Klimawandel Vergesst Durban
Der Gipfel in Südafrika mag scheitern – die Welt kann die dramatische Klimakrise dennoch überwinden
© Alexander Joe/Getty Images

Greenpeace-Aktivisten werben in Durban für erneuerbare Energien.
Die Bürokraten sind nicht unsere letzte Hoffnung. Und verloren ist die Welt, wie wir sie kennen, noch nicht – auch wenn in Durban der Weltklimagipfel vor die Wand fährt. In wenigen Tagen werden dort die Vertreter von 194 Staaten wohl ein frustrierend unverbindliches Nicht-Ergebnis präsentieren: kein neues Kyoto-Protokoll, keine allgemein verbindlichen Emissionsgrenzen, natürlich keine Sanktionen, auch nicht für die größten Klimasünder – alles andere wäre ein Wunder! So lautet die Erwartung der Experten an Durban.
Das ist deprimierend, geradezu irre. Denn die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels sind klarer denn je. Bei allen Unsicherheiten im Detail existiert eine ziemlich plausible Vorstellung von den wahrscheinlichen Folgen fortgesetzten Nichtstuns. Darum dürfte die Frage in Südafrika gar nicht lauten, ob es eine Kyoto-Fortsetzung gibt. Sondern nur noch, wie viel strenger, radikaler, wirksamer sie ausfallen müsste – hätte nur die Begrenzung der Erderwärmung nicht politisch so rasant an Bedeutung verloren! Die Prioritäten sind heute andere. Erinnert sich noch jemand an die Appelle beim G-8-Gipfel von Heiligendamm (2007)? An die Endspielstimmung vor der Klimakonferenz von Kopenhagen (2009)? Seither hat die Finanzkrise unsere Repräsentanten gnadenlos in Anspruch genommen. Auch Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource.
Das Drängendere ist der Feind des Dringenden
Es ist wie beim Jonglieren, beliebig viele Bälle lassen sich nicht in der Luft halten. Da ist das Drängendere der Feind des Dringenden. Wenigstens als Nicht-Ökonom könnte man sich ereifern: Unerträglich, wie eine künstliche Weltkrise mit ihren Spekulationen und roten Fantastillionen uns davon abhält, ein natürliches Problem von Weltrang zu lösen. Eines, in dem es nicht um Buchungsschulden geht, sondern um Moleküle in unserer Atmosphäre, die als lange laufende Hypothek auf unseren Lebensräumen und unserer Nahrungsversorgung lasten.
Aber mal ernsthaft, auch wenn die Finanzkrise bewältigt wird – erwartet irgendjemand, dass es danach normal weitergeht? In dieser bunten, widersprüchlichen, gefühlt immer schneller rotierenden Welt ist doch die Ausnahmesituation der neue Normalfall. (Wer wirklich eine Zukunft ohne Wirtschaftskrisen, Seuchen, Naturkatastrophen und soziale Konflikte erwartet, der hebe bitte die Hand!) Es wird immer etwas anliegen, das noch höhere Priorität genießt als jene globale Sauerei in der Erdatmosphäre.
So ist die Realität. Aber das ist jetzt keine Ausrede dafür, mit einem lauten Seufzen die Vorhänge zuzuziehen und eine melancholische Platte von Nick Cave aufzulegen.
Die Lektion aus Durban am Ende dieses rastlosen, überraschenden, beängstigenden Jahres 2011 ist eine andere: Erstens wird die Erderwärmung immer wieder von anderen Großproblemen aus dem Zentrum unserer Aufmerksamkeit verdrängt werden. Zweitens setzt jede Abhilfe Maßnahmen voraus, die langfristiger angelegt sind, als Amtszeiten und Themenzyklen dauern. Ein Klimaschutz aber, der auf Jahrzehnte angelegt ist, muss so robust sein, dass er nicht nur in den Schönwetterperioden der Weltpolitik funktioniert. Wir brauchen einen Klimaschutz, der von selbst läuft, vor allem in rauen Zeiten.
- Datum 04.12.2011 - 09:44 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 1.12.2011 Nr. 49
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...das setzt auch immer voraus, dass diese zweifelsfrei anthropogen ist. Von Zweifelsfreiheit kann da wohl keine Rede sein.
