuordnen sind, sondern z. B. auch an Schulen unterrichten und dort mit ihrem nationalistischen Gedankengut schon Einfluss nehmen können auf die zukünftige Generation.Das heißt nichts anderes, als dass sie nun sehr langatmig agieren und eine viel breitere Szene dort angesiedelt ist als viele annehmen...Sympathien zu dem Gedankengut haben im Osten viel mehr als hier angenommen wird.Ob das nun Zwickau, Rostock, Dresden oder sonstwo ist im Osten.Diese Morde an betuchten Mitbürgern würde mehr Hochdruck an Politik, Verfassensschutz usw. ausüben, da es aber eben nur die unscheinbaren Imbissverkäufer traf,ziehen sich Ermittlungen so hin und jedes B.-Land arbeitet für sich und nicht flächendeckend.Einer mit ausländischen Wurzeln und dem dazugehörigen Aussehen traut sich doch gar nicht in Ostdeutschen Provinzen sich zu bewegen, weil man sich dort nicht sicher fühlt.Wenn ein Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern für mich nicht in Frage kommt, dann ist das begründete Vorsicht.Meiner Meinung nach würde ein wichtiger Baustein wegfallen, wenn man die NPD verbietet.

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    Ich war vor Jahren auch viel "im Osten" unterwegs und kann ihre Eindrücke nur bestätigen. Worauf ich mir freilich noch keinen Reim machen kann ist dies: Die Tendenz zur bürgerlichen Fassade einerseits und die Unterstützung solcher sinnloser Wahnsinnstaten andererseits. Die braune Halböffentlichkeit (Songs etc.) zeigt ja, dass was davon bekannt war in der Szene. Andererseits musste gerade den bürgerlichen Fassadenbastlern klar sein, dass sowas nicht ewig "geheim" bleiben könnte - und die ganze Fassadenarbeit dann hinfällig sein würde. Vielleicht fehlt mir einfach die Fähigkeit, SO zu denken wie die, aber ... haben Sie eine Idee?

    Ich war vor Jahren auch viel "im Osten" unterwegs und kann ihre Eindrücke nur bestätigen. Worauf ich mir freilich noch keinen Reim machen kann ist dies: Die Tendenz zur bürgerlichen Fassade einerseits und die Unterstützung solcher sinnloser Wahnsinnstaten andererseits. Die braune Halböffentlichkeit (Songs etc.) zeigt ja, dass was davon bekannt war in der Szene. Andererseits musste gerade den bürgerlichen Fassadenbastlern klar sein, dass sowas nicht ewig "geheim" bleiben könnte - und die ganze Fassadenarbeit dann hinfällig sein würde. Vielleicht fehlt mir einfach die Fähigkeit, SO zu denken wie die, aber ... haben Sie eine Idee?

  1. Langsam muss man sich wirklich fragen ob die ZEIT keine anderen Themen mehr hat. Seit etwa 3 Wochen gibt es hier nun täglich 2-3, wenn nicht mehr, Artikel zu diesem Thema. Bei allem Verständnis für die Wichtigkeit, aber irgendwann reichts und man kommt als Leser ins Grübeln, vorallem da am letzen Wochenende türkische Rechtsradikale (Graue Wölfe) in Essen eine 6000 Mann starke Hassveranstalltung abgehalten haben und ich dazu nichts in Zeitonline gelesen habe.
    Auf diesem Auge ist man wohl blind. Ähnlich sah es auch aus als Arid Uka islamistischen Terror verübte und in Deutschland und unschuldige Menschen tötete. Die Berichterstattung dazu war ein Witz im Vergleich zu dem was grad alles zum rechtsextremistischen Terror geschrieben und analysiert wird.
    Schade die ZEIT war für mich mal ein Medium der Mitte, Objektivität und Ausgewogenheit, aber die Zeiten sind wohl lange vorbei.