Vieles wird für wissenschaftlich wahr erachtet und durchgeführt und fällt bei genauer Überprüfung als falsch auf. Denken wir nur über die Grippeimpfung nach: Die NTT (Nummer to treat) ist mit ca. 10.000 empfindlich groß. 10.000 Menschen müssen geimpft werden, um eine Grippe zu ersparen. Der PSA-Test zur Früherkennung ist in den USA von der Liste der erstattungsfähigen Untersuchungen gestrichen worden, weil die flasch Positiven mit den entsprechenden Konsequenzen mehr fatale Fälle produziert haben, als wenn man die gleiche Gruppe nicht screent. Ein GAU sei, so hieß es, weltweit auf einige 10.000 Jahre einmal anzunehmen. Nun sind wir bei Nummer drei, wenn man Harriesburg dazurechnet und Fukushima als einen GAU und nicht als vier GAUe zählt. Wissenschaft hat also ganz offensichtlich auch eingeschränkte Wahrheitshalbwertzeiten.
In bezug auf den Klimawandel gibt es wissenschaftlich ja ein 'sowohl als auch'. Zweifelsfreiheit gibt es dort nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit reicht bereits aus, um handeln zu müssen, wenn man sich für Enkel und Urenkel verantwortlich fühlt. Übrigens reicht auch subjektives Wahrheitsempfinden und Mitgefühl aus, aber das ist eine andere Diskussionsebene. Es berührt moderne Experimentatorik und die Sicht der dritten Person als nicht eingreifenden Beobachter, die ja seit Heisenberg zumindest im Bereich des Mikrokosmos nicht mehr gilt.
....es gäbe keine letztendliche Sicherheit aus der Wissenschaft, in wieweit die Klimaentwicklung anthropogen ist. Wir wissen es einfach nicht mit Sicherheit.
Ob ich allerdings bei Ihnen wäre in Ihrer Schlussfolgerung, man brauche daher nichts zu tun, wäre ich mir weniger sicher. Ist nämlich die Klimaerwärmung arretierbar, so würde das vermutlich sehr hohe Kosten erfordern aber auch einsparen. Die Rechnungen scheinen zu besagen, dass man (wer dieses "man" genau ist, ist ungeklärt) netto gewinnt, wenn man das Klima bei etwa heutigen Bedingungen hält (auch das ist keineswegs sicher; nur plausibel).
Trotz der Einwände ist das Argument überlegenswert, man betrachte die Ausgaben als Versicherungsprämie gegen den absoluten Knaller. Alternativ kann man die Ausgaben als Spekulation auf das Ende der uns bekannten Welt ansehen.
Den Skeptikern des anthropogenen Einflusses am Klimawandel sei zur tieferen Auseinandersetzung die Seite http://www.klimafakten.de empfohlen.
Und noch eine Frage: Sollen wir mit allen gesellschaftlichen und politischen Maßnahmen warten, bis wirklich 100% aller "Experten" einig sind?
Wie wollten Sie ein solches Verhalten ihren Kindern und Enkeln erklären?
Vieles wird für wissenschaftlich wahr erachtet und durchgeführt und fällt bei genauer Überprüfung als falsch auf. Denken wir nur über die Grippeimpfung nach: Die NTT (Nummer to treat) ist mit ca. 10.000 empfindlich groß. 10.000 Menschen müssen geimpft werden, um eine Grippe zu ersparen. Der PSA-Test zur Früherkennung ist in den USA von der Liste der erstattungsfähigen Untersuchungen gestrichen worden, weil die flasch Positiven mit den entsprechenden Konsequenzen mehr fatale Fälle produziert haben, als wenn man die gleiche Gruppe nicht screent. Ein GAU sei, so hieß es, weltweit auf einige 10.000 Jahre einmal anzunehmen. Nun sind wir bei Nummer drei, wenn man Harriesburg dazurechnet und Fukushima als einen GAU und nicht als vier GAUe zählt. Wissenschaft hat also ganz offensichtlich auch eingeschränkte Wahrheitshalbwertzeiten.
In bezug auf den Klimawandel gibt es wissenschaftlich ja ein 'sowohl als auch'. Zweifelsfreiheit gibt es dort nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit reicht bereits aus, um handeln zu müssen, wenn man sich für Enkel und Urenkel verantwortlich fühlt. Übrigens reicht auch subjektives Wahrheitsempfinden und Mitgefühl aus, aber das ist eine andere Diskussionsebene. Es berührt moderne Experimentatorik und die Sicht der dritten Person als nicht eingreifenden Beobachter, die ja seit Heisenberg zumindest im Bereich des Mikrokosmos nicht mehr gilt.
....es gäbe keine letztendliche Sicherheit aus der Wissenschaft, in wieweit die Klimaentwicklung anthropogen ist. Wir wissen es einfach nicht mit Sicherheit.
Ob ich allerdings bei Ihnen wäre in Ihrer Schlussfolgerung, man brauche daher nichts zu tun, wäre ich mir weniger sicher. Ist nämlich die Klimaerwärmung arretierbar, so würde das vermutlich sehr hohe Kosten erfordern aber auch einsparen. Die Rechnungen scheinen zu besagen, dass man (wer dieses "man" genau ist, ist ungeklärt) netto gewinnt, wenn man das Klima bei etwa heutigen Bedingungen hält (auch das ist keineswegs sicher; nur plausibel).
Trotz der Einwände ist das Argument überlegenswert, man betrachte die Ausgaben als Versicherungsprämie gegen den absoluten Knaller. Alternativ kann man die Ausgaben als Spekulation auf das Ende der uns bekannten Welt ansehen.
Den Skeptikern des anthropogenen Einflusses am Klimawandel sei zur tieferen Auseinandersetzung die Seite http://www.klimafakten.de empfohlen.
Und noch eine Frage: Sollen wir mit allen gesellschaftlichen und politischen Maßnahmen warten, bis wirklich 100% aller "Experten" einig sind?
Wie wollten Sie ein solches Verhalten ihren Kindern und Enkeln erklären?
Ich fühle mich sehr an die Zeit der Tu-watt-Bewegung erinnert. Damals hieß es, es gibt nichts Gutes, außer amn tut es. Heute haben wir als Antwort Bioläden in allen Städten, selbst in kleinen Gemeinden. Viele Leute fahren bereits spritsparende Autos. In den Städten steigt die Jugend auf ÖPNV und Rad um. Neue Häuse sind 3-fach verglast, doppelschalig gebaut, haben Wärmerückgewinnung. Allenthalben sieht man Solaranlagen und Windräder. Und wie geht es uns? Gut im Vergleich z. B. zu Frankreich mit seinen AKWs oder den USA mit seinen Kohlekraftwerken.
Lasst uns weiter machen, es ist offenbar nicht nur betreffend das klima richtig, es scheint auch wirtschaftlich der absolut richtige Weg zu sein. Banken und Energiekonzerne sind nur auf Profit aus und tüten die Politiker ein. Bei den Haushalten, den Menschen muss man ansetzen, dann klappt es. Und es macht sogar Spass.
Tut man ja schon. Trotz Sparens wird die Rechung immer höher. Es scheint also die Frage, wie man bei den Menschen und Haushalten ansetzt.
Die Privatbestellungen bei der Autoindustrie werden stetig weniger, und ohne Export gäbs keine mehr. Und wenn Lidl und Co. kein Bioware anbieten würden, wäre das ein Nischenprodukt ausser in kaufkräftig Gebieten von Großstädten und Gemeinden.
Im übrigen, um Profit geht es uns allen oder würde man umsonst arbeiten. Der Staat produziert nichts aber profirtieren will und muss er auch. Die Frage ist nur, wie weit er dafür die Bürger belasten kann.
Momentan ist er der größte Preistreiber bei den Haushalten. Nach den Öel- und Stromkonzernen. Von deren Preistreiberei profitiert er aber bestens und die Stromkonzerne unterstützt er nach Kräften. Das merken aber im Monemt nur die Normal- und Geringverdiener sowie die Arbeitsuchenden.
...die sie da anführen, allerdings glaube ich weniger, daß diese Beispiele auf das Umweltschutzbewustsein der Menschen zurück zu führen ist. Wer sich eine Solaranlage auf´s Dach setzt, versorgt sich ja nicht selbst mit Strom, sondern verkauft ihn weiter, weil man damit nach ein paar Jahren richtig Geld verdienen kann. Genauso sieht´s mit den Windanlagen aus. Spritsparende Autos werden auch nur aus einem Grund gekauft, der der hohe Benzin/Dieselpreis lautet.