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    Lesen Sie Sich Ihre älteren Kommentare einmal durch, dann weiß ich schnell woher der Wind bei Ihnen weht.
    Die letzten Tage haben Sie Sich eifrig für eine Ende der Diskussion eingesetzt.
    Die Grauen Wölfe erwähnen Sie ganze drei mal. Sie schreiben über Linksextremismus, faschistische türkische Gruppen, radikale Muslime usw. usf.
    WIR diskutieren hier aber über rechte Mörder und hier im speziellen über diese Stadt. Hier wohnten Terroristen deutscher Herkunft. Diese waren zuvor auf Demo´s der NPD und hatten allerlei Kontakte zu Neonazi-Gruppen. Es waren Nazis und wollte als solche gesehen werden.
    Wo also ist Ihr Problem? Lassen Sie uns den Sachverhalt aufklären und wenn es Ihnen zu lange dauert...so what..lesen Sie doch was Anderes!

    ...haben diesen Kommentar schon empfohlen, good bye Deutschland!

    Da werden seit mehr als zwanzig Jahren Woche für Woche Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Aussehens bedroht, belästigt, mißhandelt und ermordet und Sie (und ihre 21 Unterstützer) ereifern sich nach nicht einmal drei Wochen über unangemessen ausführliche Berichterstattung?

    Es hat in Deutschland seit 1990 Dutzende von Toten gegeben (nach Angaben der Bundesregierung 46, nach anderer Zählung mindestens 137, vgl. Spiegel Nr. 47, S. 20). Es ist skandalös und beschämend, daß in Deutschland kaum jemand Notiz von diesem braunen Terror genommen hat.

    Die Leute die seit dem ersten Artikel zu diesen Vorfällen Stellung genommen haben und Relativieren scheint auch nicht abzunehmen.

    Als es jahrelang um Islamisten ging wurden auch zahlreiche Artikel veröffentlicht und diskutiert. Früher hieß es immer, die christlich-abendländische Kultur ließe so etwas nicht zu, nur Muslime würden Terror verüben, weil der Islam gewalttätig sei. Diskussionen ohne Ende und nun, da man merkt das das wohl nicht nur Islamisten sein können, im Gegenteil, es kommt direkt aus Deutschland inkl.Bombenanschläge und Massenmord will man nichts mehr davon wissen? Nichts hören, nichts sehen? Es ist immer einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen...

    • PigDog
    • 26.11.2011 um 6:25 Uhr

    sind so aktuell wie nie zuvor...

    Danke dafür, daß Sie sich selbst als Beispiel zur Verfügung stellen, WARUM eine solche Diskussion noch sehr lange notwendig sein wird!

    Ich denke, dass noch gar nicht genug über aufkommenden Rechtsextremismus in Deutschland diskutiert wurde! Im Gegenteil - was nicht angesprochen wird, scheint auch nicht zu exisiteren! Die Ignoranz in der deutschen Öffentlichkeit diesem Thema gegenüber muss endlich überwunden werden. Lesen Sie hierzu meinen Blogeintrag, den ich zusammen mit einer türkischen Freundin geschrieben habe:

    http://silenoise.blogspot...

    Lesen Sie Sich Ihre älteren Kommentare einmal durch, dann weiß ich schnell woher der Wind bei Ihnen weht.
    Die letzten Tage haben Sie Sich eifrig für eine Ende der Diskussion eingesetzt.
    Die Grauen Wölfe erwähnen Sie ganze drei mal. Sie schreiben über Linksextremismus, faschistische türkische Gruppen, radikale Muslime usw. usf.
    WIR diskutieren hier aber über rechte Mörder und hier im speziellen über diese Stadt. Hier wohnten Terroristen deutscher Herkunft. Diese waren zuvor auf Demo´s der NPD und hatten allerlei Kontakte zu Neonazi-Gruppen. Es waren Nazis und wollte als solche gesehen werden.
    Wo also ist Ihr Problem? Lassen Sie uns den Sachverhalt aufklären und wenn es Ihnen zu lange dauert...so what..lesen Sie doch was Anderes!

    ...haben diesen Kommentar schon empfohlen, good bye Deutschland!