3-fach verglaste Fenster, doppelschalig gebaute Häuser, und Wärmerückgewinnungsanlagen werden subventioniert.Ohne diese Subventionen würde sich diese Sachen niemand (ein)bauen lassen, wenn Heizöl/Gas etc. dazu noch billig zu haben wären.Außerdem wird man gezwungen so zu bauen,damit ja die Energieeffizienz stimmt,sonst gibt´s keine Baugenehmigung.. ÖPNV und Rad werden aus Kostengründen genutzt, denn Auto fahren ist für viele unerschwinglich geworden.
Und BIO, BIO ist chick,trendy usw.
Mit Umweltbewustsein hat das alles nicht sehr viel zu tun.
Tut man ja schon. Trotz Sparens wird die Rechung immer höher. Es scheint also die Frage, wie man bei den Menschen und Haushalten ansetzt.
Die Privatbestellungen bei der Autoindustrie werden stetig weniger, und ohne Export gäbs keine mehr. Und wenn Lidl und Co. kein Bioware anbieten würden, wäre das ein Nischenprodukt ausser in kaufkräftig Gebieten von Großstädten und Gemeinden.
Im übrigen, um Profit geht es uns allen oder würde man umsonst arbeiten. Der Staat produziert nichts aber profirtieren will und muss er auch. Die Frage ist nur, wie weit er dafür die Bürger belasten kann.
Momentan ist er der größte Preistreiber bei den Haushalten. Nach den Öel- und Stromkonzernen. Von deren Preistreiberei profitiert er aber bestens und die Stromkonzerne unterstützt er nach Kräften. Das merken aber im Monemt nur die Normal- und Geringverdiener sowie die Arbeitsuchenden.
...die sie da anführen, allerdings glaube ich weniger, daß diese Beispiele auf das Umweltschutzbewustsein der Menschen zurück zu führen ist. Wer sich eine Solaranlage auf´s Dach setzt, versorgt sich ja nicht selbst mit Strom, sondern verkauft ihn weiter, weil man damit nach ein paar Jahren richtig Geld verdienen kann. Genauso sieht´s mit den Windanlagen aus. Spritsparende Autos werden auch nur aus einem Grund gekauft, der der hohe Benzin/Dieselpreis lautet.
3-fach verglaste Fenster, doppelschalig gebaute Häuser, und Wärmerückgewinnungsanlagen werden subventioniert.Ohne diese Subventionen würde sich diese Sachen niemand (ein)bauen lassen, wenn Heizöl/Gas etc. dazu noch billig zu haben wären.Außerdem wird man gezwungen so zu bauen,damit ja die Energieeffizienz stimmt,sonst gibt´s keine Baugenehmigung.. ÖPNV und Rad werden aus Kostengründen genutzt, denn Auto fahren ist für viele unerschwinglich geworden.
Und BIO, BIO ist chick,trendy usw.
Mit Umweltbewustsein hat das alles nicht sehr viel zu tun.
Aber wie die Labors herstellen? Mit Subventionen und Steuern, die Rendite vor Veränderung stellen gehts nicht. Noch ist Deutschland kein Vorbild für Gesellschaften in denen Staat nicht über alles geht. Zumal die Wende nicht einem Plan sondern tagespolitischen Erwägungen geschuldet war.
Bis jetzt verändert sich vor allem das Landschaftsbild und wenn die Preistreiberei so weiter geht, auch das Klima in der Gesellschaft. Vielleicht sind sich andere Länder eher bewusst darüber, dass man solchen Veränderungen auch Zeit einräumen muss.
Schliesslich streitet man in Deutschland seit 30 Jahren um Atom und Entsorgung und Technik, statt in der Breite Alternativen zu entwickeln. Diesen Rückstand kann man nicht in 5 Jahren wett machen, ohne eine Menge Verlierer dieser Entwicklung zu produzieren.
Wie am Finanzmarkt. Keine Aktien- sondern Spar- und Annleihenkultur, aber dann gleich oben mitspielen wollen. Jahrzehnte Sozialhilfe nach Laissez faire und dann Hartz IV. Es sind nicht alle Länder gleich und Deutschland täte gut daran, sich auch ein bisschen Beispiel zu nehmen.
Nicht nur am autoritären "Tough Government", was schon in vielen Köpfen und Reden rumspukt bei der Frage nach dem effezienten Klimaschutz. Klimaschutzdiktatur ist keine Alternative. Es wäre auch das erste Mal, dass eine Diktatur für gesamtgesellschaftliche Innovation sorgen würde.
Die Ökodiktatur ist absolut falsch. Daher muss kontinuierlich Überzeugungsarbeit geleistet werden. Jeder muss sich selbst entscheiden können, ob er Strom aus Nuklearanlagen oder aus alternativen Quellen wünscht. Auch die Frage der Wohnungs- oder Hausrenovierung, des veganen oder vegetarischen Lebens, sind persönliche Entscheidungen.
Freiheit der Entscheidung ist wichtig. D'accord.
Die Ökodiktatur ist absolut falsch. Daher muss kontinuierlich Überzeugungsarbeit geleistet werden. Jeder muss sich selbst entscheiden können, ob er Strom aus Nuklearanlagen oder aus alternativen Quellen wünscht. Auch die Frage der Wohnungs- oder Hausrenovierung, des veganen oder vegetarischen Lebens, sind persönliche Entscheidungen.
Freiheit der Entscheidung ist wichtig. D'accord.
Vieles wird für wissenschaftlich wahr erachtet und durchgeführt und fällt bei genauer Überprüfung als falsch auf. Denken wir nur über die Grippeimpfung nach: Die NTT (Nummer to treat) ist mit ca. 10.000 empfindlich groß. 10.000 Menschen müssen geimpft werden, um eine Grippe zu ersparen. Der PSA-Test zur Früherkennung ist in den USA von der Liste der erstattungsfähigen Untersuchungen gestrichen worden, weil die flasch Positiven mit den entsprechenden Konsequenzen mehr fatale Fälle produziert haben, als wenn man die gleiche Gruppe nicht screent. Ein GAU sei, so hieß es, weltweit auf einige 10.000 Jahre einmal anzunehmen. Nun sind wir bei Nummer drei, wenn man Harriesburg dazurechnet und Fukushima als einen GAU und nicht als vier GAUe zählt. Wissenschaft hat also ganz offensichtlich auch eingeschränkte Wahrheitshalbwertzeiten.
In bezug auf den Klimawandel gibt es wissenschaftlich ja ein 'sowohl als auch'. Zweifelsfreiheit gibt es dort nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit reicht bereits aus, um handeln zu müssen, wenn man sich für Enkel und Urenkel verantwortlich fühlt. Übrigens reicht auch subjektives Wahrheitsempfinden und Mitgefühl aus, aber das ist eine andere Diskussionsebene. Es berührt moderne Experimentatorik und die Sicht der dritten Person als nicht eingreifenden Beobachter, die ja seit Heisenberg zumindest im Bereich des Mikrokosmos nicht mehr gilt.
Klimakrise? Bitte, was soll das?
Auch wenn dort nicht die Grundlagen des Klimawahns diskutiert werden, ist die Sendung des "Philosophischen Quartetts" vom 27.11.11 sehenswert, weil doch etwas bewußtseinsschärfend: http://www.zdf.de/ZDFmedi...?
Klimakrise? Bitte, was soll das?
Auch wenn dort nicht die Grundlagen des Klimawahns diskutiert werden, ist die Sendung des "Philosophischen Quartetts" vom 27.11.11 sehenswert, weil doch etwas bewußtseinsschärfend: http://www.zdf.de/ZDFmedi...?
Die Ökodiktatur ist absolut falsch. Daher muss kontinuierlich Überzeugungsarbeit geleistet werden. Jeder muss sich selbst entscheiden können, ob er Strom aus Nuklearanlagen oder aus alternativen Quellen wünscht. Auch die Frage der Wohnungs- oder Hausrenovierung, des veganen oder vegetarischen Lebens, sind persönliche Entscheidungen.
Freiheit der Entscheidung ist wichtig. D'accord.
Na,wenn Ihnen die Wahlfreiheit bezüglich ihrer Energiequelle so wichtig ist,dann werden sie ja sicherlich nichts gegen einen neuen Meiler und gegebenenfalls ein Endlager vor ihrer Haustür haben?
Ökodiktatur? Das ich nicht lache.Wer leugnet denn den Klimawandel? Wer sind die Auftraggeber gegenteiliger Studien und was bezwecken die damit? Sie stellen die falschen Fragen.
http://videos.arte.tv/de/...
"Freiheit der Entscheidung ist wichtig."
Gibt es eine Grenze der Entscheidungsfreiheit? Oder darf ein weitgehend uninformiertes Volk (das ist vorwurfsfrei, es kann einfach nicht jeder über einen komplexen wissenschaftlichen Zusammenhang Bescheid wissen) auch "frei" wählen, zur schweren Beeinträchtigung der Lebensgrundlagen des Planeten wie wir ihn kennen, beizutragen?