    Da werden seit mehr als zwanzig Jahren Woche für Woche Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Aussehens bedroht, belästigt, mißhandelt und ermordet und Sie (und ihre 21 Unterstützer) ereifern sich nach nicht einmal drei Wochen über unangemessen ausführliche Berichterstattung?

    Es hat in Deutschland seit 1990 Dutzende von Toten gegeben (nach Angaben der Bundesregierung 46, nach anderer Zählung mindestens 137, vgl. Spiegel Nr. 47, S. 20). Es ist skandalös und beschämend, daß in Deutschland kaum jemand Notiz von diesem braunen Terror genommen hat.

    Die Leute die seit dem ersten Artikel zu diesen Vorfällen Stellung genommen haben und Relativieren scheint auch nicht abzunehmen.

    Als es jahrelang um Islamisten ging wurden auch zahlreiche Artikel veröffentlicht und diskutiert. Früher hieß es immer, die christlich-abendländische Kultur ließe so etwas nicht zu, nur Muslime würden Terror verüben, weil der Islam gewalttätig sei. Diskussionen ohne Ende und nun, da man merkt das das wohl nicht nur Islamisten sein können, im Gegenteil, es kommt direkt aus Deutschland inkl.Bombenanschläge und Massenmord will man nichts mehr davon wissen? Nichts hören, nichts sehen? Es ist immer einfach mit dem Finger auf andere zu zeigen...

    • PigDog
    • 26.11.2011 um 6:25 Uhr

    sind so aktuell wie nie zuvor...

    Danke dafür, daß Sie sich selbst als Beispiel zur Verfügung stellen, WARUM eine solche Diskussion noch sehr lange notwendig sein wird!

    Ich denke, dass noch gar nicht genug über aufkommenden Rechtsextremismus in Deutschland diskutiert wurde! Im Gegenteil - was nicht angesprochen wird, scheint auch nicht zu exisiteren! Die Ignoranz in der deutschen Öffentlichkeit diesem Thema gegenüber muss endlich überwunden werden. Lesen Sie hierzu meinen Blogeintrag, den ich zusammen mit einer türkischen Freundin geschrieben habe:

    http://silenoise.blogspot...

  2. Die Mauern Parks und Häuser? Die Einwohner? Die Verwaltung oder nur die Verantwortlichen? Wer hat das Recht "Schuld" fest zu stellen? Der Schuldkult ist keine neue Erfindung, das weis jeder Katholik, aber die Reaktion der natürlichen Abwehr, erzeugt genau das was viele verbieten wollen!

    Eine Leser-Empfehlung
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    Ich kann es wirklich nicht mehr hören. "Rassismus der Ausländer gegen Deutsche", "einseitige Berichtserstattung", "auf dem einen Auge blind".. Das erinnert mich an das einfache aber effektive rhetorische Mittel von Kindern, die auf eine Anschuldigunug mit "Nein, selber" oder "Spiegelmauer" antworten. Besonders gut auch von Sarrazin benutzt: es geht nicht mehr darum, dass die Mehrheitsgesellschaft die Ausländer nicht integrieieren, sondern um die Integrationsunwilligkeit bzw. -unfähigkeit der Ausländer sich zu integrieren. Natürlich mit anschliessender Flucht in die Opferrolle "Man wird ja wohl noch sagen dürfen".

    Zu Ihrem konkreten Argument:
    Genügt es nicht, dass Politik, Vererfassungsschutz, BKA, LKA usw. dieses Thema Jahrelang ignoriert haben? Wenn die Medien nun auch noch auf diesen Zug springen hätten die Rechtsterrorist ja völlig freie Hand. Ist es das, was Sie gerne hätten? Vergessen Sie es!

    Im Übrigen möchte mich hiermit für den Zentralrat der Juden bedanken, auf dessen Druck hin sich nicht nur die Sprache der Berichtserstattung geändert hat (zu diesem Thema) sondern auch der Fokus.

    Im Übrigen, wie kann man einen 10-fachen Mord mit einem Aufmarsch von "türkischen Rassisten" vergleichen?