Entsteht echte Wahlfreiheit nicht erst dann, wenn man die Konsequenzen und Risiken der verschiedenen Optionen voll verstanden hat?
Na,wenn Ihnen die Wahlfreiheit bezüglich ihrer Energiequelle so wichtig ist,dann werden sie ja sicherlich nichts gegen einen neuen Meiler und gegebenenfalls ein Endlager vor ihrer Haustür haben?
Ökodiktatur? Das ich nicht lache.Wer leugnet denn den Klimawandel? Wer sind die Auftraggeber gegenteiliger Studien und was bezwecken die damit? Sie stellen die falschen Fragen.
http://videos.arte.tv/de/...
"Freiheit der Entscheidung ist wichtig."
Gibt es eine Grenze der Entscheidungsfreiheit? Oder darf ein weitgehend uninformiertes Volk (das ist vorwurfsfrei, es kann einfach nicht jeder über einen komplexen wissenschaftlichen Zusammenhang Bescheid wissen) auch "frei" wählen, zur schweren Beeinträchtigung der Lebensgrundlagen des Planeten wie wir ihn kennen, beizutragen?
Entsteht echte Wahlfreiheit nicht erst dann, wenn man die Konsequenzen und Risiken der verschiedenen Optionen voll verstanden hat?
... dann brauchen wir nichts zu tun, denn rein rechtlich sind wir dann weder zuständig noch haftbar zu machen. Regressansprüche sollten daher an die Höheren Mächte gestellt werden.
Aber auch davon abgesehen ist es höchst sinnvoll, zur Neige gehende Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle, durch Erneuerbare und durch Nichtverbrauch (Sparen, Effizienz, warme Kleidung) zu ersetzen. Man muss dann keinen Krieg um Öl führen, das spart Kosten und Menschenleben.
Ich weiss nicht, wie lange Sie zurückschauen, Herr Schmitt, deswegen sei Ihnen diese Naivität verziehen.
Ich habe seit Jahrzehnten viele tausend gute Ideen im Orkus verschwinden sehen, nur weil sie politisch nicht gewollt oder wirtschaftlich nicht durchsetzbar waren. Sagt Ihnen der Begriff "Negawatt" noch etwas? War unattraktiv, weil sich damit das BIP nicht kurzfristig steigern liess.
Vergessen Sie's. Ohne einen breit formulierten (und gelebten) politischen Willen geht da gar nichts. Was Sie hier formulieren, sind überlebte Graswurzelträumereien.
Der Glaube an eine rein technische Lösung ist ebenfalls von grosser Unbedarftheit geprägt. Jede Technologie, mag sie ihrem Wesen nach auch noch so umweltfreundlich sein, schafft in dem Moment neue Probleme, wenn Sie sie massenhaft einsetzen. Lithium wird das neue Öl, auch stoffliches Recycling verbraucht viel Energie etc.. Diese Zielkonflikte lassen immer seltener auflösen.
Mal abgesehen davon, dass sich 4 Milliarden Menschen diese Technologien gar nicht werden leisten können: Wenn wir nicht bald aufhören, immer mehr Rohstoffe und Energie in dieses Weltwirtschaftssystem einzuspeisen, werden wir ohnehin scheitern.
An diesem Punkt kann (und muss) sich die Politik - als einzige Vertreterin eines globalen Allgemeinwohls - beweisen. Die Chancen dafür betrachte ich allerdings als düster.....
Das Problem unserer Generation ist die Tatsache dass unser gesamtes Weltbild geprägt ist von einem Jahrhundert dramatischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Wachstums. wir sind die Generation Enterprise.
Aber wir realisieren nicht dass unsere Fortschritte unser Wohlstand und unsere Wissenschaft bei aller genialität die bei einzelnen und Gesellschaftsgruppen notwendig waren, nichts wären ohne die Verfügbarkeit gigantischer mengen billiger Energie.
Dem ist es verschuldet, dass wir immer und immer wieder die Rettung in neuer Technik suchen. Ich will nicht gegen die notwendigkeit von Greentech reden. Im Gegenteil. Sie ist baustein einer überlebenswichtigen zukunftsentwicklung.
Sie ist sowohl die Antwort auf den nah bevorstehenden Peak of Oil, der mit seinen Folgen genauso dramatisch sein kann wie ein weltweiter Anstieg der Temperatur um 6 grad, als auch Antwort auf den Klimawandel selbst.
Zukünftige Generationen werden kopfschüttelnd dastehen und zu ergründen versuchen weshalb wir das offensichtliche nicht erkennen wollten. WACHSTUM in Population , Enrgieverbrauch und Resourcenverbrauch ist NIE Nachhaltig und führt langfristig immer zu einem zusammenbruch.
Wo man früher glaubte, die Erde sei Flach, glaubt man heute, wachstum sei ewig möglich. Und wo man den Menschen nicht mehr überhöht, überhöht man stellvertretend die Technik als alleiniges Mittel der Rettung.
Die Antwort auf Klimawandel und Peak Oil ist rückbau begleitet von technik und ohne Wachstum
Das Problem unserer Generation ist die Tatsache dass unser gesamtes Weltbild geprägt ist von einem Jahrhundert dramatischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Wachstums. wir sind die Generation Enterprise.
Aber wir realisieren nicht dass unsere Fortschritte unser Wohlstand und unsere Wissenschaft bei aller genialität die bei einzelnen und Gesellschaftsgruppen notwendig waren, nichts wären ohne die Verfügbarkeit gigantischer mengen billiger Energie.
Dem ist es verschuldet, dass wir immer und immer wieder die Rettung in neuer Technik suchen. Ich will nicht gegen die notwendigkeit von Greentech reden. Im Gegenteil. Sie ist baustein einer überlebenswichtigen zukunftsentwicklung.
Sie ist sowohl die Antwort auf den nah bevorstehenden Peak of Oil, der mit seinen Folgen genauso dramatisch sein kann wie ein weltweiter Anstieg der Temperatur um 6 grad, als auch Antwort auf den Klimawandel selbst.
Zukünftige Generationen werden kopfschüttelnd dastehen und zu ergründen versuchen weshalb wir das offensichtliche nicht erkennen wollten. WACHSTUM in Population , Enrgieverbrauch und Resourcenverbrauch ist NIE Nachhaltig und führt langfristig immer zu einem zusammenbruch.
Wo man früher glaubte, die Erde sei Flach, glaubt man heute, wachstum sei ewig möglich. Und wo man den Menschen nicht mehr überhöht, überhöht man stellvertretend die Technik als alleiniges Mittel der Rettung.
Die Antwort auf Klimawandel und Peak Oil ist rückbau begleitet von technik und ohne Wachstum
Natürlich ist es jedem frei zu sagen, es ist noch schaffbar oder es ist es nicht - diese Vermutung, ohne wirklichen Fakten belegt, ist aber nur bedingt einen Artikel wert.
Wir sind kein Orakel, wir können nicht in die Zukunft schauen und beim Zukunft Vorhersagen sind wir auch nicht so die Meister. Oder hat einer der Millionen Fachexperten in 2007 die Finanzkrise 2008 vorhergesagt?
Dennoch - Es sprechen viele Dinge aktuell dagegen, dass die Menschheit frühgenug reagieren wird - Beispiel China: Jede Woche wird ein neues 1000MW Kohlekraftwerk, das 50 Jahre laufen wird, in China eröffnet. Jede Woche werden 10.000 neue Autos in China angemeldet.
Und dabei gibt es den wissenschaftlichen Standpunkt, dass nur noch 750 Mrd. Tonnen CO2 bis 2050 emittiert werden können, um das 2 Grad Ziel zu schaffen: 750 Mrd/8Mrd Menschen/40 Jahre = 2,34 Tonnen/Jahr und Mensch. Vergleich: Bei einem Hin- und Rückflug von Deutschland nach Irland werden bereits knapp 2 Tonnen CO2 emittiert...
Ich weiß nicht, hat eigentlich überhaupt irgendein Land in Europa das Kyotoziel erreicht und seine CO2-Emissionen um 5% gegenüber 1990 gesenkt? Mir ist dazu nichts bekannt. Und wenn nicht wir es schaffen, wer denn dann?
Und die Aussage, dass 1000 neue Ideen hermüssen- die gibt es bereits. Ständig liest man von neuen tollen Innovationen und kommt ins Staunen, zum Beispiel hier http://www.natur.de/scrip...
Mir gefällt ihre Naivität an einem Sonntag Morgen besonders gut!
Mir gefällt ihre Naivität an einem Sonntag Morgen besonders gut!
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