    An die Zeit: weiter so - zumindest solange bis auf alles aufgeklärt ist. Man muss leider befürchten, dass mit nachlassendere medialer Präsenz der Druck auf die Politiker bzw. BA nachlässt.

    Ich kann es wirklich nicht mehr hören. "Rassismus der Ausländer gegen Deutsche", "einseitige Berichtserstattung", "auf dem einen Auge blind".. Das erinnert mich an das einfache aber effektive rhetorische Mittel von Kindern, die auf eine Anschuldigunug mit "Nein, selber" oder "Spiegelmauer" antworten. Besonders gut auch von Sarrazin benutzt: es geht nicht mehr darum, dass die Mehrheitsgesellschaft die Ausländer nicht integrieieren, sondern um die Integrationsunwilligkeit bzw. -unfähigkeit der Ausländer sich zu integrieren. Natürlich mit anschliessender Flucht in die Opferrolle "Man wird ja wohl noch sagen dürfen".

    Zu Ihrem konkreten Argument:
    Genügt es nicht, dass Politik, Vererfassungsschutz, BKA, LKA usw. dieses Thema Jahrelang ignoriert haben? Wenn die Medien nun auch noch auf diesen Zug springen hätten die Rechtsterrorist ja völlig freie Hand. Ist es das, was Sie gerne hätten? Vergessen Sie es!

    Im Übrigen möchte mich hiermit für den Zentralrat der Juden bedanken, auf dessen Druck hin sich nicht nur die Sprache der Berichtserstattung geändert hat (zu diesem Thema) sondern auch der Fokus.

    Im Übrigen, wie kann man einen 10-fachen Mord mit einem Aufmarsch von "türkischen Rassisten" vergleichen?

    An die Zeit: weiter so - zumindest solange bis auf alles aufgeklärt ist. Man muss leider befürchten, dass mit nachlassendere medialer Präsenz der Druck auf die Politiker bzw. BA nachlässt.

    • keibe
    • 25.11.2011 um 19:56 Uhr

    "An diesem Freitag veranstalten Stadt und Gewerkschaftsbund in Zwickau eine Kundgebung auf dem Georgenplatz, den Appell für Demokratie und Toleranz. Sie wollen trauern und zeigen, »dass Zwickau keine Heimstätte rechtsextremen Terrors ist«. Es gibt viel zu besprechen."

    Ich hätte da auch schon eine abendfüllende, zu besprechende Thematik:

    "Was nicht dem Gesetz der Schönheit [= angemessenes Verhalten] entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Schönheitsideal entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Schönheitsideal entspricht, das tue nicht."

    http://de.wikipedia.org/w...

  3. Woher wissen wir, dass Beate Zschäpe die Zwickauer Wohnung abfackelte? Wissen wir es nicht! Frau Zschäpe schweigt.
    Woher wissen wir, dass das Zwickauer Trio die DVD produzierte? Eher waren es wohl die erwähnten Andre und Susann E. Aber auch sie schweigen. Also wissen wir einstweilen auch dies nicht.
    Warum wiederholt Die Zeit dann immer noch diese Behauptungen als Tatsachen?
    Man könnte ja mal die Polizei fragen und gegenebenfalls ein "nach Ansicht der Polizei..." oder so formulieren. Das wäre redlicher Journalismus.

    4 Leser-Empfehlungen
  4. Lesen Sie Sich Ihre älteren Kommentare einmal durch, dann weiß ich schnell woher der Wind bei Ihnen weht.
    Die letzten Tage haben Sie Sich eifrig für eine Ende der Diskussion eingesetzt.
    Die Grauen Wölfe erwähnen Sie ganze drei mal. Sie schreiben über Linksextremismus, faschistische türkische Gruppen, radikale Muslime usw. usf.
    WIR diskutieren hier aber über rechte Mörder und hier im speziellen über diese Stadt. Hier wohnten Terroristen deutscher Herkunft. Diese waren zuvor auf Demo´s der NPD und hatten allerlei Kontakte zu Neonazi-Gruppen. Es waren Nazis und wollte als solche gesehen werden.
    Wo also ist Ihr Problem? Lassen Sie uns den Sachverhalt aufklären und wenn es Ihnen zu lange dauert...so what..lesen Sie doch was Anderes!

    16 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Wie lange noch?"
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    Wo mein Problem ist? Das sollte in meinem letzen Kommentar deutlich geworden sein. Ihre Antwort zeigt mir das sie wohl einer derjenigen sind, dem Objektivität und Verhältnismässigkeit in der Berichterstattung von Medien nicht so wichtig ist. Schade, aber wenn man auf ihren letzten Kommentare so schaut, dann nicht verwunderlich. Von seltsamen Hamaskommentaren bis zu Beleidigungen anderen Forenteilnehmern ist da alles zu finden.

    Sie haben recht, Paul Ericson,
    man spürt sofort, woher der Wind weht, wenn man "wie lange noch" liest!!

    Solange noch, wie in Deutschland Menschen ermordet werden, die nur eine andere Hautfarbe haben!!! Solange werden wir darüber reden und uns empören!
    Und die ZEIT wäre nicht die ZEIT, wenn sie das Thema nicht immer wieder anspräche! Auch die Ballung der Rechtsradikalen im friedlichen Sachsen!

    Ich war jetzt einige Tage nicht im Forum und entdecke dann gleich den Kommentar von bellafrutta mit 27 Zustimmungen.

    Da hat unsere Diskussion auf facebook mehr Niveau!!

    Gut, dass es noch Foristen wie Paul Ericson gibt!

    Wo mein Problem ist? Das sollte in meinem letzen Kommentar deutlich geworden sein. Ihre Antwort zeigt mir das sie wohl einer derjenigen sind, dem Objektivität und Verhältnismässigkeit in der Berichterstattung von Medien nicht so wichtig ist. Schade, aber wenn man auf ihren letzten Kommentare so schaut, dann nicht verwunderlich. Von seltsamen Hamaskommentaren bis zu Beleidigungen anderen Forenteilnehmern ist da alles zu finden.

    Sie haben recht, Paul Ericson,
    man spürt sofort, woher der Wind weht, wenn man "wie lange noch" liest!!

    Solange noch, wie in Deutschland Menschen ermordet werden, die nur eine andere Hautfarbe haben!!! Solange werden wir darüber reden und uns empören!
    Und die ZEIT wäre nicht die ZEIT, wenn sie das Thema nicht immer wieder anspräche! Auch die Ballung der Rechtsradikalen im friedlichen Sachsen!

    Ich war jetzt einige Tage nicht im Forum und entdecke dann gleich den Kommentar von bellafrutta mit 27 Zustimmungen.

    Da hat unsere Diskussion auf facebook mehr Niveau!!

    Gut, dass es noch Foristen wie Paul Ericson gibt!

  5. 7. Danke!

    Ich war vor Jahren auch viel "im Osten" unterwegs und kann ihre Eindrücke nur bestätigen. Worauf ich mir freilich noch keinen Reim machen kann ist dies: Die Tendenz zur bürgerlichen Fassade einerseits und die Unterstützung solcher sinnloser Wahnsinnstaten andererseits. Die braune Halböffentlichkeit (Songs etc.) zeigt ja, dass was davon bekannt war in der Szene. Andererseits musste gerade den bürgerlichen Fassadenbastlern klar sein, dass sowas nicht ewig "geheim" bleiben könnte - und die ganze Fassadenarbeit dann hinfällig sein würde. Vielleicht fehlt mir einfach die Fähigkeit, SO zu denken wie die, aber ... haben Sie eine Idee?

    3 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf ""braune Gefahr""
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    • spacko
    • 25.11.2011 um 22:25 Uhr

    Sie haben gut beobachtet, die ostdeutsche Provinz ist voll von brauner Sauce - aber es ist fast immer nur die Provinz, die so auffällt. Wenn Sie abends oder - eigentlich egal, zu welcher Tageszeit durch eine Kleinstadt in MeckPomm oder Nordbrandenburg spazieren, werden Ihnen sofort höchst unsypathische Gesellen an den zentralen Orten begegnen. Aber: wo bitte ist deren "bürgerliche Fassade"? Ich kann da keinen Widerspruch finden. Diejenigen, die sich im Osten "bürgerlich" geben, werden sicher kaum mit diesen Nazi-Psychos sympathisiert haben. Und die Dummheit der organisierten Rechten kann selbst der Artikel nicht verschweigen. Es mag sein, das es zwei Handvoll Eingeweihte gab, mit mehr Mitwissern lässt sich nichts unter den Teppich kehren, schon gar nicht in einer an IQ so armen, dafür an Bier so reichen Szene wie der Rechten (das dürfte Ihnen doch auch aufgefallen sein, oder)?

    • spacko
    • 25.11.2011 um 22:26 Uhr

    Ich für meinen Teil bin SEHR gespannt, wie viele von all den panischen Verdächtigungen/Spekulationen (siehe Artikel) die jetzt ob der vorherigen Ahnungslosigkeit so zusammengeschrieben/geredet werden am Ende tatsächlich zu Verurteilungen führen. Ich wage zu vermuten, dass keiner außer den Dreien alles wusste.
    Nazis sind Deppen, die brutale Deppen werden, wenn sie saufen. Es sind leider auch ein paar Psychopathen dabei, und dreien von denen ist gelungen, das Land in Aufruhr zu verseitzen, teilweise posthum, sozusagen.
    Aber das hat m.E. nicht viel mit Zwiggau und dessen Bürgerlichkeit zu tun. Viel mehr mit Versagen der Überwachung - und deren Struktur ins komplett aus dem Westen importiert. Vielleicht hätte die Stasi bessere Ergebnisse gebracht.

    • spacko
    • 25.11.2011 um 22:25 Uhr

    Sie haben gut beobachtet, die ostdeutsche Provinz ist voll von brauner Sauce - aber es ist fast immer nur die Provinz, die so auffällt. Wenn Sie abends oder - eigentlich egal, zu welcher Tageszeit durch eine Kleinstadt in MeckPomm oder Nordbrandenburg spazieren, werden Ihnen sofort höchst unsypathische Gesellen an den zentralen Orten begegnen. Aber: wo bitte ist deren "bürgerliche Fassade"? Ich kann da keinen Widerspruch finden. Diejenigen, die sich im Osten "bürgerlich" geben, werden sicher kaum mit diesen Nazi-Psychos sympathisiert haben. Und die Dummheit der organisierten Rechten kann selbst der Artikel nicht verschweigen. Es mag sein, das es zwei Handvoll Eingeweihte gab, mit mehr Mitwissern lässt sich nichts unter den Teppich kehren, schon gar nicht in einer an IQ so armen, dafür an Bier so reichen Szene wie der Rechten (das dürfte Ihnen doch auch aufgefallen sein, oder)?

    • spacko
    • 25.11.2011 um 22:26 Uhr

    Ich für meinen Teil bin SEHR gespannt, wie viele von all den panischen Verdächtigungen/Spekulationen (siehe Artikel) die jetzt ob der vorherigen Ahnungslosigkeit so zusammengeschrieben/geredet werden am Ende tatsächlich zu Verurteilungen führen. Ich wage zu vermuten, dass keiner außer den Dreien alles wusste.
    Nazis sind Deppen, die brutale Deppen werden, wenn sie saufen. Es sind leider auch ein paar Psychopathen dabei, und dreien von denen ist gelungen, das Land in Aufruhr zu verseitzen, teilweise posthum, sozusagen.
    Aber das hat m.E. nicht viel mit Zwiggau und dessen Bürgerlichkeit zu tun. Viel mehr mit Versagen der Überwachung - und deren Struktur ins komplett aus dem Westen importiert. Vielleicht hätte die Stasi bessere Ergebnisse gebracht.

  6. warum is das ironisch. is doch alles den historischen scheingesetzmäßigkeiten entsprechend: sachsen = immer auf der falschen seite
    nazis sind immer die 'anderen', ob nun aus österreich oder aus thüringen.

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